Zünftiges Oktoberfest des Schützenvereins Oberaden
Oktoberfest der Oberadener Schützen
Am vergangenen Samstag begrüßte der Schützenverein Oberaden zum Oktoberfest im Saal der Gaststätte Haus Heil zahlreiche Gäste.
Unter ihnen waren der Landtagsabgeordnete Rüdiger Weiß, das Kreistagsmitglied Martin Blom, der Oberadener Ortsvorsteher Michael Jürgens, Mitglieder der befreundeten Schützenvereine aus Methler, Niederaden und Overberge sowie eine Abordnung vom SuS Oberaden Fußball und Mitglieder des Schalke-Fanclubs.
Bei bayrischen Schmankerl vom Grill sowie kühlen Getränken wurden interessante Gespräche geführt und zünftig gefeiert.
Gymnasium belegt beim Schülerwettbewerb von Bayer bei den Neuntklässlern den 4. Platz
Die Erfolgreichen Teilnmehmer vom Bergkamener Gymnasium. Fotos: Bayer AG
Viele Interessierte besuchten am vergangenen Samstag den Tag der offenen Tür des Bergkamener Bayer-Werks. Einige hatten sogar einiges zu tun: die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am traditionellen Schülerwettbewerb. Hier erreichte die Gruppe des Bergkamener Gymnasiums bei den Neuntklässlern den vierten Platz. Dafür gab es bei der Siegerehrung durch Personalleiter Dr. Jens Herold einen Scheck über 1000 Euro. Das Preisgeld ist für die Stärkung des naturwissenschaftlichen Unterrichts an der jeweiligen Schule gedacht.
Beim Schülerwettbewerb für 6.Klassen erreichte die Gesamtschule Kamen den 1.uUnd das Gymnasium Kamen den 2. Platz (2500 und 2000 Euro).
Hier nun die Ergebnisse im Überblick:
Schülerwettbewerb Klasse 6
1. Städt. Gesamtschule Kamen
2. Städt. Gymnasium Kamen
3. Gymnasium Altlünen
4. Ruhrtalgymnasium Schwerte
5. Werner-von-Siemens-Gesamtschule Unna
Schülerwettbewerb Klasse 12
1. Archigymnasium Soest
2. Walburgis-Gymnasiun Menden
3. Gymnasium St. Christophorus Werne
4. Sophie-Scholl-Gesamtschule Hamm
5. Franz-Stock-Gymnasium Arnsberg
Gesamtschule Kamen
Gymnasium Kamen
2. Sinfoniekonzert der Neuen Philharmonie Westfalen: Seelische Anspannung und emotionaler Hochdruck
Stefan Vladar. Foto: Marco Borggreve
Die Neue Philharmonie Westfalen sorgt gleich bei ihrem zweiten Sinfoniekonzert der neuen Spielzeit für seelische Anspannung und emotionalen Hochdruck. Am Mittwoch, 10. Oktober sind schwermütige und düstere Musikstücke in d-Moll zu hören.
Unter der Leitung des international gefragten Pianisten und Chefdirigenten des Wiener Kammerorchesters Stefan Vladar ist das Konzert ab 19.30 Uhr in der Konzertaula Kamen an der Hammer Straße 19 zu hören. Um 19 Uhr findet eine kleine Einführung rund um die Tonart d-Moll und ihre Wirkung in Orchesterstücken statt.
Heroische Wirkung trifft Leichtigkeit
Zu hören sind die Tragische Ouvertüre von Johannes Brahms, das Klavierkonzert Nr. 20 von Mozart und die sechste Sinfonie von Jean Sibelius. Während die Stücke Mozarts und Brahms von erhabener Wirkung und Schwermütigkeit geprägt sind, überrascht die sechste Sinfonie von Sibelius mit Leichtigkeit.
Der finnische Komponist Sibelius nutzt über weite Strecken das Dorische, eine verwandte Kirchentonart die heller und leichter klingt und „an den Duft des ersten Schnees“ erinnert, wie es im Programmheft der NPW heißt. Der Dirigent Stefan Vladar dirigiert dabei das Orchester vom Klavier aus, wie einst Mozart bei der Uraufführung seines Klavierkonzerts Nr. 20.
