Kontrolltag der Polizei „Ablenkung im Straßenverkehr“: 65 Fahrerinnen und Fahrer mit dem Handy in der Hand erwischt
Ziel der landesweiten Kontrollaktion zum Thema Ablenkung im Straßenverkehr ist die Senkung der Verkehrsunfallzahlen, die durch den missbräuchlichen Gebrauch elektronischer Geräte durch aktive Verkehrsteilnehmer verursacht werden.
In der Zeit zwischen 9 Uhr und 17 Uhr hat sich auch die Kreispolizeibehörde Unna in verschiedenen Kommunen diesem Thema gewidmet und entsprechende Kontrollstellen aufgebaut. Insgesamt wurden in dieser Zeit 256 Fahrzeuge kontrolliert. 65 Fahrerinnen und Fahrer konnten es nicht lassen, das Handy während der Fahrt zu benutzen. Sie erwartet jetzt eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.
Neben diesen Regelverstößen wurden weitere 106 verkehrsrechtliche Verstöße, insbesondere durch Geschwindigkeitsüberschreitungen und Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes festgestellt.
Fazit: Weitere 11 Ordnungswidrigkeitenanzeigen, 93 Verwarnungsgelder und 2 Strafanzeigen.
„Keine Nachricht auf dem Smartphone und kein Anruf können so wichtig sein, dass man dafür das eigene und das Leben anderer Verkehrsteilnehmer aufs Spiel setzt. Das gilt natürlich auch für die Fahrer von LKW, Bussen und Fahrrädern“, betont die Kreispolizei Unna.
„Schon in der Vergangenheit haben wir die Ablenkung im Straßenverkehr durch zahlreiche Kontrollen zu unserem Thema gemacht. Der gestrige Tag hat gezeigt, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind. Aufklärung und konsequente Ahndung von Verstößen sind im Rahmen der Verkehrsunfallbekämpfung unabdingbar.“
DRK Kreis Unna übernimmt Patenschaft für Projekt „SofHi – Soforthilfe für benachteiligte Kinder“
Staffelstabübergabe im Rahmen der Eröffnung der DRK-Kita Lippepiraten in Werne: von links nach rechts: Dr. Hasan Sürgit (Vorstandsvorsitzender DRK-Landesverband Westfalen-Lippe), Lothar Christ (Bürgermeister der Stadt Werne), Anika Knutti (Kreisrotkreuzleiterin), Michael Makiolla (Vorstandsvorsitzender DRK-Kreisverband Unna & Landrat des Kreises Unna), Nilgün Özel (Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe), Robert Wettklo (Kreisrotkreuzleiter) und Volker Milk (Vizeregierungspräsident der Bezirksregierung Arnsberg). Foto: DRK Kreis Unna
In NRW sind aktuell 16,2 Prozent der Menschen – und somit auch jedes 5. Kind – durch Armut von einem „normalen gesellschaftlichen Leben“ ausgeschlossen. Genau hier setzt das DRK-Projekt „SofHi – Soforthilfe für benachteiligte Kinder“ an und möchte allen Kindern eine gleichberechtigte Teilhabe an kindgerechten Aktivitäten ermöglichen. Vom Schwimmbadbesuch über den Musikunterricht bis hin zur gemeinsamen Ferienfreizeit sollen so all die kleinen und großen Freizeitvergnügen gefördert werden, die bei einem klammen Geldbeutel ansonsten kaum möglich wären.
Im jährlichen Wechsel übernehmen seit 2016 unterschiedliche Ortsvereine oder Kreisverbände aus Westfalen-Lippe die Patenschaft für das Projekt und werben vor Ort für Unterstützung. Verstärkung bekommen sie dabei durch das niedliche Maskottchen des Projektes: Das kleine weiße Pferdchen „SofHi“.
