Lkw-Fahrer stirbt bei schwerem Unfall auf der A 1

Am Dienstagmittag hat sich  ein schwerer Verkehrsunfall auf der A1 bei Unna ereignet. Ein 51-jähriger Lkw-Fahrer starb noch am Unfallort.

Ersten Ermittlungen zufolge fuhr ein niederländischer Lkw-Fahrer auf dem rechten Fahrstreifen der A1 in Richtung Bremen. Zwischen dem Autobahnkreuz Unna und der Anschlussstelle Kamen-Zentrum musste der 45-Jährige gegen 12.30 Uhr verkehrsbedingt bremsen. Aus bislang ungeklärter Ursache prallte der Fahrer eines weiteren Sattelzuges nahezu ungebremst auf das Heck des niederländischen Lkw.

Die Wucht des Aufpralls schob den vorderen Lkw quer über alle drei Fahrstreifen. Die Zugmaschine des zweiten Sattelzugs wurde durch die Kollision so stark beschädigt, dass dessen 51-jähriger Fahrer eingeklemmt wurde. Der Dortmunder starb noch am Unfallort. Der 45-jährige Niederländer wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich, verletzt. Ein Rettungswagen fuhr ihn in ein nahe gelegenes Krankenhaus.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten musste der betroffene Autobahnabschnitt in Richtung Bremen für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Ab 18 Uhr konnte ein Fahrstreifen wieder frei gegeben werden.

Die Polizei schätzt die Höhe des entstandenen Sachschadens auf rund 200.000 Euro.

Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.




Bluthochdruck und seine Folgen: Pulsschlagvortrag im Hellmigium mit Dr. Rottmann

Marcus Rottmann

Bluthochdruck (Hypertonie) entwickelt sich oft schleichend und löst anfangs meist keine Beschwerden aus. Wird auf Bluthochdruck nicht reagiert, können Gefäße und Organe geschädigt werden, steigt das Risiko deutlich an, einen Schlaganfall zu erleiden, warnt Dr. Marcus Rottmann, Chefarzt der Klinik für Diabetologie und Angiologie am Hellmig-Krankenhaus in Kamen.

Er betont aber auch, dass es heute umfassende Gegenstrategien und Vorbeugungsmöglichkeiten gibt. Um Krankheitsbild und Therapiemöglichkeiten geht es in der gemeinsamen Veranstaltungsreihe Pulsschlag von Klinikum Westfalen und VHS im Hellmigium am Hellmig-Krankenhaus am Mittwoch, 21. März, um 18 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.




Wasserfreunde Schwimmen erfolgreich in Gelsenkirchen

Vier Schwimmerinnen und sieben Schwimmer der Wasserfreunde TuRa Bergkamen starteten erfolgreich beim 27. Horster Nachwuchsschwimmfest in Gelsenkirchen.

Auf dem Foto sind Josephine Borowski, Lina-Julie Bracht, Piet Weppler, Emma Schmucker, Lisa Marie Ebel, Yannick von der Heide, Ian Jared Wefers und Elias-Noel Kaminski mit ihrem Trainer Lucas Polley zu sehen.

Auf der Kurzbahn erschwammen sie sich gemeinsam 13 Medaillen und 37 persönliche Bestzeiten.
Über gleich drei Goldmedaillen freute sich Piet Weppler (Jg.2008), er siegte über 50 und 100m Brust sowie 50m Freistil. Julian Noel Bracht (Jg.2006) gewann über 100m Lagen und 100m Brust, holte Silber über 50m Brust sowie Bronze über 50m Freistil. Mika Tom Krause (Jg.2011) holte Gold über 25m Kraul-Beine und 25m Brust, Silber über 25m Freistil sowie Bronze über 25m Rücken. Mila Fee Krause (Jg.2011) bekam Bronze über 25m Rücken und Max Gregor Schäfer Bronze über 100m Rücken.

Über viele persönliche Bestzeiten freuten sich Lina-Julie Bracht, Mareen Brech, Elias-Noel Kaminski, Emma Schmucker und Yannick von der Heide.




