Das sieht die Polizei nicht gern: Klapprad zum „heißen Ofen“ umgebaut

Eine Begebenheit frei nach dem Motto „Kein Tag ist wie der andere bei der Polizei“ hatte am Dienstag,  ein Motorradpolizist in Lünen auf der Kurt-Schumacher-Straße / Kamener Straße. Der Beamte beobachtete den Verkehr auf der Kurt-Schumacher-Straße, als ihm ein Gefährt (siehe Foto) nicht nur durch seine auffällige Farbe, sondern auch durch futuristisch anmutende Konstruktionen („Fluxkompensator“ per pedes?), förmlich ins Auge stach.

Bei näherem Hinsehen entpuppte sich die Konstruktion nicht als eine wissenschaftliche, einem Science-Fiction-Roman entsprungene Sensation, sondern als schnöder Zweitakt-Motor. Der Fahrer des „Feuerstuhls“, ein 60-Jähriger aus Lünen, hatte den Motor auf dem Gepäckträger montiert. Vom Motor aus führte eine Kette zum modifizierten Hinterradritzel. Ein entsprechender Gaszug zur Geschwindigkeitsregelung führte zum Lenker. Die Beleuchtung setzte sich aus einer Taschenlampe vorne und mehreren roten Akkuleuchten am Heck des Feuerstuhls zusammen. In seiner ersten Einlassung gab der 60-jährige Konstrukteur an, es handele sich um einen Bausatz, welchen er selber auf sein Fahrrad montiert habe. Er habe auch versucht das Gefährt zu versichern, allerdings habe seine Versicherung dies auf Nachfrage abgelehnt.

Ende der Geschichte: Das Gefährt wurde zwecks Erstellung eines technischen Gutachtens sichergestellt. Der 60-Jährige bekam eine Verkehrsvergehensanzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.




Rückgang der Wohnungseinbrüche im Kreis Unna um 40 Prozent

„Es wird immer schlimmer.“ Dieser Kommentar ist oft auf Facebook zu lesen, wenn es um Kriminalität geht. Zumindest im Kreis Unna und für Wohnungseinbrüche stimmt er nicht. Die jetzt von der Polizei vorgelegten Zahlen zur Einbruchskriminalität sprechen eine ganz andere Sprache.

Die bereits im Jahr 2016 rückläufige Zahl der Einbrüche in Wohnungen (Reduzierung um über 12 % auf 1.039 Fälle) hat sich während des Jahres 2017 weiterhin erfreulich entwickelt. Die Polizei im Kreis Unna kann für das Jahr 2017 einen noch deutlicheren Rückgang um weitere 40 % (617 Taten) feststellen. Damit entwickelt sich die Situation im Kreis Unna günstiger als es landesweiten Prognosen des Landeskriminalamts Ende Dezember 2017 erwarten ließen. Dort ging man Weihnachten noch von einem bereits erfreulichen Rückgang um „nur“ 25 % aus.

Auch die im Januar zunehmende Aktivität von Wohnungseinbrechern trübt dieses Bild nicht. „Die polizeiliche Erfahrung der letzten Jahre zeigt“, so der Leiter der für den Kreis Unna zuständigen Direktion Kriminalität, Frank Kujau, „dass die Zahl der Wohnungseinbrüche im Januar jeden Jahres gegenüber dem Dezember deutlich zu- und im Anschluss wieder abnimmt.“

Dennoch ist die Polizei unverändert aktiv. Wie Landrat Michael Makiolla als Chef der Polizei klarstellte, bleibt die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs auch im Jahr 2018 das zentrale strategische Thema der Kriminalitätsbekämpfung. „Die Aufklärungsquote ist auf 19 % gestiegen. Ein für den Wohnungseinbruch gutes Teilergebnis. Auch der erneut gestiegene Anteil an Versuchen auf nunmehr fast 48 %, zeigt dass sich die Arbeit des Kommissariats Kriminalprävention auszahle. Viele Eigentümer haben in der Vergangenheit in ihre Sicherheit investiert, was ich begrüße. Das rentiert sich jetzt. Doch wir ruhen uns auf den Erfolgen nicht aus.“

