Exotische Haustiere: Empfindliche Geldbußen bei Verstößen gegen die Meldepflicht

Tierisch beliebt: Griechische Landschildkröten, Chamäleons, Graupapageien, Färberfrösche und viele andere exotische Arten haben in den vergangenen Jahrzehnten auch im Kreis Unna eine große Fangemeinde gefunden. Allerdings hat die Haltung exotischer Haustiere weltweit einen derartigen Umfang angenommen, dass die Wildbestände vieler Arten an den Rand der Ausrottung gebracht wurden.

Exotisches Haustier: Chamäleon (Copyright: Foto: Peter Driesch – Kreis Unna)

„Eine aus Naturschutzsicht unproblematische Alternative stellen in Gefangenschaft nachgezogene Exemplare dar“, erklärt Stephanie Wabbels aus dem Fachbereich Natur und Umwelt beim Kreis Unna. Doch trotz der Nachzuchtbemühungen werden weiter Tiere in der Wildnis gefangen und über dubiose Wege gehandelt.

Was erlaubt ist und was nicht, regelt das Washingtoner Artenschutzabkommen (WA) zum Schutz zahlreicher in ihrer wildlebenden Existenz bedrohten Tier- und Pflanzenarten von 1973.

Stephanie Wabbels sagt: „Wer ein artgeschütztes Tier wie z.B. einen Papagei oder eine Schlange halten will, darf dies nur, wenn das Tier nachweislich aus einem legalen Import oder einer legalen Nachzucht stammt.“

Dazu sollte ihm bei der Übernahme – egal ob durch Kauf oder Schenkung – ein Herkunftsnachweis ausgehändigt worden sein. Der Herkunftsnachweis besteht je nach Schutzstatus beziehungsweise Herkunft des Tieres aus einer EG-Bescheinigung / Cites, einer Einfuhrgenehmigung oder auch aus einer durch den Züchter ausgestellten Herkunftsbestätigung. Und, so unterstreicht Stephanie Wabbels: „Jeder Erwerb, aber auch die Weiterveräußerung oder der Tod eines artgeschützten Tieres muss schriftlich bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises angemeldet werden.“

Die Anmeldung eines artgeschützten Tieres ist kostenlos. Die notwendigen Formulare finden sich im Internet unter www.kreis-unna.de/artenschutz. Verstöße gegen die Meldepflicht werden mit z.T. erheblichen Bußgeldern geahndet.

„Diese Regeln sind Voraussetzung für effektive Kontrollen, da ansonsten z.B. ein Graupapagei, der aus einer legalen Nachzucht stammt, nicht von einem illegal aus der Natur entnommenen Tier zu unterscheiden ist“, nennt Wabbels den Grund für die Anmeldepflicht. Wer vor dem Erwerb eines Tieres nicht genau weiß, ob es sich um eine geschützte Art handelt, kann dies übrigens in einer Datenbank unter www.wisia.de recherchieren. PK | PKU




Dr. Drewermann im studio theater: Luther wollte mehr

Die VHS Bergkamen freut sich auf den Vortrag des gebürtigen Bergkameners Dr. Eugen Drewermann. Im studio theater widmet er am Dienstag, 12. September, ab 19.30 Uhr seinen diesjährigen Vortrag aktuell zum Lutherjahr dem Thema „Luther wollte mehr“ – der Reformator und sein Glaube.

