Kreis fährt auf Opherdicke eine Extraschicht

An die Karten, fertig los – der Vorverkauf zur Extraschicht 2018 hat begonnen. Wer in der Nacht der Nächte am 30. Juni nicht in die Schlange, sondern gleich zum Programm will, sollte sich im Internet möglichst früh Karten sichern.

Die „Bullemänner“ blicken bei der Extraschicht in die westfälische Seele. Foto: Thomas M. Weber

Erstmals als Veranstaltungsort in der Region dabei ist Haus Opherdicke in Holzwickede. Und dort gibt es ab sofort auch Karten für diesen und die anderen Spielorte im Ruhrgebiet.

Im Preis enthalten sind der Eintritt, die freie Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und natürlich die Programmübersicht. Schon klargemacht ist die Verkehrsanbindung: Die ES 29 ist das Fortbewegungsmittel der Wahl zum und vom kreiseigenen Gut hoch über der Ruhr.

Noch gefeilt wird von den Organisatoren im Kulturbereich derzeit am Programm. Als Topact feststehen bereits mehrere Auftritte der „Bullemänner“. Die beiden werden ihren erprobten Blick in die westfälische Seele richten und aus dem Innenleben dieses hier fest verwurzelten Menschenschlags berichten.

Außerdem gibt es im Haupthaus Führungen durch die Farbwelten des Malers Otmar Alt, Lichtkunst in der Gartenlandschaft mit den Skulpturen von Raimondo Puccinelli, natürlich Musik und die eine oder andere Überraschung.

Mehr Informationen zu Spielorten, Programmen, Verkehrsverbindungen und Vorverkauf findet sich unter www.extraschicht.de. PK | PKU




12 Kreismeistertitel für das junge TuRa-Team

Insgesamt 12 Kinder der TuRa Bergkamen Turn- und Leichtathletikabteilung im Alter von 9 bis 11 Jahren nahmen an den Kreiseinzelmeisterschaften in Werl teil. Das kleine, aber sehr leistungsstarke Team konnte dabei überzeugen.

Traditionsgemäß beginnt die Veranstaltung mit den Staffelläufen über 4x50m. Als Erstes starteten Ben Fleige, Ben Kaseja, Louis Medger und Christopher Schürkmann. Die Jungen liefen ein sehr engagiertes Rennen und gewannen in 30,14 Sekunden mit einem deutlichen Vorsprung. Nach den Jungen starteten Amina Dzelilovic, June Raters, Marlene Schörner und Johanna Czeranka ebenfalls über die Distanz. In einem starken Feld gewannen die Mädchen in einer sehr guten Zeit von 30,78 Sekunden.

Weiter ging es für das Team mit dem Hochsprung der 10- und 11-Jährigen. Johanna Czeranka (W10), Ben Fleige (M10), Amina Dzelilovic (W11) und Christopher Schürkmann (M11) starteten sehr erfolgreich in ihren jeweiligen Altersklassen. Für Johanna und Ben war es der erste Hochsprungwettkampf. Beide machten ihre Sache sehr gut und so gewannen Ben mit übersprungenen 1,16m und Johanna (1,20m) den Wettbewerb. Ebenfalls Kreismeister im Hochsprung wurden Amina und Christopher. Amina übersprang sehr gute 1,24m (persönliche Bestleistung). Christopher zeigte seine ganze Klasse und übersprang mit Unterstützung des Publikums sagenhafte 1,32m.

In den nun folgenden Einzeldisziplinen errangen die Kinder ebenfalls mehrere Kreismeistertitel. Einen sehr starken Tag hatte Carlotta Meese. Sie trat in der AK W9 an und holte in allen Disziplinen, an denen sie teilnahm, den Kreismeistertitel. Im Sprint (8,56sec), im Weitsprung (3,49m) und im Ballwurf (21,50m) war Carlotta nicht zu schlagen. Paulina Czeranka (ebenfalls W9) sprang mit 2,97m im Weitsprung auf den 5. Platz. Über 800m ging sie zum ersten Mal an den Start und lief nach einem engagierten Rennen mit 3:34,82 Minuten auf den dritten Rang.

