Finale beim Hafenfest mit schwimmenden Bienen und kenternden Häusern

Die echten Bienen hielten sich beim Hafenfest zum Glück zurück. Die schwimmenden dagegen gaben richtig Gas. Zwei Wochen lang haben die Nachwuchs-Imker des Imkervereins Bergkamen-Wischerhöfen gesagt, genagelt, getackert, geklebt und genäht, um eine idyllische Blumenwiese auf das Hafenwasser zu zaubern. Denn beim Flying Dutchman-Wettbewerb geht es nicht nur um den offensichtlichen Spaß. Da ist auch eine politische Message mit im Spiel.

Die Flying Dutchman bei ihrer Parade durch das Hafenbecken.

Die Bienen und Imker sind auf ihrer Wiese auf dem Weg ins Ziel.

„Wir wollen natürlich auch auf die Situation der Bienen aufmerksam machen“, erzählt der Sprecher. Die fleißigen Obstproduzenten haben es gerade nicht leicht: Milben, Pestizide, eigenartige Viren. Dagegen gibt es immer mehr jüngere Menschen, die das Imker-Metier begeistert. Der Verein erlebt gerade einen Generationenumbruch und freut sich über 50 Mitglieder. Da macht es umso mehr Freude, zum ersten Mal in dieser Konstellation in See zu stechen. Dass es dabei schon mal eine Ladung Wasser aus der benachbarten Neandertalergemeinschaft oder vom sinkenden Haus gibt, gehört bei diesem Wettbewerb zum guten Ton.

Viel los war auch am zweiten Tag beim Hafenfest. Für die Lebensretter vom DRK, der Feuerwehr, dem THW und der DLRG waren die Einsätze bei Hilfeleistungen dennoch übersichtlich.

Wer nun den lautesten Applaus geerntet hat und damit zum Sieger gekürt wird, ist eigentlich völlig egal: Gewonnen haben irgendwie alle. Auch die Bienen, denn einigen von ihnen wurde es mit den Menschenmengen dann doch zu bunt und sie stachen zu. Das bescherte den Helfern vom DRK eine von wenigen Hilfeleistungen. Fünf Erstversorgerteams waren über das Gelände verteilt, dazu gab es zwei Unfallhilfsstellen, zwei Rettungswagen und unzählige Boote von der DLRG und vom THW. „Es war im Verhältnis gesehen relativ ruhig“, interpretiert ein DRK-Leiter die Zahlen. 30 Einsätze am Samstag, darunter 5 ernstere Vorfälle mit Rettungswageneinsatz sind bei solchen Menschenmengen fast normal. Kreislauf, Schnittwunden, Blasenpflaster: Es waren eher die kleineren Hilfeleistungen, die gefragt waren.

Früh übt sich, wer später mal Bootsbesitzer sein will. Auch dazu gab es Gelegenheiten genug.

Kein Wunder, war das Wetter doch bis auf den Freitag hochsommerlich bombastisch und die Stimmung entsprechend gelöst. Irish Folk, Shanty Musik, musizierende Boote und eine musikalische Einheit für die Kinder: Es waren einmal mehr Heerscharen von Menschen auch im Piratenlager oder auf der Wiese mit dem Kinderspaß unterwegs. Zusätzlich hatten einige Boote ihre Kajüten geöffnet und zur Besichtigung eingeladen. Wer das nötige Kleingeld dabei hatte, konnte sich also spontan mit einem schwimmenden Untersatz versorgen. Oder wenigstens einmal in einem nagelneuen Exemplar Probe sitzen. Rundfahrten mit der Santa Monica, ein Drachenboot-Rennen nach dem nächsten: Es war auch am zweiten Tag schwer, alle Programmpunkte zu erwischen.

Zum Glück gibt es ja das nächste Hafenfest, um das Versäumte nachzuholen…




Mit Düsen, Paddeln, Lanzen und Rädern im Hafen flanieren

Tolle Kulisse: Das Feuerwerk sorgte für farbenprächtige Malereien am Hafenhimmel.

