Beim Reizgasunfall und mit hunderten Blutspendern die Nerven bewahren

Die beiden Mädchen sind geschockt. Sie können kaum aufhören, zu husten. Die Augen brennen. Ihnen ist schwindelig. Zum Glück spielen sie den Vorfall nur. Auf der Wiese des ehemaligen Freibads hat sich kein echter Unfall mit Reizgas ereignet. Realistisch ist er allemal, wie die Vorfälle unlängst in Selm und in der Dortmunder Westfalenhalle vor Augen geführt haben. Passieren kann so etwas jederzeit. Darauf müssen auch die freiwilligen Helfer vom DRK vorbereitet sein.

Schreckensszenario: Reizgasunfall in einer Schule. Die Opfer müssen nicht nur mit Sauerstoff versorgt werden.

Die Prüfer beobachten genau, wie die DRK-Helfer die Paniksituation beruhigen.

Beim Kreisrotkreuzwettbewerb am Samstag waren sie es. Bei dem jährlichen Leistungsvergleich traten sechs Gruppen aus dem Kreis Unna in verschiedenen Disziplinen an. Dabei galt es, Wissen und Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Unter den kritischen Augen von Prüfern musste jeder Handgriff und jedes Wort sitzen. Auf Prüfungsbogen wurden Punktzahlen eingetragen und Kommentare vermerkt. Denn schließlich ging es hier auch um etwas außer um die Ehre. Der Sieger darf zum Landeswettbewerb nach Hagen reisen.

Erste Hilfe für die gereizten Augen.

„Bleib ganz ruhig und atme tief durch“, beruhigt ein Helfer ein aufgeregtes Opfer, das keuchend mit täuschend echt blau gefärbten Lippen auf dem Boden zusammengebrochen ist. Er stützt ihr den Rücken und hält ihr behutsam eine Sauerstoffmaske vor die Nase. „Meine Augen brennen so schrecklich“, jammert das Mädchen, das sich immer wieder die Augen reibt. „Ich schau mir das mal an“, sagt der DRK-Helfer und führt eine Apparatur an ihre tränenden Augen, der jener ätzenden Chemikalie zu Leibe rückt. Direkt daneben kümmert sich eine Kollegin um den Blutdruck einer anderen kollabierten Schülerin.

Blutdruckmessen bei einem Opfer.

Ein paar Meter weiter hat sich der Rest der Schulklasse aufgeregt hinter einer Wand in Sicherheit gebracht. Die Stimmen überschlagen sich, es geht verbal drunter und drüber. Eine ganze Gruppe von DRK-Helfern versucht, Ruhe in die Situation zu bringen, die kurz vor der Panik steht. „Wie ist das denn passiert?“, fragen sie. „Wie fühlt ihr Euch jetzt?“ Als sich alle ein wenig beruhigt haben, werden Lollies und andere Süßigkeiten aus einer Kiste gezaubert und verteilt. Langsam finden die Jugendlichen Worte für das, was sie gerade erlebt haben. Auch das gehört zu einem Katastrophenszenario dazu.

Neben der Leistung geht es um die Gemeinschaft

Muss auch sein: Das Team bespricht, wie die Übung gelaufen ist.

Fünf Minuten später sind die Helfer an der Reihe mit Erfrischungen und kleinen Snacks. Sie stehen im Kreis um ihren kleinen Transportwagen herum und besprechen die Übung, die sie gerade absolviert haben. Was ist gut gelaufen, was nicht so gut? Was kann man besser machen? Vor einem anderen Zelt trifft sich eine ganze Gruppe, plaudert, wirft einen monströsen Würfel, steckt armgroße Spielsteine in Öffnungen, nutzt große Teppichfliesen für ein riesiges Mensch-ärger-dich-nicht-Spiel. Hier geht es nicht nur um Leistung, sondern auch um Miteinander. „Die Teilnehmer sollen sich auch untereinander besser kennen lernen, sich austauschen und miteinander ins Gespräch kommen“, schildert Landesarzt Dr. Uwe Devrient.