2019 wird dieses Pferdchen nun die Kreis Unna „unsicher“ machen und soll bei vielen abwechslungsreichen Aktionen und Veranstaltungen auf die Ziele des Projektes werben. Stolz konnte Michael Makiolla, als Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes Unna, gestern im Rahmen des Weltrotkreuztages und der Einweihung der DRK-Kita Lippepiraten in Werne den Staffelstab für das kommende Jahr entgegen nehmen. Gemeinsam mit dem Team des DRK-Kreisverbandes freut er sich schon auf 12 abwechslungsreiche und spannende Monate im Zeichen von „SofHi“.
Überreicht wurde der Staffelstab gemeinschaftlich von Schirmherr Volker Milk, dem Vizeregierungspräsidenten der Bezirksregierung Arnsberg, Nilgün Özel, der Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, und Dr. Hasan Sürgit, dem Vorstandsvorsitzenden des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe.
Vor Ort berichtete Özel, die den Fond mit begründet hat, ganz praktisch und anschaulich, wie durch SofHi häufig schon mit kleinen Mitteln tolle Verbesserungen für benachteiligte Kinder erreicht werden konnten und rief auch die Anwesenden auf, im eigenen Umfeld achtsam zu schauen, wo Kinder möglicherweise Unterstützungsbedarf haben und unbürokratische Hilfe benötigen.
Saxophonquartett in der Kapelle Heil – Ein neues Ensemble der Musikschule stellt sich vor
Das neue Saxophon-Quartett der Musikschuel Bergkamen. Foto: Marieke Sauer
Am kommenden Montag lädt das Bergkamener Saxophonquartett unter der Leitung von Do-zent Philipp Sauer zu seinem ersten Konzert in die Kapelle Heil ein.
Die vier Saxophonisten lernten sich in der lokalen Bigband „Triple B“ kennen und lieben den Swing. So darf sich das Publikum auf zahlreiche Klassiker des Jazz von George Gershwin und Fats Waller freuen. Andere Programmpunkte sind von Flamenco oder Tango inspiriert und sollen das Fernweh schüren. Ob „Summertime“ oder „Ain’t Misbehaving“, das Bergka-mener Saxophonquartett verspricht einen schwung- und stimmungsvollen Montagabend.
Das etwa einstündige Konzert findet am Montag, 13. Mai um 19 Uhr in der Kapelle Heil, Wes-tenhellweg 142 statt, der Eintritt ist frei.
Bremer Stadtmusikanten für drei Posaunen und einen Kabarettisten
Bremer Stadtmusikanten (v. l.): Torsten Lange-Rettich, Rima Ideguchi, Fabian Liedtke und Jochen Malsheimer.
Wer den Kabarettisten Jochen Malmsheimer live erleben möchte, muss etwas mehr als 20 Euro an der Tageskasse zahlen. Am Dienstagabend konnte man ihn im studio theater ohne Eintritt mit seiner recht amüsanten Version des Märchens „Die Bremer Stadtmusikanten“ erleben. Für die besondere musikalische Würze sorgte das Posaunentrio „Buccinate“ um den stellvertretenden Leiter der Bergkamener Musikschule Torsten Lange Rettich.
Eine Eintrittskarte mussten die Besucherinnen und Besucher dieses Konzerts im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen zum 50-jährigen Bestehen der Bergkamener Musikschule zwar nicht erwerben. Gebeten wurde aber um eine Spende für den Förderkreis der Musikschule, der vor allem für die Ko-Finanzierung des Projekts „JeKits“ in den Bergkamener Grundschulen sorgt. Das übrigens bereits seit über 10 Jahren, wie Stefan Prophet vom Förderkreis dem Publikum erklärte.