Im Rahmen der Fortsetzung ihrer Aktivitäten hat die Polizei am Donnerstag in Methler erneut Kontrollmaßnahmen durchgeführt. Es wurden dabei Personen und Fahrzeuge überprüft, Bürgergespräche geführt und Informationsmaterial zum Thema Prävention gegen Wohnungseinbrecher verteilt.

Diese Maßnahmen sind Teil des ganzjährigen Aktionsprogramms von Fahndungs- und Kontrollaktionen der Polizei im Kreis Unna, die sich in unterschiedlichen Zeitabständen in den verschiedenen Gemeinden des Polizeibezirks fortsetzen werden. Polizeibeamte werden sowohl in Uniform als auch nicht erkennbar in Zivil eingesetzt und teilweise -so wie am gestrigen Tag- auch von Angehörigen der Bereitschaftspolizei unterstützt.

Daneben reagiert die Polizei selbstverständlich auch auf Notrufe von Anrufern zu verdächtigen Aktivitäten und insbesondere Einbruchsversuchen in der Nachbarschaft. Dass diese Meldungen derzeit rückläufig sind, ist sicherlich auch dem Rückgang an Straftaten geschuldet.

„Wir wollen, dass der Kreis Unna unverändert eine Region ist, in der die Menschen sicher leben können.“ so Landrat Michael Makiolla. Deshalb ruft er die Bevölkerung dazu auf, verdächtige Beobachtungen der Polizei in jedem Fall zu melden und insbesondere gegenüber ungewöhnlichen Ereignissen in ihrer Nachbarschaft kritisch zu bleiben.




Gedenkfeier zum 72. Jahrestag des Grubenunglücks auf der Schachtanlage Grimberg 3/4

Die Mitglieder der IG BCE-Ortsgruppe Weddinghofen treffen sich am Dienstag, 20. Februar, um 10.30 Uhr zur Gedenkfeier zum 72. Jahrestag des Grubenunglücks auf der Schachtanlage Grimberg 3/4 am Ehrenmal auf dem Waldfriedhof, Am Südhang

Weitere Termine der IG BCE-Ortsgruppe Weddinghofen sind:

  • 10.03.2018, 11 Uhr Jahreshauptversammlung in den Kuhbachstuben
  • 01.05.2018, 11 Uhr 1. Mai-Kundgebung in der Römerbergsporthalle in Oberaden
  • 30.06.2018, 18 Uhr Klönabend im Krähenwinkel
  • 29.09.2018, 11 Uhr Jubilarfeier in der Schützenheide
  • 11.11.2018, 14 Uhr  Skatturnier im  Krähenwinkel

Das Skatturnier wird zusammen mit dem IGBCE Regionalforum durchgeführt. Am Ostersamstag ist eine weitere Aktion der Ortsgruppe in Weddinghofen geplant.

Zu der am Samstag, den 10.03.2018 stattfindenden Jahreshauptversammlung der IG BCE Ortsgruppe Weddinghofen, ist der Bundestagsabgeordnete der SPD, Oliver Kaczmarek, eingeladen. Er wird dort über die Koalitionsverhandlungen und ggf. über deren Abschluss referieren.




Ausstellung „passing“ nur noch bis Sonntag in der sohle 1 zu sehen

Noch bis zum 16. Februar ist in der Galerie sohle 1 die Ausstellung „passing“ zu sehen. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich auf besondere Porträtfotografien, Film und Videoarbeiten und Lichtinszenierungen einzulassen.

