Ertragreiche Schwerpunktkontrolle der Polizei auf der A2 gegen Gurtmuffel, Handysündern, Rasern und Co.

Im Rahmen eines länderübergreifenden Kontrolltages nahmen Einsatzkräfte des Verkehrsdienstes der Autobahnpolizei am Donnerstag in der Zeit von 7 bis 15 Uhr, auf der A2 bei Bönen, unter anderem Hauptunfallursachen wie Abstand, Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen, aber auch den gewerblichen Güterverkehr in den Fokus.

Mehrere Dutzend Beamte kontrollierten auf dem Parklatz Kolberg dabei über hundert Fahrzeuge und 156 Insassen.

In einem Fall kontrollierten die Beamten einen 27-jährigen Soester in einem Kleintransporter mit Anhänger. Dabei stellte sich heraus, dass dem Soester bereits vor geraumer Zeit die Fahrerlaubnis entzogen wurde. Der Mann hätte demnach kein Kraftfahrzeug führen dürfen. Die Weiterfahrt wurde dem 27-Jährigen untersagt. Er und der Halter des Fahrzeugs müssen jetzt mit einer entsprechenden Srafanzeige rechnen.

In 20 Fällen wurden Verkehrsteilnehmer durch Zivilfahrzeuge nach Geschwindigkeitsverstößen angehalten und kontrolliert. Sieben Fahrer davon dürfen wohl mit einem Fahrverbot für mehrere Wochen rechnen. Drei Fahrzeugführer durften sich einem Atemalkoholvortest stellen. Die Radarmessstellen registrierten in dem oben genannten Zeitraum rund 196 Geschwindigkeitsverstöße im Ordnungswidrigkeitenbereich. Das bedeutet, dass 196 Autofahrer in den nächsten Tagen einen Brief mit Foto zugestellt bekommen. 254 Autofahrer „erfuhren“ sich einen Geschwindigkeitsverstoß im Verwarnungsgeldbereich. Auch diese erhalten in den nächsten Tagen einen entsprechenden Brief mit Lichtbild.

In 33 weiteren Fällen schrieben die Beamten Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstößen gegen Überholverbote, die Ladungssicherung, das Fahrpersonalrecht, das Handyverbot und wegen der Unterschreitung des Sicherheitsabstandes. 26 Verkehrsteilnehmer wurden durch die Einsatzkräfte ohne angelegten Sicherheitsgurt festgestellt.

Von Autobahnbrücken aus machten Einsatzkräfte 331 Fotos von Gurtmuffeln, Handysündern, zu breiten Fahrzeugen in Baustellen und von Überholverboten. Die Abstandsmessstellen registrierten 348 Verdachtsfälle wegen Unterschreitung des Sicherheitsabstandes bei Lkw.




Fünf Verletzte und hoher Sachschaden bei Verkehrsunfall auf der A2

Am Donnerstagmorgen hat sich auf der A2 bei Hamm ein schwerer Verkehrsunfall mit drei beteiligten Autos sowie zwei Sattelzügen ereignet. Dabei sind insgesamt fünf Insassen leicht verletzt worden.

Ersten Ermittlungen zufolge fuhr eine 26-Jährige aus Bottrop mit ihrem Fiat 500 auf der mittleren Spur der A2 in Richtung Hannover. Als gegen 7.30 Uhr ein vorausfahrender 30-Jähriger seinen Renault abbremsen musste, wechselte die 26-Jährige kurz vor der Anschlussstelle Hamm auf den linken Fahrstreifen. Ein von hinten heranfahrender Opelfahrer konnte nicht mehr ausweichen, so dass es zum Zusammenstoß beider Autos kam. Durch die Wucht des Aufpralls drehte sich der Fiat um die eigene Achse. Das Auto schleuderte gegen den Renault des 30-Jährigen und prallte von dort gegen einen tschechischen Lkw. Die beiden weiteren beteiligten Autos, Opel und Renault, rutschten gegen die rechte Leitplanke. Dabei stieß der Opel des 36-Jährigen noch gegen einen weiteren Lkw.