Die jüngsten TuRa Leichtathleten siegen in Iserlohn

Die jüngsten Leichtathleten des TuRa Bergkamen waren am Sonntag zu einer Kinderleichtathletikveranstaltung beim LAZ Iserlohn. Nach der ersten Veranstaltung in eigener Halle im März, sind die Kinder von dieser Art der Leichtathletik sehr begeistert und so fuhren insgesamt 29 Kinder, begleitet von den Trainern Imke Vogt, Alexandra Pütz, Gregor Korte und von vielen Eltern nach Iserlohn. Somit konnte Tura Bergkamen in allen drei Altersklassen U8, U10 und U12 jeweils ein Team stellen.

Die jüngsten TuRa Leichtathleten waren in Iserlohn überaus erfolgreich.

Für die jüngsten TuRa-Kinder, der Altersklasse U8 begann der Wettkampf mit einer Hinkelstaffel. Danach folgte die Hindernis-Sprintstaffel, das Ballstoßen und abschließend ein Team Biathlon. Während des Wettkampfes zeigte sich deutlich, dass die Trainer die Disziplinen im Training geübt hatten. Bis auf den abschließenden Biathlon gewannen die Kinder alle Disziplinen und wurden somit mit deutlichen Vorsprung erster. Nach dem Sieg bei der eigenen Veranstaltung war das für die jüngsten TuRa Leichtathleten bereits der zweite Sieg in diesem Jahr. Dieses zeigte sich natürlich auch in den strahlenden Kindergesichtern bei der Siegerehrung.

Im größten Teilnehmerfeld mit 8 Mannschaften musste sich die Kinder U10 beweisen. Dieses machten die Kinder sehr gut. Für diese Altersklasse stand eine Hindernisstaffel, das Medizinballstoßen, Wechselsprünge und ein Team-Biathlon auf dem Programm. Die Kinder gingen sehr engagiert an die Disziplinen und machten ihre Sache sehr gut. In diesem leistungsmäßig sehr starken Feld belegten die Kinder in den einzelnen Disziplinen immer vordere Plätze. Sehr zufrieden waren die Kinder mit ihrem dritten Platz bei der Siegerehrung.

Die Altersklasse U12 begann der Wettkampf mit dem Ballstoßen. Nicht gerade TuRas Paradedisziplin. Daher war es auch nicht wunderlich, dass das Team nach der ersten Disziplin auf einem Platz im Mittelfeld lag. Nun hieß es aufzuholen. Dieses gelang dem Team bereits bei der zweiten Disziplin dem Weitsprung. In der Wertung der beiden ersten Disziplinen lag TuRa bereits auf dem zweiten Platz. Nun kam die Paradedisziplin der TuRa Kinder. Bei der Hürdenstaffel liefen die Kinder eine beachtliche Zeit von 1 Min und 26 Sek. Damit setzten sich die Kinder erstmals auf Platz 1. Nun kam es darauf an, im abschließenden sehr schweren Crosslauf diese Position zu verteidigen. Alle Kinder waren sehr engagiert und gaben alles für das Team. Ob es letztlich in dem großen Teilnehmerfeld mit 7 Mannschaften für Platz ein reichte, zeigte sich bei der folgenden Siegerehrung. Die Anspannung war bei den Kindern zu diesem Zeitpunkt natürlich sehr hoch. Mit einem Jubelschrei stürmten die Kinder zum Siegerpodest, nachdem sie als Sieger aufgerufen worden waren.

Neben den Kindern und den Trainern waren natürlich die mitgereisten Eltern begeistert über die Leistungen ihrer Kinder. Obwohl nach den Osterferien die Sommersaison für die Leichtathleten startet und auch die TuRa-Kinder dann draußen im Stadion trainieren, steht am 22. April 2018 noch einmal eine Kinderleichtathletikveranstaltung in der Halle in Hagen auf dem Programm.

