Brückenbau an der Jahnstraße über die Hamm-Osterfelder-Bahnlinie: Los geht es im Januar mit Rodungen und Hausabriss

Jetzt wird es ernst mit dem Brückenbau, der künftig die Jahnstraße über die Hamm-Osterfelder-Bahnlinie führen wird. Los geht es nach Ankündigung von Melanie Nölke von Straßen NRW, Regionalniederlassung Bochum bereits im Januar. Dann werden die notwendigen Rodungen durchgeführt und auch noch ein Haus abgebrochen. Der eigentliche Straßenbau startet dann im März 2018 und soll Ende 2019 beendet sein.

Geschlossene Schranken: Das wird es ab 2019 nicht mehr geben.terfelder-Bahnlinie

Mit dieser frohen Botschaft ist natürlich auch eine bittere Pille verbunden. Rund acht Monate wird die Jahnstraße gesperrt, erklärte Melanie Nölke am Mittwoch in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bauen und Verkehr. Für die motorisierten Verkehrsteilnehmer werden zwei Umleitungsstrecken über Beckinghausen und Rünthe eingerichtet. Fußgänger und Radfahrer werden allerdings über einen Behelfsweg direkt auf die andere Seite des Kanals kommen können. Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen fahren während dieser Zeit über die Heiler Kirchwegbrücke.

Mit der Beseitigung werde Bergkamens Straßennetz noch leistungsfähiger, betonte Ausschussvorsitzender Marco Morten Pufke (CDU). 1. Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters freute sich darüber, dass Straßen NRW den vorher verabredeten Zeitplan punktgenau einhält. Denn es wird nicht nur eine Brücke über die Bahn geben, sondern vor der Kanalbrücke auch einen neuen Kreisverkehr, der sowohl die Wasserstadt Aden als auch das Freizeitgebiet auf den Halden für den Kfz-Verkehr erschließt.

Bekanntlich soll 2020 der Verkauf der ersten Grundstücke in der Wasserstadt und natürlich danach auch der Bau der ersten Wohnhäuser beginnen. Rund 300 Wohneinheiten werden auf dem ehemaligen Bergwerksgelände errichten – größtenteils in Einfamilienhäusern, aber auch in Mehrfamilienhäuser. Hinzukommenden noch einige schwimmenden Häuser auf dem Adensee.

Insgesamt will Straßen NRW in Oberaden drei schienengleiche Bahnübergänge beseitigen. An der Lünener Straße und an der Rotherbachstraße sind Tunnellösungen geplant. Dr. Peters hofft, dass Straßen NRW nach der Jahnstraße auch diese beiden Projekte angehen wird.




6. jahrgang der Willy-Brandt-Gesamtschule erkundet die Stadtbibliothek

In dieser und der letzten Woche besuchten nacheinander alle Klassen des 6. Jahrgangs der Willy-Brandt-Gesamtschule die Stadtbibliothek Bergkamen.

Foto: S. Jürgens

m Zuge einer Unterrichtseinheit zur Buchvorstellung und des Vorlesewettbewerbs erläuterte Bibliotheksleiterin Jutta Koch den Kindern zunächst die Buchausleihe und –rückgabe. Die Schülerinnen und Schüler konnten dann die Bücherei erkunden und auch einen Ausweis beantragen. Ferner suchten sie sich auch ein Buch aus und stellten dies jeweils den Mitschülern vor.

 




Emschergenossenschaft und Lippeverband wurden in Bonn mit dem „Corporate Health Award“ ausgezeichnet

Die beiden Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband sind am Dienstag in Bonn mit dem „Corporate Health Award“ ausgezeichnet worden. Bei dieser renommierten Auszeichnung handelt es sich um eine gemeinsame Initiative von EuPD Research Sustainable Management, Handelsblatt und der ias-Gruppe unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Emschergenossenschaft und Lippeverband konnten sich mit ihrer betrieblichen Gesundheitsförderung in der Kategorie „Energiewirtschaft“ durchsetzen.

Preisverleihung (v. li.): Silke Kayadelen (Ernährungs- und Fitnessexpertin & Buchautorin), Raimund Echterhoff, Birgit Teschner und Bernd Schwarz (alle drei von Emschergenossenschaft/Lippeverband). Foto: EuPD Research/Jörn Wolter) –

Gesundheit am Arbeitsplatz wird bei den beiden in der Emscher-Lippe-Region beheimateten Wasserverbänden Emschergenossenschaft und Lippeverband besonders groß geschrieben. Das Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement zählt zu den erklärten Zielen der Verbände und ist ein wichtiger Bestandteil des internen Managementsystems.

