Bergkamen hat jetzt eine eigene ADFC Ortsgruppe

Die neue ADFC-Ortsgruppe Bergkamen.

An der Gründungsveranstaltung der neuen ADFC-Ortsgruppe Bergkamen am Donnerstag in der Schützenheide nahmen 15 Fahrradinteressierte aus Bergkamen teil. Darunter die meisten bereits ADFC-Mitglieder, aber auch Neugierige, die sich einfach für das Radfahren interessieren.

So auch Sylke Haase aus Bergkamen-Mitte, die das Mitgliedsformular spontan ausfüllte und sofort bereit war, Verantwortung für die Kasse der neuen Ortsgruppe zu übernehmen. Als Sprecher stellte sich der Stadtplaner Christian Kruthoff aus Overberge zur Verfügung.

Das Duo wird bei den ersten Planungen von Radtouren und einer Codieraktion von weiteren Mitgliedern unterstützt. Konkret verabredet wurde die Gründung eines Stadtradelteams mit dem Namen ADFC Bergkamen, dem sich natürlich auch Nichtmitglieder anschließen können und die gemeinsame Tour zur Auftaktveranstaltung des Stadtradelns für den Kreis Unna. Treffpunkt dazu ist am 25.05.2019 um 13:00 Uhr vor dem Bergkamener Rathaus. Gemeinsam geht es dann in einer gemütlichen Tour zum Naturfreibad in Heil. Auch hierzu sind herzlich alle Interessierten eingeladen. „Selbstverständlich werde ich mitradeln und hoffe, dass sich der ADFC Bergkamen in die städtische Verkehrspolitik einbringen wird“, so der Bergkamener Landesvorsitzende des ADFC NRW.




Christoph Knepper aus Bergkamen weiterhin Innungsobermeister der „Innung für Metalltechnik Unna“

Innungsobermeister Christoph Knepper.

Ein volles Programm hatte die Versammlung der „Innung für Metalltechnik Unna“ bei ihrer jüngsten Sitzung zu bewältigen. „Der Facharbeitermangel beginnt in unserem Handwerk schon bei den Azubis“, kommentierte Obermeister Christoph Knepper (Bild) die Entwicklung, und Hauptgeschäftsführer Detlef Schönberger zeigte in seinem Vortrag verschiedene Wege auf, wie Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe und Innungen gemeinsam in den nächsten 12 Monaten hier agieren werden.

Danach gab Rechtsanwältin Heike Mareck Einblicke in den neuesten Stand des betrieblichen Datenschutzes und appellierte an die anwesenden Handwerksunternehmer, insbesondere die eigenen MitarbeiterInnen zu sensibilisieren.

Die zudem anstehenden Innungswahlen brachten unter anderem ein unverändertes Vorstandsteam hervor: Christoph Knepper (Bergkamen) wird auch in den kommenden fünf Jahren die Geschicke der rund 70 Betriebe zählenden Innung leiten. Als Stellvertreter und Lehrlingswart wurden Christian Merten (Unna) und Ulrich Benke (Schwerte) wiedergewählt. Das Vertrauen der Mitglieder erhielten erneut die Vorstandsbeisitzer Pascal Tonneau und Josef Schulte (beide: Fröndenberg), Claus Hoffmann und Alfred Bereszynski (beide: Werne) sowie Eicke Steckel (Holzwickede).




Neues Ganzjahresbad Bergkamen: Jetzt sind die Anregungen und Meinungen der Bürgerinnen und Bürger gefragt

Außenbecken solle das neue Ganzjahresbad nicht haben. Zunächst nicht, aber vielleicht einmal in ein paar Jahren, erklärte Beigeordnete Christine Busch am Donnerstag.

„Ich habe den Eindruck, dass Schwimmbäder nur von Männern geplant werden, die noch nie versucht haben, mit einem Kleinkind auf dem Arm zu duschen“, lautete die Klage einer Mutter beim Meinungsforum zum geplanten neuen Bergkamener Familien- und Freizeit-Ganzjahresbad am Donnerstagabend im FAKT-Campus am Kleiweg, zudem die GSW und die Stadt Bergkamen eingeladen hatten. Der Wunsch der Mutter lautete: In den Sanitärbereichen auch Duschen mit abnehmbaren Duschköpfen einzubauen.

