Trägertreffen in Lünen: „Christoph 8“ bringt Hilfe aus der Luft

Vor mehr als 40 Jahren brachte er erstmals schnelle Hilfe aus der Luft; seit 2005 sitzen Piloten des ADAC am Steuerknüppel von „Christoph 8“. Wie sich ihre Einsatzzahlen entwickeln, ist regelmäßig ein Thema bei den Treffen der Trägergemeinschaft. Diesmal fand es im Lüner St. Marien-Hospital und damit in Sichtweite des Hubschrauberstandortes statt.

Beim Treffen im Lüner St . Marien-Hospital informierten sich Vertreter der Trägergemeinschaft über die Luftrettung. Foto: Jens Bongers – Kreis Unna

Im Jahr 2016 wurden rund 1.160 Einsätze geflogen. Das sind weniger als im vorletzten Jahr, wo der ADAC im Gebiet der Trägergemeinschaft fast 1.300 Mal im Einsatz war. Der Rückgang der über die Rettungsleitstelle des Kreises Unna koordinierten Einsätze soll in den kommenden Monaten genauer in den Blick genommen werden.

Der Kreis als sogenannter Kernträger möchte gemeinsam mit den anderen Kreisen und kreisfreien Städten im „Christoph-8-Verbund“ einen Indikatoren-Katalog zusammenstellen. Herausgearbeitet werden sollen u.a. Situationen, bei denen die Rettung aus der Luft das erste Mittel der Wahl ist. Gedacht wird dabei z.B. an die Reanimation von Kindern oder von schweren Unfällen.

Darüber hinaus sollen Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis für die Arbeit der jeweils anderen Einsatzkräfte weiter ausgebaut werden. Auf Anregung von Landrat Michael Makiolla geplant sind etwa Treffen der „Christoph-8“-Rettungsteams mit Polizeikräften und Feuerwehrleuten.

Hintergrund
„Christoph 8“ stellt die Luftrettung im Großraum „östliches Ruhrgebiet“ und in Teilen des Münster- und Sauerlandes sicher. Zu den Trägern gehören der Kreis Coesfeld, der Ennepe-Ruhr-Kreis, der Hochsauerlandkreis, der Märkische Kreis, die Kreise Recklinghausen, Soest, Warendorf, der Kreis Unna und die kreisfreien Städte Bochum, Dortmund, Hagen, Hamm, Herne.

Zum Einsatzteam gehört neben dem Piloten und dem Rettungsassistenten der ADAC Luftrettung jeweils ein Notarzt. Die ärztliche Besatzung von „Christoph 8“ wird von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am St. Marien-Hospital gestellt. PK | PKU




Ergebnisse Fahrradklima-Test des ADFC 2016: Bergkamen hat ein Herz fürs Rad!

Macht den Bürgerinnen und Bürgern das Radfahren in ihrer Stadt Spaß? In welchem Zustand sind die Radwege? Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) lud vom 1. September bis zum 30. November 2016 wieder alle Interessierten dazu ein, per Online-Fragebogen die Fahrradfreundlichkeit der eigenen Stadt zu bewerten.

Der ADFC verzeichnete 2016 eine große Beteiligung an der Umfrage. Mehr als 120.000 Bundesbürgerinnen und -bürger bewerteten 539 Städte und Gemeinden. Die Resultate der Befragung 2016 für alle Städte zeigt eine interaktive Karte auf der Internetpräsenz des ADFC: www.fahrradklima-test.de/karte.

Bergkamen nahm bereits zum 3. Mal teil. Der Fahrradklima-Test des ADFC 2016 bescheinigt der Stadt positive Ergebnisse. NRW-weit rangiert Bergkamen auf Platz 15 von 62 Städten; auf der bundesweiten Liste befindet sie sich auf Platz 51. „Bei  insgesamt 364 teilnehmenden Städten ist die Platzierung im obersten Drittel der Kategorie „Städte unter 50.000 Einwohnern“ durchaus als vorzeigbarer Erfolg zu werten“, heißt es aus dem Rathaus. Im Kreis Unna hat Bergkamen die Spitzenposition. Keine andere Kreis-Kommune wurde besser bewertet, so der Fahrradbeauftragte der Stadtverwaltung Hans Irmisch. Besonders positiv wurden die Beschilderung der Radwege und die kurzen Wege zum Stadtzentrum bewertet.

