Bergkamener muss nach Überfall auf einen Paketboten über drei Jahre ins Gefängnis

Das Paderborner Landgericht hat jetzt einen 26-jährigen Bergkamener zu einer Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt. Der junge Mann hatte in der Verhandlung sein Geständnis bei seiner Festnahme im November 2016 wiederholt: Zusammen mit einem 19-jährigen Komplizen, der „Schmiere“ stand, hatte er am 24. August 2016 in Paderborn einen Paketboten überfallen, ihn in eine Garage gesperrt und ist anschließend mit dem Lieferfahrzeug samt Inhalt verschwunden. Tatmotiv war notorischer Geldmangel. Bis zwei Monate vor der Tat war der 26-Jährige selbst Angestellter der betroffenen Firma gewesen.

Kriminalhauptkommissar Jürgen Tillmann präsentierte gegenüber der Presse im November neben sichergestellten Beutestücken die Tatwaffe und Mütze des 26-jährigen Bergkameners.

In den frühen Mittwochmorgenstunden des 24. August war ein 56-jähriger Paketbote eines Unternehmens aus Bergkamen gegen 4.00 Uhr auf einem Gewerbegrundstück an der Stettiner Straße in Paderborn mit Ladearbeiten beschäftigt. Sein Lieferwagen stand rückwärts vor einer geöffneten Garage, in der sich der Bote aufhielt, als plötzlich ein maskierter Täter auftauchte und eine Schusswaffe auf ihn richtete.

Der Täter drängte den Boten tiefer in die Garage und schloss ihn darin ein. Dann stahl der Räuber den Paketwagen. Das Opfer konnte die Garage wieder öffnen und die Polizei alarmieren. Eine Fahndung mit mehreren Streifen wurde sofort ausgelöst. Gegen 5.00 Uhr entdeckten Polizisten das gestohlene Fahrzeug auf einem Firmengelände an der Kolberger Straße in Paderborn. Aus dem Wagen waren mehrere Transportsäcke mit teils hochwertigem Inhalt wie Schmuck, Handys oder Tablets gestohlen worden.

Die Ermittlungen führten die Paderborner Kriminalbeamten in Richtung Bergkamen zum Standort des betroffenen Paket-Transportunternehmens. Hier fiel der Verdacht auf einen damals 25-jährigen Mann, der selbst als Paketbote für das beraubte Unternehmen gearbeitet hatte. Bei den Durchsuchungen wurden in zwei Wohnungen Beutestücke gefunden und sichergestellt. Bei dem 26-Jährigen fand die Polizei zudem eine Schusswaffe.

Wie erst in der Verhandlung deutlich wurde, tappte die Polizei bei ihren Ermittlungen lange Zeit im Dunkeln. Erst nachdem ein jüngerer Mittäter ein Smartphone aus der Beute an einen Freund verkauft hatte, wurde die Spur plötzlich „heiß“. Als der Freund das Handy in Betrieb nahm, konnte die Polizei seinen Standort in Bergkamen orten.

Der größte Teil der Beute war bei der Festnahme bereits versetzt worden. Schmuck wurde bei Juwelieren und An-und-Verkauf-Händlern angeboten, um an Bargeld zu gelangen. Anderes wurde über Privatverkäufe veräußert. Der Rest wurde in der Wohnung des 26-Jährigen sichergestellt.




Abiturjahrgang 2017 des Gymnasiums besucht Düsseldorfer Landtag und die Kunstsammlung NRW

Eine eintägige Studienfahrt führte am vergangenen Donnerstag 70 Abiturienten der Geschichts- und Kunstkurse des Städtischen Gymnasiums Bergkamen in die Landeshauptstadt.

Der Abiturjahrgang 2017 des Gymnasiums wurde im Landtag vom Landtagsabgeordneten Rüdiger Weiß empfangen.

Die Schülerinnen und Schüler hatten sich zuvor im Unterricht mit den verschiedenen Kunstepochen und der von Krieg, Diktatur und demokratischem Neuanfang geprägten, wechselvollen Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert beschäftigt.

Bei einem Besuch des Landtages wurden sie vom heimischen Abgeordneten Rüdiger Weiß empfangen, der sie über die Arbeit des Parlaments und seine Tätigkeit informierte und mit ihnen über aktuelle politische Fragen diskutierte.

