Liebling, mein Herz lässt dich grüßen – Salonmusik für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und Musikfreunde

Laden zum 4. Konzert für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen ein (v. l.): Beigeordnete Christine Busch, Musikschulleiter Werner Ottjes, Ulrike Ziel, Angelika Chur, Inge Freitag und Bert Schulz vom Demenz-Service-Zentrum, Dortmund.

Zum inzwischen 4. Mal laden das Bergkamener Seniorenbüro, die Musikakademie und das Netzwerk Demenz am Dienstag, 11. Juni, zu einem Konzert mit Salonmusik für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und Musikfreunde in das studio theater ein. Einlass ist ab 15 Uhr mit einer Einführung in das Programm unter dem Titel „Liebling, mein Herz lässt dich grüßen – eine Liederreise von den Goldenen Zwanzigern bis zu Wirtschaftswunder“. Das eigentliche Konzert mit dem Dortmunder Ballhaustrio beginnt um 16 Uhr.

Das Konzert ist für alle Teilnehmenden kostenlos, jedoch ist eine Anmeldung erforderlich. Die Eintrittskarten für das Konzert können im Seniorenbüro telefonisch unter 02307/965-410 reserviert oder persönlich abgeholt werden.

Menschen, die an Demenz erkranken gleiten allmählich ins Vergessen, können sich nicht mehr orientieren, erkennen ihre Kinder nicht mehr. Etwas bleibt im Gedächtnis von Betroffenen jedoch noch bestehen: ihr Langzeit-Musikgedächtnis ist erstaunlich lange funktionsfähig. Dabei ist besonders die emotionale Bedeutung von Musikstücken ausschlaggebend. Musik berührt die emotionale Seite des Menschen, weckt Erinnerungen, spiegelt die Gefühle wider und beeinflusst das seelische Befinden. Dies konnte in den vergangenen Konzerten auch immer wieder bei den Konzertbesuchern/innen beobachtet werden.

Nach den erfolgreichen Konzerten in den letzten drei Jahren wird das Angebot zur kulturellen Teilhabe für Menschen mit Demenz, für Angehörige und Musikbegeisterte in Bergkamen fortgesetzt. Das vierte Konzert richtet sich dabei wieder nicht nur ausschließlich an Betroffene, sondern an alle Musikfreunde. Gemeinsam können die musikalischen Darbietungen von Demenzerkrankten, Angehörigen und Musikbegeisterten genossen werden.
Für ein entspanntes Ankommen sorgen in diesem Jahr die Mitglieder des Bergkamener Netzwerkes Demenz, die Aerobic-Frauengruppe des TUS Weddinghofens sowie Schüler/innen der TÜV NORD Bildung gGmbh. Fachseminar Altenpflege.

Insgesamt unterstützen 35 Personen das diesjährige Demenzkonzert, denn nach den Erfahrungen der letzten Jahre ist die Betreuung sowie die Rahmenbedingungen bei der Veranstaltungen ein ganz entscheidender Faktor. Von der Parkplatzeinweisung bis zur Kartenreservierung, von den Orientierungsmöglichkeiten im Studiotheater bis zur zielgruppenspezifischen Betreuung; viele kleine Details entscheiden darüber, in welcher körperlichen und seelischen Verfassung ein Mensch mit Demenz schließlich im Theatersaal Platz nimmt. Gelangen die Besucher aufgrund der niedrigschwelligen Rahmenbedingungen entspannt und mit Vorfreude ins Konzert, entfaltet die Musik ihre volle Wirkung. Die Kommunikationswege zu Menschen mit Demenz sind bei der Begrüßung, Einführung und Moderationen weniger im sprachlich-kognitiven Bereich, sondern vor allem über die sinnlich emotionalen Wege zu sehen.

Ab 15.00 Uhr wird in der Mensa der Gesamtschule daher eine auf die Teilnehmer/innen zugeschnittene Konzerteinführung gegeben. Die Kommunikation und Interaktion über emotional-sinnliche Kanäle wird dabei im Vordergrund stehen.

Beginn des Konzertes ist um 16.00 Uhr. Durch das Konzertprogramm „Liebling, mein Herz lässt Dich grüßen – eine Liederreise aus den goldenen Zwanzigern hin zum Wirtschaftswunder“ wird Anne Horstmann, Projektleiterin der Musikakademie Bergkamen führen.

Das Konzert ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Seniorenbüro, der Musikakademie und dem Bergkamener Netzwerk Demenz, gefördert aus Mitteln des Demenz- Servicezentrum Dortmund. Es werden ca. 150 bis 200 Konzertbesucher/innen erwartet.

