Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2017“ gestartet

Zum 17. Mal schreibt das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt den Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ aus. Den Gewinnerinnen und Gewinnern winken Geldpreise in Höhe von 1.000 bis 5.000 Euro und eine verstärkte Präsenz in der Öffentlichkeit. „Das von der Bundesregierung gegründete Bündnis möchte mit dem Preis zivilgesellschaftliche Aktivitäten im Bereich der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung unterstützen“, so der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek, „Demokratie bedeutet, sich in Angelegenheiten vor Ort einzubringen und beginnt zum Beispiel in der Familie, in der Schule sowie in der Freizeit.“

Gewürdigt werden sollen Einzelpersonen und Gruppen, die das Grundgesetz im Alltag auf kreative Weise mit Leben füllen. Gesucht werden Projekte, die übertragen werden können und sich in diesem Jahr vor allem einsetzten für die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, für Radikalisierungsprävention, gegen Rechtsextremismus, gegen Antisemitismus und Sexismus.

„Im Kreis Unna gibt es viele Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und tolle Projekte durchführen. Ich bin mir sicher, dass ihre Arbeit auch für andere beispielhaft sein kann“, so Kaczmarek.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.buendnis-toleranz.de




Kreistagsgrüne für die Fortführung der Go-In-Schulen im Kreis Unna

Da der Bildungserfolg bei Kindern mit Migrationshintergrund eine wesentliche Schlüsselrolle für die soziale und spätere berufliche Integration spielt, ist eine zügige und qualifizierte schulische Integration von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen von großer Bedeutung.

Seit 2012 hat der Kreis Unna daher in Kooperation mit der Schulaufsicht eine tragfähige Struktur zur Beschulung von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen aufgebaut. Dazu arbeiten die Ausländerbehörden Kreis Unna und Lünen, die Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) Kreis Unna, die untere und obere Schulaufsicht (Bezirksregierung Arnsberg) und Schulen aller Schulformen aus den kreisangehörigen Kommunen in einem ergebnisorientierten Netzwerk zusammen.

Name des Projeks: „Go In“. Sein Ziel: Die sprachliche Förderung der Schülerinnen und Schüler innerhalb des Regelunterrichts – ohne die Einrichtung von Auffang-/Vorbereitungsklassen.

Yvonne Gebauer, neue NRW-Ministerin für Schule und Bildung, kündigte jetzt an, das Go-In-System an den Schulen in NRW abschaffen zu wollen.

Die Grüne Kreistagsfraktion wiederum möchte dem entgegenwirken und hat heute (27. Juli) einen Antrag für den nächsten Ausschuss für Soziales, Familie und Gleichstellung gestellt – mit dem Auftrag, Landrat Michael Mokiolla möge sich landesweit in den entsprechenden Gremien für die Fortführung des erfolgreichen Go-In-Systems im Kreis Unna einsetzen. Begründung: „Das ,Go-In-Konzept‘ (Modellprojekt zur potenzialorientierten Beschulung von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen) findet kreisweit grundsätzlich Zustimmung“.

Weiter heißt es in dem Grünen-Antrag:

„Zeitnah wird für die Kinder und Jugendlichen die sprachliche und soziale Integration innerhalb des Regelunterrichts und des Schulalltags ermöglicht. Die aufnehmende Schule organisiert parallel dazu Förderunterricht/-gruppen, in denen die neuzugewanderten Kinder intensiv die deutsche Sprache erlernen. Das wissenschaftlich nachhaltig begleitete Projekt des Kommunalen Integrationszentrums (KI) in Bergkamen bietet strukturell abgesicherte Beschulung und klare Zuständigkeiten. Durch  geordnete Verfahrensabläufe und den Einsatz qualifizierten Personals bietet das KI eine gute Einschätzung der ankommenden Kinder und Jugendlichen, um sie potenzialgerecht an entsprechende Regelschulen weiter zu empfehlen. Die Sprachförderung erfolgt innerhalb des Schulalltags. Zusätzlich erhalten die Lehrkräfte der aufnehmenden Schulen Unterstützung und umfangreiche Material- und Methodenberatung.