Anschließend besuchten die Kurse die Ausstellung „Otto Dix – Der böse Blick“ in der Kunstsammlung NRW. Otto Dix zeichnete in seinen Bildern ein schonungsloses Bild des 1. Weltkrieges wie auch vom Glanz und Elend der 1920er Jahre. Den Nationalsozialisten galt sein Werk als „entartete Kunst“.

Die Pausen wurden von den Schülerinnen und Schülern genutzt, die wohlmeinende Sonne bei einem Spaziergang an der Rheinpromenade zu nutzen oder auch die Düsseldorfer Altstadt zu erkunden.

 




Ostermarkt im Stadtmuseum Bergkamen

Am Sonntag, den 2. April 2017, lädt das Stadtmuseum Bergkamen von 11 bis 17 Uhr zum traditionellen Ostermarkt ein. Osterdekorationen, Holzarbeiten, Schmuck, Handarbeiten, Laubsägearbeiten, Vogelhäuser, Filzkunst, Patchwork und vieles mehr bieten die Stände im sowie am Museum und laden zum Stöbern ein.

Außerdem lädt der Tante-Emma-Laden des Museums zum Verweilen ein. Ein Stück Laden-geschichte wird wieder lebendig, wenn man sich mit „unserer Tante Emma“ hinter der Theke unterhält und die angenehme Ladenatmosphäre genießt. Über die „Gute alte Zeit“ erzählen ebenfalls die Zeitzeugen des Zeitzeugenkreises der Stadt Bergkamen. Das zuletzt erschienene Zeitzeugenheft beschäftigt sich mit Berufen der vergangenen 60 Jahre. Das Heft “(M)ein Beruf, Berufe in Bergkamen im Wandel der Zeit“ und andere Veröffentlichungen aus der Reihe          „Bergkamen gestern und heute“ können bei den Zeitzeugen erworben werden.

Für die kleinen Museumsbesucher wird ebenfalls einiges geboten. Sie können Ostermotive selbst drucken sowie an Mitmachaktionen teilnehmen, bei denen Oster- und Frühlings-dekorationen und kleine Geschenke für die Familie hergestellt werden.

Nach einem ausgiebigen Stöbern an den Marktständen lädt das Museumscafé in gemütlicher Atmosphäre zum Verweilen ein. Dazu bieten wir frischen Obstkuchen und Waffeln, himmlische Torten sowie verschiedene Kaffeespezialitäten an.

 




Selbstportraits – Kunstprojekt für junge Flüchtlinge im Pestalozzihaus

„Selbstportraits – künstlerische Selfies“ heißt das Kunstprojekt, das die Werkstatt im Kreis Unna (WiKU) im Rahmen der internationalen Projektwoche „Gegen Gewalt und Rassismus“ organisierte und in den Räumen der Jugendkunstschule Bergkamen im Pestalozzihaus durchführte. Zehn Jugendliche mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten setzen sich mit Papier, Farbe, Pinsel und Linolplatten mit ihrer Biografie auseinander: Das Ergebnis ist mehr als nur ein flüchtiger Blick in den Spiegel.

Tania Mairitsch-Korte, Galina Hilla und Nasir.

Die Gruppe ist so bunt wie die entstandenen Kunstwerke: Die einen sind Teilnehmer der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme mit produktionsorientiertem Ansatz (BvB-Pro), die anderen sind unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in den Wohngruppen der WiKU leben. So unterschiedlich auch die jungen Menschen mit ihrer eigenen Geschichte sind, sie haben eine Gemeinsamkeit: ihre Hoffnungen und Sehnsüchte für die Zukunft.

Alle Jugendlichen wünschen sich einen Ausbildungsplatz und eine Perspektive auf dem ersten Arbeitsmarkt. Die minderjährigen Flüchtlinge haben sich in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft auf den lebensgefährlichen Weg nach Deutschland gemacht und sorgen sich um ihre Familien, die sie in der Heimat zurückgelassen haben. „Jeder von ihnen hat seine persönlichen Bewältigungsstrategien. Die Kunst bietet ihnen allen eine Möglichkeit des Ausdrucks“, erklärt Marion Velikonja, Abteilungsleiterin bei der WiKU und Mitglied der Steuerungsgruppe des Runden Tisches gegen Gewalt und Rassismus.