Seit 2011 beteiligt sich das Posaunentrio allein oder zusammen mit Jochen Malsheimer an Benefiz-Konzerten für soziale Projekte. Dass hierbei die Unterstützung von Kindern, die die Reaktorkatastrophe von Fukushima miterleben mussten, ein Schwerpunkt ist, hat einen besonderen Grund: Die Posaunistin Rima Ideguchi ist Enkelin eines Überlebenden des Atombombenabwurfs auf Hiroshima. Sie übersetzte mit ihrem Ehemann Fabian Liedtke, dem dritten Posaunisten des Trios, die Erinnerungen ihres Großvaters anlässlich des 70. Jahrestags des Atombombenabwurfs ins Deutsche.
Am Dienstagabend zeigte sich, dass „Die Bremer Stadtmusikanten“ in der Version von Jochen Malmsheimer und der musikalischen Begleitung durch dieses hochprofessionelle Posaunentrio auch und besonders Erwachsene begeistern kann. Der Hinweis des Kabarettisten, dass es keine Tonaufnahme von dieser Interpretation gebe, stimmt nur halb. 2016 hatte Malmsheimer das Märchen mit der WDR-Big Band veröffentlich. So lässt sich die Geschichte vom Esel, Hund, Katze und Hahn, die überall etwas Besseres finden werden als den Tod, noch einmal nachhören.
Wer Jochen Malmsheimer im studio theater noch mal erleben möchte, muss genau ein Jahr warten. Er tritt am 7. Mai 2020 im Rahmen der großen Kabarett-Reihe mit seinem Programm Dogensuppe Herzogin – ein Austopf mit Einlage“ auf.
Saisoneröffnung des TuS Weddinghofen: ab Donnerstag Sportabzeichenabnahme am Häupenweg
Saisoneröffnung beim TuS. Foto: Susanne Vestweber
Am vergangenen Sonntag startete der TuS Weddinghofen gemeinsam mit dem Fußball- und Leichtathletik-Verband (FLVW) und den beteiligten Vereinen des FLVW zum Sternenlauf in den Bergkamener Fitness-Park. Mit der Veranstaltung beginnt die Freiluftsaison des TuS Weddinghofen 1959 e.V.. Die Auftaktveranstaltung wurde dieses Jahr von TuRa Bergkamen ausgerichtet.
Um 10 Uhr am Sonntagmorgen startete unsere Gruppe auf ihre Strecke. Angeführt wurde sie von Suanne Vestweber, welche beim TuS Weddinghofen 1959 e.V. die Übungsleitung der Walking-Gruppe ist und den Verein, beim FLVW für den Fitness-Park, repräsentiert.
Ab kommenden Donnerstag, 9. Mai stehen die Sportabzeichenabnehmer des TuS Weddinghofen 1959 e.V. wieder zur Sportabzeichenabnahme parat. Um 17 Uhr öffnen sich die Tore des Sportplatzes am Häupenweg, zur Abnahme.
Gästeführung durch „Rünthe-West – beidseits des Kanals“ am kommenden Samstag
Eine fußläufige Stadtteilführung hat der Gästeführerring am kommenden Samstag in seinem Veranstaltungs-Angebot. Dabei stehen Rünthe-West und der östliche Teil des Stadtteils Heil gleichermaßen im Blickpunkt des Interesses. Gestartet wird zu der gut zweieinhalbstündigen Rundwanderung, zu der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich willkommen sind, um zehn Uhr im Sportboothafen Marina Rünthe, allerdings nicht – wie im Programmflyer ursprünglich angegeben – vor dem Restaurant „Am Yachthafen“ (California), sondern vielmehr nun vor der zentraler gelegenen Außenstelle des Standesamtes Bergkamen am Hafenplatz.
Gästeführer Klaus Lukat, der die Wandergruppe sachkundig begleiten wird, bittet ausdrück-lich um Beachtung dieses Treffpunkt-Wechsels. Die Route der Führung geht entlang des Beversees bis zum Sicherheitstor am Datteln-Hamm-Kanal bzw. bis zum Kraftwerk Heil und von dort aus zur Öko-Station des Kreises Unna und zum dortigen Aussichtsturm, der einen weiten Ausblick in die Lippeaue ermöglicht. Anschließend führt der weitere Weg entlang der Lippeaue und der Nordseite der früheren Müll-Deponie über den „Fürstenhof“ und durch die frühere Bergmannssiedlung Rünthe-West bis zum Endpunkt der Route auf der Kanalbrücke an der Werner Straße, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Panoramablick über den Hafen verabschiedet werden.