Kartenverkauf und weitere Infos
Karten gibt es im Fachbereich Kultur des Kreises Unna unter Tel. 0 23 03 / 27-14 41 und per E-Mail unter doris.erbrich@kreis-unna.de. Sie kosten zwischen 12 und 24 Euro (ermäßigt 9 bis 21 Euro) und liegen nach Vorbestellung an der Abendkasse bereit. Weitere Informationen zum Konzert gibt es unter www.neue-philharmonie-westfalen.de. PK | PKU
Veterinärbehörde zu Afrikanischer Schweinepest: Größte Vorsicht ist der beste Schutz
In Belgien ist bei tot aufgefundenen Wildschweinen die Afrikanische Schweinepest (ASP) entdeckt worden. Die Kreisveterinärbehörde rät daher Tierhaltern, Jägern und Tierärzten zu größter Aufmerksamkeit. Auch das Umweltministerium hat bereits reagiert und eine Sonderarbeitsgruppe einberufen.
So hat das Umweltministerium ein verstärktes ASP-Monitoring in der gesamten Grenzregion zu Belgien veranlasst. Dies umfasst insbesondere die Kreise Aachen, Düren und Euskirchen. Der Fundort der Schweine liegt laut Ministerium etwa 60 Kilometer von der deutschen und rund 120 Kilometer von der nordrhein-westfälischen Grenze entfernt. Die Entfernung zum Kreis Unna beträgt rund 320 Kilometer.
Wachsam bleiben
Die Kreis-Veterinäre beobachten die Situation und sind in engem Kontakt mit Landwirten und Jägern. Jäger, die Wildschweine geschossen haben, sind weiter aufgefordert, Proben einzusenden und amtlich untersuchen zu lassen. „Die bisher untersuchten Proben waren bislang alle negativ“, sagt Josef Merfels, Leiter des Fachbereichs Gesundheit und Verbraucherschutz.
Zum Schutz vor einer Einschleppung ist neben Vorbeugung ein funktionierendes Frühwarnsystem wichtig, das auf frühzeitiges Erkennen und schnelle Labordiagnose setzt. Die gefährliche Tierseuche befällt Hausschweine und Wildschweine, ist für Menschen aber ungefährlich. Einen Impfstoff gegen die tödliche Tierseuche gibt es nicht.
Tipps für Jäger
„Jäger müssen unbedingt auf Biosicherheit achten“, betont Dr. Anja Dirksen, Sachgebietsleiterin Veterinärwesen. „Sie sollten Regionen, die von der ASP betroffen sind, unbedingt meiden.“ In Osteuropa, insbesondere in Polen, Tschechien, im Baltikum, der Ukraine, Weißrussland sowie Russland gibt es regionale Seuchenherde. Kleidung, Schuhe, Fahrzeuge und Jagdausrüstung müssen gründlich gereinigt oder desinfiziert werden.
Wildabfälle müssen zudem korrekt entsorgt werden – zum Beispiel über die graue Tonne. „Keinesfalls sollten Wildabfälle im Wald entsorgt werden“, sagt Dr. Dirksen. Jäger, die zugleich Schweinehalter sind, müssen besondere Vorsicht walten lassen. Viele weitere Informationen für Jäger sind unter www.kreis-unna.de (Stichwort „Jagdwesen“ unter Schwarzwild) zu finden.
Tipps für Bürger
Die Kreisveterinäre haben auch einen Verhaltenstipp für Bürger: Das widerstandsfähige Virus überlebt monatelang in gepökelten und geräucherten Waren wie Salami. „Jeder, der Lebensmittel mit Schweinefleisch achtlos in die Landschaft wirft, kann den Weg der tödlichen Tierseuche zu den heimischen Wildschweinen ebnen“, macht Dr. Dirksen deutlich.
Weitere Informationen
Die Afrikanische Schweinepest ist anzeigepflichtig und wird in Deutschland auf Grundlage der Verordnung zum Schutz gegen die Schweinepest und Afrikanische Schweinepest (Schweinepestverordnung) bekämpft.
