Stadt will in diesem Jahr rund 7 Mio. Euro in ihre Schulen investieren

Rund 7 Mio. Euro will die Stadt Bergkamen in Baumaßnahmen an ihren Schulen investieren. Das geht aus einer Liste hervor, die Beigeordnete Christine Busch dem Ausschuss für Schule, Sport und Weiterbildung in dessen nächster Sitzung am 21. Februar vorlegen wird.

Die Pfalzschule in Weddinghofen soll in diesem Jahr neue Klassenräume erhalten. Außerdem wird die Raumsituation der OGS verbessert.

In dieser Summe sind allerdings zwei Positionen enthalten, die nicht etwas direkt mit Schulen zu tun haben: Arbeiten am studio theater und der Bau eines kleinen Jugendzentrums an der Freiherr-vom-Stein-Realschule.

In dieser Sitzung wird es auch genauere Erläuterungen zu den einzelnen Baumaßnahmen geben.

A) Grundschulen
Schillerschule: Sanierung Fenster Neubau und Turnhalle 260.000,00 €
Jahnschule: Abriss Altbau Burgschule und Planung Neubau 800.000,00 €
Overberger Schule Ertüchtigung Altbau 160.000,00 €
Overberger Schule Neubau OGS 1,3 Mio. €
Pfalzschule Neubau Klassenräume und Umbau OGS 750.000,00 €

B) Freiherr-vom-Stein-Realschule Turnhalle Aufstockung 1 Mio. €.

Neubau Jugendzentrum 500.000 €

C) Will-Brandt-Gesamtschule Lehrschwimmbecken Umbau zum Mehrzweck-
raum und GL 950.000 €
Studio Theater Aufstockung 440.000,00 €

D) Städt. Gymnasium Turnhalle 1 Sanierung 650.000,00 €
E) A.-Schweitzer-Schule Umbau für Lehrküche 170.000,00 €




Belohnung für fleißige Kinder: Besuch einer echten Hochschule

Auf „große Fahrt“ zu einer echten Hochschule ging es für die eifrigsten Nachwuchs-Studenten der Kinder-Uni im Kreis Unna. Insgesamt 26 Kinder hatten alle sechs Vorlesungen im zweiten Halbjahr 2017 besucht. Sie schnupperten zur Belohnung in Münster Hochschul-Luft.

Landrat Michael Makiolla (hinten rechts) begrüßte die Kinder gemeinsam mit Kinder-Uni-Organisatorin Martina Bier (hinten links) im Kreishaus, bevor es auf die Fahrt nach Münster ging. Foto: Max Rolke – Kreis Unna

Landrat Michael Makiolla begrüßte die jungen Forscher und ihre erwachsenen Begleiter vor der Fahrt herzlich im Kreishaus Unna. „Das Interesse der jungen Hörerinnen und Hörer an den Vorlesungen zeigt, dass es richtig ist, die Neugier der Kinder und den Spaß an wissenschaftlichen Themen möglichst früh zu wecken“, unterstrich Makiolla.

Auf der Exkursion durften sie selbst forschen: Beim Experimentieren zum Thema erneuerbare Energien bauten sie ein Anemometer – ein Windmessgerät und lernten beim Bau eines Fahrzeugs aus Lego etwas über Luftwiderstand. So verschärfte sich das Umweltbewusstsein der kleinen Forscher. Sie werden so zu einem bewussteren Umgang mit Natur und Umwelt motiviert. PK | PKU




Spannende Zeiten in Berlin: Ehrenamtler aus Bergkamen zu Gast im Deutschen Bundestag

Letzte Woche besuchten 45 Bürgerinnen und Bürger auf Einladung ihres Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek Berlin. Unter den Teilnehmenden waren auch Bergkamener Seniorenhelferinnen und Seniorenhelfer.

Seniorenhelferinnen und Seniorenhelfer aus Bergkamen in Berlin

Das dreitägige Programm beinhaltete unter anderem einen Besuch des Bundeswirtschaftsministeriums, eine historische Stadtrundfahrt, ein Gespräch im Willy-Brandt-Haus und natürlich den Besuch des Bundestags.