Bergkamener Netzwerk Demenz
Am 20. September 2019 feiert das Netzwerk sein 10-jähriges Bestehen. Die Gründung erfolgte am 25.08.2009 durch das Seniorenbüro der Stadt Bergkamen und dem Demenz Servicezentrum Dortmund. Mitglieder sind u.a. ambulante Pflegedienste, alle 6 Bergkamener Pflegeheime, Beratungsstellen, Wohlfahrtsverbände, Sozialstationen, Tagesklinik, Physiotherapie-, Ergotherapieschule, Kirchengemeinden.
Kontinuierlich hat sich das Netzwerk in den letzten 10 Jahren weiterentwickelt. Mit insgesamt aktuell 29 Mitgliedern hat es sich zu einem aktiven Forum für den gemeinsamen Austausch sowie einer kontinuierlichen Zusammenarbeit entwickelt. Zielsetzung ist dabei, die Lebenssituation von demenziell Erkrankten und deren Angehörige in Bergkamen zu verbessern, die Vernetzung von bestehenden und neuen Angeboten zu fördern und eine Sensibilisierung für Menschen mit Demenz in der Öffentlichkeit zu erreichen.




Barrierefreie Haldenfahrten zur Adener Höhe

Die Stadt Bergkamen bietet in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz und der DasDies Service GmbH in den Monaten Mai bis September 2019 wieder den barrierefreien Shuttle-Service zur Adener Höhe an. Somit bekommen insbesondere Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer und ältere Menschen die Möglichkeit, vom Haldentop aus einen fantastischen Ausblick auf das Ruhrgebiet, den Kreis Unna, das Münsterland und das Sauerland zu genießen.

Treffpunkt
Treffpunkt für die Haldenfahrten ist der Besucherparkplatz an der Erich-Ollenhauer-Straße (gegenüber Binsenheide). Die DasDies Servie GmbH und das Deutsche Rote Kreuz bringen die Gäste via Pendelverkehr zu „Adener Höhe“ und zurück.

Die Termine 2019 im Überblick
Samstag, 25.05.2019, 14:00-17:00 Uhr
Sonntag, 26.05.2019, 14:00-17:00 Uhr
Samstag, 29.06.2019, 14:00-17:00 Uhr
Sonntag, 30.06.2019, 14:00-17:00 Uhr
Samstag, 27.07.2019, 14:00-17:00 Uhr
Sonntag, 28.07.2019, 14:00-17:00 Uhr
Samstag, 24.08.2019, 14:00-17:00 Uhr
Sonntag, 25.08.2019, 14:00-17:00 Uhr
Samstag, 28.09.2019, 14:00-17:00 Uhr
Sonntag, 29.09.2019, 14:00-17:00 Uhr

Das Ticket kostet 2,00 Euro pro Person. Das Deutsche Rote Kreuz und die DasDies Service GmbH nehmen die Fahrtgelder direkt beim Einstieg in Empfang. Auf Wunsch holt die DasDies Service GmH an den angegebenen Sonntagen Interessierte im Bergkamener Stadtgebiet gegen eine zusätzliche Gebühr von 4,00 Euro pro Person (für Hin- und Rückfahrt Erich-Ollenhauer-Straße) ab.
Die Stadt Bergkamen weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Aufenthalt auf der „Adener Höhe“ in eigener Verantwortung der Besucher liegt. Bei unbeständigem Wetter erfolgt eine kurzfristige Meldung an die Teilnehmenden. Auf der Adener Höhe sind keine sanitären Anlagen vorhanden.

2019: Voranmeldung erforderlich
Der Shuttle-Service ist für alle geeignet, richtet sich aber insbesondere an Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer und ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß unterwegs sind. Anders als in den Vorjahren ist eine Voranmeldung dringend erforderlich. Sowohl Einzelreisende als auch Gruppen melden sich daher bitte bis spätestens Montag vor der betreffenden Haldenfahrt, d. h im Mai bis spätestens Montag, 20.05.2019, bei der Stadt Bergkamen, Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Tourismus, Tel. 02307-965-229, E-Mail: tourismus@bergkamen.de an.




Teilnehmer für das 13. „Fischerstechen“ beim Hafenfest gesucht

Das „feucht-fröhliche“ Fischerstechen im Rahmen des Hafenfestes im Westfälischen Sportbootzentrum Marina-Rünthe hat bereits Tradition und geht am 1. Juni 2019 schon in die 13. Runde.

Dieser Wettbewerb bietet wieder spannende Unterhaltung, aufregende Manöver und Zweikämpfe, aber auch viel Spaß für die teilnehmenden Mannschaften und alle Zuschauer. Im vergangenen Jahr gingen acht Mannschaften an den Start. Einer Erweiterung des Teilnehmerfeldes steht aber natürlich nichts im Wege.
Auch in diesem Jahr treten die Teams zuerst in einer Gruppenphase an, was für alle Beteiligten noch mehr Spannung und Spaß bringt.

Moderiert wird der Wettbewerb durch Lothar Baltrusch. Der Moderator von Antenne Unna sorgte schon in den vergangenen Jahren für beste Unterhaltung während des Fischerstechens.

