Tag des Patienten: Offene Sprechstunde des Patientenfürsprechers im Foyer des Hellmig-Krankenhauses

Die Rechte des Patienten stehen im Mittelpunkt, wenn am kommenden Freitag, 26. Januar, bundesweit der „Tag des Patienten“ begangen wird. Das Klinikum Westfalen bietet an diesem Tag offene Sprechstunden der Patientenfürsprecher an.

Der ehrenamtliche Patientenfürsprecher am Hellmig-Krankenhaus Kamen, Werner Freund, kommt Patienten und Angehörigen dann sozusagen räumlich entgegen und steht von 10 bis 12 Uhr im Foyer der Kamener Klinik als Ansprechpartner bereit. Er stellt sich und seine Arbeit vor, hat ein offenes Ohr für ganz konkrete Anliegen und bietet auf Wunsch auch einen individuellen Gesprächstermin an.

Patientenfürsprecher sind unabhängige, ehrenamtlich tätige Ansprechpartner und stehen auch Angehörigen zur Verfügung. Sie nehmen Lob und Beschwerden entgegen, beantworten Fragen und vermitteln auch, falls es einmal Probleme mit einzelnen Klinikmitarbeitern gibt. Die „Kümmerer aus Leidenschaft“, wie sie auch gerne genannt werden, sehen es als ihre Aufgabe an, die Kommunikation zwischen Arzt, Pflege und Patient zu fördern und werden nur auf ausdrücklichen Wunsch tätig.
Werner Freund hält im Hellmig-Krankenhaus Kamen wöchentlich Sprechstunden ab – immer dienstags von 10 bis 12 Uhr im geschützten Raum der Bücherei im 5. Obergeschoss. Er unterliegt der Schweigepflicht und darf Informationen nur mit dem Einverständnis der Betroffenen weitergeben, um zum Beispiel ihre Anliegen gegenüber der Klinikleitung zu vertreten.
Termin:
Offene Sprechstunde des Patientenfürsprechers Werner Freund
Freitag, 26. Januar
10 bis 12 Uhr
Hellmig-Krankenhaus Kamen, Nordstraße 34, 59174 Kamen




Fußballfabrik von Ingo Anderbrügge kooperiert mit FC Overberge

Beim Lieblingssport der Deutschen kommt es nicht nur auf Kondition und Technik an: Im Mannschaftssport zählen auch Werte wie Pünktlichkeit, Disziplin und Fairness – das weiß Ex-Bundesligaprofi und UEFA-Cup-Gewinner Ingo Anderbrügge und gründete 1997 unter dem Motto „Training. Lernen. Leben.“ die Fußballfabrik.

Foto: Fußballfabrik

In Zusammenarbeit mit dem FC Overberge veranstaltet diese vom 24. bis 26. März 2018 für Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren ein Fußballcamp, bei dem Training, Seminare und vor allem jede Menge Spaß auf dem Programm stehen. Ob Dribbling, Torschuss und Passspiel in der Praxis oder gesunde Ernährung, Teamgeist, Fair Play, Umgang mit Mobbing und soziale Medien in der Theorie: Die erfahrenen und lizensierten Trainer der Fußballfabrik vermitteln an jeweils drei Tagen spielerisch und altersgerecht, worauf es im Fußball und neben dem Platz ankommt. Alle Fußballbegeisterten, ob Mitglied in einem Verein, Anfänger oder Fortgeschrittene, sind dabei willkommen.

Umfassendes Programm schult fürs Leben

In den täglich von 10 bis 16 Uhr und stattfindenden anspruchsvollen Einheiten feilen die Teilnehmer zusammen mit den Trainern nicht nur an ihren fußballerischen Fertigkeiten, sondern lernen auch fürs Leben. Denn die Fußballfabrik möchte die Kinder nicht nur für den Sport, sondern auch für Themen wie eine gesunde Ernährung und faires Verhalten begeistern. Verschiedene Wettbewerbe sorgen für zusätzliche Spannung und wecken den Ehrgeiz der Kinder. Ein gemeinsames, gesundes Mittagessen sorgt zwischendurch für die nötige Stärkung. Dieses ist durch die 125 Euro Kursgebühr ebenso abgedeckt wie alle Trainings- und Seminareinheiten, die Versorgung mit Wasser, eine Ausstattung mit Trikot, Ball und Trinkflasche vom Ausrüster PUMA sowie eine Medaille und eine Teilnehmerurkunde.