Will geübt sein: Synchrone Zusammenarbeit beim Drachenbootrennen. Zwölf Teams haben es versucht.

Normalerweise schwingen sie den Tennisschläger und nicht das Paddel. Gerade einmal eine Stunde haben sie trainiert. Wie die vielen Paddel synchron ins Wasser stoßen, am besten noch passend zum Takt der Trommel ohne sich dabei zu verheddern: Das ist schon eine Kunst. Dabei möglichst schnell vorwärts kommen und nicht im drubbeligen Hafenwasser kentern: Die Mädels vom TV Blau-Weiß Bergkamen versuchen das beim Hafenfest 2018 zum ersten Mal und gar nicht schlecht.

Im Ziel: Das ist gar nicht so leicht, wenn schon nach kurzer Zeit die Arme am Paddel schwer werden.

Den ersten Lauf haben sie jedenfalls gewonnen. Die beiden nächsten liefen dann nicht so gut. Aber immerhin: Weniger als eine Radionachricht brauchen sie, um ins Ziel zu kommen. Eine Minute und 22 Sekunden können sich sehen lassen. „Man muss sich dabei aufeinander verlassen, eine Einheit bilden – das macht großen Spaß!“, sind sich alle einig. Allerdings: „Bis zur 150-Meter-Marke ist alles noch in Ordnung, dann werden die Arme richtig schwer und es wird verdammt hart.“

Und ab ins Wasser: Beim Fischerstichen das Ziel der acht Teams.

Wie schwierig es sein kann, auf einem gepolsterten Steg auf einem Boot über dem Wasser zu schwanken und dabei mit einer ebenso verpackten Lanze den Gegner ins Wasser zu befördern, das erlebten auch „die Wemser“. Sie traten zum ersten Mal beim Fischerstechen im Hafenbecken an. „Mein Verlobter hat hier im vergangenen Jahr mitgemacht – und damals gab es nur eine Frauenmannschaft“, schildert Maria Luisa Hammer. „Das wollten wir ändern!“, betont sie. Ein einziges Mal haben sie bisher auf dem schmalen Balken mit der Lanze balanciert – als Trainingseinheit. „Wir vertrauen auf unser Naturtalent“, erläutert das Trio mutig. Badeanzüge und Bikini unter dem T-Shirt vom VFL Kamen und viel Selbstvertrauen: Fertig ist die Vorbereitung der Frauen, die sonst den Badminton-Schläger im Griff haben. „Beim Training sind wir trocken geblieben“, sind auch die Teamkolleginnen Sandra Bescherer und Evi Niemeyer zuversichtlich. Bei den ersten Duellen bleiben sie das auch.

Voll war es beim Hafenfest in allen Winkeln – außer auf den Booten.

Erstaunlich ruhig bleibt es zumindest tagsüber im Einsatzzentrum des DRK. Auf den bereitgestellten Liegen hat sich noch niemand von einem Hitzeschock, Insektenstich oder zu viel Alkohol erholen müssen. Das wird sich am Abend ändern, da sind sich alle sicher. Mit 26 Kräften sind die Lebensretter angerückt – so viele wie noch nie. Gegenüber hat die Feuerwehr ihr Lager aufgeschlagen, das THW und die DLRG sind ebenfalls im Einsatz. Zusätzlich ist noch ein Sicherheitsdienst gebucht. Die Sicherheit nimmt ein eigens Quartier auf dem Hafengelände ein, die Terrorgefahr hat die Bestimmungen verschärft. Am Eingang werden Rucksäcke untersucht, es blockieren Lieferwagen die ungebremste Durchfahrt.

Klettern im Piratenlager – eine Herausfoderung von vielen.