Gar nicht so leicht: Bei einem Blutspendetermin Antworten auf jede Frage parat haben.

Im Vereinsheim des Bergkamener DRK-Ortsvereins geht es derweil nicht weniger hoch her. Hier ist ein fiktiver Blutspendetermin organisiert. Der Laptop, der Drucker und das Informationsmaterial sind zwar nur schmucklose Plastikschalen. Die potenziellen Blutspender sind allerdings aus Fleisch und Blut und sie haben echte Fragen. Der eine hat seinen Blutspendeausweis nicht dabei, weil die letzte Spende Ewigkeiten her ist. Der nächste war noch nie bei einer Blutspende und was gar nicht, was ihn jetzt eigentlich erwartet. Die drei Berater am Empfangstisch müssen auf alles eine Antwort haben. Das ist gar nicht so leicht, wenn ein Blutspender mal sehr schlecht gelaunt ist und die Stimme lauter und weniger freundlich wird. Anderen bricht der Angstschweiß bei der Aussicht auf einen halben Liter Blutverlust aus. Da muss man für jede Situation gewappnet sein.

Auch die Gespräche beim fiktiven Blutspendetermin werden bewertet.

Auch hier füllen sich die Kontrollbögen auf den Clipp-Boards der Prüfer mit Zahlen. Auch hier wird anschließend über jede einzelne Situation gesprochen. Ganz schön anspruchsvoll ist der Tag für die insgesamt rund 100 aktiven ehrenamtlichen Helfer, die auch hier ihre Freizeit für das Leben anderer investieren, indem sie ihr Wissen und Können unter Beweis stellen. Die Herausforderungen machen aber auch sichtbaren Spaß, denn es wird viel gesprochen im Zelt, in dem das Mittagessen ausgegeben wird. Auf der Wiese machen sie es sich gemütlich, tauschen Erfahrungen aus und schauen zu, wie sich die anderen bei den beiden Kombiaufgaben schlagen.

Gewonnen hat übrigens die Gruppe vom Ortsverein Kamen. Sie darf demnächst mit den Besten beim Landeswettbewerb in Hagen antreten.




Schwerer Unfall auf der A1 mit zwei Schwer- und drei Leichtverletzten

Um 12:33 Uhr wurde der Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr Werne zu einem schweren Verkehrsunfall auf die Bundesautobahn 1 in Fahrtrichtung Köln alarmiert. Kurz vor der Auffahrt Hamm / Bergkamen war es aus noch ungeklärter Ursache zu einem Auffahrunfall gekommen mit zwei schwer- und drei leichtverletzten Personen. Unter anderem war auch der Rettungshubschrauber Christoph 8 im Einsatz.

Zwei Schwer- und drei Leichtverletzte forderte ein Unfall am Freitagmittag auf der A1 in Fahrtrichtung Köln. Foto: Feuerwehr Werne

Den ersten Unfallermittlungen zur Folge, war der Fahrer eines Seat, ein 44-Jähriger aus Münster, auf dem linken Fahrstreifen der A1 in Richtung Köln unterwegs. Vor ihm bremste der Verkehr plötzlich stark ab. Durch die regennasse Fahrbahn verlor der bremsende 44-Jährige dann die Kontrolle über sein Auto und prallte auf das Heck des vorausfahrenden BMW eines 25-Jährigen aus Münster. Die Wucht dieses Aufpralls schleuderte der BMW gegen das Heck des vor ihm stehenden Ford eines 27-Jährigen aus Buchen.

Zwei Personen mussten von der Feuerwehr Werne aus ihrem Fahrzeug patientenschonend gerettet werden. Zwar waren sie nicht eingeklemmt, durften aufgrund der Verletzungsmuster allerdings nicht einfach aus dem Fahrzeug geführt werden. Hierzu kam hydraulisches Rettungsgerät zum Einsatz, so dass die Patienten mit sogenannten Schaufeltragen stabil aus dem Fahrzeug gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden konnten.