Zudem ruft das Umweltministerium dazu auf, Funde von toten Wildscheinen unmittelbar zu melden. Wer ein totes Wildschwein findet wird gebeten, dies unter der Telefonnummer 0201 / 714488 oder per Mail an nbz@lanuv.nrw.de der Bereitschaftszentrale des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) zu melden. Sie kümmert sich in Abstimmung mit den Kommunen um die schnelle Sicherung und Untersuchung des Wildschweins.
Umfangreiche Informationen zur Afrikanischen Schweinepest sind außerdem hier zu finden:
Kioskbetreiber an der Schulstraße vertreibt Räuber-Pärchen – Frau sprüht ihm Pfefferspray ins Gesicht
Am Sonntagabend hat eine Frau versucht, Geld aus einem Kiosk an der Schulstraße / Ecke Kampstraße zu rauben. Gegen 22.00 Uhr betrat sie den Raum und forderte von dem 53-jährigen Betreiber Geld. Dieser sagte, dass er kein Geld habe und versuchte die Frau aus dem Geschäft zu drängen. Sie sprüht ihm daraufhin Pfefferspray ins Gesicht.
In dem Moment erscheint eine männliche Person in der Tür, die augenscheinlich zu der Frau gehört. Dem Geschädigten gelingt es, die Unbekannten aus dem Laden zu schieben und die Tür zu verschließen. Ein Zeuge sprach die beiden Personen vor dem Kiosk an, die flüchteten allerdings.
Die Frau fuhr mit einem hellen Damenrad davon, der Mann lief zu Fuß hinterher. Beschrieben wird die Verdächtige als etwa 25 – 30 Jahre, schlank und ca. 1,75m groß. Sie hatte schulterlange, dunkelblonde Haare und trug eine helle, vermutlich weiße Hose. Insgesamt machte sie einen ungepflegten Eindruck.
Der Mann wird als gleichaltrig beschrieben. Er war ungefähr 1,80m groß und von schmaler Statur. Er trug einen schwarzen Pullover, hatte die Kapuze über den Kopf gezogen und hatte einen blauen Rucksack dabei. Beide sprachen nach Angaben des Zeugen akzentfrei deutsch.
Wer hat noch etwas Verdächtiges gesehen? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Nummer 02303 921 7320 oder 921 0.
5000 Brote – Konfis backen bei Kathi’s Brot für die Welt
Konfirmandenunterricht einmal ganz anders: Am 30. September treffen sich 15 Konfirmanden der Friedenskirchengemeinde schon um 6:00 Uhr morgens. Und nicht wie gewohnt in der Friedenskirche, sondern in der Backstube von Kathi`s. Das Ergebnis dieses besonderen Unterrichts wird ein paar Stunden später jeder, der möchte, selbst sehen können – und vor allem schmecken können: Denn die jungen Leute backen Brot – tatkräftig unterstützt von Bäckermeister Hilgert und den Mitarbeitern von Kathi`s an der Hochstrasse.
„5000 Brote für die Welt“ – so heißt diese gemeinsame Aktion von evangelischer Kirche und dem deutschen Bäckerhandwerk. Wie in Bergkamen haben sich in vielen Gemeinden in Deutschland Kirchengemeinden und Bäckereien vor Ort für einen guten Zweck zusammengetan: denn der Erlös des Brotverkaufs kommt zu 100% drei Projekten von „Brot für die Welt“ zugute – in Indien, Äthiopien und El Salvador.
Pfarrer Ruhbach sieht einen mehrfachen Nutzen dieser Aktion: „Zum einen ist das Brotbacken eine willkommene Abwechslung vom Unterricht, zum anderen kommt der Erlös der Aktion einem guten Zweck zu Gute, indem Jugendliche aus Deutschland etwas für Gleichaltrige in der Welt tun.“ Und dazu bekämen die Jugendlichen einen Eindruck von der Arbeit im Bäckerhandwerk. Ruhbach freut sich, dass Bäckermeister Hilgert und Juniorchef Brasse sofort Feuer und Flamme waren, diese Aktion zu unterstützen und die Türen zur Backstube für einen Morgen zu öffnen
Wer probieren will, wie diese besonderen Brote schmecken, und zugleich diese Aktion unterstützen will, der sollte also am kommenden Sonntag, dem 30. September, in die Friedenskirche kommen. Nach dem Gottesdienst in der Friedenskirche (Beginn 10.30 Uhr) – pünktlich zum Auftakt des Gemeindefestes – bieten die Konfirmanden dann das frische Brot zum Kauf an. Nähere Informationen zu den Projekten, die durch den Brotverkauf unterstützt werden gibt es dort auch.