Da der Abgeordnete Kaczmarek in dieser Woche als Bildungsexperte seiner Partei in die Koalitionsverhandlungen eingebunden war, führte zunächst sein Mitarbeiter Christopher Paesen ein Gespräch mit der Gruppe. Er berichtete über aktuelle Themen und die Arbeitsweise des Parlaments. Die Gruppe hatte auch Gelegenheit, eine Plenardebatte zu verfolgen und die Kuppel des Reichstagsgebäudes zu besichtigen. Oliver Kaczmarek selbst konnte die Teilnehmenden dann noch bei weiteren Gelegenheiten über die aktuellsten politischen Entwicklungen informieren.




Andrea Schröder ist seit 25 Jahren bei der Sparkasse Bergkamen-Bönen tätig

Am 3. Februar konnte Andrea Schröder ihr Dienstjubiläum bei der Sparkasse Bergkamen-Bönen feiern.

Von links: Beate
Brumberg, Vorsitzende des Vorstandes, Jubilarin Andrea Schröder und Martin Engnath, Personalratsvorsitzender

Die gelernte Bankkauffrau nahm vor 25 Jahren als Kundenberaterin ihre Tätigkeit auf. 1995 schloss sie erfolgreich den Lehrgang zur Sparkassenfachwirtin ab. Nach ihrem Einsatz in unterschiedlichen Geschäftsstellen ist sie seit April 2014 als Kundenberaterin in der Hauptstelle der Sparkasse tätig.

Im Rahmen einer Feierstunde wurde Frau Schröder vom Vorstand und Personalrat der Sparkasse Bergkamen-Bönen geehrt.




Filzspaß auf der Ökologiestation: Tagesseminar für Anfänger

Am Sonntag, 18. Februar, gibt es in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil einen „Filzstart“ für Menschen, die schon immer mal Filzen ausprobieren wollten – oder über ein erstes Stück hinaus kommen möchten.

Das Grundprinzip ist einfach, und doch braucht es einiges an Tipps, Gefühl und Erfahrung, um das individuelle Einzelstück nach eigenen Vorstellungen Schritt für Schritt zu gestalten: Aus farbig feiner Wolle, Wasser und Seife entstehen Kugeln, Scheiben, Bänder und Flächen, aus denen kreative Schmuckstücke und dekorative Accessoires kombiniert werden können. Mitzubringen sind zwei bis drei Handtücher, Schreibzeug, Schere, Noppenfolie. Falls vorhanden: eigene Filzwolle und Filzprodukte, Filzbücher – und alles, was sich sonst kreativ verarbeiten lässt, wie Perlen, Schmuckzubehör, Steine etc..

Das Seminar unter Leitung von Monika Ullherr-Lang dauert von 9.30 bis 17.00 Uhr und kostet 30,- € je Teilnehmer, dazu kommen Materialkosten ab 8,- € (2,- € Hilfsmittel, Wolle nach Verbrauch). Anmeldungen sind bei der Volkshochschule Bergkamen, Lessingstr. 2, 59192 Bergkamen, Telefon 0 23 07 – 28 49 54 möglich.




„kunstwerkstatt sohle 1“ lässt sich beim Plain-Air bei der Arbeit zusehen

Zum zweiten Mal fand die diesjährige Klausurtagung der „kunstwerkstatt sohle 1“ beim Mitglied Martina Dickhut im „Atelier für Jedermann“ in Dortmund-Kurl statt. In gelöster Arbeitsatmosphäre, konzentriert, aber ohne Zeitdruck steckten die diesjährigen Teilnehmer (im Bild von links nach rechts: Martina Dickhut, Emilia Fernandez, Klaus Wleklik, Gudrun Luther, Gitta Nothnagel, Jeanne Feldhaus, Peter Wiesemann, Silke Kieslich, Dietrich Worbs und Susanne Jonas (nicht im Bild)) den (Aktions-) Rahmen für das kommende Jahr ab. Neben der traditionellen Veranstaltung „Wegmarke“ im Sommer – 2018 mit dem Thema „Brücken“ – können Interessierte sich freuen auf die gleichzeitige Ausstellung ausgewählter Exponate zum Thema „Knoten“, die zum Wettbewerb anlässlich des letztjährigen Jubiläums eingegangen sind.

Klausurtagung (von links nach rechts): Martina Dickhut, Emilia Fernandez, Klaus Wleklik, Gudrun Luther, Gitta Nothnagel, Jeanne Feldhaus, Peter Wiesemann, Silke Kieslich, Dietrich Worbs und Susanne Jonas (nicht im Bild).