Eugen Drewermann

Eugen Drewermann zieht eine kritische Bilanz nach 500 Jahren Reformation. Ein Zitat aus einem Interview mit dem Publizisten Jürgen Hoeren verdeutlicht Drewermanns Position zu Luther: „Durch Luther wurde etwas bewusst, das innerhalb der Glaubenstradition längst Gegenwart war: Statt die Botschaft der Einheit, die Jesus in die Welt bringen wollte – zwischen Gott und Mensch, zwischen Himmel und Erde, zwischen Heiligen und Sündern, zwischen Tempel und Profanem -, kreativ aufzugreifen und weiterzuführen, haben 1500 Jahre Kirchengeschichte in katholischer Obhut die Spannungen zementiert. Luther hat, stellvertretend für eine ganze Zeit, in seiner Gegenwart und für die Jahrhunderte danach, diese Zerspaltenheit gefühlt, durchlitten und auf seine Weise zu artikulieren und zu überwinden unternommen. Es wäre historisch unfair, der Person Luther vorzuhalten, dass er am Anfang des 16. Jahrhunderts nicht auf den Neuaufbruch seiner Zeit, auf das ungeheuer Widersätzliche in seiner Zeit, mit einer geschlossenen systematischen Betrachtung antworten konnte. Er hat es von Fall zu Fall an den Stellen getan, an denen er es evident als notwendig spürte. Darum ist er in meinen Augen in seiner ganzen Biografie nicht im Jahre 1517 am größten, sondern 1521 auf dem Reichstag in Worms. Da vollendet sich der gesamt reformatorische Ansatz.Die entsprechende Veröffentlichung ist im Herder-Verlag erschienen.

Alle Interessenten sind eingeladen, sich am 12. September, um 19.30 Uhr, im „studio theater“, Albert-Schweitzer-Straße 1, 59192 Bergkamen, einzufinden.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei. Dr. Eugen Drewermann wird allerdings stattdessen zu einer Spende für einen gemeinnützigen Zweck in Bergkamen aufrufen.




Stadt will 18 Bäume am Alkenbach fällen – BUND ist dagegen

Die Stadt Bergkamen will 18 Bäume in Oberaden fällen lassen. Konkret handelt es sich um 17 Weiden und einen Spitzahorn. Die Bäume stehen entlang eines beliebten Rad- und Fußweges Am Alkenbach. Die etwa 500 Meter lange Baumreihe hier ist ein geschützter Landschaftsbestandteil.

Baumreihe am Alkenbach. Foto: Bund

Auch für den Laien sei erkennbar, dass nicht alle Bäume in einem guten Zustand sind. Doch „Immer öfter sehen wir, dass Bäume gefällt werden sollen, weil sie stören oder Dreck verursachen“, sorgt sich Silvia Lippert, von der Kreisgruppe Unna des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

„Im vorliegenden Fall verursachen die Weiden Kosten. Ihre Wurzeln sollen an einem benachbarten Feld die Drainage durchlöchert haben. Der Schaden beläuft sich auf 2.376 Euro. Auch der Fuß- und Radweg zeigt deutliche Wurzelschäden. Die aber nimmt wohl jeder gern in Kauf, wenn dafür die Bäume erhalten werden. Nicht zuletzt wird die Verkehrssicherheit angeführt, ein Todesurteil für jeden Baum“, so Silvia Lippert.

Die gefällten Bäume sollen durch Nachpflanzungen ersetzt werden.




Kurs bei der Musikakademie: Notenlesen – kein Buch mit sieben Siegeln mehr!

Wie ist ein Rhythmus notiert? Wie heißen die Noten im Violin- und Bassschlüssel? Diese Fragen scheinen viele musikinteressierte Erwachsene zu beschäftigen, denn die bisherigen Angebote „Notenlesen für Erwachsene“ sind seit Jahren Lieblingskurse der Musikakademie Bergkamen.

Foto: Wilhelm Lohmann

Aufgrund vielfacher Nachfrage hat die Kursleiterin Bettina Pronobis für September 2017 noch einen Einsteigerkurs für Teilnehmer ohne Vorkenntnisse geplant. In vier Sitzungen ab 8. September 2017 jeweils freitags von 18.30 bis 19.30 Uhr werden Chorsänger, Wiedereinsteiger oder Selbstlerner im Instrumentalspiel mit den Geheimnissen der Notenschrift vertraut gemacht.

