„Das Tri-Tra-Trullala-Prinzip“: Ein heiterer musikwissenschaftlicher Vortrag mit Reinhard Fehling

Die Musikakademie Bergkamen startet ihr Vortragsprogramm für das Jahr 2018 am 29. Januar mit einem humoristischen Paukenschlag. Der umtriebige Chorleiter, Komponist und Musikwissenschaftler Reinhard Fehling präsentiert sein neues Forschungsfeld: „Das Tri-Tra-Trullala-Prinzip“ in der Musik.

Reinhard Fehling. Foto: Roland Baege

Der zweiteilige Vortrag richtet sich an Jugendliche und Erwachsene und verspricht einen heiteren, mit vielen Musikbeispielen garnierten historischen Streifzug durch die Werke größerer und kleinerer Komponisten.

Fehling gelingt es, das Bauprinzip jeglicher Musik auf eine erstaunlich simple Formel zurück zu führen: das aus dem Kasperletheater wohlbekannte „Tri-Tra-Trullala-Prinzip“. Er gibt dazu – mit leichtem Augenzwinkern – vielfältige Klangbeispiele aus der Volksmusik, der populären, barocken, klassischen, romantischen und modernen Musik. „Die im Laufe der Veranstaltung gewonnene Erkenntnis bewirkt ein wacheres Hören,“ erläutert Reinhard Fehling. „Das kann z. B. beim eigenen Komponieren helfen.“

Der zweiteilige Vortrag findet am Montag, den 29. Januar und 5. Februar von 19.00 bis 20.30 Uhr in der Galerie „sohle 1“ im StadtMuseum in Bergkamen-Oberaden statt. Die Kosten für die Veranstaltung betragen 2 x 8,00 €. Anmeldungen nimmt die Musikschule Bergkamen bis zum 22. Januar 2018 telefonisch unter 02306/307730 entgegen.




Städtisches Gymnasium Bergkamen: Auch Schulkonferenz befürwortet die Rückkehr zu G9

Am Donnerstagabend sprachen sich auch die Mitglieder der Schulkonferenz des Städtischen Gymnasiums Bergkamen einhellig für eine Rückkehr zu G9 und damit zum Abitur nach 9 Jahren aus. Schon am Dienstagabend gab es dafür bei der Schulpflegschaftssitzung uneingeschränkte Zustimmung.

Zuvor hatte dies auch das Kollegium des SGB auf der Lehrerkonferenz Anfang Dezember befürwortet.
Bereits ab dem neuen Schuljahr 2018/2019 können damit wohl kommende Fünftklässlerinnen und Fünftklässler am Städtischen Gymnasium von einer längeren Vorbereitungszeit auf das Abitur profitieren.

Schulleiterin Bärbel Heidenreich wird beim Informationsabend für interessierte Eltern kommender Fünftklässlerinnen und Fünftklässler, der am Mittwoch, 17. Januar, 19 Uhr, im Pädagogischen Zentrum der Schule stattfinden wird, zu dieser Thematik Rede und Antwort stehen. Am Samstag, 20. Januar, folgt dann der Tag der Offenen Tür von 9 bis 12 Uhr.




Abschied vom Rathaus für Susanne Jonas nach über 45 Jahren

Über 45 Jahre stand Susanne Jonas auf der Gehaltsliste der Bergkamener Stadtverwaltung. Am Donnerstag wurde die Büroleiterin des Kulturreferats durch Bürgermeister Roland Schäfer offiziell in die Freizeitphase der sogenannten Altersteilzeit mit einer Urkunde und einem Blumenstrauß verabschiedet. Ihr Nachfolger steht bereits fest: David Zolda wird am 1. März ihren Platz im Kulturreferat einnehmen.

Abschiedsrunde beim Bürgermeister (v. l.): Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper, Personalratsvorsitzende Anika Smits, Roland Schäfer, Sachgebietsleiterin Personal Jutta Rahn, Susanne Jonas, Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich und Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel.

Susanne Jonas hinterlässt eine breite Spur im Bergkamener Kulturleben. Denn zu ihren Aufgaben gehörte es seit Dezember 1995 nicht nur, das Referat verwaltungstechnisch und auch finanziell zusammenzuhalten. Sie kümmerte sich auch mit großem Engagement um die inhaltliche Ausgestaltung der beiden Bergkamener Kabarett- und Kleinkunstreihen.