Vorstand und Personalrat von Emschergenossenschaft und Lippeverband stimmen überein, dass die Förderung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes unverzichtbarer Bestandteil einer modernen Personalpolitik sind und einer besonderen Beachtung und Unterstützung bedürfen.

„Als Hüter des Wasserschatzes schaffen wir mit unserem hohen Standard die Grundlage für ein gesundes Leben von 3,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger. Das Niveau unseres Betrieblichen Gesundheitsmanagements wird in regelmäßigen Mitarbeiterbefragungen und durch den Corporate Health Award bestätigt“, sagt Raimund Echterhoff, Vorstand für Personal und Nachhaltigkeit bei den beiden Flussmanagern.

Es gibt bei Emschergenossenschaft und Lippeverband eine Vielzahl von konkreten Dienstvereinbarungen und detaillierten Verfahrensanweisungen, die direkt oder indirekt Einfluss nehmen auf arbeitsschutzrechtliche und gesundheitsrelevante Aspekte des Arbeitsalltags. Zu nennen sind unter anderem die Verfahrensanweisungen „Arbeits- und Gesundheitsschutz verbessern“ sowie die Dienstvereinbarungen „Betriebliche Hilfe bei Suchtmittelmissbrauch“ oder „Inklusionsvereinbarung“.

Zu den vorgeschriebenen Angeboten, die bei Emschergenossenschaft und Lippeverband umgesetzt werden, gehören die arbeitsmedizinische Vorsorge sowie sicherheitstechnische Begehungen und entsprechende Beratungen durch die BAD-Zentren Duisburg, Essen und Dortmund und das Gesundheitsteam in Hamm (BAD = Betriebsärztlicher Dienst).

Die beiden Flussmanager

Die Emschergenossenschaft wurde 1899 in Bochum gegründet und hat ihren Sitz seit 1910 in Essen. Ihre Aufgaben sind seitdem unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und – reinigung sowie der Hochwasserschutz. Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Großprojekt Emscher-Umbau um. Über einen Zeitraum von rund 30 Jahren investiert die Emschergenossenschaft insgesamt 5,3 Milliarden Euro in die Revitalisierung des Emscher-Systems.

Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke um. In das Projekt (1985 bis 2014) investierte der Lippeverband rund 500 Millionen Euro, es gilt als Vorläufer des Emscher-Umbaus. Gemeinsam haben Emschergenossenschaft und Lippeverband rund 1600 Mitarbeiter und sind Deutschlands größter Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen.

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Kontaktstelle für psychisch Kranke in Bergkamen bis 2022 gesichert: Kreis erneuert Vereinbarung mit Trägern

Unkomplizierte Hilfe für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen gibt es in den Kontakt- und Beratungsstellen im Kreis Unna. Seit 1998 werden vier Anlaufpunkte vom Kreis finanziell unterstützt – und das bliebt auch so – auch für die Kontakt- und Beratungsstelle der PSAG im Heinrich-Martin-Heim am Wiehagen.

Landrat Michael Makiolla (vorne rechts) und Ralf Plogmann unterschrieben die Vereinbarung ebenso wie Rainer Klein (l.), Angelika Schindler (r.) und Sabina Cosentino (2.v.r.). Mit dabei waren auch Sozialdezernent Torsten Göpfert und Ausschussvorsitzende Angelika Chur. Foto: Max Rolke – Kreis Unna

Landrat Michael Makiolla, Ralf Plogmann (Caritas-Verband Kreis Unna), Rainer Klein (Diakonie Lünen), Sabina Cosentino (PSAG Bergkamen e.V.) und Angelika Schindler (SHG Schwerte) unterschrieben die entsprechende Vereinbarung. Sie hat eine Mindestlaufzeit bis Ende 2022 und regelt neben der Aufgabenstellung auch die finanzielle Unterstützung.

Die Kontakt- und Beratungsstellen agieren in vier Bereichen. Zum Bereich Süd 1 (Standort Unna) gehören Unna und Fröndenberg, zum Bereich Süd 2 (Standort Schwerte) Schwerte und Holzwickede. Hier ist die Selbsthilfegemeinschaft Schwerte als Partner im Boot. Für den Versorgungsbereich Mitte (Standort Bergkamen) mit Bergkamen, Kamen und Bönen ist die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft Bergkamen, Kamen und Bönen als Partner dabei. Den Versorgungsbereich Nord (Standort Lünen) mit Lünen, Selm und Werne betreut das Diakonische Werk Dortmund und Lünen.