Dieses gute System zugunsten eines Konzepts der „Auffangklassen“ abzuschaffen, würde einen folgenschweren Rückschritt darstellen: die neu zugewanderten, fremdsprachigen Kinder und Jugendlichen unterschiedlichen Alters, Herkunft und Sprache säßen in diesen „Auffangklassen“, abgeschirmt von den deutschen. Ohne Möglichkeit des gegenseitigen Kennenlernens oder der einfachen Integration über die gemeinsame Pausen- oder Freizeitgestaltung. Die sprachlichen Lernerfolge bleiben aus, bzw. verlangsamen sich, da die Schülerinnen und Schüler dieser Auffangklassen untereinander im Schulalltag kein natürliches Korrektiv haben und  sich falsche Spracheigenschaften zu verfestigen drohen.

Wir bitten um Zustimmung und stehen zur näheren Erläuterung zu weiteren Gesprächen bereit.“




Sommer-Pool-Party macht aus Wellenbad ein Spielparadies

Irgendwann muss der Sommer ja mal kommen: Eine große Sommer-Pool-Party im Wellenbad – und bei hoffentlich tollem Wetter – veranstalten die GWS am Samstag, 19. August, von 13.30 bis 18.30 Uhr. Wichtigste Zutat für dieses Sommer-Spektakel ist der Gerätepark, der – abgestimmt auf die örtlichen Gegebenheiten – ein Spielparadies aus dem Bergkamener Freibad macht.

Im Wasser laden aufblasbare Elemente in verschiedensten Farben und Formen, etwa in Gestalt von Seeungeheuern, Wasserschildkröten, Riesenkraken oder Disco-Hasen und Party-Löwen, zum turbulenten Toben ein. Dazu gesellen sich Aqua-Laufmatten, zahllose Bälle und Entchen und andere Geräte, bei denen man auf dem Wasser tatsächlich Kopf steht.

Liegewiese wird zur Partywiese

An Land ist derweil ebenso für Unterhaltung gesorgt, denn neben Modulen für das kühle Nass gibt es Attraktionen auf der anliegenden Wiese. Angefangen von der Torwand und dem Dribbel-Parcours für Fußballfreunde über Kriechtunnel, Springseile, Rasen-Ski, Pedalos sowie Stelzen bis hin zu Balancierbalken und Hüpfsäcken. Getreu dem Motto „Sommer, Sonne, Seifenblasen“ warten an einer Spielestation zahlreiche neue Seifenblasen-Highlights wie z.B. die Bubble Rocket, welche durch einen Tritt auf den Abschusssockel einen tollen Schweif Seifenblassen produziert.

Nicht nur das erprobte Animationsteam hält die Laune hoch, auch ein Moderator führt durch die Veranstaltung. Zudem sorgt ein DJ für die passende musikalische Untermalung. Im Plattenkoffer hat er die beliebtesten Songs aus den aktuellen Charts sowie zahlreiche zeitlose Sommer-Hits und ist somit für fast jeden Liedwunsch seiner Gäste vorbereitet.

Erlebnishungrige Wasserratten sollten sich diese Veranstaltung am 19. August im Wellenbad in Bergkamen definitiv nicht entgehen lassen.




S 30 nach Dortmund: Haltestelle Reinoldikirche fällt Sonntag aus

Am Sonntag, 30. Juli, kann die VKU-Linie S30 die Haltestelle „Reinolidikirche“ aufgrund der Sportveranstaltung „Deutsche Post Ladies Run“ nicht anfahren. Als Ersatz wird die Haltestelle „Brügmannplatz“ Richtung Hauptbahnhof bedient.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten ServiceZentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 0 180 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung: Festnetz 20 ct / mobil max. 60 ct) oder im Internet www.vku-online.de

 




Piet Weppler holt beim Lippepokal zweimal Gold

Zum Saisonabschluss starteten 26 Schwimmerinnen und Schwimmer der Wasserfreunde TuRa Bergkamen beim 26. Lippepokal im Freibad in Lünen auf der Langbahn. Gemeinsam erschwammen sie sich bei dem mit 720 Teilnehmern und 3707 Einzelstarts sehr stark besetzten Wettkampf zehn Medaillen und stolze 64 persönliche Bestzeiten.

Piet Weppler (Jg.2008) siegte über 50 und 100m Brust und bekam dafür je eine Goldmedaille überreicht. Bronzemedaillen erhielten Marco Steube (Jg.2003) über 100 und 200m Rücken sowie 100m Schmetterling; Yannick Wallny (Jg.2000) über 100m Brust sowie 100m Freistil; Moritz Kneifel (Jg.1999) über 200m Rücken; Maximilian Weiß (Jg.2002) über 100m Freistil und Felix Wieczorek (Jg.2002) über 100m Schmetterling.