Dafür war sie oft unterwegs, um Künstler, die noch nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen, live auf der Bühne zu erleben. Einer ihrer Entdeckungen für das Bergkamener Publikum ist zum Beispiel das Storno-Trio, dass schon kurz nach seinem ersten Gastspiel im studio theater immer wieder für ein ausverkauftes Haus sorgt. Einen anderen brauchte sie sich nicht vorher anzusehen: Dieter Hildebrandt. Er war mit der Münchner Lach-und Schießgesellschaft und später auch als Solist gern gesehener Gast im Fernsehen. Persönlich hatte er sie mit seiner menschlichen Wärme bei seinem Auftritt in Bergkamen überrascht, wie sie am Donnerstag in der Abschiedsrunde beim Bürgermeister berichtete.

Ein anderer wichtiger Arbeitsschwerpunkt war die Koordination und Pflege der Kunst im öffentlichen Raum. Hier ist natürlich insbesondere die Lichtkunst zu nennen, die sie von Anfang an begleitet hatte.

Auch wenn sich Susanne Jonas jetzt quasi im Ruhestand, bleibt sie dem Bergkamener Kulturleben erhalten. Vor einiger Zeit hat sie die Geschäftsführung der Bergkamener Künstlergruppe „Kunstwerkstatt sohle 1“ übernommen. Dort hat sie es auch wieder mit ihrem ersten Chef, dem ehemaligen Bergkamener Kulturdezernent Dieter Treeck zu tun, der zu den Gründungsmitgliedern der Gruppe gehört.

Jetzt will sie auch das Klavierspielen bei der Musikschule vernünftig lernen. Das Instrument steht bereits seit einigen Jahren im Haus der Familie Jonas in Overberge, doch bisher hatte sie nicht die Zeit gehabt, sich mit den schwarzen und weißen Tasten intensiv auseinanderzusetzen.

Und Kabarett-Abenden wird man sie natürlich auch sehen – dann aber ausschließlich als Besucherin. Der erste Termin steht schon fest: Es ist das Gastspiel des Kabarettisten Andreas Rebers am 27. April im studio theater. Ihre ehemaligen Kolleginnen und Kollegen im Kulturreferat haben ihr zwei Eintrittskarten geschenkt. Sie wussten genau, dass Susanne Jonas bereits seit Jahren immer wieder versucht hatte, ihn für Bergkamen zu engagieren. „Ich habe zu seiner Agentin gesagt, dass ich nicht eher in den Ruhestand gehe, bis das geklappt hat“, erzählte sie am Donnerstag




CDU-Mittelstandsvereinigung sagt Danke

Im Rahmen der konstituierenden Vorstandssitzung der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung im Kreis Unna (MIT) wurden der ehemalige Vorsitzende Matthias Laue und Sabine Saatkamp geehrt.

Frank Murmann, Sabine Saatkamp und Matthias Laue (v.l.)

Die Bergkamener Bilanzbuchhalterin stellte den Kreisverband von 2011 bis 2017 als Schatzmeisterin auf eine solide finanzielle Basis. Der aus Fröndenberg stammende Geschäftsführer war seinerzeit „in die Bresche gesprungen“, als sich Frank Murmann (links) aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen musste. Matthias Laue führte den Verband vier Jahre mit großem Erfolg.

„Es hat schon einen gewissen Charme, dass ich als Matthias Laues Vorgänger nun wieder zu seinem Nachfolger gewählt wurde, ist aber auch ein Zeichen von Konstanz“, meint Murmann. Der aktuelle MIT-Kreisvorsitzende überreichte ein Präsent und freute sich, dass beide weiterhin im Vorstand aktiv sein werden – für die zeitraubenden Ämter waren sie zuvor aus beruflichen Gründen nicht wieder angetreten.




Tanzkurse der evangelischen Friedenskirchengemeinde starten ins neue Jahr

Am kommenden Samstag, 13. Januar, starten die Tanzkurse der evangelischen Friedenskirchengemeinde in das neue Jahr. In der Heimatstätte , dem Martin Luther Haus , darf dann wieder das Tanzbein geschwungen werden.

Es werden drei Kurse mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen angeboten. Mittlerweile seit 19 Jahren leiten Kerstin Larm und Michael Krause durchs Programm. Jung und Alt betreten dabei zusammen das Parkett und es werden sowohl Standard als auch lateinamerikanische Tänze unterrichtet.

