„kunstwerkstatt sohle 1“ lädt Sonntag zur Vernissage ein: Obergeschoss der Galerie frisch renoviert
Die Vorbereitungen für die Eröffnung der Wegmarkenausstellung „Weg“ der „kunstwerkstatt sohle 1“ am kommenden Sonntag, 2. Juli, um 11 Uhr in der städt. Galerie „sohle 1“ laufen auf Hochtouren. Es ist auch die erste Bewährungsprobe für das Obergeschoss der Galerie, das bereits renoviert worden ist.
Auch das ist eine Kunst: Die Bilder und die anderen Exponate so in den Räumen der Galerie zu platzieren, dass sie ein aussagekräftiges Gesamtbild ergeben.
Empfangen werden die Besucher der Ausstellungseröffnung der Jahresausstellung „Wegmarke“ von der Bergkamener Künstlergruppe „kunstwerkstatt sohle 1“ von Klängen aus dem Hintergrund. Poetry-Slam zum Thema Steine/Weg wird zu hören sein, verfasst, zusammengestellt und aufgenommen vom Literaturkurs „Schreiben“ des Städtischen Gymnasiums Bergkamen unter Leitung von Matthias Fahling.
Im noch nicht renovierten Erdgeschoss der Galerie dürfen die Gäste dann durchaus einem ersten Blick auf die ausgestellten Werke werfen, aber auch selbst (künstlerisch) tätig werden … – auf einer ausgewiesenen „Baustelle“ frei nach der Erkenntnis Johann Wolfgang von Goethes „auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen“.
Eröffnet wird die Ausstellung dann in guter Tradition im Obergeschoss, welches schon in neuem Glanz erstrahlt. Bürgermeister Roland Schäfer, Galerieleiterin Simone Schmidt-Apel, Dieter Treeck und Mona Lichtenhof und Partner werden dort die weitere Einstimmung auf das Thema „Weg“ und die Eröffnung vornehmen. Da es die Ausstellung im Jubiläumsjahr ist, hofft die Kunstwerkstatt natürlich ganz besonders auf regen Zuspruch. Auch wird der Jubiläumskatalog zu diesem Termin erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Erhältlich ist er für 20:00 €, die Auflage ist streng limitiert auf 200 Stück. Die weiteren Verkaufstermine sind zu den Folgeveranstaltungen: Finissage (20.8., 11:00 Uhr), Jubiläumsfest (2./3.9.) im Hafen und zur Kunstlese (6./7.9.) an der Ökologiestation (falls noch Exemplare vorhanden).
Schüler der Gerhart-Hauptmann-Schule lernen in der Waldschule Cappenberg
Einen Unterricht der besonderen Art erlebten Schülerinnen und Schüler der Gerhart-Hauptmann-Schule. Der Schulranzen blieb zu Hause, stattdessen ging es mit einem Rucksack in ein großes, grünes Klassenzimmer: Die Schüler und Schülerinnen besuchten mit ihren Lehrerinnen Frau Grolka (Kl. 4 a) und Frau Presch (Kl. 4 c) die Waldschule Cappenberg. Gesponsert hat das Erlebnislernen die Abfallberatung der GWA – Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna mbH.
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Die Klasse 4 a mit Klassenlehrerin Simone Grolka .
ndreas Witte und Petra Westermann, Mitarbeiter der Waldschule, führten die Klassen durch den Wald und durch das umweltpädagogische Programm. Bei sehr gutem Wetter hatten die Kinder sichtlich ihren Spaß bei der spielerischen Erforschung des Waldes. Ausgestattet mit Becherlupen schwärmten sie in kleinen Gruppen immer wieder aus. Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: Spinnen, Waldmistkäfer, und sogar eine Erdkröte wurden bestaunt. Manches Wesen war den Kindern bisher höchstens aus Büchern bekannt, nun konnten sie die Tiere in den eigenen Händen halten und bewundern. Selbstverständlich wurden alle Tiere wieder frei gelassen. Aufmerksam wurden auch die Waldregeln befolgt. So wurde z. B. das Pausenbrot – umweltfreundlich, da Abfall sparend – in wiederverwendbaren Brotdosen mitgebracht. Vereinzelt anfallende Verpackungsabfälle wurden eingepackt und mitgenommen, nichts blieb im Wald zurück.
