Arbeiten für den neuen Kunstrasen im Nordbergstadion starten am 24. Juli
Die Fußballer des FC TuRa Bergkamen müssen sich noch bis zum Ende der Sommerferien gedulden, bevor sie auf einem mit Gummigranulat verfülltem Kunstrasenplatz aktiv werden können. Rund 400.000 Euro hat der Stadtrat für dieses Projekt Ende vergangenen Jahres bereitgestellt.
Ortsbesichtigung im September 2016: SPD-Fraktionschef Bernd Schäfer (r.) und der stellvertretende Bürgermeister Kay Schulte (2.v.r.) mit der Spitze des FC TuRa Bergkamen im „Sandkasten“ des Nordbergstadions.
So sieht es der Bauzeitenplan vor, der mit der bauausführenden Firma, dem von der Stadt Bergkamen mit der Bauleitung beauftragten Ingenieurbüro Vennegeerts und dem Sportamt der Stadt Bergkamen abgestimmt worden ist.
Der Startschuss der Arbeiten erfolgt am Montag, 24. Juli, mit der Aufnahme des vorhandenen Sandes und dem Entfernen des Kunstrasenbelags.
Danach werden Überlaufrinnen an den Spielfeldrändern ausgetauscht und die gesamte Fläche auf das erforderliche Höhenniveau gebraucht.
Der Einbau der elastischen Tragschicht als Unterbau steht dann für Mitte August auf dem Arbeitsplan, bevor dann der neue Kunstrasen verlegt wird.
Damit endet ein Zeitraum von 20 Jahren, als 1997 das Nordbergstadion komplett modernisiert worden ist und der errichtete Kunstrasenplatz für viele andere Sportanlagen nicht nur im Kreisgebiet als Vorzeigeobjekt und Anschauungsbeispiel gedient hat.
„Mittwochs auf dem Spielplatz“ startet im Stadtpark
Das Kinder- und Jugendbüro startet seine neue Veranstaltungsreihe „Mittwochs auf dem Spielplatz“ am kommenden Mittwoch, 19. Juli, um 11.00 Uhr am Spielplatz im Stadtpark in Bergkamen-Mitte.
An der Wilhelm-Busch-Straße gibt es am 2. August ein Spielplatzfest
Ganz neu ist die Idee allerdings nicht. Bis vor ein paar Jahren fuhr in den Sommerferien regelmäßig das Spielmobil durch das Stadtgebiet. So ähnlich wird es nun auch bei den kommenden Spielplatzfesten.
Das Team des Kinder- und Jugendbüros bringt so einiges mit auf den Spielplatz: Basteln, Spielen, Schminken, Quatschen lautet die Devise. Beim „Riesen-Vier-Gewinnt“ und „Maxi-Mikado“ können die Besucher ihr Spielgeschick im Großformat unter Beweis stellen.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Das Spielplatzfestteam wartet von 11.00 – 16.00 Uhr auf Kinder aller Altersklassen. Hier finden die Feste im Rahmen des Sommerferienprogramms statt:
19.07.2017
Stadtpark, Mitte
26.07.2017
Flöz Dickebank, Rünthe
02.08.2017
Wilhelm-Busch-Straße, Bergkamen
09.08.2017
Wieckenbusch, Oberaden
16.08.2017
Hof Theiler, Overberge
23.08.2017
Eichenplatz, Mitte
Die Feste finden grundsätzlich auch bei nicht so gutem Wetter statt, außer bei starkem Regen.
Polizei und Ordnungsdienst gemeinsam in Bergkamen auf Streife
Seit Bestehen des Ordnungsdienstes gibt es eine enge und abgestimmte Kooperation zwischen der Stadt Bergkamen und der Polizei; formal wurde das im Jahr 2014, als erstmals eine „Kooperationsvereinbarung Ordnungspartnerschaft“ abgeschlossen wurde. Diese wurde in 2017 erneuert und unbefristet verlängert.
Die städt. Mitarbeiter Markus Zeidler (l.) und Werner Schwarzmann (2. v. r.) gemeinsam auf Streife mit den Polizeihauptkommissaren Volker Meyer (2. V. r.) und Mike Stendel (r.).