Das Fischerstechen hat seinen Ursprung in einem so genannten Zunftbrauch der Fischer, der beispielsweise im süddeutschen Bamberg auf eine Tradition zurückgeht, die bis in das 15. Jahrhundert zurückreicht. Dabei handelt es sich um ein Turnier nach Ritterart, das allerdings nicht mit Pferden, sondern „standesgemäß“ mit Booten ausgetragen wird. Die Fischerstecher stehen bewaffnet mit einer stumpfen und gut gepolsterten Turnierlanze auf den Spitzen ihrer Boote, die durch Ruderer aufeinander zu gefahren werden. Wenn die Boote in gegenseitige Reichweite kommen, dann versuchen die Fischerstecher, sich mit ihren Lanzen vom Boot ins kalte Nass zu stoßen.

Alles in allem eine sehr heitere und spannende Sache – und das Wichtigste: Der Wettbewerb ist offen, d.h., dass jede Person aus dem Kreis Unna, die nicht wasserscheu ist, gut schwimmen kann und mindestens 18 Jahre alt ist, in einem Dreier-Team daran teilnehmen kann.

Jedes Team besteht aus zwei Ruderern und einem Fischerstecher. Boote, Lanzen, Schwimmwesten und sonstiges Zubehör werden kostenfrei gestellt. Interessierte Teilnehmer-Teams werden rechtzeitig vor dem Wettbewerb eingewiesen und erhalten überdies die Gelegenheit, sich am Vortag in einigen „Probeläufen“, die vom THW Kamen/Bergkamen überwacht und begleitet werden, zu üben.

Der eigentliche Wettbewerb findet dann am Samstag, 1. Juni, wie in jedem Jahr nachmittags ganz zentral im Hafenbecken an der Promenade zwischen Hafenplatz und Hafencafé statt.

Anmeldeformular und Teilnahmebedingungen sind unter www.hafenfest-bergkamen.de zu finden oder können telefonisch unter 02307/ 965-397 (Herr Rockel) bzw. per e-Mail über stadtmarketing@bergkamen.de angefordert werden.




CDU-Landesparteitag als eindringlicher Wahlaufruf CDU: vier Delegierte aus Bergkamen

Von links nach rechts: CDU-Kreisvorsitzender Marco Morten Pufke, Heinrich Böckelühr, Annika Dresen und Elke Middendorf. Foto: Pufke

Die CDU NRW hat sich am Samstag, 04. Mai 2019, in Düsseldorf zum 42. Landesparteitag versammelt. Mit von der Partie waren zwölf Christdemokratinnen und -demokraten aus dem Kreis Unna: Marco Morten Pufke, Tobias Hindemitt, Elke Middendorf und Stephan Wehmeier (Stadtverband Bergkamen), Wolfgang Harwardt und Sibylle Weber (Stadtverband Fröndenberg/Ruhr), Isabel Drescher, Frank Markowski und Pascal Schoppol (Gemeindeverband Holzwickede), Heinrich Böckelühr (Stadtverband Schwerte), Wolfgang Barrenbrügge (Stadtverband Unna), Annika Dresen (Stadtverband Werne)

Die Rede des gemeinsamen Spitzenkandidaten von CDU und CSU, Manfred Weber, machte den Parteitag in der Landeshauptstadt zu einem eindringlichen Aufruf zur Beteiligung an der bevorstehenden Europawahl.

Die Tatsache, dass die EU ein Garant für Frieden und Freiheit sei, werde von Populisten und Spaltern bewusst ignoriert. Diesen Kräften müsse gerade die CDU als Europapartei der ersten Stunde kategorisch entgegentreten. „Wenn andere Mauern bauen, will ich noch mehr Brücken bauen“, wandte sich Manfred Weber gegen das zunehmende nationalistische Denken. Die Freiheit, innerhalb der EU zu leben, zu lernen und zu arbeiten, wo man möchte, sei heutzutage ein hohes Gut. Das dürfe nicht zugunsten vermeintlich individueller Interessen aufs Spiel gesetzt werden. Nach dem Wunsch von CDU/CSU soll Weber der Präsident der Europäischen Kommission werden.

Armin Laschet, CDU-Landesvorsitzender und Ministerpräsident von NRW beleuchtete das aktuelle Thema CO2-Steuer: „Einfach nur Nein sagen reicht nicht. Simple Besteuerung ist auch nicht die Antwort. Wir brauchen eine kluge Lösung durch eine marktwirtschaftliche CO2-Bepreisung. Dazu müssen wir eine sachliche Diskussion in der CDU und in der Bundesregierung führen, damit wir zu nachhaltigen Lösungen kommen.“

Aus dem Kreisverband Unna wurde in Düsseldorf Ina Scharrenbach, Landesministerin aus Kamen, mit dem drittbesten Ergebnis von weit über einhundert Bewerbern als Delegierte zum Bundesparteitag und zum Bundesausschuss gewählt. Heinrich Böckelühr aus Schwerte wurde mit einem ebenfalls sehr guten Ergebnis Ersatzdelegierter für die beiden Gremien.