Den Künstlern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen kann man in der ersten Septemberwoche bei einem Pleinair im Garten des Mitglieds Peter Wiesemann. In der Ökologiestation schließlich im Herbst (Oktober) kann Kunst betrachtet – und natürlich auch gekauft werden. Stand im vergangenen Jahr die Veranstaltung „Kunstlese“ unter dem Motto „Mitmachen und selbst gestalten“, so ist in diesem Jahr die Betrachtung gefragt, bevor 2019 wieder selbst zum Werkzeug gegriffen werden darf. Die diesjährige Veranstaltung wird eher an das frühere „Kunstnachten“ erinnern, wenngleich der Zeitpunkt im Herbst bei hoffentlich schönem Wetter auch dazu einlädt, beispielsweise eine Fahrradtour mit der Kunstschau zu verbinden und sich traditionell dort zu stärken.

Zur genauen Ausgestaltung der einzelnen Vorhaben, zum jeweiligen Rahmenprogramm, werden nun in den nächsten Tagen Arbeitsgruppen gebildet.

Ausstellungen einzelner Mitglieder oder Gruppen von Mitgliedern werden jeweils auf der Homepage (Kunstwerkstatt-sohle1.jimdo) veröffentlicht. Augenblicklich z.B. sind unter dem Titel „bunt im blau“ noch bis zum 30.4. Bilder von Martina Dickhut im St. Elisabeth-Krankenhaus in Dortmund Kurl zu sehen, am 9. Und 10. Juni werden im „Atelier für jedermann“ im Rahmen der offenen Ateliers gleichfalls Exponate verschiedener Mitglieder gezeigt. Natürlich ist die Gruppe auch immer auf der Suche nach geeigneten Ausstellungsräumen in Bergkamen oder in der Nähe. Auf jeden Fall aber wird auch im Jahr 1 nach dem Jubiläum den Bergkamenern von der „kunstwerkstatt sohle1“ Kunst geboten.




TuRa-Wasserfreunde: Chiara Morawski erschwimmt vier Goldmedaillen und Jahrgangspokal in Witten

Am vergangenen Samstag nahmen elf Nachwuchsschwimmerinnen und Schwimmer der Wasserfreunde TuRa Bergkamen sehr erfolgreich am 4. Neujahrsschwimmfest in Witten teil. Gemeinsam erschwammen sich die TuRaner bei dem kindgerechten Wettkampf stolze 27 Medaillen und 27 persönliche Bestzeiten auf der Kurzbahn.

Das erfolgreiche TuRa-Team: Niclas Knoke, Mika Tom Krause, Mika Rinne, Mila Fee Krause, Aksaya Amirthalingam, Max Simon, Lina Marie Schäfer und Nele Fritzsche.

Im ersten Abschnitt starteten nur Kinder der Jahrgänge 2011 und 2012 über 25m Brust und 25m Rücken sowie 25 Kraulbeine am Brett (KB). Hier erhielt Mika Tom Krause (Jg.2011) eine Goldmedaille über 25m Rücken, eine Silbermedaille über 25m KB und eine Bronzemedaille über 25m Brust; Aksaya Amirthalingam (Jg.2011) eine Goldmedaille über 25m Brust sowie je eine Bronzemedaille über 25m KB und 25m Rücken; Max Simon (Jg.2012) eine Goldmedaille über 25m KB und eine Silbermedaille über 25m Brust; Lina Marie Schäfer (Jg.2012) eine Goldmedaille über 25m Rücken und eine Bronzemedaille über 25m Brust und Mila Fee Krause (Jg.2011) eine Silbermedaille über 25m Rücken. Mika Rinne schwamm bei seinen Starts mit tollen neuen persönlichen Bestzeiten nur knapp am Treppchen vorbei.