Die Frage, was denn eigentlich mit den vielen Blättern im Wald geschieht, führte schließlich zum wichtigen Thema Kompostierung. So erfuhren die Kinder Wissenswertes über die im Waldboden lebenden Mikroorganismen, wie mit deren Hilfe das Laub kompostiert wird und daraus wertvoller Humus entsteht. Ein Vergleich mit der Kompostierung der in der Biotonne gesammelten organischen Abfälle aus Küche und Garten am Fröndenberger Kompostwerk rundete das Thema ab. Zur Vor- und Nachbereitung erhielten die Klassen von der GWA ein umfangreiches Paket mit Informations- und Arbeitsmaterialien. Seit über 15 Jahren arbeitet die GWA-Abfallberatung mit der Waldschule zusammen, um das Thema den Schülern spielerisch zu vermitteln. Jährlich werde kreisweit bis zu 30 Schulklassen ein Besuch der Waldschule finanziert, erläutert Regine Hees von der GWA.
Auch im nächsten Jahr bietet die GWA-Abfallberatung einen erlebnisreichen Besuch zum Thema „Kompostierung“ in der Waldschule für 30 Schulklassen an. Interessierte Schulen können sich bereits jetzt bei der GWA-Abfallberatung am Infotelefon unter 0 800 400 1 400 (gebührenfrei) vormerken lassen.
Atemschutzgeräteträger-Lehrgang der Feuerwehr abgeschlossen
An diesem Wochenende schloss weiterer Atemschutzgeräteträger-Lehrgang seine Ausbildung ab und die Freiwilligen Feuerwehren Bergkamen, Selm und Werne können sich über 12 neue Feuerwehrleute freuen, die sich dieser aufwendigen und anstrengenden Ausbildung unterzogen haben.
Körperliche Belastung spielt im Atemschutzeinsatz eine große Rolle. Hier werden Liegestütze mit Filtergeräten geübt. Die Filter haben einen großen Atemwiderstand und machen das Atmen erheblich schwerer.
Das vergangene Wochenende stand dabei unter dem Aspekt von Übungen sowie den schriftlichen und praktischen Prüfungen – unter anderem in der Atemschutz-Übungsstrecke im Feuerwehr-Servicezentrum des Kreises Unna. Dass alle die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, spricht für das Engagement der Feuerwehrfrauen und -männer, die von jetzt an in der Lage sind, Feuer aus nächster Nähe zu bekämpfen.
Kinderzeltlager mit den Pfadfindern: Es geht auch ohne Eltern und Handy
Zum fünften Mal hatten die Bergkamener Pfadfinder vom Stamm Pendragon und das Kinder- und Jugendbüro zum Kinderzeltlager am vergangenen Wochenende kurz vor Beginn der Sommerferien eingeladen. Es hätte auf dem Pfadfindergelände an der Erich-Ollenhauer-Straße eine richtig runde Sache werden können, wenn Petrus bis zum Schluss mitgespielt hätte.
Alternative zum Handy: Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?
Doch Regen macht Pfadfindern, der in der Nacht auf Sonntag reichlich fiel, nichts aus. Zudem stand den 28 Mädchen und Jungen für das abschließende Frühstück und die letzten Aktivitäten ein großes Versammlungszelt zur Verfügung.
Ein Besuch bei der Gruppe am Samstag machte deutlich: Ohne Eltern, die allenfalls die Zelte für die Nacht auf dem Pfadfindergelände auf- und abbauen durften, geht es auch – jedenfalls für ein verlängertes Wochenende. Tabu war die auch schon bei Kindern beliebte Elektronik. Es gebe im Zeltlager nur ein Notfall-Handy, berichtet Pia Stork von den Pfadfindern. Dafür lernten die jungen Teilnehmer Spiele kennen wie „Fischer, Fischer: Wie tief ist das Wasser?“. Sie hatten dabei mächtig Spaß.
Diesmal lautete das Motto dieses Zeltlagers „Indianer“. Den entsprechenden Kopfschmuck und die selbst bemalten Indianer-T-Shirt stellten die Kinder bereits kurz nach der Ankunft selbst her. Beim Geländespiel am Samstag ging es dann auch um einen Totem, den es zu beschützen galt. Ein Lagerkino, der Besuch des Hallenbads in Bönen sowie Stockbrot-Backen und Singen zur Gitarre waren weitere Programmpunkte.
