2. Berufs- und Studienmesse „Perspektiven hautnah“ der Willy-Brandt-Gesamtschule

Am Freitag, 29. März, findet die zweite große Berufs- und Studienmesse „Perspektiven hautnah“ der Willy-Brandt-Gesamtschule statt.

Im Rahmen des alljährlichen Programmes der Studien- und Berufsorientierung haben Schülerinnen und Schüler der „AG Perspektiven hautnah“ der WBGE eine Berufsmesse selbstständig organisiert, die die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Berufs- und Studienwahl sowie der Praktikumssuche unterstützen soll. Es wird ein breites Spektrum angeboten. Über 40 Aussteller aus verschiedenen Berufsfeldern und mehreren Universitäten geben den Schülerinnen und Schülern Informationen über Studium, Ausbildung und Berufschancen direkt aus erster Hand. Eine Vortragsreihe im Studiotheater ergänzt die Messe.




Geldunterschlagung am EC-Automaten – Täterin hat sich bei der Polizei gestellt

Die Polizei hatte sich am Donnerstag mit einer Bildveröffentlichung an die Öffentlichkeit gewandt. Dabei ging es um eine Unterschlagung vom 29. November 2018, als ein 39-jähriger Unnaer um 16.20 Uhr Geld am Automaten bei der Sparkassenfiliale in Kamen-Heeren abholen wollte. Er vergaß die Scheine aus dem Ausgabeschacht zu entnehmen. Das tat eine hinter ihm stehende Frau und entfernte sich damit.

Bei der Polizei gingen viele Hinweise aus der Bevölkerung ein und am heutigen Montag erschien die Frau bei der Polizei in Kamen und räumte das Tatgeschehen ein.

Wir haben den Beitrag mit Foto, der am Donnerstag veröffentlicht wurde, gelöscht.




Ab sofort geänderte Umleitung der Buslinien R11 und N11 in Oberaden

Im Rahmen der Sperrung der Bruktererstraße und Am Römerberg wurde mit dem 2. Bauabschnitt begonnen. Aus diesem Grund ändert sich ab sofort die Umleitung der Buslinien R11, N11 und 127 der VKU. Die neue Umleitung bleibt bis voraussichtlich Montag, 1. April, bestehen.

Die Haltestellen „Sugambrerstr.“, „Preinschule“ (in der Brutererstr.), „Cheruskerstr.“ und „Nielinger“ entfallen in diesem Zeitraum.

Als Ersatzhaltestellen dienen ab sofort „Bruktererstr.“, „Rotherbachstr.“ und „Am Römerberg“.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten ServiceZentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 0 180 6 / 50 40 30 (perso-nenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung:
Festnetz 20 ct / mobil max. 60 ct) oder im Internet www.fahrtwind-online.de oder über die fahrtwind App (kostenloser Download im Google Play Store oder im App Store).




„Bergkamen Metalized Volume 5“ im Yellowstone

Iron Law. Foto: Dominik Falkenau

Am Freitag, 5. April, geht die Konzertreihe Bergkamen Metalized im JZ Yellowstone in die fünfte Runde. Präsentiert von Metal City Festival gibt es vier Bands aus dem Ruhrgebiet und darüber hinaus.

Witchtower aus Kleve wurde im Herbst 1998 gegründet und hat seitdem fünf Schallplatten vorgelegt. Geboten wird eine Death/Thrash Mischung, die einen perfekten Bogen zwischen Tradition und Moderne spannt, wobei der Old School-Faktor besonders im Vordergrund steht.

Goat of Mendes gründeten sich 1994. Unbeeinflusst von aktuellen Trends ist die Gruppe immer ihrem einzigartigen Stil, Heavy Metal zu leben, treu geblieben. Aktuell wird noch mehr Wert auf druckvolle und melodische Gitarrendoppel, kräftige Drums, beeindruckende Soli und variable Vocals gelegt.

Cryptic Lane ist eine Hardrock und Metal Band aus Castrop–Rauxel. Die Band kam im Sommer 2009 zusammen und spielt moderne rockende Songs. Cryptic Lane waren Ruhrgebietsfinalist bei dem Emergenza Festival.

