Polizei hebt Cannabisplantage in einer Wohnung aus – Tatverdächtiger verletzte sich beim Fluchtversuch schwer

Die Polizei durchsuchte in der letzten Woche im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen Rauschgiftdelikten eine Wohnung in der Schwerter Innenstadt.

Rund 500 Stecklinge entdeckte die Polizei in dieser Cannabisplantage in einer Wohnung in der Schwerter Innenstadt.

Währenddessen versuchte ein 31-jähriger Tatverdächtiger mit zwei Kilogramm Marihuana über ein Vordach aus der Wohnung im ersten Obergeschoss zu fliehen. Als er sich an einem Fahnenmast herabhangeln wollte, knickte der Mast ab und der Flüchtende stürzte aus ca. drei Metern Höhe. Dabei verletzte er sich schwer. Er wurde von der Polizei festgenommen. Die Plastiktüten mit den zwei Kilogramm Marihuana sowie ein Messer wurden sichergestellt.

Mit zwei Kilogramm Marihuana versuchte einer der Tatverdächtigen zu fliehen.

Bei der Wohnungsdurchsuchung wurde ein manipulierter Stromkasten gefunden, von welchem eine Starkstromleitung zu einer weiteren Wohnung führte. In dieser Wohnung wurde eine professionell aufgebaute Cannabisplantage mit fast 500 Stecklingen gefunden. Außerdem fanden die Ermittler weitere 216 Gramm Marihuana, die überwiegend bereits für den Straßenverkauf portioniert waren.
Gegen den 31-Jährigen sowie gegen den 27ährigen Wohnungsinhaber wurde Untersuchungshaftbefehl erlassen.

Die Ermittlungen dauern an.




Raub auf Raststätte Lichtendorf an der A1 – 63-jährige Angestellte tritt Täter in die Flucht

Gegen 1.55 Uhr betrat in der Nacht zu Montag ein augenscheinlich alkoholisierter Räuber die Raststätte Lichtendorf und ging hinter den Verkaufstresen. Dort bedrohte er die Angestellte mit einem Taschenmesser und forderte Bargeld. Allerdings hatte sich der Räuber das falsche Opfer ausgesucht. Mit beherzten Tritten gegen Schienbein und Knie setzte sich die 63-jährige Frau zur Wehr, mit Erfolg. Der lädierte Räuber flüchtete aus der Raststätte. Zuvor griff er noch nach der Trinkgeldkasse. Beute: fünf Euro. Die mutige Angestellte blieb unverletzt.

Der Räuber mit dem Taschenmesser wird als circa 20-30 Jahre alt und zwischen 175 und 180 cm groß beschrieben. Er hatte eine normale Statur und dunkelblonde / braune Haare. Zur Tatzeit war er mit einer olivgrünen Jacke, einem roten Pullover und einer blauen Jeans bekleidet.

Hinweise bitte an die Kriminalwache unter 0231-132-7441!




Familienausflug mit dem Roten Rucksack in Heil: Einblick in das Leben der Bienen

Sie sorgen für die biologische Vielfalt und die Vielfalt auf unseren Tellern: Bienen. Doch die nützlichen Insekten sind in Gefahr. Parasiten, Pestizide und andere Bedrohungen setzen ihnen zu. Wie wichtig Bienen für das weltweite Ökosystem und die Artenvielfalt in der Natur sind, erfahren die TeilnehmerInnen eines Familienausflugs, zu dem der SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek am Donnerstag, 5. April, um 15 Uhr in die Ökologiestation in Bergkamen-Heil, Westenhellweg 110, einlädt.

Imker Heinrich Behrens gibt einen umfassenden, fachkundigen und unterhaltsamen Einblick in einen Bienenstaat. Darüber hinaus steht unter der Leitung von Michael Bub eine Führung auf dem Areal der Ökostation auf dem Programm. Abgerundet wird der Ausflug mit Kaffee und Kuchen.

Aus organisatorischen Gründen bittet das Wahlkreisbüro von Oliver Kaczmarek interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer um eine rechtzeitige Anmeldung bis Freitag, 23. März. Gerne telefonisch unter Tel. 02303 2531450 oder per E-Mail an oliver.kaczmarek.ma05@bundestag.de




Einbrecher zertrümmern Schaufenster eines Getränkemarkts gleich mit zwei Gullydeckeln

Gleich mit zwei Gullydeckeln zerstörten Unbekannte in der Zeit von Freitag auf Samstag die Schaufensterscheibe eines Getränkemarktes in der Werner Straße. Zwischen 22.00 und 8.00 Uhr gelangten die Täter so ins Gebäude.