Von den rund 120 Kindern, die an den vier vorausgegangenen Zeltlagern teilgenommen hatten, ist nur eins ein Pfadfinder geworden, wie „Häuptling“ Pia berichtet. Die Mitglieder des Stamms Pendragon engagieren sich ehrenamtlich vor allem deshalb, um den Mädchen und Jungen ein spannendes Wochenende zu bereiten, dass sie nicht so schnell vergessen werden.
Wenn nichts dazwischenkommt, wird es auch 2018 auf dem Pfadfindergelände an der Erich-Ollenhauer-Straße das dann 6. Kinderzeltlager in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt geben.
Bürgerinitiative „Pro L 821n“ ruft zur Kundgebung am Mittwoch vor der Ratssitzung auf
Die Bürgerinitiative „Pro L821n“ wirbt für den Bau der Ortsumgehung Oberaden/Weddinghofen nicht nur durch zahlreiche neue Schilder an Kamp- und Schulstraße, sondern lädt außerdem am kommenden Mittwoch, 28. Juni, um 16 Uhr vor der Sitzung des Stadtrats zu einer Kundgebung am Rathaus ein. Ausdrücklich weist die Bürgerinitiative darauf hin, dass Interessierte diese Ratssitzung, die um 17.15 Uhr beginnt, auf der Besuchertribüne verfolgen können.
Klar ist, dass die große Mehrheit des Stadtrats für den Bau der L 821n ist und dies auch in einer Stellungnahme an das Land zum Ausdruck bringen wird. Strittig zwischen SPD und CDU ist aber, ob in diese Stellungnahme weitere Forderungen aufgenommen werden sollen. Während die Union darauf verzichten will, weil sie meint, dass dadurch die L 821n in den Landesstraßenausbauplan für 2018 sicherer aufgenommen wird, stützen die Sozialdemokraten den von der Verwaltung formulierten Forderungskatalog.
Konkret geht es um diese Passage:
„Der Rat der Stadt Bergkamen fordert das Land auf, für den Fall der Realisierung der L 821n
mit dem Bau erst zu beginnen, wenn der erforderliche Grunderwerb zu 100 % gesichert ist,
eine Fortschreibung des LPB (Landschaftspflegerischen Begleitplans) zur L 821n durchzuführen, da der Planfeststellungbeschluss bereits aus 2008 stammt,
mit Freigabe der Ortsumgehung die Herabstufung der L 821 zwischen K 16 und L 654 zur Kreisstraße durchzuführen,
mit Freigabe der Ortsumgehung die Herabstufung der L 664 zwischen Werner Straße (B 233) und L 654 (Lünener Straße) zur Kreisstraße durchzuführen,
Fördermittel / Baukostenzuschüsse für den Umbau der Jahnstraße / Kampstraße / Schulstraße zur Erhöhung des Verkehrswiderstands für den neuen Straßenbaulastträger (nach vg. Herabstufung der Straße) bereit zu stellen; die Umgestaltung ist mit der Stadt Bergkamen abzustimmen,
die Einwilligung zu verkehrsrechtlichen Anordnungen von Tonnagebegrenzungen (max. 7,5 t) beider Ortsdurchfahrten zuzusagen.“
Johannisfeuer entflammt in Weddinghofen wieder ein großes Miteinander
Wer in der „Bimmelbahn“ einen Platz ergattern will, muss schnell sein. Die Warteschlange ist lang, um in einem der „Waggons“ zu sitzen und mit dem Trecker eine Runde um den Festplatz zu drehen. Auch am Eishockey-Tor will jeder einmal den Puck bearbeiten. Die Zuckerwatte ist der Renner und für die Fantasiebemalung oder das Entenangeln müssen schon fast Wartenummern gezogen werden. Rund um das Johannisfeuer ist am Sonntag auf dem Festplatz an der Berliner Straße Volksfeststimmung ausgebrochen.
Es wird nachgelegt für das Johannisfeuer auf dem Festplatz an der Berliner Straße.
Heiß begehrt: Kunstvolle Gesichtsbemalung.