Die Kursleiterin Bettina Pronobis möchte mit diesem Angebot Hürden abbauen. „Ich habe schon oft den Satz gehört „Noten waren für mich immer ein Buch mit sieben Siegeln“ und finde es schade, wenn dieser Umstand Menschen daran hindert, aktiv zu musizieren! Dabei genügen schon einfache Grundlagen des Notenlesens, um beim Singen oder Instrumentalspiel besser und vor allem selbständiger zurecht zu kommen. Auch Eltern, die ihren Kindern helfen möchten, wenn diese gerade Noten lernen, können in meinem Workshop gute Grundkenntnisse erlangen.“

Die studierte Violinistin Bettina Pronobis ist selbst seit ihrer Jugend engagierte Chorsängerin und verfügt über langjährige Unterrichtserfahrung mit allen Altersstufen. Ihr Anliegen ist es nicht nur, die Systematik unseres Tonsystems zu vermitteln, sondern auch die neu erworbenen Fähigkeiten zu trainieren. Dabei wird die individuelle Zielsetzung der Teilnehmer berücksichtigt.

Die Kosten für den Einsteiger-Workshop im September 2017 betragen 20,00 €. Veranstaltungsort ist das Pestalozzihaus in Bergkamen-Mitte, Pestalozzistr. 6. Der Workshop beginnt am 8. September und endet am 29. September 2017. Es sind noch wenige Plätze frei. Bei Bedarf kann im Oktober noch ein Workshop „Notenlesen für Fortgeschrittene“ angeboten werden. Anmeldungen nimmt die Musikschule Bergkamen bis zum 31. August 2017  telefonisch unter Nummer 02306/307730 entgegen.




Pulsschlagreihe klärt erneut medizinische Fachfragen

Die Pulsschlagreihe von VHS und Klinikum Westfalen im Hellmigium am Hellmig-Krankenhaus hat eine langjährige Tradition. Für das neue VHS-Semester wurden erneut fünf attraktive Vorträge vorbereitet. Das Konzept: Experten des Kamener Krankenhauses präsentieren Informationen zu verbreiteten Krankheitsbildern in leicht verständlicher Frage und stehen anschließend für Fragen zur Verfügung. Der Besuch aller Veranstaltungen ist kostenlos.

Das neue Programm mit den Veranstaltungsreihen des Klinikums Westfalen liegt ab sofort in den Krankenhäusern des Verbunds in Kamen, Lünen und Dortmund aus. Foto: Klinikum Westfalen

Die Veranstaltungsreihe wird nach dem Ende der Sommerferien fortgeführt. Die Themen bieten erneut einen breiten Querschnitt von der Krebsmedizin über die Gefäßmedizin bis zu Sportmedizin und Chirurgie. Mit dem Thema Lachyoga steht diesmal auch ein Ausflug in ergänzende Angebote jenseits der klassischen Medizin auf dem Programm. Eröffnet wird der Vortragsreihe für das zweite Halbjahr mit dem Thema Schilddrüse am 13. September. Hier geht es um die wichtigen Steuerungsfunktionen der Schilddrüse für unseren Stoffwechsel, um Erkrankungssymptome, Therapien und Vorbeugungsmöglichkeiten.
Das Programm liegt ab sofort im Hellmig-Krankenhaus Kamen aus.

Mittwoch, 13. September 2017, 18.30 Uhr
Pulsschlag
in Kamen:
„Wenn die Schilddrüse
außer Kontrolle gerät“
Referent: Gordon Schramm, Oberarzt der Klinik für Allgemein- und
Viszeralchirurgie am Hellmig-Krankenhaus Kamen
Ort:         Hellmig-Krankenhaus Kamen, Hellmigium

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 18.30 Uhr
Pulsschlag
in Kamen:
„Personalisierte Therapie bei
Lungenkrebs – wo stehen wir?“

Referent: Dr. Peter Ritter, Chefarzt der Klinik für Onkologie, Hämatologie,
Gastroenterologie und Palliativmedizin am Hellmig-Krankenhaus Kamen
Ort:         Hellmig-Krankenhaus Kamen, Hellmigium