Christopher Schürkmann und Louis Medger traten beide im Weitsprung und über 800m an. Kreismeister wurde Christopher mit sehr guten 4,18m. Louis schaffte erstmalig einen Sprung über die 4m-Marke, die Freude war groß. Über 800m kam es zu einem Doppelerfolg der beiden. Christopher überquerte die Ziellinie in 2:44,46 Minuten vor Louis in 2:55,16 Minuten. Ben Kaseja (M11) vertrat das TuRa- Team im Ballwurf. Mit 29,50m wurde er Fünfter.

Bei den Kindern U10 hatten sich Johanna Czeranka und June Raters für den Endlauf im Sprint qualifiziert. Beide konnten im Endlauf nicht an ihre sehr guten Vorlaufzeiten anknüpfen und belegten Rang 4 und 5.
Die Mädchen W10 starteten ebenfalls im Weisprung. June Raters wurde mit 3,72m Kreismeisterin. Linn Vogt, die zum ersten Mal an einer Kreismeisterschaft teilnahm, landete mit 3,54m als Siebte unter den besten Acht. Laura Ebel sprang gewohnt sicher und erzielte eine Weite von 2,41m.

Als nächste große Aufgabe stehen für die Kinder die Qualifikationswettkämpfe für den westfälischen DJMM Endkampf an.




Wasserfreunde starten bei NRW Meisterschaften in Dortmund

An den Nordrhein-Westfälischen Jahrgangsmeisterschaften auf der Langbahn nahmen in diesem Jahr vier Schwimmer der Wasserfreunde TuRa Bergkamen teil. Die TuRaner absolvierten alle Starts in persönlicher Bestzeiten und bestätigten somit ihre guten Leistungen im Vorfeld.

Kevin-Noah Kaminski (Jg.2003) schwamm die 50m Freistil in 26,95 Sekunden; Marco Steube (Jg.2003) die 50m Brust in 35,01 Sekunden; Maximilian Weiß (Jg.2002) die 50m Freistil in 27,11 Sekunden sowie die 50m Schmetterling in 28,90 Sekunden und Felix Wieczorek (Jg.2002) die 50m Rücken in 30,39 Sekunden, er verfehlte mit einem guten fünften Platz nur ganz knapp die Medaillenränge.

Die neuen Trainer der Wasserfreunde Christian Flüß und Oliver Sloboda waren mehr als zufrieden mit den guten Leistungen ihrer Schwimmer.




Bergkamener Gymnasiasten freuen sich auf Brüssel-Besuch

Der Leistungskurs Sozialwissenschaften im Jahrgang Q1 des Städtischen Gymnasiums Bergkamen erhielt jetzt eine Einladung des Europe-Direct-Informationszentrums Dortmund (ansässig in der
Auslandsgesellschaft NRW e.V.) für eine Tagesfahrt nach Brüssel.

Hintergrund des Angebots ist die starke Leistung von Nora Varga und Felix Dittrich, die beim „EU-Quiz“ des Europe-Direct-Informationszentrum Dortmund, der Auslandsgesellschaft NRW e.V. und weiteren Partnern auf dem DortBunt!-Festival in Dortmund für den Leistungskurs Sozialwissenschaften an
den Start gingen. Dort belegte das LK-Duo einen hervorragenden zweiten Platz und darf sich nun
ebenso wie der Siegerkurs des Brecht-Gymnasiums aus Dortmund über einen Brüssel-Besuch freuen.

