Au revoir, Hélène! – 17-jährige Französin lernte bei Bayer den deutschen Arbeitsalltag kennen
Deutschland als Wirtschaftsstandort. Die deutsche Arbeitswelt. Deutsch als relevante Sprache auf dem Arbeitsmarkt. All das lernte die 17-jährige Französin Hélène Stanley im Rahmen eines Praktikums bei Bayer in Bergkamen kennen. Der Kalender sorgte dafür, dass die Abiturientin am 31. Oktober und 1. November zudem zwei kirchliche Feiertage erlebte – und undeutsches Brauchtum wie Halloween.
Sina Krickhahn, Chemielaborantin im 2. Ausbildungsjahr, assistiert Hélène Stanley bei der Arbeit im Ausbildungslabor. Fotos Bayer AG
Lisa Puzicha, angehende Chemielaborantin im 2. Ausbildungsjahr, hatte Hélène während ihres Deutschland-Aufenthalts bei sich zu Hause aufgenommen – Freizeitprogramm inklusive. Neben einer Halloween-Party lernte der Gast aus Caen (Normandie), den Zoo in Münster, den Maxipark in Hamm und eine deutsche Kegelbahn kennen.
Bei Bayer waren die beiden jungen Frauen vor allem im Ausbildungslabor aktiv. „Wir haben den Wirkstoff von Aspirin hergestellt. Und ich habe eine Werksführung bekommen“, schildert Hélène in fehlerfreiem Deutsch. Nur ein kleiner Akzent verrät die Herkunft der jungen Französin, die auch fließend Englisch spricht. Kein Wunder: Der Vater ist Engländer. Der Onkel jedoch ist in Deutschland verheiratet.
„Ich habe zwei Cousins in München, mit denen ich mich gerne in ihrer Muttersprache austauschen möchte“, berichtet Hélène, die seit der 6. Klasse Deutsch lernt – mittlerweile in zehn Unterrichtsstunden wöchentlich. Ein Vierteljahr als Austauschschülerin in Chemnitz, Besuche in Berlin und Köln und natürlich bei der Familie in Bayern haben die Deutsch-Kenntnisse der Abiturienten perfektioniert.
Neben Lisa Puzicha (2. v. l.) standen Hélène Stanley (Mitte) weitere hilfsbereite Bayer-Auszubildende zur Seite.
Will sie nach dem Abitur, dem Baccalaurèat, auch einen Beruf ergreifen, bei dem sie Deutsch benötigt? „Nein, ich möchte Medizin studieren. Ich liebe Biologie und Chemie. Deshalb habe ich mich für das Praktikum bei Bayer beworben.“ Möglich gemacht hat den Aufenthalt in Bergkamen das Goethe-Institut in Paris, mit dem der Bayer-Standort bereits seit vielen Jahren kooperiert. Außerdem waren das Auswärtige Amt und die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer beteiligt.
Am Ende ihres Praktikums zieht Hélène Stanley eine erfreuliche Bilanz. Sie hat viel Neues erfahren und über die Größe des Bayer-Standortes ebenso gestaunt wie über den (für eine Französin) frühen Arbeitsbeginn. Und nicht nur das: „Ihr habt so viele lange Begriffe, die sich aus vielen Wörtern zusammensetzen. Zum Beispiel ‚Naturwissenschaften’. Französisch ist da unkomplizierter. Da heißt das einfach Sciences“.
Wasserfreunde schwimmen zum Abschluss des Trainingslagers in Bayreuth
In den diesjährigen Herbstferien gab es für einen Teil der Wasserfreunde TuRa Bergkamen keine Trainingspause, sondern ein Trainingslager im eigenen Bad. An vier Tagen in jeder Woche trainierten die Schwimmer vormittags etwa fünf Stunden, davon zwei im Wasser.
Die Teilnehmer des Lehrgangs: Lisa Weber, Jana Vonhoff, Saskia Nicolei, Kim Loreen Ptasinski, Kevin-Noah Kaminski, Ann-Kathrin Teeke, Maximilian Weiß, Felix Wieczorek und Tobias Jütte zu sehen.
In diesen zwei Wochen feilte Trainer Tobias Jütte gemeinsam mit seinen Schwimmern insbesondere an deren Technik. Zudem hatte Jugendwart Matthias Hilse einen Ausflug in den Landschaftspark Duisburg-Nord für den Mittwoch der ersten Woche organisiert und donnerstags ging es abends noch zum Bowlen nach Unna. In der zweiten Woche durften dann auch einige Nachwuchsschwimmer einmal in das Training der ersten Mannschaft reinschnuppern.
