In der Zeit von Samstagnachmittag bis Dienstagnachmittag haben unbekannte Täter ein Fenster eines Vereinsheims an der Rotherbachstraße aufgehebelt und sich so Zutritt zum Gebäude verschafft.
Hier durchsuchten sie sämtliche Behältnisse und traten eine Tür auf. Zu möglichem Diebesgut liegen bisher noch keine Angaben vor.
Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.
Messe Natur und Garten auf der Ökologiestation – Bienentankstelle mit den Grünen selber bauen
Bienentankstelle selbst gebaut. Foto: Erich Neumann
Der Arbeitskreis Tier-, Umwelt- und Naturschutz der Grünen im Kreisverband Unna (AK TUNa) lädt im Rahmen der Messe „Natur und Garten“ am Samstag, 5. Mai, auf der Ökologiestation in Heil zu einem Workshop „Bienentankstelle selber bauen“ ein.
Bienen bestäuben unsere Pflanzen, verschiedene Nützlinge sorgen für natürlichen Pflanzenschutz, indem sie zum Bespiel Blattläuse oder Spinnmilben fressen. Leider werden sie immer weniger – der Naturschutzbund Deutschland stellt einen Insektenrückgang um 80% in einigen Regionen fest!
Alarmiert durch diese Zahlen möchte der Arbeitskreis Möglichkeiten aufzeigen, die Nützlinge im Garten und auf dem Balkon zu fördern. Für den Bau der Bienentankstelle entstehen Materialkosten von ca. 40 bis 60 €.
Am Samstag, 05.05.2018 im Rahmen der Messe „Natur und Garen“ auf dem Gelände der Ökologiestation in Bergkamen, Westenhellweg 110 in 59192 Bergkamen. www.uwz-westfalen.de
Für den Workshop melden Sie sich bitte an bei: stephanie.schmidt@kreis-unna.de.
Was brauchen Nützlinge am Balkon und im Garten?
– Als Bienenfutterpflanze sind Pflanzen geeignet, die viel Pollen oder Nektar bereitstellen. Manche Wildbienen sind auch auf die Blüten bestimmter Pflanzenarten spezialisiert.
– Blühende Nahrungspflanzen müssen die ganze Gartensaison über zur Verfügung stehen. Im zeitigen Frühling sind sie besonders wichtig, weil Wildbienen schon ab Ende Februar ausfliegen und sie dann nur wenige Blüten vorfinden. Aber auch im Sommer und im Herbst kommt es zu Nahrungsengpässen. Auch dann brauchen Bienen geeignete Blüten.
Weitere Infos am 6. Mai von 12 bis 16 Uhr auf der Ökologiestation
3. Nacht der Lichtkunst findet am 24. November 2018 statt
Die nächste Nacht der Lichtkunst findet wieder Ende November, nämlich am Samstag 24.11.2018 statt. Darauf einigten sich die Mitglieder des Lichtkunstvereins in der Hellweg Region, dem auch das Bergkamener Kulturreferat angehört in der vergangenen Woche.
Lichtkunst-Inszenierung auf der Adener Höhe bei der ersten „Nacht der Lichtkunst“ 2016.
Angesichts der frühen Dunkelheit und der möglichen Kälte sprach sich die Runde einvernehmlich für frühere Anfangszeiten, mehr Indoor – Veranstaltungen und Busreisen aus. Die Programmgestaltung wird zur Zeit beraten. Es wird daran gedacht, ein gemeinsames städteübergreifendes Thema zu wählen, das die Lichtkunst vor Ort in Szene setzt und durch zusätzliche Aktionen überhöht. Busreisen sind eine Möglichkeit, die Lichtkunstregion zu erfahren.
2018 wird damit bereits die 3. Lichtkunstnacht in der Hellweg Region stattfinden. Ziel dieser vom Verein der Lichtkunst in der Hellweg Region (vorher Arbeitskreis) initiierten Initiative ist es, die mittlerweile 43 Lichtkunstwerke in den Städten von Lippstadt, Ahlen, Hamm, Soest, Fröndenberg, Bönen über Unna und Bergkamen bis Lünen einer breiten Bevölkerung näher zu bringen. Mit dem gemeinsamen Aktionstag werden Kinder, Familien und alle Interessierten angesprochen.