Insgesamt wurden durch den Zusammenstoß fünf Insassen verletzt und in verschiedene Kliniken gefahren. Neben der 26-Jährigen aus Bottrop wurde noch ihre 50-jährige Beifahrerin (aus Dorsten) leicht verletzt. Der 36-jährige Opelfahrer (aus Waldfeucht) sowie dessen 45-jähriger Beifahrer (aus Viersen) kamen ebenfalls mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Der Fahrer des Renaults, ein 30-jähriger Hagener, wurde auch leicht verletzt.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und Rettungsarbeiten mussten zwei der drei Fahrstreifen für mehrere Stunden gesperrt werden.

Die Höhe des entstandenen Sachschadens schätzt die Polizei auf rund 50.000 Euro.




Klinikum Westfalen: Abschied von Hauptgeschäftsführer Andreas Schlüter

Andreas Schlüter

Der Steuermann geht von Bord. Hauptgeschäftsführer Andreas Schlüter gibt planmäßig diese Aufgabe an der Spitze des Klinikums Westfalen zum 1. Juli ab und konzentriert sich ganz auf die wachsenden Aufgaben in der Knappschaft Kliniken GmbH. Mit dem Klinikum Westfalen verlässt er nach eigenen Angaben „nicht ganz ohne Bedauern“ die Gesellschaft, die er ganz maßgeblich mit geschaffen hat. In neuer Aufgabe will er allerdings auch in Zukunft dazu beitragen, dass das Klinikum Westfalen weiter erfolgreich in der nicht immer ruhigen See des Gesundheitswesens unterwegs ist.

Für Andreas Schlüter begann die Reise 2004 an der Klinik am Park Lünen. Nachdem es gelungen war, das kleine Krankenhaus am Rande Lünens in einem ehemaligen Amtshaus erfolgreich um- und auszubauen folgte 2010 die Fusion mit dem Knappschaftskrankenhaus. Andreas Schlüter übernahm auch hier bald das Steuer, zunächst gemeinsam mit Hugo Weimann. „Der neue Name Klinikum Westfalen drückte aus, welchen Kurs wir setzen wollten – nämlich einer der großen Gesundheitsversorger der Region zu werden“, so Andreas Schlüter. Genau das sei heute erreicht.

Auf dem Weg dorthin kam 2013 das Hellmig-Krankenhaus Kamen mit an Bord, zum 1. Januar 2015 dann das ehemalige Evangelische Krankenhaus Lütgendortmund. Der Aufbau zentraler Strukturen von der Verwaltung bis zur Speisenversorgung oder der Zentralen Sterilisation und immer neue Weiterentwicklungen der medizinischen Strukturen wurden zu Ankerpunkten der neuen Gesellschaft. Das Lungenzentrum mit dem Kernstandort Lünen, die Gefäßmedizin mit neuem Schwerpunkt in Kamen, die neu Kardiologie in Dortmund, das längst etablierte Krebszentrum, Geriatrie und Psychiatrie in Lütgendortmund, Chirurgie, Sportmedizin und Endoprothetik sind nur einige der Leuchttürme, für die das Klinikum Westfalen heute steht.

„Heute steht das Klinikum Westfalen gut da, dank der gemeinsamen Anstrengung aller Mitarbeiter“, betont Andreas Schlüter. Das Jahr 2017 wurde mit einem guten Ergebnis abgeschlossen und der Wirtschaftsplan für 2018 geht von einem fortgesetzten wirtschaftlichen Erfolg aus. Die Rahmenbedingungen aber bleiben weiter schwierig, so der Hauptgeschäftsführer. Eine nicht auskömmliche Investitionsunterstützung des Landes, knapp bemessene Fallpauschalen und hohe Arbeitsdichte in vielen Bereichen seien nicht einfach abzustellen, ist er überzeugt.

Das Klinikum Westfalen aber sei auf gutem Kurs. Andreas Schlüter: „Ich übergebe ein gut aufgestelltes Unternehmen an den neuen Hauptgeschäftsführer.“




TuRa-Wasserfreunde schwimmen Bestzeiten in Soest

Die erfolgreichen Wasserfreunde aus Bergkamen: Noah Mo Krause, Yannick von der Heide, Lisa Marie
Ebel, Mareen Brech, Viktor Kotulski, Lina-Julie Bracht, Elis-Noel Kaminski, Maya Egger, Felix Niehues mit ihrer Trainerin Nele Fritzsche

Vier Schwimmerinnen und sechs Schwimmer der Wasserfreunde TuRa Bergkamen starteten am vergangenen Samstag beim 7. Schwimmfest des SV Wasserfreunde Soest.

