Bei der Messe Natur & Garten: Exkursion, Führungen, Kompost und Pflanzenmarkt

Am Samstag, 5. Mai, startet die Messe die Messe Natur und Garten um 12.00 Uhr. Zum Auftakt, zwei Stunden vorher ab 10.00 Uhr, kann man mit Rolf Ohde von der Biologischen Station die Landschaft an der Lippe entdecken und kommt dann nach etwa zwei Stunden pünktlich zurück zum Beginn der Messe in und um die Ökologiestation, mit Pflanzen- und Regionalmarkt, Tipps und Beratung rund um den Garten sowie süßen und deftigen Leckereien.

Alle, die etwas Besonderes für ihren Garten suchen, sind in und um die Ökologiestation in Bergkamen-Heil willkommen. Von 12.00 bis 16.00 Uhr bieten zahlreiche Stände Pflanzen an, die man so nicht in den großen Gartenzentren findet. Aber auch Fachfragen, etwa zur Gartengestaltung, zum Baumschnitt oder zur richtigen Bepflanzung werden kompetent beantwortet.

Die GWA erteilt Ratschläge zur Bodenbearbeitung und verteilt Kompost zum Mitnehmen. Die Unnaer „Honigdiebe“ führen nicht nur Honig sondern auch über den Bienenstand der Ökostation. Gegen Messemüdigkeit helfen die süßen Köstlichkeiten der Landfrauen, deftige Reibekuchen und die fleischlichen Verführungen vom Neuland Biofleisch Grill. Die Verbraucherzentrale gibt regionale Einkaufstipps und saisonale Rezeptideen, Literatur zum Thema Garten bietet die Buchhandlung Beckmann aus Werne an. Schöne Wollprodukte, Gartenschmuck, Chutneys aus Bergkamen, selbstgemachte Marmeladen, eingelegtes Gemüse und Obst runden das Angebot ab.




LKW-Unfall auf A 2: Anwalt in Rage – aber Führerschein gerettet

von Andreas Milk
Harte Worte unter Juristen: Ein Strafverteidiger warf dem Kamener Amtsrichter Martin Klopsch heute „fast schon erpressungsähnliches“ Verhalten vor. Klopsch erwiderte, er wolle halt nicht, „dass einer mit dem LKW auf mich zu kommt und mich platt macht“. Es ging um einen Unfall auf der A 2 – und um die mögliche Entziehung eines Führerscheins. Genau die drohte im Gerichtssaal dem Berufskraftfahrer Franz F. (57, Name geändert).

F. war am 15. August 2017 – abends gegen 21 Uhr – mit seinem Laster auf der Autobahn in Richtung Hannover unterwegs. Sein LKW rammte einen Wagen auf dem Seitenstreifen. Die Fahrerin stand neben dem Wagen; sie war wohl ausgestiegen, weil sie ein gesundheitliches Problem hatte. Die Berührung des LKW führte dazu, dass der Wagen gegen die Frau gedrückt wurde. Die erlitt eine Verletzung am Bein.

Konsequenz: ein Verfahren gegen Franz F. wegen fahrlässiger Körperverletzung. An sich keine große Sache. Aber: F. hat im Straßenverkehr schon mehr als reichlich Mist gebaut. 2009 verlor er den Führerschein, weil das Flensburger Punktekonto voll war. Als er den „Lappen“ nach Medizinisch-Psychologischer Untersuchung – alias Idiotentest – zurück hatte, folgten weitere Verkehrsverstöße. Die Sache auf der A 2 passierte, als gerade schon ein Verfahren wegen Handynutzung am Steuer gegen F. lief. Und ein Zeuge sagte, F.s Laster habe kurz vorm Zusammenstoß mit dem Wagen der Frau geschlingert – was den Verdacht aufkommen lässt, F. sei auch diesmal abgelenkt gewesen.

Bereits vor dem Gerichtstermin heute hätte die Sache für F. erledigt sein können. Er hatte einen Strafbefehl über 1.200 Euro erhalten. Doch statt zu zahlen, legte er Einspruch ein. Richter Klopschs lautes Nachdenken über ein vorläufiges Einkassieren des Führerscheins – Grund: mangelnde Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs – brachte F.s Anwalt in Rage. Einige Minuten Beratung auf dem Gerichtsflur – dann teilten er und sein Mandant mit: Der Einspruch gegen den Strafbefehl wird zurückgenommen. Damit war das Ganze erledigt; für den Richter gab es nichts mehr zu entscheiden.