Unter Anleitung der Diplom-Designerin Tania Mairitsch-Korte fertigen die jungen Menschen mit verschiedenen Drucktechniken die künstlerischen Selfies an: „Ehrlich gesagt, habe ich nicht so viele Talente erwartet. Die Jugendlichen nehmen die künstlerische Arbeit und die Auseinandersetzung mit sich sehr ernst.“

Die Teilnehmer des Kunstprojektes „Selbstportraits –
künstlerische Selfies – mit den pädagogischen Bertreuern und
Mitarbeitern der Werkstatt im Kreis Unna.

Nasir aus Afghanistan zeigt seinen Schattenriss. Der 17-jährige ist seit einem Jahr in Deutschland. In sein Profil hat er in kleinen Lettern seine Lebensgeschichte geschrieben – auf Deutsch. Sie beginnt in seiner Heimatstadt Kundus und dokumentiert die dreimonatige Flucht über Pakistan, Irak, Türkei, Jordanien, Mazedonien, Kroatien, Serbien, Österreich, München, Dortmund nach Bergkamen. „Hier habe ich eine neue Familie, ein neues Zuhause in einer anderen Welt gefunden“, sagt Nasir. Das klingt erst einmal positiv, aber sein Blick ist traurig und zeigt die Sehnsucht nach seiner Familie, die noch in Afghanistan lebt. Kontakt zu ihr hat er nicht mehr. Zwar hat Nasir in Bergkamen neue Freunde gefunden, aber sein größter Wunsch ist, seine Eltern und Geschwister in Sicherheit zu wissen und wiederzusehen.

Das Kunstprojekt „Selbstportraits – künstlerische Selfies“ fördert die Integration der geflüchteten Jugendlichen und ist ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung zum produktionsorientierten Ansatz der BvB-Pro: „Die Jugendlichen arbeiten sehr konzentriert, beschäftigen sich mit ihrer Lebensgeschichte, respektieren einander und tauschen sich aus.“, fasst Galina Hilla zusammen. Die Sozialpädagogin betreut die jungen Menschen in den Wohngruppen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge der Werkstatt im Kreis Unna.

Unterstützt wurde das Projekt nicht nur durch den Runden Tisch gegen Gewalt und Rassismus der Stadt Unna, sondern auch durch Gereon Kleinhubbert vom Kulturreferat der Stadt Bergkamen, der die Kunsträume im Pestalozzihaus zur Verfügung gestellt hat.

Hintergrund:

BvB-Pro ist eine durch die Bundesagentur für Arbeit geförderte berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme mit produktionsorientiertem Ansatz und entstand aus der ehemaligen Produktionsschule der Werkstatt im Kreis Unna. Ziel ist es, die arbeitslosen Jugendlichen während des Projektes in eine Ausbildung oder Arbeit zu vermitteln. Während der zwölfmonatigen Berufsvorbereitung arbeiten die Beschäftigten unter fachlicher Anleitung an realen Aufträgen in Werkstätten oder im Dienstleistungsbereich und werden in den gesamten Prozess der Auftragsarbeit eingebunden. In Unna und Bergkamen können sie in den Berufsfeldern Garten- und Landschaftsbau, Holz, Metall und HoGa Erfahrung sammeln. Im Vordergrund stehen die praktischen Erfahrungen; jedoch besteht auch die Möglichkeit einen Hauptschulabschluss (HSA) nachzuholen. Lernen findet im Rahmen der Produktion statt, das heißt auf der Baustelle, an der Werkbank oder im Kundengespräch.