Gefördert wird das Projekt durch die regionale Kunst- und Kulturförderung das Landes Nordrhein-Westfalen. In Bergkamen wurden im Rahmen der ersten beiden Lichtkunstnächte einzelne Lichtkunstwerke besonders in den Fokus gestellt. Das sind der „Impuls Bergkamen“ der Brüder Maik und Dirk Löbbert auf der Adener Höhe der Bergehalde Großes Holz und „PulsLicht“ von Mischa Kuball in der Marina Rünthe.
Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel geht davon aus, dass das Programm für die nächste Lichtkunstnacht 2018 nicht dahinter zurück fallen wird. Das Programm soll möglichst im Mai bekannt gegeben werden.
Informationen: Kulturreferat der Stadt Bergkamen, Simone Schmidt-Apel 02307/ 965- 263
Haft auf Bewährung für etwas Bürokram
von Andreas Milk
Vier Monate Haft auf Bewährung, 80 Stunden gemeinnützige Arbeit: ein ganz schön hoher Preis für ein bisschen Büromaterial. Aber so lautete nun mal das Urteil im Prozess gegen den Bergkamener Markus F. (Name geändert) vor dem Amtsgericht in Kamen.
Im April und Mai vorigen Jahres hatte F. Ware für rund 80 Euro bei einem Versand für Bürobedarf im thüringischen Jena bestellt, und zwar unter falschem Namen. Immerhin: Straße und Hausnummer schienen zu stimmen, sonst wären die beiden Pakete nicht bei ihm angekommen. Geld bekam der Jenaer Lieferant nicht. Und deshalb schickte er auch nichts mehr raus, als Bestellung Nummer drei, vier und fünf aus dem westfälischen Bergkamen eintrudelten.
Stattdessen kümmerten sich ein Inkassobüro und die Justiz um die Belange des Bergkamener „Kunden“.
Der hatte vor Aufgabe der Bestellungen längst einen Offenbarungseid leisten müssen. Den Bürokram zu ordern, sei „der größte Fehler gewesen, den ich machen konnte“. Er sei inzwischen dabei, alles zu bezahlen. Gläubiger und Behörden verlangen insgesamt rund 260 Euro – keine Riesensumme eigentlich. Es sei denn, einer ist eh schon blank.
Markus F. hat Probleme mit seiner Psyche, Erfahrung mit Psychopharmaka – und mit deren vorschneller Absetzung -, obendrein ein Vorstrafenregister: Betrug steht drin, aber auch sexueller Missbrauch. „Sie bewegen sich in Richtung Gefängnis“, fand jetzt der Richter. Wenn F. die Arbeitsauflage erfüllt und „sauber“ bleibt, bewegt er sich einen großen Schritt davon weg.
Nostalgiemarkt im Stadtmuseum Bergkamen am Donnerstag geöffnet
Der Nostalgiemarkt des Stadtmuseums Bergkamen ist am 19. April 2018, von 14 bis 16 Uhr wieder geöffnet. Hier erwarten am jeden ersten und dritten Donnerstag eines Monats ehrenamtliche Mitarbeiter des Museums, darunter Ursula Eggenstein und Arno Winterholler, die Besucher.
Der Nostalgiemarkt ist eine Einrichtung des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen. Hier kann man unter Trödel und Nostalgischem stöbern und so manche Rarität entdecken. Alte Dachboden- und Kellerfunde aus Privathaushalten, die durchaus noch ihren Wert haben, warten hier auf neue Besitzer.
Bei Rückfragen gibt das Stadtmuseum Bergkamen unter 02306/30 60 210 gerne Auskunft.
Poco lässt auch in der AWO-Kita „Vorstadtstrolche“ die Puppen tanzen
Die „Vorstadtstrolche“ mit ihren Erzieherinnen, der Puppenspielerin Sabine Jäckel (vorn), Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel (hinten 3. von rechts) und Christian Stepputtis.
Rund 1500 Mädchen und Jungen erleben zurzeit spannendes und unterhaltendes Puppentheaterspiel in fast allen Familienzentren und Kitas. Am Dienstag besuchte Sabine Jäckel vom Bochumer „Na und Theater“ mit ihrem Stück „Glück für den Pechvogel“ die Kinder der AWO-Kita „Vorstadtstrolche“ in Weddinghofen.