Peuckmanns Krimi „Buchempfehlung der Woche“
Eine erfreuliche Auszeichnung erhielt Heinrich Peuckmanns neuer Krimi „Schwarze Tage“. Beim Syndikat, der größten Vereinigung von Krimiautoren in Europa, ist sein Roman in der Zeit vom 24. – 30.9. auf der Homepage zum „Buch der Woche“ gekürt worden: www.das-syndikat.com Dort wird er nun eine ganze Woche lang mit Textprobe und einem Interview mit Peuckmann vorgestellt.
Peuckmann freut sich über diese Auszeichnung, ist sie doch eine weitere Bestätigung für seine Krimireihe rund um den pensionierten Kommissar Bernhard Völkel, der stets wider Willen in gefährliche Kriminalfälle verstrickt wird. Diesmal wird Völkel im Westfalenpark von einem Mann angesprochen, der behauptet, entführt und ohne Lösegeldzahlung wieder freigelassen worden zu sein. Seitdem habe er Angst. Völkel kann das zuerst nicht glauben, aber als er anfängt, Erkundigungen einzuziehen, gerät er in eine Geschichte tiefster menschlicher Abgründe hinein.
„Schwarze Tage“ ist im Leipziger Lychatz-Verlag erschienen und kostet 9.95 Euro.
Nach dem Gipfel in Berlin: UKBS fordert mehr Akzeptanz für den sozialen Wohnungsbau
Direkt vom „Wohngipfel“ bei der Bundeskanzlerin kam Verbandsdirektor Alexander Rychter (links im Bild) zur UKBS und berichtete über die Gesprächsergebnisse und die Perspektiven für den sozialen Wohnungsbau. Aufsichtsratsvorsitzender Theodor Rieke (Mitte)und Geschäftsführer Matthias Fischer begrüßten den kompetenten Gast. Foto: UKBS
Mehr gesellschaftliche Akzeptanz für den Wohnungsbau hat der Aufsichtsrat der Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) in einer Sitzung am Samstag angemahnt. Häufig seien heute unterschiedlichste Hindernisse aus dem Weg zu räumen, um im sozialen Wohnungsbau überhaupt Projekte realisieren zu können. Aufsichtsratsvorsitzender Theodor Rieke sah gar „katastrophale Verhältnisse in den Großstädten“ und meinte: „Wir sind da angelangt, wo es eng wird!“
Rieke freute sich, zu der Sitzung den Direktor des Verbandes der Wohnungswirtschaft Rheinland und Westfalen, Alexander Rychter, begrüßen zu könne, der direkt vom „Wohnungsgipfel“ der Bundeskanzlerin zur UKBS gekommen war und über die Gesprächsergebnisse berichtete. Sein wichtigstes Fazit: Der Bund werde über das Jahr 2020 hinaus seine Verantwortung für den Wohnungsbau wahrnehmen und bis zum Ende der Legislaturperiode 1,5 Millionen Wohnungen fördern!
„Wohnen ist das soziale Thema unserer Zeit“, stellte Verbandsdirektor Rychter vor dem Aufsichtsrat des kommunalen Unternehmens heraus. Seiner Einschätzung nach sind jährlich bundesweit 400.000 neue Einheiten erforderlich, um den Wohnungsbedarf stillen zu können. Ohne bezahlbare Flächen sei jedoch kein bezahlbarer Wohnungsbau möglich. Um zu einer „Allianz für mehr Wohnungsbau“ zu kommen, bedürfe es daher einer nachhaltigen Bodenmobilisierung und Bodenpolitik.
Das unterstrich auch UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer. Er berichtete über die im Bau und in der Planung befindlichen Projekte. Soeben sei der Grundstein für das „Stadtfenster“ neben dem Rathaus in Bergkamen gesetzt worden. Hier entstehen 30 Wohnungen und fünf Geschäftseinheiten. Wie Fischer sagte, sei es derzeit vorrangiges Ziel, zwei Mediziner mit Praxen anzusiedeln, eventuell als Gemeinschaftspraxis.