„Ich bin richtig stolz auf die Weddinghofener“, sagt Christian Weischede vom Verein „Wir in Weddinghofen“ und lässt den Blick über die Menschenmengen schweifen. Mit wenigen Mitstreitern hat es vor Jahren in einem Hinterzimmer begonnen und die meisten waren der Ansicht, „dass man sowieso nichts ändern kann“. Pustekuchen. „Wenn man sich heute hier umschaut, sieht man sehr wohl, dass Veränderungen möglich sind“, ist der Vorsitzende fest überzeugt. Seine Idee, die Menschen einfach wieder zusammen zu bringen, damit sich Nachbarn, Freunde und auch völlig Unbekannte treffen und austauschen können, hat jedenfalls funktioniert. Und bewegt hat die neue Gemeinschaft auch einiges.
Diese beiden Hunde vom Verein „Bella Luna“ haben schon ein Zuhause gefunden.
Der Verein „Bella Luna“ konnte beispielsweise beim letzten Johannisfeuer drei Hund in Weddinghofen vermitteln. Tiere, die zum Teil ein dramatisches Schicksal hinter sich hatten. Manchmal rufen Anwohner an, wenn sie ein vernachlässigtes Tier entdecken. Manchmal ist es auch die Polizei, die den Verein um Hilfe bittet. Scheidungswaise, aus schlechter Haltung oder missbraucht als Zuchtmaschinen: „Es gibt so viele Gründe, warum die Hunde bei uns stranden und ein neues Zuhause suchen“, schildert Jutta Liebscher. Seit 2012 gibt es den Verein in Bergkamen, 27 Aktive und 56 Mitglieder engagieren sich hier nicht nur für Tiere aus Bergkamen, sondern auch bis ins Ruhrgebiet und Münsterland hinein in enger Zusammenarbeit mit Tierschutzvereinen und mit bis zu 36 Pflegestellen. Am Samstag ist es nur die dreijährige Boxerhündin „Leni“, die ein neues Zuhause sucht, weil ihre Besitzer nicht mehr mit ihr klarkommen.
Mit Kochgruppen oder Tierschutz etwas bewegen
Lecker: Die Produkte der neuen Kochgruppe des Männervereins munden vorzüglich.
Klaus Schulze verteilt eifrig Ess-Strohhalme, mischt sich unter eine aufgeregte Gruppe von Kundinnen und beobachtet, wie sich nach dem ersten Bissen ein begeistertes Lächeln auf ihren Gesichtern breit macht. Seine „Himmelssahne“ kommt gut an, sogar das Rezept soll er ihnen mitgeben. Erst im Frühjahr hat sich seine Kochgruppe beim Männerverein in Weddinghofen formiert. Männer und Frauen binden sich hier alle zwei Monate die Schürzen um und zaubern in der Küche des Lutherhauses leckere Kreationen. Am kommenden Freitag geht es in den Garten und an den Steinofen, um Pizza neben der Glut zu backen. Ideen hat Klaus Schulze viele, denn er hat nicht nur Bäcker gelernt, sondern auch bei der Bundeswehr bis zu 600 Menschen bekocht. Die 10 Köche in der Kochgruppe freuen sich über neue Mit-Köche.
Vollgas beim „Airbag-Run“ der Mini-Highlandgames.
Genau so soll es sein. Sich bekannt machen, neue Mitstreiter finden: Die Feste, die „Wir in Weddinghofen“ initiiert, sollen etwas bewegen. „Wir machen das auch für den Nachwuchs, damit die nächsten Generationen sehen, dass sich Engagement lohnt“, sagt Christian Weischede. Auch aus den Festen heraus soll etwas entstehen. Der Erlös soll ein Nistkästen-Projekt von einer Idee in konkrete Aktivitäten mit Schulen und Kindergärten verwandeln. Die Kästen eventuell gemeinsam bauen, aufhängen und im kommenden Jahr kontrollieren, das schwebt dem NABU vor. Außerdem wünscht sich Christian Weischede, dass in Weddinghofen künftig kein Kind mehr außen vor stehen muss, wenn die Kosten für gemeinsame Fahrten und Ausflüge in Schulen und Kindergärten nicht zu bezahlen sind.
Das Feuer mit der Handpumpe bändigen
Mit der Handpumpe wird der trockene Rasen gewässert, damit das Johannisfeuer dort bleibt, wo es ist.