Betreutes Wohnen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ist ein Angebot der Jugendhilfe der Werkstatt im Kreis Unna. Insgesamt bis zu 20 junge Menschen leben in Wohngruppen in Unna und Bergkamen. Viele von ihnen sind vor und während ihrer Flucht Opfer und Zeuge von Menschenrechtsverletzungen (Gewalt, Unterdrückung, Ausbeutung und Verfolgung) geworden. Sie sind häufig traumatisiert und aufgrund fehlender familiärer Unterstützung besonders schutzbedürftig. Das Ziel der Werkstatt im Kreis Unna ist es, die jungen Menschen im schützenden und unterstützenden Rahmen der Wohngruppe in einer familiären Atmosphäre Vertrauen, Sicherheit und Perspektiven zu geben sowie Hilfen zur Erziehung zu leisten Sozialpädagogen sind teilweise rund um die Uhr vor Ort. Tagsüber gehen die Jugendlichen zur Schule oder nehmen an verschiedenen Projekten der Werkstatt im Kreis Unna teil: von Sprachkursen über berufsvorbereitende Maßnahmen bis hin zu Angeboten zur Freizeitgestaltung.




Aktionskreis beklagt geringes Interesse der Politik an Bürgerwindrad & Co.

Am Mittwoch traf sich der Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen zu seiner 11. Jahreshauptversammlung seit Bestehen des Vereins traditionell in der Mensa der ehemaligen Hellweg-Hauptschule in Rünthe – jetzt Regenbogenschule. Mit 20 Vereinsmitgliedern war die Versammlung auch ganz ordentlich besucht.

Info-Veranstaltung des Aktionskreises in der Mensa der Regenbogenschule.

An Neuwahlen standen an: Stellv. Vorsitzende und Schriftführerin. In beiden Fällen wurde die Wiederwahl der Amtsinhaber vorgeschlagen und so kam es auch dann: Bis auf die eigene Enthaltung wurden Ulrike Dahlmann als stellv. Vorsitzende und Elke Schönberger als Schriftführerin in ihren Ämtern von allen anderen Vereinsmitgliedern bestätigt. Der umfängliche, aber kurzweilige Jahresbericht des 1. Vors. Karlheinz Röcher umfasste die Vereinsschwerpunkte „Bergbau, Schlichtungsstelle und Gremienarbeit im Landesverband Bergbaubetroffener NRW“ sowie „Schutz der Umwelt – Klimaschutz und Energiewende in Bergkamen“.

Für den Vereinsvorsitzenden ist im ersten Bereich einiges erreicht worden, während der zweite Bereich in Bergkamen eher ein „Dornröschenschlaf“ hält. Die in den letzten Monaten mit Politik und Verwaltung in Bergkamen geführten Gespräche hätten da auch keinen Anlass für die Hoffnung, dass sich da bald wirklich was „drehen“ würde – sprich z.B. ein „Bürgerwindrad“ ernsthaft gewollt wäre, so Röcher.

Zu der sich anschließenden Veranstaltung kamen weitere 15 Personen. Röcher: „Von den persönlich eingeladenen Stadträten waren lediglich zwei CDU- bzw. zwei Grünen-Vertreter sowie zwei Rünther SPD-Ratsherr anwesend. An dem eingeladenen Referenten des Abends, Projektleiter Guido Wallraven von der Klimakommune Saerbeck, kann es jedenfalls nicht gelegen haben“, beklagte sich der Vorsitzende.

Wallraven vermittelte anschaulich und engagiert, wie in Saerbeck seit 2008 zahlreiche Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien mit Bürgerbeteiligung und Bildungsangeboten in den Schulen mit großem Erfolg umgesetzt worden sind. Röcher: „Der Aktionskreis fragt sich, warum so etwas nicht auch in Bergkamen als vorrangiges Ziel angepackt wird.“




Anmeldungen möglich: Streetwork und Jugendkunstschule drehen einen Bollywood-Film

Streetwork und Jugendkunstschule go Bollywood! Foto: Streetwork Bergkamen

Das Streetwork und die Jugendkunstschule wollen mit Jugendlichen und mit professioneller Unterstützung einen „Bollywood“-Film drehen. Wer mitmachen möchte, kann sich dort noch melden:  02307 282740 / 02307 28 88 48. Die ersten Workshops starten in den Osterferien – eine gemeinsame Informations- und Kennenlernveranstaltung findet am 28.03. um 17 Uhr in der Anlaufstelle Anstoß (Am Stadion 7a) statt.