„Rechtmäßig und gerecht ist das in keinem Fall“, kommentierte der Anwalt das Prozedere. Richter Klopsch bekannte, sein Ziel sei es eigentlich gewesen, F. den Führerschein wenigstens für eine Weile abzunehmen. Das Interesse der Allgemeinheit sei höher zu bewerten als das Interesse eines Einzelnen.




„Europatag der Kulturen“ am Sonntag im Rahmen der 12. Bergkamener Blumenbörse

Alljährlich im Mai findet in allen deutschen Bundesländern die Europawoche statt und bildet den Rahmen für die beiden wichtigen Jahrestage: den 5. Mai als Gründungstag des Europarates im Jahre 1949 sowie den 9. Mai, dem Tag als der damalige französische Außenminister Robert Schuman im Jahre 1950 in seiner Erklärung in Paris den Grundstein für das heutige Europa legte.

Die Europawoche findet in diesem Jahr vom 2. bis 15. Mai statt und umrahmt damit auch den ersten „Europatag der Kulturen“, der am 6. Mai 2018 in der Zeit von 11:00 bis 17:00 Uhr auf dem „Platz von Gennevilliers“ in Bergkamen durchgeführt wird.

Getreu dem Motto „in Vielfalt geeint“ soll der europäische Gedanke im Zuge der seit vielen Jahren erfolgreichen Veranstaltung „Blumenbörse“ in einem speziell dafür vorgesehenen Areal – nämlich auf dem „Platz von Gennevilliers“ – „sprießen“.

Neben den Partnerstädten Gennevilliers/Frankreich und Hettstedt/Sachsen-Anhalt werden sich zahlreiche Bergkamener Migrationsgruppen, aber auch Institutionen, die sich mit dem Thema Europa im weitesten Sinne beschäftigen, präsentieren.

Darüber hinaus wird es im Rahmen dieser Veranstaltung ein ganz besonderes „Gipfeltreffen“ geben. Auf einer 6 Meter hohen Kletterpyramide kann man die EU-Staaten auf spezielle Weise erkunden, besser gesagt erklettern.

Die Jugendkunstschule bietet überdies interessante Aktionen an und „Mr. Nieps“ ermöglicht eine Reise durch die europäischen Hauptstädte, die im Bild als Erinnerung festgehalten werden kann.

Schließlich runden landestypische Speisen der unterschiedlichen Einrichtungen und Partnerstädte das Geschehen an diesem ersten Bergkamener „Europatag der Kulturen“ ab.

Teilnehmer:

Partnerstädte:
– Gennevilliers
– Hettstedt

Bergkamener Institutionen:
– Verein der Schönen Künste
– DITIB Moscheeverein
– Volkshochschule
– Jugendkunstschule (Wir bauen das Dach Europas)
– Mr. Nieps – Fotoaktion (Bereisen Sie die Europäischen Städte

Europa-Institutionen:
– Auslandsgesellschaft NRW e.V./Europe Direct Informationszentrum Dortmund
– Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit e.V.
– Euro-Informationen, Berlin (Kletterpyramide)




FAKT AG übernimmt ehemalige Bergbauberufsfachschule in Weddinghofen: Qualifizierungsmaßnahmen für Jugendliche

Der TÜV Nord wird sich in diesem Jahr planmäßig mit seiner Bildungseinrichtung aus Bergkamen zurückziehen, doch das Gebäude des Berufskollegs soll weiterhin für Bildungszwecke genutzt werden. Die ehemalige Bergbauberufsfachschule hat wie auch die Schwesterschule in Recklinghausen die FAKT AG übernommen.

„Die Ausbildung im Ruhrbergbau war eine riesengroße Leistung des Bergbaus, da hier ganz viele Jugendliche ausgebildet werden konnten, die der Bergbau speziell benötigte. In vielen Städten war der Bergbau der größte Ausbilder. Diese Ausbildung ist durch die Schließung Ruhrbergbaus weggefallen und es ist uns“, so der Vorstandsvorsitzende der FAKT AG, Hubert Schulte-Kemper, „ein großes Anliegen, dieses Ausbildungsdefizit zugunsten weiterer Qualifizierungsmaßnahmen für Jugendliche zu beseitigen.