Die Feuerwehr hat 4.000 Liter Wasser im Löschfahrzeug dabei, denn es ist trocken nach der Hitze und das Johannisfeuer ist zwar übersichtlich, aber auch gefährlich. Ständig hat ein Feuerwehrmann die Flammen im Blick. Regelmäßig wird mit einer Handpumpe der Rasen rundherum nass gespritzt. Direkt dahinter sind die Gesichter der Kinder aus ganz anderen Gründen nass. Bei den „-Mini-Highlandgames“ wollen kleine Fässer gerollt, Hufeisen geworfen, Airbags geschleppt werden und es gilt, mit Holzlatten zu rennen. Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was am 1. und 2. Juli die „großen“ Highlander auf dem Brauhof Wilshaus bewältigen müssen.
Wieder das beliebteste Highlight: Die „Bimmelbahn“ zog mit dem Trecker ihre Bahnen.
Im kommenden Jahr wird es kein Johannisfeuer geben. Dann feiern die Weddinghofener wieder ihr Dorfabitur. Der zweijährige Rhythmus soll beigehalten werden, in dem sich die beiden „Highlights“ gegenseitig abwechseln. „Dann ist die Freude auf die jeweilige Veranstaltung noch größer“, meint Christian Weischede. Einstweilen steht der Festplatz ohnehin im Mittelpunkt von Bebauungsplänen in Weddinghofen. „Die Stadt hat versprochen, dass eine Festwiese mit eingeplant ist und wir uns mit Wünschen einbringen können“, so Weischede. Er ist optimistisch, dass die Weddinghofener auch weiterhin hier ihr Johannisfeuer zusammen mit vielen Vereinen aus dem Stadtteil entfachen können. Dann hat vielleicht auch der Verein Zuwachs bekommen, denn: „Neue Mitstreiter können wir immer gut gebrauchen, weil wir haben noch viel vorhaben – als nächstes einen guten Auftritt im digitalen Netz.“
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Uraufführung des ersten Ökumenisches Chorprojekt „Missa 4 you(th)“ am Sonntag in der Martin-Luther-Kirche
Warum nicht im Lutherjahr alle Chöre und Musiker aus dem Pastoralverbund Bergkamen und den beiden evangelischen Kirchengemeinden in einem musikalischen Großprojekt vereinen? Diese Idee ging Dr. Hans-Christian Tacke, Kantor in der evangelischen Friedensgemeinde Bergkamen, nicht aus dem Kopf und schaute nach einem geeigneten Werk.
Ausgehend vom Repertoire seines Chores „GospelCrossover“ sei er auf das Kyrie von Tjark Baumann von 2005 gestoßen, „dass mich direkt ansprach“, erzählt
Bei den Proben begleitete Dr. Hans-Christian Tacke die Sängerinnen und Sänger des ökumenischen Chorprojekt am Klavier. Fotos: Plamper
. Nach einigen Recherchen fiel ihm dann das gesamte Messoratorium von Baumanns 2015 entstandene „MISSA 4 You(th) in die Hände. Morgen, Sonntag, 25. Juni 2017, ist nun die Premiere. Sie findet im Rahmen einer musikalischen Abendandacht um 17 Uhr in der Oberadener Martin-Luther‐Kirche statt. „Das Werk ist bisher immer mit Klavier und einer Bandbesetzung, bestehend aus Keyboard, E-Bass, Sopransaxophon und Drumset aufgeführt worden“, erklärt der Kantor. So sei die Premiere gleichwohl auch eine Uraufführung. Die zweite Präsentation ist innerhalb der Sonntagsmesse am 9. Juli 2017 um 11.30 Uhr in der katholischen St.-Elisabeth-Kirche geplant.
„Das Lutherjahr ist nach meinem Verständnis eine ökumenische Herausforderung, sich mit den konfessionellen Aufsplitterungen nicht dauerhaft abzufinden. Deshalb liegt es nahe, sowohl evangelische als auch katholische Chöre einzubinden“, begründet Tacke sein Engagement. Zudem bilde das Messordinarium auch die Grundlage für die Gottesdienste beider Konfessionen.