Geplant sei zudem auf dem Gelände der ehemaligen Lutherschule in Selm eine Wohnbebauung. Diese biete sich auch als Mehrgenerationenprojekt für Selm an und sei daher „höchst interessant“. Sobald die Planung hier abgeschlossen sei, werde man diese der Bevölkerung öffentlich vorstellen, kündigte
Fischer an. Schließlich will das kommunale Wohnungsunternehmen mit einem „Solarhaus“ Wohnbebauung an der Wilhelm-Bläser-
Straße in Kamen verwirklichen. Bereits im Oktober werde der Bauantrag gestellt.
Ebenfalls noch in diesem Jahr soll der Bauantrag gestellt werden für acht Wohnungseinheiten an der Vinkestraße in Unna, von denen sieben öffentlich gefördert sind. Hier sei mit einem Baubeginn 2019 zu rechnen. Weitere Projekte, vor allem auch Kindertagesstätten in Holzwickede, Unna und Bergkamen, hat die UKBS noch Darstellung des Geschäftsführers noch in der „pipeline“.
TuRa Leichtathleten erfolgreich bei den Westfälischen Meisterschaften
Die erfolgreichen TuRa-Leichtathleten. Foto: privat, Schürkmann
von Gregor Korte
Am Sonntag fanden die diesjährigen westfälischen Mehrkampfmeisterschaften, der so genannte DJMM Endkampf 2018, in Kreuztal statt. Mit dabei war auch ein TuRa- Jungenteam in der Altersklasse U12. Ben Kaseja, Ben Fleige, Fabian Böhm, Louis Medger und Christopher Schürkmann, begleitet von ihrem Trainer Gregor Korte und vielen Eltern, reisten sehr motiviert an. An dieser Veranstaltung nehmen die besten 8 Mannschaften aus Westfalen teil und für die TuRaner war es schon eine tolle Leistung, sich überhaupt zu qualifizieren. An den Qualifikationswettkämpfen nahmen insgesamt 20 Mannschaften teil. Die Voraussetzungen für einen spannenden Wettkampf war bei den Jungen durch die starken Leistungen der teilnehmenden Mannschaften gegeben. 6 der 8 Mannschaften lagen mit ihren Qualifikationsergebnissen lediglich 30 Punkte auseinander.
Los ging es mit dem Weitsprung. Christopher Schürkmann erwischte einen phantastischen Tag und sprang mit einer persönlichen Bestleistung von sagenhaften 4,47m auf Platz 1 der Konkurrenz. Louis Medger erreicht mit 3,74m ein gutes Ergebnis, war persönlich damit aber nicht ganz zufrieden. Nach dem Weitsprung lag die Mannschaft auf dem 4. Platz.
Danach standen die beiden schlechtesten Disziplinen für die Mannschaft an. Nach dem Ballwurf und dem 50m Sprint lag die Mannschaft mit einem kleinen Abstand auf dem letzten Platz. Nun hieß es in den folgenden drei Disziplinen aufzuholen.
Als Nächstes kam der Hochsprung, eine Bank für TuRa-Athleten. Christopher Schürkmann und Fabian Böhm sprangen im strömenden Regen beide persönliche Bestleistungen. Fabian übersprang 1,20m, bei Christopher blieb die Latte bei äußerst guten 1,36m liegen. Zwar lag die Mannschaft immer noch auf dem letzten Platz, aber mit der tollen Hochsprungleistung war die Lücke zu den anderen Mannschaften geschlossen.
Ben Fleige, Louis Medger, Ben Kaseja und Fabian Böhm traten nun zur 4x50m Staffel an. Das Quartett ging sehr konzentriert an die Aufgabe und löste diese hervorragend. In Ihrem Lauf wurden die Vier 3. und insgesamt Vierter in sehr guten 30,91 Sekunden. Mit diesem tollen Ergebnis lag die Mannschaft nunmehr auf dem 6. Platz.