Großes Interesse am neuen Bergkamener Projekt „Zwischen Arbeit und Ruhestand“

 

Erstes Treffen der Bergkamener ZWAR-Basisgruppe (v. l.): Barbara Thierhoff, Juditha Siebert und Werner Matiak.

Besser hätte der Neustart des Bergkamener ZWAR-Netzwerks (Zwischen Arbeit und Ruhestand) am Montagabend nicht verlaufen können. 4700 Bewohner der Stadtteile Bergkamen-Mitte und Weddinghofen im Alter von 55 bis 65 Jahren wurden im Vorfeld zu diesem Treffen per Brief eingeladen. Gekommen waren die vorher prognostizierten 3 Prozent. Der Saal im Treffpunkt an der Lessingstraße war proppenvoll.

Los ging es nach eine kurzen Begrüßung mit ein paar Lockerungsübungen. Barbara Thierhoff von der Dortmunder ZWAR-Zentrale bat alle aufzustehen, wer noch arbeitet oder in Bergkamen geboren wurde. Dabei zeigte sich, dass etwa die Hälfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch mitten im Arbeitsleben stehen. Diejenigen, die nicht hinzugezogen sind, sind eine kleine Minderheit.

Barbara Thierhoff wollten dann auch von den Pensionären wissen, was sich mit dem Übertritt in den Ruhestand geändert hat. Natürlich verfügen die Rentnerinnen und Rentner jetzt über mehr Zeit, die sie sich nach ihren Vorstellungen einteilen können. „Ich kann jetzt mir im Fernsehen das Morgenmagazin ansehen“, erklärte eine Besucherin verschmitzt ihrer Nachbarin.

Bis auf den letzten Platz war der große Saal des Treffpunkts gefüllt, als sich am Montagabend dort die neue Bergkamener ZWAR-Basisgruppe zum ersten Mal traf.

Nach dieser Einführungsphase ging es in drei Gruppen weiter. Dabei wurde deutlich, dass das Bedürfnis groß ist, außerhalb von eingefahrenen Vereinsgemeinschaften gemeinsam mit anderen etwas zu unternehmen. Die Bandbreite der Möglichkeiten, die in den kleineren Gruppen gesammelt wurden, ist riesig. Sie reicht vom gemeinsamen Singen über Wanderungen und Ausflügen bis hin zur künstlerischen Gestaltung von Beton.
Was konkret daraus wird, wird sich bei den nächsten Treffen zeigen. Die einzelnen Interessengruppen sollen sich selbst organisieren. Einzelne „Sondierungsgespräche“ gab es bereits während der Auftaktveranstaltung. Ein Ziel vom ZWAR ist neben der gemeinsamen Freizeitgestaltung, dass man miteinander in Kontakt kommt und spricht.

Ein Weddinghofener ist bereits seit eineinhalb Jahren voll bei ZWAR eingebunden. Werner Matiak war bis zu seinem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Arbeitsleben als freigestellter Betriebsrat auf der Westfalenhütte in Dortmund tätig. Nachdem auch er dort gehen musste, engagiert er sich im Vorstand von ZWAR.

Die große sogenannte Bergkamener ZWAR-Basisgruppe trifft sich 14-tägig montags um 19 Uhr im Treffpunkt. Das nächste Mal also am also am 20. Mai, 3. Juni usw. Betreut wird das Bergkamener ZWAR-Projekt von Juditha Siebert. Sie leitet auch das Integrationsbüro der Stadt Bergkamen und ist für Fragen und Anregungen telefonisch unter 02307/965-272 oder per Mail unter j.siebert@bergkamen.de erreichbar.




Aufruf zu Beteiligung und Menschlichkeit: Diakonie startet Videoprojekt zur Europawahl

Viele Gesichter, eine Botschaft: Mit einem Videoprojekt zur Europawahl macht die Diakonie Ruhr-Hellweg Mut zur Beteiligung und wirbt für Menschlichkeit. Foto: drh/Kathrin Risken

Mit einem Videoprojekt zur anstehenden Europawahl ruft die Diakonie Ruhr-Hellweg dazu auf, wählen zu gehen und zeigt Flagge für Menschlichkeit. Die kurzen Clips, in denen sich Menschen aus Kirche, Öffentlichkeit, Kultur und dem „ganz normalen Leben“ äußern, sind ab jetzt auf der Internetseite des Wohlfahrtsverbandes zu sehen. Die Bereitschaft, mitzumachen, war groß, und entstanden sind Clips, die nachdenklich machen.