Am Freitagmorgen des letzten Ferienwochenendes fuhren acht Schwimmerinnen und Schwimmer zum Abschluss des Trainingslagers gemeinsam mit ihrem Trainer nach Bayreuth. Nach ihrer Ankunft nutzten sie den restlichen Freitag und den Samstag für gemeinsame Ausflüge z.B. auf die Sommerrodelbahn oder ins Stadtzentrum.
Am Sonntag nahmen sie dann am 21. Internationalen Bayreuther Schwimmfest auf der Kurzbahn teil. Kevin-Noah Kaminski, Saskia Nicolei, Kim Loreen Ptasinski, Ann-Kathrin Teeke, Jana Vonhoff, Maximilian Weiß und Felix Wieczorek erschwammen sich gemeinsam neun persönliche Bestzeiten. Da sie bei diesem sehr stark besetzen Wettkampf in Doppeljahrgängen und zum Teil offen gewertet wurden, kamen die TuRaner dieses Mal nicht in die Medaillenränge. Lisa Weber begleitete die Mannschaft, konnte aber aus gesundheitlichen Gründen dieses Mal nicht am Wettkampf teilnehmen.
Alles in allem war Tobias Jütte mit den Leistungen seiner Mannschaft sowohl im Trainingslager als auch beim Wettkampf wieder einmal sehr zufrieden. Und alle hatten zusammen natürlich auch eine Menge Spaß, sowohl beim Training als auch beim restlichen Programm.
SPD-Fraktion setzt sich für Attraktivierung des Studio Theaters ein
Die SPD-Fraktion wird sich auf der bevorstehenden Klausurtagung am kommenden Wochenende unter anderem ausführlich mit den Investitionen der kommenden Jahre befassen. Dabei steht auch das Studio Theater in der Albert-Schweitzer-Straße auf der Agenda der Genossen.
Das studio theater soll nach einer Forderung der SPD auf Vordermann gebracht werden.
„Es gilt, die Aufenthaltsqualität im Studio Theater insgesamt zu steigern. Neben energetischen Maßnahmen sind auch weitere Investitionen notwendig. Das Studio Theater soll auch in Zukunft seinem Anspruch als Aushängeschild für die hohe Qualität kultureller Veranstaltungen gerecht werden“, so Fraktionsvorsitzender Bernd Schäfer. Er macht deutlich, dass ein entsprechender Antrag zum Haushaltsplanentwurf seitens der SPD-Fraktion geplant ist. Am kommenden Wochenende werden die Fraktionsmitglieder über die Details beraten.
Nach Besuch des NRW-Landtags: Verhaltener Optimismus bei Befürwortern der Ortsumgehung L 821n
Verhalten optimistisch waren die Mitglieder der BI „Pro L821n jetzt!“ nach ihrem jüngsten Treffen am Freitag. Der Sprecher der BI Thomas Schauerte gab bekannt, wie der neuste Sachstand zum Bau der geplanten Umgehungstrasse L821n ist. Er berichtete, dass eine kleine Delegation mit Mitgliedern der Bürgerinitiative und der Bergkamener CDU-Fraktion zwei Tage vorher den NRW-Landtag besucht hatte.
Besuch im NRW-Landtag (v. l.): Gerd Miller, Gerhard Hejnowicz, Thomas Schauerte, Ina Scharrenbach, Hendrik Wüst, Marco Morten Pufke, Annette Adams
Der neue Verkehrsminister Hendrik Wüst und die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung Ina Scharrenbach erklärten gemeinsam den Fortschritt zum geplanten Bau der L821n. Verkehrsminister Hendrik Wüst gab mit den Worten „wir sind auf einem guten Weg“ ein deutlich optimistisches Stimmungsbild ab. Die Straße sei baureif und beide Minister würden sich stark dafür einsetzen, dass sie bereits im Dezember 2017 in das Landesstraßenausbauprogramm 2018 aufgenommen werde
„Anfang 2018 wird dann sicherlich die Stadtverwaltung offiziell informiert, sodass dem mehrheitlichen Beschluss des Bergkamener Rates vom Juni 2017 gefolgt wird und zeitnah der Baustart geplant werden kann, so BI-Sprecher Thomas Schauerte“. Alle angedachten Alternativen des Rates, der Stadtverwaltung, der Befürworter und der Gegnern der L821n seien nicht realisierbar. Die L 821n sei „alternativlos“, weil nach allen Prognosen der Pkw-Verkehr um 13 Prozent und der Lkw-Verkehr um 30 Prozent bis 2030 zunehmen werde.
