Spiel ohne Grenzen der Overberger Vereine steigt am kommenden Samstag

Rasant um die Kurven als lebende Schubkarrenfracht: Eine von vielen spaßigen Stationen beim „Spiel ohne Grenzen“ 2016.

Am kommenden Samstag, 16. Juni, steigt ab 14 Uhr auf dem Rasensportplatz an der Hansastraße das „Spiel ohne Grenzen“ der Overberger Vereine und Institutionen. Es soll wieder ein Spaß für die gesamte Familie werden. Mit skurrilen, spannenden und spaßigen Spielen.

Elf Vereine und Institutionen nehmen an dem „Spiel Ohne Grenzen“ teil.
FC Overberge
Förderverein für den Friedhof Overberge
Reitverein Bergkamen Overberge
Theaterverein Overberge e.V.
Feuerwehr Bergkamen LG Overberge
TuS Overberge –Handball
Overberger Grundschule
Schützenverein Ostenfeldmark
Schützenverein Bergk. – Overberge 1833
Kindertagesstätte „Die Sprösslinge“
THW Ortsverein Bergkamen-Kamen

Auf der Tartanbahn werden die Vereine Zelte aufbauen. Dort haben die Institutionen und die Clubs die Möglichkeit Ihren Tätigkeiten vorzustellen. Für die Kinder gibt es folgende Attraktionen, Hüpfburg, Kinderschminken, usw. damit die Kinder sich nicht langweilen.




Rüdiger Weiß: „EU-Fördermittelvergabe – Landesregierung muss endlich auf die Kommunen zugehen“

SPD-Landtagsabgeordneter Rüdiger Weiß

Nordrhein-Westfalen erhält in den Jahren von 2014 bis 2020 rund 2,4 Milliarden Euro an EU-Regionalfördermitteln. Ein Großteil dieser bewilligten Fördermittel droht zu verfallen. Dabei geht es auch um die Produktionsschulen für junge Leute mit Förderbedarf. Eine dieser Produktionsschulen befindet sich in der Schlenke in Oberaden. Betrieben wird sie von der Werkstatt im Kreis Unna.

Dazu erklärt Rüdiger Weiß, europapolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Die EU-Fördermittelvergabe läuft schleppend. Auf der einen Seite sind die Antragsverfahren für die Kommunen kompliziert, kostspielig und langwierig. Auf der anderen Seite sind die Bewilligungszahlen durch die Landesregierung in manchen Förderbereichen verschwindend gering. Dadurch drohen bewilligte Fördermittel zu verfallen.

Mit den Mitteln werden auch Produktionsschulen finanziell unterstützt, die Jugendlichen dabei helfen, eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle zu bekommen. Damit die Fördermittel schneller abgerufen und vor Ort eingesetzt werden können, muss die Landesregierung schleunigst aktiv werden.

Damit die Menschen von den Fördermitteln profitieren können, muss die Landesregierung auf die Kommunen zugehen, den Antragsstellenden Planungssicherheit verschaffen und die zwischengeschalteten Stellen dabei unterstützen, den großen Verwaltungsaufwand zu bewältigen.“




Kay Schulte einstimmig als Vorsitzender der SPD Bergkamen-Mitte bestätigt

Der neue Vorstand des SPD-Ortsvereins Bergkamen-Mitte.

Der SPD-Ortsverein Bergkamen-Mitte hat in seiner Mitgliederversammlung am vergangenen Montag einen neuen Vorstand gewählt. Dabei ist es auch gelungen, drei Neumitglieder sofort in die Vorstandsarbeit mit einzubinden. Darunter befindet sich auch der ehemalige Vorsitzende des Ortsverbands Bergkamen von Bündnis 90/Die Grünen, Gökhan Kabaca, der nun einer von drei Revisoren des Ortsvereins ist.