„Bei der „Missa 4 you(th) handelt es sich um einen komplett vertonten Messzyklus.“ Die Besonderheit des Ordinariums sei, dass es einerseits stilistisch unterschiedlicher Popularmusikstile entspreche, sich aber andererseits an formalmusikalischen Merkmalen klassischer Vertonungen anlehne. „Das spricht junge und gestandene Chorsänger gleichermaßen an.“ Die Kombination aus zeitgenössischen Texten deutscher Lieder bei Messordinarium, sei auch zur Zeit des Reformators Grundgerüst gottesdienstlicher Praxis gewesen. „Der lateinische Text ist, im Vergleich etwa zu englischen Texten, ebenfalls generationenübergreifend gut umzusetzen und gleichwohl zu vermitteln. Außerdem präsentiert die flexible Besetzung, die in der großen Version vierstimmig konzipiert ist, einen Chorsatz mit zwei Sopran, einer Alt- und einer Baritonstimme“, so der Kantor. Diese Besetzung komme den heute an Männerstimmen mangelnden Kirchenchören entgegen.
Dr. Hans-Christian Tacke ist seit 2015 hauptamtlicher Kantor in der evangelische Friedensgemeinde Bergkamen und kennt inzwischen die kirchenmusikalischen Gegebenheiten in der Stadt gut. „Es gibt zwei evangelischen Kirchengemeinden mit insgesamt zwölf kirchenmusikalischen Gruppen. Darunter sind auch zwei Posaunenchöre und eine Gitarrengruppe“, erzählt er. Zudem gebe es im katholischen Pastoralverbund Bergkamen zwei Kirchenchöre. Die Vokal‐ und Instrumentalchöre sind über die konfessionellen Prägungen hinaus alle sehr unterschiedlich in ihrem Charakter und dem Repertoire, das sie musizieren. Die Bandbreite reiche vom reinen Gospelchor bis zum traditionellen Kirchenchor.
„Im vergangenen Jahr erzählte mir Dr. Tacke von seinem Plan eines ökumenischen Musikprojekts“, erinnert sich Cornelia Fork, Chorleiterin des Kirchenchors „Kreuz&Quer“ in der katholischen Kirchengemeinde St. Barbara in Bergkamen-Oberaden. „Da mir Ökumene immer wichtiger zu werden scheint, bin ich, nachdem ich meinem Chor davon berichtet hatte und damit schon mal katholische Sänger gewonnen hatte, gerne dabei.“ Danach habe sie auch bei dem zweiten Chor im Pastoralverbund, dem „Katholischen Kirchenchor St. Elisabeth/Herz Jesu“, erfolgreich angefragt, ob Interesse bestehe, an dem Projekt teilzunehmen. Wo kann man Ökumene besser Ausdruck verleihen und ihr eine Sprache geben, als in der Musik?! Die Musik spricht den ganzen Menschen an. Und geht direkt, ohne Umwege, ins Herz, Ich freue mich, dass durch dieses ökumenische Projekt überkonfessionelle Kontakte entstanden sind.“
Geprobt wurde wöchentlich in sogenannten „offenen Proben“ und mehreren Gemeinschaftsproben. „Meine Aufgabe bestand in erster Linie darin, meinen Chor auf die beiden Aufführungstermine vorzubereiten“, erklärt Fork. Bei den Gemeinschaftsproben begleitete sie zudem den Chor am Klavier.
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Gemeinsam vereint die „Missa 4 you(th) unter der Gesamtleitung von Dr. Hans-Christian Tacke die Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten aus folgenden Chören und Ensembles:
GospelCrossOver der Ev. Friedenskirchengemeinde unter der Leitung von Dr. Hans-Christian Tacke
Evangelischer Kirchenchor Rünthe der Martin‐Luther‐Kirchengemeinde Bergkamen
Katholische Chorgemeinschaft St. Elisabeth/Herz Jesu aus Bergkamen‐Mitte und Rünthe Katholischer Kirchenchor St. Barbara Bergkamen-Oberaden „Kreuz&Quer“ unter der Leitung von Cornelia Fork
Einzelsängerinnen und -sänger aus Bergkamen, Kamen und Bönen
Sängerinnen und Sänger des Projektchores Ahlen unter der Leitung von Larissa Neufeld)
Posaunenchor der Friedenskirchengemeinde unter der Leitung von Sandra Horn
A-Orchester des Bachkreises am Gymnasium Bergkamen unter der Leitung von Bettina Jacka und Dorothea Langenbach
(elp)
Grundschüler entdecken Westfalen-Lippe: Sparkasse Bergkamen-Bönen versorgt alle Drittklässler mit dem Westfalen-Rätselbuch
Grundschüler in Bergkamen und Bönen entdecken jetzt Westfalen-Lippe, weil die Sparkassealle Drittklässler wie hier an der Schillerschule mit dem Westfalen-Rätselbuch versorgt.