Thomas Schauerte: „Diese Informationen wurden von den anwesenden lärmgeplagten Anliegern aus Oberaden und Weddinghofen mit Beifall begrüßt. Jetzt endlich ist die berechtigte Hoffnung, dass der drastisch zunehmende LKW Verkehr von den betroffenen Straßen verbannt werden kann. Der gemeinsame 40 jährige Einsatz der Anwohner und Politiker unserer Stadt für die Umgehungsstraße hat sich gelohnt. Eine günstigere „L821n-Gesamtkonstellation“ hat es in den vergangenen 40 Jahren nicht gegeben. Die CDU-Landesregierung wird hierbei sicherlich zum finalen Schlüssel für die Realisierung.“
Zwei Verkehrsunfälle mit zwei Schwer- und zwei Leichtverletzten auf der A1
Kurz hintereinander haben sich auf der A 1 in Fahrtrichtung Köln am Samstagmorgen (18. November) kurz vor der Ausfahrt Hamm/Bergkamen zwei Verkehrsunfälle ereignet. Dabei wurden mehrere Personen verletzt.
Foto: Feuerwehr Werne
Gegen 10.55 Uhr musste eine 51-jährige Frau aus Lüdinghausen ihr Fahrzeug auf der linken Fahrspur der A 1 in Fahrtrichtung Köln verkehrsbedingt abbremsen. Eine 50-jährige Frau aus Bersenbrück (Landkreis Osnabrück) bemerkte dies, konnte ihr Auto ersten Erkenntnissen zufolge aber offenbar nicht mehr rechtzeitig abbremsen. Zwischen den Anschlussstellen Hamm-Bockum/Werne und Hamm/Bergkamen kam es zum Auffahrunfall. Dabei wurden beide Fahrerinnen leicht verletzt.
Nur 100 Meter hinter dieser Unfallstelle kam es direkt im Anschluss zu einem weiteren Unfall. Hier war ein 19-Jähriger aus Ratzeburg (Mecklenburg-Vorpommern) auf dem linken Fahrstreifen unterwegs. Ersten Erkenntnissen zufolge bemerkte er den sich vor ihm stauenden Verkehr offenbar zu spät. Trotz Abbremsens kollidierte sein Auto zunächst leicht mit dem eines vor ihm fahrenden 20-Jährigen aus Lotte. Dieser hatte sein Fahrzeug jedoch aufgrund des Staus bereits stark nach links in Richtung Mittelschutzplanke bewegt, sodass der Wagen des 19-Jährigen weiter nach vorne schoss und mit dem eines 56-jährigen Hamburgers kollidierte. Dieser wurde durch die Wucht des Aufpralls nach rechts gedrängt, wo er noch mit dem Auto eines 50-jährigen Mannes aus Telgte zusammenstieß.
Bei dem Unfall wurden der 19-Jährige und der 56-Jährige sowie drei Mitinsassen des 19-Jährigen (zwei junge Frauen, 17 und 19 aus Lauenburg und Ratzeburg, sowie ein weiterer 19-Jähriger aus Ratzeburg) verletzt. Rettungswagen brachten die vier jungen Leute in ein Krankenhaus, wo sie zur Beobachtung verblieben. Der 56-Jährige wollte selbständig einen Arzt aufsuchen. Der zwischenzeitlich gelandete Rettungshubschrauber wurde nicht benötigt und konnte ohne Patient wieder abheben.
Die Feuerwehr Werne sicherte die Einsatzstelle gegen den laufenden Verkehr und stellte den Brandschutz sicher. Es wurden die Batterien an mehreren PKW abgeklemmt und auslaufende Betriebsmittel abgestreut und verunreinigt wieder aufgenommen. Es waren 14 freiwillige Einsatzkräfte mit drei Fahrzeugen im Einsatz.
Die Unfallstelle musste zwischenzeitlich komplett gesperrt werden. Ab ca. 12 Uhr war ein Fahrstreifen wieder befahrbar, ab ca. 12.20 Uhr waren die Verkehrsbehinderungen aufgehoben.
Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei beim ersten Unfall auf ca. 6.000 Euro, beim zweiten auf ca. 17.000 Euro.
Kleine Hände basteln bei Röttger im Adventsrausch
200 Knusperhäuschen standen bereit – mit Wänden, Hexe, verirrten Kindern und reichlich Zuckerguss als Schnee. Der Familiensonntag im Gartencenter Röttger war gerade einmal zu zwei Dritteln vorbei, da wurde der Vorrat bereits knapp. Die Kinder verzierten, klebten und dekorierten, was ihre kleinen Hände hergaben. Und wer hier bereits erfolgreich war, der bemalte noch schnell eine himmlische Postkarte, damit auch alle Weihnachtswünsche in Erfüllung gehen.
Riesige Begeisterung über das fertige Knusperhäuschen.
Hochkonzentriert waren auch die größeren Weihnachtsbastler bei der Sache.
Wer sich derart kreativ auf die Weihnachtszeit vorbereitet, der kann ganz schön hungrig werden. Deshalb leisteten auch die Waffeleisen auf dem Außengelände Akkordarbeit. Kaffee und Kuchen gab es für eifrige Bastler und ihre Begleiter dazu. Und während die Kinder ihrer Fantasie ungehemmt freien Lauf ließen, konnten sich die Eltern, Großeltern und die übrigen Begleiter in den Verkaufsräumen umsehen. Hier waren Blumen, Gestecke und Accessoires bereits voll und ganz auf die Weihnachtszeit eingestellt. Vom glitzernden Eisbärenkopf für die Wand über die komplette Ausstattung für den Weihnachtsbaum bis zur weihnachtlichen Überraschung für den Vorgarten fehlte es hier an nichts.
So spannend kann Malen sein, wenn es um Weihnachten geht.
Den nächsten Familiensonntag bei Röttger gibt es am 26. November, erneut von 11 bis 16 Uhr. Dann ist ein Kinder-Atelier eingerichtet, bei dem wieder eifrig gebastelt werden darf. Dann sind bestimmt auch Niah (6), Ebby (4) und Kian (6) wieder dabei. Sie waren als Trio an den weihnachtlichen Postkarten derart aktiv, dass es selbst der Oma die Sprache verschlug. „Die sind mit Feuereifer dabei!“, beobachtet sie das hochkonzentrierte Treiben, das nicht ganz ohne farbige Spuren im Gesicht blieb.
Familiensonntag7
Familiensonntag5
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St. Martin führte Kinder der AWO-Kitas durch den wunderschön beleuchteten Stadtwald
Über 650 kleine und große Teilnehmer hat am Freitagabend der Martinsumzug der AWO-Kindertageseinrichtungen Wackelzahn, Flohzirkus, Vorstadtstrolche, Traumland, Sonnenblume und Villa Kunterbunt auf den Stadtmarkt gelockt.
St. Martin auf dem Stadtmarkt.
St. Martin hoch zu Ross führte bei schönem Herbstwetter die riesige Menge vom Stadtmarkt durch den wunderschön beleuchteten Wald, vorbei an den Posaunisten der Musikschule. Zuvor gab es nach der Begrüßung einige Lieder von einem Schülerchor der Bodelschwingh-Schule und eine Martinsaufführung der Initiative Down-Syndrom (IDS).
Zurück auf dem mit Musik beschallten Marktplatz konnte bei warmen Getränken und Speisen der St. Martin noch einmal aus aller nächster Nähe betrachtet werden. Neben selbst gemachten Lamacuns, leckeren Brezeln und Würstchen unterstützte das AWO Hermann-Görlitz-Seniorenzentrum den Umzug wieder mit selbstgemachten, frischen Reibeplätzchen. Das THW sorgte wieder ehrenamtlich für die Sicherheit und die Beleuchtung.
Durch diese gute Zusammenarbeit konnte bereits zum vierten Mal ein großes, friedliches und schönes Fest stattfinden.
Herbstkonzert am Gymnaiums von Bach bis Lady Gaga
Von Bach bis Lady Gaga bot das Herbstkonzert des Bergkamener Gymnasiums am Freitagabend vieles, was die Herzen der Musikfreund höherschlagen lässt. Erneut hatten die der Bachkreis unter der Leitung von Bettina Jacka, Dorothea Langenbach und Dr. Hans-Christian Tacke zu diesem Ereignis ein Gastorchester eingeladen. Diesmal waren es wieder die JAG-Youngsters vom Johannes-Althusius-Gymnasiums Emden.