Die FAKT AG wird den Charakter dieser Bergbauberufsfachschulen dahingehend ändern, schwerpunktmäßig Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren, die Schwierigkeiten mit dem Schulabschluss haben, durch Qualifizierungsmaßnahmen eine Lebenshilfe, hin zur Möglichkeit einer beruflichen Tätigkeit, zu geben.

Die FAKT AG freut sich, dass sich schon zwei bedeutungsvolle Bildungswerke zum Abschluss von Mietverträgen bereiterklärt haben. Das Ziel besteht insbesondere darin, an den Standorten Recklinghausen-Süd und Bergkamen auch eine Internatslösung anzubieten und den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, von montags bis freitags im Bildungszentrum zu übernachten.

Die Bergbauberufsfachschulen sind weitestgehend spiegelgleich gebaut worden und haben jeweils eine Grundstücksfläche von 35.000 m2 und rund 15.000 m2 an Schulräumlichkeiten. Die FAKT-Gruppe hat somit rund 70.000 m2 Grundstücke, mit rund 30.000 m2 Nutzfläche in ihr Eigentum übernehmen können.
Mit den Städten Recklinghausen und Bergkamen werden Planungsgespräche über die weitere Nutzung von freien Grundflächen führen.
„Wir freuen uns, dass wir nach dem Erwerb der RAG-Hauptverwaltung in Herne nun auch zwei „Folgeeinrichtungen“, die sich aus der Bergbauschließung ergeben, ebenfalls übernehmen und in eine zukunfts-orientierte, jungen Menschen helfende Einrichtung überführen können“, so Hubert Schulte-Kemper.

Die FAKT AG beabsichtigt mit den jeweiligen Grundstücksnachbarn größere Flächen für eine Flächennutzungsplangestaltung mit einzubeziehen, sodass der getätigte Ankauf in der jeweiligen Stadt eine zusätzlich größere Bedeutung erfährt.

Die FAKT-Unternehmensgruppe hat ihren Schwerpunkt in der Projektentwicklung − Kernsektoren sind die Bereiche Immobilien, ausgewählte kommunale Infrastruktur- und Kapitalmarktthemen sowie Projekte zur umweltfreundlichen Energieerzeugung und effizienten Nutzung knapper Ressourcen. In Deutschland und im internationalen Markt agiert die FAKT-Gruppe mit einem professionellen Netzwerk aus etablierten Kooperationspartnern und Repräsentanten in Amsterdam, Hamburg, Kopenhagen, London und Paris. Unter ihrem Dach bündelt die Unternehmensgruppe derzeit 20 Tochter- und Projektgesellschaften.

Bergkamen steht gleich drei Mal auf der Referenzliste der FAKT AG: An der Berliner Straße wie auch in Rünthe plant sie den Bau von Siedlungen. Ein recht junges Projekt ist die Vermarktung des Schachts III in Rünthe. Die Folgenutzung der ehemaligen Bergbauberufsfachschule in Weddinghofen ist das vierte Projekt.




Diebe stehlen am Mittwochmorgen Opel Meriva aus Garage – Der Schlüssel steckte

Am Mittwochmorgen stellte ein Bergkamener gegen 8 Uhr seinen silbernen Opel Meriva in seiner geöffneten Garage in der Straße Am Holl ab und ließ den Zündschlüssel stecken. Als er gegen 11.30 Uhr erneut mit seinem Fahrzeug fahren wollte, was dieses nicht mehr da. Zur Tatzeit waren daran die amtlichen Kennzeichen UN-TN 746 angebracht.

Hinweise zum Diebstahl oder Verbleib des PKW bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




23-jähriger Bergkamener verbrachte nach feucht-fröhlicher Mai-Feier die Nacht im Polizeigewahrsam

Nachdem er heftigen Widerstand geleistet hat, hat ein 23-jähriger Bergkamener die Nacht im Gewahrsam der Polizei verbracht.