Eine besondere Aktion bietet die Fußballfabrik in Kooperation mit Travelcheck: Für alle Anmeldungen, die in den laufenden sieben Tagen über fussballfabrik.startup-your-life.de getätigt werden, gibt es einen 100 Euro Reisegutschein.

  • Wann: Samstag, den 24. März, bis Montag, den 26. März 2018
  • Wo: Hansastraße 99, 59192 Bergkamen



Polizei sucht Zeugen nach Verkehrsunfall auf der A 1

Nach einem Verkehrsunfall auf der A 1 am Montagmorgen, 22. Januar, sucht die Polizei Zeugen.

Der Unfall ereignete sich gegen 8.30 Uhr an der Anschlussstelle Kamen-Zentrum in Fahrtrichtung Bremen. Zu diesem Zeitpunkt wollte eine 31-jährige Dortmunderin mit ihrem Auto die A 1 verlassen. Ebenso ein hinter ihr fahrender 30-jähriger Mann aus Essen. Ihren ersten Angaben zufolge befand sich die Dortmunderin bereits auf der Ausfädelungsspur und verlangsamte ihren Wagen, als plötzlich noch ein Fahrzeug kurz vor ihr einscherte. Die 31-Jährige bremste ihren Wagen stark ab. Der 30-Jährige konnte offenbar aus bislang ungeklärter Ursache jedoch nicht mehr rechtzeitig abbremsen und fuhr auf.

Bei dem Unfall wurde die Dortmunderin leicht verletzt. Der Fahrer oder die Fahrerin des einscherenden Pkw fuhr weiter, ohne sich um einen Personalienaustausch zu kümmern.

Daher sucht die Polizei nun Zeugen, die Angaben zu dem Auto und/oder dem/den Insassen machen können. Es soll sich um ein dunkles Fahrzeug, möglicherweise einen BMW, gehandelt haben.

Zeugen melden sich bitte bei der Autobahnpolizeiwache Kamen unter Tel. 0231/132-4521.

Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf ca. 9.500 Euro.




Tod eines 14-jährigen Schülers: Polizei distanziert sich von Gerüchten in den sozialen Medien

Wie bereits berichtet, ermittelt die Dortmunder Polizei nach einem Tötungsdelikt in der Käthe-Kollwitz-Schule in Lünen im Rahmen einer Kap-Kommission.

Derzeit herrscht in den sozialen Medien eine Gerüchtelage die besagt, dass der Angriff nicht dem späteren Opfer gegolten haben soll. Diese Gerüchtelage wird von hier aus nicht bestätigt. „Wir bitten Sie dringend, sich von Gerüchten zu distanzieren!“, fordert die Polizei alle Journalisten auf, die über den tragischen Vorfall berichten

Bei dem Opfer und dem Tatverdächtigen handelt es sich um deutsche Staatsangehörige. Der Tatverdächtige, der in Deutschland geboren ist, verfügt zusätzlich auch noch über die kasachische Staatsbürgerschaft.




Jamil Badjie vom Gymnasium ist Bergkamens bester Vorleser

Jamil Badjie vom Städtischen Gymnasium Bergkamen gewann am Montagnachmittag den Vorlesewettbewerb der weiterführenden Schulen. Er vertritt das Gymnasium und die Stadt nun am 26. Februar beim Vorlesewettbewerb des Kreises in Unna.

Die Aufnahme zeigt den Stadtsieger im Vorlesen Jamil Badjie (2.v.u.l.) und die Drittplatzierte Catherina Grella (1.v.u.l.) vom Städtischen Gymnasium Bergkamen bei der Siegerehrung in der Stadtbibliothek. Foto: Lages/SGB

Catherina Grella belegte einen hervorragenden dritten Platz unter den insgesamt acht Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die beiden Sechstklässler hatten sich zuvor auf Schulebene für den Stadtwettbewerb qualifiziert.