In den kleinen Sequenzen erzählen die Mitwirkenden aus den Kirchenkreisen Soest-Arnsberg, Hamm und Unna, warum sie gerne in Europa leben. „Wir wollen für ein friedliches, solidarisches, offenes, vielfältiges und menschliches Europa werben“, sagt Diakonie-Vorstand Christian Korte, der selbst vor die Kamera getreten ist. „Deshalb ermutigen wir, zur Wahl zu gehen. Wir ermutigen zu Beteiligung. Denn Europa geht auch uns vor Ort etwas an.“
Mit dabei auch der der Superintendent des Kirchenkreises Soest-Arnsberg Dieter Tometten, die Soester Sängerin Cornelia Fisch, Dr. Tilmann Walther-Sollich, stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Hamm, Diakoniepfarrerin Anja Josefowitz aus dem Kirchenkreis Unna, Menschen mit Fluchthintergrund und Mitarbeitende der Diakonie Ruhr-Hellweg.
Die Clips stimmen nachdenklich, denn vieles ist für uns hier in Deutschland und anderen Ländern Europas selbstverständlich, wie etwa das Frauenwahlrecht oder die Pressefreiheit. Rechte und Werte, für die es sich einzustehen lohnt.

„Dass auch wir zur Europawahl ermutigen, geht aus unserer unmittelbaren Arbeit mit Menschen in Not hervor, mit geflüchteten Menschen, behinderten, armen, kranken und alten Menschen und auch den Kindern und Jugendlichen, denen, Gott sei Dank, ein grenzenloses Europa offensteht“, erzählt Korte.

Die Idee zum Projekt ist im Team der Flüchtlingsberatung der Diakonie entstanden. Hier hören die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich vom Leid der Menschen, die als Flüchtlinge nach Europa kommen. Das Recht, zur Wahl zu gehen, zu nutzen und sich damit für ein friedliches und vielfältiges Europa einzusetzen, ist den Beraterinnen und Beratern ein großes Anliegen.

Die Videos sind unter www.diakonie-ruhr-hellweg.de und auf Youtube zu sehen und nach und nach im Facebook-Auftritt des Wohlfahrtsverbandes.




Raubüberfall auf Filiale der Bäckerei Braune in Kamen: Täter hält Verkäuferin ein Messer an den Hals

Am Montagmorgen öffnete eine 29 jährige Angestellte gegen 6 Uhr eine Bäckereifiliale an der Lessingstraße in Kamen. Kurz darauf betrat ein mit einem Schal vermummter unbekannter Mann das Geschäft und ging auf die Angestellte zu. Er forderte mit einem Messer in der Hand die Geschädigte auf, die Kasse zu öffnen. Gleichzeitig trat er hinter die Frau und legte ihr das Messer an den Hals.

Die Angestellte öffnete die Kasse und der Täter griff nach den Geldscheinen. Anschließend flüchtete er zu Fuß über den Eilater Weg in Richtung Lünener Straße. Die 29 jährige blieb äußerlich unverletzt.

Der Täter wird wie folgt beschrieben: etwa 25 bis 30 Jahre alt, ungefähr 175 bis 180 cm groß und von muskulöser Statur. Er war mit einer grauen Jacke, dunkler Jeanshose, grauem Cappy und einem grau-blauen Schal mit rosafarbenen Streifen bekleidet. Er sprach akzentfreies Deutsch und bedrohte die Angestellte mit einem schwarzen Messer.

Kurz vor der Tat soll sich noch ein weiterer Kunde in der Filiale aufgehalten haben. Dieser Mann oder weitere Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur räuberischen Erpressung machen können, setzen sich bitte mit der Polizei in Kamen unter der Rufnummer 0207 921 3220 oder 921 0 in Verbindung.




Vortrag in der Ökologiestation: Der Boden – Grundlage für gutes Pflanzenwachstum

Am Donnerstag, 16. Mai, behandelt Eckehardt Schröder in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil die Grundfragen des erfolgreichen Gärtnerns: Was ist Boden überhaupt, welche Bodenarten gibt es und welche Eigenschaften weisen sie auf, welche Nährstoffe und Spurenelemente sind wichtig? Er spricht den Humus als Nährstoffspeicher und Nahrungsgrundlage an, die Aufgaben der Mikroorganismen und die wichtigsten Bestandteile: Wasser und Luft.

Sodann geht es um den „normalen“ Gartenboden und einfache und effektive Verbesserungsmöglichkeiten, etwa durch das perfekte Energiepaket Kompost und die regelmäßige Nährstoffversorgung mit organischem Material.

Der zweistündige Vortrag beginnt um 19.00 Uhr und kostet 5,- €. Eine Anmeldung ist bis zum 9. Mai unter 0 23 89 – 98 09 11 (auch Anrufbeantworter) beim Umweltzentrum Westfalen möglich.




13. BlumenBörse steckte mit guter Laune und Tanzlust an

Musik, Stände, Blumen und buntes Treiben: Die 13. BlumenBörse lockte viele Besucher auf den Nordberg.