Der Leistungskurs Sozialwissenschaften hatte durch eine erfolgreiche Teilnahme an einer Quiz-Vorrunde die Qualifikation für das Finale auf dem Hansaplatz geschafft. Beim „EU-Quiz“ trafen Nora und Felix, unterstützt von Mitschülern aus dem LK, auf Vertreterinnen und Vertreter von Gymnasien aus Dortmund und Datteln. Neben Fachwissen ging es in der Antwortfindung zu
Fragen rund um Geschichte, Geographie, Kultur und Politik der Europäischen Union auch um Schnelligkeit und Schätzfähigkeiten. Bereits ab der zweiten Runde wurde deutlich, dass Nora und Felix um den Sieg spielen werden. Dass am Ende trotz praktisch fehlerfreier Leistung lediglich ein Punkt weniger auf dem Konto stand als beim Brecht-Gymnasium, war dann schlicht fehlendem
Fortune in der zwischenzeitlichen Schnellraterunde geschuldet. Die Enttäuschung währte jedoch nicht lang.

Nora Varga und Felix Dittrich (das Team rechts) vom Städtischen Gymnasium Bergkamen beim EU-Quiz des Europe-Direct-Informationszentrums im Rahmen des Dortbunt!-Festivals. Foto: Abel Varga

Während das Siegerteam nach einer Bonusrunde von Dortmunds Oberbürgermeister Ulrich Sierau eine „Verlängerung“ der Brüssel-Reise auf drei Tage spendiert bekam, würdigte das Europe-Direct-Informationszentrum Dortmund die Leistung der Bergkamener mit der Tagesfahrt für den Leistungskurs. „Das ist eine wirklich tolle Geste und würdigt die Leistung des LK-Teams im besonderen Maße“, bedankte sich LK-Lehrer Matthias Fahling bei der Auslandsgesellschaft NRW e.V.
und Lena Borgstedt, Leiterin des Europe-Direct-Informationszentrum Dortmund für die Einladung.




Bayer ersetzt erste Diesel- durch Elektrofahrzeuge

In Sachen Umwelt- und Klimaschutz beschreitet Bayer in Bergkamen neue Wege: Seit wenigen Tagen fährt der erste elektrische Kleintransporter über das Werksgelände. Zwei weitere sollen in den nächsten Wochen folgen. „E-Mobilität ist ein klimapolitischer Schwerpunkt der Nachhaltigkeitsstrategie des gesamten Bayer-Konzerns, den wir nach Kräften unterstützen“, begründet Standortleiter Dr. Timo Fleßner den Einstieg in die Erneuerung des Fuhrparks. Sollten sich die Elektromobile im Alltag bewähren, ist die Anschaffung zusätzlicher klimaschonender Fahrzeuge geplant.

Eingesetzt werden die neuen E-Mobile von den Werkstätten sowie der Werkssicherheit – und das stellt besondere Anforderungen an die Fahrzeuge. „Wir müssen damit auch sperrige Güter transportieren können“, erklärt Georg Kivitz vom Facility Management. Vor der Kaufentscheidung kam es daher zunächst darauf an, die Eignung verschiedener Fahrzeuge zu testen. Nach sorgfältiger Prüfung fiel die Wahl schließlich auf den Streetscooter, den die Deutsche Post entwickelt hat. „Das ist für unsere Bedürfnisse das am besten geeignete Fahrzeug“, ist sich Kivitz sicher.

Überzeugt haben speziell die durchdachte Fahrerkabine und die benutzerfreundliche Konstruktion. So verhindert beispielsweise der erhöhte Laderaum, dass sich der Fahrer beim Be- und Entladen ständig bücken muss. Die drei Neuanschaffungen müssen ihre Tauglichkeit nun im betrieblichen Alltag beweisen. Dann wird Bayer entscheiden, ob weitere Dieselfahrzeuge durch Elektromobile ersetzt werden. Eins spricht schon jetzt für die elektrische Variante: Im Werk sind meist kurze Wege zurückzulegen. Das ist nicht gerade die Stärke von Dieselfahrzeugen, die eigentlich für Langstrecken ausgelegt sind.