Im Piratenlager ist Schlange stehen angesagt. Zu viele Schatzsucher sind ausgeschwirrt, um sich die Belohnung zu erklettern oder zu erwerfen. Nebenan fällt der Startschuss für den Hafenlauf: In Windeseile stürmen die Läufer davon, um sich kurz darauf schon ihre Urkunden zu holen. Mitten drin sind Drum-Spieler unterwegs, Luftballons steigen auf, Jazz-Klänge erklingen zwischen Street-Food-Wagen, die Schreberjugend tanzt und singt. Fahrräder radeln über den Kanal. Die Ente auf dem Steg schaut nur kurz irritiert auf, als die Düsen geräuschvoll anspringen und ein Mensch auf Wasserfontänen an ihr vorbei über das Hafenbecken schwebt. Sie schläft dann aber gelassen weiter.

Burning Heart lockte wieder Menschenmassen auf den Hafenplatz.

Bis zum Feuerwerk. Dann ist es endgültig vorbei mit entspannten Schläfen. Auf den Booten haben es sich manche mit einem Cocktail oder Bierchen gemütlich gemacht. Wie das französische Geschwisterpaar. Sie haben sich zu einem langen Wochenende in der Marina getroffen, wo das Boot seit drei Jahren liegt. Der Bruder kommt aus Amiens, die Schwester lebt in Nürnberg. Das Boot ist deutsch. Und demnächst treffen sich alle in Paris. Richtig europäisch eben. Sie stoßen an, als die ersten Raketen in die Luft schrauben, rufen begeisterte „Ooohs“ und „Aaahs“, als sich funkelnde Gebilde am Himmel bilden. Dann dreht „Burning Heart“ richtig auf und lässt den knallvoll gefüllten Hafenplatz beben. Nur ein paar Stunden hat die Marina Zeit, ein wenig durchzuschnaufen. Dann kommen schon wieder die nächsten Menschenmengen, denn hier ist das ganze Wochenende Programm beim Hafenfest.




Stadtradeln in Bergkamen gestartet: Drei Wochen in die Pedalen treten für Klimaschutz und Gesundheit

Bürgermeister Roland Schäfer schickte am Sonntagmorgen die Bergkamener Teilnehmer der Auftakttour der Aktion „Stadtradeln“ auf die Reise.

Bürgermeister Roland Schäfer schickte am Sonntagmorgen auf dem Platz der Partnerstädte die rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der rund 27 Kilometer langen Auftakttour der Aktion „Stadtradeln“ auf die Reise. Sonntag war der europaweite Tag des Fahrrades. Die gesamte dreiwöchige Aktion soll für den Drahtesel als Nahverkehrsmittel werben: in der Freizeit, beim Einkaufen und auch auf dem Weg zur Arbeit. Durch den Verzicht aufs Auto auf diesen Strecken könne ein wirksamer Beitrag zur Verminderung der Treibhausgase geleistet werden.

Der Landesvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs aus Bergkamen Thomas Semmelmann nutzte die Gelegenheit, die Werbetrommel für die „Volksinitiative Aufbruch Fahrrad“. Ab dem 16. Juni werden Unterschriften gesammelt, die das Land NRW dazu bringen soll, mit einem Fahrradgesetz unter anderem den Bau von Fahrradwegen dem Straßenbau gleichzusetzen. Ziel der Initiative ist es, den Anteil des Fahrrads am Verkehr von zurzeit acht Prozent auf 25 Prozent zu erhöhen.

Aktuell haben sich in Bergkamen 240 Radlerinnen und Radler für das diesjährige STADTRADELN angemeldet und werden vom 3. bis zum 23. Juni drei Wochen lang kräftig in die Pedalen treten und Fahrrad-Kilometer sammeln.

Im vergangenen Jahr hat Bergkamen an der bundesweiten Aktion STADTRADELN des Klima-Bündnis´ erstmals teilgenommen. Dabei wurden von 165 Radlern im dreiwöchigen Aktionszeitraum insgesamt 37.639 km mit dem Fahrrad zurückgelegt. Die dabei eingesparte Menge der CO2-Emissionen ergab beachtliche 5.345 kg.

Wer beim STADTRADELN mitmachen möchte kann sich auf der Internetseite www.stadtradeln.de/bergkamen anmelden, ein eigenes Team gründen oder sich einem bestehenden Team anschließen. Ansprechpartner bei der Stadt Bergkamen ist Heiko Busch, Tel. 02307/965391, E-Mail: h.busch@bergkamen.de.