Beim abschließenden 800m Lauf, auch eine Stärke der TuRaner, traten Christopher Schürkmann und Louis Medger an. Christopher startete im ersten Lauf und teilte sich den Lauf gut ein. Nach einem fulminanten Schlussspurt blieb die Uhr bei bemerkenswerten 2:33,83 Minuten stehen. Dieses war die dritte persönliche Bestleistung von Christopher an diesem Tag und bedeutete auch gleichzeitig den Sieg der 800m Konkurrenz. Louis startete im zweiten Lauf und auch er ging sehr konzentriert an den Lauf. Nach einer sehr guten Laufeinteilung und einem ebenfalls schnellen Schlussspurt finishte Louis mit sehr guten 2:48,69 Min und wurde Siebter.
Die guten 800m Laufzeiten mussten sich positiv auf das Gesamtergebnis auswirken und so waren Kinder, Trainer und Eltern sehr gespannt auf die Siegerehrung. Das Bergkamener Quintett strahlte, als sie mit insgesamt 4.241 Punkten den 5. Platz belegten.
Kreisfeuerwehrtag in der Marina Rünthe: Petrus spielte leider nicht mit
Leistungsnachweis beim Kreisfeuerwehrtag in der Marina Rünthe.
Die Feuerwehren im Kreis Unna und andere Rettungsdienste wie DRK, THW oder die DLRG zeigten sich am Sonntag in der Marina Rünthe beim Kreisfeuerwehrtag von ihrer besten Seite. Das kann man allerdings von Petrus nicht behaupten.
Der Dauerregen, der pünktlich zum Start einsetzte, hatte offensichtlich doch viele Interessierte vergrault.
Den Feuerwehrleuten selbst machten die miesen Rahmenbedingungen nicht aus. Schließlich schauen sie nicht, wenn sie zu einem Einsatz gerufen werden, zuerst auf die Wetterkarte, bevor sie ausrücken. Beim Kreisfeuerwehrtag waren viele beim Leistungsnachweis gefragt. Der besteht aus einem theoretischen Teil und mehreren praktischen Teilen. Für den Laien ist vermutlich das schnelle Verlegen von Schläuchen für einen Löschangriff mit Wasser am interessantesten.
Der Betriebsleiter der GWA-Recyclinganlage in Bönen überreichte eine Spende über 3500 Euro an Kreisbrandmeister Thomas Heckmann.
Etwas abseits vom allgemeinen Trubel gab es eine Spendenübergabe in den Räumen des ehemaligen „Gate to Asia“. Der Betriebsleiter der GWA-Recyclinganlage in Bönen Peter Harlinghausen überreichte einen symbolischen Scheck über 3500 Euro an Kreisbrandmeister Thomas Heckmann.
Dies ist ein kleines Dankeschön für den Einsatz von 1100 Feuerwehrleuten und weiteren 400 Rettungskräften aus dem Kreis Unna und den Regierungsbezirken Arnsberg, Münster und Detmold beim Brand der Recyclinganlage Ende Juni. Bei diesem größten Brand seit vielen Jahren im Kreis Unna waren auch Feuerwehrwehrleute aus Bergkamen eingesetzt worden. Vier von ihnen verletzten sich dabei. Die Teleskopmastbühne der Einheit Oberaden wurde erheblich beschädigt.
Kreisfeuerwehrtag 1
Kreisfeuerwehrtag 2
Kreisfeuerwehrtag 3
Kreisfeuerwehrtag 4
Kreisfeuerwehrtag 5
Kreisfeuerwehrtag 6
Feuerwehr Spende
Kreisfeuerwehrtag 7
Kreisfeuerwehrtag 9
Kreisfeuerwehrtag 13
Kreisfeuerwehrtag 11
Kreisfeuerwehrtag 12
Stadtbesetzung sorgt für friedliche Kunst-Party
Der Postbote nahm ganz selbstverständlich die Einladungen zur Stadtbesetzung mit und verteilte sie. Der Gästeführer war sofort zur Stelle und brachte Bücher und Bilder mit. Die Bewohner des Kurt-Schuhmacher-Platzes beobachteten zunächst verwirrt, dann fasziniert aus ihren Fenstern, was dort unter der Skulptur „Mutter mit Kind(ern)“ genau passierte. „Das war früher fast genauso“, weiß einer, der hier aufgewachsen ist und jetzt begeistert die Pizza aus dem Ofen neben dem Steinsockel verspeist. „Da haben wir uns auch immer hier getroffen und jemand hat seine Gitarre herausgeholt.“
Kochen unter den Augen der „Mutter mit Kind(ern)“.