Gemeinsam erschwammen sich die zehn TuRaner auf der Kurzbahn, bei dem mit über 1000 Starts sehr stark besetzten Wettkampf, fünf Medaillen und zwölf persönliche Bestzeiten.

Maya Egger (Jg.2009) gewann über 100m Rücken und durfte sich somit über eine Goldmedaille freuen. Lisa Marie Ebel (Jg.2006) erhielt eine Silbermedaille über 50m Schmetterling, Felix Niehues (Jg.2010) eine Silbermedaille über 50m Rücken, Yannick von der Heide (Jg.2009) eine Silbermedaille über 100m Rücken und Danny Czarnetzki (Jg.2010) eine Bronzemedaille über 50m Rücken.

Die erfolgreiche Mannschaft komplettierten Lina-Julie Bracht, Mareen Brech, Elias-Noel Kaminski, Viktor Kotulski und Noah Mo Krause mit vielen neuen persönlichen Bestzeiten.




Festival „Mord am Hellweg“ bringt jede Menge Krimistars nach Bergkamen: Viveca Sten, Tanja Kinkel, Sunil Mann & Co.

Präsentierten am Donnerstag die Bergkamener Veranstaltung im Rahmen von „Mord am Hellweg“ (v. l.); Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich, Sigrun Krauß von der Festivalleitung, Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel und David Zolda, der seit dem Frühjahr im Kulturreferat die Veranstaltungen betreut und organisiert.

Mord und Totschlag in Bergkamen erwartet Krimifans auch beim 9. Krimifestival „Mord am Hellweg“ vom 15. September bis zum 10. November.

Der schwedische Krimistar Viveca Sten, die erfolgreichste finnische Krimiautorin Leena Lehtolainen und der dänische Bestsellerautor Steffen Jacobsen lesen am 8. November in der großen „Thorheim Nacht“ in der Wikinger- Eventgastronomie „Thorheim – Taverne der Götter“. Tanja Kinkel entführt am 18. September in ihrem historischen Krimi mit märchenhaften Morden in das 19. Jahrhundert. Und bei der großen bayerisch-österreichischen Nacht am 30. September geht es gleich drei Mal mordsmäßig zur Sache mit Herbert Dutzler, einem der erfolgreichsten österreichischen Krimiautoren, Mario Giordano, der seinen „Kommissar Pascha“ auf der Münchner Erotikmesse ermitteln lässt, und dem Münchner Su Turhan, der den neusten Band seiner humorigen „Tante Poldi“-Krimireihe vorstellt. Musikalisch für Stimmung sorgt das Duo „Zillertaler Gipfelwind“.

Renommierte deutschsprachige AutorInnen wurden auch 2017/18 wieder in die Region eingeladen, um für das Festival exklusive Geschichten für den traditionellen Krimi-Storyband zu ersinnen. Diese Kurzkrimis, für die die Krimistars vor Ort in der Region recherchieren, erscheinen in der Festivalanthologie, die in diesem Jahr den Titel „Henkers.Mahl.Zeit“ trägt. Für Bergkamen hat 2018 Sunil Mann den Griffel in die Hand genommen und die mörderische Geschichte „Die Lichter von Bergkamen“ verfasst. Vorstellen wird er diese am 9. Oktober im Trauzimmer an der Marina Rünthe.

Hier nun die Bergkamener Krimi-Lesungen im Detail

TANJA KINKEL: „Grimms Morde“
DI. 18.09. | 19.30 UHR | studio theater bergkamen, Albert-Schweitzer-Straße 1, 59192
Bergkamen
Sie ist berühmt für ihre historischen Romane, die Millionenauflagen haben und auch verfilmt wurden (“Die Puppenspieler“). In ihrem neuen historischen Roman „Grimms Morde“ führt Tanja Kinkel die Leser zurück ins neunzehnte Jahrhundert – nicht nur mit einem märchenhaften Setting, sondern auch viel Spannung und einem äußerst ungewöhnlichen Ermittlerteam. Geschickt verwebt die Spiegel-Bestsellerautorin, die privaten Verwicklungen von zwei der berühmtesten Geschwisterpaare der deutschen Literaturgeschichte – den Brüdern Grimm und Annette und Jenny von Droste-
Hülshoff – in eine grausame Mordserie. Rot wie Blut …
Vorverkauf: 16,90 € / ermäßigt* 14,90 €
Abendkasse: 21,00 € / ermäßigt* 18,00 €