Anoj Amirthalingam, Anuja Amirthalingam, Lara Boden, Josephine Borowski, Lisa Marie Ebel, Alexa Haase, Elias-Noel Kaminski, Saskia Nicolei, Lennox Nüsken, Tessa Nüsken, Victoria Reimann, Emma Schmucker, Isabel Scholze, Patrick Scholze, Charin Schulz,Yannick von der Heide, Jana Vonhoff, Armin Wefers, Ian Jared und Liane Wefers komplettierten die Mannschaft mit vielen persönlichen Bestzeiten.

Somit konnten die Trainer Michelle Rudolf und Tobias Jütte sowie Ann-Kathrin Teeke, die aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte und das Stoppen der Schwimmer mit übernahm, sehr zufrieden mit den Leistungen ihrer Schwimmer sein.

Aber auch der Spaß kam an diesem Wochenende mit gemeinsamem Zelten und Grillen nicht zu kurz.




Von Höfen und Menschen im Bergkamener Dorf

Eine Erkundung des Südens des Stadtteils Bergkamen-Mitte mit dem Fahrrad steht am kommenden Sonntag, 30. Juli, auf dem Programm des Gästeführerrings Bergkamen.

Die etwa zweieinhalbstündige Rundfahrt mit eigenen Fahrrädern, zu der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich willkommen sind, startet um 10 Uhr vor dem Rathaus-Haupteingang gegenüber dem Ratstrakt am Rathausplatz (Busbahnhof); dort endet sie gegen 12.30 Uhr auch wieder. Sachkundig geführt wird die Teilnehmer-Gruppe von Gästeführer Gerd Koepe. Der Schwerpunkt der Führung liegt im Bergkamener Süden, wo Gerd Koepe sehr anschaulich und originell über „Höfe und Menschen im früheren Bergkamener Dorf“ zu erzählen weiß.

Für die Teilnahme an der etwa zweieinhalbstündigen Rundfahrt ist pro Person ein Kostenbeitrag von 3,- Euro zu entrichten, für Kinder bis zu zwölf Jahren ist die Teilnahme kostenfrei. Die Radwanderung findet allerdings nur statt, wenn sich bis zu ihrem Beginn mindestens fünf interessierte Personen am Ausgangspunkt einfinden.

 




Einbruch in Kiosk an Rünther Straße

In der Nacht zu Mittwoch (26.07.2017) haben bisher unbekannte Täter die Eingangstür eines Kiosks an der Rünther Straße aufgehebelt. Im Verkaufsraum hebelten sie eine weitere Tür zum Lagerraum auf. Nach ersten Feststellungen entwendeten die Täter Tabakwaren und Bargeld.

Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




Bergkamener besuchen „KINGA-Tage“ in Wieliczka

Traditionsgemäß lud die polnische Partnerstadt Wieliczka auch in diesem Jahr wieder eine Delegation aus dem Bergkamener Rathaus zu den sogenannten „KINGA-Tagen“ – einem Stadtfest zu Ehren der heiligen Kinga, der Schutzpatronin der dortigen Bergleute – ein.

Dicht umlagert: der Bergkamener Stand beim Stadtfest in der polnischen Partnerstadt Wieliczka. (Foto: Stadt Bergkamen)

Unter der Leitung von Bürgermeister Roland Schäfer folgte in der Zeit vom 20. bis 24. Juli eine kleine Delegation dieser Einladung und besetzte – wie jedes Jahr – einen Stand bei der oben genannten Veranstaltung.

Die dort zur Verköstigung angebotenen westfälischen Spezialitäten kamen auch in diesem Jahr bei den Einheimischen wieder sehr gut an.

Im Rahmen dieses Besuches bekam Bürgermeister Roland Schäfer einen umfangreichen Einblick in die Entwicklung der Partnerstadt Wieliczka. Sein polnischer Amtskollege Artur Kozioł zeigte ihm die neuesten Projekte in seiner Kommune. Aber auch Einzelheiten in der Weiterführung der Städtepartnerschaft und mögliche Projekte thematisierten die beiden Bürgermeister im Beisein der für Städtepartnerschaften zuständigen MitarbeiterInnen.




Freikarten für Besuche in Freizeitparks

Eine muntere Schar begeisterter Kinder und Jugendlicher hatte sich jetzt – teilweise auch mit den Eltern – am Firmensitz der Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) in Unna an der Unteren-Husemann-Straße eingefunden – darunter auch einige Familien aus Bergkamen und Kamen. Das kommunale Wohnungsunternehmen wartete mit einem besonderen Ferienspaß für die jungen Leute auf. Es verteilte an die Kinder und Jugendlichen der Mieterinnen und Mieter Freikarten für Besuche im Westfalenpark in Dortmund und im Maximilianpark in Hamm.