Ausstellungseröffnung beim Start des Hafenfests: Kunst gegen Leerstand in der Marina Rünthe

Die Künstlerinnengruppe „Four for Art“ und Bergkamens Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich.

In der Marina Rünthe liefen sich die Besucher und Beteiligten des 19. Marina Hafenfests am Samstagmorgen allmählich warm, als direkt am großen Hafenplatz in den Räumen des ehemaligen Restaurants „Gate to Asia“ in aller Stille die erste Kunstausstellung eröffnet wurde. Das weibliche Kunstquartett „Four for Art“ präsentiert dort seine Kunstwerke. Es sind großformatige und größtenteils farbkräftige Bilder in Acryl, die dem Leerstand zu neuem Leben verhelfen soll.

Wer dem Hafenfesttrubel heute oder am Sonntag für eine gewisse Zeit entfliehen möchte, sollte sich diese bemerkenswerte Ausstellung der vier Künstlerinnen Maria Demandt, Susanne Kriska-Scheckel, Iris Oehrl und Ilona Taube entgehen lassen. Erwerben lassen sich die Bilder natürlich auch.

Geöffnet ist die Ausstellung immer dann, wenn in der Marina „etwas los“ ist, also während der Veranstaltungen des Stadtmarketings, die wie der „Weingenuss am Wasser“ bereits Tradition haben oder erst jüngst wie die Marina-Sandburgensause eigens für die Belebung des Yachthafens neu konzipiert wurden.

Von diesen Bemühungen, die Marina noch attraktiver zu machen, erfuhr Maria Demandt vor rund sechs Wochen. Kurz entschlossen griff sie zum Telefon und sprach mit Karsten Quabeck vom Stadtmarketing. Ihm trug sie ihre Idee vor, die leeren Restaurant-Räume für eine überschaubare Zeit in eine Kunstgalerie zu verwandeln.

Überrascht war sie, dass sie bei der Stadt Bergkamen offensichtlich offene Türen einrannte. Eigentlich hatte sie mit einer Absage gerechnet. Doch den Plan, Kunst ins „Gate to Asia“ zu bringen, hatte etwa zur gleichen Zeit auch das Kulturreferat entwickelt. Die Initiative von Maria Demandt kam da gerade recht.

Allerdings nur mit eigenen Werken ließen sie die vielen Wände nicht füllen. Es bedurfte aber keinerlei Überredungskünste, ihre drei Mitstreiterinnen für eine Gemeinschaftsausstellung zu gewinnen. Vor sechs Wochen wurde auch die Künstlerinnengruppe „Four for Art“ aus der Taufe gehoben.

Zurückblickend erscheint dies alles den Frauen wie ein Wunder, auch dass es sie geschafft haben, die Restaurant-Räume vom Staub und Dreck dreier Leerstandsjahre zu befreien. Die Hauseigentümerin „beta-eigenheim“ stellt zwar bis etwa Oktober die Räume kostenlos zur Verfügung, putzen lassen wollte sie aber nicht. Gut, dass die Künstlerinnen tatkräftig von ihren Männern auch hier unterstützt wurden.

Wie Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich bei der Ausstellungeröffnung am Samstag erklärte, geht er davon aus, dass das „Gate to Asia“ etwa bis Herbst für Kunst zur Verfügung steht. Denn beta wolle zuerst darangehen, für das ehemalige Nauticus einen Pächter und Betreiber zu finden.

Und als Ulrich in die Runde blickte, fiel ihm auf, dass sich der große Restaurantsaal in der Marina nicht nur als Galerie, sondern auch als Veranstaltungsort für Kleinkunst eignet. „Es gibt sogar schon eine kleine Bühne“, stellte er fest.

Mal sehen, was sich jetzt daraus entwickelt.