Die Drittklässler der Bergkamener Schillerschule freuen sich über das Westfalen-Rätselbuch, das ihnen die Sparkasse jetzt geschenkt hat.
Was ist das eigentlich: Westfalen-Lippe? Wie heißen seine Städte und Flüsse? Welche Sehenswürdigkeiten, Denkmäler und Besonderheiten gibt’s hier zu sehen? Diese und viele andere Fragen beantwortet das neu aufgelegte Westfalen-Rätselbuch. Spielerisch gestaltet, machen Rätsel und Aufgaben Lust darauf, Westfalen-Lippe zu entdecken.
679 Drittklässler aus Bergkamen und Bönen erhalten in diesen Tagen von der Sparkasse Bergkamen-Bönen den Sonderdruck „Wir entdecken Westfalen. Mein lustiges Rätselbuch 2017“. Abgestimmt ist es auf den Lehrplan der dritten Klassen – das Thema Nordrhein-Westfalen steht an. „Dieses Buch zeigt Kindern, was die Region ausmacht. Wenn sie es aufschlagen, öffnen sie eine westfälische Wundertüte. Diese Idee unterstützen wir als Geldinstitut, das sich der Region besonders verbunden und verpflichtet fühlt, gerne“, erläutert Michael Krause, Leiter Marketing / Vertrieb der Sparkasse Bergkamen-Bönen, das Engagement.
Die Sparkassen in Westfalen-Lippe, die Westfalen-Initiative und der Coppenrath Verlag machen diese Aktion möglich. 2011, 2013 und 2015 haben sie bereits über 250.000 Schüler mit dem Rätselbuch begeistert. Mittlerweile liegt das Buch in der vierten Auflage vor. Mithilfe der Sparkassen, der Schulämter und der Schulträger werden die Hefte an alle 90.000 Drittklässler in den drei Regierungsbezirken verschenkt. Die drei Partner wollen mit dieser Aktion die Identifikation mit der Region stärken.
Auf 28 Seiten erforschen die Kinder die sagenhafte Atta-Höhle in der Nähe von Attendorn, sie fahren gemeinsam mit Rudi Radl entlang der 100-Schlösser-Route, erforschen ein Römerlager in Haltern, besuchen das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund und erfahren mehr über das Wisentgehege Wittgenstein. Und selbstverständlich erhalten sie auch einen Überblick über die Orte in Westfalen-Lippe.
Ein Preisausschreiben rundet die Aktion ab. Schulklassen können nach Lösung eines Kreuzworträtsels an einem Gewinnspiel teilnehmen und Preise für die gesamte Schulklasse gewinnen: Ein Klassenausflug ins Deutsche Fußballmuseum in Dortmund, ein Klassenausflug ins Heinz-Nixdorf-Museums-Forum in Paderborn, Geld für die Klassenkasse oder Bücher.
Interesse war groß: Informationsveranstaltung zur Finanzierung eines Pflegeheimplatzes
Das Interesse an der Informationsveranstaltung des Bergkamener Seniorenbüro zur Finanzierung eines Pflegeheimplatzes am vergangenen Dienstag war groß:Trotz des sonnigen Wetters besuchten fast 50 Bürgerinnen und Bürger den Vortrag im Treffpunkt an der Lessingstraße.
Rund 50 Interessierte folgten dem Vortrag von Kerstin Solaße im Treffpunkt. Foto: Stadt Bergkamen
Viele Fragen konnten beantwortet werden: Was kostet es im Pflegeheim zu wohnen? Kann ich mir eine Heimversorgung überhaupt leisten? Wie prüfe ich meine Rechnung? Welche staatlichen Hilfen kann ich bekommen? Was hat sich durch das Pflegestärkungsgesetzt II wirklich verändert?
Der Vortrag dauerte eine Stunde. Das komplexe Thema wurde von der Referentin der Veranstaltung Kerstin Solaße, Juristin bei der gemeinnützigen Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA) e.V., anschaulich und verständlich dargestellt. Danach ging sie umfassend auf alle Fragen der Anwesenden ein und beantwortete jeder Besucherin und jedem Besucher die mitgebrachten Fragen. Bei komplizierteren, individuellen Problemen versprach Frau Solaße eine telefonische Beratung in den kommenden Tagen. Ihre Visitenkarten wurden gern entgegen genommen.