„Die Kontaktstellen leisten einen wichtigen Beitrag, damit Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht vereinsamen, sondern aktiv am Leben in der Gemeinschaft teilhaben“, betont Landrat Makiolla. Das sieht auch die Kreispolitik so, die in der Kreistagssitzung im Oktober den Weg für die Vereinbarung frei machte.

Die Arbeit der Kontaktstellen ist vielseitig. Hier werden Betroffene und Angehörige frühzeitig und niederschwellig erreicht, die Mitarbeiter leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Auch für Menschen, die aus einer stationären Einrichtung entlassen wurden, sind die Beratungsstellen wichtig, weil sie dort beim Weg zurück in die vertraute Lebensumgebung unterstützt werden.

Der Kreis honoriert diese Arbeit durch eine jährliche Unterstützung. Für 2018 sind rund 490.000 Euro eingeplant. PK | PKU




Kleine Wasserfreunde bauen Hexenhäuschen

Fast 30 kleine Nachwuchsschwimmer der Wasserfreunde TuRa Bergkamen trafen sich zum alljährlichen Hexenhäuschenbauen bei der Bäckerei Schmitz in Werne.

Mit viel Liebe zum Detail gestalteten die angehenden kleinen Baumeister nach Anweisung des Bäckermeisters ihre Häuschen, so dass am Ende trotz gleichem Material viele einzigartige Kunstwerke entstanden sind. Um sicherzustellen, dass der Zuckerguss, der das Bauwerk zusammenhält auch von guter Qualität ist, musste dieser natürlich ausgiebig probiert werden.

Zum Schluss hielten die neuen Hexenhaus-Baumeister 2017 stolz ihre Urkunden in die Kamera. Da die Häuschen noch über Nacht trocknen mussten, wurden sie wie immer erst am nächsten Abend zum Schwimmbad geliefert.




Noten lesen: Musikakademie Bergkamen bietet wieder einen Einsteigerkurs an

Wie ist ein Rhythmus notiert? Wie heißen die Noten im Violin- und Bassschlüssel? Diese Fragen scheinen viele musikinteressierte Erwachsene zu beschäftigen, denn die bisherigen Angebote „Notenlesen für Erwachsene“ sind seit Jahren Lieblingskurse der Musikakademie Bergkamen.

Bettina Pronobis. Foto: Wilhelm Lohmann

Aufgrund vielfacher Nachfrage hat die Kursleiterin Bettina Pronobis für 2018 sowohl Einsteigerkurse als auch spätere Vertiefungskurse geplant. Teilnehmer ohne Vorkenntnisse besuchen zunächst einen Einsteigerkurs. In vier Sitzungen jeweils freitags von 18.30 bis 19.30 Uhr werden Chorsänger, Wiedereinsteiger oder Selbstlerner im Instrumentalspiel mit den Geheimnissen der Notenschrift vertraut gemacht.

Die Kursleiterin Bettina Pronobis möchte mit diesem Angebot Hürden abbauen. „Ich habe schon oft den Satz gehört „Noten waren für mich immer ein Buch mit sieben Siegeln“ und finde es schade, wenn dieser Umstand Menschen daran hindert, aktiv zu musizieren! Dabei genügen schon einfache Grundlagen des Notenlesens, um beim Singen oder Instrumentalspiel besser und vor allem selbständiger zurecht zu kommen. Auch Eltern, die ihren Kindern helfen möchten, wenn diese gerade Noten lernen, können in meinem Workshop gute Grundkenntnisse erlangen.“

Die studierte Violinistin Bettina Pronobis ist selbst seit ihrer Jugend engagierte Chorsängerin und verfügt über langjährige Unterrichtserfahrung mit allen Altersstufen. Ihr Anliegen ist es nicht nur, die Systematik unseres Tonsystems zu vermitteln, sondern auch die neu erworbenen Fähigkeiten zu trainieren. Dabei wird die individuelle Zielsetzung der Teilnehmer berücksichtigt.