Bayerisch-Österreichische Nacht – Mit Herbert Dutzler, Su Turhan und Mario
Giordano
SO. 30.09. | 18.00 UHR | Almrausch / eh. Haus Schmülling, Landwehrstraße 160, 59192
Bergkamen
Obacht! Bei der Bayerisch-Österreichischen Nacht geht’s nämlich gleich dreimal mordsmäßig zur Sache. Herbert Dutzler, einer der erfolgreichsten österreichischen Krimiautoren, entfacht in seinem furiosen Thriller „Am Ende bist du still“ ein beklemmendes Feuerwerk aus verstörender Spannung und dem unstillbaren Wunsch nach Vergeltung – und Mord! Um Mordslust geht es, wortwörtlich, auch in Su
Turhans neuestem Band seiner packend-unterhaltsamen „Kommissar Pascha“-Reihe. Der Autor und preisgekrönte Regisseur lässt in „Mordslust pur“ auf der Münchner Erotikmesse ermitteln. Ebenso fesselnd und ausgesprochen mordslustig: Mit „Tante Poldi und der schöne Antonio“ legt der geborene Münchner Autor und Drehbuchautor Mario Giordano den dritten Band seiner erfolgreichen, humorigen Krimis um Tante Poldi vor, das bayerische Original unter der heißen Sonne Italiens. Skurril, schräg und nie um einen bayerischen Fluch verlegen, a Mordsgaudi!

Vorverkauf: 18,90 € / ermäßigt* 16,90 €
Abendkasse: 24,00 € / ermäßigt* 21,00 €

SUNIL MANN: „Gossenblues“
DI. 09.10. | 19.30 UHR | Trauzimmer, Yachthafen Marina Rünthe, Hafenweg 12, 59192
Bergkamen
Internationale Spannung an der Marina Rünthe! Von London direkt nach Bergkamen reist der Schweizer Autor Sunil Mann, im Handgepäck natürlich seinen Kurzkrimi für Bergkamen, den er exklusiv für die „Mord am Hellweg“-Anthologie „Henkers.Mahl.Zeit“ geschrieben hat und nun an seinem „Tatort“ vorstellt. Der Sohn indischer Einwanderer wuchs in der Schweiz auf, arbeitet als Flugbegleiter und Autor in Zürich, lebt und schreibt demnächst aber mit einem Atelierstipendium der Stiftung „Landis & Gyr“ (2018/19) in London. Neben seinem Kurzkrimi liest er außerdem aus seinem aktuellsten Krimi „Gossenblues“. 2018 nominiert für den Zürcher Krimipreis bietet Band 7 der erfolgreichen Reihe um den indisch-stämmigen Zürcher Privatdetektiv Vijay Kumar wieder Lesegenuss vom Feinsten: Ein gut konstruierter, rasanter Plot, flotte Sprache und viel Wortwitz treffen auf Sunil Manns feine Beobachtungsgabe hinsichtlich des aktuellen politischen Geschehens und der gesellschaftlichen Zustände Zürichs. Kein Wunder, dass er zu den profiliertesten Krimiautoren der Schweiz zählt!