Das ist nur ein Beispiel von vielen Details, die den Besuch des künftigen Ganzjahresbads angenehmer und so auch attraktiver machen können. Leider waren unter den rund 80 Besucherinnen und Besucher nur wenige, die nicht einem der Bergkamener Schwimmsport- und Behindertensportvereinen angehören. Alle künftigen Nutzerinnen und Nutzer des neuen Bades können aber weiterhin Vorschläge für die weiteren Planungen einbringen.
Dazu haben die GSW die Internetseite https://www.deinschwimmbad.info/ eingerichtet und am heutigen Freitag freigeschaltet. Dort besteht die Möglichkeit, in einem Textfeld Wünsche zu äußern. Auch kann jeder die Präsentation von Anja Sommer von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „Ernst & Young“ zum bisherigen Planungsstand aufrufen. Diese Präsentation gibt es als PDF hier: https://www.deinschwimmbad.info/files/13631-13607-0-a2b4/20190523_Module_Ganzjahresbad_final.pdf

Bei dieser Präsentation lohnt es sich genau hinzuschauen. Dazu noch ein Beispiel aus dem Bereich „kleine Kinder“. Im Außenbereich soll es zwar kein Schwimmbecken mehr geben, allerdings eine Liegefläche für Sonnenanbeter und ein großer Spielplatz. In der Präsentation ist ein großer, attraktiver Sandspielbereich abgebildet mit Matschzonen. Zu erkennen sind auch Sonnensegel, die unbedingt auch installiert werden müssen. Eltern und Großeltern, die im vergangenen „Supersommer“ mit ihren Kleinen unterwegs waren, haben feststellen müssen, dass manche Bergkamener Spielplätze wegen der großen Hitze und der intensiven Sonneneinstrahlung nicht benutzbar waren.

Wer am künftigen Bergkamener Ganzjahresbad uneingeschränkte Freude haben möchte, sollte die Chance nutzen, so Vorschläge und Anregungen in die weitere Diskussion einzubringen. Hier sind vor allem die „Normalnutzer“ gefragt. Mit den Schwimmvereinen und Schulen gab es bereits einen regen Meinungsaustausch, wie Bürgermeister Roland Schäfer und die Beigeordnete Christine Busch am Donnerstag betonten. Die Stellungnahmen der Vereinsvertreter während der Veranstaltung am Donnerstag bezogen sich vor allem auf Detailfragen.

Nach dem bisherigen Zeitplan wird es 2020 noch einmal eine Freibadsaison im Wellenbad geben. Bis dahin hofft GSW-Geschäftsführer Jochen Baudrexl, einen Architekten bzw. eine Architektin für die eigentlichen Bauplanungen gefunden zu haben. Der eigentlich Bau wird dann etwa eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen.

Mit der endgültigen Schließung des Wellenbads wird dann das Hallenbad in Bergkamen-Mitte vorübergehend zum Ganzjahresbad. Vorgesehen sei, so Schäfer und Baudrexl, das Hallenbad nach Norden wieder zu öffnen, damit die Besucherinnen und Besucher in der warmen Jahreszeit die Wiese des ehemaligen Freibades nutzen können.




„Ritterschlag“ für die UKBS – Bergkamen erhält wieder 87.360 Euro Euro an Dividenden ausgezahlt

Lenken die Geschicke der UKBS: Aufsichtsratsvorsitzender Theodor Rieke (links) und Geschäftsführer Matthias Fischer. Foto: UKBS

„Die Finanzlage der UKBS ist in Ordnung!“ Diese Feststellung des Wirtschaftsprüfers des Verbandes der Wohnungswirtschaft Reinland Westfalen, Richard Engbert, erfüllte die Mitglieder des Aufsichtsrates und der Gesellschafterversammlung bei ihrer gemeinsamen Sitzung im Hotel Katharinen-Hof in Unna mit Genugtuung. Kommt dieses Kompliment doch quasi einem „Ritterschlag“ gleich, der deutlich macht, dass Aufseher, Geschäftsführung und Mitarbeiter des kommunalen Wohnungsunternehmens Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft wieder zukunftsorientiert Hand in Hand gearbeitet haben und einen erfolgreichen Jahresabschluss 2018 vorlegen konnten.

Der Wirtschaftsprüfer sprach in diesem Zusammenhang von „geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen“ und erteilte nach umfassender Prüfung den „uneingeschränkten Bestätigungsvermerk“. Er sprach gleichzeitig von einer „erfreulichen Weiterentwicklung“, die sich auch an der Bilanzsumme festmachen lässt. Diese hat sich im abgelaufenen Jahr auf 110, 295 Mio Euro (Vorjahr 100 Mio. TEuro) erhöht. Auch bei den Rentabilitätszahlen liegt die UKBS nach Aussagen des Wirtschaftsprüfers „voll auf Augenhöhe“.