Seit der erstmaligen Beteiligung Bergkamens im Jahre 2012 ergeben sich für die Stadt somit anhaltend positive Testergebnisse – eine Belohnung für das gute Radwegemanagement, das aber auch seitens der Stadt immer wieder neu überdacht wird, um eventuelle Schwachstellen zu beseitigen.




In zwei von über 430 Stimmbezirken: Kreis korrigiert amtliches Endergebnis

Das amtliche Endergebnis zur Landtagswahl im Kreis wurde am 18. Mai festgestellt und nach dem Entdecken von Übertragungsfehlern in zwei von 433 Stimmbezirken wenige Tage später auf Veranlassung des Landeswahlleiters korrigiert. Zu den Stimmgewinnern bzw. Verlierern gehören die PIRATEN, DIE LINKE und die AfD.

Weil Zahlen in falsche Zeilen eingetragen worden waren, musste das Landtagswahlergebnis in zwei Stimmbezirken im Kreis korrigiert werden. Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna

Grund für die in einer Sondersitzung des zuständigen Kreiswahlausschusses am 23. Mai erfolgte Korrektur des amtlichen Endergebnisses waren Fehler bei der Übertragung von Wählerstimmen von einem Formular in ein anderes. Einige Zahlen wurden in falsche Zeilen eingetragen, so dass abgegebene Stimmen nicht den Parteien, denen sie zugedacht waren, auch zugeordnet wurden.

Aufgefallen waren die sogenannten „rechnerischen Übertragungsfehler“ bei einer erneuten Überprüfung verschiedener Stimmbezirke. Die Kreiswahlleitung reagierte mit dieser Nachkontrolle auf von der AfD in einer Mail am 19. Mai vermutete Auffälligkeiten in insgesamt 16 Stimmbezirken.

Die Vermutung bestätigte sich in 14 Fällen nicht. In zwei Stimmbezirken im Wahlkreis 117 (Gymnasium Kamen und Friedrich-Ebert-Schule Kamen) wurden jedoch tatsächlich Übertragungsfehler entdeckt. Da das amtliche Endergebnis bereits festgestellt worden war, musste die rechnerische Berichtigung durch den am Dienstagabend (23. Mai) kurzfristig einberufenen Kreiswahlausschuss vorgenommen werden.

Die neuen Zahlen für die beiden Stimmbezirke wurden anschließend der Landeswahlleitung übermittelt und konnten so in das am 24. Mai in Düsseldorf festgestellte amtliche Endergebnis fürs ganze Land einfließen.




Marc Alexander Ulrich als neuer Beigeordneter gewählt

Mit großer Mehrheit hat am Dienstag der Stadtrat Marc Alexander Ulrich als Nachfolger zum neuen Beigeordneten der Stadt Bergkamen gewählt. Er wird am 1. Juli die Aufgabenfelder des bisherigen Amtsinhabers Holger Lachmann, die Kämmerei, Kultur und das Rechtsamt übernehmen. Ebenfalls für acht Jahre bestätigte der Rat Dr. Hans-Joachim Peters als Ersten Beigeordneten.

Zu Beginn der Ratssitzung am Dienstag standen die Beigeordneten im Mittelpunkt des Interesses (mit Blumen von links): Christine Busch, Marc Alexander Ulrich und Dr. Hans-Joachim Peters.

Für diese beiden Wahlen hatte die CDU geheime Wahlen in Kabinen beantragt in der Hoffnung, dass der eine oder andere Stadtverordnete die Fraktionsdisziplin verlässt und sich ihrer Position anschließt, dass Bergkamen auch mit zwei Beigeordneten auskommen kann. Bei 42 stimmberechtigten Ratsmitgliedern erhielt Peters 29 Ja- und 13 Nein-Stimmen. Beim neuen Kämmerer waren es dann 32 Ja- und 10 Nein-Stimmen.

Große Übereinstimmung gab es dann beim dritten Tagesordnungspunkt der Ratssitzung, die die Beigeordneten betrafen. Bei 40 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen stimmte der Rat für die Höhergruppierung der Beigeordneten Christine Busch von der Besoldungsstufe A16 auf B2.