Vorverkauf: 12,90 € / ermäßigt* 10,90 €
Abendkasse: 16,00 € / ermäßigt* 14,00 €

Die grosse Thorheim Nacht
MIT LEENA LEHTOLAINEN, STEFFEN JACOBSEN UND VIVECA STEN
DO. 08.11. | 19.30 UHR | Thorheim / eh. Haus Schmülling, Landwehrstraße 160, 59192
Bergkamen
Gleich drei Krimiautorinen aus dem Reich der ehemaligen Wikinger präsentieren sich an diesem Abend in der einmaligen Kulisse der Thorheim Taverne, die nach dem hammerschwingenden Donnergott Thor benannt wurde. Hammer sind auch die Gäste. Mit Leena Lehtolainen kommt eine der international erfolgreichsten finnischen Schriftstellerinnen von Helsinki an den Hellweg. 1994 erschien in Deutschland der erste Roman der Serie um Anwältin und Kommissarin Mario Kallio. „Das Ende des Spiels“ ist nunmehr der 14. Fall für die beliebte Ermittlerin, der sie nun in ungeahnte Tiefen
menschlichen Verbrechens führt.
Steffen Jacobsen, Chirurg und Autor, lebt in Kopenhagen. Seine Bücher sind unter anderem in den USA, England und Italien erschienen. Nach „Trophäe“, „Bestrafung“
und „Lüge“ ist „Hybris“ der vierte Roman um Kommissarin Lene Jensen und Ermittler Michael Sander.
Vor den Toren von Stockholm lebt Viveca Sten, ehemalige Chefjuristin bei der dänischen und schwedischen Post. Ihre Sandhamn-Krimireihe feiert weltweit Erfolge und wurde fürs ZDF verfilmt. „Flucht in den Schären“ ist ein Thriller vor der idyllischen Kulisse der schwedischen Schäreninseln, der einem den Atem stocken lässt. Seien Sie dabei, wenn sich an diesem besonderen Ort drei „Sterne“ am skandinavischen Krimi-Himmel vereinen!
Deutsche Lesestimme: Peter Lohmeyer und WDR-Sprecherensemble
(angefragt). Moderation: Alexa Christ. Musik: Hellweg Crime Trio.
Vorverkauf: 18,90 € / ermäßigt* 16,90 €
Abendkasse: 23,00 € / ermäßigt* 21,00 €

Karten/Infos:
Stadt Bergkamen, Kulturreferat (02307) 96 54 64, i-Punkt Unna (02303) 10 37 77, Westf.
Literaturbüro in Unna e.V. (02303) 96 38 50 und an allen HellwegTicket-VVK-Stellen.




Klassik-Open-Air mit drei Tenören und BOB auf dem Platz der Partnerstädte

Stefan Lex mit den fünf Damen von „Pomp-A-Dur“ sorgten schon vor zwei Jahren bei ihrem Gastspiel in Bergkamen für Begeisterung. Foto: Katja Burgemeister

Mit dem beliebten Klassik-Open-Air startet am Samstag, 7. Juli, um 18.30 Uhr die Veranstaltungsreihe „Sommer in Bergkamen“. Erwartet werden die drei Tenöre Thomas Heyer, Michael Kurz und Stefan Lex sowie das „BlasOrchesterBergkamen“ (BOB).

Veranstaltungsort ist diesmal der Platz der Partnerstädte vor dem Rathaus. „Logistische und optische Gründe haben das Stadtmarketing dazu bewegt, die Veranstaltung in Rathaus-Nähe stattfinden zu lassen. Der Platz wird sich in einen stimmungsvollen Klassik-Saal verwandeln“, so der Leiter des Stadtmarketings Karsten Quabeck.

Das BlasOrchesterBergkamen

Der Abend beginnt um 18.30 Uhr mit einem gut 60minütigen Vorprogramm des „BlasOrchestersBergkamen“ (kurz: BOB) unserer städtischen Musikschule unter der Leitung von Thorsten Lange-Rettich.
Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf bekannte Stücke von namhaften Komponisten, z.B. John Miles, Pjotr I. Tschaikowsky, Gioacchino Rossini und von Amilcare Ponchielli freuen.

Um 20.00 Uhr betritt Stefan Lex mit seinem Ensemble die Bühne auf dem Platz der Partnerstädte. „Drei Tenöre – Drei Freunde“ lautet das Motto. Begleitet wird das Trio vom Ensemble Pomp-A-Dur, das Stefan Lex bei seinem Konzert vor zwei Jahren schon unterstützt hatte. Auf dem Programm steht alles, was man an einem lauen Sommerabend aus der Welt der Klassik gerne hören mag: Nessun dorma, O sole mio, Una furtiva lagrima, Maria, das Wolgalied, Non ti scordar, Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau’n und viele mehr.

Einfühlsam begleitet werden die strahlenden Tenorstimmen, die sowohl solistisch als auch mit geballter Kraft gemeinsam singen werden, von der preisgekrönten Pianistin Sigrid Althoff. Freuen Sie sich auf einen berührenden Abend, gespickt mit allerlei Spitzen zum Thema „Frauen und die Liebe“, auf dem in Szene gesetzten Rathausvorplatz.