Teilnehmer TuRa Bergkamen:

U12: Louis Medger, Fabian Böhm, Amina Dzelilovic, Marlene Schörner, Ben Kaseja, Milena Klasik, Zoe Peters, Johanna Czeranka, Ben Fleige, Gianluca Lenz

U10:  Libera, Paulina Czeranka, Lasse Niesmann, Nico Jabsen, Lina Rose, Lina Gruner, Jouline Kozlik , Leandra Hagen

U8:  Peters, Sophia Friesen, Melina Dzelilovic, Emilia Klasik, Christina Libera, Leonis Czeranka, Sophia Pütz, Kjell Vogt , Ben Csellich , Nele Krebs




Mittwoch Warnstreik beim EBB: Viele Mülltonnen werden nicht geleert

Die Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes haben auch in Bergkamen für den morgigen Mittwoch, 21. März, zum Warnstreik aufgerufen.

Seitens des Baubetriebshof und EntsorgungsBetrieb (EBB) ist insbesondere damit zu rechnen, dass die Abfuhr der Kleinbehälter bis 240 Liter am morgigen Tage, zumin-dest in großen Teilen, ausfallen wird.

Die Abfuhr der 1.100 Liter Wertstoffbehälter an Großwohnanlagen und anderen Einrichtungen soll nach aktuellen Informationen stattfinden.

Der EBB bittet darum, die Behälter weiter am Straßenrand bereitzustellen; die Abfuhr erfolgt dann – nach heutigem Stand – um einen Tag zeitversetzt, die Freitagsabfuhr von Kleinbehältern also am Samstag.

Für die mögliche Verschiebung der Abfuhr bittet der EBB um Verständnis.




Dringend Zeugen gesucht: Zwei Unbekannte rauben einen an Parkinson erkrankten Mann aus

Nach einem schweren Raubüberfall mit Freiheitsberaubung in der Nacht vom 10. auf den 11. November letzten Jahres sucht die Polizei nun dringend Hinweisgeber und veröffentlicht dazu Lichtbilder.

Wer kennt diesen Mann?

Zwei derzeit noch Unbekannte nutzten die eingeschränkte Lage eines 46-Jährigen aus Reken, der an Parkinson erkrankt ist, aus und bereicherten sich um einen höheren dreistelligen Eurobetrag.
Zunächst hob der 46-Jährige am Dortmunder Hauptbahnhof von einem Geldautomaten Bargeld ab.

Dabei wurde er von zwei Männern beobachtet und angesprochen. Die beiden Unbekannten boten dem Mann aus Reken „scheinheilig“ Hilfe an und begleiteten ihn zu seinem Hostel in Bahnhofsnähe.
Dort angekommen, bedrohte einer der Beschuldigten den Geschädigten plötzlich mit einem Messer am Rücken und nahm ihm auf dem Weg zum Hostelzimmer einige Scheine seines zuvor abgeholten Bargeldes ab. Zudem raubten die Tatverdächtigen sein Handy sowie mehrere Ausweise. Im Zimmer angekommen, hielten sie den Mann fest und beraubten ihn somit seiner Freiheit. Im weiteren Verlauf zwangen sie ihn, an verschiedenen Automaten weiteres Geld abzuheben.

Zu einem der Täter liegen der Polizei nun Lichtbilder vor. Der Tatverdächtige auf den Bildern fuhr zwei Mal mit dem Geschädigten vom Hostel aus zu verschiedenen Geldautomaten. Am 10. November zu einem Geldautomaten an der Straße Freistuhl in Dortmund. Einige Stunden später (11. November) dann um 5 Uhr an einen Automaten am Körner Hellweg. Währenddessen wartete sein Komplize immer wieder im Hostelzimmer auf das Wiederkommen der beiden.

Die Polizei sucht dringend Hinweisgeber. Wer kennt die Person auf den Lichtbildern? Bitte melden Sie sich bei der Dortmunder Kripo unter 0231- 132- 7441.




Diskussionsfreudige Jahreshauptversammlung von BergAUF endet mit Wiederwahl des Vorstands

Der neue Vorstand von BergAUF ist auch der alte – die Wahlen zeigten eine große Geschlossenheit der Mitgliedschaft und brachten eine sehr deutliche Zustimmung zur Arbeit des bisherigen Vorstands zum Ausdruck. Der hatte wie üblich einen ausführlichen Rechenschaftsbericht vorgetragen, über den es eine anregende, schöpferische Diskussion gab.