Mit dabei Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel und der Leiter des Poco-Einrichtungsmarktes in Rünthe, Christian Stepputtis. Das Bergkamener Unternehmen unterstützt seit nunmehr 26 Jahren diese Puppenspielreihe „POCO lässt die Puppen tanzen“ in den Kitas der Nordbergstadt.
Das bundesweit einmalige Kooperationsprojekt trage seit Jahren dazu bei, Kinder frühzeitig mit Theater und Kultur bekannt zu machen, erklärte Simone Schmidt-Apel. Das sei genau der Grund, warum poco diese Reihe immer wieder finanziell unterstütze, betonte Christian Stepputtis.
Sabine Jäckel mit dem Pechvogel und der Ratte.
Die Figuren und ihre Geschichten bieten Kindern darüber hinaus die Möglichkeit, soziale Aspekte wie Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Hoffnung und viele alltägliche Situationen mehr zu erleben und sich kindgerecht damit auseinander zu setzen. Musik- und Mitmachelemente machen die Inszenierungen zu kurzweiligen Erlebnissen, die die Aufmerksamkeit der Kinder fesseln, so dass selbst die Kleineren (ab 3 Jahre) schon 45-minütige Veranstaltungen bestehen können. Die Erzieherinnen und Erzieher berichten regelmäßig darüber, wie begeistert die Kinder die Geschichten nachvollziehen und noch lange danach verarbeiten.
Die Theaterstücke werden als „hervorragend und pädagogisch wertvoll“ beschrieben. Auch die Theatergruppen selbst sind jedes Jahr wieder von dem Projekt begeistert, was sich besonderes durch die bereits schon im Sommer des Vorjahres gestellten Anfragen, Stückvorstellungen, Newsletter- Eingang, etc. zeigt. Auch Theater, die bisher leider noch nicht von den Leitungen der Kindergärten berücksichtig wurden finden „POCO lässt die Puppen“ so einzigartig, dass sie nicht aufgeben und sich jedes Jahr neu bewerben.
Folgende Theater sind in diesem Jahr mit dabei:
Na- und Theater (Bochum) mit dem Stück:
„Glück für den Pechvogel“
Figurentheater Marmelok (Hannover) mit dem Stück:
„Eliot und Isabella im Finsterwald“
Wodo Puppenspiel (Mühlheim a.d. R.) mit dem Stück:
„Finn der Feuerwehrelch“
Petra Schuff Figurentheater (Alpenrod) mit den Stücken:
„Ollegrüff“ oder
„Der Maulwurf, der wissen wollte, wer Ihm auf den Kopf gemacht hat“
Puppentheater Pulcinella (Bielefeld) mit den Stücken:
„Der kleine Drache, der nicht feuerspucken konnte“
Viele Bestzeiten für Bergkamener Wasserfreunde beim Internationalen Speedo Schwimm-Meeting in Dortmund
Am vergangenen Wochenende nahmen je sechs Schwimmerinnen und Schwimmer der Wasserfreunde TuRa Bergkamen am Internationalen Speedo Schwimm-Meeting 2018 im Dortmunder Südbad teil. Die zwölf TuRaner erschwammen sich auf der Langbahn, bei dem mit über 3000 Starts sehr stark besetzen Wettkampf, gemeinsam vier Medaillen und 23 persönliche Bestzeiten.
Die erfolgreichen Wasserfreunde in Dortmund: Anuja Amirthalingam, Jana Vonhoff, Kristina Jungkind, Ann-Kathrin Teeke, Kim Loreen Ptasinski, Kevin-Noah Kaminski und vorne Piet Weppler
Allen voran erhielt Piet Weppler (Jg.2008) je eine Goldmedaille über 50 und 100m Brust zudem noch eine Bronzemedaille über 50m Rücken.
Felix Wieczorek (Jg.2002) freute sich über eine Silbermedaille über 50m Rücken.