Zuerst geht es in dem Theaterprojekt „Absprung – die Bretter, die die Welt bedeuten“ um die Erarbeitung eines eigenen interkulturellen Theaterstücks. Hierbei sollen die teilnehmenden Teenager und Jugendlichen unter fachlicher Anleitung Schauspiel-, Tanz- und Stuntszenen erarbeiten, die später in einem ebenfalls selbst entwickelten Drehbuch zu einem Ganzen verschmelzen sollen. Die gesamte Story soll in Bergkamen angesiedelt sein und den Charme der Bollywood-Welt widerspiegeln.

Der zweite Projektteil unter dem Titel „Bergkamen goes Bollywood“ nutzt das vorhandene Stück und setzt es filmisch um. Hierzu werden neben Kameraführung auch Masken- und Kulissenbau sowie Kostümdesign im Fokus stehen. Erfahrene Workshopleiter werden hier das Know-How liefern um einen kompletten Film zu produzieren.

Alle Projektelemente zusammen sollen einen Bergkamener Bollywoodfilm ergeben, der in den Herbstferien 2017 vom Regisseur Daniel Schinzig und seinem Team produziert werden wird. Wilde Verfolgungsjagden, spektakuläre Stunts, schweißtreibender Tanz und atemberaubende Kostüme werden dann zu bestaunen sein.

Das Streetworkteam und die Jugendkunstschule nehmen noch gerne Anmeldungen für alle Sparten und Workshops an. Unter anderem werden die einzelnen Workshops von den professionellen Mitarbeitern der Stuntschule „Stunt it“ aus Köln, dem Choreographen Omega Awlime aus Bielefeld, dem Schauspiellehrer Oliver Hübner, der Maskenbildnerin Manuela Heukamp aus Essen und dem Parkourteam Symphony of Movements aus Dortmund angeleitet.

Wie bereits im vergangenen Jahr werden die Jugendkunstschule und das Streetworkteam der Stadt Bergkamen mit Fördermittel aus dem Sonderprogramm 2017 „Angebote der kulturellen Jugendarbeit für junge Geflüchtete in NRW“ für Projekte in Bergkamen unterstützt. Mitveranstalter bei beiden Projekten in 2017 sind neben der Jugendkunstschule und Streetwork Bergkamen die LKD (Landesarbeitsgemeinschaft Kulturpädagogische Dienste / Jugendkunstschulen NRW e.V.) sowie die LKJ (Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit NRW e.V.).




Frühjahrskirmes lockt mit neuen Attraktionen auf den Stadtmarkt

Von Freitag, 31. März, bis Montag, 3. April, geht es wieder rund auf dem Bergkamener Stadtmarkt. Die Frühjahrskirmes bietet dann täglich von 14:00 bis 22:00 Uhr Spaß für die ganze Familie.

Neben den Klassikern der Fahrgeschäfte wie Musikexpress, Autoscooter, Double-Jump und Kinderfahrgeschäften wird in diesem Jahr erstmals das Spiegellabyrinth „Crystals-City“ in Bergkamen aufbauen. Zudem locken einige typische Leckereien und weitere Schaugeschäfte die Besucherinnen und Besucher auf den Platz.

Traditionell wird am Montag die Kirmes mit dem Familientag abgeschlossen, an dem ganztägig mit vergünstigten Fahrten und Preisen geworben wird.

Da mit dem Aufbau der Fahrgeschäfte für die Frühjahrskirmes schon ab Montag, 27. März, begonnen wird, kommt es zu einer örtlichen Verlegung des Donnerstags-Wochenmarktes am 30. März. Der Wochenmarkt wird auf der Ebertstraße vom Kreuzungsbereich Parkstraße bis zur Präsidentenstraße und auf der Präsidentenstraße von der Ebertstraße bis zum Kreuzungsbereich Leibniz-/Keplerstraße abgehalten.

Des Weiteren wird die Hochstraße von der Präsidentenstraße bis zur Augustastraße mit in den Wochenmarkt einbezogen. Diese Straßenzüge sind an dem betroffenen Donnerstag für den Individual- sowie für den Anlieferverkehr von 5:00 bis 15:00 Uhr gesperrt.




Weltmusik in der Marina: Traditionelle Hochzeitslieder und Tänze aus Tadschikistan

Am Montag, 15. Mai, 20.00 Uhr, ist das Badakhshan Ensemble aus Tadschikistan zu Gast in der Marina Rünthe!

Das Badakhshan Ensemble aus Tadschikistan.