Gestohlen wurden Spirituosen und Zigaretten.

Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




Frauenhilfe gestaltet Gottesdienst: Thema sind die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie

„Gott hat mir die Kleider des Heils angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet“
(Jesaja 61, 1-4.8-11), unter diesem Motto steht der Gottesdienst am Sonntag, 18. März, um 10.30 Uhr in der Friedenskirche.

Die Mitglieder der Evangelischen Frauenhilfen sind an der Gestaltung dieses Gottesdienstes in der Passionszeit beteiligt. Sie möchten mit dem Gottesdienst auf die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie aufmerksam machen. Vor allem Frauen schuften weltweit unter unmenschlichen Bedingungen für einen Hungerlohn, damit wir jedes Jahr die neueste Mode einkaufen können. Immer wieder sterben Arbeiterinnen aufgrund von fehlendem Arbeitsschutz. Fünf Jahre ist die letzte Katastrophe her, bei der über 1.100 Arbeiterinnen beim Einsturz eines Fabrikgebäudes in Bangladesch gestorben sind.

Die Frauenhilfe unterstützt seit vielen Jahren Kampagnen für bessere Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie, ruft zu Unterschriftenkampagnen auf und informiert über Menschenrechtsverletzungen.

Anlass für diesen besonderen Passionsgottesdienst ist die Tatsache, dass am Sonntag Judika die Kollekte für die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V. gesammelt wird.

Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die Gemeinde zum Kirchen-Cafe ein, bei dem sich die Besucherinnen und Besucher über die Arbeit der Evangelischen Frauenhilfe informieren können.




Naturkundlicher Spaziergang des NABU über die Halde Großes Holz

Ornithologiekurs von Karl-Heinz Kühnapfel: Am Sonntag, 18. März, stellt Karl-Heinz Kühnapfel vom NABU die Bergehalde Großes Holz als Lebensraum unserer Vogelwelt vor.

Die Teilnehmer lernen Standvögel, Durchzügler und Wintergäste anhand ihres Aussehens und ihrer Stimme zu erkennen. Ferngläser und Vogelbestimmungsbücher, falls vorhanden, sollten mitgebracht werden.

Treffpunkt ist um 9.00 Uhr der Parkplatz an der Halde, Erich-Ollenhauer Straße.




Krankheitsbedingt: Wenige Einzelkarten für Storno an der Abendkasse

Die Kabarettveranstaltung „STORNO-Die Abrechnung 2017“ am kommenden Dienstag, 13. März, ist nahezu ausverkauft. Wenige Einzelkarten sind noch aus Krankheitsgründen an der Abendkasse
abzugeben.

Tickets und weitere Informationen gibt es im Kulturreferat Bergkamen unter:  02307/ 965 464.




9. Messe Marktplatz Ausbildung am Donnerstag im Ratstrakt

Gemeinsam mit rund 25 regionalen Unternehmen richten das Jobcenter Kreis Unna, die Agentur für Arbeit Hamm, die KAUSA Servicestelle Hamm/Kreis Unna und die Stadt Bergkamen bereits zum neunten Mal in Folge die Messe Marktplatz Ausbildung aus.

Die Veranstaltung am 15. März 2018, die im Ratstrakt gegenüber dem Rathaus Bergkamen stattfindet, bietet Arbeitsuchenden die Gelegenheit, mit regionalen Arbeitgebern in Kontakt zu treten und sich über Ausbildungsangebote sowie persönliche Karrierechancen zu informieren. Die Messe kann im Zeitraum von 9:00 bis 14:00 Uhr besucht werden.

WAS BIETET DER MARKTPLATZ AUSBILDUNG?