Geschäftsführer Matthias Fischer freute sich, der großen „UKBS-Familie“ zu den Sommerferien damit wieder eine gelungene Überraschung bereitet zu haben. Gemeinsam mit den Damen der Mieterbetreuung überreichte er die Gutscheine an die Erschienen (Foto) und übermittelte gleichzeitig die Grüße des Aufsichtsrats-Vorsitzenden Theodor Rieke. Insgesamt hatten sich 78 Familien mit rund 300 Personen gemeldet. Ein Großteil nahm die Freikarten persönlich bei der UKBS entgegen, den anderen Familien werden sie zugesandt.




Regeln für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur

Familien entdecken das Kleingärtnern neu für sich, Flüsse wie die Seseke und die Lippe werden renaturiert, Erholungssuchende erfreuen sich an Streuobstwiesen und Hecken, in denen jede Menge Leben steckt: „Zurück zur Natur“ lautet ein Motto, das erfreulich aktuell ist – und nicht nur der Natur, sondern auch den Menschen gut tut.

Denn in einer Zeit, in der sich vieles beschleunigt, wollen sich viele etwas Ursprünglichkeit zurückholen. Und das klappt in der Natur gerade im Sommer am besten. In der Serie „Zurück zur Natur“ zeigt die Untere Naturschutzbehörde viele Beispiele auf, wie Naturschutz im Kreis Unna gelebt wird. Praktische Tipps inklusive.

Der Naturschutz hat im Kreis Unna übrigens einen besonderen Stellenwert – denn wer am Wochenende mal schnell raus aus der großen Stadt und hinein in die freie Landschaft will, der sucht sich häufig ein grünes Plätzchen im Kreisgebiet aus. Ob zum Spazierengehen, zum Angeln, zum Reiten, Kanu fahren oder zur Radtour: Wo viele unterschiedliche Interessen mit der Umwelt in Einklang gebracht werden wollen, sind gerade hier klare Spielregeln für den Umgang mit der Natur von Nöten.

Diese Regeln hat der Kreistag des Kreises Unna nach umfangreichen Bürgerbeteiligungen in seinen Landschaftsplänen festgelegt. Die Landschaftspläne setzen Schutzgebiete wie Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete fest.

Wer unter www.geoservice.kreis-unna.de in der Kartensteuerung „Natur und Landschaft“ anklickt, sieht, wo diese Gebiete liegen und was in diesen Gebieten erlaubt oder zum Schutz von Natur und Landschaft verboten ist.

Teil 1: Freizeit in der Natur

Raus ins Grüne: Viele Menschen zieht es in ihrer Freizeit in die Natur. Ein kleiner Spaziergang in die nahegelegenen Wiesen und Felder oder eine Wanderung rund um das Elsebachtal in Schwerte. Ein Angelausflug an die Lippe oder eine Kanutour auf dem Fluss. Ein Ausritt durch die Bördelandschaften am Hellweg oder mit dem Rad über den Ruhrtalradweg.

Über die Naturschutzgebiete im Kreis Unna informieren meist große Tafeln, oft gibt es auch Flyer – wie hier im Naturschutzgebiet Kiebitzwiese in Fröndenberg/Ruhr. Fotos: Birgit Kalle – Kreis Unna

Das Spektrum an Freizeitaktivitäten für Erholungssuchende ist genauso abwechslungsreich wie die Landschaften im Kreis Unna. Die vielfältigen Lebensräume sind Heimat zahlreicher Tier- und Pflanzenarten, die es zu entdecken gibt. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, hat der Kreis Unna insgesamt acht Landschaftspläne aufgestellt, über die Schutzgebiete ausgewiesen worden sind.