Das Künstlerduo Simone Prothmann und Siegfried Krüger

Simone Prothmann und Siegfried Krüger setzen Zeit als Komponente ein und thematisieren in ihren Arbeiten immer wieder Nicht-Sichtbares, Verborgenes und Unumkehrbares. Bei einem Rundgang durch die Ausstellung werden die Künstler Idee, Annäherung und Hintergründe zu ihren Arbeiten vorstellen.

Städtische Galerie „sohle 1“
Jahnstraße 31/Museumsplatz
59192 Bergkamen-Oberaden
02306 30 60 21 0

Öffnungszeiten:
Di – Fr 10-12 und 14-17 Uhr
Sa 14-17 Uhr
So 11-18 Uhr




Heftige Kritik von der SPD: Straßen.NRW will auch nach dem Bau der L821n weiterhin Lkw auf der Schulstraße rollen lassen

In Sachen Ortsdurchfahrten in Oberaden und Weddinghofen hat der Bergkamener Landtagsabgeordnete Rüdiger Weiß am Donnerstag eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Unter anderem will er wissen, wie sich das Land vorstellt, wie nach dem Bau der L821n eine Entlastung von Schulstraße/Kampstraße und der Jahnstraße erreicht werden kann.

Demo für den Bau der L 821n: Die Proteste vieler Anlieger von Schul- und Kampstraße bringen wohlmöglich die neue Umgehungsstraße, eine nennenswerte Entlastung vom Lkw-Verkehr wird es nach den Plänen von Straßen.NRW aber nichtan der Kampstraße am Montagnachmittag.

Auslöser dieser Anfrage waren Äußerungen eines Sprechers von Straßen.NRW gegenüber der Presse, dass es keine Herabstufung der Schulstraße und Kampstraße zu einer Kreis- oder Gemeindestraße geben wird. Folgerichtig sei es dann unmöglich, auf der Landstraße L664 eine Begrenzung der Tonnage beim Lkw-Verkehr einzuführen.

Der von ihnen gewünschte Effekt, die Lkw-Verkehrs von der Schulstraße auf die neu zu bauende L821n zu verdrängen und so die Lärmbelästigungen für die Anlieger zu minimieren könne dann nicht eintreten, zeigten sich am Freitag Rüdiger Weiß und der SPD-Fraktionsvorsitzende Bernd Schäfer überzeugt.

Hauptargument von Straßen NRW: Man könne nicht plötzlich die L664 an der Töddinghauser Straße enden lassen. Die so entstehende Lücke bis zur Lünener Straße (L 654) sei nicht hinnehmbar. Auch die SPD will nicht, dass die L664 im „Nirgendwo“ endet. Auf ihre Initiative hin hat sich der Stadtrat im vergangenen Jahr dafür ausgesprochen, diese Landstraße von Hamm kommend an der Kreuzung mit der Werner Straße enden zu lassen. Schäfer: „Dort kann man nach links oder rechts abbiegen und auf dem Fernstraßennetz weiterfahren.“

Anders als die Schulstraße und Kampstraße hat Straßen.NRW die Herabstufung der Jahnstraße (noch L821) in der Planung. Das ist für Bernd Schäfer zu wenig, um für einen Straßen-Neubau ein Stück Natur und Naherholungsbereich zu opfern. Er geht davon aus, dass, wenn sich Straßen.NRW nicht weiterbewegt, die Zahl der Gegner in der SPD-Fraktion wachsen wird.
Rüdiger Weiß rechnet damit, dass die Landesregierung etwa vier Wochen benötigt, um seine Kleine Anfrage zu beantworten. Danach will die SPD-Fraktion weitere Schritte beraten




Rasierer, Pflegeset, Dose Bier – fünf Monate Haft für einen Ladendieb

von Andreas Milk
Ein Rasierer, ein Gesichtspflegeset, ein Dosenbier – macht zusammen: 76 Euro. Oder fünf Monate Haft. Lidl hat sich so gar nicht gelohnt für den 37-jährigen Thomas H. (Name geändert). Für den Diebstahl am 26. August 2017 in der Oberadener Filiale an der Jahnstraße schickte ihn das Kamener Amtsgericht heute ins Gefängnis. Da ist er sowieso schon: Wegen früherer Taten muss H. in Hamm bereits zwölf Monate verbüßen.