Die JAG-Youngsters II und das B-Orchester des Bachkreises präsentierten gemeinsam den Rock-Klassiker „Smoke on the Water“
Mit diesem Orchester pflegt der Bachkreis eine lange Freundschaft. Der Aufenthalt der Youngsters in Bergkamen von Donnerstag bis Samstag war die inzwischen zehnte musikalische Begegnung. Den Grundstein dazu legte der Leiter der Youngsters Heiner Jaspers. Er verbrachte seine zweijährige Referendarzeit am Bergkamener Gymnasium und hatte hier die Grundlagen der Orchesterarbeit an einer Schule kennengelernt.
Die Youngsters sind aber nicht ein sinfonisches Orchester, wie man nun leicht annehmen könnte, eine Big Band, die ausschließlich von Bläsern, einer Rhythmusgruppe und von Sängerinnen getragen wird. Sie präsentierten beim Herbstkonzert hauptsächlich Pop-Musik von Peter Gnu von Henry Mancini bis zum Pokerface, das Lady Gaga in die Hit-Paraden gesungen hatte.
Doch der Bergkamener Bachkreis kann auch Pop und sogar Rock. Das beweis das B-Orchester des Bachkreises, als es zusammen mit den JAG-Youngsters !!, das sind die etwas Jüngeren aus Emden, den Rock-Klassiker „Smoke on the Water“ von Deep Purple interpretierte.
Den Stellenwert des Herbstkonzerts im Bergkamener Kulturleben unterstrich die lange Liste der Ehrengäste. An der Spitze Bürgermeister Roland Schäfer und die stellvertretende Landrätin Elke Middendorf. Zudem absolvierte Bergkamens neuer Kämmerer und Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich seinen Antrittsbesuch am Gymnasium.
Schulleiterin Bärbel Heidenreich bedankte sich in ihrer Begrüßungsrede bei allen, die bei der Organisation des Herbstkonzerts geholfen haben. Dies gelte insbesondere für die Eltern, die während des Besuchs der Emdener einen der rund 60 Gäste bei sich aufgenommen und dazu noch „Taxi-Dienste“ zu den Proben geleistet hatten.
Feierstunden zum Volkstrauertag am 19. November – Bürgermeister ruft zur aktiven Teilnahme auf
Bürgermeister Roland Schäfer lädt alle Bergkamenerinnen und Bergkamener zur Teilnahme an den Feierstunden in den einzelnen Ortsteilen ein: „Besuchen Sie die Gedenkstunden zum Volkstrauertag. Sie setzen damit ein Zeichen gegen die Kriege und die Gewalt.“
Der Volkstrauertag ist einer der stillen Gedenktage im November. Es ist ein Tag des Innehaltens, der Einkehr und des Mitfühlens, an dem der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht wird.
In den einzelnen Stadtteilen sind folgende Veranstaltungen vorgesehen:
Bergkamen-Mitte:
Die Feierstunde findet am Mahnmal am oberen Teil auf dem Friedhof in Bergkamen-Mitte um 16.00 Uhr statt. An der Feierstunde wird das Bläser-Ensemble der städtischen Musikschule mitwirken. Erster stellvertretender Bürgermeister Schulte wird gemeinsam mit den Stadtverordneten und Vereinsvertretern aus Bergkamen-Mitte einen Kranz niederlegen.
Bergkamen-Rünthe:
Die Feierstunde beginnt um 14.30 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche, Rünther Str. 108. Mitwirkende sind das Bläserensemble der städtischen Musikschule und der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen-Rünthe. Die Gedenkrede hält Pfarrer Reinhard Chudaska.
Im Anschluss an die Feierstunde findet ein Schweigemarsch zum Ehrenmal statt, wo der Ortsvorsteher Klaus Kuhlmann einen Kranz niederlegt. Im Anschluss hält Klaus Kuhlmann noch eine Ansprache.
Bergkamen-Weddinghofen:
Alle Teilnehmer der Feierstunde treffen sich um 11.00 Uhr vor der Barbara Apotheke, Schulstraße 45, und begeben sich im Trauermarsch unter Begleitung des Spielmannszuges Weddinghofen zum Ehrenmal an der Goekenheide. Männer der Freiwilligen Feuerwehr halten für die Zeit der Feierstunde am Mahnmal eine Ehrenwache.