Aber auch zusammen waren die jüngsten TuRaner stark, sie siegten über 4x25m Freistil mit Mila Fee Krause, Mika Rinne, Mika Tom Krause und Aksaya Amirthalingam sowie bei der 6x25m Pinnchen-Staffel, wo jeder Schwimmer nach dem Anschlag ein kleines Pinnchen mit Wasser trinken musste, mit Mila Fee Krause, Max Simon, Mika Rinne, Lina Marie Schäfer, Mika Tom Krause und Aksaya Amirthalingam.
Im zweiten Abschnitt starteten die Schwimmer der Jahrgänge 2009 und 2010 über alle vier 25m Strecke und die älteren Schwimmer über die 50m Strecken. Hier erhielt Chiara Morawski (Jg.2006) je eine Goldmedaille über 50m Schmetterling, 50m Rücken, 50m Freistil und 50m Brust sowie den Lagenpokal in ihrem Jahrgang; Julian Noel Bracht (2006) eine Goldmedaille über 50m Brust sowie je eine Bronzemedaille über 50m Schmetterling und 50m Freistil; Yannick von der Heide (Jg.2009) eine Goldmedaille über 25m Schmetterling sowie je eine Bronzemedaille über 25m Rücken und 25m Brust; Thalia Simon (Jg.2006) je eine Silbermedaille über 50m Schmetterling und 50m Rücken sowie je eine Bronzemedaille über 50m Brust und 50m Freistil und Lina-Julie Bracht (Jg.2008) eine Silbermedaille über 50m Rücken und eine Bronzemedaille über 50m Brust.

Mit der 5x50m Freistil-Staffel erkämpften sich Chiara Morawski, Julian Noel Bracht, Thalia Simon, Lina-Julie Bracht und Yannick von der Heide einen guten zweiten Platz.

Die Trainer Nele Fritzsche und Niclas Knoke freuten sich über die guten Leistung ihrer Mannschaft.




Technischer Defekt: Vito prallt gegen das Gebäude des ehemaligen Hagebaumarktes

Ein technischer Defekt ist vermutlich der Auslöser eines Unfalls am Samstagabend gegen 18.10 Uhr im Kreisverkehr Erich-Ollenhauer-Straße / Ernst-Schering-Straße.

Der 20-jährige Fahrer des Mercedes-Vito verlor dort die Kontrolle über sein Fahrzeug, das anschließend über einen Gehweg rollte, eine Hecke durchbrach und letztlich gegen das Gebäude des ehemaligen Hagebaumarktes prallte. Durch den Aufprall wurden die Airbags des Vitos ausgelöst. Dabei verletzte sich der 20-Jährige leicht.  Er wurde mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht.

Das Fahrzeug wurde sichergestellt und auslaufende Betriebsstoffe wurden durch die Feuerwehr ab gestreut. Der entstandene Sachschaden wird auf 9200 Euro geschätzt.




„Haushalt. Die Dinge und ich“ – Ausstellung in der sohle 1 zum Thema Lust und Frust im Haushalt

11 Künstlerinnen und Künstler aus NRW und eine Berliner Künstlerin widmen sich demnächst in der Galerie sohle 1 dem Thema Lust und Frust der modernen Menschen im Haushalt. Am Donnerstag, 8. März (Internationaler Frauentag!) wird die einmalige, für Bergkamen konzipierte Ausstellung um 19 Uhr in der Galerie sohle 1 eröffnet. Die Kuratorinnen der Ausstellung Ina Ewers-Schultz und Martina Padberg werden in die Ausstellung einführen, die von Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel eröffnet wird. Zahlreiche Künstlerinnen werden bei der Eröffnung anwesend sein.

Haushalt geht uns alle an. Wie Frauen und Männer im modernen Alltag Haushalt bewältigen, mit Chaos und Ordnung umgehen. Lust und Frust erfahren, was ihnen Haushalt überhaupt noch bedeutet, zeigen die Künstlerinnen und ein Künstler in Installationen, Video, Fotografien, Zeichnungen und Objekten auf.
Begleitend zur Ausstellung werden auch Führungen angeboten.

Eine Führung mit Kuratorin Ina Ewers-Schultz kann am 15. April besucht werden, Eintritt 3,- €. Termine für weitere Führungen werden demnächst bekannt gegeben, Gruppenführungen sind auf Anfrage möglich.

Informationen: Stadt Bergkamen, Kulturreferat, Simone Schmidt-Apel, Tel.: 02307/965-263.
Anmeldung: Stadt Bergkamen, Kulturreferat, Anne Mandok , Tel: 02307/ 965-464.