Jutta Koch, Leiterin der Stadtbücherei, sprach von einer knappen Entscheidung dank vieler toller Leseleistungen. Das sahen auch ihre Jurykollegen so. Dieser gehörten neben dem Landtagsabgeordneten Rüdiger Weiß auch die Schriftsteller Raimon Weber und Klaus Goehrke an.

 




Willy-Brandt-Gesamtschule: Kein Masern-Verdachtsfall

An der Willy-Brandt-Gesamtschule gibt es keinen Masern-Verdachtsfall mehr. Das erklärte heute Schulleiterin Ilka Detampel gegen über dem „Bergkamen-Infoblog“.

Aufgetreten ist dieser Verdachtsfall vor rund zwei Wochen. Vorsichtshalber hatte die Schule den fest terminierten „Tag der offenen Tür“ in der Sekundarstufe I ausfallen lassen. Er fand nur für die Sekundarstufe II im Oberstufengebäude statt.

Wie Ilka Detampel weiter erklärte, soll nun der „Tag der offenen Tür“ für die Sek I am 1. Februar nachgeholt werden. Die Details dazu will die Gesamtschule in Kürze mitteilen.




14-Jähriger in der Käthe-Kollwitz-Schule in Lünen von einem Mitschüler getötet

Nach einem Tötungsdelikt an einer Schule an der Käthe-Kollwitz-Schule in Lünen heute nach 8 Uhr ermittelt nun eine Kap-Kommission der Dortmunder Polizei.

Ein minderjähriger Tatverdächtiger, ein 15-jähriger Schüler, wurde kurz nach der Tat im Rahmen der Fahndung festgenommen. Bei dem 14-jährigen Opfer handelt es sich ebenso wie bei dem Tatverdächtigen um Schüler der Schule.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft betonen, habe es sich um eine Einzeltat gehandelt. Die Hintergründe der Tat sind Gegenstand der Ermittlungen. Laut Medienberichten soll es vorher zu einem Streit zwischen den beiden Jugendlichen gekommen sein.




Hafenfest, Food-Markt, Lichtermarkt und vieles andere mehr: die Bergkamener Großveranstaltungen in 2018

Mit dem 3. Marina-Hafenfeuer starten die Bergkamener Großveranstaltungen in 2018. Bis auf den Februar gibt es in jedem Monat etwas Besonderes.

Vieles ist bewährt und erfreut sich großer Beliebtheit und hat eine lange Tradition wie das 19. Bergkamener Hafenfest oder 18. GSW-Lichtermarkt. Anderes wie der 2. Food-Markt am letzten April-Wochenende muss sich noch fest im Bergkamener Festkalender behaupten.

Eine weitere Besonderheit ist das Museumsfest. Das findet in diesem Jahr erstmals nicht im September, sonders etwas früher am 18. und 19. August, also noch in den Sommerferien statt. Das Motto lautet „Schicht am Schacht“ und bezieht sich auf das Ende des deutschen Steinkohlenbergbaus in diesem Jahr mit der Schließung der letzten Zeche Prosper-Haniel in Bottrop im Dezember 2018.

26. -28. Januar 3. Marina Hafenfeuer

Westfälisches Sportbootzentrum – Marina Rünthe

23.-26. März Frühjahrskirmes | Stadtmarkt (Alfred-Gleisner-Platz)
7. April 25. Pflanztermin im Jubiläumswald
28./29. April (*) 2. Food Markt Bergkamen

Westfälisches Sportbootzentrum – Marina Rünthe

5./6. Mai Eröffnung Römer-Park | Römer-Park
6. Mai 12. Bergkamener Blumenbörse | Nordberg/Präsidentenstraße
13. Mai Internationaler Museumstag | Stadtmuseum
1. – 3. Juni 19. Bergkamener Hafenfest