Vorsitzender bleibt Kay Schulte nach einem einstimmigen Votum. Im Einzelnen wurden gewählt (in „rot“ neue bzw. geänderte Vorstandsmitglieder):

Vorsitzender Kay Schulte

Stellvertreter/innen Martina Eickhoff, Dennis Riller, Andre Rocholl,

Kassierer Matthias Schneider

stellv.Kassierer Frederik Stehli

Schriftführer Thomas Hartl

stellv. Schriftführer Ralf Brauner

Bildungsbeauftrage Susanne Jonas

Stv. Bildungsbeauftragter Andreas Kray

Beisitzer/innen: Heinz Ahlert, Jürgen Geßler, Sandra Hagen, Patricia Höchst, Dietmar Jezek, Bianca Kurtz (für Gisela Pekka), Christina Pattke, Christoph Turk (für Rolf König) , Susanne Turk, Undine Weirich

Revisoren: Gökhan Kabaca (für Franz Herdring), Ludger Pattke, Marcel Pattke




CDU will, dass die Kanaltrasse nach Lünen Bestandteil der RVR-Radwegeplanung bleibt

Wenn der CDU-Fraktionschef der Bergkamener CDU zur Arbeit nach Lünen fährt, steigt er normalerweise auf Fahrrad. Seine Strecke zur Nachbarstadt läuft entlang des Datteln-Hamm-Kanal. Da machte es sich gut, dass der Regionalverband Ruhrgebiet (RVR) diese bei Radlern beliebt Route von der Marina Rünthe bis Lünen noch im April in seine Radverkehrsplanung aufnehmen wollte. Zwar werden die Radwege, die in diesen Plan aufgenommen werden, nicht sofort besser, die Aufnahme ist aber Voraussetzung für die Bewilligung von Fördermitteln, wenn sie aufgepeppt werden sollten – etwa durch eine neue Fahrbahn aus Asphalt.

Nur wenige Wochen später war diese Kanalroute aus der RVR-Vorplanung verschwunden, wie Heinzels Parteifreund, der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Marco Morten Pufke verwundert feststellte. Er fand auch schnell den Grund: Die Stadt Werne hatte ihr Veto eingelegt. Die RVR-Planung sehe keine direkte Radwegeverbindung zwischen Werne und Lünen vor. Den Bürgern von Werne ist es offensichtlich nicht zuzumuten, zuerst nach Rünthe zu fahren, um dann den Radweg von dort nach Lünen zu nehmen.

Ergebnis ist, dass der RVR jetzt in seiner Radwegeplanung einen Radweg entlang der B 54 vorsieht, die Kanaltrasse aber gestrichen hat.. Den gibt es bis auf eine Lück von einem Kilometer bereits. Allerdings befände er sich teilweise in einem sehr schlechten Zustand, sagt Thomas Heinzel.

Jetzt möchte die CDU keinen Nachbarschaftsstreit mit der Stadt Werne. Sie plädiert vielmehr dafür, dass in die RVR-Planung beider Radverbindungen aufgenommen werden. Heinzel und Pufke wollen sich dafür stark machen, dass die Stadt Bergkamen dies auch in ihre Stellungnahmen hineinschreibt, wenn sie dazu vom RVR aufgefordert wird.

Bestandteile der RVR-Radwegeplanung sind zwei weitere Strecken. Eine führt in einem Teilstück ebenfalls entlang des Kanals auf dem vorhandenen Wirtschaftsweg: der Radschnellweg 1 von Duisburg bis Hamm. Der zweite Vorschlag bezieht sich auf einen Radweg entlang der Lünener Straße von Kamen nach Lünen. Dass hier etwas geschieht, fordern bereits seit Jahren die Bergkamener Politik und Verwaltung.




Sinfonische Blasorchester der Musikschule Bergkamen eröffnet das Klassik Open Air 2018 auf dem Zentrumsplatz

Das Sinfonische Blasorchester der Musikschule Bergkamen „BOB“ zeigte bereits beim Hafenfest 2018 in der Marina Rünthe, welche musikalischen Qualitäten in ihm stecken.

Über fehlende Auftrittsmöglichkeiten braucht sich das Sinfonische Blasorchester der Musikschule Bergkamen „BOB“ zurzeit wirklich nicht zu beklagen. Zu hören war es zum Beispiel beim Hafenfestsamstag. Allerdings machte es dort den Auftakt des musikalischen Programms auf der Haupttribüne am späten Vormittag. Deshalb waren die Zuhörerreihen leider nicht so prall gefüllt gewesen.