Am 1.Mai wurde gegen 21.30 Uhr die Polizei das erste Mal zu einem Einsatz in der Straße Am Sunderbach gerufen. Dort wurden mehrere alkoholisierte Jugendliche angetroffen, die zuvor die Maifeier am Cappenberger See besucht hatten. Der 23-jährige Bergkamener hatte sich auf dem Rückweg mit seiner 16-jährigen Freundin gestritten und ihr mehrfach mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen.

Die 16-Jährige befand sich nun im Garten eines Hauses und ihr Freund wollte zu ihr. Da die Jugendliche stark alkoholisiert war, wurde sie durch die Beamten zunächst mit zur Polizei nach Werne genommen, wo ihre Erziehungsberechtigten informiert wurden.

Bereits zu diesem Zeitpunkt zeigte sich der junge Bergkamener äußerst aggressiv. Das wurde auch die 16-jährige Wernerin, nachdem sie realisierte, dass sie mit zur Polizei sollte. Sie beleidigte die Beamten, randalierte im Streifenwagen, indem sie nach ihnen schlug und trat. Sie musste durch die Polizisten mit Handfesseln fixiert werden.

Das setzte sich auch auf der Wache fort. Während der gesamten Zeit beleidigte sie die Polizisten mit den unflätigsten Worten. Gegen 23.45 Uhr wurde die Polizei dann zur Jahnstraße gerufen. Dort randalierte mittlerweile der 23-jährige vor einem Haus und versuchte sich Einlass zu verschaffen. Indem er eine Rollade hochschob und ein Fenster aufdrückte, gelang ihm das auch.

Als die Polizisten ihn dort antrafen, drückte er die Zimmertür zu, um das Eintreten der Beamten zu verhindern. Er konnte anschließend durch die Polizisten, auch unter zur Hilfenahme von Pfefferspray überwältigt werden. Dabei wehrte er sich heftig mit Tritten und Schlägen, sowie Spuckattacken und fortwährenden Beleidigungen. Der alkoholisierte Mann verbrachte die Nacht im Polizeigewahrsam.

Gegen ihn wurde eine Strafanzeige wegen Widerstandes, Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Beleidigung gefertigt. Auch gegen die 16-jährige wurde eine Strafanzeige wegen Widerstand und Beleidigung gefertigt, sie wurde den Erziehungsberechtigten übergeben.




Bachforellen erhalten in der Lippe ein Zuhause – Bayer sponsert einen Besatz mit 18.000 Jungfischen

Sie sorgen in der Lippe für Forellennachwuchs: die Bayer-Mitarbeiter Michael Moritz, Daniel Michels und Michael Prill (v. l.). Foto: Bayer AG

Angeln – das ist mehr als nur Fische aus dem Wasser zu ziehen. Dazu gehört beispielsweise auch der Natur- und Gewässerschutz. Ein gutes Beispiel dafür gab einmal mehr die Betriebssportgruppe (BSG) Angeln der Bayer AG in Bergkamen ab. Sie hat kürzlich 18.000 Bachforellen in der Lippe ausgesetzt. „Wir setzen die Jungtiere natürlich nicht nur aus, um sie später wieder aus dem Fluss zu angeln. Uns geht es vielmehr vorrangig darum, die nachhaltige Entwicklung der Bachforellenbestände in der Lippe zu unterstützen“, sagt Bayer-Mitarbeiter Michael Prill, der ehrenamtlich als Fischereiberater beim Kreis Unna tätig ist.

Genau wie andere Unternehmen, die ihr gereinigtes Abwasser in die Lippe einleiten, hat Bayer in den vergangenen Jahren zur Verbesserung der Gewässergüte beigetragen. Ein Meilenstein dazu war die Modernisierung der Abwasserbehandlungsanlage und deren Erweiterung um eine mikrobiologischen Reinigungsstufe. Die bessere Wasserqualität kommt der Pflanzenwelt, aber auch vielen Tieren zugute. So können sich Bachforellen heute wieder selbstständig in der Lippe vermehren. „Der Lebensraum ist dort für die anspruchsvollen Tiere wirklich ausgesprochen gut“, bestätigt Michael Moritz, Vorsitzender der BSG Angeln.