Iron Law ist eine aus dem Kreis Soest stammende Band, die von Hard Rock und melodischem Metall geprägt ist. Gegründet wurde Iron Law Anfang 2013. Seit dem gab es diverse Line-Up-Veränderungen, wobei die Band konstant aktiv blieb.Musikalisch geprägt vom traditionellen Heavy Metal, gepaart mit groovigen Hardrockelementen und einer Prise klassischen Rocks präsentieren Iron Law ihrem Publikum einen abwechslungsreichen Rundumschlag an Eigenkompositionen. Neben der bereits erschienen EP „Beyond Silver Lining“ ist für 2020 ein Konzeptalbum geplant.

Der Einlass ist um 19.00 Uhr. Die Show beginnt um 20.00 Uhr. Der Eintritt beträgt 5.- €.




10. Klassen der Realschule Oberaden besuchen den Düsseldorfer Landtag

Die Klasse 10a der Realschule Oberaden vor dem Düsseldorfer Landtag.

Die Klassen 10a und 10b der Realschule Oberaden besuchten jetzt im Rahmen des Politikunterrichts den Landtag in Düsseldorf.

Nach dem Sicherheitscheck wurden die Gruppen von einer Mitarbeiterin des Landtages über die Arbeit der Landtagsabgeordneten, den Aufbau des Plenarsaales und den Sitzplätzen der Fraktionen bzw. Parteien und vieles andere mehr informiert.

Beide Klassen haben an einer Plenarsitzung des Landtages teilgenommen. Die Klasse 10a nahm an der Diskussion zum Thema ,,Straßen in NRW“ und leider nur kurz bei dem spannenderen Thema „Lehrkräftemangel“ teil. Mehr Glück hatten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 c, da bei ihrem Besuch der Plenarsitzung die Tagesordnungspunkte „Europawahl“ und „Upload-Filter“ heftig diskutiert wurden. Nach einer Feedbackrunde fand die Mehrheit der Klasse, dass sich die Exkursion zum Landtag gelohnt hat. Die Schülerinnen und Schüler erhielten einen ersten Eindruck vom Landtag und einen praxisnahen Einblick in die sonst theoretischen Inhalte des Faches Politik/Sozialwissenschaften.

Am 4. Mai wird an der RSO zudem eine Podiumsdiskussion mit Rüdiger Weiß, Landtagsabgeordneter der SPD und wohnhaft in Oberaden, stattfinden. In der 5. und 6. Stunde stellt sich Herr Weiß den Fragen der Schülerinnen und Schüler zu den Themen „Europa“ und „Schule und Bildung“.

Die Klasse 10c der Realschule Oberaden im Düsseldorfer landtag.




Jahre für die Zukunft: Freiwilliges Ökologisches Jahr im Umweltzentrum Westfalen

Helene, Jona und Matthis absolvieren zurzeit beim Umweltzentrum Westfalen ihr FÖJ.

Die von der Schwedin Greta Thunberg initierten „Fridays for Future“ sind in aller Munde. Weniger spektakulär, aber deshalb nicht weniger zukunftsweisend für junge Menschen sind die „Freiwilligen Ökologischen Jahre“, welche engagierte junge Menschen unter anderem auch beim Umweltzentrum in der Ökologiestation erfahren.

Zur Zeit erleben Helene, Jona und Matthis ihre lehr- und erfahrungsreiche Orientierungsphase beim Umweltzentrum Westfalen, in der sie sich wertvolle Erkenntnisse über ihre künftigen Lebenspläne und -ziele erhoffen und erfahrungsgemäß auch erhalten. „Es ist toll zu sehen, wie sich die frischen Schulabgänger entwickeln, an ihren Aufgaben wachsen und sich selbst kennenlernen – ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen“, so Ralf Sänger, Geschäftsführer der Einrichtung. Er macht keinen Hehl daraus, dass er dieses vom Landschaftsverband Westfalen Lippe angebotene Jahr für eine ganz hervorragende Möglichkeit und Chance für junge Menschen hält.