Schwerpunkt der Kontrollen am vergangenen Samstag waren verschiedene innenstadtnahe Bereiche. Der Zentrumsplatz stand besonders im Fokus der Ordnungshüter, da sich hier in den vergangenen Wochen Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Wohnungsvermieterinnen und -vermietern gehäuft haben. Die Beschwerden umfassten erhebliche allgemeine Ruhestörungen, den übermäßigen Alkoholkonsum einzelner Personengruppen und die damit verbundenen Belästigungen in den Abendstunden und auch das Urinieren an Hauswände oder in Hauseingängen. Bei der Kontrolle am Samstag wurde dabei allerdings niemand „auf frischer Tat ertappt“. Es wurde nur eine Verwarnung auf Grund von Vermüllung ausgesprochen.
Im Blick waren ferner Schulhöfe, Spielplätze und Parkplätze, die von Jugendlichen und Heranwachsenden im Sommer gerne als Treffpunkt genutzt werden, sowie Geschäftseingänge, die ebenfalls in der Vergangenheit gelegentlich zum Verrichten der Notdurft zweckentfremdet wurden. Am Kanal wurde eine Familie angetroffen, die gerade dabei war, einen Grill aufzustellen. Nach einer entsprechenden Belehrung durch die Ordnungshüter wurde dieser schnell wieder eingepackt.
Neben derartigen Schwerpunktkontrollen sind Polizei und Ordnungsbehörde auch zu anderen Anlässen gemeinsam aktiv. Bei der diesjährigen Frühjahrskirmes auf dem Alfred-Gleisner-Platz (Stadtmarkt) fanden gemeinsame Kontrollen statt und auch beim Hafenfest im Juni waren Polizei und Ordnungsdienst im Einsatz.
„Die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern der Stadt Bergkamen und den Einsatzkräften der Kreispolizeibehörde funktioniert sehr gut“, sagt Christine Busch, zuständige Beigeordnete der Stadt Bergkamen. „Über die gemeinsamen Kontrollen hinaus findet ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen den Behörden statt. Dies ermöglicht eine konsequente und beweiskräftige Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten. Das zeigt Signalwirkung.“
Erneute öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes Nr. OA 120 „Wasserstadt Aden“
Die Arbeiten zur Vorbereitung des Geländes der ehemaligen Schachtanlage Haus Aden für die Realisierung der geplanten „Wasserstadt Aden“ schreiten voran. Bisher wurden der Längshafen und das Wendebecken ausgebaggert, sowie die Spundwände am Kanal auf die zukünftige Geländehöhe verkürzt. Darüber hinaus wurden ca. 300.000 Tonnen Bodenmaterial für die Modellierung und Sanierung des Geländes gesammelt.
Aktuell wird die Ausschreibung der Ausführungsarbeiten für die Bodensanierung und die Errichtung des Adensees für Ende 2017 bearbeitet. Parallel wird für die Zechenbrache das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. OA 120 „Wasserstadt Aden“ durchgeführt. Ziel des Bebauungsplanes Nr. OA 120 ist es, ein neues Stadtquartier mit den Funktionen Wohnen, Arbeiten und Freizeit am Wasser zu entwickeln.
Das Verfahren ist weit fortgeschritten. Aktuell hat der Rat der Stadt Bergkamen in seiner Sitzung am 28.06.2017 den überarbeiteten Entwurf zum Bebauungsplan Nr. OA 120 „Wasserstadt Aden“ einschließlich Begründung mit Umweltbericht gebilligt und dessen erneute öffentliche Auslegung beschlossen. Aufgrund der vorangegangenen Offenlagen wird die Dauer der erneuten Offenlegung auf zwei Wochen verkürzt.
Der überarbeitete Entwurf des Bebauungsplanes liegt dementsprechend in der Zeit vom 24.07.2017 bis einschließlich 07.08.2017 zur Einsichtnahme öffentlich aus.
Die Offenlegung erfolgt während der Dienststunden montags, dienstags und donnerstags von 8.00 bis 16.00 Uhr, mittwochs von 8.00 bis 14.30 Uhr und freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr im Sachgebiet Stadtplanung und Demografie, Zimmer 519, Rathausplatz 1 in 59192 Bergkamen. Während dieser Auslegungsfrist können zum überarbeiteten Entwurf des Bebauungsplanes schriftlich Stellungnahmen vorgebracht oder im Sachgebiet Stadtplanung und Demografie der Stadt Bergkamen zur Niederschrift erklärt werden.