Aber nicht nur das Tanzen wird groß geschrieben , sondern auch die Geselligkeit . Neben Weihnachtsball , Tanz in den Mai oder dem Oktoberfest , findet jedes Jahr der traditionelle Triathlon (Radfahren, Grillen, Tanzen) statt. Neue Tänzer sind immer gern willkommen . Infos gibt es unter www.ak-dancers.de und 016098984400




Für Einsteiger und die ganze Familie: Musikakademie lädt zum Tagesworkshop „Blues Harp“

Am Sonntag, 4. Februar, dreht sich in der Burgschule in Bergkamen-Oberaden alles um ein handliches, kleines Instrument: die Mundharmonika, auch Blues Harp genannt. Von 11.00 bis 16.00 Uhr bietet die Musikakademie einen Workshop für Einsteiger und die ganze Familie (ab 8 Jahre) an.

Kursleiter Dieter Spatz. Foto: Regina Lux

„Die Mundharmonika ist ein preiswertes Instrument, in der Hosentasche zu transportieren und leicht zu erlernen. Sie ist das ideale Instrument für alle, die einen unproblematischen Einsteig in die Welt der Musik und des eigenen Musizierens suchen“, sagt Kursleiter Dietmar Spatz. Der erfahrene Blues Harp Lehrer weiß genau, wie man Jung und Alt hierfür begeistern kann. „Die Teilnehmer lernen spielerisch die Mundharmonika kennen. Es werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt, nur Freude am Spielen und Klang dieses handlichen Instrumentes. Und ab geht die Post. Nach kurzer Zeit spielen Sie schon Ihr erstes Lied!“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlernen Basiswissen und Kenntnisse, die dazu führen sollen, dass sie selbständig weiter Mundharmonika üben und spielen können.

Für den Workshop empfiehlt sich eine C-Dur gestimmte diatonische Mundharmonika (Blues Harp), die für 15 € auch im Kurs erworben werden kann. Dietmar Spatz arbeitet mit dem Lehrbuch „Blues Harp für Einsteiger“, das zum Preis von 20 € ebenfalls im Kurs erworben werden kann.

Die Teilnehmer werden gebeten, Schreibutensilien, Getränke und eine Mundharmonika mitzubringen. Die Kosten für den Workshop betragen 38 €. Veranstaltungsort ist die Burgschule in Bergkamen-Oberaden von 11.00 bis 16.00 Uhr. Anmeldungen nimmt die Musikschule Bergkamen bis zum 26. Januar 2018 telefonisch unter Nummer 02306/307730 entgegen.




18-jährige Bergkamenerin Opfer eines versuchten Raubes im Hoeschpark in Dortmund

Die Polizei Dortmund hat am Dienstagabend zwei mutmaßliche Räuber festgenommen. Das Duo soll zuvor im Hoeschpark versucht haben, ein Paar zu berauben.

Ersten Erkenntnissen zufolge waren eine 18-Jährige aus Bergkamen und ein 17-jähriger Dortmunder gegen 20.40 Uhr im Hoeschpark unterwegs. An einer Parkbank kamen plötzlich zwei junge Männer auf sie zu und forderten die Herausgabe ihrer Handys. Um die Forderung zu unterstützen, bedrohte einer der Tatverdächtigen das Paar mit einer abgebrochenen Glasflasche. Es kam zu einem Gerangel, bei dem einer der jungen Männer versuchte, die Handtasche der 18-Jährigen zu entreißen. Aber auch dieser Versuch scheiterte und das Duo flüchtete in Richtung Süden.

Im Rahmen der Fahndung konnten Polizisten die Tatverdächtigen (16 und 19, aus Dortmund) im Bereich der Werkmeisterstraße stellen und vorläufig festnehmen. Die Beamten brachten sie ins Polizeigewahrsam.

Die Ermittlungen dauern an.




Lkw-Auffahrunfall am Stauende auf der A1 trotz Ausweichmanöver und Notbremsung

Ein Leichtverletzter und hoher Sachschaden sind die Folgen eines Unfalls mit zwei beteiligten LKW am Mittwochnachmittag gegen 15.32 Uhr bei Unna auf der A1 in Richtung Bremen.