Insgesamt verfügt das kommunale Wohnungsunternehmen nach aktuellem Stand über derzeit 2.963 Wohnungen mit einer Gesamtwohn- und Nutzfläche von 207.920 Quadratmetern. Dass die Wohnungen der UKBS gefragt sind, ist auch daran zu erkennen, dass das Unternehmen lediglich eine zweiprozentige Leerstandsquote zu verzeichnen hat; die Fluktuationsquote liegt bei 8,1 Prozent. Wie Geschäftsführer Matthias Fischer in diesem Zusammenhang erklärte, sei vor allem die Nachfrage nach „kleinen und bezahlbaren Wohnungen groß.

Das kommunale Wohnungsunternehmen erwirtschaftete trotz erheblicher Investitionen aufgrund von Bautätigkeiten im abgelaufenen Jahr 2018 wieder einen Jahresüberschuss, der sich auf 945.000 Euro beläuft. Nach Beschluss von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung unter Leitung des Vorsitzenden Theodor Rieke (Holzwickede) sollen – wie im Vorjahr – wieder 624.000 Euro an Dividende an die Gesellschafter ausgeschüttet werden.

Im Einzelnen verteilen sich die Zahlungen an die Gesellschafterkommunen nach Beteiligungen wie folgt:

Bergkamen (14,00 Prozent) 87.360 Euro, Bönen (drei Prozent) 18.720 Euro, Fröndenberg (4,90 Prozent), 30.576 Euro, Stadt Hamm (6,60 Prozent) 41.184 Euro, Holzwickede (zwei Prozent) 12.480 Prozent, Kamen (elf Prozent) 68.640 Euro, Selm (drei Prozent) 18.720 Euro, Unna (14,66 Prozent) 91.476 Euro, Kreis Unna (40,84 Prozent) 254.844 Euro.




„U-18-Wahl“: Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums setzen klares Zeichen für Europa und Demokratie

Schülerinnen und Schüler bei der U18-Europawahl im „Wahlbüro“ im Städtischen Gymnasium Bergkamen. Foto: Groesdonk/SGB

Rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich am Freitag auf ins Wahlbüro der „U-18-Europa-Wahl“ in Raum B104 des Städtischen Gymnasiums Bergkamen. Aus allen Jahrgängen war es den Kindern und Jugendlichen ein Bedürfnis durch die Abgabe ihrer Stimme ein klares Zeichen für Europa und die Demokratie zu setzen. Gut 60 Prozent Wahlbeteiligung sind bemerkenswert, bedenkt man, dass bereits ab Klasse fünf mitgewählt werden durfte. Zum Vergleich: 2014 gingen deutschlandweit 47,9 % zur Wahl, EU-weit sogar nur 43,1 %.

Besonders überzeugen konnte die jungen Wählerinnen und Wähler des Gymnasiums die Partei Die GRÜNEN, die mit 30,09 % die meisten Stimmen erhielten. Die SPD kam auf 21,3 %, es folgten die LINKE (9,03 %), die CDU und die FDP (je 6,94 %), die AfD erhielt 5,09 %. Auf die Tierschutzpartei fielen 3,94 % der Stimmen.

Das „U18-Wahllokal“ wurde von Rene Puttler, Jugendreferent der evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde, von 9 Uhr bis 13.30 Uhr, in Raum B104 geleitet und betreut. Tatkräftig unterstützte auch Nele Krabs das Projekt, Abiturientin im Jahr 2018 und aktuell Absolventin eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) in der Gemeinde. „Im Namen der Schule bedanken wir uns ganz herzlich für dieses Engagement“, freute sich Schulleiterin Bärbel Heidenreich über die Initiative der evangelischen Kirchengemeinde und die starke Wahlbeteiligung aus der Schülerschaft.

Die Schülerinnen und Schüler erhielten dort die Möglichkeit ihre Wahl auf einem entsprechenden Stimmzettel zu treffen. Wahlberechtigt war jede/r Anwesende unter 18 Jahren. Bewusst wurde auf eine Altersbeschränkung nach unten verzichtet – es galt das Prinzip der Freiwilligkeit. Einzige Bedingung: Gewählt muss von den Kindern und Jugendlichen selbst.