Zudem betreute die Feuerwehr andere Beteiligte, stellte den Brandschutz sicher, nahm auslaufende Medien auf und reinigte die Fahrbahn. Die Patienten wurden in die umliegenden Krankenhäuser Werne, Hamm und Lünen gebracht.

Für die Zeit der Rettungsarbeiten war die Autobahn in Fahrtrichtung Köln voll gesperrt. Gegen 13:40 Uhr konnte der Verkehr die Einsatzstelle einspurig wieder passieren. Im Einsatz waren fünf Fahrzeuge und 16 Einsatzkräfte der Feuerwehr Werne, Christoph 8, vier Rettungswagen Werne, Hamm und von der Werkfeuerwehr Bayer, ein Leitender Notarzt, ein organisatorischer Leiter Rettungsdienst sowie drei Streifenfahrzeuge der Autobahnpolizei, die später durch die Kollegen der Wache Werne für verkehrssichernde Maßnahmen unterstützt wurden.




Männer-WG betreibt professionelle Cannabisplantage

Nach Hinweisen auf einen offenbar schwunghaften Handel mit Marihuana durchsuchte die Polizei am Donnerstag ein Einfamilienhaus an der Kleistraße in Unna – Massen. In der Männer – WG fanden die Ermittler eine professionelle Cannabisplantage.

Cannabisplantage. Foto: Kreispolizei Unna

Neben dem technischen Equipment wurden insgesamt 133 Cannabispflanzen, 210 g Marihuana sowie Bargeld sichergestellt. Die drei Bewohner des Hauses, ein 29Jähriger, ein 25 Jähriger und ein 31Jähriger, wurden vorläufig festgenommen und in das Gewahrsam der Polizeiwache Unna gebracht. Das Landeskriminalamt wurde mit der Erstellung eines Ertragsgutachtens der sichergestellten Pflanzen beauftragt. Bei 133 Pflanzen dürfte -je nach Qualität der Pflanzen und Professionalität der Plantage – ein Ernteertrag im Kilobereich zu erwarten sein.




CDU-Fraktion vor Ort: Diskussion mit dem TÜV Nord über die Weiternutzung des Schulgebäudes am Kleiweg

Die CDU Fraktion besichtigte jetzt den TÜV Nord am Kleiweg in Weddinghofen. Wissen wollten die Kommunalpolitiker auch, wie das Gebäude nach 2018 genutzt wird.

Die Vorsitzenden der Geschäftsführung Jürgen Harlank gab einen Überblick über die Aktivitäten des TÜV Nord College, der Schulleiter Klaus-Peter Rüsing stellte die Einrichtung am Standort vor und erklärte, dass die Ausbildung ab Mitte 2018 am Freiherr-von-Stein-Berufskolleg in Werne weiter betrieben wird und somit im Kreis Unna bleibt.

Im Anschluss an den Vortrag gab es einen Rundgang durch das Gebäude. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf die Bereiche Technik und die Pflegeausbildung gelegt. Im Technikbereich erlebte die Fraktion einen 3-D-Drucker in Aktion.

Im Pflegebereiche fanden die Teilnehmer die modernen, hochwertig ausgestatteten Räume für die  Ausbildung von Fachkräften für die Altenpflege überzeugend. Kurse für angehende Pflegekräfte werden am Standort Bergkamen NRW-weit durchgeführt.

Anschließend gab es eine rege Diskussion mit der Geschäftsführung Jürgen Harlank und Schulleiter Klaus-Peter Rüsing darüber, wie es mit dem Gebäude nach 2018 weitergeht. Die Standortentwicklung soll mit der geplanten Errichtung des Gesundheitszentrum PueD einhergehen, erklärten sie. Das Ziel müsse sein, diesen Schulstandort  in Bergkamen zu erhalten.