Gegen diese Höhergruppierung sprach sich Werner Engelhardt (BergAUF) aus. Er hielt sie für die verhängten Beförderungsstopps bei den anderen Rathausbeschäftigten für nicht angebracht. Hier widersprach CDU-Fraktionschef Thomas Heinzel entschieden. Es könne nicht angehen, dass die einzige Frau im Verwaltungsvorstand die niedrigste Besoldungsstufe habe, zumal sie ein breites und teilweise sehr schwieriges Aufgabenfeld zu bearbeiten habe.




Samstag startet auch das Wellenbad in die Sommersaison – Hallenbad schließt bereits ab Freitag

Das Wellenbad in Bergkamen startet am kommenden Samstag, 27. Mai, in die Freibadsaison. Am Wochenende wird von 10:00 bis 19:30 Uhr geöffnet. Innerhalb der Woche wird zu Saisonbeginn erst ab 12:00 Uhr geöffnet. Diese Öffnungszeiten werden bei sommerlichen Wetterbedingungen oder zu Ferienzeiten angepasst. Frühschwimmern steht von montags bis freitags ab 06:30 Uhr wie gewohnt das Freibad in Kamen zur Verfügung.

Wellenbad Weddinghofen

Der Wechsel von Hallenbad- auf Freibadsaison wird dann an diesem Wochenende komplett vollzogen. Das Hallenbad in Bergkamen bleibt dabei bereits am Freitag, 26.Mai, geschlossen.

Das Hallenbad in Bönen steht dagegen ganzjährig als überdachte Alternative zur Verfügung.

Alle Informationen zu den Öffnungszeiten der Bäder sind auf der Internetseite der GSW unter www.gsw-freizeit.de erhältlich.




Kamener Kreuz wird mit dynamischen Hinweistafeln ausgestattet

Zur Information der Reisenden auf den Autobahnen über Umleitungen im Fall von Unfällen, Baustellen oder größeren Staus soll auch das Kamener Kreuz nach Mitteilung von Straßen.NRW demnächst mit „dynamische Wegweisern mit integrierter Stauinformation“(Dwista-Tafeln).

Solche Dwista-Tafeln wie hier am Leverkusener Kreuz soll demnächst auch das Kamener Kreuz erhalten. Foto: Straßen NRW

An weitere neuralgische Punkten, wo noch rechtzeitig eine alternative Route eingeschlagen werden kann, sollen diese Tafeln ebenfalls stehen. Dazu gehören unter anderem das Westhofener Kreuz und das Kreuz Dortmund-Unna. Geplant und gesteuert werden die Anlagen von der Verkehrszentrale von Straßen.NRW in Leverkusen.

Kein Bundesland setze zur Stauvermeidung so stark auf elektronische Verkehrssteuerung (so genannte Telematik) wie Nordrhein-Westfalen. „Da die Kapazitäten auf den Autobahnen begrenzt sind, müssen wir versuchen, den Verkehr möglichst gut im Netz zu verteilen“, vermeldete der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen. 76 Millionen Euro werden zu diesem Zweck in den nächsten zweieinhalb Jahren investiert.

Dabei erhalten weitere 135 Kilometer vom 2.200 Kilometer umfassenden Autobahnnetz in NRW so genannten Streckenbeeinflussungsanlagen, die die Geschwindigkeiten vorgeben und vor Staus, schlechtem Wetter und Baustellen. An drei Stellen können in Zukunft zu Rushhour-Zeiten zeitweise die Standstreifen mitbefahren werden, wenn es die Anlagen anzeigen (so genannte temporäre Seitenstreifenfreigaben). Geplant sind die Anlagen auf der A3 vor dem Kreuz Hilden und der A52 vor dem Kreuz Neersen. Den Zufluss auf die Autobahn steuern zusätzliche „Zuflussregelungsanlagen“, unter anderem künftig auf der A57 bei Worringen und Dormagen. Wenn die Autos mit Hilfe von Ampeln „häppchenweise“ auf die Autobahn fahren, sorgt das für einen stetigeren Verkehrsfluss.