Zusätzlich zu der öffentlichen Auslegung im Rathaus können alle Unterlagen zur Auslegung sowie die ortsübliche Bekanntmachung bereits ab dem 17.07.2017 auch auf der Internetseite http://www.stadtplanung-bergkamen.de unter „Aktuelle Beteiligung“ eingesehen werden. Hier besteht auch die Möglichkeit zur Abgabe von Stellungnahmen.
Es wird darauf hingewiesen, dass gemäß § 3 Abs. 2 Satz 2 BauGB nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben können.
Ehrenamtliches Engagement stärken: Gymnasium zeichnet Schüler mit dem Montri-Award aus
Zum zweiten Mal hat das Bergkamener Gymnasium am Donnerstag Schülerinnen und Schüler geehrt, die die Schule nach außen durch besondere Leistungen vertreten oder sich durch ein besonderes ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet haben. Als Anerkennung gab es nicht nur Urkunden, sondern auch kleine Pokal, den Montri-Awards sowie gegrillte Würstchen und Getränke von den beiden Fördervereinen.
Erstmals zeichnete das Gymnasium Bergkamen das ehrenamtliche Engagement von Schülerinnen und Schülern mit dem Montri-Award aus.
Bei der Premiere 2016 hieß die Veranstaltung noch „Bestenehrung“. Doch dieser Begriff habe den Sinn der Ehrung nicht getroffen, erklärten die Initiatorin Dorothea Langenbach und Schulleiterin Bärbel Heidenreich. Denn gefördert werden sollte das ehrenamtliche Engagement von Schülern in der Schulgemeinde. Nach längerer Diskussion habe man sich auch den Begriff „Montri“ geeinigt. Er stammt aus der künstlichen Sprache Esperanto und bedeutet so viel wie „sich zeigen“ und „hervorheben“.
Wer denn nun geehrt werden sollte, dazu konnten die Lehrerinnen und Lehrer Vorschläge unterbreiten, die anschließend von einer Jury bewertet wurden. Ihr gehörten an: Peter Schäfer (Förderverein Bachkreis), Martina Kühn (Förderverein des SGB), Nora Varga (Vertreterin der SV), Berthold Boden (Elternvertreter) und Matthias Fahling (Kollegiums Vertreter).
Neu war am Donnerstag auch, dass die Veranstaltung von einem Schülerteam moderiert wurde. Für den musikalisch-feierlichen Rahmen sorgten das B-Orchester des Bachkreises, das durch die Orchesterklasse des 6. Jahrgang verstärkt wurde, sowie der Schulchor.
Mit dem Montri-Award ausgezeichnet wurden:
Fußballmannschaft 3. Platz auf Kreisebene: Veith Walde, Marc Knappmann, Henri Wittwer, Leroy Wenzel und Julian Eiche.
Siegerin Vorlesewettbewerb auf Schul- und Stadtebene: Tsuana Yavuz
Erfolgreiche Teilnahme am Vorlesewettbewerb für Förderschüler auf Regionalebene: Dennis Kuzmin.
Erfolgreiche Teilnahme an der Mathe-Olympiade und am Känguru-Wettbewerb: Maxim Poggemann und Alexander Poggemann
Jugend debattiert: Nora Varga und Rebecca Staubach
Volleyballschulmannschaft 3.Platz auf Kreisebene: Tatjana Raisig, Valeria Gabert, Cyra Kusch, Nele Krabs, Valerie Hoffmann. Svenja Reh und Julia Geffel.
Dienst in der Schulbücherei: Lara Engler, Alison Evers, Kim Zoe Kopp und Clara Valerie Geffel
Kümmern sich um die Blumen im Schulgebäude: Celina Schwindling, Laura Marie Seidel und Michelle Wortmann
Medienscouts: Jana Felgenhauer
Schulgarten: Lena Kühn und Noah Schlüter
Unterstützen zugewanderte Schüler: Dilara Coban, Johanna Düchting, Michelle Franck, Alisa Kökcu, Maria Massoid, Valérie Sawade, Melina Yildiz, Vinvcent Armborst, Milena Markwiok, Friederike v. d. Gathen und Sophe Weste
Besonderer Einsatz in der SV: Bjarne Uhlig und Nora Varga
Koordination der Mensascouts: Met-Can Özdemir
Marco Steube zwei Mal Südwestfälischer Jahrgangsmeister
Am ersten Juliwochenende nahmen vier Schwimmerinnen und drei Schwimmer der Wasserfreunde TuRa Bergkamen an den Südwestfälischen Jahrgangsmeisterschaften auf der Langbahn in Bochum teil. Gemeinsam erschwammen sie sich zwölf persönliche Bestzeiten.