Mittwoch, 8. November 2017, 18.30 Uhr
Pulsschlag
in Kamen:
„Lachen ist die
beste Medizin“
Referent: Hedwig Koch-Münch, Lachyoga-Lehrerin, Präventionszentrum Kamen
Ort:         Hellmig-Krankenhaus Kamen, Hellmigium

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 18.30 Uhr
Pulsschlag
in Kamen:
„Gefäßmedizin als neuer
medizinischer Schwerpunkt“
Referenten: Gefäßmedizinisches Team des Hellmig-Krankenhauses mit Chefarzt Dr. Marcus Rottmann, Dr. med. Fokko Steinbeißer, Dr. med. Markus Hörbelt und Angiologie-Assistentin Ulrike Chmurzynski
Ort:         Hellmig-Krankenhaus Kamen, Hellmigium

Mittwoch, 10. Januar 2018, 18.30 Uhr
Pulsschlag
in Kamen:
„Sport treiben – aber richtig: Verletzungen vermeiden
und Leistungsdefizite ausgleichen“

Referent: Dr. Andreas Ludwig, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und
Viszeralchirurgie am Hellmig-Krankenhaus Kamen
Ort:         Hellmig-Krankenhaus Kamen, Hellmigium




Bergkamen soll schöner werden: Zwei Gruppen der Maßnahme „Soziale Teilhabe“ am Arbeitsmarkt sind an den Start gegangen

Neben dem klassischen Ausbildungsbeginn – auch bei der Stadt Bergkamen – war am 1. August dieses Jahres auch Start der Maßnahme „Soziale Teilhabe“ am Arbeitsmarkt. Gemeinsam mit dem Jobcenter Kreis Unna und der Werkstatt im Kreis Unna stellt die Stadt Bergkamen Arbeits­gelegenheiten, die aufgrund der finanziellen Lage der Kommunen (nicht mehr) zu den Pflichtaufgaben gehören. Die Maßnahme wird aus Bundesmitteln finanziert.

Der Parkfriedhof ist ein Einsatzschwerpunkt der neuen Arbeitsgruppen.

In Bergkamen wurden zwei Arbeitsgruppen gebildet:

  • Um die Stadtbildpflege über die Bereiche hinaus, die durch den EBB gereinigt werden, kümmert sich eine Arbeitsgruppe aus rund 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diese Gruppe ist sowohl fußläufig im Siedlungsschwerpunkt 1 in Bergkamen-Mitte, Weddinghofen und Overberge tätig und verfügt bei Einsätzen in den Stadtteilen Oberaden und Rünthe über ein Fahrzeug.
  • Die Grünpflege des Baubetriebshofes erfährt eine Unterstützung durch ein Team aus insgesamt 12 Personen; diese Arbeitsgruppe ist stationär für einen Arbeitszeitraum am Pflegeobjekt stationiert und kann hier den Standard, der aufgrund zur Verfügung stehender städtischer Ressourcen bisher möglich war, deutlich anheben. Im Gegensatz zu anderen Maßnahmen der Vergangenheit können auch Vereine profitieren, z. B. in Bergkamen der Schwimmverein Heil mit dem dortigen Naturfreibad. Erstes Pflegeobjekt ist der Parkfriedhof, danach das Umfeld des Freizeitzentrums im Häupen in Bergkamen-Weddinghofen.



Fahrt des ev. Männervereins und der Frauenhilfe Weddinghofen ins Weserbergland

Am vergangenen Sonntag starteten Männer und Frauen des Männervereins, der Frauenhilfe und Gäste am Martin-Luther-Haus in Weddinghofen zu einer Fahrt ins Weserbergland. Die erste Station war die evangelische Kirche St. Aegidien in Hülsede. Hier führte Herr Eckhard Arndt die Gruppe in die Kirche und brachte mit seinen Ausführungen die Entstehung, die kostbaren Deckengemälde und Einrichtungen der Kirche den Besuchern nahe.