Die Informationsveranstaltung fand in Kooperation mit dem Seniorenbüro der Stadt Bergkamen statt. Eine umfangreiche Broschüre zu dem Thema war schnell vergriffen. Jedoch ist eine Nachbestellung bereits geordert und wird in Kürze im Seniorenbüro der Stadt Bergkamen bei Frau Scherney im Seniorenbüro kostenlos erhältlich sein.
Leisten-, Nabel- oder Narbenbruch – was tun?
Oberarzt Gordon Schramm
Schwachstellen in der Bauchwand begünstigen die Bildung von Nabel-, Narben-, oder Leistenbrüchen. Es entstehen Auswölbungen, so genannte Hernien, in die im besten Falle Fettgewebe, oft aber auch Teile des Darms rutschen.
Rund 170.000 solcher Hernien werden in Deutschland jährlich operativ behandelt, berichtete Oberarzt Gordon Schramm von der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Hellmig-Krankenhaus Kamen. Im Rahmen der beliebten Veranstaltungsreihe „Pulsschlag“, die die Klinik in Kooperation mit der VHS anbietet, wies er darauf hin, dass ein Bruch nicht immer gleich einen chirurgischen Eingriff nach sich ziehen muss.
Einem Arzt aber sollten Hernien sicherheitshalber immer vorgestellt werden. Spätestens wenn Schmerzen auftreten, sei es unverzichtbar, einen Chirurgen – eventuell auch Notarzt – aufzusuchen. Schmerzen können dadurch ausgelöst werden, dass Darmteile eingeklemmt werden, so dass weitere, oft lebensgefährliche Komplikationen drohen.
In Fachkliniken mit entsprechender Erfahrung wie dem Hellmig-Krankenhaus Kamen wird heute in vielen Fällen schonend und nachhaltig operiert mit Einsatz moderner Netze in minimalinvasiven Verfahren.
Mein Helm, mein Speer, mein Marschgepäck… – eine Wanderung zu den Spuren der Römer in Bergkamen
Die Ausrüstung eines römischen Soldaten war nur eines der Highlights, die den Lateinschülerinnen und -schülern des 6. Jahrgangs des Städtischen Gymnasiums Bergkamen am Mittwoch im Stadtmuseum Bergkamen geboten wurden.
Foto: Frederking&Heiling/SGB
Nach einer etwa vierzigminütigen Wanderung vom Gymnasium aus stieg die Gruppe unter der Leitung von Frau Frederking und Frau Heiling in eine Zeitmaschine und konnte zwei Stunden lang in der Ausstellung des Museums Kleidung und Ausrüstung eines römischen Soldaten testen, die im römischen Heer übliche Art Brunnen aus alten Weinfässern zu bauen kennenlernen und selbst unter einigem Kraftaufwand Getreidekörner zwischen zwei Steinen per Hand zu Mehl mahlen, denn der typische Legionär stärkte sich nach langem Marsch mit „Pulsum“, einem kräftigen Getreidebrei … Fleisch war rarer als es uns die vielen Wildschweine aus „Asterix und Obelix“ glauben machen.
Auch die Latrine, die Soldaten im Lager erwartete, konnten die Schüler aus der Nähe betrachten. Für verzogene Gesichter sorgte dabei die Information, wie genau der Toilettendienst aussah, den ungehorsame Soldaten als Strafe bekommen konnten.
Im Anschluss an die vielseitige Führung erwartete die Kinder dann ein Workshop, in dem sie in die Rolle eines Legionärs schlüpften, der auch für seine Freizeitgestaltung selbst erstmal handwerkliches Geschick beweisen musste: Es galt, ein tragbares Mühlespielfeld herzustellen und anschließend natürlich einem, auf jeden Fall erfolgreichen, Praxistest zu unterziehen.
Mit vielen neuen Eindrücken machten sich die Lateinschüler schließlich wieder auf dem Rückweg, kehrten dann in Ermangelung einer ausreichenden Menge „Pulsum“ kurz in der nahegelegenen Eisdiele ein, bevor es endgültig zurück zur Schule ging. Der Ausflug wird allen lange in guter Erinnerung bleiben. Den Mitarbeitern des Stadtmuseums bleibt uns Lateinern noch zu sagen: „Gratias vobis agimus!“ („Wird danken euch!“).