Redakteur der Schülerzeitung „Brand(t)melder“ beim 12. Jugendpressetag der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin

Die SPD-Bundestagsfraktion hat vom 17. bis 19. Mai 2017 rund 100 Jugendliche aus ganz Deutschland zu den 12. Jugendpressetagen in Berlin eingeladen. Auf Einladung des heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek hat Steffen Beyer, Schüler an der Willy-Brandt-Gesamtschule in Bergkamen, ein interessantes und abwechslungsreiches Programm erlebt, das einen Einblick in das Zusammenspiel von Medien und Politik in der Hauptstadt ermöglicht hat.  Der 18-jährige Redakteur der Schülerzeitung „Brand(t)melder“ konnte miterleben wie Nachrichten entstehen und Medien über Politik berichten.

Marie Fuhr von kamen-web, die ebenfalls Teilnehmerin war, und Steffen Beyer von der Schülerzeitung Brand(t)melder gemeinsam mit Oliver Kaczmarek.

Er bekam dabei sowohl einen Einblick in die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten als auch in den Arbeitsalltag der Abgeordneten des Deutschen Bundestages. „Ich freue ich mich immer darüber, mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen, die sich für Demokratie und die wichtige Rolle der Medien interessieren. Der Journalismus von morgen ist auf junge Menschen angewiesen, die politisches Handeln kritisch begleiten und hinterfragen. Denn ohne sie wird es unsere Demokratie in Zukunft schwer haben“, so Oliver Kaczmarek.

Auf dem Programm für die Jugendpressetage stand unter anderem: die Teilnahme an einer Pressekonferenz mit dem Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, Besuch der Studios von RTL / ntv, ein Gespräch mit Hauptstadtjournalisten (Print, Rundfunk, Online), der Besuch einer Plenarsitzung des Deutschen Bundestages und eine Diskussion mit Abgeordneten der SPDBundestagsfraktion zu aktuellen politischen Themen.




Chlorgasalarm am Wellenbad durch technischen Defekt ausgelöst

Ein technischer Defekt in den Anlagen des Wellenbads in Weddinghofen hat offensichtlich heute Morgen gegen 6.45 Uhr einen Großalarm der Feuerwehr ausgelöst.

Kurz vor 8 Uhr konnte die Feuerwehr am Wellenbad wieder abrücken. Foto: Ulrich Bonke

In der Rettungsleitstelle war die Meldung „Verdacht auf Chlorgasaustritt“ aufgelaufen. Dieser Verdacht bestätigte sich glücklicherweise nicht, wie Stadtbrandmeister Dietmar Luft bestätigte.

Alarmiert wurde auch der Messwagen der Feuerwehr Lünen. Dessen Instrumente konnten in der Luft in der Umgebung des Wellenbads keine Spuren von Chlorgas entdecken. Der Einsatz konnte deshalb nach rund einer Stunde beendet werden.




Erste Drewermann-Biografie ist auch ein Blick in die Bergkamener Geschichte

Eugen Drewermann ist sicherlich der bekannteste Bergkamener, der in der Nordbergstadt geboren wurde. Jetzt ist im Patmos Verlag die erste Biografie über den Kirchenkritiker, Theologen und Psychoanalytiker erschienen. Geschrieben hat es Matthias Beier, der bereits 2009 das Buch „Gott ohne Angst: Einführung in das Denken Drewermanns“ veröffentlicht hat. Drewermann kennt er persönlich von zahlreichen Begegnungen über viele Jahre. Er gilt international als „Drewermann-Experte“.

Wer also wissen will, warum Eugen Drewermann so denkt, wie er denkt, sei diese über 600 Seiten starke Buch empfohlen. Interessant ist es aber auch für diejenigen, die Einblicke in das Leben in Bergkamen in den 40er Jahren des vorherigen Jahrhunderts haben wollen. Es war die Nazi-Zeit, unter der auch die Familie Drewermann litt. Die Folgen der Bomber-Angriffe auf die Chemischen Werke für die Bewohner der damaligen Bergbaugemeinde, die den damals vierjährigen Eugen tief geprägt haben und ihn zum bedingungslosen Pazifisten machten, beschreibt Beier anhand zahlreicher Interviews.