Produktion neuartiger Wirkstoffe und zusätzliches Personal am Bayer-Standort Bergkamen

Seit dem 1. April ist Timo Fleßner neuer Werksleiter des Bayer-Standorts Bergkamen. Jetzt kündigte er an, dass ab 2018 neben der bewährten Produktion von Steroidhormonen (zum Beispiel für die „Pille“) und Kontrastmitteln die Herstellung von Wirkstoffen für völlig neuer Medikamente kommen wird. Da bedeute auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze „im unteren zweistelligen Bereich“, kündigte Fleßner an.

Timo Fleßner, neuer Werksleiter von Bayer in Bergkamen

Was da künftig in Bergkamen zusätzlich hergestellt werden soll, weiß der Werkleiter natürlich genau, denn vor dem 1. April leitete er in Wuppertal den Bereich „Chemische Entwicklung“ der Bayer-Pharmasparte. In seiner damaligen Position verantwortete Fleßner die chemische und technische Entwicklung von innovativen Pharma-Wirkstoffen von der Forschung bis zur Produktionsreife.

Verraten wollte er über das, was da auf den Standort in Bergkamen zukommt, gegenüber der Redaktion nur so viel: Ein Medikament ist gedacht für Herz-Kreislauf-Kranke und das andere findet Verwendung in der Frauenheilkunde. Eins ist bereits zugelassen und das andere steht kurz vor der Zulassung. Es könnte schon bald sich die Produktion für ein drittes Medikament hinzukommen. Da aber noch nicht entschieden ist bei Bayer, wo es hergestellt werden soll.

Diese zusätzlichen Produktionslinien sollen dem Standort Bergkamen weitere Sicherheit und Entwicklungsmöglichkeiten geben. Da bedeutet aber nicht, dass dafür zusätzliche Flächen des Firmengeländes in Anspruch genommen werden. Da sogenannte Nordgelände, das unter anderem in der kommunalpolitischen Diskussion als mögliches Windvorranggebiet in der Diskussion war, will Fleßner aber auch nicht aus der Hand geben. Neben der stark motivierten und eingespielten Mannschaft in Bergkamen sind für ihn diese Erweiterungsmöglichkeiten ein weiterer Pluspunkt für Bergkamen.

Eine räumliche Veränderung soll es bei Bayer in Bergkamen während dieses Sommers geben. Seit vielen Jahrzehnten befanden sich die Räume des Werksleiters in dem Backsteingebäude neben dem Haupteingang. Sein Büro will Timo Fleßner in ein Gebäude mitten im Produktionsgelände verlegen. Dadurch hofft er, einen besseren Überblick zu erhalten, er will aber auch den Weg der Mitarbeiter zum ihm so kurz wie möglich halten. Dadurch sollen auch die Hierarchien im Werk möglichst flach gehalten werden. „Meine Tür steht für alle offen“, betont der Werksleiter. Gleichzeitig sollen die Standorte Bergkamen und Wuppertal bezüglich der Personalentwicklung enger verzahnt werden.

Hierbei handelt es sich um eine Entfernung von 65 Kilometern. Es sei machbar für Mitarbeiter von Bergkamen nach Wuppertal zu fahren und umgekehrt, weiß er aus eigener Erfahrung. Mit seiner Familie wohnt er nämlich in Wuppertal. Das soll auch in den nächsten zwei Jahren so bleiben. Dann wechselt das älteste seiner beiden Kinder in eine weiterführende Schule. „Dann werden wir neu entscheiden“, sagte Timo Fleßner.




Mit der Santa Monika III zum Hafenfest

Auch in diesem Jahr können Besucher am Samstag, 10. Juni sowie am Sonntag, 11. JUni, vom Preußenhafen in Lünen mit der Santa Monika III zum 18. Bergkamener Hafenfest fahren.

Santa Monika III.

Es werden sowohl am Samstag als auch am Sonntag Pendelfahrten ab Lünen-Preußenhafen angeboten: Samstag um 12.00 Uhr und 18.00 Uhr sowie am Sonntag um 12.00 Uhr. In einer knappen Stunde fährt man auf dem Datteln-Hamm-Kanal vorbei an Wiesen und Feldern bis zur größten Marina in Nordrhein-Westfalen.