Ein notorischer, seit 1996 gerichtsbekannter Dieb – und ein recht sympathischer, gab Richter Martin Klopsch zu. Denn Thomas H. ist keiner von denen, die Taten abstreiten. Im Gegenteil: Er hat sogar bei einem Prozess Dinge zugegeben, von denen die Staatsanwaltschaft noch gar nichts wusste. Auch da ging es eigentlich bloß um Diebstahl. In der Verhandlung erzählte H. dann freimütig, er sei mit einem Fahrzeug unterwegs gewesen, für das er erstens keinen Führerschein hatte, zweitens keine Zulassung. Vor Gericht gilt zwar, dass niemand sich selbst zu belasten braucht, schon gar nicht als Angeklagter. Aber es wird eben auch niemand daran gehindert.

Zurück zum Lidl-Fall: H. hatte seine Beute im Rucksack; an der Kasse legte er nur eine Packung Nudeln und ein zweites Dosenbier aufs Band. Die Kassiererin wurde stutzig, sprach ihn an. Prompt gab er – wie gewohnt – alles zu.

Und obwohl dieser „Kunde“ so pflegeleicht ist, meinte Richter Klopsch dann doch: „Ich würd‘ mich freuen, wenn ich Sie jetzt mal ein paar Jahre nicht wiedersehe.“




Praxis-Workshop für Erwachsene: Kochen über dem offenen Feuer

Das gemeinschaftliche Kochen am Feuer hat eine lange Tradition. Am Sonntag, 18. März können die Teilnehmer von 14.00 – 18.00 Uhr unterschiedliche Gerichte und Kleinigkeiten am offenen Feuer zubereiten.

Die Zutaten werden vor Ort gesammelt oder kommen aus dem Bioladen. In Kleingruppen brutzeln, schnibbeln und kneten die Teilnehmer und probieren Neues aus. Zum Abschluss genießen sie in geselliger Runde die selbstgemachten Köstlichkeiten.

Durchgeführt wird der Praxis-Workshop von der Wildnispädagogin Sandra Bille und der Naturerlebnis-Pädagogin Heike Barth. Die Kosten für diesen Praxis-Workshop betragen 30 Euro je Teilnehmer zzgl. 8 Euro für Material (die 8 Euro werden vor Ort bezahlt).
Teilnehmen können maximal 16 Personen.

Anmeldungen ab sofort bei Dorothee Weber-Köhling (02389-980913) oder umweltzentrum_westfalen@t-online.de.




Betrunken gegen Verkehrszeichen gefahren – Blutprobe entnommen und Führerschein sichergestellt

Am Mittwochabend fuhr gegen 20:10 Uhr ein 30-jähriger Kamener mit seinem Pkw auf der  Erich-Ollenhauer-Straße. Als er im Kreisverkehr nach rechts in die Parkstraße abbiegen wollte, verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Pkw kam nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte dort mit einem Verkehrszeichen.

An dem Fahrzeug entstand Totalschaden. Im Rahmen der Unfallaufnahme konnte bei dem Unfallverursacher Alkoholgeruch in der Atemluft wahrgenommen werden. Ein durchgeführter Atemalkoholtest verlief positiv. Daraufhin wurde ihm auf der Polizeiwache eine Blutprobe entnommen und sein Führerschein sichergestellt.