Nach erster eigener Aussage fuhr der Fahrer eines LKW-Gespanns, ein 64-Jähriger aus Pirmasens, auf dem rechten Fahrstreifen. Immer wieder kam es auf Grund des hohen Verkehrsaufkommens zum Stillstand des Verkehrs. Als er wieder anfuhr, bemerkte er zu spät, dass der vor ihm fahrende LKW, eines 60-Jährigen aus Polen, bis zum Stillstand abbremste. Trotz Ausweichmanöver und Notbremsung kam es zum Zusammenprall mit dem LKW des 60-Jährigen.

Der 64-Jährige kam mit einem Rettungswagen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Der polnische LKW-Fahrer blieb unverletzt.

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf circa 17.000 Euro.

Während der Unfallmaßnahmen staute sich der Verkehr zeitweilig auf mehrere Kilometer zurück.




Kinder-Uni in Lünen Was ist Architektur?

Den „Elefanten“ im Hammer Maxipark kennt wohl jeder, den „Florianturm“ im Dortmunder Westfalenpark sicher auch und die Wolkenkratzer in Dubai sowieso. Doch was macht diese Gebäude eigentlich so bemerkenswert? Genau dieser Frage geht Professor Dr. Wolfgang Sonne bei der ersten Kinder-Uni 2018 am 19. Januar in Lünen nach.

Professor Dr. Wolfgang Sonne. Foto: Baege

Klar: Wir alle wohnen irgendwo – doch warum gibt es Monumentalbauten oder Gebäude, die wir bestaunen und unbedingt besuchen wollen? Prof. Sonne arbeitet an der Technischen Universität (TU) Dortmund, Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen. Er kennt sich also aus und erklärt am Beispiel eines berühmten Gebäudes in Rom, was Architektur besonders, ja wichtig für uns Menschen macht.

Außerdem können die Kinderstudenten zwischen acht und zwölf Jahren mit eigenen Augen sehen, welche Bedeutung Architektur hat, denn die Vorlesung findet in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen (Holtgrevenstraße 2-6) statt. Die entstand nach den Plänen des Architekten Hans Scharoun und steht inzwischen unter Denkmalschutz.

Die Vorlesung am 19. Januar beginnt wie üblich um 17 Uhr und dauert etwa eine Stunde. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig. PK | PKU

Mehr Infos zur Kinder-Uni 2018 gibt es im Internet unter www.kreis-unna.de.




Textverarbeitung, Internet, Webseiten erstellen: Die Welt der Computer erkunden mit der VHS Bergkamen

Der kompetente Umgang mit den Informationstechnologien und Neuen Medien stellt einen Schwerpunkt des Programmbereichs EDV und berufliche Bildung bei der VHS Bergkamen dar. Im aktuellen Semester bietet die VHS sowohl EDV-Grundlagen – Kurse als auch spezielle Angebote zur Textverarbeitung, Webseitenerstellung und Bildbearbeitung an.

Es gibt viele Gründe einen EDV Kurs zu besuchen. Da sind nicht nur die sich zum Teil in hoher Dynamik verändernden beruflichen Anforderungen, sondern auch die in zunehmendem Maße prägenden digitalen Medien  im  privaten Bereich. Smartphones und Tablets sind mit ihrer jederzeitigen Verfügbarkeit des Internets zum allgegenwärtigen Begleiter geworden. Im Verein werden neue Faltblätter benötigt, privat werden Reisen mit dem Internet geplant und Dateien und Ordner auf dem Rechner könnten auch besser organisiert sein. Zu all diesen Fragestellungen bietet die VHS Bergkamen im neuen Semester, das am 22. Januar startet, wieder ein umfangreiches Kursangebot.

Im Kurs „PC-Grundlagen“ (Kursnummer 5100), der am 06.Februar startet und regelmäßig 12 x dienstags von 9:00 bis 10:30 Uhr stattfindet, lernen die Teilnehmenden beim Dozenten Dr. Jürgen Havel, die Grundlagen am PC kennen. Wie gehe ich mit einem PC um? Vom ersten Einschalten bis zur Nutzung des Internets erlernen die Teilnehmenden die einfache Bedienung des Computers. Der Kurs umfasst 24 Unterrichtsstunden und kostet 60,00 EURO.

Ein zweiter Kurs mit ähnlichen Inhalten wird vom Dozenten Bernd Falkenberg in den Abendstunden angeboten. Der Kurs mit der Kursnummer 5101 findet mittwochs von 18.00 bis 21.15 Uhr statt und beginnt am 24. Januar. Die Gebühr beträgt 50,00 EURO.