Beier hat auch mit den Geschwistern Eugen Drewermanns gesprochen. So erfahren die Leser auch viel über das „Innenleben“ dieser in vielerlei Hinsicht sehr untypischen Bergkamener Familie. Die Mutter Helene war katholisch und tief religiös. Vermutlich rettete nur das rasche Kriegsende vor ernsten Repressalien durch die Nazi-Machthaber, nachdem sie öffentlich den Sieg der Wehrmacht anzweifelte.

Der Vater Emil war Protestant und ging nur aus Pflichtgefühl ab und zu in die Kirche. Nur äußerst knapp überlebte der Revierfahrsteiger auf der Zeche Grimberg 3/4 das großes Grubenunglück am 20. Februar 1946. Danach wurde er Wetterfahrsteiger. Beier und auch Drewermann vermuten, dass die Last dieser Verantwortung erheblich dazu beigetragen hat, dass bei ihm die Magengeschwüre wieder aufbrachen und er lange Zeit im Krankenhaus verbringen musste.

Der Patmos Verlag schreibt über diese Biografie: „Eugen Drewermann ist einer der gefragtesten Theologen unserer Zeit. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt, seine zahlreichen Vorträge finden immer vor gefüllten Sälen statt. Und auch die Medien schätzen ihn als kompetenten und anregenden Gesprächspartner. Was ist das Besondere an Drewermann, dass er – allen Widerständen der Amtskirche zum Trotz – mit seinen Gedanken nach wie vor zahllose Menschen berührt und ermutigt, ihre Menschlichkeit zu leben? Matthias Beier kennt nicht nur Drewermanns Werk wie kaum ein anderer, sondern ist auch ein langjähriger Vertrauter. Sein kenntnisreiches und überraschendes Portrait zeigt den Menschen Eugen Drewermann und führt gleichermaßen ins Zentrum des Drewermann’schen Denkens.“

„Diese Biografie will zei­gen, wie das Werk Eugen Drewermanns am Ende des 20. und Beginn des 21. Jahrhunderts für unzählige Menschen einen zentralen Konflikt um die Glaubwürdigkeit der Religion und des eigenen Lebens löst. Dabei geht es entscheidend um die Frage, wie man als Mensch Freiheit, Wahr­haftigkeit und Beziehungsfähigkeit angesichts tiefsitzender existenziel­ler Ängste und kollektiver Zwänge bewahren und bewähren kann“, so Matthias Beier in seinem Vorwort.

Matthias Beier: Eugen Drewermann – Die Biografie

  • 50 Euro
  • 608 Seiten
  • Hardcover mit Schutzumschlag
  • ISBN: 978-3-8436-0601-1

Dieses Buch ist im Buchhandel erhältlich, kann aber auch hier bestellt werden:

 

 




Große Ausstellung im Jubiläumsjahr der „Kunstwerkstatt sohle 1 Bergkamen“

Die Ereignisse im Jubiläumsjahr der Künstlergruppe „Kunstwerkstatt sohle 1 Bergkamen“ nehmen Gestalt an. Nachdem die Mitglieder während der Klausurtagung den Rahmen für die Veranstaltungen 2017 gesteckt haben, ist nun in großen Teilen auch die Feinplanung erfolgt:

Die diesjährige Jahresausstellung, die Wegmarke „WEG“, findet statt vom 2. Juli bis zum 20. August. Dabei wird die Vernissage den Besucher mit einer akustischen Einstimmung auf das Thema empfangen – in Zusammenarbeit mit dem Literaturkurs des Städtischen Gymnasiums, – gleichfalls jedoch auch mit einer Aufforderung, selbst kreativ zu werden… Mehr wird noch nicht verraten!