Um die Erholung der Bachforellen-Bestände zu unterstützen, hat sich Bayer bereit erklärt, diese Entwicklung drei Jahre lang finanziell zu unterstützen. Das bedeutet aber nicht, dass im nächsten Jahr in der Lippe zwischen Werne, Bergkamen und Lünen jeweils 18.000 zusätzliche Bachforellen schwimmen werden. „Trotz der guten Wasserqualität sind die Verluste erheblich. Wir sind froh, wenn jährlich 1.000 Forellen überleben“, erläutert Michael Moritz. Der Grund sind nicht etwa Angler, denn diese dürfen die Forellen erst ab einer Länge von 25 cm fangen. Vielmehr gibt es in den Lippeauen hungrige Vögel wie Kormorane oder Eisvögel, bei denen die Bachforelle weit oben auf der Speisekarte steht.

Die mehrere Zentimeter langen und quicklebendigen Jungfische sind kürzlich in die Lippe umgezogen. Foto: Bayer-AG

Die Jungfische, die die Mitglieder der BSG Angeln kürzlich in die Lippe gesetzt haben, stammen von den nur noch geringen Beständen der Lippe-Forelle ab. Im Gegensatz zu trägen Zuchttieren, die regelmäßig gefüttert werden und nahezu keinen Fluchtreflex mehr haben, sind sie ausgesprochen flink – was ihnen einen besseren Schutz vor natürlichen Feinden wie dem Fischreiher bietet. Mit Hilfe moderner Technik wird die BSG Angeln die Tiere künftig regelmäßig zählen und die Entwicklung des Bestandes aufmerksam verfolgen.




Beratung für Gründungsinteressierte und Jungunternehmer im Bergkamener Rathaus

Sylke Schaffrin-Runkel. Foto: Stadt Bergkamen

Am Dienstag, 8. Mai, ab 9:00 Uhr, berät Sylke Schaffrin-Runkel vom STARTERCENTER NRW der WFG Kreis Unna, kostenfrei Gründungsinteressierte und JungunternehmerInnen, die eine Selbstständigkeit planen oder sich in der Aufbauphase befinden.

Für die persönliche Beratung im Rathaus Bergkamen ist eine Terminabsprache unter Tel. 02303-272590 oder per E-Mail unter s.schaffrin-runkel@wfg-kreis-unna.de unbedingt erforderlich.

Sylke Schaffrin-Runkel vom STARTERCENTER NRW der Wirtschaftsförderung Kreis Unna informiert kostenfrei zu allen Fragen rund um die Selbständigkeit und steht jungen Unternehmen in den ersten zwei Jahren nach Gründung mit Rat und Tat zur Seite.

Beschäftige, Arbeitslose oder Freiberufler sind eingeladen, sich über Angebote zur Existenzgründung oder Unternehmensentwicklung beraten zu lassen. Ganz gleich, ob zur Gründung im Nebenerwerb oder Vollerwerb. Diese Sprechstunde richtet sich auch an Personen, die eine Gründungsidee haben und sich mit der Frage beschäftigen, ob es sich „lohnt“, diese weiterzuverfolgen.

Für die Sprechstunde im Rathaus Bergkamen in Raum 600 im 6. OG, ist eine Terminabsprache unter Tel. 02303-27-2590 oder per E-Mail an s.schaffrin-runkel@wfg-kreis-unna.de unbedingt erforderlich.
Die nächsten Termine für die Gründungsberatung im Rathaus sind am 12. Juni 2018 und am 10. Juli 2018.




Einbruch in Spielhalle an der Bambergstraße – Täter versuchten Tresor aufzubrechen

In der Nacht zu Mittwoch hebelten Unbekannte ein Fenster zu einer Spielhalle an der Bambergstraße in Bergkamen-Mitte auf.

Sie stiegen in das Gebäude ein und brachen einen Spielautomaten auf. Weiterhin versuchten sie erfolglos einen vorgefundenen Tresor aufzubrechen. Bisher liegen keinen Angaben zu möglicher Beute vor.

Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




Szenen aus Saturday-Night-Fever und Grease beim Tanz in den Mai im Martin-Luther-Haus

Saturday-Night-Fever beim Tanz in den Mai im Martin-Luther-Haus.

Die ak-dancers Tänzer der ev. Friedenskirchengemeinde Bergkamen sind mit einem tollen Programm in den Mai getanzt.