Ganz anderes wird es zuhörermäßig beim nächsten Konzert am Samstag, 7. Juli, beim beliebten Klassik-Open-Airs auf dem Zentrumsplatz im Rahmen des Sommerprogramms 2018 des Bergkamener Stadtmarketings aussehen.

Seit Monaten bereiten sich die 40 Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Thorsten Lange-Rettich auf ihr gut einstündiges Konzertprogramm vor, das am 7. Juli ab 18:30 Uhr die Veranstaltung eröffnen und zum abendlichen Hauptprogramm mit dem Tenor Stefan Lex und seinem Ensemble überleiten soll.

Stefen Lex bringt zum Klassik Open Air seine singenden Freunde Thomas Heyer und Michael Kurz mit. Foto: Katja Burgemeister

Stefan Lex sorgte bereits beim Klassik Open Air 2016 auf dem Zentrumsplatz für Begeisterung. Diesmal bringt er unter dem Motto „Drei Tenöre – drei Freunde“ die Sänger Thomas Heyer und Michael Kurz mit. Begleitet wird dieses Tenöre-Trio von der Pianistin Sigrid Althoff und ihrem Ensemble.

Im Repertoire für diesen Abend finden sich dem Anlass entsprechend v.a. Bearbeitungen bekannterer klassischer Werke: Rossinis „Diebische Elster“, Elgars „Pomp and Circumstance“ sowie „Nimrod“ aus den „Enigma-Variationen“, Bizets „Carmen“. Zudem hat sich das BOB in diesem Jahr zur Aufgabe gemacht, verschiedenste Musik aus Disney-Filmen zu interpretieren: mit den Ohrwürmern aus dem „Dschungelbuch“, „Mary Poppins“ und „Frozen“ ist Kopfkino garantiert.

Die Brücke zur klassischen Musik schlägt wiederum der Disney-Film „Fantasia“ aus dem Jahr 1940, in dem klassische musikalische Werke mit den Mitteln des Trickfilms ausgestaltet wurden; zu Gehör gebracht werden daraus am 7. Juli die Ballettmusiken aus Tschaikowskys „Nussknacker“ und Ponchiellis „Tanz der Stunden“.




CDU-Landesparteitag: Herausragendes Ergebnis für Ina Scharrenbach

Strahlende Gesichter bei der Kreis-CDU: Jörg Schindel, Annika Dresen, Elke Middendorf, Hubert Hüppe, Wolfgang Harwardt, Kreisvorsitzender Marco Morten Pufke, stellv. Landesvorsitzende Ina Scharrenbach, Friedhelm Schroeter, Annette Weber, Heinrich Böckelühr, Stephan Wehmeier (von links nach rechts)

Hochzufrieden blickt CDU-Kreisvorsitzender und Bergkamener Stadtverbandsvorsitzender Marco Morten Pufke auf den 41. Landesparteitag der Christdemokraten in NRW zurück. In Bielefeld standen am vergangenen Samstag die Wahlen zum neuen Landesvorstand an. Armin Laschet wurde mit 96,3 % im Amt bestätigt.

„Die Delegierten haben die gute Arbeit unseres alten und neuen Landesvorsitzenden deutlich honoriert. Seit einem Jahr bringt er als Ministerpräsident mit seinem Regierungsteam unser Land wie versprochen voran. Das merkt die Bevölkerung und wir in der CDU spüren die positiven Reaktionen“, unterstreicht Pufke das hervorragende Ergebnis.

Die vom Kreisverband Unna ins Rennen geschickten Bewerber wurden erneut beide gewählt. „Insbesondere das Ergebnis von Ina Scharrenbach macht mich schon sehr stolz“, zeigt Pufke seine Freude. Die aus Kamen stammende und dort lebende Landesministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung schnitt von allen stellvertretenden Landesvorsitzenden am besten ab und fuhr satte 91,6 % ein.