Die Teilnahme an der Führung kostet je drei Euro pro Person, für Kinder bis zu zwölf Jahren ist sie kostenfrei. Die Führung findet allerdings nur statt, wenn sich vor ihrem Beginn mindestens fünf interessierte Personen am vorgesehenen Startpunkt vor der Standesamts-Außenstelle am Hafenplatz einfinden.
Bayer-Standort Bergkamen veröffentlicht neue Ausgabe der Umwelterklärung: Aktuelles zu Arbeitssicherheit und Umweltschutz
Alle drei Jahre veröffentlicht der Bayer-Standort Bergkamen eine Umwelterklärung. Die jüngste Ausgabe ist soeben erschienen. Foto: Bayer AG
Das Umweltmanagementsystem des Bergkamener Bayer-Standorts erfüllt die Anforderungen des EMAS (Eco Management and Audit Scheme) – besser bekannt als EU-Öko-Audit – in allen Punkten. So das Ergebnis intensiver Untersuchungen eines unabhängigen Umweltgutachters. Die Prüfungen sind Teil eines von der Europäischen Union initiierten Programms, an dem sich Bayer in Bergkamen seit Jahren freiwillig beteiligt.
„Damit gehen wir bewusst über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und machen deutlich, dass der Schutz von Menschen, Natur und Anlagen für uns höchste Bedeutung hat“, betont Standortleiter Dr. Timo Fleßner. Sichtbare Erfolge dieser Unternehmenspolitik sind einige neue Bestwerte bei wichtigen Umweltkennzahlen – vom Stromverbrauch über Emissionen bis hin zu verschiedenen Substanzen im Abwasser. Einen Rekord stellte der Standort beim Thema Arbeitssicherheit ein: Zum zweiten Mal in seiner Geschichte blieb er im vergangenen Jahr ohne meldepflichtigen Arbeitsunfall.
Mit der Teilnahme an den regelmäßig stattfindenden EMAS-Audits verpflichtet sich Bayer nicht nur dazu, Sicherheit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit stetig zu verbessern, sondern auch eine Umwelterklärung herauszugeben und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die aktuelle Ausgabe dieser Broschüre liegt nun vor. In elektronischer Form auf der Bergkamer Bayer-Webseite; zusätzlich auch in gedruckter Fassung.
Auf mehr als 60 Seiten informiert der Standort seine Nachbarinnen und Nachbarn über Produktverantwortung, organisatorische Maßnahmen zur Erreichung der Umweltziele sowie bereits erfolgte und geplante Anstrengungen auf den Gebieten Umweltschutz und Ressourcenschonung – wozu in erster Linie Entscheidungen zur Reduzierung des Abwasseraufkommens, Energiebedarfs und Abfallvolumens zählen. Die Umweltpolitik und die Aktivitäten zur weiteren Verbesserung der Arbeitssicherheit werden ebenfalls ausführlich dargestellt.
Zudem enthält die Publikation allgemeine Angaben zur Historie und Entwicklung des Bayer-Standorts Bergkamen, zu seinen Produkten und Produktionsverfahren sowie zur organisatorischen Einbindung in den Bayer-Konzern. Ein Glossar mit Erläuterungen zu wichtigen Fachbegriffen erleichtert den Leserinnen und Lesern die Lektüre und liefert gleichzeitig Hinweise auf weiterführende Themen.
Kostenlose Exemplare der Umwelterklärung 2019 können per E-Mail an martin.pape@bayer.com oder telefonisch unter 02307/65-27 96 bestellt werden.