Zu den Rückfahrten geht es am Samstag um 16.30 Uhr und 19.30 Uhr sowie am Sonntag um 16.00 Uhr an Bord. Die Kosten für Hin- und Rückfahrt betragen für Erwachsene 8,00 EUR und für Kinder und Jugendliche von 13 bis 17 Jahren 4,00 EUR. Kinder bis 12 Jahre fahren kostenlos mit.

Tickets gibt es ab sofort dienstags bis sonntags von 09.00 bis 15.00 Uhr bei dem Hafenmeister am Lüner Preußenhafen oder direkt an Bord der MS Santa Monika III.




Neues und witterungsbeständiges „Klassenzimmer im Grünen“ auf der Ökologiestation

Das neue „Klassenzimmer im Grünen“ des Umweltzentrums Westfalen, eine witterungsbeständige Lärchenholzkonstruktion, wurde am Montag auf der Ökologiestation offiziell vorgestellt. Es löst ein Zelt ab, dass erheblich in die Jahre gekommen ist.

Die neue Umweltpädagogik-Remise und davor v.l.n.r.: Ralf Sänger, Reinhard Jücker, Heinrich Rohde, Dr. Eberhard Geisler, Herbert Goldmann. Foto: Agnès Teuwen

„Unser Zelt, das 20 Jahre als Klassenzimmer für unseren „Außerschulischen Lernort“ seine Dienste tapfer geleistet hat, geht in den verdienten Ruhestand. Vierzig, fünfzig Male wurde es aufgebaut, abgebaut, zwischengelagert. Vielen zigtausend Kindern und Jugendlichen hat es während dieser Zeit Schutz vor Sonne, Regen und Wind gegeben“, erklärt der Leiter der Ökologiestation Ralf Sänger.

Herbert Goldmann, der Vorsitzender des Verwaltungsrates, und Dr. Eberhard Geisler, einer der beiden Geschäftsführer des Umweltzentrum Westfalen sowie Ralf Sänger präsentieren stolz ihr neues Bauwerk auf der Ökologiestation. Mit beteiligt zwei Betriebe aus Selm, die „Zimmerei Rohde“ (Heinrich Rohde) „Karl Jücker GmbH“ (Reinhard Jücker). Letzteren gebührt, wie Dr. Geisler ausführt, ein besonderer Dank, nicht nur wegen der ausdrücklich zu lobenden konstruktiven und fruchtbaren Zusammenarbeit bei Konzeptionierung, Planung und Umsetzung sondern auch beim Umgang mit den Kosten. So ist die eigentlich aus Kostengründen nicht vorgesehene Pflasterung der Fläche nur durch eine freundliche Sachspende der Fa. Jücker möglich geworden.

Die erste Generalprobe hat die neue Remise bereits gemeistert. In der letzten Woche fand eine einwöchige ErzieherInnen-Fortbildung als Kooperationsprojekt von Naturförderungsgesellschaft und Umweltzentrum Westfalen erfolgreich darin statt.

In erster Linie wird die Umweltpädagogik-Remise aber im Rahmen der Aktionen „Außerschulischer Lernort“ für Boden-, Wasser-, Insekten-, Kartoffelaktionen, … genutzt werden. Dieses Projekt geht beim Umweltzentrum bereits ins 20. Jahr, und viele Zehntausend junge Gäste dürften die Naturerfahrungs- und –bildungsaktionen bereits durchlaufen haben. „Als ich im Rahmen eines Telefonats mit dem Büro eines Bundestagsabgeordneten erklären wollte, wer und wo wir sind, erwiderte die Büroleiterin „Aber natürlich kenne ich das Umweltzentrum, ich habe bei Ihnen einige Umweltpädagogik-Aktionen als Schülerin mitgemacht!“, und  sie war davon noch heute begeistert“, schildert Ralf Sänger hoch erfreut, „Mit den umweltpädagogischen Aktionen erreichen wir Kinder – in der Regel noch vor ihrer Pubertät – und wecken in ihnen Freude und Begeisterung mit und für die Natur“.

Die „Umweltpädagogik-Remise“ ist – wie alles vom Umweltzentrum – „Nichts von der Stange“ sondern für die Nutzung „maßgeschneidert“!