Vor der Feierstunde wird Ortsvorsteher Dirk Haverkamp zusammen mit den Stadtverordneten aus Bergkamen-Weddinghofen am Ehrenmal auf dem Friedhof „Lüttke Holz“ um 10.30 Uhr und anschließend auf dem Russenfriedhof um 10.40 Uhr jeweils einen Kranz niederlegen. An beiden Gedenkstätten halten Männer der Freiwilligen Feuerwehr ebenfalls die Ehrenwache.
Bergkamen-Oberaden:
Um 11.00 Uhr beginnt der Abmarsch vom Feuerwehrgerätehaus Oberaden an der Jahnstraße zur Feierstunde am Mahnmal des Oberadener Friedhofes. Während der Feierstunde wird Ortsvorsteher Michael Jürgens die Kranzniederlegung vornehmen. Die Ansprache hält Pfarrer Reinhard Chudaska. Mitwirkende sind der Posaunenchor der Martin-Luther-Kirche und die Sängervereinigung Oberaden/Beckinghausen.
Bergkamen-Overberge:
Die Feierstunde am Denkmal an der Hansastraße beginnt um 15.00 Uhr. Zur Ausgestaltung der Feierstunde tragen die Schützenvereine, die Soldatenkameradschaft, das Bläsercorps Werne und die Freiwillige Feuerwehr bei. Während der Feierstunde wird Ortsvorsteher Uwe Reichelt am Mahnmal einen Kranz niederlegen.
Bergkamen-Heil:
Die Feierstunde beginnt um 13.30 Uhr an der Ev. Kirche Heil. Bereits um 13.15 Uhr treffen sich die Mitglieder der Vereine vor dem Hof Lippmann an der Dorfstraße. Während der Feierstunde wird Ortsvorsteherin Rosemarie Degenhardt am Mahnmal einen Kranz niederlegen. Die Gedenkrede hält in diesem Jahr Pfarrer Reinhard Chudaska. Ein Bläserensemble der städtischen Musikschule sorgt für den musikalischen Rahmen.
Delegation aus Silifke in der Türkei besucht Bergkamener Klima- und Naturschutzeinrichtungen
Vom 6. bis 8. November fand auf der ehemaligen Zeche Zollverein eine Konferenz zum Klimaschutz und Klimawandel unter dem Titel „TWINS – Cities in Climate Change“ statt. Veranstalter waren der Regionalverband Ruhrgebiet (RVR), die Klima Metropole Ruhr und die Stadt Essen, „Grüne Hauptstadt Europas“. Teilnehmer dieser Konferenz waren Kommunen aus dem Verbandsgebiet des RVR und deren internationalen und nationalen Partnerstädte. Zu dieser Konferenz hatte die Stadt Bergkamen bereits im Frühjahr ihre türkische Partnerstadt Silifke eingeladen und ein paar Tage vor der Konferenz trafen sieben Besucher aus Silifke in Bergkamen ein.
Die Delegation aus Silifke auf dem Beobachtungsturm an der Ökologiestation
Angeführt vom Vorsitzenden des Umweltausschuss der Stadt Silifke, Herrn Rifat Karaduman, konnten Bürgermeister Roland Schäfer und Thomas Hartl, Leiter der Zentralen Dienste, haupt- und ehrenamtliche Vertreter verschiedener Institutionen und Organisationen begrüßen, die auch im Bereich des Naturschutzes engagiert und Mitglieder des Umweltausschusses von Silifke sind. Zur Delegation gehörten u.a. eine Biologin, eine Landschaftsarchitektin, ein Stadtplaner sowie der Vorsitzende des örtlichen „Roten Halbmondes“ (entspricht dem Deutschen Roten Kreuz).
Über die dreitägige Konferenz hinaus hatten Heiko Busch, Umweltbeauftragter der Stadt Bergkamen, und Ibrahim Celiktas, Dolmetscher der Stadt Bergkamen, ein zusätzliches Besuchs- und Informationsprogramm unter dem Aspekt des Klima- und Naturschutzes vorbereitet.