Lex präsentiert in gut 100 Minuten nicht nur bekannte Melodien aus Oper, Operette, Musical und Film, sondern begeistert die Zuhörerinnen und Zuhörer außerdem mit seinen humorvollen Moderationen.
Mit seiner ausdrucksstarken, warmen sowie strahlenden Stimme überzeugt Lex sein anspruchsvolles Publikum. Dabei verinnerlicht er seinen hochkarätigen Gesang, macht ihn wahrhaftig und anrührend.

Bei hoffentlich guten Wetterprognosen hofft das Bergkamener Stadtmarketing auf zahlreich besetzte Stühle. Für ein erlesenes Speisen- und Getränkeangebot ist ab 18.00 Uhr selbstverständlich gesorgt.




Klangkosmos Weltmusik: Māori „Rat Pack“ aus Neuseeland im Trauzimmer

Ein besonderes Klang- und Musikerlebnis präsentiert das Kulturreferat Bergkamen am Montag, 25. Juni, in der Reihe „Klangkosmos Weltmusik“ : Das Modern Maori Quartet ist ein Ensemble von vier Multi-Talenten mit
unwiderstehlichem Charisma, erhabenen Gesangsharmonien und universellem Humor.

Die Gruppe präsentiert ein Repertoire, das die musikalische Vergangenheit Neuseelands durch eine besondere Verbindung von Charme, alter Schule und modernem Glamour sowie einzigartigem Māori Waiata Swing zu neuer Geltung bringt. Waiata bezeichnet dabei einen bestimmten Liedertyp der Māori, der hauptsächlich Liebes- und Trauerlieder umfasst.

Das Modern Maori Quartet bringt das Konzept eines Māori „Rat Packs“, inspiriert von eben jenen, auf die Bühne. Dadurch erfährt die uralte Māori Kultur eine zeitgenössische Wendung in die Gegenwart, die mit musikalischer Feinheit und charismatischer szenischer Darstellung humorvolle und liebenswürdige
Geschichten der Māori erzählen und mit westlicher Unterhaltung verschmelzen.

Modern Maori Quartet (Neuseeland)
MO. 25.06.2018 / 20.00 UHR
Trauzimmer Marin Rünthe
Hafenweg 12, 59192 Bergkamen

Kartenbestellungen und weitere Informationen unter: 02307/ 965 464




Einbrecher dank aufmerksamem Zeugen auf frischer Tat festgenommen

Am Mittwoch beobachtete gegen 9:00 Uhr ein aufmerksamer Zeuge zwei verdächtige männliche Personen, die offenbar ein Einfamilienhaus in der Spitzwegstraße in der Nachbarstadt Kamen ausbaldowerten. Eine Weile später sah er eine der Personen über den Zaun klettern und rief die Polizei.

Sofort umstellen die Einsatzkräfte das Haus. Trotz mehrmaliger Ansprache kamen die beiden Personen zunächst nicht freiwillig aus dem Haus. Beim Eintreffen weiterer Unterstützungskräfte verließen beide Einbrecher schließlich durch ein Fenster im Erdgeschoss das Haus und ließen sich widerstandslos festnehmen. Es handelt sich um einen 17-jährigen und einen 32-jährigen rumänischen Staatsbürger.

Im Rahmen ihrer mit Dolmetscher geführten Vernehmungen gaben beide an, gestern aus Frankreich nach Deutschland eingereist zu sein, um hier zu arbeiten. Da sie Hunger hatten, hätten sie dann eine Scheibe an der Rückseite des Einfamilienhauses an der Spitzwegstraße eingeschlagen und waren anschließend in das Wohnhaus eingedrungen. Dabei hatte sich der 17-jährige Täter an der Hand verletzt.

Im Haus hatten sie bereits einen Rucksack mit Wertsachen gefüllt. Beide wurden von der Polizei vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen dauern an.