Das Badakhshan Ensemble hat sich nach der Bergregion benannt die poetisch und in persischer Sprache bekannt ist als Bam-i Dunya, dem ‚Dach der Welt‘. Es ist die am dünnsten besiedelste östliche Region Tadjikistans, die bis an den Nordosten Afghanistans reicht. Dort eingebettet in eine Reihe von Flusstälern, die aus dem Pamir-Gebirge kommen, liegen Dutzende von kleinen Siedlungen, die eine lebendige Tradition eines hingebungsvollen Gesangs pflegen und besinnliche Instrumentalmusik und Tanz kultiviert haben.

Badakhshani Musik und Tanz stellen eine besondere und eigenständige kulturelle Praxis in Zentralasien dar, die durch die Geographie, Geschichte, Sprache und Religion geprägt sind. Im tadjikischen Badakhshan sind die majestätischen Pamir Höhen nur geringfügig niedriger als im Himalaya. Eine Folge der kulturellen Isolation ist die Erhaltung der sogenannten Pamiri Sprachen. Sie gehören zur östlichen iranischen Sprachfamilie und werden nicht in literarischen Formen verwendet.

Das Badakhshan Ensemble war die Idee von Soheba Davlatshoeva, einer jungen und aktiven Sängerin und Tänzerin, die in einer kleinen Stadt am Ghund Fluss aufgewachsen ist. Das Repertoire des Badakhshan Ensemble umfasst eine Vielzahl von musikalischen Stilen und Genres, und jeder entspricht einer der Rollen, die das Ensemble in der Gemeinschaft erfüllt. Die typischste dieser Rollen ist es, für die Musik auf Hochzeitfesten zu sorgen. Eine weitere Bedeutung haben die andächtigen Lieder, die bei einer Vielzahl von Ritualen aufgeführt werden. Dazu gehören nächtliche Versammlungen nach dem Tod eines Dorfmitglieds, Gebetstreffen und Feiern, Nowruz (traditionelles Neujahr) und Ramadan. Die meisten Bewohner in Badakhshan sind Ismaili Schiiten.

 

Sohiba Davlatshoeva – Gesang, Daf, Tanz

Aqnazar Alovatov – Gesang, Pamiri Rubab

Mukhtor Muborakadamov – Pamiri Setar

Khushbakht Niyozov – Afghanische Rubab, Daf                           

Tickets für das Konzert sind zum Preis von 5,00 Euro erhältlich im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse!

Weitere Infos unter www.klangkosmos-nrw.de




Erfolgreiches Frühjahrsschwimmfest der Wasserfreunde

Am vergangenen Sonntag richteten die Wasserfreunde TuRa Bergkamen sehr erfolgreich ihr 37. Frühjahrsschwimmfest aus.

Neben den Wasserfreunden nahmen noch die Vereine PSV Bork 1945 e.V., Schwimmverein Kamen 1891, SG Dortmund, SG Lünen, SG Sendenhorst, SSC Hörde 54/58 e.V., SV GS Altenberge e.V., Teutonia Lippstadt, TuS Sundern, TV Werne 03 Wasserfreunde und Waspo Herringen an der gelungenen Veranstaltung teil.

Gemeinsam lieferten sich die Schwimmerinnen und Schwimmer spannende Wettkämpfe um Gold-, Silber- und Bronzemedaillen, die begehrten Jahrgangspokale in der Dreikampfwertung und natürlich die Staffelpokale.

Die 44 TuRaner durften sich über acht Jahrgangspokale, 83 Medaillen, 91 persönliche Bestzeiten und zwei Staffelpokale freuen. Auch die Trainer der Wasserfreunde waren mit den Leistungen ihrer Schwimmer wieder einmal sehr zufrieden.