Verdacht auf Wilderei: Spaziergängerin entdeckt abgetrennte Rehschädel in einem Mülleimer
Am heutigen Dienstag ist die Polizei gegen 9.00 Uhr zur Hansastraße in Overberge gerufen worden. Dort hatte eine Spaziergängerin mehrere abgetrennte Rehschädel in einem Mülleimer gefunden. Der zuständige Jagdausübungsberechtigte war ebenfalls am Fundort und entsorgte die Schädel.
Wegen des Verdachts der Jagdwilderei wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Kamen unter der Rufnummer 02307 921 3220 oder 921 0.
„Komm auf Tour“: Jugendliche lernen in der Bergkamener Eissporthalle ihre Stärken kennen
Dass eine eigene Wohnung durch aus ihre Tücken haben kann, davon erhielt am Dienstag dieses Schülerinnen der Gesamtschule Kamen in der Eissporthalle einen Eindruck. Ihnen schaute der Schirmherr von „Komm auf Tour“, Landrat Michael Makiolla über die Schulter.
Zahlreiche Türen in die Berufswelt stehen Jugendlichen offen – doch welche führt auch zu einem passenden Ausbildungsberuf, der auf den Stärken des Einzelnen aufbaut? Bei mehr als 330 Ausbildungswegen: keine leichte Entscheidung. Häufig kennen Jugendliche ihre Stärken noch nicht oder erkennen bestimmte Fähigkeiten nicht als solche. Das Projekt „komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“ soll das ändern und Schülern dabei helfen, ihre persönlichen Stärken genauer kennenzulernen.
Der Kreis Unna und die Agentur für Arbeit Hamm engagieren sich auch in diesem Jahr auf vielfältige Weise für eine frühzeitige berufliche Orientierung. Unter der Schirmherrschaft von Landrat Michael Makiolla durchqueren 2.600 Jugendliche der 7. Klassen aller Schulformen, darunter natürlich auch Schülerinnen und Schüler der Bergkamener weiterführenden Schulen, vom 7. Mai bis zum 24. Mai den über 500 Quadratmeter großen Erlebnisparcours in der Eissporthalle in Bergkamen.
Die jungen Leute durchlaufen dabei vier Stationen: Ein Zeittunnel spiegelt den Teilnehmern mögliche Zukunftssituationen, die Sturmfreie Bude macht darauf aufmerksam, was der ganz normale Wahnsinn zuhause an Überraschungen und täglichen Aufgaben zu bieten hat, die Theaterbühne stellt kleine Dialoge als Aufgabe und im Labyrinth stellt man fest, dass Neuorientierung immer wieder auf der Tagesordnung stehen wird.
„Komm auf Tour“ ist der erste Aufschlag, Schülerinnen und Schülern im Kreis Unna den Weg zu einem Beruf zu ebnen, der zu ihnen passt. Hierbei geht es vor allem darum, die eigenen Stärken kennenzulernen. Und was wichtig ist: Den Jugendlichen macht die Teilnahme an diesem Programm richtig Spaß. Erfreulich ist für die Organisatoren, dass sich deutlich mehr Eltern zu den zwei Elternabenden in der Bergkamener Eissporthalle angemeldet haben als in den vergangenen Jahren.
Bisher war in Bergkamen drei Mal der „Schacht III“ in Rünthe Austragungsort für „Komm auf Tour“. Der steht nach dem Verkauf und Ansiedlung eines Fitness-Centers für diese Zwecke nicht mehr zur Verfügung. Dass die Bergkamener Eissporthalle hier mehr ist als ein Ersatz, darin waren sich am Dienstag alle Beteiligten einig.
Liebling, mein Herz lässt dich grüßen – Salonmusik für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und Musikfreunde
Laden zum 4. Konzert für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen ein (v. l.): Beigeordnete Christine Busch, Musikschulleiter Werner Ottjes, Ulrike Ziel, Angelika Chur, Inge Freitag und Bert Schulz vom Demenz-Service-Zentrum, Dortmund.