Auf die Begrüßung und Eröffnung durch Bürgermeister Roland Schäfer und die Kulturreferentin und Galerieleiterin Simone Schmidt-Apel folgen ein musikalischer Beitrag zum Thema „Weg“ durch das Duo Mona Lichtenhof und Partner sowie eine „Wegelagerei“ durch Dieter Treeck.

Nach derart vielfältiger Einstimmung ist dann der Blick freigegeben auf die künstlerischen Arbeiten. Aber nicht nur die in Objekte gefassten Gedanken zum „Weg“ der Mitglieder der kunstwerkstatt sohle 1 werden präsentiert, auch Beiträge von Inge Strauß, Malerin aus Bergkamens Partnerstadt Hettstedt, werden zu sehen sein, ebenfalls – nach bisherigem Stand der Anmeldungen – Werke von „Nachwuchskünstlern“ der Realschule Oberaden und des Städtischen Gymnasiums.

In den folgenden beiden Wochen vor den Ferien bieten die Mitglieder der Kunstwerkstatt auch – wie in den vergangenen zwei Jahren – wieder Führungen für Schulklassen durch die Ausstellung an. Auch dazu haben sich die beiden Schulen bereits gemeldet.

Zur Finissage am 20. August  wird eine fachkundige Erläuterung durch Frau Dr. Ellen Markgraf erfolgen – sozusagen mit letztem Blick auf die Arbeiten.

Durch terminliche Überschneidungen mit der Documenta in Kassel muss anders als ursprünglich geplant dieses Angebot für die interessierten Bürgerinnen und Bürger vom Wochenende nach der Eröffnung auf den 20. August verschoben werden. Natürlich erhofft sich die Kunstwerkstatt, dass trotz der Ferienzeit viele dieses besondere Angebot  wahrnehmen werden.

Auch ein Jubiläumskatalog ist zwischenzeitlich fertiggestellt worden: 124 Seiten stark und in begrenzter Auflage von 200 Stück gefertigt, einzeln nummeriert, bietet er nicht nur einen historischen Rückblick auf die vergangenen 20 Jahre der Kunstwerkstatt, auch eine Vielzahl der Mitglieder stellt sich darin vor und bietet einen Einblick in die Arbeit. Zudem sind die ersten 20 Exemplare versehen mit jeweils einem Original der im Inneren abgedruckten Werke. Für diese „Pakete“ gilt allerdings dann auch ein besonderer Preis.

Dieser Katalog wird gleichfalls am 2.7. erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Erhältlich ist er zum Preis von 20,00 € während der besonderen Veranstaltungen, der Vernissage, der Finissage (20.8.), der Jubiläumsveranstaltung in der Halle der Kühlerfabrik ADAM am 2. und 3.9. und schließlich noch zur Herbstveranstaltung an der Ökologiestation am 7. und 8. Oktober. Jedoch nicht nur deshalb sind alle diese




Marc Alexander Ulrich soll neuer Beigeordneter werden

Der Verwaltungswirt Marc Alexander Ulrich aus Herne wird aller Voraussicht nach neuer Beigeordneter und Kämmerer bei der Stadt Bergkamen.

Marc Alexander Ulrich

Am vergangenen Montag stellten sich insgesamt fünf Bewerber für das Amt des neuen Beigeordneten den Fraktionen vor. Auf Marc Alexander konnten sich bis auf die Thomas Heinzel alle Fraktionsvorsitzenden einigen. Er ist 37 Jahre alt, verheiratet und wohnt in Herne.

Roland Schäfer: „Ich freue mich, dass Herr Ulrich breite Zustimmung erfahren hat. Ich werde daher dem Rat der Stadt Bergkamen für die Ratssitzung am 23. Mai 2017 vorschlagen, Herrn Ulrich zu wählen.“

 Marc Alexander Ulrich ist Volljurist. Seit Februar ist er als Justiziar in der Stabsstelle des Bürgermeisterbüros der Stadt Wetter an der Ruhr tätig. Anschließend erfolgte seine Ernennung zum Stadtrechtsrat. Aktuell ist er Fachdienstleiter der Stadt Wetter für den Bereich Recht und Politik.