Bei der Rückschau ist sich die Stadt Bergkamen mit ihren türkischen Gästen einig, dass die vergangenen Tage ein Erfolg waren. Die Vorträge, Workshops und der Informationsaustausch der internationalen Teilnehmer der Konferenz zeigten deutlich, dass das Thema Klimaschutz ebenso wenig an nationalen Grenzen endet wie die Klimaveränderungen, die vielerorts, auch in Bergkamen, bereits spürbar sind. Themen wie z.B. Verkehr, nachhaltige Mobilität, regenerative Energiegewinnung, Ressourcenschutz durch Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Städte- und Gebäudeplanung sind internationale Ansätze zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Bei der Konferenz zeigte sich jedoch auch, dass es sehr wohl nationale Unterschiede bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und deren Förderung gibt.
Die Stadtverwaltung nutzte die Besuchstage rund um die Konferenz , um den Gästen aus Silifke einige Beispiele für einen aktiven Klima- und Naturschutz in Bergkamen und Umgebung zu zeigen. Dabei reichte das Programm von der Besichtigung einer GSW-Photovoltaikanlage auf der Bodelschwingh-Schule, der Windenergieanlage des Bergkamener Landwirts Nils Henter über einen Besuch der Ökologiestation in Heil, einer Führung durch den Sportboothafen und Bootsfahrt zum Gelände der Wasserstadt Aden bis zur Vorstellung der Abfallwirtschaft in Bergkamen und des Maximilianpark in Hamm als ein weiteres Beispiel für die Nachnutzung einer ehem. Bergbaufläche. Abgerundet wurde das Programm durch eine Führung durch das Bergkamener Stadtmuseum und den Besuch des Wochenmarktes am vergangenen Donnerstag.
Stellvertretend für die vielfältigen Eindrücke, die die türkischen Gäste mit zurück in ihre Heimatstadt nehmen, sind die Photovoltaik, die innerstädtische Mobilität und die Ökologiestation mit ihren Einrichtungen zu nennen.
Silifke liegt in einer Region mit regelmäßig mehr als 300 Sonnentagen pro Jahr. Die Warmwasserbereitung mit Hilfe der Sonne ist, wie die Teilnehmer der Bergkamener Bürgerreise im Oktober selbst sehen konnten, weit verbreitet und auf jedem Gebäude befindet sich eine entsprechende Anlage. Dem gegenüber sucht man Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung zumeist vergebens, was angesichts der Sonnenscheindauer überrascht. Da lieferten die Besichtigung der GSW-Photovoltaikanlage der Bodelschwinghschule und die Fachinformationen wertvolle wirtschaftliche und ökologische Argumente für die Stromgewinnung mit Hilfe der Sonne.
Schon bei der TWINS-Konferenz zeigte sich, dass die Verringerung des Verkehrsaufkommens und dessen Anteil an den Treibhausgas-Emissionen in nahezu jeder Stadt eine Hauptaufgabe zur Erreichung der Pariser Klimaschutzziele ist. Die Umstellung auf E-Mobilität, der Ausbau des ÖPNV, die Verlagerung des Warentransports auf nachhaltigere Transportmöglichkeiten und die Einrichtung verkehrsberuhigter und verkehrsreduzierter städtischer Bereiche sind nur ein paar Beispiele zur Reduzierung der CO2-Emissionen, die für Silifke wie auch für Bergkamen zum Klimaschutz gehören müssen.
Am Nordrand Bergkamens befindet sich mit der Lippeaue ein wertvolles Naturschutzgebiet zum Erhalt möglichst natürlicher Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Was für Bergkamen die Lippeaue ist für Silifke das Delta des Flusses Göksu. Dieses Delta wird zum Teil für den Obst- und Gemüseanbau genutzt, große Teile sind aber ähnlich der Lippeaue unter Schutz gestellt. Mit dem Besuch der Ökologiestation in Heil und den dortigen fachkundigen Führungen konnten die Besucher aus Silifke einen Einblick in die Arbeiten zum Erhalt und der Förderung der Naturschutzgebiete, deren schonende freizeitliche Nutzung und die pädagogischen Ansätze des Umweltzentrums Westfalens zum Naturschutz vermitteln.
Beim Abschied der Delegation waren sich alle einig, dass nach diesem erfreulichen und erfolgreichen Auftakt in Sachen Klima- und Naturschutz weitere Kontakte erfolgen und der Austausch wie die Zusammenarbeit verstetigt werden sollen.