Der Schwerter Heinrich Böckelühr bleibt weiter Besitzer im Landesvorstand. „Auf diese Weise ist gewährleistet, dass die CDU im Kreis Unna immer über einen kurzen Draht mit der Landes-CDU verbunden ist“, so Marco Morten Pufke.




Letzter Kabarett-Abend der Saison mit Robert Griess: Ich glaub, es hackt

Für die letzte Kabarettveranstaltung dieser Saison mit Robert Griess am kommenden Freitag sind noch Restkarten im Kulturreferat erhältlich.

An diesem Abend erwartet Sie eine kabarettistische Abrechnung mit einer Welt in der nicht mehr Solidarität und Empathie als noble
Charakter-Eigenschaften gelten, sondern Egoismus und Gier. Wieso sind ausgerechnet Reiche gegen Mindestlöhne, und feiern trotzdem Charity-Bälle? Weshalb bekommen Manager Bonus-Zahlungen, nicht jedoch Krankenschwestern?

Griess stellt wichtige Fragen: To have lunch or to be lunch? Und gibt richtige Antworten: Aus einem Steak kannst du keine Kuh mehr machen. Ein erfrischendes Programm voller überraschender Momente, rasanter Dialoge und pointierter Höhepunkte.

FR. 15.06.2018 / 20.00 UHR
Robert Griess: „Ich glaub es hackt!“
studio theater bergkamen

Kartenbestellungen und weitere Infos unter: 02307/ 965 464.




Hecke steht nach Unkrautbekämpfung mit einem Gasbrenner in Flammen – Feuerwehr Oberaden sollte in Werne aushelfen

Foto: Feuerwehr Werne

Die Feuerwehr Oberaden ist mit ihrem Gelenkmast und einem Tanklöschfahrzeug am Montagnachmittag vorsorglich nach Werne zur unterstützenden Hilfe angefordert worden. Die Bergkamener Feuerwehrleuten konnten aber noch während der Anfahrt wieder umkehren. Den Heckenbrand schaffte die Werner Feuerwehr letztlich auch ohne Hilfe von außen erfolgreich zu bekämpfen.

Mit einem Gasbrenner hatte ein Anwohner beim Vernichten von Unkraut eine Hecke in Brand gesetzt. Erste Löschmaßnahmen konnte er mit Hilfe eines Gartenschlauchs bereits einleiten, jedoch Aufgrund der Brandausbreitung war dies nicht von Erfolg gekrönt. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten die Einsatzkräfte das Feuer unter Atemschutz letztlich erfolgreich bekämpfen. Kurz vor Ende des Einsatzes klagte eine Anwohnerin über Unwohlsein. Zwei medizinisch geschulte Feuerwehrkräfte begannen mit der Erstversorgung. Ein Rettungswagen und ein Notarzt wurden zur Einsatzstelle alarmiert.
In diesem Zusammenhang weist die Freiwillige Feuerwehr Werne erneut darauf hin, dass die Verursachung von Schäden, die durch unsachgemäße Unkrautbeseitigung per Gasbrenner verursacht werden, im Falle eines Falles als grob fahrlässig ausgelegt werden können.

Die Feuerwehr weist erneut darauf hin, dass Feuer durch unsachgemäße Unkrautbeseitigung mit Hilfe von Brennern zwischenzeitig eine Art „Klassiker“ geworden seien und sehr oft zu hohen Schäden führten. Jedes Jahr fallen durch diese Art der vermeintlich einfachen Beseitigung von Unkraut, so Hecken, Carports und Gartenhütten zum Opfer. Auch das Überschlagen von Flammen in Wohnbereiche kann durch die Feuerwehr oft nur mit Mühe verhindert werden.

Daher empfiehlt die Feuerwehr, vom Einsatz solcher Brenner grundsätzlich abzusehen und konventionelle Arten der Unkrautbeseitigung zu bevorzugen.




Scheunendach in Werne eingestürzt: Menschen blieben unverletzt, vermisst wird aber ein Hund

Foto: Feuerwehr Werne

Rettungskräfte aus dem Kreis Unna und Dortmund waren am Montagabend in Werne im Einsatz. Dort war das Dach einer Scheune eingestürzt. Vermutet wurde, dass dort zwei Personen unter den Trümmern befinden könnten. Das hatte sich allerdings nicht bewahrheitet. Vermisst wird allerdings ein Hund.