Einen Jahrgangspokal für ihre drei punktbesten Strecken bekamen Marco Steube (Jg.2003) für seine Siege über 100m Lagen, 100m Brust und 100m Freistil, zudem gewann Marco über 100m Rücken und 100m Schmetterling; Yannick Wallny (Jg.2000) für seine Siege über 100m Lagen, 100m Brust und 100m Freistil, zudem gewann auch Yannick über 100m Rücken und 100m Schmetterling; Alexander Mengin (Jg.2006) für seine Siege über 100m Lagen, 50m Rücken und 50m Freistil, zudem gewann Alexander über 50m Schmetterling und wurde Zweiter über 50m Brust; Victoria Reimann (Jg.2004) für ihre Siege über 100m Lagen, 100m Brust und 100m Freistil, zudem gewann Victoria über 100m Rücken und wurde über 100m Schmetterling Zweite; Felix Wieczorek (Jg.2002) für seine Siege über 100m Lagen, 100m Rücken und 100m Freistil, zudem gewann Felix über 100m Brust und wurde Zweiter über 100m Schmetterling; Ann-Kathrin Teeke (Jg.2000) für ihre Siege über 100m Lagen, 100m Rücken und ihren zweiten Platz über 100m Freistil, zudem gewann Ann-Kathrin über 100m Schmetterling und wurde Zweite über 100m Brust; Lisa Weber (Jg.2002) für ihre Siege über 100m Lagen, 100m Brust und 100m Freistil und Piet Weppler (Jg.2008) für seinen Sieg über 100m Lagen, seinen zweiten Platz über 50m Brust und seinen achten Platz über 50m Rücken.

Weitere Medaillen erschwammen sich Maximilian Weiß (Jg.2002) mit Gold über 100m Lagen, 100m Schmetterling und 100m Freistil sowie Silber über 100m Rücken und 100m Brust; Saskia Nicolei (Jg.2003) mit Gold über 100m Schmetterling, Silber über 100m Rücken und 100m Brust sowie Bronze über 100m Lagen und 100m Freistil; Lisa-Marie Kardatzki (Jg.2001) mit Gold über 100m Rücken und Silber über 100m Lagen, 100m Schmetterling, 100m Brust und 100m Freistil; Richard Zeiser (Jg.2006) mit Gold über 50m Brust, Silber über 100m Lagen und 50m Schmetterling sowie Bronze Über 50m Rücken und 50m Freistil; Carina Blank (Jg.2002) mit Gold über 100m Schmetterling, Silber über 100m Rücken sowie Bronze über 100m Lagen, 100m Brust und 100m Freistil; Emma Schmucker (Jg.2008) mit Gold über 50m Schmetterling, Silber über 50m Freistil sowie Bronze über 100m Lagen und 50 Rücken; Josephine Borowski (Jg.2009) mit Gold über 50m Rücken und Silber über 50m Freistil; Jana Vonhoff (Jg.2004) mit Silber über 100m Rücken und 100m Freistil sowie Bronze über 100m Lagen und 100m Brust; Max Gregor Schäfer (Jg. 2009) mit Silber über 50m Rücken und 50m Brust sowie Bronze über 50m Freistil; Kristina Jungkind (Jg.2003) mit Silber über 100m Schmetterling und Bronze über 100m Brust; Ian Wefers (Jg.2007) mit Silber über 50m Freistil und Bronze über 50m Brust;

Aydin Kaan (Jg.2008) mit Silber über 50m Brust; Lina-Julie Bracht (Jg.2008) mir Silber über 50m Rücken; Max Boden (Jg.2008) mit Bronze über 50m Rücken; Mareen Brech (Jg.2007) mit Bronze über 50m Schmetterling; Anna Habbes (Jg.2005) mit Bronze über 50m Schmetterling und Elias-Noel Kaminski (Jg.2009) mit Bronze über 50m Rücken.

Die erfolgreiche Mannschaft komplettierten mit vielen persönlichen Bestzeiten Anoj Amirthalingam; Anuja Amirthalingam; Louisa Blank, Lara Boden, Julian Noel Bracht, Christoph Ealden, Lisa Marie Ebel, Jule Externbrink, Alexa Haase, Svea Harre, Jana Heckel, Leon Jungkind, Noah Mo Krause, Maxim Mengin; Lennox Nüsken, Tessa Nüsken, Isabel Scholze, Charin Schulz und Thalia Simon.