Emschergenossenschaft und Lippeverband posten ab sofort rund um die Wasserwirtschaft im Revier auf Facebook

Die beiden Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband sind seit dem 1. Februar mit einer eigenen Seite auf Facebook vertreten. In dem sozialen Netzwerk posten die Flussmanager in erster Linie aktuelle Nachrichten rund um ihre Großprojekte an Emscher und Lippe. Darüber hinaus bieten Emschergenossenschaft und Lippeverband auf Facebook allgemein Wissenswertes über die Wasserwirtschaft im Revier. Nicht zuletzt wollen die beiden Verbände über ihren neuen Informationskanal spektakuläre und teils unveröffentlichte „Schätzchen“ aus ihrem gigantischen Foto-Archiv der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Weit mehr als 200.000 Fotografien umfasst das Bilderarchiv von Emschergenossenschaft und Lippeverband – darunter 40.000 auf Glasplatten: Sie reichen von den Anfängen der Wasserwirtschaft an Emscher und Lippe in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis zu den spektakulären Baustellen der Großprojekte Emscher-Umbau und Lippe-Renaturierung. Immer donnerstags, am „ThrowbackThursday“, veröffentlichen die Flussmanager historische Bilder aus ihrem Glasplatten-Archiv.

Breite Palette an Themen
Die Palette der Themen bei Emschergenossenschaft und Lippeverband reicht vom Emscher-Umbau über Kultur-, Karriere- und Bildungsthemen bis zu den ganz aktuellen Herausforderungen der Wasserwirtschaft: Hochwassermanagement, Klimawandel und Starkregenereignisse, Medikamentenrückstände im Wasser – und noch vieles mehr.

Den Flüssen folgen
„I follow rivers“ – so lautete vor einigen Jahren der Titel eines erfolgreichen Liedes. Emschergenossenschaft und Lippeverband freuen sich darüber, wenn möglichst viele Bürger nun auch den Flüssen Emscher und Lippe folgen und die neue Facebook-Seite „liken“ und teilen!

Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft wurde 1899 in Bochum gegründet. Ihre Aufgaben sind die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um. Über einen Zeitraum von rund 30 Jahren investiert die Emschergenossenschaft prognostizierte 5,266 Milliarden Euro in die Revitalisierung des Emscher-Systems.

Lippeverband
Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke um. In das Projekt (1985 bis 2014) investierte der Lippeverband rund 500 Millionen Euro, es gilt als Vorläufer des Emscher-Umbaus. Gemeinsam haben Emschergenossenschaft und Lippeverband rund 1600 Mitarbeiter und sind Deutschlands größter Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen (rund 740 Kilometer Wasserläufe, rund 1320 Kilometer Abwasserkanäle, rund 350 Pumpwerke und fast 60 Kläranlagen).
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Kreis mit Rucksack ganz vorn: Land lobt Sprachförderprogramme

Es begann als Projekt, wurde Programm und zieht bundesweit Kreise. Die beiden Sprachförderprogramme Rucksack Kita und Rucksack Schule laufen im Kreis seit 2002 bzw. 2007 und werden bisher aus „Bordmitteln“ des Kreises und der teilnehmenden Kommunen bezahlt. Möglicherweise steigt aber auch das Land in die Finanzierung ein.

Landrat Michael Makiolla mit Vertreterinnen von Land und Kreis zur Eröffnung des Fachtags Rucksack Schule. Foto: Constanze Rauert

Entsprechende Signale sendeten Susanne Blasberg-Bense und Christiane Bainski beim bundesweiten Fachtag Rucksack in der Stadthalle Kamen. Die eine ist Abteilungsleiterin im NRW-Ministerium für Schule und Bildung, die andere leitet die Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren, kurz LaKI.

Die beiden wissen um die Wertschätzung, die das Land dem Integration über Sprache fördernden Programm beimisst. Mit dem „hervorragenden Partner“ Kreis Unna werde das „wirksamste Programm der Sprachförderung“ in Kita und Grundschule praktiziert, hob Blasberg-Bense hervor. So wundere es nicht, dass das Land auf die Ergebnisse der bis 2018 angelegten Evaluation von Rucksack Schule warte, um daraus politisches Handeln abzuleiten.