Unter dem Motto Highschool-Party der 60/70 gab es ein buntes Rahmenprogramm. Neben einem Highschool-Partytanz wurden Szenen aus Saturday-Night-Fever und Grease dargeboten. Bis in die späten Nachtstunden ging die Party mit Standard- und lateinamerikanischen Tänzen sowie später auch Discostyle weiter.

Neue Tänzer sind immer herzlich Willkommen und können sich bei Michael Krause (016098984400) gerne melden . Weiter Infos auch unter www.ak-dancers.de




Nicht nur die Errungenschaften der Maloche verteidigen

Hunderte Maikäfer lagen ihnen punktgenau zum 1. Mai zu Füßen. Michael Groschek und eine stattliche Ansammlung von Bergkamenern marschierten bei der 70. Maikundgebung in Oberaden über einen Teppich aus geflügelten Maibotschaftern. Darüber wehten die Fahnen der Gewerkschaften und Parteien, reckten Hände die Banner mit „Solidarität, Vielfalt und Gerichtigkeit“ in die noch leicht verregnete Luft. Auch wenn in Oberaden das 8. Kundgebungsjahrzehnt anbricht, sind bekannte Namen und ein fester Stamm von Demonstranten auf den Beinen.

Traditionell ging es mit einem Umzug durch die Straßen Oberadens. Gut 500 Teilnehmer trafen sich in der Römerbergsporthalle.

Festredner Michael Groschek marschierte gutelaunt mit – zumal der Regenschirm schnell überflüssig wurde.

Helmut Schmidt, Johannes Rau, Peter Schimpf, Eugen Drewermann, Klaus Matthiesen, Franz Müntefering: Die Liste der Mairedner in Oberaden füllen Berühmheiten. Dafür hat sich Willi Null mit seinen Mitstreitern fast schon einmal verhaften lassen. In Berlin fand er sich von den Sicherheitskräften festgesetzt, als er den damaligen Außenminister Joschka Fischer als Redner gewinnen wollte. Bei anderer Gelegenheit musste er mit Helfern in letzter Sekunde ausrücken, um die Plakate zu überkleben: Matthias Platzek, Brandenburgs damaliger Ministerpräsident, hatte ein Hörsturz kurz vor dem politischen Aus lahmgelegt.

Einblicke in eine spannende und lange Geschichte faszinierten.

„Ohne einflussreiche Unterstützung aus dem Hauptvorstand wäre das nicht gegangen“, resümiert Willi Null. Dabei hat sich in 70 Jahren viel verändert. 1948 traf man sich noch um 9 Uhr morgens unter dem Förderturm auf Haus Aden, marschierte hinter die „weiße Kirche“ zur Kundgebung und versammelte sich dann begleitet von Tanzgruppen im Maizelt auf dem Römerberg. Von all dem zeugten die Fotos und Zeitungsausschnitte, die an den Wänden der Römerberghalle hingen. Der Bergbau ist inzwischen längst verschwunden, die Menschenmengen sind geschrumpft und die Themen drehen sich heute um ganz andere Schwerpunkte.

Von Mutterklötzchen zum Grundeinkommen

Michael Groschek spricht die selbe Sprache der Region – mit viel Emotionen.

Die selben Wurzeln, die Bergkamen prägen, hat auch Michael Groschek. Der Landesvorsitzende der NRW-SDP ist in Oberhausen mit „Mutterklötzchen“ und Eierkohle aufgewachsen. Der Opa war in Kriegsgefangenschaft, als in Oberaden die erste Maikundgebung stattfand. Die Oma war froh über ihre Knappschaftsrente, die heute mancher gern hätte. „Der heutige Wohlstand – auch in Bayern – wurde mit Doppelschichten auf unseren Zechen geschaffen“, rief er emotional berührt in die Mikrophone. Die Solidarität des Bergbaus, „dazu müssen wir auch in dieser Gesellschaft kommen“ forderte er. „Wenn wir zulassen, dass der Arbeitsmarkt sich spaltet, kommen manche auf dumme Ideen“, fuhr Groschek fort. Niemand dürfe mit einem Grundeinkommen abgespeist werden, „es geht um das soziale Selbstwertgefühl!“

Wie immer gut gefüllt war die Römerbergsporthalle.