Die Ausflügler aus Weddinghofen vor dem Museum in Stadthagen.

Weiter ging es in die Rattenfängerstadt Hameln zum Besuch der Freilichtaufführung der Rattenfängersage. Jeden Sonntag von Mai bis September wird das Stück von Laienspielern auf der Terrasse des Hochzeitshauses aufgeführt. Nach der Aufführung bestand die Möglichkeit, sich die Altstadt von Hameln mit ihren historischen Fachwerkbauten und Gebäude der Weserrenaissance anzusehen oder eine Mittagspause in einem der vielen Lokale der Altstadt einzulegen.

Danach steuerte die Gruppe Lauenau an, ein Ortsteil der Samtgemeinde Rodenberg. Hier war das Ziel die 200-jährige Süntelbuche im Volksgarten. Ein prachtvoller, urwüchsiger Baum, wie es bis Mitte des 19.Jahrhunderts im Süntel Tausende gab. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Bäume bis auf wenige Exemplare gerodet und sind heute nur noch an wenigen Standorten zu sehen.

Die „Trachten des Schaumburger Landes“ im Museum „Amtspforte“ in Stadthagen waren das nächste Ziel. Die Museums-Leiterin Frau Susanne Slanina führte mit ihren Erklärungen der Trachten durch die Ausstellung.

Vor der Rückfahrt nach Bergkamen gab es dann zum Abschluss der Fahrt eine gemeinsame Kaffeetafel in einem Hofcafe in Obernkirchen-Gelldorf.

Das Rattenfängerspiel in Hameln.




250 kg schwere englische Fliegerbombe auf dem Bayer-Gelände entschärft

Im Zuge einer routinemäßigen Luftbild-Auswertung und einer anschließenden Oberflächendetektion ist bei der Firma Huntsman auf dem Gelände des Bergkamener Bayer-Standortes eine 250 kg schwere englische Fliegerbombe gefunden worden. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Arnsberg haben den Blindgänger heute am späten Nachmittag entschärft und den Zünder unter streng gesicherten Bedingungen vor Ort gesprengt.

Andreas Brümmer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst mit dem Zünder und dem entschärften Blindgänger. Foto: Bayer AG

 

Wegen der oberflächennahen Lage der Bombe hatte Bayer vorab in enger Abstimmung mit den Behörden sowie den ebenfalls am Standort ansässigen Firmen Lanxess und Huntsman umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen verabschiedet und umgesetzt. Unter anderem wurde rund um die Fundstelle eine mehrere Meter hohe Barriere aus mit Wasser gefüllten Seecontainern errichtet. In einem Radius von rund 250 m waren zudem vor der Entschärfung alle Personen evakuiert worden.

Bayer-Standortleiter Dr. Timo Fleßner dankte allen Beteiligten für ihr umsichtiges und professionelles Handeln: „Die Verantwortlichen der drei unmittelbar betroffenen Unternehmen sowie die Mitarbeiter von städtischem Ordnungsamt und Bezirksregierung Arnsberg haben im Vorfeld und während des Einsatzes vorbildlich zusammengearbeitet und die Situation jederzeit unter Kontrolle gehabt.“

Der Blindgänger steckte in nur einem halben Meter Tiefe im Erdreich. Dadurch waren spezielle Sicherheitsmaßnahmen erforderlich, die von den erfahrenen Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes angeregt und abschließend genehmigt wurden. Das in Hagen stationierte Team um den Technischen Einsatzleiter Karl-Friedrich Schröder entschärft jährlich durchschnittlich rund 150 Spreng- und Splitterbomben mit einem Gewicht von mehr als 50 kg.

 




Serie „Zurück zur Natur“ – Heute: Bauen in der freien Landschaft

Familien entdecken das Kleingärtnern neu für sich, Flüsse wie die Seseke und die Lippe werden renaturiert, Erholungssuchende erfreuen sich an Streuobstwiesen und Hecken, in denen jede Menge Leben steckt: „Zurück zur Natur“ lautet ein Motto, das erfreulich aktuell ist – und nicht nur der Natur, sondern auch den Menschen gut tut.