Die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs Q2 waren indes nicht mehr wahlberechtigt, dürfen dafür aber zum Großteil am Sonntag, 26. Mai, als Erstwählerinnen und Erstwähler bei der Europa-Wahl ganz offiziell ihre Stimmen abgeben.

Organisiert und getragen wird die U18-Initiative vom Deutschen Kinderhilfswerk, dem Deutschen Bundesjugendring, den Landesjugendringen, vielen Jugendverbänden und dem Berliner U18-Netzwerk. Gefördert wird U18 zur Europawahl 2019 auf Bundesebene durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Bundeszentrale für Politische Bildung.




Versuchter Einbruch in Bäckereifiliale an Rünther Straße – Täter gelangten nicht zum Tresor

In der Nacht zu Donnerstag haben Unbekannte ein Fenster zu einer Bäckereifiliale an der Rünther Straße aufgebrochen. Im Gebäude versuchten sie eine weitere Tür aufzubrechen, um an den Tresor zu gelangen. Die Tür hielt den Hebelversuchen stand und die Täter flüchteten ohne Beute.

Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




Neues Modell für angehende Erzieher: Praxisintegrierte Ausbildung wird vergütet

Freuen sich über das neue Praxisintegrierte Ausbildungsmodell (v.l.): Anja Seeber (Fachbereichsleiterin Schulen und Bildung), Rita Vonnahme (Leiterin LBK), Torsten Göpfert (Schuldezernent), Brit Albrecht (Leiterin MBK) und Carmen Uibel (Abteilungsleiterin Sozialpädagogik am LBK). Foto: Fabiana Regino – Kreis Unna

Sie leisten wichtige Arbeit und ohne sie wären viele berufstätige Eltern „aufgeschmissen“. Die Rede ist von Erzieherinnen und Erziehern. Bislang bekamen Auszubildende dieses Berufs während des schulischen Teils der Ausbildung kein Gehalt. Erst im Berufsanerkennungsjahr gab es eine Vergütung. Das wird demnächst anders. Mit PiA – der Praxisintegrierten Ausbildung – bieten das Lippe Berufskolleg (LBK) in Lünen und das Märkische Berufskolleg (MBK) in Unna ab dem Schuljahr 2019/2020 ein neues, attraktives Ausbildungsmodell an.

„Prognosen zufolge werden 2025 rund 190.000 Erzieherinnen und Erzieher in Deutschland fehlen. Grob geschätzt bedeutet das für den Kreis Unna: Uns wird es an etwa 950 Fachkräften in dieser Branche mangeln. Die Ursachen dafür sind verschieden, aber ein erster Schritt, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken ist es, die Ausbildung zum Erzieher attraktiver zu gestalten“, erläutert Schuldezernent Torsten Göpfert den Hintergrund zur Einführung des Praxisintegrierten Ausbildungsmodells.

Praxis und Theorie im Wechsel
Neben der Vergütung ist auch die Strukturierung der Ausbildung zum Erzieher neu: Anders als bei dem bestehenden Modell, bei dem der praktische Teil abgesehen von zwei Blockpraktika während der ersten beiden Ausbildungsjahre einzig nur im dritten Ausbildungsjahr absolviert wird, werden die PiA-Studierenden durchgängig sowohl in der Fachschule (zwei bis drei Tage die Woche) als auch in der sozialpädagogischen Praxis (zwei bis drei Tage die Woche) ausgebildet.

Träger sozialpädagogischer Einrichtungen stellen für PiA die Ausbildungsplätze zur Verfügung und schließen einen Kooperationsvertrag mit den Schulen ab. Mit den Studierenden gehen die Träger dann einen Praktikumsvertrag ein. Damit wird für alle Beteiligten ein attraktives Modell etabliert: Die Studierenden erhalten ein Ausbildungsgehalt, die lokalen Träger können langfristig Fachkräfte binden und die Fachschulen entwickeln ihre Praxis-Theorie-Verzahnung weiter.

Schulen beraten Interessierte
Interessierte Träger können sich bei Brit Albrecht, Schulleiterin des Unnaer MBK, Tel. 0 23 03 / 27-12 45, E-Mail: albrecht@mbk-unna.de, sowie bei Carmen Uibel, Abteilungsleiterin Sozialpädagogik am Lüner LBK, Tel. 0 23 06 / 10 0-44 3, E-Mail: uibel@lbk-luenen.de melden und beraten lassen. Interessierte Studierende melden sich unter www.schueleronline.de an.