Auf historischer Spurensuche rund um den Nordberg – Peter Schäfer begeistert Klasse 9f des Städtischen Gymnasiums

Peter Schäfer mit den Schülerinnen und Schüler der Klasse 9f des Städtischen Gymnasiums Bergkamen auf historischem Stadtrundgang. Foto: Schottstädt/SGB

„Da steht ja auch der Name meines Opas!“ – Schon die erste Station ließ die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9f des Städtischen Gymnasiums aufmerken: Unter den über 400 Opfern des Grubenunglücks von 1946 der Zeche Grimberg, an welches mit dem Ehrenmal auf dem Friedhof in Weddinghofen erinnert wird, erkannten einige auch Namen von Familienangehörigen wieder.
Im Rahmen ihres Geschichtsunterrichts machten sie sich unter der fachkundigen Leitung von Peter Schäfer in ihrer Stadt auf die historische Spurensuche. Ihr Weg führte sie vom Ehrenmal über das ehemalige wilde Konzentrationslager Schönhausen über den Nordberg zum Gelände der ehemaligen Kokerei.

Peter Schäfer, der sich nicht nur im Rahmen des Programms „Studium im Alter, Geschichtliches Forschungsseminar“ der Universität Münster mit unserer Vergangenheit und Bergkamen im Besonderen auseinandersetzt, sondern auch das Leben und Wirken des Widerstandskämpfers Walter Poller im Besonderen in den Blick genommen hat, wusste das Interesse der Schüler für die Vergangenheit ihrer Stadt zu gewinnen – und das trotz strömenden Regens.

Auch in der Lentstraße erweiterte er den Unterricht um eine neue Perspektive: Im Jahr 1933 wurden vom März bis September 900 Menschen, unter ihnen Walter Poller, in einem provisorischen Konzentrationslager festgehalten, gefoltert und dann in Gefängnisse bzw. Zuchthäuser weitergeschickt, sofern sie nicht den Folgen der Folter erlegen sind. Die nationalsozialistische Vergangenheit Deutschlands, die Grausamkeit des Krieges und seine Folgen rückten in unmittelbare Nähe: Was bisher nur Teil des Schulwegs gewesen ist, zeigte seine Spuren der Vergangenheit.

Dabei musste Peter Schäfer aber auch improvisieren, um das Vergangene anschaulich werden zu lassen: Ist doch Bergkamen wegen seiner Kohleproduktion und des Vorhabens, Flugbenzin zu gewinnen, besonders stark bombardiert worden. „Im Grunde waren 100% zerstört“, so Schäfer. Hier halfen Fotos weiter und der Vergleich ausgewählter Stadtansichten der Vorkriegszeit und der unmittelbaren Nachkriegszeit mit dem heutigen Straßenbild. So prüften dann die Jugendlichen die Präsidentenstraße, ob sie den Standort der früheren Nordbergschule finden könnten. Sind auch die ehemaligen Notunterkünfte der Nachkriegszeit, die als „Nissenhäuser“ benannten Blechhütten, ganz aus dem Stadtbild verschwunden, so lässt sich doch in einzelnen Um- und Aufbauten die Veränderung erkennen.

Der Unterrichtsgang sollte aber nicht eine losgelöste Veranstaltung sein. Die Geschichtslehrerin Monja Schottstädt hofft, dass die Fragen auch nach Hause getragen werden, so wie auch auf dem historischen Stadtrundgang z.B. die Frage danach aufkam, ob denn die Großeltern schon in Bergkamen gelebt und vielleicht auch im Bergbau gearbeitet hätten. Und am Ende musste etwas noch gefragt werden, denn zu groß war die Neugierde: „Herr Schäfer, sind Sie mit unserem Bürgermeister verwandt?“




Bergkamener Bayer-Azubis sammeln Pfandflaschen für Kinderheim

Die Auszubildende Melisa Nacar (r.) und Ausbilder Bernd Friedrich übergaben die Spende an Hilla Piepenburg sowie Leon und Mireille (v. l.) vom Kinderheim Erziehungshilfen Werne. Foto: Bayer AG

„Eine solch originelle Spende haben wir noch nie erhalten.“ Kristina Sollich, Leiterin des Kinderheims Erziehungshilfen Werne gGmbH, strahlte über das ganze Gesicht. Auszubildende des Bayer-Standorts Bergkamen hatten ihr und zweien ihrer Schützlinge gerade 200 Euro übergeben. Die Bayer-Azubis hatten dafür zwei Jahre lang Pfandflaschen gesammelt.