 




„Lernen von der Steinzeit“ – Internationaler Museumstag im Stadtmuseum Bergkamen

Der diesjährige internationale Museumstag, unter dem Motto „Spurensuche. Mut zur Verantwortung“, führt die Besucher im Stadtmuseum Bergkamen am 21. Mai zu den Anfängen der Menschheitsgeschichte. Von 11 bis 18 Uhr begeben wir uns auf eine Zeitreise zurück in die Steinzeit.

Marco Wolff zeigt und erläutert seine steinzeitliche Ausrüstung, die das Leben als Jäger und Sammler vor über 15000 Jahren rekonstruiert. Durch eigenes Ausprobieren von Alltagsgegenständen und Werkzeugen erhalten „die Zeitreisenden“ einen interessanten Einblick in die steinzeitliche Welt. An dem Aktionstag haben zudem junge Besucher die Möglichkeit sich auf steinzeitliche Art und Weise künstlerisch zu betätigen.

Die bekannten Höhlenmalereien dienen hier als Vorlage eigene Bilder mit Farbe, hergestellt aus Erde, zu gestalten.

Der Römerpark Bergkamen ist an diesem Tag ebenfalls geöffnet. Ein Aufstieg auf die rekonstruierte Holz-Erde-Mauer führt den Besucher in die römische Geschichte und die Zeit um 11 v.Chr., während der Errichtung des Militärlagers, zurück.

Der internationale Museumstag ist eine weltweite Veranstaltung des Internationalen Museumsbundes ICOM sowie des Deutschen Museumsbundes, an dem sich das Stadtmuseum Bergkamen beteiligt.

Der Eintritt am Internationalen Museumstag ist frei. Das Stadtmuseum freut sich stattdessen über eine Spende statt Eintritt.

 

 

 




200 Jahre Fahrrad – Eröffnung der „Radler-Ecke“ im Rathaus

Das Jahr 2017 steht auch in Bergkamen ganz im Zeichen des Fahrrades und dessen 200. Geburtstag. Um die Geschichte dieses heute moderner denn je erscheinenden Fortbewegungsmittels und seine aktuelle Bedeutung für Freizeit, Gesundheit und vor allem auch den Klimaschutz aufzuzeigen, richtet die Stadt Bergkamen jetzt im Foyer des Rathauses eine „Radler-Ecke“ für viele Informationen rund um das Fahrrad ein.

Mit Blick auf das anstehende STADTRADELN in Bergkamen und dessen Aktionszeit vom 3. bis zum 23. Juni hofft Erster Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters mit der „Radler-Ecke“ möglichst viele Bergkamenerinnen und Bergkamener zur Teilnahme zu bewegen.

Im Zusammenhang mit dem STADTRADELN in Bergkamen weist die Verwaltung auf zwei Termine hin:

Eröffnung und Startschuss zum STADTRADELN mit der Anradeltour am Pfingstmontag, 5. Juni, 11:00 Uhr, Treffpunkt „Platz der Partnerstädte“, durch Bürgermeister Roland Schäfer.

Die Tour wird über den Radweg der Kuhbachtrasse zum Seseke-Radweg gehen. Dort treffen wir uns mit den STADTRADELN-Teilnehmern aus Kamen und fahren gemeinsam zum Seepark in Lünen-Horstmar. Dort ist ein gemütlicher Abschluss der Tour bei Musik mit den Teilnehmern aus Lünen geplant. 

Zum Abschluss der STADTRADELN-Aktionszeit wird der STADTRADEL-Botschafter Rainer Fumpfei auf seiner Deutschland-Fahrrad-Tour am Samstag, 24. Juni, gegen 13:30 Uhr in Bergkamen am Rathaus Station machen. Neben sicherlich interessanten Erlebnisberichten des STADTRADEL-Botschafters kann ein erster Blick auf die Teilnahme Bergkamens am STADTRADELN geworfen werden.