Die Kosten für den einzelnen Workshop betragen 20,00 €. Die Teinehmer werden gebeten, Bleistift und Radiergummi mitzubringen. Aufgrund des geplanten Umbaus im ursprünglichen als Veranstaltungsort vorgesehenen Pestalozzihaus findet der Workshop in der Burgschule Bergkamen-Oberaden statt. Er beginnt am 12. Januar und geht bis zum 2. Februar 2018. Er umfasst 4 Lektionen von jeweils 60 Minuten. Anmeldungen nimmt die Musikschule Bergkamen bis zum 5. Januar  telefonisch unter Nummer 02306/307730 entgegen.




Reigen der Weihnachtsmärkte wird in Mitte und Rünthe fortgesetzt

Der Reigen der Bergkamener Weihnachtsmärkte wird an diesem Wochenende in Bergkamen-Mitte und in Rünthe fortgesetzt. Los geht es jeweils am Freitag. Geboten wird ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Auf dem Hof des Pestalozzihauses startet der Weihnachtsmarkt, der vom SPD-Ortsverein organisiert wird, am 8. Dezember um 15 Uhr. Die Verkaufsstände sind bis 19.30 Uhr geöffnet. Am Samstag, 9. Dezember beginnt der Weihnachtsmarkt um 13 Uhr und endet um 18.30 Uhr.

Auf dem Hof der Regenbogenschule startet das vorweihnachtliche Vergnügen am Freitag um 16 Uhr und am Samstag um 15 Uhr. Hier wird der Weihnachtsmarkt vom SuS Rünthe organisiert.




Verkehrsregeln aufgefrischt Teil 2: Spezielle Vorfahrtsregeln

Parken auf dem Gehweg, Überholen von Bussen, Einfädeln auf andere Fahrstreifen – im Straßenverkehr wird einiges falsch gemacht. Bei vielen ist die Fahrprüfung auch schon länger her und im hektischen Alltag werden dann so manche Regeln vergessen. In der Serie „Verkehrsregeln aufgefrischt“ werden diese wieder ins Gedächtnis gerufen.

Ein Auto von rechts aus einer Nebenstraße, das andere im verkehrsberuhigten Bereich – wer hat Vorfahrt? Antwort: Wer aus einer Nebenstraße mit abgesenktem Bordstein kommt, muss warten. Foto: Max Rolke – Kreis Unna

Heute: Spezielle Vorfahrtsregeln
Viele Autofahrer kennen das: Ein Auto nähert sich von rechts aus einer Nebenstraße mit abgesenktem Bordstein. Beide Fahrer halten an, beide wissen nicht so genau, wer Vorfahrt hat – gilt rechts vor links oder muss der Fahrer, der von rechts kommt warten? Michael Arnold von der Straßenverkehrsbehörde klärt auf: „Wer aus einer Nebenstraße mit abgesenktem Bordstein kommt, muss warten.“ Das gilt natürlich auch für Zweiräder.

Doch es gibt noch weitere Situationen, die gefährlich werden können. Vor allem, wenn kein Schild an der Straße steht. Dann gelten Sonderregeln. Autofahrer müssen warten, wenn sie

Grundstücke
Parkstreifen
privaten Auffahrten
Fußgängerzonen und
Feld- und Waldwege

….verlassen.

„Feldwege sind übrigens Wege, die hauptsächlich für die Landwirtschaft wichtig sind. Sie können asphaltiert sein, sind aber untergeordnet, auch wenn es nicht immer danach aussieht“, sagt Arnold. PK | PKU




LionsClub BergKamen öffnet das 7. Fenster des Adventskalenders

Die Losnummern der Weihnachtskalender-Aktion des Lions Club BergKamen sind gezogen. Hier sind nun die Nummern für Donnerstag, 7. Dezember.

Die Gewinne können bei den jeweiligen Geschäften und Unternehmen direkt abgeholt werden. Es ist dafür vom Lions Club keine Frist gesetzt worden. Die glücklichen Gewinner von Gutscheinen können sich also gründlich überlegen, wie sie ihn eintauschen wollen.

07. Dezember 2017 Gewinn Los-Nummer
Specht Küchen Kochen Leben Warengutschein im Wert von 100,00 EUR 1976
POCO Einrichtungsmärkte Warengutschein im Wert von 30,00 EUR 112
POCO Einrichtungsmärkte Warengutschein im Wert von 30,00 EUR 1316
POCO Einrichtungsmärkte Warengutschein im Wert von 30,00 EUR 2330
POCO Einrichtungsmärkte Warengutschein im Wert von 30,00 EUR 1110
POCO Einrichtungsmärkte Warengutschein im Wert von 30,00 EUR 723
Bohde Eisenwaren Warengutschein im Wert von 30,00 EUR 3008
röttger Gartencenter Warengutschein im Wert von 30,00 EUR 449
röttger Gartencenter Warengutschein im Wert von 30,00 EUR 2450
Platanen-Apotheke Warengutschein im Wert von 20,00 EUR 1479
Platanen-Apotheke Warengutschein im Wert von 20,00 EUR 1180
Platanen-Apotheke Warengutschein im Wert von 20,00 EUR 1938
Platanen-Apotheke Warengutschein im Wert von 20,00 EUR 3097
Platanen-Apotheke Warengutschein im Wert von 20,00 EUR 201