Die seit 2015 laufende Studie wird von Prof. Dr. Drorit Lengyel von der Universität Hamburg durchgeführt und von der Freudenbergstiftung Weinheim finanziert. Auf den Kreis aufmerksam wurde die Uni, weil das von Anne Nikbin aus dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) Kreis Unna koordinierte Programm Rucksack Schule deutschlandweit am längsten und am konsequentesten umgesetzt wird.

Die Studie geht der Frage nach, ob Kinder, die über Rucksack Schule in ihrer Zweisprachigkeit durch Lehrer und Eltern gefördert werden, bis zum Ende der Grundschule über höhere sprachliche Fähigkeiten im Deutschen und Türkischen verfügen als die, die nicht dabei waren.

„Der Kreis leistet Pionierarbeit“, unterstrich Prof. Lengyel in der Vergangenheit mehrfach und ergänzte: „Rucksack Schule empfinden alle Beteiligten als Gewinn. Die Kinder nehmen die Beteiligung ihrer Eltern deutlich wahr, sie sind stolz auf sie und bearbeiten die gemeinsamen Aufgaben zu Hause mit Freude.“

Für die vom Land gelobten Programme steuerte der Kreis bislang 70.000 Euro als Anschubfinanzierung für Rucksack Kita und weitere 48.600 Euro als Starthilfe für Rucksack Schule bei.

Aktuell machen über 230 Mütter und Kinder in 17 Gruppen an Schulen in Bergkamen, Bönen, Lünen, Schwerte und Unna bei Rucksack Schule mit. Bei Rucksack Kita sind es fast 190 Mütter und Kinder in Kindergärten in Bergkamen, Fröndenberg, Holzwickede, Lünen, Schwerte und Unna.

Hintergrund zur Evaluation Rucksack Schule
Beteiligt an der Studie über Rucksack Schule im Kreis sind neben der Hamburger Universität, der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) und dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) Kreis Unna fünf Rucksackschulen: die Gerhart-Hauptmann-Schule (Bergkamen), die Hellwegschule (Bönen), die Wittekindschule und Viktoriaschule (beide Lünen) sowie die Friedrich-Kayser-Schule (Schwerte). Als Vergleichsschulen einbezogen wurden die Diesterwegschule Kamen, die Elisabethschule, Osterfeldschule, Overbergschule sowie die Schule am Heikenberg (alle Lünen).

Zahlen zu Rucksack Kita und Rucksack Schule

1998 begann alles mit einer Reise der RAA NRW nach Rotterdam, um das niederländische Projekt „Rukzak“ kennenzulernen. 2002 handelte der Kreis Unna und hob Rucksack Kita aus der Taufe (Awo-Kita Wackelzahn in Bergkamen). Aktuell sind 188 Kinder und Mütter in 13 Gruppen in Bergkamen, Fröndenberg, Holzwickede, Lünen, Schwerte und Unna bei Rucksack Kita dabei. Die Anschubfinanzierung beläuft sich auf 70.000 Euro.
PK | PKU




Glühwein-Ausschank im Garten-Center Röttger: Streetwork freut sich über Spende

Während des Weihnachtsbaum-Verkaufes in der zurückliegenden Adventszeit verwöhnte das Garten-Center Röttger die Besucher mit dem kostenlosen Ausschank von Glühwein und Punsch.

Mitarbeiter regten an, ein kleines Sparschwein aufzustellen und baten – falls der Glühwein geschmeckt hatte – um eine kleine Spende für einen guten Zweck. So kam eine schöne Summe zusammen, die von Claudia Röttger aufgestockt wurde. Heute wurden nun insgesamt 350€ an den Streetworker Verein übergeben.

Zur Übergabe kamen zusammen: Anja Keding (Floristin Röttger), Wassili Zoch (Gärtner Röttger), Imke Vogt (Streetworkerin), Sabine Bellert (2.Vorsitzende Streetworker Förderverein) und Claudia Röttger (Inhaberin).