Westfälisches Sportbootzentrum – Marina Rünthe

7. Juli „Sommer in Bergkamen“ – Klassik-Open-Air

Platz der Partnerstädte

13.-15. Juli „Sommer in Bergkamen“ – 7. Weingenuss am Wasser Westfälisches Sportbootzentrum – Marina Rünthe
4. August „Sommer in Bergkamen“ – Kino-Open-Air

Schützen- und Bogenschießanlage Overberge

18./19. August Museumsfest „Schicht im Schacht“ | Stadtmuseum
5. September (*) 6. Bergkamener Firmenlauf | Zentrumsplatz (Start/Ziel)
16. September (*) 3. radKULT(O)UR im Kreis Unna
12. -15. Oktober Herbstkirmes | Stadtmarkt (Alfred-Gleisner-Platz)
26. Oktober 18. GSW-Lichtermarkt | Stadtmarkt (Alfred-Gleisner-Platz)
3. November 26. Pflanztermin | Jubiläumswald
1. Dezember (•) Adventmarkt Overberge/Weihnachtsmarkt Weddinghofen
7./8. Dezember (*) Weihnachtsmärkte Mitte und Rünthe
8. Dezember (*) Weihnachtsmarkt Heil
15./16. Dezember (*) Weihnachtsmarkt Oberaden mHVS’
6. Mai / 14. Okt / 16. Dez Verkaufsoffene Sonntage im gesamten Stadtgebiet

 




SPD Weddinghofen-Heil besucht Seminar: Bürger stärker an Kommunalpolitik beteiligen

Am vergangenen Samstag  besuchte der Vorstand des SPD OV Weddinghofen-Heil ein Seminar der SGK (Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik) in Ascheberg. Das Thema des Seminars lautete „Wie können Bürgerinnen und Bürger stärker an Kommunaler Politik beteiligt werden?“

Hier wurden einige Interessante Ideen und Konzepte gemeinsam mit dem Referenten Volker Meier erarbeitet. Viele wertvolle Tipps und ein einige konkrete Maßnahmen, um Menschen mehr für Politik und politische Arbeit zu interessieren, standen am Ende als Ergebnis des Seminars. Die Teilnehmer des Ortsvereins Weddinghofen-Heil waren sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung und dem neuerworbenen Ideen, welche zukünftig die politische Arbeit vor Ort maßgeblich miteinfließen werden.




Unbekannte stehlen älteren, grauen Mercedes – und den Hund gleich mit

Am Freitag haben Unbekannte zwischen 15 Uhr und 15.15 Uhr einen auf dem Parkplatz eines Discounters an der Rünther Straße abgestellten älteren, grauen Mercedes (Typ 124, Bj.1984-1997) entwendet. Besonders tragisch für den Fahrzeughalter war der Umstand, dass sich im Fahrzeug noch sein Mischlingshund befand.

Gegen 16.30 Uhr wurde der Hund glücklicherweise wieder aufgefunden. Die Täter hatten ihn an der Kuhbachtrasse in Höhe eines Geldinstitutes in Overberge angebunden. Das Tier konnte wohlbehalten an sein Herrchen zurückgegeben werden. Von dem grauen Mercedes mit den amtlichen Kennzeichen UN-WZ 33 fehlt allerdings weiterhin jede Spur.

Wer kann Angaben zum Diebstahl, Verbleib des Fahrzeugs oder den Personen machen, die den Hund an der Kuhbachstraße ausgesetzt haben? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




Bipolarität bis Verständnisjustiz: CDU geht mit „gemischten Gefühlen“ ins neue Jahr

Die zurückliegenden Wahlen und die aktuellen Probleme der Regierungsbildung setzten die Akzente beim traditionellen Neujahrsempfang der Bergkamener CDU. Die Perspektiven, die Josef Hovenjürgen als Generalsekretär der NRW-CDU unter der neuen Landesregierung für NRW zeichnete, enthielten auch viele Seitenblicke Richtung Bonn. Dort rang die SPD zeitgleich um ein Votum für Koalitionsverhandlungen. Es gab aber auch Seitenhiebe für die ehemalige Landesregierung. Denn: „Wer nicht den Mut hat, über das Erreichte zu reden, der löst keine Begeisterung aus“, lautete das Motto des Vormittags in der Ökologiestation.