Schwarz-gelbe Mehrheit stimmt im Landesverkehrsausschuss für den Bau der L 821n in 2018

Die schwarz-gelbe Mehrheit stimmte am Mittwoch im Landesverkehrsausschuss für den Bau der L 821n in 2018. Verfolgt wurde die Debatte im Ausschuss von der Delegation der Bergkamener Bürgerinitiative „L821n NEIN“, die die bisher gesammelten rund 3000 Unterschriften bei dieser Gelegenheit an den Landtagsvizepräsidenten Arndt Klocke (Bündnis 80 / Die Grünen) überreichte.

Übergabe der Listen mit den 3000 Unterschriften gegen den Bau der L 821n (v. l.): Harald Sparringa, Arndt Klocke, Rolf Humbach und Anja Lenz.

Ihre Eindrücke von diesem Besuch in der Landeshauptstadt fasst die Delegation so zusammen:

Die neue Landesregierung in NRW will mit Ihrem Entwurf des Bauprogramms 2018 für mehr Mobilität sorgen und sieht unter anderem die vier Maßnahmen mit unanfechtbarem Planfeststellungsbeschluss (hierunter ist auch die L821n zu finden) als Startrampe für globalisierte Märkte. Die Maßnahme L821 OU Bergkamen könnte sich zusätzlich positiv auf die strukturelle Entwicklung der Kommune auswirken. Was so gut klingt, wurde allerdings auf der heutigen Sitzung des Verkehrsausschusses im Landtag heftig diskutiert.

Eine Abordnung der BI L821n NEIN machte sich heute Morgen auf den Weg nach Düsseldorf, um vorrangig die gesammelten 3000 Unterschriften gegen den Bau der L821n zu übergeben. Bisher hatten weder Minister Wüst, der mehrfach online und postalisch angeschrieben worden ist, noch Frau Ministerin Scharrenbach auf den offenen Brief der Bürgerinitiative reagiert. Anscheinend sieht die CDU/FDP Landesregierung nicht die Notwendigkeit auf Anfragen in dieser Größenordnung Stellung zu nehmen oder die gestellten Fragen waren zu unangenehm. Selbst ein Übergabetermin der Unterschriftenliste zahlreicher Bergkamener Bürger konnte bisher aufgrund der undemokratischen Haltung der CDU nicht stattfinden. Also nutzten die Straßenbaugegner einen offiziellen Übergabetermin mit dem Landtagsvizepräsidenten der Grünen Arndt Klocke MdL, der gleichzeitig das Amt des Sprechers für Verkehr, Bauen und Wohnen besetzt und die Unterschriften demnächst an das Verkehrsministerium zu Händen Herrn Minister Wüst übergeben wird. Kurz nach dem Übergabetermin begann die Verkehrsausschusssitzung, an der die BI-Abordnung als Gäste teilnehmen durfte.

Als in der Tagesordnung der Entwurf des Bauprogramms 2018 für die Landesstraßen diskutiert wurde, stand der Bau der L821n im Mittelpunkt der Diskussion.

Arndt Klocke MdL(Grüne) wollte fehlende Antworten auf seine kleine Anfrage vom 14.11. einholen und fragte zusätzlich nach dem Kosten-Nutzen Verhältnis und welche neuen Erkenntnisse es seit der Anfrage im Februar von der damaligen Abgeordneten Scharrenbach gibt, dass der Straßenbau der L821n nun favorisiert wird. Minister Wüst nahm dazu keine Stellung.

Johannes Remmel MdL(Grüne) fragte, ob die Zahlen des Straßenbauprogrammentwurfs über 37 Mio (für alle geplanten Projekte) aktuell wären und ob die Unterhaltskosten inkludiert seien. Zu den Unterhaltskosten bezog Minister Wüst keine Stellung, bei den veranschlagten Kosten für die L821n (14,475 Mio) handelt es sich nicht um eine aktuelle Summe, sondern um die Gesamtkosten zum Stand der Planung. Die aktuellen Kosten werden erst im Zuge der Ausschreibung ermittelt. Es ist davon auszugehen, dass diese wesentlich höher ausfallen.