Matthis, einer der aktuellen FÖJler sagt hierzu: „Seit dem 01. August letzten Jahres arbeiten wir schon hier in der Ökologiestation in Bergkamen, aber diese spannende und aufregende Zeit geht leider im Juli vorüber“, und für Helene haben die unmittelbaren Erfahrungen bereits dazu geführt, dass sie sich für eine Ausbildung als Erzieherin entschieden und einen Ausbildungsplatz ergattert hat. Die umweltpädagogischen Angebote in der Ökologiestation haben ihren Teil dazu beigetragen.

Im Moment bauen die Drei eine Hütte, ihren künftigen Aufenthaltsraum, allerdings auch mit dem Gedanken an ihre Nachfolger. Diese werden übrigens noch gesucht. Freundliche junge Menschen sollten sich beim Umweltzentrum melden, um in einem Informationsgespräch abzuklopfen, ob sich für sie vielleicht die gleiche Möglichkeit bietet.

„Die tägliche Arbeit an der frischen Luft, das Handeln im Sinne der Natur, der Einblick in die Arbeitswelt, die Zusammenarbeit unter Kollegen, die abwechslungsreichen Aufgaben und das stetige learning by doing, waren genau das Richtige für uns. Vor allem nach dieser langen Zeit, die wir müde dösend in Klassenzimmern verbracht hatten.“ – da sind sich Helene, Jona und Matthis einig!

Interessenten sollten sich ab sofort beim Umweltzentrum Westfalen (02389 98090; mail: umweltzentrum_westfalen@t-online.de ) melden.




BergAUF wählt einen neuen Vorstand und will die Jugend gewinnen

Wahlen bei BergAUF: Als Kassenprüfer (ganz links und hinten rechts): Mahsuni Uyar und Marco Schewior;
für den Vorstand (v. links): Heike Reinhardt, Hanni Engelhardt, Fatma Uyar, Richard Bauer, Claudia Thylmann, Eva Richter, Werner Engelhardt. Als Kassiererin und stellvertretender Kassierer wurden Eva Richter und Richard Bauer im Amt bestätigt.

Diskussionsfreudige Jahresmitgliederversammlung von BergAUF beschließt eine offensive der Mitgliedergewinnung, vor allem unter der Jugend. Das überparteiliche Personenwahlbündnis BergAUF – AUF steht für: alternativ, unabhängig, fortschrittlich – zeigte auf der diesjährigen Jahresmitgliederversammlung am vergangenen Samstag im Albert-Schweitzer-Haus große Geschlossenheit. Der Rechenschaftsbericht des Vorstands wurde ohne Enthaltungen einstimmig angenommen, ebenso der Kassenbericht und der Bericht der Kassenprüfer. Bei den Wahlen gab es große Kontinuität, wobei jedoch der Frauenanteil im Vorstand gestärkt werden konnte, er liegt nun bei über 70%.

Der Schwerpunkt der Diskussion lag auf der Mitgliedergewinnung. Die neu in den Vorstand gewählte Heike Reinhardt betonte: „Obwohl sich BergAUF stark für die Interessen der Jugend stark macht, zum Beispiel seit Jahren ein selbstverwaltetes Jugendhaus fordert, kommt das bei den jungen Menschen noch zu wenig an, wird BergAUF oft mit „den Politikern“ in einen Topf geworfen.“

„Deshalb will BergAUF sein antifaschistisches Profil, seine komplett ehrenamtliche Arbeit und seine außerparlamentarische Arbeit stärker unter der Jugend bekannt machen: etwa den Kampf gegen den Bau der klimafeindlichen L 821 n; für den Bau von wirksamen Anlagen zur Reinigung des Grubenwassers vom Ultragift PCB, ehe es vom RAG-Konzern in die Flüsse eingeleitet wird; oder auch die Unterstützung der Bewegung der Jugend „fridays for future“ auch in Bergkamen“, heißt es in einer Erklärung von BergAUF.