Der Kreis Unna ist schön (hier die Lippeauen mit dem Nauturfreibad Heil) – und das soll auch so bleiben. Deshalb gibt es beim Bauen in der freien Landschaft strenge Regeln. Foto: Hans Blossey – Kreis Unna

Denn in einer Zeit, in der sich vieles beschleunigt, wollen sich viele etwas Ursprünglichkeit zurückholen. Und das klappt in der Natur gerade im Sommer am besten. In der Serie „Zurück zur Natur“ zeigt die Untere Naturschutzbehörde viele Beispiele auf, wie Naturschutz im Kreis Unna gelebt wird. Praktische Tipps inklusive.

Der Naturschutz hat im Kreis Unna übrigens einen besonderen Stellenwert – denn wer am Wochenende mal schnell raus aus der großen Stadt und hinein in die freie Landschaft will, der sucht sich häufig ein grünes Plätzchen im Kreisgebiet aus. Ob zum Spazierengehen, zum Angeln, zum Reiten, Kanu fahren oder zur Radtour: Wo viele unterschiedliche Interessen mit der Umwelt in Einklang gebracht werden wollen, sind gerade hier klare Spielregeln für den Umgang mit der Natur von Nöten.

Diese Regeln hat der Kreistag des Kreises Unna nach umfangreichen Bürgerbeteiligungen in seinen Landschaftsplänen festgelegt. Die Landschaftspläne setzen Schutzgebiete wie Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete fest.

Wer unter www.geoservice.kreis-unna.de in der Kartensteuerung „Natur und Landschaft“ anklickt, sieht, wo diese Gebiete liegen und was in diesen Gebieten erlaubt oder zum Schutz von Natur und Landschaft verboten ist.

Heute: Bauen in der freien Landschaft

Nicht auf Sand gebaut, aber in der freien Landschaft: Das kann schnell auf dasselbe herauskommen. Denn ob Schuppen, Gartenlaube oder Gitterzaun – erlaubt ist nicht überall, was gefällt. „Das gilt vor allem im Landschafts- und Naturschutzgebiet“, erklärt Peter Driesch, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Unna.

Wer in der freien Landschaft des Kreises Unna spazieren geht, stößt dort auf zahlreiche Bauten. Alte, zum Teil wunderschöne und malerisch gelegene Höfe prägen das Landschaftsbild. Mancherorts sticht aber auch etwas ganz anderes ins Auge: Zusammengezimmerte Schuppen, Lagerplätze oder Grillhütten sind keine Seltenheit. Vieles muss vom Bauherren umgehend wieder abgerissen werden.

„Insbesondere zum Schutz des Landschaftsbildes ist es in Landschafts- und Naturschutzgebieten verboten, bauliche Anlagen zu errichten, selbst wenn diese keiner Baugenehmigung bedürfen“, klärt Peter Driesch auf. Unter dieses Verbot fallen nicht nur Häuser und Ställe, sondern z.B. auch Gartenhütten, Lagerplätze, Reitplätze und Zäune. Ortsübliche Weidezäune sind erlaubt.

Von diesen Verboten kann die Naturschutzbehörde unter bestimmten Umständen eine Ausnahme machen und eine Genehmigung erteilen. „Diese Regel gilt insbesondere für Landwirte, die ihre Gebäude ausschließlich im Außenbereich errichten können“, unterstreicht Driesch. Neue Bauten in der freien Landschaft müssen dabei in der Regel durch Sträucher eingegrünt werden, damit die Schönheit der Landschaft im Kreis Unna auch für nachfolgende Generationen noch erlebbar bleibt. PK | PKU




Unbekannter stiehlt 83-jährigen Frau die Geldbörse und hebt Bargeld ab

Öffentlichkeitsfahndung der Kreispolizei Unna.