Viel mehr Einsätze auch für die Lebensretter in Weddinghofen

Es waren mehr Einsätze, sogar viel mehr. 43 mal häufiger als noch 2016 mussten die Weddinghofener Lebensretter im vergangenen Jahr ausrücken. Für insgesamt 161 Einsätze wurde Alarm ausgelöst. Darunter „einer der größten Einsätze, die ich in meiner Laufbahn erlebt habe“, resümiert Ralf Bartsch. Der Brand an der Zentrumstraße hatte Wehren aus dem gesamten Umkreis mobilisiert.

Die Geehrten und Beförderten der Weddinghofener Wehr mit dem Gästen aus Politik, Verwaltung und Wehrleitung.

Aber auch der Einsatz in der Schlenke in Oberaden mit 30 Verletzten wird wohl in die Geschichtsbücher auch der Löschgruppe Weddinghofen eingehen. Bei der Jahresdienstbesprechung am Samstag waren noch einmal Bilder von diesen Großeinsätzen zu sehen. Ansonsten standen vor allem die „Randnotizen“ im Mittelpunkt. Denn es sind gerade die Übungen, Unterrichtseinheiten, Lehrgänge, Seminare, Leistungsnachweise und weitere Aktivitäten, mit denen sich die Lebensretter nicht nur fit für die immer anspruchsvolleren und fordernden Einsätze halten. Hier investieren die drei Feuerwehrfrauen und 30 Feuerwehrmänner aus Weddinghofen auch einen Großteil ihrer Freizeit, um für andere jederzeit einsatzbereit zu sein.

Allein 33 Übungen, Zugübungen, Unterrichtsdienste, und Sonderdienste standen 2017 für alle auf dem Programm. Darunter auch die vorschulische Brandschutzerziehung in fünf Kindergärten und in der Ganztagsschule. Besonders in Erinnerung geblieben ist aber ein Dienst, der für die Jugendfeuerwehr organisiert wurde. Dabei lernte der Nachwuchs nicht nur das Gebäude und die Geräte kennen und übte, wie Menschen gerettet werden. Eine junge Nachwuchsfeuerwehrfrau hatte ihre Truppe als Einsatzleiterin dabei derartig im Griff, „dass wir uns ganz gewiss keine Sorgen um die Zukunft machen müssen“, resümiert Ralf Bartsch.

Sportlich ganz weit vorn

Besonders beeindruckend sind zudem die sportlichen Aktivitäten der Weddinghofener Kameraden. Die liefen nicht nur in Person von Frank Bartsch in kompletter Einsatzuniform samt Atemschutzgerät die 42 km beim Berlin-Marathon. Sie erklommen beim Fire-Fighter Sky-Run und Treppenlauf der Feuerwehr auch rennenderweise unzählige Stufen, bewältigten den Matsch beim LakeRun am Möhnesee, absolvierten den Silvesterlauf von Werl nach Soest ebenso wie den Altländer Blütenmarsch in Jorg und den Atemschutzwettkampf in Hemau. Max und Mika Matthies erkämpften sich das Deutsche Sportabzeichen.

Auch 2018 stehen wieder mehrwöchige Grundlehrgänge und insgesamt 30 Termine auf dem Programm. Unter anderem steht Besuch der Kameraden aus Drüplingsen bei Iserlohn an, eine Übung beim Institut der Feuerwehr, das traditionelle Dorfabi und natürlich auch die Beteiligung an Festen und Feiern im Stadtteil. Organisatorisch werden sich Kleinigkeiten ändern, nachdem im vergangenen Jahr bereits die energetische Sanierung mit neuen Toren erfolgt ist. In diesem Jahr wird die Werkstatt aus der Halle ausziehen und eine neue Unterkunft in einer Garage des Altgebäudes bekommen.

Besondere Auszeichnungen und Beförderungen

Besondere Auszeichnungen erhielt Michael Gebühr im Zuge der Jahresdienstbesprechung. Er hat zum 40. Mal in Folge nicht nur den Leistungsnachweis der Freiwilligen Feuerwehren bestanden und bekam dafür das Leistungsabzeichen in Gold mit Eichenlaub des Verbands der Feuerwehren NRW. Er ist auch seit 40 Jahren Mitglied der Feuerwehr und wechselt aus gesundheitlichen Gründen in die 18 Kameraden starke Ehrenabteilung. Dafür gab es der Tradition entsprechend einen Krug mit spezieller Widmung. Geehrt wurde auch Heinz Dresemann für 60 Jahre Mitgliedschaft. Verabschiedet wurde Stefan Ring als stv. Kassierer. Adrian Bussek bekam eine besondere Ehrung, weil er zusammen mit Dominik Niehues 190 Stunden investiert hat, um Geräte, Fahrzeuge und vieles mehr in das Verwaltungssystem einzuspeisen.