Die erfolgreichen Schwimmerinnen und Schwimmer der TuRa-Wasserfreunde: Jana Vonhoff, Maximilian Weiß, Victoria Reimann, Tobias Jütte, Kevin-Noah Kaminski, Saskia Nicolei, Ann-Kathrin Teeke und Marco Steube
Marco Steube gelang gleich zweimal der Sprung ganz oben aufs Treppchen. Er siegte über 100 und 200m Schmetterling und ist somit Südwestfälischer Jahrgangsmeister über diese Stecken.
Kevin-Noah Kaminski, Saskia Nicolei, Victoria Reimann, Ann-Kathrin Teeke, Jana Vonhoff und Maximilian Weiß freuten sich über viele persönliche Bestzeiten und schwammen oft nur knapp an den Medaillenrängen vorbei.
Weingenuss am Wasser in der Marina Rünthe: Zum Auftakt am Freitag spielen die „Speedos“ auf
Die Wetterfrösche gehen davon aus, dass es übers Wochenende trocken bleiben soll. Die Voraussetzungen sehen deshalb gut aus für den nächsten „Weingenuss am Wasser“ vom 14. bis 16. Juli im Westfälischen Sportbootzentrum – Marina Rünthe.
Zum Auftakt des „Weingenusses am Wasser“ sorgen „The Speedos“ für flotte musikalische Unterhaltung.
Wie im vergangenen Jahr geht diese Veranstaltung in der Reihe „Sommer in Bergkamen“ im Innenhof von Neumanns Nauticus über die Bühne. Denn auch diesmal ist der große Hafenplatz belegt durch die Strandbar „Marina Bay“. Dort vorbeizuschauen lohn sich sicherlich auch.
Selbstverständlich werden wieder edle Tropfen und kulinarische Köstlichkeiten aus den verschiedensten Ländern im maritimen Ambiente präsentiert.
Zum wiederholten Male dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf spanische und neuseeländische Weine von örtlichen Anbietern freuen. Ein etwas verändertes Speisenangebot rundet die Veranstaltung sicherlich ab.
Für ein entsprechendes Rahmenprogramm haben wir ebenfalls wieder gesorgt. An allen drei Tagen gibt es ein unterschiedliches musikalisches Unterhaltungsprogramm. Am Freitag freuen wir uns auf „The Speedos“, am Samstag auf die „SOS Mobilband“ und am Sonntag auf „Boom drives Crazy“ – das ist musikalische Unterhaltung vom Feinsten!
Und auch der Fragebogen für das das beliebte Weinquiz ist bereits mit neuen Fragen ausgestattet. Auf die ersten drei Gewinner warten wieder nette Präsente.
Garantiert lohnen wird sich auch ein kleiner Abstecher auf den Hafenplatz. Dort bietet die Strandbar „Marina Bay“ ein an das städtische Weinfest angelehntes Rahmenprogramm und Getränkeangebot an. Die beiden Veranstaltungsorte werden wir mit entsprechenden Angeboten an Sitzmöglichkeiten miteinander verbinden.
Das Weinfest hat am Freitag von 17.00 – 23.00 Uhr, am Samstag von 15.00 – 23.00 Uhr und am Sonntag von 12.00 – 18.00 Uhr geöffnet. Zur Verkostung stehen Weine aus Deutschland, Neuseeland und Spanien – nebenbei gibt es Flammkuchen, Käse, Tapas, u.v.m.
Gehen Bürgerinitiativen für und gegen die L 821n jetzt aufeinander zu?