Carsten Löcker MdL(SPD) sagte, dass die L821n in Bergkamen höchst umstritten sei und in Bergkamen diese Straße anscheinend kaum ein Bürger mehr will. Er kritisierte außerdem Ministerin Scharrenbach, weil sie das Projekt entgegen der üblichen Gepflogenheiten persönlich vorantreibt. Minister Wüst erklärte, dass nicht nur Frau Scharrenbach für die Straße sei, sondern auch eine Bürgerinitiative für die Straße werben würde.

Spätestens mit dieser Aussage hat sich Minister Wüst ins demokratische Abseits begeben. Die Bürgerinitiative L821n NEIN kann zumindest von einem Minister verlangen, dass es an Objektivität nicht fehlt. Allein aufgrund der Größenordnung der Straßengegner, müssten diese eigentlich einen höheren Stellenwert in seiner Beurteilung finden.

Obwohl beim massiven Substanzverfall der vorhandenen Straßen Einigkeit herrschte, wurde wie erwartet mit der Mehrheit der Stimmen von CDU und FDP „das Benehmen für das Landesstraßenneubauprogramm 2018 hergestellt“. SPD, Grüne und AFD lehnten das Programm ab.“




Erstes Date nach Flirt im Internet total missglückt: Wiedersehen vorm Richter

von Andreas Milk

Es hatte nicht funktioniert zwischen der 26-jährigen Serap A. (Namen geändert) aus Duisburg und dem 40-jährigen Murat B. aus Bergkamen. Nach dem Kennenlernen übers Internet gab es zwei, drei Treffen – und am Ende eine Strafanzeige der jungen Frau gegen Murat B.. Verhandelt wurde darüber vor dem Kamener Amtsrichter.

Der hatte – wie auch die übrigen Prozessbeteiligten – arge Probleme, aus Serap A. etwas Brauchbares herauszubekommen. Vor dem Termin hatte sie einen Brief geschrieben mit der Bitte, das Verfahren zu stoppen. Zwecklos. Als Zeugin im Verhandlungssaal sagte Serap A. zunächst, sie könne sich an nichts erinnern. Erst die Androhung von Ordnungsgeld und Beugehaft brachte sie zum Reden.

Es ging um Vorfälle am 5. Mai. Murat B. hatte Serap A. in Duisburg abgeholt und war mit ihr in seine Wohnung gefahren. Da fing ein Streit an. Laut Strafanzeige packte B. die Frau an den Haaren, schlug ihr gegen Arme und Brust, verfrachtete sie gegen ihren Willen in sein Auto, drohte, sie werde sterben, wenn sie zur Polizei gehe. Angeblicher Auslöser für den Zoff: Serap A. soll während des Dates übers Handy Kontakt zu anderen Männern gesucht haben.

Der angeklagte Murat B. beschrieb den verkorksten Maiabend nüchtern und ohne Groll: Serap A. sei aufgewühlt gewesen, habe von ihm weglaufen wollen, bloß wäre sie dann wohl in ein Feld gerannt, weil er sehr abgelegen wohne. Drum habe er sie ins Auto gezwungen, um sie nach Hause zu bringen. Während der Fahrt habe sie aussteigen wollen. Und deshalb habe er wohl etwas gesagt in Richtung „Wenn du das tust, kann es Tote geben“ – eine schlüssige Erklärung für die vermeintliche Todesdrohung.
Serap A. schien im Gericht – vorsichtig ausgedrückt – ziemlich durcheinander. Seit Mai sei „einiges passiert in meinem Leben“, sie lebe „in den Tag hinein“, leide unter Depressionen. Als Tatort hatte sie nicht Bergkamen, sondern Dortmund in Erinnerung. Und nein – die erlittenen Verletzungen seien nicht erheblich gewesen. Sie habe aber von Murat B. nicht mehr angefasst werden wollen, nachdem der Streit eskaliert sei.

Das Ergebnis: eine Einstellung des Verfahrens gegen den Bergkamener. Das, was sich zwischen ihm und der Duisburgerin abgespielt hat, bleibt juristisch folgenlos – abgesehen von einem Gerichtsverfahren, das übrigens auch eine Aufwandsentschädigung für die Zeugin Serap A. einschließt.