Vorstand, Kassiererin und Kassenprüfer von BergAUF wurden mit sehr großer Mehrheit im Amt bestätigt.
(von links: Werner Engelhardt (Vorstand), Marco Schewior und Mahsuni Uyar (Kassenprüfer), Gabi Zielen, Richard Bauer, Eva Richter, Hanni Engelhardt, Fatma Uyar, Heinz Eggert und Claudia Thylmann (alle Vorstand, Eva Richter ist auch Kassiererin)

Es wurde allgemein unterstützt, in Sachen Feinstaub-Messung nicht mit der ablehnenden Haltung der Stadtrats-Mehrheit und der Verwaltung abzufinden. Weil die Anträge von BergAUF, auch in Bergkamen Feinstaubmessungen vorzunehmen, seit Jahren abgeblockt werden, will BergAUF nun selbst Feinstaubmessgeräte aufstellen und die Ergebnisse veröffentlichen.

Auch mit dem „Abgesang“ auf den Steinkohlebergbau findet sich BergAUF nicht einfach ab. Es wurde in der Diskussion deutlich: Kohle ist zwar zu schade zum verbrennen, aber als wichtiger Grundstoff in Industrie, in der Medizin und beim Umweltschutz (z.B. für Aktiv-Kohlefilter) sehr wichtig. Während weltweit vor allem im extrem umwelt-zerstörerischen Tagebau mehr und mehr Kohle abgebaut wird, sollten die letzten Bergwerke in Deutschland nicht aufgegeben werden. Zumal dabei erneut rund 7000 Arbeitsplätze vernichtet würden, die gerade die Jugend dringend braucht!

Auch die giftigen Hinterlassenschaften der RAG wurden sehr kritisch diskutiert: Die Anhebung des Grubenwassers berge die Gefahr der Mobilisierung des unter Tage verbrachten Giftmülls, ist BergAUF sicher. Die Wasserstadt und die Waldsiedlung, so die einhellige Meinung, dürften nur gebaut werden, wenn die darunter liegenden Altlasten beseitigt seien. Und auch die PCB-Einleitung mit dem Grubenwasser in die Lippe müsse gestoppt werden. Hier sieht BergAUF auch einen ersten Teilerfolg seiner Arbeit, wenn die RAG nun versprechen musste, eine PCB-Reinigungsanlage auf Haus Aden zu bauen. „Da muss man sie weiterhin in die Pflicht nehmen“ – war man sich einig.

„Alles in allem“ bestätigte der Vorstandssprecher Richard Bauer, „war die Mitgliederversammlung ein voller Erfolg. Um die richtige und wichtige Politik im Interesse der Bevölkerung noch mehr in die Tat umzusetzen, brauchen wir aber unbedingt noch viel mehr Mitglieder, gerade auch unter der Jugend. Das wollen wir in 2018 verstärkt angehen.“

„Mit finanziellen Mitteln“, so die Kassiererin Eva Richter, „sind wir gut ausgestattet. Vor allem, weil all unsere Mitglieder ehrenamtlich arbeiten und ihre Aufwandsentschädigungen aus Rats- und Ausschussarbeit zu 100% spenden. Das muss uns erst mal jemand nachmachen!“




Viele Mitarbeiter der GSW nehmen Mittwoch am Warnstreik teil

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft ihre Mitglieder im öffentlichen Dienst zum Streik auf. Auch viele Mitarbeiter der GSW werden diesem Aufruf am Mittwoch folgen. Das hat Auswirkungen auf die Öffnungszeiten der Kundencenter und der Freizeiteinrichtungen.

Die Kundencenter in Kamen, Bönen und Bergkamen bleiben am Mittwoch, 21. März, ganztägig geschlossen.

Das Hallenbad in Bergkamen bleibt bis 14:00 Uhr geöffnet und steht für das Früh- und Schulschwimmen zur Verfügung.

Das Hallenbad in Kamen öffnet zwischen 15:00 und 21:00 Uhr.

Das Hallenbad und die Sauna in Bönen werden nicht bestreikt. Dort ist der durchgängige Betrieb gewährleistet.