Am 11. November 2016 entwendete ein unbekannter Täter die Geldbörse einer 83-jährigen Unnaerin aus deren Einkaufstasche, während diese gerade in einem Discountmarkt an der Hansastraße einkaufte. Anschließend hob ein noch unbekannter männlicher Täter mit der im Portemonnaie enthaltenen Debitkarte der Seniorin Bargeld an einem Geldautomaten ab.

Auf Beschluss des Amtsgerichts Dortmund veröffentlicht die Polizei nun ein Foto des Geldabhebers. Wer kennt den abgebildeten Mann? Hinweise bitte an die Polizei in Unna unter der Rufnummer 02303 921 3120 oder 921 0.




Staatssekretärin lobt KI Kreis Unna: In Sachen Integration ganz vorn

Sie sucht den Austausch mit den Fachleuten in den Kommunalen Integrationszentren (KI) und tourt deshalb derzeit durchs Land. Freitag machte die Staatssekretärin für Integration, Serap Güler, Station beim KI Kreis Unna an der Schulstraße in Bergkamen-Weddinghofen.

Staatssekretärin Güler (Mitte) informierte sich im Gespräch mit Landrat Makiolla, KI-Leiterin Raupach (3.v.r.) und Sozialdezernent Göpfert (hinten) über die Arbeit des KI Kreis Unna. Foto: Constanze Rauert – Kreis Unna

Der Austausch war ebenso offen wie rege und vielschichtig. Das wundert nicht. Schließlich verfügt das aus der RAA weiterentwickelte KI Kreis Unna über eine aus fast 30-jähriger Erfahrung erwachsende hohe Kompetenz in Sachen Integration.

Das war schon 2007 dem damaligen Integrationsminister und heutigen NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet bei der vierten Integrationskonferenz im Kreis aufgefallen, dies bleib natürlich auch Staatssekretärin Serap Güler nicht verborgen.

„Für die bessere Vernetzung der Integrationsarbeit vor Ort sind die Kommunalen Integrationszentren wie das im Kreis Unna unverzichtbar“, zog die Landespolitikern zum Abschluss der Gesprächsrunde mit Landrat Michael Makiolla, Sozialdezernent Torsten Göpfert und KI-Leiterin Marina Raupach Bilanz.

Güler verwies auf ihren bereits zu ihrer Zeit als Landtagsabgeordnete gewonnenen guten Eindruck von der Arbeit der KIs im Land und betonte, dass „die Landesregierung nicht von Düsseldorf aus in die Arbeit vor Ort hineinregieren“ werde. Sie sicherte gleichzeitig die weitere finanzielle und personelle Unterstützung des Kommunalen Integrationszentrums Kreis Unna zu.

Zuvor hatte Landrat Makiolla herausragende Aktivitäten des KI vorgestellt. Dabei hob er nicht nur die erfolgreiche Sprach- und Elternbildung mit den Programmen Griffbereit und Rucksack hervor. „Ein besonderes Augenmerk richten wir außerdem auf die im Kreis wirklich hervorragend funktionierenden ehrenamtlichen Engagements.“

Staatssekretärin Serap Güler unterstrich, dass eine gelungene Integration von Menschen mit Einwanderungsgeschichte ein wichtiges Anliegen der CDU-/FDP-Landesregierung sei und die Kommunalen Integrationszentren dabei wichtige Partner.

Mehr als nur einen Satz fand die Staatssekretärin für Integration für das vom KI Kreis Unna in Abstimmung mit der Schulaufsicht gewählte Verfahren, Kinder und Jugendliche aus anderen Ländern in einer ihrem Wissensstand entsprechenden Regelklasse beschulen zu lassen (Go-In-Projekt). „Was das beste Verfahren ist, sollte vor Ort entschieden werden“, so Güler. Damit bezog sich die Staatssekretärin für Integration auf den CDU-/FDP-Koalitionsvertrag, der grundsätzlich Auffangklassen vorsieht.
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