Kristina Sollich gefällt das: „Wir sind für unsere Arbeit auch auf Spenden angewiesen und können das Geld beispielsweise sehr gut für die Finanzierung von Urlaubsfahrten verwenden.“ Diese Ausflüge haben für die Kinder einen hohen Stellenwert: Da sie in ihrem bisherigen Leben oft mit Verzicht und Entbehrungen konfrontiert waren, genießen sie die gemeinsame Ablenkung vom Alltag ganz besonders.

Ausbilder Bernd Friedrich erinnert sich an die Vorgeschichte der ungewöhnlichen Spendenaktion. „Früher verfügte die Ausbildung über keine Rücknahmemöglichkeit für Pfandflaschen. Viele Auszubildende ärgerte das.“ Aus der Unzufriedenheit entstand die Idee, Abhilfe zu schaffen: Ein Pfandbehälter musste her. Und so kam es dann auch.

Wer leere Flaschen nicht zum Automaten im Supermarkt bringen möchte oder keine Gelegenheit dazu hat, kann sie seitdem in einen selbst gebauten Behälter im Ausbildungsgebäude werfen und das Pfand spenden. Schon nach einem Jahr waren auf diese Weise 100 Euro zusammengekommen. Heute, ein weiteres Jahr später, konnte die Summe verdoppelt werden. Und die Aktion wird fortgeführt.

„Die Auszubildenden haben selbst entschieden, wem das Geld zugutekommen soll“, berichtet Bernd Friedrich. Die Wahl fiel auf das Kinderheim Erziehungshilfen Werne. Dabei täuscht der Name: Neben Kindern betreut die Einrichtung auch Jugendliche und deren Familien in schwierigen Lebenslagen. Das überzeugte die Bayer-Azubis, die mit ihrer ungewöhnlichen Spendenaktion gezielt junge Menschen aus der Region erreichen wollten.




Mit fast 200 km/h in der Baustelle erwischt: Autobahnpolizei ist Temposündern auch in Zivilfahrzeugen und moderner Technik auf den Fersen

Der Kern dieser Nachricht mag Leuten, die auf den Autobahnen rund um Dortmund mit dem Bleifuß unterwegs sind, überhaupt nicht schmecken. Die Standorte von Starenkästen kennen sie und die Plätze, an den die Geschwindigkeit mit Radar oder Laser gemessen wird, erahnen sie oft. Jetzt ist ihnen aber die Polizei auch in Zivilfahrzeugen auf den Fersen, die mit feinster Mess- und Videotechnik ausgerüstet sind.

Dies bekam am Montagmittag ein 54-jähriger Raser aus Mühlheim zu spüren, als er seinen PS-Boliden ausgerechnet in einem Baustellenbereich auf der A40 in Richtung Bochum ausfahren wollte. „Mal abgesehen von der Sinn- und Gedankenlosigkeit dieses hoch risikohaften Verhaltens, schien der 54-Jährige obendrein auch noch sein Entdeckungsrisiko falsch eingeschätzt zu haben“, erklärt ein Sprecher des für die Autobahnen zuständigen Polizeipräsidiums Dortmund.

Eine Zivilstreife der Autobahnpolizei, ausgestattet mit spezieller Mess – und Videotechnik, filmte den Geschwindigkeitsirrsinn des Porschefahrers. Der Fahrer wurde mit 200 km/h bei erlaubten 80 km/h im Baustellenbereich gemessen und gefilmt. Vorwerfbar (nach Abzug der Toleranz) bleibt dabei eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 110 km/h. „Versehentlich“ dürfte diese Überschreitung, zumal im engen Baustellenbereich, nicht passiert sein.

Somit könnte der Porsche jetzt für gut drei Monate in der Garage stehen. Die Bußgeldandrohung liegt bei 1260 Euro und in Flensburg gibt es obendrein noch zwei Punkte aufs Konto. „Wir empfehlen dem Mülheimer für die Zukunft ein deutlich niedrigeres Geschwindigkeitsniveau oder – im Interesse der anderen Verkehrsteilnehmer – in Zukunft ein Monatsabo des Öffentlichen Personennahverkehrs“, betont der Polizeisprecher.