„Die finanziellen Mittel für diese Aufgaben“,so die Kassiererin Eva Richter, „sind auf jeden Fall vorhanden. Denn unsere Mitglieder arbeiten alle ehrenamtlich und spenden ihre Aufwandsentschädigungen aus Rats- und Ausschussarbeit zu 100%. Da sind wir absolut vorbildlich, und das seit fast 15 Jahren!“

„Die Mitgliederversammlung“, so das Fazit des Vorstandssprechers Richard Bauer, der vier Jahrzehnte lang bei Schering/BAYER arbeitete, „war ein voller Erfolg. Alle – Jung und Alt, Frauen und Männer, Zugezogene und Einheimische– die die selbstlose Politik von BergAUF im Interesse der Bevölkerung für gut finden, sollten dazu beitragen dass BergAUF organisatorisch gestärkt wird.“




TuRa Sportler besuchen Gemeinschaftskraftwerk Steag Bergkamen

Auf Einladung von Kraftwerksmeister Uwe Liszio, ehemaliger TuRa Leichtathlet und Schüler von Trainer Wolfgang Friese, verbrachte die Freitagssportgruppe einen abwechslungsreichen Tag im Steag Kraftwerk in Bergkamen-Heil. So genossen die Sportler zum Beispiel eine gute Aussicht vom 120 Meter hohen Maschinenhaus über die heimische Region, inklusive einem Blick über das Naturschutzgebiet Beversee und das Münsterland. Foto: privat




Ganz Rünthe und noch mehr wollen mit Stammzellen helfen

Geht wahnsinnig schnell und tut überhaupt nicht weh: Typisierung für eine mögliche Stammzellenspende.

Sie halten sich an den Händen. „Ich hatte auch Leukämie – und ich habe es geschafft“, sagt die Frau, und wischt sich eine Träne aus dem Augenwinkel. „Ich bin gekommen, um Ihnen Mut zu machen.“ Marco Füllenbach drückt ihre Hand, wird ganz still und sagt, „das bedeutet mir sehr viel.“ Für ein paar Sekunden ist der Trubel um ihn herum ausgeblendet. Ganz Rünthe marschiert gerade geschlossen hinter ihm in die Turnhalle der Regenbogenschule. Sie alle sind gekommen, um ihm zu helfen.

Riesenandrang in der Sporthalle der Regenbogenschule in Rünthe.

Es ist mehr als nur Hilfe. Es könnte der Lebensretter und all den vielen Menschen sein, die ein kleines Stäbchen mit einer flauschigen Spitze im Mund kreisen lassen. Marco Füllenbach hat „MDS“, das Myelodysplastische Syndrom. Es hat seine Blutbildung komplett auf den Kopf gestellt. Es werden zu wenige rote Blutkörperchen gebildet – unter anderem. Im Gesicht, an den Händen: Die Folgen sind bei Marco Füllenbach nicht zu übersehen. Überall bilden sich Einblutungen. Die Krankheit ist lebensgefährlich. Die Prognosen für eine Heilung sind zwar deutlich besser als bei der verwandten Leukämie. Trotzdem ist die Behandlung mit Chemotherapie, Bestrahlung, Thrombozyten- und Blutplasmainfusionen die gleiche – und genauso belastend. Es muss ein Spender für geeignete Stammzellen gefunden werden, um zu überleben.

Eine potenzielle Spenderin steckt sich energisch das erste Stäbchen in den Mund und rührt fleißig in der linken Mundhälfte herum. Dann folgen das zweite und dritte Stäbchen. Ein paar Fragen auf dem Zettel der Helferin, ein paar Kreuzchen, eine Unterschrift – schon ist nach ein paar Minuten alles vorbei. „Es ist gar nicht schlimm, geht schnell und tut nicht weh“, sagt sie, die zum ersten Mal bei einer solchen Aktion dabei war. „Mein Sohn spielt im gleichen Verein, in dem sich Marco so großartig engagiert – da ist doch ganz klar, dass wir helfen wollen“, sagt Anna Zessner. „Und es ist ja nun wirklich keine große Sache. Ich denke dabei an meinen Sohn, an Freunde, an alle Nahestehenden, die vielleicht einmal in der gleichen Lage sein könnten und Hilfe brauchen.“

Riesengroßes Engagement für einen, der selbst viel hilft

Drei Stäbchen, in denen die Informationen über den lebensrettenden Spender stecken könnten.