Egal ob türkisch, deutsch, französisch, polnisch oder russisch: Am Ende lagen sich alle in den Armen und sie tanzten zusammen fröhlich über den Platz. Was sich bei der 13. Bergkamener Blumenbörse abspielte, war schlichtweg ansteckend. Die gute Laune bei wechselhaftem Wetter, die Lust am Bummeln und Stöbern – und die Freude am Frühling.

Frisch geschlüpfte Küken faszinierten vor allem die jungen Besucher.

Kein Wunder, schlüpften da doch Hühner-Küken live vor aller Augen, krähten protzende Hähne, riefen sich der Auktionator die Lunge aus dem Hals und spielten sich die Combos die Seele aus dem Leib. Überall gab es auf dem Nordberg etwas zu entdecken, auch wenn die namensgebenden Blumen nur eine Nebenrolle spielten. Die Organisatoren von der Stadt waren zufrieden: „Es ist richtig was los heute, die Stimmung ist toll – 5.000 bis 6.000 Leute werden heute bestimmt den Weg hierin finden“, gibt es für Karsten Quabeck keinen Grund zur Klage.

Kreativ: „Kupfersalz“ aus der Partnerstadt Hettstedt.

36 Stände waren in der Fußgängerzone aufgebaut. Zwischen Spargel und Pommes Frites, Gartenverzierungen und Tomatenpflanzen warteten Pflanzaktionen auf fleißige Kinder, wollten Glücksräder gedreht und Samentüten geöffnet werden. Das Europafest war fast eine Veranstaltung für sich mit Wein und Käse aus der französischen Partnerstadt Gennevilliers, „Kupfersalz“ aus Hettstedt mit seiner Bergbauvergangenheit, kreativen Bienenwachs-Schöpfungen aus der polnischen Partnerstadt Wieliczka und vielen Informationen angesichts der bevorstehenden Europawahl zur Europäischen Union. Besondern ansteckend war jedoch der „Verein der schönen Künste“, dessen Sängerinnen von der Bühne tanzten und mit den Zuschauern über den Platz wirbelten.

Die eigene Meinung war gefragt

Mitgestalten beim Integrierten Handlungskonzept für die Stadtmitte.

Zum Mitmachen inspirierte auch der eigene Stand für das integrierte Handlungskonzept für die Stadtmitte. Mitreden konnte hier jeder, der angesichts der anstehenden Umgestaltungen im Stadtgebiet vor dem Hintergrund des Strukturwandels mitgestalten wollte. Es waren Bewertungspunkte für die Qualität von Veranstaltungen, Einkaufsmöglichkeiten, Mobilität, soziales Miteinander und andere Kriterien gefragt. Auch Karten mit Anregungen waren willkommen. Mancher wünschte sich mehr Kita-Plätze für U3-Jährige, andere vermissen Cafés und Restaurants in der Stadtmitte, wollen eine andere Händlerstruktur, mehr Kinderfreundlichkeit und besseres soziales Miteinander. Der Leerstand an den Turmarkaden nervt viele, ebenso die Geruchsbelästigung durch Bayer.

Versteigerung von Fundsachen: Sogar für Turnschuhe fiel hier der Auktionshammer.

Richtig voll wurde es zur Versteigerung von Fundsachen. Kein Wunder, warteten doch allerhand Fahrräder und Handys, sogar Gartengeräte und Bohrmaschinen auf neue Besitzer. Ob die Jeans und Turnschuhe einen Käufer gefunden haben, sei dahingestellt. Viele Blumen wandern jetzt jedenfalls in Bergkamener Gärten – mehr oder weniger trocken, denn der Himmel ließ sich nur zu spontanen Platzregen hinreißen. Und wer hier nicht fündig wurde, der konnte noch in den Geschäften vorbeischauen, denn die hatten beim parallelen verkaufsoffenen Sonntag ebenfalls geöffnet.

 




Seifenkisten sausen beim 35. Oberadener Derby meist trocken ins Ziel

Mit kräftigem Rampenschwung ging es schnurstracks bergab auf den Seifenkistenparcours.

Bis vor kurzem lagen auf dem Schleifkorb noch Verletzte untertage. Jetzt liegt Frank Meyer quietschfidel darin und rast mit gut 40 „Sachen“ auf vier Rädern bis zu fünf Prozent Gefälle hinab – übertage. Vorn auf der „Motorhaube“ erinnern Hammer und Schlegel daran, dass hier ein Stück Bergbaugeschichte ins Ziel fährt. Beim 35. Seifenkisten-Derby in Oberaden war das eine echte Premiere – mit Symbolwert.