In der Bayer-Nachhaltigkeitsstrategie ist Elektromobilität ein wichtiger Baustein. Dennoch ist beim Ausbau klimafreundlicher Mobilitätskonzepte weiterhin Geduld gefragt. Bislang fehlt es schlicht an Erfahrungen, wie lange die Fahrzeuge halten. „Die Diesel hatten eine Lebensdauer von 15 Jahren. Die Elektroautos haben wir jetzt erstmal für drei bis vier Jahre geleast“, sagt Kivitz – denn auch die Leasinggesellschaften hätten noch keine Referenzwerte. „Da müssen wir jetzt einfach abwarten, was die Fahrzeuge in der Praxis leisten.“ Geht es nach Bayer in Bergkamen, sind die neuen Streetscooter jedenfalls erst der Anfang der klimafreundlichen Erneuerung der Fahrzeugflotte.




„CreaCourage“: Schulen ohne Rassismus zeigen Projekte

Kreis Unna. Inzwischen ist sie eine feste Größe für die „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ im Kreis: Die vierte Werkschau „CreaCourage“ fand am 16. Mai in der Aula des Hellweg-Berufskollegs in Unna statt ­und setzte damit ein buntes Zeichen für Vielfalt.

Der stellvertretende Landrat Martin Wiggermann eröffnete die Veranstaltung und lobte die kreativen Ideen und das Engagement der Schülerinnen und Schüler: „Dass die Veranstaltung so gut besucht ist, zeigt, dass euch Toleranz wichtig ist und Rassismus bei euch keinen Platz hat. Das ist ein gutes Zeichen in einer Zeit, in der wir vermehrt Ausgrenzungen und Anfeindungen erleben müssen.“

Schulen präsentieren Projekte

Im Mittelpunkt standen an diesem Tag die Schülerinnen und Schüler der 31 zertifizierten Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage (SOR-SMC-Schulen) im Kreis Unna. Sie brachten kleine Arbeitsproben ihrer kreativen Aktivitäten gegen Rassismus mit – ob Kurzfilm oder Musik, Text (Poetry) oder Tanz.

Zu Gast war auch Idil Nuna Baydar, eine deutsche Schauspielerin und Comedian mit türkischen Wurzeln. Bekannt wurde die Künstlerin über YouTube mit ihren klischeehaft angelegten Kunstfiguren, der Berlinerin Gerda Grischke und Jilet Ayse, einer 18-jährigen Kreuzberger Türkin.

Mehr als ein Blick zurück

Organisiert hatte die Werkschau das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Kreises Unna, die auch mehr sein soll als ein Blick zurück auf das, was war. Dieser Tag soll Perspektiven für die Zukunft eröffnen, so Organisatorin Sevgi Kahraman-Brust vom KI: „Die CreaCourage ist ein Ort der Begegnung, des Austausches und der Vernetzung für weitere gemeinsame Aktivitäten im Kreis Unna.“ PK | PKU




Erst ein Promille, dann zwei – aber: „Kein Alkoholproblem“

von Andreas Milk

Ziemlich „neben der Spur“ wirkte die Bergkamenerin Heike F. (45, Name geändert) auf der Anklagebank im Kamener Amtsgericht, fahrig herumhantierend und mit zerzaustem Haar. An den Tagen, um die es in der Verhandlung ging, war sie stark alkoholisiert. Am 10. Dezember geriet sie betrunken mit ihrem Wagen in eine Polizeikontrolle. Die Beamten nahmen ihr den Führerschein ab, das Auto musste auf dem Gelände der Shell-Tankstelle an der Werner Straße stehen bleiben. In der Nacht darauf kam Heike F. auf die Idee, das Fahrzeug umzuparken. Sie ließ sich von einem Taxi zur Werner Straße bringen. Beim Rangieren mit ihrem eigenen Auto knallte sie dann gegen das Taxi. Und wieder kam die Polizei. Weil der „Lappen“ ja schon weg war, kam zur Trunkenheit am Steuer noch der Straftatbestand des Fahrens ohne Fahrerlaubnis dazu.