Die Sporthalle brummt schon wenige Minuten, nachdem die Aktion begonnen hat. Die vielen Helfer haben alle Hände voll zu tun. 70 engagieren sich an diesem Samstag an allen Ecken und Enden, braten Würstchen, schenken Getränke aus, erklären den potenziellen Spendern, wie die Registrierung für die Stammzellenerkennung genau abläuft. „Für uns war es gar keine Frage, uns hier einzubringen“, sagt Dietmar Wurst, 1. Vorsitzender vom SuS Rünthe. Marco und sein Bruder engagieren sich derartig für unseren Verein, sind immer da, wenn man sie braucht. Jetzt brauchen sie unsere Hilfe.“ Die Stadt hat zusätzlich unterstützt. Die Maskottchen von Schalke und vom BvB kommen kostenlos, um noch mehr mögliche Spender anzulocken. Der Arbeitgeber von Marco hat sofort eine Spende an die DKMS überwiesen, die solche Typisierungen organisiert. Unzählige Menschen haben Kuchen gebacken und gespendet. Das Engagement im Stadtteil ist fast schon überwältigend.

Einfach in den Mund stecken und ein paar Mal umdrehen: So einfach ist es, Lebensretter zu werden.

Aber auch darüber hinaus hat das Schicksal von Marco Füllenbach etwas ausgelöst. Wie bei Hendrik Schnitzler. Er wohnt in Werne, wusste überhaupt nicht, wo die Sporthalle überhaupt ist, in der die Aktion stattfindet. „Ich bin mit dem Navi hierher geirrt“, sagt er. Seine Mutter hörte von der Hilfsaktion, schrieb ihm eine SMS. „Ich will einfach nur helfen“, betont er. Auch er lässt sich zum ersten Mal typisieren. „Das geht so schnell und ist ganz einfach“, ermutigte er andere, seinem Beispiel zu folgen. Der Mann, der vor ihm in der Schlange für die Abgabe der Formulare steht, sieht das genauso. „Meine Frau ist schon seit Jahren dabei – jetzt dachte ich, dass es auch für mich mal an der Zeit ist.“

Das Schicksal von Marco Füllenbach berührt umso mehr, als dass er selbst vor nicht allzu langer Zeit noch eine kleine Hilfsaktion für jemand anderen anstieß. Am Spielfeldrand unterhielt er sich mit einem Familienvater aus Somalia. Auch er litt unter Bluthochdruck. „Auch bei ihm wusste niemand, was er eigentlich hatte“, erinnert er sich. Eine Woche später war der Mann tot. Er hinterließ vier Kinder und eine Frau. Die Kinder spielen im SuS Fußball. Der Verein engagierte sich für finanzielle Unterstützung. „Ich war auch auf seiner Beerdigung – zum ersten Mal in meinem Leben in einer Moschee“, sagt Marco Füllenbach. Kurz darauf kam die schockierende Diagnose für ihn.

Von der Typisierung zum Spender: Es tut nicht weh!

Marco Füllenbach will nicht einfach nur zusehen. Wie immer packt er selbst bei der Aktion mit an, die ihm hoffentlich bei der Suche nach dem lebensrettenden Stammzellenspender helfen wird.

„Ich verdränge so gut wie möglich, was die Diagnose bedeuten kann“, sagt er und steht auch schon hinter dem Würstchengrill, um die vielen frisch Typisierten zu versorgen. Er strahlt dabei über das ganze Gesicht, versprüht Optimismus und Lebensfreude. Auch deshalb klopft ihm ausnahmslos jeder, der aus der Sporthalle kommt auf die Schulter. Oft wortlos und ein bisschen sprachlos.

Alle, die sich am Samstag registrieren ließen, sind jetzt potenzielle Lebensretter. Wenn alles passt, folgen weitere Untersuchungen. Dann wird Blut entnommen und die Stammzellen werden herausgefiltert. Wenn sich der geeignete Spender für Marco Füllenbach finden sollte, werden ihm die Stammzellen in einer Klinik in Münster „transplantiert“. Dann bekommt er nicht nur ein neues Leben, sondern auch eine neue Blutgruppe – hoffentlich. Und die Spenderdatei ist ein bisschen größer geworden: Noch immer haben sich nur 8 Mio. Menschen in Deutschland registrieren lassen.




AWO-Stöberei macht das Einkaufen am Nordberg noch bunter

Völlig versunken wird in den Angeboten gestöbert.