Streik bei VKU – Jede Menge Einschränkungen im Fahrbetrieb

Am Mittwoch, den 21. März, wird es aufgrund des Streiks im Öffentlichen Dienst bei der
VKU auf den meisten Strecken im Kreis Unna ganztägig zur Einstellung des Fahrbetriebs kommen.

Auf der Homepage der VKU befindet sich eine Liste der voraussichtlich durchgeführten Fahrten. Diese ist jedoch ohne Gewähr, da nicht bekannt ist, inwiefern sich die durchführenden Fremdunternehmen ebenfalls am Streik beteiligen.

Die VKU weist besonders darauf hin, dass auch bei stattfindenden Fahrten in eine Richtung die Rückfahrt nicht immer gewährleistet ist.

Die Leitstelle der VKU in Kamen ist durchgängig besetzt. In der Service-Zentrale fahrtwind wird es unter den bekannten Rufnummern eine Notbesetzung mit eingeschränktem Service geben:
Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 0 180 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung: Festnetz 20 ct / mobil max. 60 ct) oder im Internet www.vku-online.de.




Teilnehmer der Internationalen Chemie-Olympiade zu Gast in der Bayer-Ausbildung in Bergkamen

Forscher sein. Neue Moleküle zur Bekämpfung von Krankheiten oder zum Schutz von Pflanzen entwickeln – so weit sind die Teilnehmer der Internationalen Chemie-Olympiade (IChO) noch nicht. Aber sie verfügen über eine wichtige Voraussetzung dafür: großes Interesse an Naturwissenschaften. Aus diesem Grund hat Bayer die jungen Chemietalente aus ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) zu einem ganztägigen experimentellen Workshop nach Bergkamen eingeladen. Hier können sie Versuche durchführen, die an ihren Schulen mangels Laborkapazität nicht möglich sind.

Hilfreicher Blick über die Schulter: Bayer-Auszubildende unterstützten die Chemietalente beim Experimentieren im Labor. Foto: Bayer AG

„Solche Veranstaltungen sind ein echtes Highlight. Sechs Stunden Experimentieren, noch dazu an einem eigenen Arbeitsplatz, das kann keine Schule bieten. Das geht nur mit Hilfe starker Partner in Industrie und Forschung“, macht Birgit Vieler, Landesbeauftragte der IChO, deutlich. Auch der Einblick in ein Unternehmen wie Bayer sei für die jungen Menschen ein besonderes Erlebnis. Vieler: „Hier erleben sie Chemie hautnah.“ Darüber hinaus lernen sie Gleichgesinnte kennen und erfahren so, dass sie mit ihrer Leidenschaft für Naturwissenschaften nicht alleine sind – ebenfalls eine wichtige Erfahrung.

In diesem Jahr sind 18 Schülerinnen und Schüler, die an der zweiten Runde der IChO 2017 in NRW teilgenommen haben, zum gemeinsamen wissenschaftlichen Arbeiten eingeladen. Ausgerüstet mit Messzylindern, Tropftrichtern, Thermometern und Kugelkühlern machen sich die Nachwuchsforscher an die vorgegebene Aufgabe: die Synthese eines pharmazeutischen Wirkstoffs zur Behandlung von Fieber und Schmerzen. Was für andere kompliziert klingt, erledigen die Schülerinnen und Schüler der Klassen zehn bis dreizehn mit Begeisterung – wobei ihnen Bayer-Auszubildende tatkräftig zur Seite stehen.

„Wir freuen uns, Jugendlichen auch über die Stadt- und Kreisgrenzen hinaus die spannende Welt der Naturwissenschaften näherzubringen“, betont Ausbildungsleiter Karl Heinz Grafenschäfer. Auf diese Weise trage Bayer dazu bei, talentierte junge Menschen bei der Wahl eines Ausbildungsberufs oder bei der Vorbereitung auf ein späteres Studium zu unterstützen.




Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr: Dirk Meyer-Jürgens neuer Einheitsführer in Oberaden

100 Mal mussten sie in diesem Jahr schon ausrücken, am Samstagabend hatte die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bergkamen aber einmal Zeit für sich: Beim traditionellen Kameradschaftsabend im Foyer der Realschule durfte einmal gefeiert werden. Damit der Brandschutz in dieser Zeit dennoch sichergestellt war, hatten die Feuerwehren aus Kamen, Werne und Lünen einen Blick auf Bergkamen.