Marco Morten Pufke aus Bergkamen bleibt an der Spitze der Kreis-CDU
Marco Morten Pufke ist als Kreisvorsitzender der CDU unangefochten. 91 von 92 abgegebenen Stimmen konnte er am Mittwochabend, 15. November, in der Schwerter Rohrmeisterei für sich verbuchen. Pufkes Stellvertreter sind erneut Annika Dresen aus Werne, NRW-Ministerin Ina Scharrenbach aus Kamen und Friedhelm Schroeter aus Lünen. Jörg Schindel, CDU-Vorsitzender aus Schwerte, hatte ein Heimspiel, denn sein Verband richtete dieses Mal den Kreisparteitag der Christdemokraten aus. Auch Schindel wurde im Amt als stellvertretender Vorsitzender der Kreispartei bestätigt.
Der neue Vorstand der Kreis-CDU.
Der geschäftsführende Vorstand wird ergänzt vom Schatzmeister Wolfgang Barrenbrügge, Unna, sowie den Schriftführern Wolfgang Harwardt aus Fröndenberg und Willi Jasperneite aus Werne.
Erstmals Teil des Gesamtvorstandsteams ist Pascal Schoppol (28). Der Holzwickeder übt ab sofort die neu geschaffene Funktion des Mitgliederbeauftragten aus. Sein erklärtes Ziel ist die vermehrte Gewinnung jüngerer Menschen das Mitmachen in der Kreis-CDU oder auf Ortsebene. Dabei hat er die vollste Unterstützung Pufkes: „2020 kommt eine Kommunalwahl auf uns zu. Da ist es jetzt an der Zeit, sich neu auszurichten und zu schauen, wen wir in Zukunft einbinden können.“
Im politischen Tagesgeschäft werde natürlich Erfahrung gebraucht. Es gehe aber auch ganz besonders darum, die Jüngeren mit ihren Interessen einzubinden. Und so bildet die Riege der gestern gewählten Beisitzer einen Querschnitt der Bevölkerung und der CDU-Verbände im Kreis: Annette Adams, Antje Bellaire, Martin Cyperski, Michael Döpker, Martin Gerling, Ellen Hentschel, Herbert Krusel, Frank Markowski, Helge Meiritz, Helga Pszolka, Hans-Georg Rehage, Ursula Schmidt, Carl Schulz-Gahmen, Annabell Vagedes, Annette Weber und Stephan Wehmeier bringen sich künftig mit ihrem Engagement in den Vorstand ein.
Im Anschluss an einen Rückblick auf das Abschneiden der heimischen Christdemokraten bei der zurückliegenden Landtags- und Bundestagswahl – an sich wurden vergleichsweise erfreuliche Ergebnisse erzielt, aber dennoch gingen die Abgeordneten verloren – lenkte Pufke den Fokus auf die aktuelle Situation im Kreis Unna. Schwerte wird nach dem Wechsel von Heinrich Böckelühr (CDU) zur Gemeindeprüfungsanstalt NRW Anfang März einen neuen Bürgermeister wählen.
Auch Kamen steht schon in den Startlöchern, um nach dem angekündigten Abschied des Amtsinhabers einen neuen ersten Bürger zu bestimmen. Pufke mutmaßt, dass dies angesichts der deutlichen Verluste der Sozialdemokraten im Mai und dem nachfolgendem Regierungswechsel in NRW vielleicht noch nicht das Ende der Fahnenstange sein könnte: „Mal sehen, welche der verbliebenen SPD-Bürgermeister im Kreis in nächster Zeit noch die Lust verlieren.“
Ministerin Ina Scharrenbach (CDU) berichtete aus Düsseldorf zur Marschrichtung von Schwarz-Gelb: „Unser erklärter Wille ist es, den Kommunen mehr finanzielle Spielräume zu verschaffen. Es soll Ihnen als den politisch Tätigen in Nordrhein-Westfalen möglich sein, Ihre Städte und Gemeinden wieder viel stärker zu gestalten.“ Überhaupt liege das Augenmerk der Landesregierung unter Ministerpräsident Armin Laschet vorrangig auf den Interessen der Kommunen.
Konkrete Projekte für den Kreis Unna, so Scharrenbach, seien die L821n in Bergkamen und die L677 in Holzwickede. Beide sollten nach ihrem Wunsch ins nächste Landesstraßenbauprogramm aufgenommen und bald verwirklicht werden.