Es handelt sich um eine witterungsbeständige Lärchenholzkonstruktion, wie Herr Rohde ausführt, die nicht behandelt werden muss und, wie Dr. Geisler anmerkt, einen angenehmen, natürlichen Geruch verströmt. Das lichtdurchlässige Dach sorgt bei jedem Wetter für eine sehr ansprechende und energiesparende Innenraumbelichtung. Sämtliche Seitenwände sind über zwei unterschiedliche Profilschienensysteme öffen-/entfernbar oder aber abschnittsweise praktisch aufrollbar. Großflächige Belüftungsschlitze unterhalb des Daches sorgen für ein angenehmes Klima auch bei intensiver Sonnenbestrahlung. Außerdem finden Insekten, die meist die hellsten und höchsten Stellen suchen einen Weg nach draußen.

Ein weiterer großer Vorteil besteht darin, dass die Überdachung nun auch ganzjährig nutzbar ist, wodurch sich das Programmangebot erweitern kann, freuen sich die Vertreter vom Umweltzentrum.

Herr Goldmann und Herr Dr. Geisler bemerken, dass das Umweltzentrum mit dieser Remise seine Möglichkeiten im Umweltpädagogikbereich konsequent weiter ausbaut. 2004 errichtete es den Umweltpädagogik-Teich sowie den Lehrbienenstand und 2011 nahm es das Gästehaus in Betrieb, wodurch seitdem auch mehrtägige Klassenfahrten angeboten und erfolgreich durchgeführt werden.




Ferienaktion im Römerpark Bergkamen führt Kinder und Jugendliche zurück in die Antike

Während der Ferienaktion „Vom Rohstoff zum Produkt – Legionäre erlernen römische Handwerkstechniken“ erhalten Kinder und Jugendliche die Möglichkeit als Legionär den Alltag in einem römischen Lager zu erleben. Vom 31. Juli bis zum 4. August 2017, jeweils in der Zeit 10 bis 15 Uhr, tauchen die Teilnehmer/innen im Römerpark Bergkamen in die Römerzeit vor 2000 Jahren ein. Von 8 bis 10 Uhr sowie von 15 bis 16.30 Uhr bietet das Team des Stadtmuseums zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten an.

In dem historischen Spiel erfüllen die jungen Legionäre Alltagspflichten und versuchen sich im Umgang mit Schwert und Schild.

Die Stimmung im Lager ist getrübt: Erfahrene Legionärstruppen sind auf Feldzügen im Germanengebiet. Die zurückgelassenen Legionärsanwärter langweilen sich. Es finden kaum militärische Übungen statt und auch die Essensvorräte neigen sich dem Ende zu. Die jungen Rekruten haben noch nicht gelernt sich selbst zu versorgen.

Der Oberbefehlshaber Nero Claudius Drusus findet eine Lösung für die unerfreuliche Lage. Er entsendet in das Römerlager Oberaden römische Handwerker. Ob Pistor, Sutor oder Faber, sie alle haben die Aufgabe, die jungen Rekruten in der Verarbeitung von Rohstoffen und der Fertigstellung von Produkten zu unterweisen. Und damit die Schatulle des Oberfehlshabers auch wieder aufgefüllt wird, wünscht sich Drusus einen regen Handel mit friedlich gesinnten Germanen und römischen Händlern.

Das Drususcamp wird von erfahrenen Museumspädagogen/innen begleitet. Am Freitag erhält jeder Teilnehmer das römische Legionärsdiplom aus den Händen des Legaten Marcus Lollius Pacifer. Anschließend findet ein römischer Handwerkermarkt statt. Hier können die fertig gestellten Produkte der Legionärsanwärter erworben werden.  

Eingeladen dazu sind Kinder und Jugendliche von 7 bis 12 Jahren, die in die Welt der Römer eintauchen wollen. Es sind noch einige Plätze frei. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Teilnahmegebühr beträgt 120 € (all inclusive). Festes Schuhwerk und wetterbedingte Kleidung sind mitzubringen. Anmeldungen nimmt das Stadtmuseum Bergkamen entgegen (Tel. 02306/30 60 210, E-Mail: l.gulka-hoell@stadtmuseum-bergkamen.de)

 




Labormobil des VSR-Gewässerschutz untersucht wieder Brunnenwasser

Das Mobile Labor des VSR-Gewässerschutz kommt am 30. Mai zum Nordberg in Bergkamen. Dort kann Brunnenwasser auf gefährliche Inhaltsstoffe untersucht werden.