Gut ein Promille bei der ersten Fahrt, mehr als zwei Promille in der Nacht des Unfalls mit dem Taxi – ob sie ein Alkoholproblem habe, fragte der Richter. Das verneinte Heike F. – es müsse wohl was mit den Medikamenten zu tun haben, die sie schlucke. Unsinn, befand der Vertreter der Staatsanwaltschaft. Medikamente könnten wohl Ausfallerscheinungen in Folge von Alkohol verschlimmern – nicht aber den objektiv messbaren Alkoholgehalt des Blutes in die Höhe schießen lassen.

Heike F. hat keine Vorstrafen. Das Urteil für die Trunkenheitsfahrten: eine Geldstrafe von 750 Euro – 75 Tagessätze à 10 Euro, denn sie lebt von Hartz IV. Auf den Führerschein muss sie noch mindestens zehn Monate verzichten. Sie kriegt ihn dann keineswegs automatisch zurück – vielmehr muss sie wohl mit der berühmten Medizinisch-Psychologischen Untersuchung MPU rechnen, im Volksmund Idiotentest genannt.




Stadtbibliothek Pfingstsamstag geschlossen

Die Stadtbibliothek Bergkamen bleibt am Pfingstsamstag, 19. Mai, geschlossen.
Leser, die sich für die Pfingstfeiertage mit Lesestoff eindecken möchten, sollten das am besten schon rechtzeitig vor den Feiertagen tun. Die Bibliothek öffnet am Dienstag nach Pfingsten wieder zur gewohnten Zeit.




Spitzenpolizist Hans Volkmann in den Ruhestand verabschiedet

Er kam, blieb und schrieb Behördengeschichte. Als Abteilungsleiter Polizei stand Hans Volkmann mit an der Spitze der Kreispolizeibehörde Unna und an der Seite von Behördenleiter Michael Makiolla. Der und viele andere sagten nun „Herzlichen Glückwunsch“ und gleichzeitig „Auf Wiedersehen“: Volkmann verabschiedete sich an seinem 62. Geburtstag am 16. Mai in den Ruhestand.

Der in Oberaden geborene und heute im Münsterland wohnende Volkmann trat im Oktober 1973 in die Polizei ein und lernte das Handwerk im Wach- und Wechseldienst „von der Pike auf“. Ende der 1980er Jahre kam er zur Bezirksregierung Arnsberg. Aus dieser Zeit rührt die Bekanntschaft mit Michael Makiolla her, der damals ebenfalls bei der Mittelbehörde tätig war und seit Jahren als Landrat auch Polizeichef des Kreises ist.

Beruflicher Werdegang mit vielen Herausforderungen

Der berufliche Werdegang von Hans Volkmann war danach von vielen Herausforderungen und Stationen unter anderem bei den Polizeipräsidien in Dortmund und Münster gezeichnet und führte ihn im September 2011 schließlich zur Kreispolizeibehörde Unna.

„Ein Glücksfall“, wie Landrat Makiolla in seiner Laudatio unterstrich. „Hans Volkmann hat die Behörde geprägt und managte eine schwierige Umorganisation.“ Mehr noch: „Er führte bis zuletzt und mit wachsendem Erfolg einen Kampf gegen die Wohnungseinbruchskriminalität und trug so dazu bei, dass sich Menschen im Kreis sicher fühlen und sicher fühlen können.“ PK | PKU




Bergkamener besuchen Kulturfestival in der türkischen Partnerstadt Silifke

Mit vielen neuen und vor allem positiven Eindrücken kamen die Bergkamener Fraktionsvorsitzenden, die angeführt von Bürgermeister Roland Schäfer zum ersten Mal die türkische Partnerstadt besuchten, am vergangenen Montag zurück.

Nicht nur die Teilnahme am alljährlichen Kulturfestival war Ziel dieser Reise nach Silifke gewesen.