  • MESSESTÄNDE VON 25 UNTERNEHMEN & INSTITUTIONEN
    Hier können Interessierte direkt mit potenziellen Ausbildern in Kontakt kommen und/oder Hilfestellung für Berufsorientierung, Ausbildungssuche und Bewerbung erhalten
  • VORTRÄGE & WORKSHOPS
  • BEWERBUNGSMAPPENCHECK (durch die Berufsberatung der Agentur mfür Arbeit & die KAUSA Servicestelle Hamm/Kreis Unna)
  • BERATUNG & INFORMATION FÜR ELTERN (am Stand der KAUSA Servicestelle Hamm/Kreis Unna
  • INFOMOBIL „DU+DEINE AUSBILDUNG“ mit Berufe-Quiz und vielen Infos rund um das Thema Ausbildung



20 Medaillen für Wasserfreunde beim Internationalen Hörder Schwimmfest

Acht Schwimmerinnen und Schwimmer der Wasserfreunde TuRa Bergkamen nahmen sehr erfolgreich am Internationalen Hörder Schwimmfest in Dortmund teil.


Auf dem Foto sind Josephine Borowski, Lina-Julie Bracht, Piet Weppler,
Emma Schmucker, Lisa Marie Ebel, Yannick von der Heide, Ian Jared Wefers
und Elias-Noel Kaminski mit ihrem Trainer Lucas Polley zu sehen.

Die TuRaner erschwammen sich auf der Kurzbahn 20 Medaillen und 23 persönliche Bestzeiten.

Piet Weppler (Jg.2008) bekam je eine Goldmedaille über 200m Brust, 50m Schmetterling sowie 100 und 200m Lagen zudem je eine Silbermedaille über 50 und 100m Freistil; Josephine Borowski (2009) je eine Silbermedaille über 50 und 100m Freistil, 100m Lagen sowie 50m Schmetterling; Yannick von der Heide (Jg.2009) je eine Silbermedaille über 100m Lagen und 200m Rücken sowie je eine Bronzemedaille über 50 und 100m Freistil;

Lisa Marie Ebel (Jg.2006) eine Silbermedaille über 200m Lagen und eine Bronzemedaille über 50m Schmetterling; Ian Jared Wefers (Jg.2009) eine Silbermedaille über 50m Freistil und eine Bronzemedaille über 100m Lagen; Elias-Noel Kaminski (Jg.2009) eine Bronzemedaille über 200m Rücken und Emma Schmucker (Jg.2008) eine Bronzemedaille über 200m Rücken.

Die erfolgreiche Mannschaft komplettierte Lina-Julie Bracht mit vielen neuen Bestzeiten.




Reinhard Schmidt neuer 2. Vorsitzender der IG BCE-Ortsgruppe Weddinghofen

Reinhard Schmidt heißt der neue 2. Vorsitzenden der IG BCE-Ortsgruppe Weddinghofen. Er wurde am Samstag in der Jahreshauptversammlung der Gewerkschafter in der Gaststätte Kuhbachstuben als Nachfolger von Uwe Radtke gewählt. Der hatte ein Amt zur Verfügung gestellt, weil auf die Ostseeinsel Rügen gezogen ist.

Reinhard Schmidt (Bildmitte) wurde zum stellv. Vorsitzenden der IG BCE-Ortsgruppe Weddinghofen gewählt.
Links Mario Unger ( Vorsitzender), rechts Horst Wolgast ( Hauptkassierer)

Positiv fielen die Berichte des 1. Vorsitzenden Mario Unger und des Kassierers Horst Wolgast aus. Mit 418 Mitgliedern sei die Ortsgruppe stabil. Davon sind 146 Kolleginnen und Kollegen noch aktiv beschäftigt, 272 Mitglieder befinden sich im Ruhestand. Die Versichertenältesten der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) haben ab dem 1. Dezember 2017 die Funktionsbezeichnung „Versichertenberaterin/Versichertenberater“.

In der Ortsgruppe üben zwei Kollegen ehrenamtliche Versicherungsberater. Sie betreuen und beraten die Mitglieder und Versicherten der KBS direkt vor Ort.

Dies sind Horst Wolgast (Sprechstunde: mittwochs von 16.00 Uhr – 17.30 Uhr)
und Herbert Engeldinger (Sprechstunde: freitags von 15.00 Uhr – 17.00 Uhr).
Sie führen die Sprechstunden in der ehemaligen Albert- Schweitzer-Schule an der Schulstraße in Weddinghofen durch. Gegebenenfalls können auch Termine mit ihnen vereinbart werden.

Der Klönabend findet am Samstag, 30. Juni, um 18.00 Uhr im Kleingartenverein „Krähenwinkel“ statt und die Jubilarfeier  am Samstag, 29. September, um 11.00 Uhr im Restaurant Schützenheide um 11.00 Uhr statt. Im Herbst ist ein politischer Abend vorgesehen. Die Vorbereitungen laufen bereits dazu.