Vorsorglich hatte die Polizei einen Streifenwagen zum Restaurant „Olympia“ geschickt, doch die Beamten hatten am Mittwochabend einen ruhigen Job. Eingeladen hatte die Bürgerinitiative „L 821n Nein“ zu einer Informationsveranstaltung. Unter den rund 150 Besuchern befand sich auch eine kleine Delegation der Befürworter des Baus der Umgehungsstraße von der Lünener Straße bis zur Erich-Ollenhauer-Straße. Zu einer Konfrontation kam es aber nicht – auch nicht zu einer verbalen.
Anja Lenz erläutert die Argumente dr BI gegen die L 821n, links daneben Rolf Humbach und Silvia Lippert vom BUND.
150 Besucher waren zur Info-Veranstaltung zum Bau der L 821n im Restaurant „Olympia“ gekommen.
Auch er fände es nicht gut, wenn durch den Straßenneubau die Natur und das Naherholungsgebiet zwischen Weddinghofen und Oberaden zerstört werde, erklärte der Vorsitzende der Bürgerinitiative „L 821n Jetzt!“ Thomas Schauerte. Allerdings seien die Verkehrsverhältnisse auf der Kamp- und Schulstraße für die Anlieger unerträglich. Falls die schnell positiv geändert werden könnten ohne Straßenneubau, sei ihm das nur recht.
Nach Überzeugung der Gegner des Straßenneubaus ist das sehr gut möglich. Anja Lenz von dieser Bürgerinitiative und der Vorsitzende der Bergkamener Grünen Rolf Humbach präsentierten einen 4-Punkte-Plan, dessen Umsetzung schnell und wesentlich kostengünstiger zu einer wesentlichen Verbesserung führen soll:
Erneute Gespräche mit Firmen (Bayer, Holzkontor) / Schüttung Halde großes Holz über die Anfahrtswege.
Eine Geschwindigkeitsreduzierung von Tempo 50 auf 30. Dadurch kann, bei deren Einhaltung, eine Halbierung des subjektiven Lärmpegels erreicht werden (Studie der Welt-Gesundheit-Organisation).
Weitere lärmmindernde bauliche Verbesserungen der Jahn.- und Schulstraße (Beseitigung von Straßenschäden, Parkbuchten, Radwege, schmalerer Straßenquerschnitt).
Förderung des nachträglichen Einbaus von schallisolierten Fenstern in den angrenzenden Häusern. Laut Bebauungsplan ist dieses für neue Baumaßnahmen vorgeschrieben.
Humbach ergänzte diese Forderungen noch um einen Punkt: Lkw, die die Betriebsgelände von Bayer oder dem Holzkontor verlassen, sollen durch eine Anordnung gezwungen werden, an der K 16 (Erich-Ollenhauer- / Fritz-Husemann-Straße) nach links in Richtung Autobahnauffahrt A1 abzubiegen.
Ob sich die beiden Bürgerinitiativen aufeinander zubewegen und sich anschließend gemeinsam für Verbesserungen auf der Jahn- und Schulstraße einsetzen, wird sich vermutlich in der nächsten Woche zeigen. Dann wird sich nämlich intern die Bürgerinitiative „L 821n Jetzt!“ treffen. Thomas Schauerte sagte zu, dass dann auch über die Ergebnisse der Informationsveranstaltung am Mittwoch im Restaurant Olympia beraten werden soll.
Feuerwehr hilft: Land unter im Blümchenladen
Die Wetterdienste hatten vor dem Starkregen gewarnt, der am Mittwochnachmittag über Bergkamen hereinprasselte. Dass es dann doch so schlimm werden würde, hatte Claudia Röttger und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Garten-Centers an der Industriestraße überrascht. „Land unter im Blümchenladen“ meldete sie und hatte dann Hilfe angefordert.
„Anfänglich haben wir selbst versucht der Lage Herr zu werden, jedoch später die Feuerwehr zur Hilfe gerufen, weil auch nicht abzusehen war, wie weit das Wasser steigt“, berichtet Claudia Röttger. Am frühen Abend konnte sie aber wieder Entwarnung geben. Der Spuk sei vorbei, das Wasser beseitigt und jetzt werde aufgeräumt.