Besuch bei der Atatürk Mittelschule. Schüler demonstrieren die erlernten Erste Hilfe-Übungen. Schulleiterin Seda Gür (2. vl), Fatma Uyar (stellv.Vorsitzende BergAUF), Bürgermeister Roland Schäfer, CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Heinzel, SPD-Fraktionsvorsitzender Bernd Schäfer, Bündnis 90/Die Grünen-Fraktionsvorsitzender Hans-Joachim Wehmann, Leiter Zentrale Dienste Thomas Hartl. Foto: Stadt Bergkamen

Neben Gesprächen mit dem amtierenden Bürgermeister Dr. Mustafa Turgut konnte mit dem für Umweltfragen zuständigen Rifat Karaduman im Detail über zukünftige gemeinsame Projekte gesprochen werden.

 

Darüber hinaus traf man sich mit den Verantwortlichen in der Atatürk Mittelschule, die seit 2016 in einer Partnerschaft mit der Willy-Brandt-Gesamtschule verbunden ist. Hier konnte man die ersten Erfolge des im Rahmen des Erasmus+-Programms geförderten Gemeinschaftsprojektes „Erste Hilfe über Grenzen – First aid across borders“ persönlich in Augenschein nehmen.

Sami Burkut, Leiter des Seniorenbüros in Silifke, freute sich, die Einzelheiten zu einer bevorstehenden Lieferung von gebrauchten Rollstühlen – die im Laufe der nächsten Monate Bergkamen verlassen soll – mit dem für Städtepartnerschaften zuständigen Amtsleiter Thomas Hartl abklären zu können.

Aber auch die Begegnung auf Bürgerebene blieb bei diesem Besuch nicht außen vor. So konnten erste Kontakte zwischen dem Bogenschützenverein in Silifke und dem Bogensport-Club Bergkamen e.V. bei diesem Aufenthalt konkretisiert werden. Alle Beteiligten hoffen, dass in na-her Zukunft eine Begegnung – sei es nun in Bergkamen oder Silifke – realisiert werden kann.

Dieser Besuch war einmal mehr Beweis für das große Interesse seitens der türkischen Partnerstadt, sich auf jedweder Ebene zu begegnen und auszutauschen, einen ständigen Dialog zwischen beiden Städten aufrechtzuerhalten und die Partnerschaft mit Leben zu füllen.




Erfolgreiche Aufzucht dreier Wanderfalken bei Bayer in Bergkamen

Artenschutz ist auch in einem Industrieunternehmen möglich. Das dokumentiert ein Wanderfalkenpärchen, das sich kürzlich den Schornstein des Bayer-Kraftwerks in Bergkamen als Brutplatz ausgesucht hat. Eine dort auf Initiative von Udo Bennemann von der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz angebrachte Nisthilfe führte sofort zum gewünschten Ergebnis: Das Pärchen hat in dem Nest erfolgreich gebrütet und inzwischen mit der Aufzucht von drei Jungtieren begonnen.

Damit die Eltern beim Ausbrüten und Aufziehen nicht gestört werden, dürfen die Bayer-Mitarbeiter in dieser Zeit bestimmte Bereiche nicht betreten. „Daran haben sich bislang auch alle gehalten“, hebt Bennemann hervor. „Damit haben sie einen wertvollen Beitrag zur positiven Bestandsentwicklung einer seltenen, streng geschützten Vogelart geleistet, die in ganz Europa der Vogelschutzrichtlinie unterliegt.“

Die Natur will es, dass sich die Bayer-Mitarbeiter nur noch kurze Zeit an ihren gefiederten Freunden erfreuen können. Sobald die Jungtiere flügge sind, suchen sie sich woanders ein eigenes Revier. Dabei gibt es immer wieder erfreuliche Erfolge: Ein gebürtiger Bergkamener Falke wurde vor Jahren in Warschau (Polen) gesichtet. Und ein Weibchen, das 2015 im Bayer-Werk auf die Welt kam, hat inzwischen im thüringischen Gera eine eigene Familie gegründet.