Ein echtes Unikat mit Premiere: Die „Bergbau“-Seifenkisten von Frank Meyer

Der Bergbau ist zwar längst aus Bergkamen verschwunden, die Kultur prägt er aber immer noch. Im vergangenen Jahr hat auch die letzte Zeche in der Region dicht gemacht. Zuvor war Ibbenbüren im Dezember an der Reihe. Dort arbeitete Frank Meyer einst zwölf Jahre lang, bevor er zur Feuerwehr ging. Für ihn ist es in dem Jahr, in dem der Steinkohlenbergbau endgültig aus NRW und Deutschland verschwindet, mehr als eine Herzensangelegenheit, daran auch übertage zu erinnern. Er organisierte mit Freunden zusammen den Schleppkorb, beschaffte alle erforderlichen Teile und schraubte „5 Bierkisten lang“ daraus eine Seifenkiste der besonderen Art zusammen. Die Ehefrau schenkte Hammer und Schlegel. Den Grubenwehranzug samt Helm gab es noch aus alten Berufstagen.

Die 40 km/h können auf den gut 340 Metern binnen knapp 30 Sekunden geknackt werden.

Wie das einmalige Gefährt unterwegs ist, „werde ich gleich herausfinden“, sagt Frank Meyer. Richtig ausprobiert hat er es bislang nur auf leichtem Gefälle. Im vergangenen Jahr fuhr er sein erstes Rennen überhaupt. „Damals habe ich mit einer Fun-Kiste gleich den 1. Platz belegt – und Blut geleckt“, sagt er lachend. Für ihn war es wichtig, dass die Kiste zum ersten Mal in Bergkamen an den Start geht – der einstmals größten Bergbaustadt.

Johanna Paradowska in ihrer 70 Jahre alten Opel-Seifenkiste.

Johanna Paradowska nimmt schon seit vier Jahren in ihrer Seifenkiste Platz. Auch die ist etwas ganz Besonderes. Sie ist nicht nur ein Zufallsfund vom Dachboden. Mehr als 70 Jahre hat sie auf dem Buckel und gehörte einst dem Großvater. Der wiederum hatte eine Opelvertretung, die Seifenkistenrennen mit original Opel-Gefährten unterstützte. Zusammen mit dem Ehemann renovierte sie die alte Seifenkiste ein halbes Jahr lang. Der Rost wurde beseitigt, die Bremsen erneuert. Am Ende waren sie sogar der einstigen Originalfarbe auf der Spur. Der Helm hat natürlich exakt das gleiche Rot wie der Opel-Werbezug auf den Reifen. Eine Passion, die ebenfalls rein zufällig angefangen hat. „Ich habe zufällig einen Film gesehen, bei dem ein Adoptivkind zusammen mit seinem Vater eine Seifenkiste baute – da wollte ich auch schauen, wie das ist.“ Zuerst saß nur der Sohn in der Seifenkiste. Dann nahm sie selbst Platz. „Es macht einfach nur Spaß“, sagt sie.

Startfieber per Knopf- und Pedaldruck

Konzentration beim Start.

Beim 35. Seifenkistenderby ging es für die meisten der 52 Starter auf der rund 340 Meter langen Strecke nicht nur um den Spaß, sondern auch um Punkte für die Deutsche und für die Europameisterschaft. Zum Saisonstart gingen die Mitstreiter in den Klassen Junior, Senior, XL und in der offenen Klasse in vier Läufen an den Start. Zum Glück ohne größere wettertechnische Zwischenfälle, denn außer gelegentlichem Platzregen kamen die Regenhauben für die Seifenkisten nur selten zum Einsatz. Zur großen Erleichterung von Michael Sulitze, der als Organisator von den Bergkamener Seifenkistenfreunden mehr als eine Sorgenfalte auf der Stirn hatte, wenn er zum oftmals kohlrabenschwarzen Himmel hinaufblickte.

Auf der Startrampe warten die Teilnehmer auf ihren Start. Auch die Rampe ist übrigens ein Unikat.

Einmalig ist übrigens auch die Startrampe. Von der gibt es nur eine in ganz Deutschland – mit der richtigen Höhe für die richtige Startgeschwindigkeit. Per Knopfdruck werden die Seifenkisten hinaufbefördert, mit einem Pedal löst sich die Startklappe und die Kisten sausen los. Das Fahrgestell stammt aus Holland und wurde von einem Bauingenieur aus Viersen mit dem komplizierten Aufbau in eine Startrampe verwandelt. Die gehört jetzt den Profis aus Oelde-Stromberg und rollt jedes Jahr in Oberaden an.

 

 

 

 




Mit Spargelmarmelade und Upcycling in den Frühling

Die rosa Maiglöckchen schwammen gerade noch im Sonnenlicht und verschwanden Sekunden später unter Hagelkörnern. Auch die Kürbisse, Tomaten und Sukkulenten waren bei der Messe Natur und Garten vom launischen Wetter ebenso überrascht wie ihre Besitzer. Überraschend war auch einmal mehr, was sich beim genauen Hinschauen auf den Tischen der 40 Stände präsentierte.

Sonne und Schatten bei der Messe Natur und Garten auf der Ökologiestation.