Europaweit polizeiliche Kontrollen zur Bekämpfung des Metall- und Kupferdiebstahls

Am Mittwoch erfolgten europaweit polizeiliche Kontrollen zur Bekämpfung des Metall- und Kupferdiebstahls. An der durch die italienischen Behörden geleiteten Aktion beteiligten sich auch 17 Behörden aus NRW.

Solche Delikte waren zurückliegend auch in der Kreispolizeibehörde Unna festzustellen, jedoch ist ihre Anzahl nicht auffällig hoch. Dennoch beteiligte sich die Polizei Unna an den Maßnahmen. Polizeibeamte bestreiften gezielt Industriegebiete und zuletzt bekannte Tatorte und führten Kontrollen durch. Dabei wurden 19 Fahrzeuge und 33 Personen kontrolliert.

Durch die Beamten wurden eine Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen eines Verkehrsverstoßes gefertigt.




61-jähriger Radfahrer auf dem Westenhellweg schwer verletzt

Am Donnerstag ist ein 61-jähriger Radfahrer aus Lünen bei einem Verkehrsunfall verletzt worden.

Er fuhr gegen 16.00 Uhr mit seinem Rad auf dem Seitenstreifen des Westenhellweg in Richtung Lünen. Aus der Zufahrt zur Aussichtsplattform der Ökologiestation kam ein 18-jähriger Mazdafahrer aus Kamen und wollte nach links in Richtung Rünthe fahren.

Dabei kam es zum Zusammenstoß, bei dem der Radfahrer stürzte. Er wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Der geschätzte Sachschaden liegt bei etwa 3500EUR




Bergkamener STADTRADELN startet am Sonntag

Im Team mit dem Fahrrad Kilometer sammeln, dabei Spaß haben, die eigene Gesundheit fördern, einen Beitrag zum Klimaschutz leisten – und dann vielleicht auch noch einen Preis gewinnen. Das ist STADTRADELN.

Aktuell haben sich in Bergkamen 240 Radlerinnen und Radler für das diesjährige STADTRADELN angemeldet und werden vom 3. bis zum 23. Juni drei Wochen lang kräftig in die Pe-dalen treten und Fahrrad-Kilometer sammeln.

Zum Auftakt gibt es eine Anradeltour gemeinsam mit STATDRADLERINNEN und STADT-RADLERN aus Lünen und Kamen. Treffpunkt ist am Sonntag, 3. Juni, um 10:15 Uhr der Platz der Partnerstädte (Rathaus)

Der Start erfolgt durch Bürgermeister Roland Schäfer. Die rund 27 km lange Tour führt zum Seseke-Radweg und nach Kamen. Von dort weiter nach Werne zum Marktplatz, wo uns Mu-sik und Erfrischungen zum STADTRADELN-Auftakt erwarten. Unterwegs werden die Radle-rinnen und Radler aus Lünen und Kamen eingesammelt.

Bereits im vergangenen Jahr hat Bergkamen an der bundesweiten Aktion STADTRADELN des Klima-Bündnis´ teilgenommen. Dabei wurden von 165 Radlern im dreiwöchigen Aktions-zeitraum insgesamt 37.639 km mit dem Fahrrad zurückgelegt. Die dabei eingesparte Menge der CO2-Emissionen ergab beachtliche 5.345 kg. Gemeinsam werden wir versuchen diese tolle Leistung noch zu toppen.

Wer beim STADTRADELN mitmachen möchte kann sich auf der Internetseite www.stadtradeln.de/bergkamen anmelden, ein eigenes Team gründen oder sich einem be-stehenden Team anschließen. Ansprechpartner bei der Stadt Bergkamen ist Heiko Busch, Tel. 02307/965391, E-Mail: h.busch@bergkamen.de.




Noch Plätze frei in Kursen der Bergkamener Volkshochschule

Vor der Sommerpause hat die VHS Bergkamen noch einige interessante Kurse im Angebot.