Mehr gute Arbeit braucht es, denn „Arbeit ist Würde, Armut und Arbeit passen nicht zusammen“. Mindestlohn auch für Azubis. Marode Schulen, „Bröckelbrücken“, Baustellen, alltägliche Staus, schlechter ÖPNV: Mehr öffentliche Investitionen will Groschek, „ein starker Staat statt privat vor Staat“. Angesichts von Globalisierung und Digitalisierung müssen „Maß und Mitte durch den Menschen bestimmt werden, die Roboter-Rendite gehört uns“. Die Arbeitnehmerrechte bei der Arbeitszeit „dürfen nie kampflos aufgegeben werden“. Richtung USA fordert er „Wandel durch Handel“. Die Errungenschaften derjenigen, die sich nicht nur in seiner Kindheit in direkter Nachbarschaft „kaputtmalocht haben“ und plötzlich im wahrsten Sinne „weg vom Fenster“ waren, müssen verteidigt werden. Dass der Pfarrer in Oberaden mitmarschiert, ist für Groschek ein Zeichen von Solidarität und christlicher Nächstenliebe, die mit Blick auf Bayern und die parteipolitische Vereinnahmung von Symbolen „zwei Seiten einer Medaille“ seien.

Die Hammelbeine langziehen und „Klare Kante“ zeigen

Sehr engagiert war Lothar Wobedo hinter dem Rednerpult.

„Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit“: Etwas, das im Bergbau immer ganz selbstverständlich war, betonte IGBCE-Bezirksleiter Lothar Wobedo. Das Ende des Bergbaus hält er immer noch für „falsch, für wirtschaftspolitischen Schwachsinn“. Ungehalten wurde er hinter dem Mikrophon, als er die Teilhabe am wirtschaftlichen Aufschwung ebenso forderte wie eine Anerkennung der Lebensarbeitsleistung und dass „den Ganoven die Hammelbeine langezogen gehören“, die als Firmenriesen nicht zur ihrer Verantwortung stehen.

 

Die Liste der Dinge, die angepackt werden müssen, war bei Olaf Tastler lang.

Lang war auch die Liste der Baustellen im Land, die Olaf Tastler als Vorsitzender des Regionalforums Bergkamen/Kamen identifizierte. „Klare Kante“ gegen Rassismus und die extreme Rechte, Rentensicherheit, betriebliche Mitbestimmung, ein gerechtes Steuersystem, bezahlbare Wohnungen, gute Bildung, ein würdevolles Alter, Abschaffung der sachgrundlosen Befristungen, Niedriglöhne, Löhnlücke bei Frauen, aus der Tarifbindung flüchtende Arbeitgeber und ein bröckelndes Europa: Unter der Aufzählung fand sich vieles, das an diesem Maitag an vielen Rednerpulten zu hören war. „Die Schonzeit für die Arbeitgeber ist vorbei“, forderte Tastler. „All das kann nur ein 1. Schritt sein, die Regierung muss mutiger werden.“

Schaut nach vorn: Bürgermeister Roland Schäfer.

Den Blick nach vorn will Bürgermeister Roland Schäfer auch angesichts einer beeindruckenden 70-jährigen Vergangenheit der Maikundgebung. Der Steinkohlenbergbau verschwindet in diesem Jahr endgültig aus dem Ruhrgebiet. Auch in Bergkamen hatte er für riesigen Strukturwandel gesorgt: Zunächst ab 1890, als die Landwirtschaft den Fördertürmen wich. „Das haben wir nicht vergessen und werden es auch nie vergessen“, so Schäfer. Dass C ist mit Bayer und der Chemie, das E noch mit dem Kohle- und den Grubenkraftwerken in Bergkamen im Namen der IG BCE präsent. „Es geht uns gut in Deutschland – das heißt aber nicht, dass alles in Ordnung ist.“ Im erneuten Strukturwandel nach dem Bergbau habe Bergkamen viel erreicht: „Darauf können wir stolz sein.“

„‘Ne Kelle verdient“ hatten sich nach den Worten Groscheks alle an diesem Tag. Damit war die traditionelle Erbsensuppe gemeint. Vorher gab es noch das traditionelle Gewerkschaftslied und einen kleinen Bergmann samt Plakat für den Festredner.