Anschließend referierte der SPD Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek über die Koalitionsvereinbarungen und das Zustandekommen der großen Koalition. Er befand, dass es zwar keine Liebesheirat, es aber doch letztendlich notwendig gewesen sei, damit Deutschland wieder eine arbeitsfähige Regierung stellen könne.

Es folgte eine emotionale Diskussion. Themen wie prekäre Arbeitsverhältnisse und Digitalisierung am Arbeitsplatz kamen auf den Tisch. Unger merkte an, dass sich neben der Entwicklung der Arbeitsplatzgestaltung und der Arbeitsverhältnisse die Betriebsverfassung dahingehend weiterentwickelt werden müsse. Die Mitbestimmung der Betriebsräte müsse gestärkt werden.
Die Versammlung forderte Klarheit in der Dieselaffäre. Und es sollten die Leute zur Verantwortung gezogen werden, die wissentlich die Gesundheit der Menschen in Kauf genommen hätten.
Die Kosten für das Umrüsten und die Updates müssten von der Autoindustrie getragen werden.
Die Absicherung des Rentenniveaus von 48 Prozent bis 2025 sei ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Dennoch müsse weiterhin daran gearbeitet werden, dass die zukünftigen Renten auch das Leben für die Ruheständler lebenswert machen.

Mit den geplanten Investitionen in die Bildung zeigte sich die Versammlung zufrieden, wenn auch mehr getan werden müsste. Auch war man sich einig, dass es für ein reiches Land wie die BRD beschämend sei, dass Alters- und Kinderarmut herrsche. Eine unmögliche Situation, zumal die Wirtschaft brumme. Aber leider profitierten nun mal nicht alle davon.

Sicherlich hätte man auch den Einstieg in die Bürgerversicherung vorgenommen, doch dazu gibt es zurzeit keine Mehrheiten im deutschen Bundestag, so Kaczmarek. Auch muss für die Pflege getan werden. Es reicht lange nicht aus, 8000 zusätzliche Pflegekräfte bei besserer Bezahlung einzustellen. Das Personal müsse auch entsprechend qualifiziert und bei der Arbeitsintensität deutlich entlastest werden.




Internationaler Frauentag mit Facebook-Buckel und Stolz-Selbsthilfe

Was ist geblieben von 100 Jahren Frauenwahlrecht? Die Mitleif-Kreisis bei 15-Jährigen, Dauertelefonate und Facebook-Buckel rund um die Diskussion über das durchsichtige Kleid der Nachbarin, Sprint-Kämpfe um den besten Platz an der Kasse und omnipräsente Strebertussi. So sieht jedenfalls der Alltag aus, wenn frau der Kabarettistin Vera Deckers beim Matinée zum Internationalen Frauentag durch die Probleme des fraulichen Alltags folgte. Der selbstironische Sprint durch die Problemskala machte gehörigen Spaß.

Stets das Handy am Ohr: Die Frau von heute hat auch 100 Jahre nach dem Frauenwahlrecht allerhand Probleme. Vera Deckers deckte sie auf. Sie ist prädestiniert dafür, hat sie doch am 8. März und damit am Frauentag Geburtstag.

Selbstironisch und gut gelaunt ging es mit der Kabarettistin und gelernten Psychologin schonungslos durch den ganz normalen Wahnsinn des Geschlechter-Alltags.

Clara Zetkin, Marie Juchacz und Co. hätte es allerdings Tränen der Verzweiflung in die Augen getrieben, hätten sie 100 Jahre nach ihrem erfolgreichen Kampf für erste Anzeichen der Gleichberechtigung Vera Deckers große und kleine Wahrheiten auf der Bühne im Treffpunkt erlebt. Dort kämpfte sie mit Meeresrauschen und Delfinstimmen gegen die Schlaflosigkeit und erntete dringenden Harndrang. Beim Flirt ließ sie sich vom virtuellen Ich ausbooten und kollidierte hernach mit der allgegenwärtigen Bescheidenheit der Frauen, für die Leistung verbal fast ausschließlich mit Glück zu tun hat. Es wurde auch tatsächlich ganz still im einmal mehr gut gefüllten Saal, als sie alles andere als ironisch forderte: „Habt doch einfach mal mehr Mut zum männlichen Selbstbewusstsein!“

Gut besucht war das Matinée zum Internationalen Frauentag und auch die Männer hatten ihren Spaß.