So referiert Mike Karst, Politologe, am 07.06.2018, 19:00 Uhr, VHS Bergkamen, Lessingstr. 2, zum Thema „Digitale Öffentlichkeiten“.
Es geht schwerpunktmäßig um den Widerspruch zwischen den erfreulichen Möglichkeiten, das Handeln und die Aussagen von Staat, Medien und anderen Institutionen zu überprüfen und korrigieren zu können und den Gefahren, sich aus der Fülle an Angeboten genau die Sichtweisen heraus zu picken, die das eigene Weltbild bestätigen.

Dr. Tom Fliege bietet Ihnen mit dem Kursangebot „Street Photography Dortmunder U und Westend“ einen interessanten fotografischen Streifzug an. Orte, Situationen und Momente des Alltagslebens können ungeschönt im Bild festgehalten werden.
Los geht es am Samstag, 09.06.2018, 11:00 Uhr. Treffpunkt ist der Haupteingang des Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund.

Im Gesundheitsbereich kann man noch „Entspannung lernen“ mit Gabriele Meinke, ab dem 04.06.2018, 18:30 Uhr, VHS-Gebäude „Treffpunkt“, Gymnastikraum.

Diplompsychologe Peter Bergholz, gründete und leitet ein Institut für Angst- und Stressbewältigung, zeigt Ihnen im Rahmen eines Wochenend-Workshops „Und plötzlich wird vieles leichter – Die Entdeckung der inneren Schalter“ einen einfachen Weg zu mehr Gelassenheit.
Samstag, 09.06.2018, 10:00 – 17:00 Uhr, VHS Bergkamen, Lessingstr. 2.

Und in Vorbereitung auf Ihren Italien-Urlaub oder, um einfach nur einen ersten Eindruck zu gewinnen, bietet sich der Besuch des Italienisch-„Schnupperkurses“ für Anfängerinnen und Anfänger an.
Die Kursleiterin Pia D’Andrea ist Muttersprachlerin und kann neben Anfängerwissen auch viel zum Thema Land und Leute beitragen.
Der Samstagskurs findet am 09.06.2018 in der Zeit von 09:30 Uhr bis 14:30 Uhr in den Räumlichkeiten der VHS Bergkamen, Lessingstr. 2, statt.

Sollte Ihr Interesse an einem der Kursangebote geweckt worden sein, melden Sie sich doch einfach an. Anmeldungen nimmt das VHS-Team persönlich während der Öffnungszeiten montags bis freitags von 08:30 – 12:00 Uhr und montags und donnerstags von 14:00 – 16:00 Uhr im Volkshochschulgebäude „Treffpunkt“, Lessingstr. 2, 59192 Bergkamen, entgegen. Eine Anmeldung per Telefon ist unter der Rufnummer 02307 / 284952 oder 284954 möglich. Online können Interessierte sich jederzeit über www.vhs.bergkamen.de anmelden.




Hinterziehung vom Sozialbeiträgen: Bergkamener Baufirma am Ende – Ex-Chef vor Gericht von Andreas Milk

Die Baufirma von Klaus M. (Name geändert) an der Marina Rünthe lag sozusagen schon in den letzten Zuckungen – drum sah sich der Unternehmer gezwungen, den Krankenkassen Beiträge für sein knappes Dutzend Mitarbeiter vorzuenthalten. Fast 17.000 Euro sparte er auf diese Weise im Herbst 2016 / Frühjahr 2017. Das brachte ihm eine Anklage ein – über die jetzt vor dem Kamener Amtsgericht verhandelt wurde.
M., 47 Jahre, voll geständig und ohne Vorstrafen, berichtete, seinem Betrieb sei es schon 2009 nicht gut gegangen. Er habe sich aber berappelt. 2016 habe es Enttäuschungen an gleich mehreren Baustellen gegeben – denn die warfen längst nicht das ab, was M. erwartet hatte. Auch ein Kredit über 150.000 Euro half nicht dauerhaft. Zwar konnte M. einige Verbindlichkeiten ausgleichen – aber nicht alle. Krankenkassen und Finanzamt kamen mit Pfändungen. Im Juni 2017 kam die Insolvenz. Rund 350.000 Euro „Miese“ hatten sich inzwischen angehäuft.
„In höchstem Maße sozialschädlich“ sei die Beitragshinterziehung, fand der Vertreter der Staatsanwaltschaft – trotz Verständnisses für M.s Situation. Die beschrieb in seinem Plädoyer auch noch einmal M.s Verteidiger. Sein Mandant habe „tapfer gekämpft“ um den Betrieb.
Das Urteil: eine Geldstrafe von 140 Tagessätzen à 30 Euro, macht 4.200 Euro. Für M. spricht laut Richter Martin Klopsch, dass sein Geständnis eine aufwendige Zeugenvernehmung entbehrlich gemacht – und er selbst nicht in die eigene Tasche gewirtschaftet habe.