Zum Pizzabacken eignet sich das Besatzungslager auch hervorragend.
Gitarre wurde auch gespielt am Samstag kurz vor Abschluss der „Stadtbesetzung“. In einer riesigen Pfanne brutzelten die Auberginen, die gerade noch im Schoß eines der Steinkinder ruhten. In einem großen Kochtopf am selbstgezimmerten Besatzungs-Lager köchelten die Rote Beete, die alle zusammen spontan aus dem Garten von Gästeführer und Anwohner Gerd Koepe geerntet hatten. Eines jedenfalls hat die ungewöhnliche Kunstaktion geschafft: Es war wieder Leben rund um die Skulptur auf dem Platz in der Zechensiedlung. Ein Leben, das unlängst noch völlig verwildert war und sich zusammen mit dem Strukturwandel der Stadt völlig verändert hat.
Kunst am Bau gab es auch.
„Wir wollen solche Plätze wieder in das Bewusstsein rücken“, schildert Samuel Treindl, einer der beiden Künstler, die über das Kulturbüro Gütersloh den Kurt-Schuhmacher-Platz seit Dienstag besetzt hielten. Welchen Nutzen haben der Platz und seine Kunst heute für die Menschen, wo gibt es Bedarfe, wie hat sich alles verändert? So entstand vor allem mit Hilfe unzähliger Kinder, aber auch vieler erwachsener Anwohner eine „soziale Skulptur“, die mit Kochen, Backen, Abwaschen und Spielen eine ganz neue Nutzung erlebte. „Jeder bringt hier seine eigene Geschichte mit, ist einfach da – und offen für alles“, schildert David Rauer, der zweite Künstler.
Staunen, Schauen und Mitmachen: Die Stadtbesetzung animierte erfolgreich.
„Ein bisschen ist es wie im Hambacher Forst“, witzeln beide. Allerdings hat sich hier niemand festgekettet und es gibt es keinen Räumungseinsatz der Polizei. Hier geht alles friedlich zu rund um die „unabgesicherte Kunst“. Diskurs ist gefragt. Und auch der funktioniert. „Wir haben hier früher Sackhüpfen veranstaltet und zusammengesessen“, erzählt ein Anwohner. „Es ist ein bisschen so wie damals“, freut er sich und nimmt die Einladung zu einem Teller Rote-Beete-Suppe gern an. „Man muss diese Form der Kunst nicht unbedingt verstehen“, meint ein anderer. „Interessant ist es aber schon.“ Die Holzplatte mit den Namen aller, die sich hier beteiligt haben, ist jedenfalls randvoll geschrieben. Und die Steinskulptur macht sich irgendwie gut in dem kunterbunten Wirrwarr.
Die Steinkinder als kurzfristiges Gemüselager.
„Die habe ich selbst noch gereinigt, nachdem wir den ganzen Platz entwildert hatten“, erinnert sich Gerd Koepe. Er hat die Geschichte des Platzes genau recherchiert. Um 1900 ist die Zechensiedlung hier gegründet worden. Völlig zerbombt war sie im Krieg, danach wieder aufgebaut. Else Montag hieß die Bildhauerin, deren Hände die „Mutter mit Kind(ern)“ 1953 erschaffen hatten. Eine ähnliche Skulptur steht in Sulzbach in Bayern – die Zeche Grimberg gehörte in den 50ern für einige Jahre einem bayerischen Besitzer. Früher gehörte noch ein Brunnen dazu. Das gesamte Werk bezog sich auf die großen Bergbauunglücke auf den Zecken Grimberg und Kuckuck.
Musik sorgte für noch bessere Stimmung,
Wer das genauer wissen wollte, der konnte am Samstag an einer Führung durch die Siedlung teilnehmen, die spontan angeboten wurde. So schnell vergessen werden alle, die hier wohnen, die Stadtbesetzung jedenfalls nicht. Und vielleicht hat sich daraus ja einiges für die Zukunft ergeben. Vielleicht wird ja sogar das Ballspielverbot aufgehoben oder es setzen sich abends wieder Anwohner mit ihrer Gitarre auf eine der Bänke unter den Augen der Mutter mit ihren Kindern.