Zum inzwischen 4. Mal laden das Bergkamener Seniorenbüro, die Musikakademie und das Netzwerk Demenz am Dienstag, 11. Juni, zu einem Konzert mit Salonmusik für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und Musikfreunde in das studio theater ein. Einlass ist ab 15 Uhr mit einer Einführung in das Programm unter dem Titel „Liebling, mein Herz lässt dich grüßen – eine Liederreise von den Goldenen Zwanzigern bis zu Wirtschaftswunder“. Das eigentliche Konzert mit dem Dortmunder Ballhaustrio beginnt um 16 Uhr.
Das Konzert ist für alle Teilnehmenden kostenlos, jedoch ist eine Anmeldung erforderlich. Die Eintrittskarten für das Konzert können im Seniorenbüro telefonisch unter 02307/965-410 reserviert oder persönlich abgeholt werden.
Menschen, die an Demenz erkranken gleiten allmählich ins Vergessen, können sich nicht mehr orientieren, erkennen ihre Kinder nicht mehr. Etwas bleibt im Gedächtnis von Betroffenen jedoch noch bestehen: ihr Langzeit-Musikgedächtnis ist erstaunlich lange funktionsfähig. Dabei ist besonders die emotionale Bedeutung von Musikstücken ausschlaggebend. Musik berührt die emotionale Seite des Menschen, weckt Erinnerungen, spiegelt die Gefühle wider und beeinflusst das seelische Befinden. Dies konnte in den vergangenen Konzerten auch immer wieder bei den Konzertbesuchern/innen beobachtet werden.
Nach den erfolgreichen Konzerten in den letzten drei Jahren wird das Angebot zur kulturellen Teilhabe für Menschen mit Demenz, für Angehörige und Musikbegeisterte in Bergkamen fortgesetzt. Das vierte Konzert richtet sich dabei wieder nicht nur ausschließlich an Betroffene, sondern an alle Musikfreunde. Gemeinsam können die musikalischen Darbietungen von Demenzerkrankten, Angehörigen und Musikbegeisterten genossen werden.
Für ein entspanntes Ankommen sorgen in diesem Jahr die Mitglieder des Bergkamener Netzwerkes Demenz, die Aerobic-Frauengruppe des TUS Weddinghofens sowie Schüler/innen der TÜV NORD Bildung gGmbh. Fachseminar Altenpflege.
Insgesamt unterstützen 35 Personen das diesjährige Demenzkonzert, denn nach den Erfahrungen der letzten Jahre ist die Betreuung sowie die Rahmenbedingungen bei der Veranstaltungen ein ganz entscheidender Faktor. Von der Parkplatzeinweisung bis zur Kartenreservierung, von den Orientierungsmöglichkeiten im Studiotheater bis zur zielgruppenspezifischen Betreuung; viele kleine Details entscheiden darüber, in welcher körperlichen und seelischen Verfassung ein Mensch mit Demenz schließlich im Theatersaal Platz nimmt. Gelangen die Besucher aufgrund der niedrigschwelligen Rahmenbedingungen entspannt und mit Vorfreude ins Konzert, entfaltet die Musik ihre volle Wirkung. Die Kommunikationswege zu Menschen mit Demenz sind bei der Begrüßung, Einführung und Moderationen weniger im sprachlich-kognitiven Bereich, sondern vor allem über die sinnlich emotionalen Wege zu sehen.
Ab 15.00 Uhr wird in der Mensa der Gesamtschule daher eine auf die Teilnehmer/innen zugeschnittene Konzerteinführung gegeben. Die Kommunikation und Interaktion über emotional-sinnliche Kanäle wird dabei im Vordergrund stehen.