Die erfolgreiche Mannschaft komplettierten Anoj Amirthalingam, Anuja Amirthalingam, Kristina Jungkind, Kevin-Noah Kaminski, Saskia Nicolei, Kim Loreen Ptasinski, Marco Steube, Ann-Kathrin Teeke, Jana Vonhoff und Maximilian Weiß mit vielen neuen persönlichen Bestzeiten.
Angeklagter zerknirscht, Chef enttäuscht – und wohl 70.000 € Schaden
von Andreas Milk
Ein zerknirschter Angeklagter hat heute im Kamener Amtsgericht seinen enttäuschten Ex-Chef wiedergesehen. André H. (Name geändert) war bis September vorigen Jahres in einem Bergkamener Großhandel beschäftigt. Dann flog er auf – mit einem Diebstahl im großen Stil. Digitalkameras und anderes Material für 6.200 Euro hatte er aus der Firma herausgemogelt. Das war allerdings bloß die berühmte „Spitze des Eisbergs“. H. soll seit 2016 einen Schaden von insgesamt rund 70.000 Euro angerichtet haben. Er konnte das, weil er Vertrauen genoss.
Aber irgendwann schöpfte die Geschäftsleitung eben doch Verdacht. Der „Schwund“ im Warenlager war einfach zu groß. Eine Videoüberwachung lieferte die nötigen Anhaltspunkte für eine Falle. Als H. schließlich ein weiteres Paket mit geklauter Ware auf den Weg brachte – Adressat: ein Freund von ihm -, kam alles raus: Die Kripo griff zu.
Besonders bitter: In der Bergkamener Firma gehörte H. quasi zum Inventar. 1994 hatte er hier seine Ausbildung begonnen, seitdem war er dabei. Privat lief allerhand schief. Eine Scheidung brachte finanzielles und psychisches Desaster. Als es H. so richtig mies ging, kam ihn der Chef im Krankenhaus besuchen. Man ist per Du – und war es auch im Gerichtssaal. Dort betonte H., wie leid ihm alles tue. Er allein sei schuld; der Freund, an den er Kameras & Co. weitergab, habe keine Ahnung gehabt, dass was faul war. Sein Job sei es gewesen, die Sachen online zu verkaufen.
H. hat keinerlei Vorstrafen. Das Urteil jetzt: sechs Monate Haft, ausgesetzt auf Bewährung. Schadenshöhe und das besondere Vertrauensverhältnis, das H. ausgenutzt habe, spielten eine Rolle, so der Richter. Der appellierte an H., sich nicht mehr vor Gericht sehen zu lassen. Außerhalb der Justiz wollte H. bisher nicht zu seinem Tun stehen. Er habe eine Freundin und mit ihr ein Kind, erklärte er. Aber noch wisse sie nichts vom Prozess und von der Sache mit den Kameras.
Lkw-Unfall auf der A1 in Fahrtrichtung Köln: Bitte eine Rettungsgasse bilden
Die A 1 in Fahrtrichtung Köln ist nach einem Lkw Unfall in Höhe des Westhofener Kreuzes derzeit komplett gesperrt.
Nach ersten Erkenntnissen kam es um 10:38 Uhr zu dem Unfall mit zwei Lkw, bei dem der Anhänger eines Lkw auf die Fahrbahn kippte, seine Ladung verlor und quer auf den drei Fahrstreifen liegenblieb.
Derzeit ist die Fahrbahn in Richtung Köln blockiert. Rettungskräfte, auch ein Rettungshubschrauber, sind im Einsatz.
Es hat sich bereits ein ca. 5 km langer Rückstau gebildet. Beachten Sie bitte die Verkehrswarnhinweise. Fahren Sie aufmerksam und achten Sie auf den langsamer werdenden, vorausfahrenden Verkehr.
Auch wenn bereits Rettungsfahrzeuge am Einsatzort eingetroffen sind: Bilden Sie eine Rettungsgasse und halten diese für nachfolgende Einsatzfahrzeuge frei!
Tatort A2: Belgier hatte Marihuana im Staubsauger und Waschmittelkartons versteckt
Die Beamten der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Dortmund kontrollierten am Abend des 11. April einen Kleintransporter mit niederländischer Zulassung. Das Fahrzeug wurde gegen 20.00 Uhr auf der A 2 in Fahrtrichtung Hannover auf den Parkplatz „Kleine Herrenthey“ aus dem fließenden Verkehr gezogen.