Overberge feiert mit „Spiel der Vereine“ seine 50-jährige Zugehörigkeit zur Stadt Bergkamen

Overberge ist seit 50 Jahren ein Teil der Stadt Bergkamen. Dieses Jubiläum soll am Samstag, 16. Juni von 14 bis 17 Uhr auf dem Sportgelände an der Hansastraße mit einem „Spiel der Vereine“ (Spiel ohne Grenzen) ganz groß gefeiert werde.
„Es soll wieder ein Spaß für die gesamte Familie werden. Mit skurrilen, spannenden und spaßigen Spielen“, erklärt Ortsvorsteher Uwe Reichelt.
Zu letzten Absprachen trifft sich das Vorbereitungsteam am Mittwoch, 6. Juni, um 11 Uhr auf dem Rasensportplatz.



Feuerwehr kümmert sich auch um kleine Tiere: Einheit Oberaden rettet junge Dohle aus einem Kamin

In diesen Kamin hatte sich am Mittwochnachmittag eine junge Dohle „verirrt“.

Zu einem besonderen Einsatz wurde am Mittwochnachmittag kurz nach 5 Uhr die Oberadener Feuerwehr zur Straße „Auf den Birken“ gerufen. Eine kleine Dohle hatte sich in einem Kamin verirrt und wurde von den Feuerwehrleuten aus seiner misslichen Lage befreit.

Wie der kleine schwarze Vogel in den Kamin abstürzen konnte, ist nicht bekannt. Entdeckt wurde er durch die 17-jährige Tochter des Hauses, als sie in den Keller ging. Aus der Wand kamen sehr seltsame Geräusche. Lena rief ihren Vater und der wählte den Notruf der Feuerwehr 112, als für ihn feststand, dass er hier auch nicht weiterhelfen konnte.

Die Einheit Oberaden der Freiwilligen Feuerwehr rückte dann mit zwei Fahrzeugen und fünf Einsatzkräften an. Ihnen gelang es, den Vogel zu retten. Dafür gab es Applaus von den Nachbarskindern, wie Lenas Mutter Michaela auf Facebook berichtet. „Die Feuerwehr Bergkamen rückt auch raus, wenn es um „Kleintiere“ geht, trotz der heißen Temperaturen.“ Und dafür bedankt sie sich herzlich bei den Feuerwehrleuten.

Übrigens: Einen Tag vorher hatte Tochter Lena bereits eine andere junge Dohle gerettet, die verletzt war. Lena fand sie beim Gassigehen mit dem Hund im Wald. Per Handy fragte sie zu Haus an, was nun zu tun ist. Trotz sofortiger Suche im Internet, etwa nach einer Vogelauffangstation, fand die Familie keine vernünftige Antwort. Schließlich machte sich ein Bekannter auf den Weg in den Wald. Als er mit Lena zurückkam, brachten sie den Vogel mit. Ihn hatten sie auf einen Ast gesetzt.

Diesen Ast mit der Jungdohle befestigten sie im Garten so hoch, dass er für herumstreunende Katzen keine leichte Beute wird. Später flog die Mutter (Oder ist es bei Dohlen auch der Vater9, heran und fütterte den Nachwuchs. Dazu gab es von den besorgten Menschen auch eine Schale mit Wasser.

Bleibt zu hoffen, dass beide von Lena initiierten Rettungen letztlich auch von Erfolg gekrönt werden.