Beginn des Konzertes ist um 16.00 Uhr. Durch das Konzertprogramm „Liebling, mein Herz lässt Dich grüßen – eine Liederreise aus den goldenen Zwanzigern hin zum Wirtschaftswunder“ wird Anne Horstmann, Projektleiterin der Musikakademie Bergkamen führen.
Das Konzert ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Seniorenbüro, der Musikakademie und dem Bergkamener Netzwerk Demenz, gefördert aus Mitteln des Demenz- Servicezentrum Dortmund. Es werden ca. 150 bis 200 Konzertbesucher/innen erwartet.
Bergkamener Netzwerk Demenz
Am 20. September 2019 feiert das Netzwerk sein 10-jähriges Bestehen. Die Gründung erfolgte am 25.08.2009 durch das Seniorenbüro der Stadt Bergkamen und dem Demenz Servicezentrum Dortmund. Mitglieder sind u.a. ambulante Pflegedienste, alle 6 Bergkamener Pflegeheime, Beratungsstellen, Wohlfahrtsverbände, Sozialstationen, Tagesklinik, Physiotherapie-, Ergotherapieschule, Kirchengemeinden.
Kontinuierlich hat sich das Netzwerk in den letzten 10 Jahren weiterentwickelt. Mit insgesamt aktuell 29 Mitgliedern hat es sich zu einem aktiven Forum für den gemeinsamen Austausch sowie einer kontinuierlichen Zusammenarbeit entwickelt. Zielsetzung ist dabei, die Lebenssituation von demenziell Erkrankten und deren Angehörige in Bergkamen zu verbessern, die Vernetzung von bestehenden und neuen Angeboten zu fördern und eine Sensibilisierung für Menschen mit Demenz in der Öffentlichkeit zu erreichen.
Barrierefreie Haldenfahrten zur Adener Höhe
Die Stadt Bergkamen bietet in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz und der DasDies Service GmbH in den Monaten Mai bis September 2019 wieder den barrierefreien Shuttle-Service zur Adener Höhe an. Somit bekommen insbesondere Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer und ältere Menschen die Möglichkeit, vom Haldentop aus einen fantastischen Ausblick auf das Ruhrgebiet, den Kreis Unna, das Münsterland und das Sauerland zu genießen.
Treffpunkt
Treffpunkt für die Haldenfahrten ist der Besucherparkplatz an der Erich-Ollenhauer-Straße (gegenüber Binsenheide). Die DasDies Servie GmbH und das Deutsche Rote Kreuz bringen die Gäste via Pendelverkehr zu „Adener Höhe“ und zurück.
Das Ticket kostet 2,00 Euro pro Person. Das Deutsche Rote Kreuz und die DasDies Service GmbH nehmen die Fahrtgelder direkt beim Einstieg in Empfang. Auf Wunsch holt die DasDies Service GmH an den angegebenen Sonntagen Interessierte im Bergkamener Stadtgebiet gegen eine zusätzliche Gebühr von 4,00 Euro pro Person (für Hin- und Rückfahrt Erich-Ollenhauer-Straße) ab.
Die Stadt Bergkamen weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Aufenthalt auf der „Adener Höhe“ in eigener Verantwortung der Besucher liegt. Bei unbeständigem Wetter erfolgt eine kurzfristige Meldung an die Teilnehmenden. Auf der Adener Höhe sind keine sanitären Anlagen vorhanden.
2019: Voranmeldung erforderlich
Der Shuttle-Service ist für alle geeignet, richtet sich aber insbesondere an Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer und ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß unterwegs sind. Anders als in den Vorjahren ist eine Voranmeldung dringend erforderlich. Sowohl Einzelreisende als auch Gruppen melden sich daher bitte bis spätestens Montag vor der betreffenden Haldenfahrt, d. h im Mai bis spätestens Montag, 20.05.2019, bei der Stadt Bergkamen, Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Tourismus, Tel. 02307-965-229, E-Mail: tourismus@bergkamen.de an.