Die Bergkamener CDU ist für mögliche Neuwahlen gerüstet – augenzwinkernd beim traditionellen Neujahrsempfang in der Ökologiestation.

Die erste CDU-Ministerin aus den eigenen Reihen der Kreis-CDU hatte jedenfalls keine Muße für einen Besuch. Zu sehr sei Ina Scharrenbach aktuell gefragt in ihrer Mehrfachfunktion für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung. Dennoch: Die Stimmung in der CDU ist nach dem Jubel über den deutlichen Sieg in Düsseldorf und den folgenden Verlusten bei der Bundestagswahl „gemischt“, insbesondere angesichts der aktuellen Schwierigkeiten der Regierungsbildung.

Josef Hovenjürgen, Generalsekretär der NRW-CDU, zeigte „neue Perspektiven für NRW“ durch die neue Regierung auf.

Das spiegelte sich auch in der Festrede von Josef Hovenjürgen, der eigentlich die Ziele der neuen Landesregierung vorstellen wollte. Er drückte den Sozialdemokraten zunächst die Daumen, „dass sie heute die richtige Entscheidung treffen“. Dann analysierte er die Gründe für die hohen Wahlverluste der politischen Konkurrenz. Eine „Politik mit Angst gegen die Menschen ist keine Alternative“, stellte er mit Blick auf die rechtsgruppierten Parteien klar. Allerdings gebe es seit Jahrzehnten eine „Verständnisjustiz, die die Opfer aus dem Blick verliert“. Hovenjürgen forderte Sanktionen, die abschrecken. Und er betonte, die Landesregierung habe bereits die Polizei personell verstärkt und werde dies auch etwa mit einer Erleichterung des Zugangs über den Realschulabschluss weiter tun – das benötige aber Zeit, denn man müsse das Personal auch erst einmal angesichts hoher Abbruchquoten finden.

Gut besetzte Stuhlreihen in der Ökologiestation.

Besondere Kritik erntete der ehemalige NRW-Innenminister Ralf Jäger, der bei allen Problemen von massenhaften Ausbrüchen aus JVAs, „No-Go-Areas“ im Land bis zu Übergriffen auf Frauen nie selbst verantwortlich gewesen sei. Mit der „Bankrotterklärung für die Bildungspolitik“ angesichts der Folgen der Schließung von Förderschulen werde die CDU jetzt Schluss machen. Lehrermangel trotz neu geschaffener aber unbesetzter Stellen, unterschiedliche Lehrervergütung, mehr ärmere Kinder als zuvor: Die CDU betreibe jetzt gelebte Sozialpolitik. Für die Wirtschaft im Ruhrgebiet fordert er „mehr Flächen“, entsprechende Gesetze und Akzeptanz in der Bürgerbeteiligung. Wohnen und arbeiten gleichzeitig sei im Ruhrgebiet quasi nicht mehr möglich. Was das Ruhrgebiet einst entstehen ließ, ist verschwunden und muss erst wieder „hervorgeholt“ werden. Flächen gehen durch den Bestandsschutz für Unternehmen im Baurecht verloren, dieser Schutz müsse auf die Flächen ausgeweitet werden. In anderen Regionen Westfalens gibt es längst mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigte als im Ruhrgebiet. Aber: „Die Menschen hier haben es verdient, wieder vor Ort malochen zu können.“

Bei dem Erreichten wie Elternzeit samt Jobgarantie, Pflegeversicherung und Gleichbehandlung von Männern und Frauen habe man „die Menschen im Auge“. Weniger Bürokratie, eine „faire Zukunft für unsere Kinder“, Ermutigung für den Schritt in die Selbstständigkeit: Das will die CDU unter dieser Prämisse noch erreichen.

Marina-Pläne: „Bipolarität funktioniert nicht“

Marco Morton Pufke zog als CDU-Stadtverbandsvorsitzender auch überregional politische Jahresbilanz.