Die Wasserfreunde waren auch bei den Staffeln ganz weit vorne mit dabei. Diese waren in zwei Gruppen eingeteilt. Einmal die Jahrgänge 2000-2004 und die Jahrgänge 2005-2009 und es musste von vier Schwimmern mindestens ein Mädchen dabei sein. Bei den älteren Schwimmern siegten Ann-Kathrin Teeke, Yannick Wallny, Felix Wieczorek und Maximilian Weiß sowohl über 4x50m Lagen als auch über 4x50m Freistil und durften sich somit über zwei Pokale freuen. Jana Vonhoff, Saskia Nicolei, Marco Steube und Victoria Reimann belegten über 4x50m Lagen den zweiten und über 4x50m Freistil den dritten Platz. Bei den jüngeren Schwimmern belegten Alexander Mengin, Piet Weppler, Louisa Blank und Richard Zeiser über 4x50m Lagen den zweiten und Richard Zeiser, Louisa Blank, Charin Schulz und Alexander Mengin über 4x50m Freistil den dritten Platz.

Aber auch außerhalb des Wassers war es wieder eine gelungene Veranstaltung. Die reichhaltige und abwechslungsreiche Verpflegung und der reibungslose Ablauf des Frühjahrsschwimmfestes wurde von allen Seiten gelobt. Darum gilt an dieser Stelle ein besonderer Dank den vielen fleißigen Helfern, ohne die so ein Wettkampf gar nicht möglich wäre.




Neues von der Ökologiestation: Kostenloser Wohnraum für paarungswillige Störche

Kostenloser Wohnraum für Paarungswillige in Heil! Wer nun hinter diesem Angebot Anstößiges vermutet oder gar eine Umwidmung des Gästehauses, der befindet sich auf dem sprichwörtlichen Holzweg. Bevor nun scharenweise Bewerbungen auf den Vermieter niederprasseln klärt Ralf Sänger auf: „Störche werden bevorzugt behandelt!“.

Der Bergkamener Dachdecker Thomas Schlossarek (r.) und der Ökostationshausmeister Dieter Köster beim Installieren des neuen Wohnraumes. Fotos: Ralf Sänger

Des Rätsels Lösung: Seit Mittwoch Nachmittag befindet sich auf dem nördlichen Teil des Firstes der Ökologiestation ein von den FÖJlern (Freiwilliges ökologisches Jahr) des Hauses liebevoll geflochtenes Rad, welches nicht nur einen weiten Blick über die Lippeaue, sondern auch noch ein hoffentlich-attraktives Liebesnest-Angebot für paarungswillige Störche bietet. Garantien gibt es leider nicht, allerdings hätten die Anrainer nichts gegen eine gefiederte Übernahme des neuen Wohnraumes.

Das Projekt ist eine Gemeinschaftsaktion aller Einrichtungen der Ökologiestation, spendierfreudig unterstützt vom lokalen „Dachdeckerbetrieb Thomas Schlossarek“, der die Arbeiten mit seinen Mitarbeitern als Spende ohne Inrechnungstellung durchführte.

Ob sich die gewünschten Unter- oder besser „Über-Mieter“ zeigen werden? Alle drücken fest die Daumen! Zu keiner Zeit hatten wir weniger dagegen, wenn uns einer (und eine) aufs Dach steigt, so Ralf Sänger weiter.




Rotkäppchen und Co. – Märchenabend für Erwachsene mit Achim Amme in der Stadtbibliothek

Wer glaubt, Märchenstunden seien nur etwas für Kinder, kennt Achim Amme nicht. Wer es nicht glaubt, sollte am Donnerstag, 30. März, um 19 Uhr ins Lesecafé der Stadtbibliothek kommen. Zu diesem besonderen Märchenabend laden der Förderkreis und die Stadtbibliothek ein. Der Eintritt ist frei.

Achim Amme

Der Hamburger Autor, Schauspieler und Ringelnatz-Preisträger beweist das Gegenteil. Obwohl der Titel „Rotkäppchen & Co.“ vielleicht Vertrautes erwarten lässt, können sich die Besucher auf die Vorbildung in Sachen Grimmsche Märchen nicht verlassen.

Achim Amme präsentiert Perlen und Denkwürdiges der BRÜDER GRIMM, so wie neuere Fassungen von Rotkäppchen, Rumpelstilzchen u.a., aufgeschrieben von Autoren wie Janosch, James Thurber, Franz Hohler, Thaddäus Troll,  Joachim Ringelnatz und Achim Amme selbst.