Der Zoll entdeckte bei dieser Kontrolle auf der A2 auch rund 2000 Ecstasy-Tabletten im Gepäck des belgischen Staatsbürgers.
Der 46-jährige belgische Fahrer gab an, auf dem Weg nach Polen zu sein. Dort wolle er sich ein paar Tage um sein Haus kümmern. Als die Beamten das Gepäck des Mannes kontrollierten, fanden sie zunächst in dem Ärmel einer Jacke eine Tüte mit gelben Tabletten. Ein durchgeführter Drogenschnelltest reagierte positiv auf Ecstasy/MDMA. Außerdem stießen die Zöllner auf zwei Waschmittelpakete, deren Böden aufgetrennt und mit Klebestreifen wieder verschlossen wurden. In den Waschmittelkartons befanden sich sieben Klarsichtbeutel mit insgesamt 2.071 Gramm Marihuana. Auch einen Staubsauger hatte der Reisende dabei: in diesem versteckte er eine weitere Tüte mit 465 Gramm Marihuana.
„In der Hosentasche hatte der Mann auch noch zehn rote und blaue Ecstasy-Tabletten“, so Andrea Münch, Pressesprecherin des Hauptzollamts Dortmund. „Insgesamt haben die Zöllner 2.536 Gramm Marihuana und ungefähr 3.000 Ecstasy-Tabletten gefunden“, so Münch weiter.
Der Belgier wurde wegen des Verdachts der unerlaubten Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorläufig festgenommen.
Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Essen.
UKBS wächst in Bergkamen auf 428 Wohneinheiten – Wissen des Unternehmens auch in Nachbarkreisen gefragt
Förmlich „unter den Nägeln“ brennt der Politik das Problem, immer weniger Wohnraum bei steigender Bevölkerungszahl und dann noch zu sozial vertretbaren Mieten zur Verfügung zu haben. „Das zwingt zum Handeln“, weiß auch Geschäftsführer Matthias Fischer von der Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS). In Bergkamen verfügt das kommunale Unternehmen derzeit über 398 Wohnungseinheiten. Weitere 30 moderne Einheiten sollen – wie berichtet – in absehbarer Zeit in einem neuen Wohn- und Geschäftskomplex gegenüber dem Rathaus entstehen.
UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer
Diese Aktivitäten sind offensichtlich auch weit über die Kreisgrenzen hinaus nicht verborgen geblieben. Gleich zwei „Hilferufe“ haben den rührigen Chef des kommunalen Wohnungsunternehmens aus der Nachbarschaft erreicht – sowohl aus dem Kreis Soest als auch aus dem Kreis Steinfurt. Dabei geht es jeweils darum, kommunale Wohnungs- und Baugesellschaften auf Kreisebene ins Leben zu rufen. Gern will man sich dabei das „Know how“ der UKBS zunutze machen und aus der Erfahrung in Bergkamen und dem ganzen Kreis Unna schöpfen.
Immerhin kann die UKBS auf eine mehr als 75jährige Tätigkeit zurückblicken und hat in dieser Zeit fast 3.000 Wohnungseinheiten in den Gesellschafterkommunen geschaffen. Auch bei anderen für Kommunen wichtigen Einrichtungen hat die UKBS geplant und gebaut, so Kindergärten, Büro- und Betriebsräume, wie z.B. in Bergkamen, und auch Versorgungszentren und sogar ein Altenzentrum.
Während in Soest noch im Vorfeld diskutiert wird, ist die Bitte aus dem Kreis Steinfurt bereits konkret. Für den 16. Mai hat der dortige Landrat Dr. Klaus Effing den UKBS-Chef – wie es in der Einladung heißt – „als ausgewiesenen Sachkenner der Materie“ nach Steinfurt in den Fachausschuss des Kreistages eingeladen, „um über Erfahrungen und insbesondere die Chancen einer Kreisbaugesellschaft zu berichten“. Dabei zeigt sich der Landrat in seinem Anschreiben überzeugt, dass Fischers Bericht aus dem Kreis Unna den Mitgliedern des Kreistages bei der Entscheidungsfindung eine wichtige Hilfe sein werde.