Aufgrund der gemeldeten Lage machten sich zusätzlich zu den hiesigen Rettungskräften ebenfalls aus Dortmund der Kran des Bergungszuges der Berufsfeuerwehr Dortmund sowie diverse Rettungsmittel aus dem gesamten Kreisgebiet auf den Weg nach Werne. Ein Notarzt aus Werne sowie ein weiterer Notarzt wurde mit dem Rettungshubschrauber Christoph 8 aus Lünen eingeflogen.

Nach einer ersten Erkundung durch den Einsatzleiter wurde eine eingestürzte Stallung angrenzend an ein Wohnhaus vorgefunden. Glücklicherweise wurden keine Personen bei dem Einsturz verschüttet oder verletzt. Ein Hund wird jedoch weiterhin in den Trümmern vermisst. Das betroffene und unter Schock stehende Ehepaar wurde durch den Rettungsdienst und Notarzt betreut. In Rücksprache mit dem Ordnungsamt wurde die Einsatzstelle großräumig abgesperrt und an Angehörige der Eigentümer übergeben. Ein Flüssiggastank wurde sicherheitshalber von der Versorgung abgeklemmt.

Am Einsatz beteiligt waren 35 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Werne, der Rettungsdienst aus Werne und Kamen, Die Rettungshubschrauber Besatzung vom Christoph 8 aus Lünen, der Notarzt aus Werne,der Kran der Berufsfeuerwehr Dortmund, der Energieversorger Gas und Wasser, das Ordnungsamt der Stadt Werne sowie die Polizei.




Ergebnisse der Kinder- und Jugendbildungskonferenz: Besuch im Schulministerium

Norbert Fischer vom Regionale Bildungsbüro Kreis Unna (l.), Christoph Dicke, Schulministerium Grundsatzfragen Inklusion (2.v.l.), Raja Sicking, Regionales Bildungsbüro (3.v.l.), Sebastian Otto, Bezirksschülervertreter (4.v.l.), Cornelia Stern, verantwortlich für die Regionalen Bildungsnetzwerke in NRW (2.v.r) und Dr. Susanne Braun-Bau, Referatsleitung u.a. für Jugend- und Sozialpolitik (r.) trafen sich in Düsseldorf. Foto: Dirk Mahltig – Kreis Unna

Inklusion, Fachkräftemangel und Digitalisierung – in diesen Problemfeldern sehen Schüler die Bildungspolitik in der Pflicht. Das haben sie auf der Kinder- und Jugendbildungskonferenz erarbeitet. Jetzt hat das Team der Bildungskonferenz die Ergebnisse ins Schulministerium nach Düsseldorf getragen, um sich Gehör zu verschaffen.

Die Liste der erarbeiteten Probleme ist lang: Elf Problemfelder mit mehreren Unterpunkten nahm das Team um Dirk Mahltig, Leiter des Dienstleistungszentrums Bildung am 6. Juni mit in die Landeshauptstadt. Über 100 Kinder- und Jugendliche haben diese gemeinsam mit dem Regionalen Bildungsbüro Kreis Unna sowie Bildungsexperten im November 2017 auf der Kinder- und Jugendbildungskonferenz erarbeitet.

Gehör verschafft
„Inklusion ist an vielen Schulen ein großes Problem“, sagt Raja Sicking vom Regionalen Bildungsbüro. „Die Schülerinnen und Schüler sind nicht gut auf das Thema vorbereitet – es gibt einfach zu wenige Fachkräfte in den Schulen.“ Angehört haben sich das Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums, die zuständig für Jugend- und Sozialpolitik, Inklusion und die Regionalen Bildungsbüros sind.