Während Jungs ganz offen aggressiv und selbstbewusst sein dürfen, lassen Frauen ihre Wut verdeckt beim Backen aus. Scheibenkleister-Selbsthilfegruppen gegen die weibliche Verbal-Erziehung, enttäuschte Betroffenheits-Mütter, die ihre Kinder auf Verdacht fördern mit dem Fahrradhelm in den Bus schicken, das wahre Glück der androgynen Menschen gegen die Haarspangen-Falle, die schon im kindlichen Alltag die Rollenbilder prägt: Nicht nur die vereinzelten Männer im Publikum hatten ihre wahre Freude an den gut gelaunten Geschlechter-Analysen der ausgebildeten Psychologin.

 

 

 

 

 

Ausstellung zum Frauenwahlrecht und Quiz

Die Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämpfer hielt in ihrer Rede Rückschau und blickte appellierend in die Zukunft.

Da kam die Pause gerade recht, um sich im Foyer in einer kleinen Ausstellung noch einmal vor Augen zu halten, was sich 100 Jahre nach Erringung des Frauenwahlrechts alles verändert hat. Das ist doch immerhin einiges, wie auch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bergkamen, Martina Bierkämper, in ihrer Rede hervorhob. Wurden Frauen in Frankreich noch für ihre Forderungen nach mehr Rechten geköpft, führte das 19. Jahrhundert mit der Industrialisierung, Frauen als billigen Arbeitskräften und der Arbeiterbewegung doch auch indirekt in die Emanzipation. Es dauerte bis 1918, bis endlich das Frauenwahlrecht eingeführt war. Für Marie Juchacz als erste Frau in der Weimarer Nationalversammlung eine „Selbstverständlichkeit“. Eine Bundeskanzlerin, Ministerinnen, Frauenquote: In der Politik scheinen die Frauen formell Gleichberechtigung erreicht zu haben. Gleichgestellt sind sie aber längst noch nicht. Schon gar nicht im Alltag.

Ausstellung, Informationsstände, Literatur und ein Imbiss: Im Foyer des Treffpunkt gab es viel zu entdecken.

Gleichverteilung von Status, Macht und Einkommen forderte Martina Bierkämper deshalb. Mehr Frauen in Führungspositionen, Entgeltgleichheit, Schutz vor Gewalt, Veränderungen in der Familienpolitik und Rente sind nur einige Felder, die es weiterhin zu beackern gilt. Bürgermeister Roland Schäfer konnte da nur beipflichten: „Es kommt auf die tatsächliche Gleichstellung an“. Ansonsten hielt er sich vornehm zurück und überreichte vor allem zahlreiche mehrfarbige Umschläge von Verwaltung und Politik zur finanziellen Unterstützung des Frauentags. Dessen Erlös geht an das Bergkamener Mädchen- und Frauennetzwerk.

Nicht nur beim Cocktail und seinen diversen Bezeichnungen kamen Männer und Frauen beim Frauentag zusammen.

Im Foyer gab es nicht nur Equal Pay-Taschen, Anstecker und Kulis, Literatur und Flyer rund um das Thema Frauen und Gleichberichtigung, sondern auch einen Imbiss und frisch geschüttelte Cocktails, die Männer und Frauen in ihren Namensbezeichnungen unmissverständlich zusammenbringen. Und natürlich angeregte Gespräche über die inzwischen 34. Veranstaltung zum Frauentag in Bergkamen, seit mehr als 30 Jahren ungebrochenes Engagement des Frauentags-Teams, das von unzähligen Gruppen und Einrichtungen unterstützt wird. Während andernorts die Begeisterung merklich abgeflaut ist, ist das Engagement in Bergkamen ungebrochen. „Es kommt eben auch auf das richtige Konzept an – und das haben wir hier in Bergkamen“, ist Martin Bierkämper sich sicher.

Dass das Engagement weiterhin ungebrochen sein sollte, zeigte vielleicht auch das kleine Frauentags-Quiz. Es waren vor allem die älteren Frauen, die richtige Antworten über die Zitate berühmter Frauenrechtlerinnen zur Hand hatten und dafür kleine Präsente bekamen.