Die Situation in Deutschland beleuchtete auch der CDU Stadtverbandsvorsitzende Marco Morton Pufke, bevor er eine lokale Bilanz zog. Obwohl es Deutschland wirtschaftlich so gut wie nie zuvor ginge, seien die Menschen zutiefst verunsichert und unzufrieden. „Gesellschaftliche Phänomene werden als Einzelfälle abgetan“, so Pufke. Flüchtlinge führten die Behörden mit Alter und Herkunft an der Nase herum. Es entstehe der Eindruck eines Zwei-Klassen-Rechts, das die Einheimischen benachteilige. Dafür ließen sich leider viele Beispiele finden. „Wir müssen verlorenes Vertrauen zurückgewinnen“, forderte Pufke. Auch die eigene Partei sei an Beschwichtigungen und Verharmlosungen der Probleme insbesondere hinsichtlich der Sicherheitslage unter Beteiligung Tätern „aus archaischen Kulturen“ beteiligt gewesen und habe damit das Erstarken der AfD erst möglich gemacht.

Kein CDU-Abgeordneter aus dem Kreis Unna im Landtag trotz Wahlsiegs. Auch Ina Scharrenbach konnte kein Mandat gewinnen. Verluste in Bergkamen bei der Bundestagswahl, Zugewinne bei den rechts- und linkspopulistischen Parteien: „Die Gefühlslage ist gemischt“, gestand Pufke ein. Auch Hubert Hüppe konnte nicht wieder in den Bundestag einziehen, ein Nachrücken ist unwahrscheinlich. Pufke dankte ihm für seine Arbeit, die er vielleicht als Beauftragter der Bundesregierung für Menschen mit Behinderung fortsetzen kann. Sollte es zu Neuwahlen kommen – die SPD biete aktuell mit stetig in Frage gestellten Einigungen ein Schauspiel, das „nichts mit Verlässlichkeit zu tun hat“ – ist die CDU mit alten Hüppe-Wahlplakaten gerüstet.

Hat ebenfalls Tradition beim CDU-Neujahrsempfang: hausgemachte Musik der Musikschule von Nora Varga am Cello und Johanna Wohlert am Klavier.

Obwohl der Haushalt in Bergkamen ausgeglichen ist, ist Pufke skeptisch, ob das auch so bleibt. Die Arbeitslosenquote sei weiter hoch, die Kaufkraft und Beschäftigungsquote sowie die Steuereinnahmen niedrig. Die „verzockten Zinsen“ der WestLB würden „zurück auf die Füße fallen“. Erfolge gebe es mit Neuansiedlungen und dem Abriss von Jockenhöfer, dem von der CDU stets geforderten Erhalt der Eishalle durch Privatisierung, dem Bau der Schießanlage der Kreisjägerschaft und dem Ausbau digitaler Strukturen sehr wohl. Sorgen bereiten der CDU allerdings die Leerstände in der Marina Rünthe und den kontraproduktiven Freizeit-Plänen für die Nordseite. „Bipolarität funktioniert nicht, das haben der Nordberg und die Turmarkaden gezeigt“, so Pufke. Die immer wieder geforderte Öffnung der Fußgängerzone des Nordbergs sei jetzt angezeigt. Die „unendliche Geschichte“ der Turmarkaden solle über den Erwerb der Fläche über Landesmittel durch die Stadt doch noch ein gutes Ende nehmen. Für Arbeitsplätze müssten Unternehmen Flächen angeboten werden – die Ausweisung der bestehenden Kraftwerksfläche in Heil als zukünftige Gewerbefläche müsse diesbezüglich neu bewertet werden.

Die L821n kommt: Die Mittel sind im Landeshaushalt etatisiert, mit dem Bau kann begonnen werden. Daran habe auch Ina Scharrenbach mitgewirkt, gegen „hinter den Kulissen opponierende“ Parteien. „Nun müssen wir uns über den Lückenschluss mit der L518 n unterhalten“, betonte Pufke. Zumal mit dem Neubau der Lippe-Brücke in Rünthe eine Alternative unerlässlich sei. Gegenwind werde es auch hier angesichts des FFH-Gebiet der Lippeauen geben.