Die Bundesregierung unterstützt das PiA-Modell in den nächsten zwei Jahren durch das Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher: Nachwuchs gewinnen und Profis binden“. Weitere Infos gibt es außerdem unter www.lippe-berufskolleg-luenen.de und www.mbk-unna.de. PK | PKU




Auf den Spuren „Alt-Bergkamens“ barrierefrei über den Nordberg

Am kommenden Sonntag, 26. Mai, steht ein barrierefreier und rollstuhlgerechter Rundgang über den Nordberg, durch die „Alte Kolonie“ und andere Bereiche der früheren Gemeindemit-te „Alt“-Bergkamens auf dem Programm des Gästeführerrings. Gestartet wird zu der etwa zweieinhalbstündigen fußläufigen Tour um 10 Uhr vor dem Rathaus-Haupteingang gegenüber dem Ratstrakt am Rathausplatz (Busbahnhof).

Die Leitung liegt in den Händen von Gästeführer Gerd Koepe. Er lässt während des Rund-gangs auf unterhaltsame Weise die Geschichte des Stadtteils Bergkamen-Mitte und der früheren Altgemeinde Bergkamen bis in die jüngste Zeit hinein Revue passieren. Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern spürt er dabei dem unübersehbaren Wandel des Nordbergs und seiner Umgebung in den vergangenen hundert Jahren sowie dem Werdegang und dem Ende der einstigen großen Bergkamener Doppelschachtanlage Grimberg I/II (später Monopol) nach. Der Rundgang endet schließlich im früheren so genannten „Zechenpark“, der in den vergangenen Jahren als Stadtpark wiedererstanden ist und über dessen ursprüng-liches Aussehen in älterer Zeit Gerd Koepe dann auch sprechen wird.

Für die Teilnahme an der etwa zweieinhalbstündigen Rundwanderung ist pro Person ein Kos-tenbeitrag von drei Euro zu entrichten. Für Kinder bis zu zwölf Jahren ist die Teilnahme an der Wanderung kostenfrei. Die Führung findet allerdings nur statt, wenn zu Beginn mindestens fünf Personen anwesend sind.




Folge drei: Die POCO-Serie mit TV-Star Janine Kunze geht in die nächste Runde

Süßes Dreamteam: Die Darstellerinnen der POCO-Serie „Janine – Mein Platz im Leben“ (v. l.) Nelli Kassem, Janine Kunze und Frigga Schmidt-Schmitt

Bunt ist es in der POCO-Welt – und mit Janine noch bunter: Am 25. Mai erscheint die dritte Folge der hauseigenen Serie des Einrichtungsdiscounters, und wieder einmal muss sich die lustige und charmante Hauptfigur Janine, gespielt von Janine Kunze, einigen Herausforde-rungen stellen. Zu sehen ist die Mini-Serie auf der Unternehmenshomepage www.poco.de/dieserie und auf YouTube. Unter @meinplatzimleben gibt es zudem weitere Infos auf Instagram.

Nach erfolgreichem Start der ersten zwei Folgen steht auch im dritten Teil der Serie POCO-Mitarbeiterin Janine im Fokus des Geschehens. Diesmal, soviel sei verraten, plant die engagierte Blondine eine Marketing-Aktion, bei der Cupcakes an die Kunden verteilt werden sollen. Als sie aber kurzerhand im Markt ihre Patenkinder hüten muss, kommt alles anders als gedacht. Da sind Spannung und Chaos vorprogrammiert.

„Auch wir sind schon gespannt – und zwar, wie die Folge bei den Zu-schauern ankommt“, sagt Marketingleiterin Sabine Rittmeyer. Beim Dreh in Köln waren rund 80 Akteure beteiligt, vom Regisseur über Maskenbildner, Schauspieler bis hin zu den Komparsen. Hauptakteure sind neben Janine Kunze als engagierte Verkäuferin weitere Schauspieler als Kollegen, Kunden, Freunde und Familie.

TV-Star Janine Kunze ist seit nunmehr zwei Jahren Werbebotschafterin der POCO-Einrichtungsmärkte. Dabei hatte sie immer wieder Gelegen-heit, den Arbeitsalltag im Unternehmen kennenzulernen und sich für ihre Rolle in der Mini-Serie inspirieren zu lassen. Die bisherigen drei Folgen entstanden gemeinsam mit der apollo GmbH Köln.