Harald Gülzow beim Arbeiten im Labormobil vom VSR-Gewässerschutz. Foto: VSR-Gewässerschutz

Sommerliche Temperaturen führen zu einem hohen Wasserbedarf beim Befüllen des Planschbeckens und beim Gießen. Kinder lieben Pools in denen man sich abkühlen mit seinen Freunden oder Geschwistern toben kann. Aber auch das selbst angebaute Gemüse, die Blumen und der Rasen benötigen regelmäßig Wasser „Das Wasser aus dem eigenen Brunnen stellt eine gute Alternative zum kostbaren Leitungswasser dar.“ so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz. Doch leider verschmutzen Nitrate und Pestizide das Grundwasser unserer landwirtschaftlich intensiv genutzten Region. Auch können durch verschiedene Einflüsse Krankheitserreger ins Wasser geraten.

Ob das selbst geförderte Wasser für das Befüllen des Planschbeckens, Gießen, als Tränkwasser für Tiere oder sogar zum Trinken geeignet ist, kann man am Labormobil der Gewässerschutzorganisation erfahren. Es hält am Dienstag, 30. Mai, auf dem Herbert-Wehner-Platz in Bergkamen. Wasserproben nehmen die Umweltschützer von 9 bis 11 Uhr am Labormobil entgegen. Die Grunduntersuchung auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt wird gegen eine geringe Kostenbeteiligung von 12 € vor Ort durchgeführt, so dass der Bürger schon gegen Ende der Aktion sein Ergebnis wieder abholen kann.

Brunnenbesitzer, die das Wasser auch auf weitere Parameter wie Eisen und Bakterien gegen Kostenbeteiligung untersuchen lassen möchten, bekommen das Ergebnis mit einer Bewertung per Post zugeschickt. Doch keiner wird mit seinen Messwerten allein gelassen. Das Team vom VSR-Gewässerschutz berät, sobald die entsprechenden Messergebnisse vorliegen, ob das Wasser zum Gießen, zum Befüllen des Planschbeckens, zum Waschen oder sogar zum Trinken geeignet ist. Außerdem beantwortet Dipl.-Phys. Harald Gülzow, der Experte zum Thema Brunnenwasserqualität, immer Freitags zwischen 9 und 12 Uhr Fragen unter der Rufnummer 02831 9763342.

Damit die Ergebnisse auch aussagefähig sind, sollten für die Probenahme und Transport Mineralwasserflaschen, die zuvor mehrmals mit dem jeweiligen Brunnenwasser gespült wurden, benutzt werden. Am besten werden diese Flaschen erst kurz vor der Abgabe am Labormobil befüllt. Das Team vom VSR-Gewässerschutz bietet am Mobil neben der allgemeinen Informationen zu Belastungen und deren Ursachen auch eine individuelle Beratung für den jeweiligen Brunnenbesitzer, um eine Belastung und deren Ursache zu besprechen.

Der VSR-Gewässerschutz untersucht Brunnenwasser um Informationen über den aktuellen Zustand des Grundwassers in Bergkamen und Umland zu erhalten. Je mehr Ergebnisse von Brunnenwasserproben vorliegen umso genauer kann Susanne Bareiß-Gülzow bei der anschließenden Auswertung der Messwerte die regionale Belastung von Nitrat und anderen Parametern darstellen. Selbstverständlich werden die Ergebnisse einer Brunnenwasserprobe nur mit der Ortszugehörigkeit verwendet und der genaue Standort nicht erfasst. Die so ausgewerteten Ergebnisse werden auf der Homepage in Form von Karten und in Presseerklärungen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Dem VSR-Gewässerschutz ist es wichtig, dass Bürger die Belastung des Grundwassers vor Ort kennen. Es mangelt immer noch an öffentlich zugänglichen Daten. „Unsere Messwerte sollen so dazu führen, dass Landwirte und Politiker, aber auch interessierte Bürger in der Region bei Belastungen gemeinsam nach Lösungen suchen. So tragen wir gemeinsam dazu bei, dass die Wasserqualität des Grundwassers auch außerhalb der Wasserschutzgebiete verbessert wird.“ so Susanne Bareiß-Gülzow.