Nicht nur mit der Nasenspitze versinkt die jüngste Kundin in der „Stöberei“ in den Musik-CDs für Kinder. Sie bekommt vor lauter Verzückung gar nicht mit, dass sich die Großmutter bereits brennend für den Dampfgarer interessiert und die Mutter gleich mehrere Blusen aus der Damenabteilung über ihrem Unterarm stapelt. Das neue AWO-Kaufhaus am Nordberg hat gerade erst eröffnet, da ist die Stöberei schon in vollem Gange.

Der Unterbezirksvorsitzende am Rednerpult.

Vielleicht liegt es ja an den bunten Farben. Vielleicht auch an dem anderen Ambiente, das in diesem Second-Hand-Kaufhaus umgesetzt wird. „Die Stöberei verkörpert die Weiterentwicklung unseres Konzeptes“, erläutert Hartmut Ganzke, Vorsitzender des AWO Unterbezirks Ruhr-Lippe-Ems. Die Grundidee ist allerdings die gleiche wie in den übrigen AWO-Kaufhäusern, die es 15 Jahren im Kreis Unna gibt. Hier gibt es gebrauchte, gut erhaltene Ware für den kleinen Geldbeutel. Gleichzeitig kann man hier „Shoppen mit gutem Gewissen“, denn „jedes Teil bringt von Anfang bis Ende Wertschöpfung“. Auch dafür kämpfen gerade viele junge Menschen bei den Freitagsdemos, so Ganzke.

Viele Besucher warten ungedultig, dass sie stöbern dürfen.

47 Mitarbeiter sind in den AWO-Kaufhäusern beschäftigt, davon über 50% mit einem Handicap. Die Kaufhäuser sind also auch Inklusionsunternehmen und bringen Menschen in Arbeit. 30 Mitarbeiter haben einen unbefristeten Vertrag. Lang haben die Stadt und die AWO nach einem besseren Standort gesucht, um das Kaufhaus ins bessere Licht zu rücken. Schon vor 2 Jahren gab es erste Gespräche, erinnerte sich der stv. Bürgermeister Kay Schulte. „Der Standort ist genau der richtige“, betonte die Beigeordnete Christine Busch. Mehr noch: „Das Konzept hat sofort begeistert, auch weil hier vor allem mit viel Herzblut die Sache angegangen wird.“

Das Kinderschminken war eine gefragte Attraktion.

Nicht nur die Beigeordnete ist mit dem Slogan „aus Alt mach Neu“ aufgewachsen – und lebte das Prinzip. Auch Kay Schulte erinnerte sich an seine erste eigene Wohnung, die nur aus „alten Sachen“ bestand – darunter eine leidenschaftliche Sammlung von Dingen aus den 50er-Jahren. „Upcycling“ heißt das heute ist mehr denn je gefragt – ganz unabhängig vom Umfang des Geldbeutels. Das zeigte auch der Andrang, der alle Altersklassen in das Kaufhaus trieb. Zumal hier neben Schnäppchen auch noch einige Unterhaltung auf dem Programm stand. Zur Akkordeonmusik ließ es sich prima Stöbern. Der Hexer kümmerte sich mit Zauberei um die Kinder, die auch auf dem Außengelände mit Hüpfburg, Glücksrad und Kinderschminken mehr als genug Beschäftigung fanden.

So bekommt das Einkaufszentrum ein neues und buntes i-Tüpfelchen.

 




Sechs Verletzte bei Auffahrunfall auf der Lünener Straße Kreuzung Buckenstraße / Am Langen Kamp

Sechs Verletzte forderte am Sonntagnachmittag ein Auffahrunfall auf der Lünener Straße Kreuzung Buckenstraße / Am langen Kamp.

Wie die Polizei mitteilt, stand ein Lünener mit seinem Auto und Wohnwagen sowie ein 32-jähriger Kamener mit seinem Fahrzeug vor der Ampel, die Rot für sie ihn zeigte. Ein 28-jähriger Unnaer bemerkte dieses aus noch ungeklärter Ursache zu spät, fuhr auf das Auto des Kameners auf und schob diesen auf das Gespann aus Pkw und Wohnwagen.

Hierbei wurden insgesamt sechs Personen aus den Fahrzeugen leicht verletzt und in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Zwei Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Während der Unfallaufnahme war die Lünener Straße halbseitig gesperrt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 21000 Euro.