Bunte Eindrücke von der Pflanzenbörse.

Denn wer den Wetterprognosen nicht glaubte und bei überwiegend blauem Himmel die kurzen Wetterkapriolen in Kauf nahm, der wurde reichlich belohnt. Mancher trug echte Raritäten von der Spargelmarmelade über Löwenzahnaufstrich, Fichtenlikör und Wildkräuterpesto bis zum Mispelgelee mit sich fort. Nicht selten gestapelt in Körben, die aus alten Schallplatten geformt waren, oder verborgen in Wandhalterungen für Frischkräuter aus alten Blechdosen. Auch das gab es auf der Messe: Viel kreative Inspiration.

Tolle Ideen hat die Upcycling-AG der Geschwister-Scholl-Gesamtschule.

Auf die hat sich die Upcycling-AG der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Dortmund seit einem Jahr spezialisiert. Warum eigentlich wegwerfen, dachte sich Lehrer Manuel Schneider und steckte damit ein gutes Dutzend Schülerinnen und Schüler an. Die sammelten aus dem eigenen oder befreundeten Haushalten, was sonst im Abfall gelandet werde. Alte Fahrradschläuche verwandelten sich im Werkraum in Körbe. Aus der längst ausgedienten Schlagerparade aus Vinyl wurde im Backofen eine stilsichere Chips-Schüssel. Alte Büchsen sich eignen kreativ verziert brillant als Stifthalter oder Kräutergarten. Parallel sollen die Ideen auch als Schülerfirma Gewinn einbringen. Auf der Bergkamener Natur- und Gartenmesse konnte jeder zahlen, was er wollte. „Wir müssen auch erst einmal Erfahrungen sammeln, wieviel unsere Ideen den Leuten wert sind“, schildert der Lehrer. Die Besucher waren von der Premiere begeistert, die übrigens eine weitere Lehrerin angestoßen hatte, die auf der Messe sonst ihre eigenen Pflanzen anbietet.

Von Gartenträumen und Bambusianern

Lecker und mal was ganz anderes: Spargelmarmelade von Brigitte Sprenger.

Vor dem Stand von Brigitte Sprenger stutzten die Flaneure zunächst. „Was ist das denn?“, fragte mancher laut und wiegte die Gläser mit der Spargelmarmelade nachdenklich in den Händen. „Ich fand das auch erst befremdlich“, sagt Brigitte Sprenger, „aber sie schmeckt ganz prima mit Schinken- oder Käse“. „Das kann ich nur bestätigen“, kommentiert eine Besucherin, die gerade ein Probierstück im Mund verschwinden ließ. „Richtig lecker!“ Einfach ausprobieren war hier das Motto. Das macht Brigitte Sprenger ständig, seit Jahrzehnten. Ihr großer Garten in Unna-Stockum bietet reichlich Möglichkeiten dazu, denn dort wächst fast alles, was sich in Marmelade, Kompott, Gelee oder Eingelegtes verwandeln lässt. Was fehlt, sammelt sie oder bekommt es geschenkt – wie Waldbeeren, Schlee oder Kräuter. „Früher musste man der Mutter immer beim Einmachen helfen und fand es langweilig – heute ist es großartig“, sagt sie und betrachtet die lange Reiche von Produkten auf ihrem Tisch.

Werner Burczyk und seine rosa Maiglöckchen.

Wo er die rosa Maiglöcken vor vielen Jahrzehnten aufgetrieben hat, weiß er nicht mehr. Es war in einem Katalog. Inzwischen vermehren sie sich im Garten von Werner Burczyk. Jedenfalls dort, wo noch Platz für etwas anderes ist. Denn eigentlich ist die Fläche im Dortmunder Süden ganz und gar mit Bambus zugewachsen – bis zu acht Meter hoch. 60 verschiedene Sorten lässt er hier gedeihen. Wie diese Passion angefangen hat, weiß er noch genau. „Ich bekam 1988 ein Buch über Gräser geschenkt – da war auch ein schwarzer Bambus erwähnt, den ich unbedingt finden wollte.“ Damit war es um ihn geschehen. Er trat in die Deutsche Bambusgesellschaft ein, eignete sich alles über Bambus an, was es zu wissen gibt. Längst ist er ein waschechter „Bambusianer“, der auf der Ökologiestation regelmäßig Fachvorträge hält.

Etwas verwirrt vorm Wetter waren auch die Bienen, die sich die Besucher bei einer Führung über den Bienenstand bei ihrem regen Treiben anschauen konnten. Blühende Schönheiten aus Tibet, frisch gegrilltes Fleisch von Neuland, seltene Gemüsesorten für den Garten, Informationen und Beratung samt frischem Reibekuchen vom DRK oder Kuchen von den Landfrauen: Es fehlte wie immer nichts auf der Messe. Dabei hatten einige Aussteller kurzfristig abgesagt – wegen des Wetters.