Darauf aufbauend bietet die VHS Bergkamen laufend im Semester weitere WORD- und ECXEL-Kurse sowie Kurse zur Nutzung von Smartphones an. Die Kurse werden von qualifizierten und erfahrenen Dozenten durchgeführt und widmen sich zum Teil unterschiedlichen Schwerpunkten, wie z.B. Briefe, Lebensläufe, Einladungen erstellen und beinhalten die Nutzung von Formatvorlagen, das Einfügen von Abbildungen bis hin zum Erstellen von Serienbriefen. Kurse zur sicheren Einrichtung von Heimnetzwerken oder Webseitenerstellung ergänzen das Angebot.

Für alle VHS-Kurse ist eine vorherige Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das VHS-Team persönlich während der Öffnungszeiten montags bis freitags von 8.30 – 12.00 Uhr und montags, dienstags und donnerstags von 14.00 – 16.00 Uhr im Volkshochschulgebäude „Treffpunkt“, Lessingstr. 2, 59192 Bergkamen, entgegen. Eine Kursanmeldung per Telefon ist unter den Rufnummern 02307/284 952 und 284 954 möglich. Online können Interessierte sich jederzeit über www.vhs.bergkamen.de anmelden sowie das aktuelle Semesterprogramm einsehen.

 




Auf dem Heimweg vom Schützenfest: Prügelei unter Frauen beschäftigt das Amtsgericht

von Andreas Milk

„Am besten wär‘ ein Eimer Wasser gewesen“, sagte die Zeugin. Das Kamener Amtsgericht hatte es mit einer Keilerei zwischen zwei Frauen zu tun, geschehen am frühen Morgen des 4. Juni 2017. Die Beteiligten waren auf dem Heimweg vom Schützenfest. Fest steht: Die 22-jährige Jaqueline E. (Namen geändert) und die 29-jährige Meike M. gerieten aneinander. So sehr, dass ihre Freunde Mühe hatten, sie zu trennen. Ein Eimer Wasser hätte da vielleicht wirklich gute Dienste getan – aber woher nehmen, an einem Sonntag gegen 3.20 Uhr auf der Overberger Landwehrstraße?

Wegen Körperverletzung saß nun die Jüngere und deutlich weniger Verletzte, Jaqueline E., auf der Anklagebank. Ihre Version: Sie habe sich gerade mit ihrem Freund gestritten, da sei Meike M. an ihr vorbei gegangen und habe sie als Schlampe bezeichnet. „Ich habe zurückbeleidigt“ – und die Sache eskalierte, mit Schlägen, Tritten, gegenseitigem An-den-Haaren-Ziehen. Treibende Kraft sei ganz klar Meike M. gewesen: Die habe sie umgeschubst und sich auf sie gesetzt – „ich hatte Panik“. Und was sagt die angebliche Aggressorin? Etwas ganz Anderes. Nämlich, dass Jaqueline E. pampig geworden sei, als sie mitkriegte, dass Meike M. im Vorbeigehen über sie sprach. Das Gerede sei aber harmlos gewesen: Es ging bloß darum, dass Meike M. wohl Jaqueline E. mit einer früheren Kollegin verwechselt hatte.
Zeugen – darunter E.s Freund – lieferten Widersprüchliches. In einem Punkt immerhin herrschte Einigkeit: Alkoholisiert waren in jener Nacht alle; die Teilnahme am Schützenfest hatte sich offenbar gelohnt.

Strafrechtliches Ende der Geschichte: eine Einstellung des Verfahrens gegen Jaqueline E.. Die Kosten trägt die Landeskasse. Es bleibt offen, wer wen zuerst angepöbelt und/oder angegriffen hat. Eine Drohne wäre zur Aufklärung hilfreich gewesen, sagte Richter Martin Klopsch. Der konnte noch nicht einmal den Mann befragen, der seinerzeit die Polizei geholt hatte: Den Gerichtstermin ließ er verstreichen, jetzt muss er 100 Euro Ordnungsgeld zahlen. Zur Tatzeit hatte er seinen Hund an der Landwehrstraße Gassi geführt. (Wie gesagt: Es war morgens gegen halb vier.)
Zivilrechtlich geht es übrigens weiter: Die Frauen haben sich wechselseitig verklagt.