Ehrungen und Ernennungen waren wichtige Bestandteile des Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergkamen am Samstagabend in der Realschule Oberaden.

„Ich würde Euch gerne versprechen, dass es einmal ruhiger werden wird, aber das wäre eine Lüge“, sagte Dietmar Luft, Leiter der Bergkamener Feuerwehr, mit Blick auf die bereits 100 absolvierten Einsätze in diesem Jahr und die 433 im vergangen. Vor allem dankte er in seiner Rede den jeweiligen Partnern der Feuerwehrleute, die immer wieder den Satz „Ich bin dann mal kurz weg“ hören würden.

Luft dankte auch der Polizei für die „unglaublich gute Zusammenarbeit“ und dem THW für das Teamwork bei Sturm Friederike. „Das hat wunderbar funktioniert und macht unglaublich Spaß“, so Luft. Sein besonderer Dank galt jedoch den dem Team der Notfallseelsorge. „Ihr seid immer schnell an der Einsatzstelle und bietet Eure Hilfe an – sowohl für uns Feuerwehrleute oder die Angehörigen“, dankte Luft Willi Wohlfeil und seinem Team nicht nur für ihren jüngsten Bergkamener Einsatz beim tödlichen Wohnungsbrand in Overberge.

„In keiner anderen Stadt war ich im Zuge meiner Aufgaben beim Kreis Unna so oft wie bei Euch“, hat auch Kreisbrandmeister Thomas Heckmann die hohen Einsatzzahlen in Bergkamen festgestellt – und noch etwas bemerkt: „Eine derartige Kameradschaftlichkeit, mit der ich jedes Mal aufgenommen wurde, findet man sonst nirgends. Ihr seid eine super Truppe. Bleibt so“, sagte Heckmann.

„Wir sind unglaublich stolz auf unsere Feuerwehr“, dankte Bürgermeister Roland Schäfer. „Wir sind froh, Euch zu haben“, dankte Landtagsabgeordneter Rüdiger Weiß als Vertreter der SPD-Fraktion. „Ich ziehe den Hut vor der Feuerwehr Bergkamen“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Heinzel. „Es können Stürme über Bergkamen hinwegziehen, aber sie werden die Stadt nicht erschüttern, weil wir diese Feuerwehr haben.“ Es sei dennoch Aufgabe der Gesellschaft, Gaffern, Pöblern und gewalttätigen Übergriffen gegen Rettungskräfte Paroli zu bieten.  Während sich die Grünen und die FDP entschuldigen ließen, hatte es von BergAuf auch in diesem Jahr keine Reaktion auf die Einladung der Feuerwehr gegeben.

Traditionell kommt es beim Kameradschaftsabend zu besonderen Ehrungen und auch Ernennungen: Oberadens neuer Einheitsführer ist Dirk Meyer-Jürgens, nachdem Martin Büscher die Leitung der einstigen Löschgruppe umzugsbedingt nach sechs Jahren abgegeben hatte. Büscher wurde am Samstag offiziell von Dietmar Luft verabschiedet, Dirk Meyer-Jürgens bis 2024 zum Einheitsführer ernannt.

Neuer stellvertretender Jugendfeuerwehrwart ist Tim Maximilian Hawlitzek. Der Oberadener tritt die Nachfolger von Etwin Kramer an, der sein Engagement aus beruflichen Gründen aufgeben musste. Die Amtskette des Bürgermeisters tragend ehrte Roland Schäfer sechs Feuerwehrmänner im Namen des Innenministers: Das Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 35-jährige aktive Mitgliedschaft ging an Bernd Grothaus und Jürgen Grothaus von der Einheit Overberge, Manfred Hövels von der Einheit Oberaden sowie Frank Koepe von der Einheit Mitte. Das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre erhielten Mario Schaumburg aus Rünthe und Sven Stein aus Oberaden.

Feuerwehrchef Dietmar Luft holte darüber hinaus noch eine Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr nach: Er überreichte Hans-Jürgen Pollmüller Urkunde und Anstecknadel.