Claudia Röttger: „Wir sind froh, dass die Wassermassen am Tage hier eingeströmt sind, so waren wir vor Ort und konnten reagieren, ohne dass zu große Schäden entstanden sind.“
Jugendliche schnuppern Uni-Luft: Fast 1.800 kamen zum 8. Hochschultag
Er ist fast ein Selbstläufer: Der Hochschultag des Kreises zieht Jugendliche seit Jahren vor den Sommerferien in die Stadthalle Kamen. Gut 1.750 Jugendliche informierten sich diesmal in vielen Gesprächen, rund 50 Workshops und zahlreichen offenen Vorträgen über die Hochschulen in der Region und ihre Studiengänge.
Welche Möglichkeiten sie nach ihrem Schulabschluss haben, wissen die jugendlichen Hochschultagbesucher jetzt genauer. Foto: Martina Bier – Kreis Unna
„Unsere Idee hat auch diesmal gezogen“, freut sich Sabine Leiße, Leiterin der Stabsstelle Planung und Mobilität, die den Hochschultag Kreis Unna einmal mehr organisierte. Sie weiß auch, was die Veranstaltung zum erfolgreichen Dauerbrenner macht: „Bei uns kommt die Uni sozusagen ins Haus. Unser Angebot ist niederschwellig, unkompliziert und gleichzeitig sehr informativ. Die Jugendlichen sind damit gut vorbereitet auf die Hochschultage in den Unis selbst.“
Präsenz in der Stadthalle Kamen zeigten knapp 30 Hochschulen und zahlreiche weitere Institutionen wie etwa die Arbeitsagentur, die Kreispolizeibehörde und auch der Kreis Unna. Besonders angesichts rückläufiger Schülerzahlen wertet Organisatorin Martina Bier vom Kreis Unna die anhaltend hohe Teilnehmerzahl als großen Erfolg: „Wir haben das Vorjahresniveau mehr als gehalten und sind damit sehr zufrieden.“
Rückmeldungen der Hochschulen zeigen, dass viele Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet kommen und sich bereits im Vorfeld über die Studienmöglichkeiten informieren, um darauf im persönlichen Gespräch aufzubauen.
Besonders gefragt waren in diesem Jahr einmal mehr neben der allgemeinen Studienberatung, Informationen zum Studiengang Psychologie.
Entwickelt wurde das Konzept für den Hochschultag 2006 bei dem von Landrat Michael Makiolla initiierten Zukunftsdialog. Hintergrund war die Erkenntnis, dass der Kreis auf Dauer nur dann wettbewerbsfähig bleibt, wenn er neben einer aktiven Wirtschaftsförderung auch die berufliche Qualifikation junger Menschen fördert und verbessert. PK | PKU
Polizei nimmt sechsköpfige Einbrecherbande fest
Im Rahmen umfangreicher Ermittlungen ist es der Kreispolizei Unna gelungen, eine überregional tätige Einbrecherbande dingfest zu machen. Ein Schwerpunkt der Einbrüche lag im nördlichen Kreis Unna.
Bei den sechs Mitgliedern der Bande handelt es sich um Männer albanischer Herkunft im Alter zwischen 19 und 26 Jahren, welche bundesweit in Flüchtlingsunterkünften lebten. Insgesamt konnten der Bande 20 Wohnungseinbrüche, sowie ein versuchter schwerer Raub, der sich in Werne ereignet hatte, konkret nachgewiesen werden.
Der Hauptteil der Taten wurde im nördlichen Kreis Unna verübt, jedoch begaben sich die Täter auch in die Kreise Soest, Warendorf, Hamm und Paderborn, um Einbrüche zu begehen. Im Rahmen der Vernehmungen räumte einer der Beschuldigten ein, für mindestens 70-100 Einbrüche und Einbruchsversuche verantwortlich zu sein. Aufgrund seiner mangelnden Ortskenntnis und eines schlechten Erinnerungsvermögens konnten ihm davon jedoch nur wenige Taten eindeutig zugeordnet werden.
Offensichtlich bedingt durch die verbesserte Sicherung der Häuser und Wohnungen, blieben viele der Taten im Versuchsstadium stecken. Die Ermittlungen im Kommissariat zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchs dauerten mehrere Monate an, da die zu recherchierenden Tatzeiträume bis in das Jahr 2015 zurückreichten. Gegen drei der Beschuldigten wurde Haftbefehl beantragt, ein zur Tatzeit 20 Jahre alter Täter wurde bereits im Juni 2017 durch das Amtsgericht Unna zu einer 2 ½ jährigen Haftstrafe verurteilt.