Hier gelten Regeln, die für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur sorgen. Was ist also wo erlaubt? Wie verhalte ich mich richtig? Unter www.kreis-unna.de/landschaftsplanung finden sich neben den Landschaftsplänen auch Informationen zum Angeln und Kanufahren. „Gerade an der Lippe, die in weiten Teilen sogar europäischen Schutzstatus genießt, sind Regelungen unumgänglich“, weist Sebastian Heide-Napierski, Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Unna, auf die ökologische Bedeutung hin. „Daher sind sowohl für das Angeln als auch für das Kanufahren bestimmte Bereiche ausgewiesen worden, in denen die entsprechenden Aktivitäten erlaubt sind.“

Von besonderer Bedeutung sind die 39 Naturschutzgebiete im Kreis. Auf Informationstafeln an den Zugängen zu den Naturschutzgebieten erhält man hier neben Verhaltenshinweisen auch weitere Informationen zum Gebiet, seiner Geschichte, seinen Bewohnern und seiner Besonderheiten. „Hier ist es wichtig, auf den Wegen zu bleiben und die Tiere nicht unnötig zu beunruhigen“, erläutert Heide-Napierski.

„Störungen können dazu führen, dass die erfolgreiche Aufzucht von Jungtieren oder aber auch die Nahrungsaufnahme erheblich eingeschränkt werden. Zudem sollten Bäume, Sträucher und andere Pflanzen nicht beschädigt oder herausgerissen werden.“ PK | PKU




LWL hat 188 Mio. Euro im Kreis Unna ausgegeben

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat im Haushaltsjahr 2016 rund 188 Millionen Euro (2015: 179,2 Millionen Euro) im Kreis Unna ausgegeben. Der Kreis zahlte im selben Jahr einen Mitgliedsbeitrag von 96,1 Millionen Euro (2015: 90,1 Millionen Euro) an den Kommunalverband. Die Differenz stammt im Wesentlichen aus Bundes- und Landesmitteln. Das erklärten jetzt die in der LWL-Landschaftsversammlung vertretenen Abgeordneten des Kreises.

Mit dem größten Teil des Geldes unterstützte der LWL behinderte und pflegebedürftige Menschen. Insgesamt flossen rund 117,8 Millionen Euro (2015: 111,9 Millionen Euro) in diese sozialen Aufgaben, beispielsweise an das Projekt Langzeit in Unna und die Hellweg Werkstätten in Bergkamen.

In der Landschaftsversammlung ist der Kreis Unna durch Wilhelm Jasperneite (CDU), Marco Morten Pufke (CDU), Brigitte Cziehso (SPD), Sascha Alexander Kudella (SPD), Ursula Lindstedt (SPD) und Werner Sell (Die Linke) vertreten.

„Menschen mit Behinderung sollen durch die finanzielle Unterstützung möglichst gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können“, sagten die Abgeordneten. Zu einem normalen Leben gehört auch das Wohnen in den eigenen vier Wänden: Der LWL fördert daher das Ambulant Betreute Wohnen als Alternative zum stationären Leben im Wohnheim. Im vergangenen Jahr unterstützte der Kommunalverband deshalb 1.165 (2015: 1.095) Menschen im Kreis Unna dabei, alleine oder mit anderen in der eigenen Wohnung leben zu können.

2016 zahlte der LWL im Kreis Unna für 940 (2015: 940) Wohnheimplätze. Außerdem finanzierte er 1.650 (2015: 1.645) Arbeitsplätze in Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Betriebe, die – gemessen an ihrer Mitarbeiterzahl – zu wenige schwerbehinderte Menschen beschäftigen, entrichten eine Ausgleichsabgabe. Aus diesen Mitteln investierte das LWL-Integrationsamt im letzten Haushaltsjahr rund zwei Millionen Euro (2015: 2,2 Millionen Euro), um Menschen mit Behinderung ins Arbeitsleben zu integrieren, ihren Arbeitsplatz den eigenen Bedürfnissen entsprechend anzupassen oder zu erhalten.

241 (2015: 244) Kinder mit Behinderungen aus dem Kreis Unna besuchten 2016 einen För-derschulkindergarten oder eine Förderschule des LWL. Rund 3,3 Millionen Euro (2015: 3,3 Millionen Euro) zahlte der Landschaftsverband dafür, dass 465 (2015: 472) behinderte Kinder zusammen mit ihren Altersgenossen ohne Behinderung eine von 170 (2015: 170) Regel-Kindertageseinrichtungen besuchen konnten.
An Entschädigungsleistungen zahlte das LWL-Amt für Soziales Entschädigungsrecht 2016 etwa 5,2 Millionen Euro (2015: 5,7 Millionen Euro). Zu den Leistungsempfängern gehörten unter anderem 359 Kriegsopfer und Hinterbliebene.

Weiterhin arbeiteten im Kreis Unna im vergangenen Haushaltsjahr 80 (2015: 73) Menschen im Dienst des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, nämlich in den Außenstellen der LWL-Kliniken Dortmund und Hamm.