„Ein weiteres Problem ist, dass sich Schülerinnen und Schüler oft nicht ernst genommen fühlen“, sagt Sebastian Otto, Bezirksschülervertreter. „Wir wollen mitbestimmen und unsere Ideen nach vorne bringen. Da würde es helfen, wenn das Thema Partizipation von Schülern nicht mehr zu kurz kommt.“ Die Vertreter des Schulministeriums haben die Ideen und Vorschläge aus dem Kreis Unna entgegengenommen und versprachen sie weiterzugeben.

Für die Zukunft
Insgesamt, so das Team der Kinder- und Jugendbildungskonferenz, haben sie bei ihrem Besuch in Düsseldorf zunächst erreicht, was sie sich für die gesamte Schullandschaft wünschen: Gehört zu werden und ein offenes Ohr für die Lösungsvorschläge von Schülern zu haben. Um diesen guten Ansatz auch in die Zukunft zu tragen, wird das Team Vertreter aus dem Schulministerium zur nächsten Kinder- und Jugendbildungskonferenz 2019 einladen. PK | PKU




Kreis Unna erstellt Mietspiegel: Für Transparenz auf dem Wohnungsmarkt

Landrat Michael Makiolla (2.v.l.) stellt gemeinsam mit Elke Kappen, Beigeordnete Stadt Kamen (l.), Jochen Marienfeld (Fachbereichsleiter Vermessung und Kataster, 2.v.r.) und Martin Oschinski (Gutachterausschuss für Grundstückswerte, r.) vor, wie ein Mietspiegel erstellt wird. Foto: Max Rolke – Kreis Unna

Wohnen wird immer teurer. Um einen Vergleich zu haben, wie viel die Nachbarn für ihre Wohnung zahlen, lohnt sich ein Blick in den Mietspiegel. Auch für die Planungen von neuen Wohnungen ist er ein wichtiges Werkzeug. Für sieben Städte und Gemeinden übernimmt jetzt der Kreis Unna die Erstellung eines Mietspiegels.

„Transparenz auf dem Wohnungsmarkt – darum geht es hauptsächlich“, sagt Landrat Michael Makiolla. „Gerade in Zeiten, in denen Wohnraum immer teurer wird, muss es für den Verbraucher möglich sein, Mietpreise zu vergleichen.“

Und an der Stelle kommen die Mietspiegel ins Spiel. Sie bieten genau diese Übersicht. Ab 2019 auch wieder für die Städte Kamen, Bönen, Bergkamen, Selm, Holzwickede, Fröndenberg/Ruhr und Werne. Nützlich ist das auch für die Kreisverwaltung, deren Ziel es ist, preiswerten Wohnraum zu sichern und wo notwendig neu zu schaffen.

Know-how aus dem Kreishaus
Das Know-how kommt aus dem Fachbereich Vermessung und Kataster – genauer gesagt vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte. „Wir erstellen als Dienstleister sieben Mietspiegel, also je einen im Auftrag der Städte und Gemeinden“, sagt Jochen Marienfeld, Fachbereichsleiter Vermessung und Kataster. „Veröffentlicht werden die Mietspiegel von den Kommunen selbst.“

Zuletzt haben die Städte und Gemeinden im Jahr 2013 einen solchen Überblick erstellt. „Mietspiegel sind maximal zwei Jahre aktuell“, sagt Martin Oschinski vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte. „Für 2019 erstellen wir Mietspiegel, die wir dann alle zwei Jahre aktualisieren.“

Daten und Berechnung
Die Mietspiegel sollen so regelmäßig und auch langfristig einen Überblick über die Preisentwicklung geben. Ein weiterer Vorteil ist die interkommunale Vergleichbarkeit der Mieten, da die Mietspiegel auf den gleichen Grundannahmen beruhen.

Um die Zahlenwerke mit Daten zu füttern, greift der Fachbereich dafür auf Datenbanken von Vereinen und Wohnungsunternehmen zurück (z.B. Haus und Grund und UKBS). Diese werden durch Befragungen von Mietern und Vermietern ergänzt. Es fließen noch Faktoren wie Größe, Art und Lage sowie Ausstattung der Wohnung mit ein, dann können die Mietspiegel erstellt werden. Im zweiten Halbjahr 2019 sollen sie fertig sein. PK | PKU