Befördert wurden: Ralf Bartsch (Brandoberinspektor), Hauke Geipel (Brandmeister), Michael Wiesner, Mika Matthies, Sven Koch und Jonas Katzenberg (Feuerwehrmann-Anwärter) sowie Hakan Ergül (Oberfeuerwehrmann, wird nachgeholt).

Folgende Lehrgänge wurden absolviert:

Stadtebene:

Absturzsicherung: Marcel Berg, Tobias Birk, Adrian Bussek, Max Matthies, Ramazan Özcelik, Andreas Schorn, Justin Tamme

Kreisebene

Truppführer-Lehrgang FII: Marcel Berg

Sprechfunker-Lehrgang: Dennis Schade, Justin Tamme

Maschinisten-Lehrgang: Marcel Berg, Hakan Ergül

Landesebene

F/B V-1Verbandsührer: Ralf Bartsch

F III Gruppenführer: Hauke Geipel

Seminar ABC II: Berthold Boden

Seminar Ölschadenabwehr: Berthold Boden

Seminar Sicherheitsbeauftragte: Jürgen Birk, Max Matthies

Seminar Führungskräfteweiterbildung Brände von Fahrzeugen mit E-Antrieb: Peter Budde

Sonstige

Brandschutzbeauftragter VdF NRW: Berthold Boden

Führerscheinklasse CE: Tobias Birk




Unser Vorschlag: Ein Ikea-Dezernat bei der Staatsanwaltschaft

von Andreas Milk
Ob die Staatsanwaltschaft Dortmund wohl bald über ein eigenes Ikea-Dezernat nachdenkt? Möglich wär’s. Wieder mal geht es in einem Prozess vor dem Kamener Amtsgericht um den „Tatort Selbstscanner-Kasse“ im Möbelhaus am Kamen Karree. Zwei Frauen aus Bielefeld und Bönen sind angeklagt. Der Vorwurf: Im Februar 2017 sollen sie vier Teppiche im Gesamtwert von 456 Euro zum Schnäppchenpreis von 7,96 Euro erstanden haben – einfach, indem sie die Barcodes austauschten. Die Kasse zeigte beim Einscannen jeweils 1,99 Euro an.

Kleine Rückblende: Im April 2017 wurde ein junges Paar in Kamen wegen frisierter Ikea-Barcodes verurteilt; im September 2016 stand ein junger Mann vor Gericht, der seine Ware nur teilweise eingescannt hatte. Und dazwischen – Anfang 2017 – sollte die damalige Möbelhaus-Chefin Dinah Rudack als Zeugin gegen einen (Ex-) Mitarbeiter aussagen. Auch der, so die Anklage damals, habe zum eigenen Vorteil an Preisschildern rumgefummelt. Rudack konnte ohne Aussage wieder gehen – der Angeklagte hatte sich ins Ausland abgesetzt.

Nun also die beiden Frauen mit den vier Teppichen. Beim Termin am Freitag bestritten sie jede Diebstahlsabsicht. Vielmehr habe die Kasse Kapriolen gemacht und die Geldkarte wieder ausgespuckt. Irgendwas sei da wohl schief gegangen – sie selbst hätten sich aber nichts vorzuwerfen.

Amtsrichter Martin Klopsch hatte keine Ikea-Mitarbeiter als Zeugen geladen. Denn er habe mit Geständnissen gerechnet, erklärte er. Weil es die nicht gab, wird der Fall Ende April noch einmal verhandelt. Ein Video aus der Überwachungskamera soll dann gezeigt werden. Außerdem will Klopsch – wie schon in dem Prozess vor einem Jahr – Dinah Rudack vorladen. Inzwischen ist sie nicht mehr Chefin von Ikea in Kamen; sie wechselte vor kurzem nach Rotterdam.