Zur Information:
TV-Star Janine Kunze
Von 1995 bis 1998 absolvierte Janine Kunze eine Schauspielausbildung an der Arturo Schauspielschule in Köln und München. 1999 wurde sie von einem Produzenten für die Comedy-Serie „Hausmeister Krause – Ordnung muss sein“ entdeckt, in der sie die Rolle der Carmen Krause spielte. Es folgten weitere Film- und Fernsehproduktionen. Seit Januar 2013 ist sie als Staatsanwältin Ellen Bannenberg in der ZDF-Vorabendserie Heldt zu sehen. Die siebte Staffel wird seit August gedreht und im Herbst 2019 ausgestrahlt. Seit der zweiten Staffel spielt Lili Budach, die Tochter von Janine Kunze, ihre Filmtochter Emily Bannenberg.




SPD bringt Resolution gegen den Bau der L821n in die nächste Ratssitzung am 6. Juni ein

SPD-Fraktionsvorsitzender Bernd Schäfer

Noch ist nicht klar, ob es der im März bei Bürgermeister Roland Schäfer eingereichte und von über 3000 Bergkamener Bürgerinnen und Bürger Bürgerantrag gegen die L821n auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung schafft. Sicher scheint zu sein, dass in jedem Fall der Stadtrat ein klares Signal gegen Bau der umstrittenen Umgehungsstraße zwischen Oberaden und Weddinghofen geben wird.

Die SPD-Fraktion hat nämlich am Mittwoch einen Antrag als Resolution für die nächste Ratssitzung eingereicht, der in der Ratssitzung am 6. Juni zur Diskussion und zur Abstimmung gestellt wird. Der Antrag lautet: „Der Rat der Stadt Bergkamen lehnt den Bau der L 821n vor dem Hintergrund der Ratsbeschlüsse vom 28.06.2017 und vom 17.05.2018 strikt ab. Der Rat der Stadt Bergkamen beauftragt die Verwaltung, das Land NRW umgehend über diese Auffassung zu informieren“.

Bei den genannten Ratsbeschlüssen geht es darum, dass Bergkamen den Straßenneubau nur dann billigt, wenn insbesondere auf der Schul- und Kampstraße eine Tonnagebeschränkung und ein Tempolimit eingeführt wird, um so dem Schwerlastverkehr die Durchfahrt zu verhindern. Sie sollten dann auf die L821n umgelenkt werden.

Zu diesen Forderungen habe es bisher vom Land noch keine Reaktion gegeben. „Deshalb sagen wir jetzt Nein zur L821n“, erklärten am Mittwoch Fraktionsvorsitzender Bernd Schäfer und sein Stellvertreter Julian Deuse. In Deuses Wahlbezirk liegen Teile der Schulstraße. „Ich kann nicht für eine neu Straße sein, wenn sie den Anliegern nichts nutzt.“
Bernd Schäfer geht davon aus, dass fast alle Fraktionsmitglieder diese Resolution mit ihrer Stimme unterstützen werden. Eine Mehr dafür scheint deshalb sicher zu sein.

Hier nun die Begründung des Antrags:
„Seit nahezu 100 Jahren wird in der Region über den Bau einer Entlastungsstraße diskutiert. Nach einer OVG-Entscheidung in 2015 ist der Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Arnsberg vom 14.11.2008 zum Bau der L 821n bestandskräftig und gültig. Die Entscheidung über den Bau der Straße liegt damit ausschließlich beim Land NRW. Im Dezember 2017 hat die Landesregierung erste Mittel zum Bau der Straße bereitgestellt. Mit der Beantwortung der kleinen Anfrage von MdL Rüdiger Weiß aus Februar 2018 hat die Landesregierung nochmals unmissverständlich deutlich gemacht, dass sie die geplante Entlastungsstraße L 821n zeitnah bauen wird.

Ursprüngliche Zielsetzung des Baus der L 821n ist die Entlastung von zwei Bergkamener Ortsteilen – konkret geht es um die Ortsdurchfahrten in Oberaden und in Weddinghofen.

Der Rat der Stadt Bergkamen hat mit Beschluss vom 28.06.2017, für den Fall der Realisierung der L 821n, einige Forderungen gegenüber dem Land NRW ausgesprochen. Ziel dieser Forderungen ist die Sicherstellung einer Entlastung der Menschen in den betroffenen Ortsteilen Weddinghofen und Oberaden (u.a. Herabstufung der bestehenden Ortsdurchfahrten, um verkehrslenkende Maßnahmen durch die örtliche Straßenverkehrsbehörde zu erleichtern).

Auf Antrag der SPD-Fraktion hat der Rat der Stadt Bergkamen mit Beschluss vom 17.05.2018 die Landesregierung nochmals aufgefordert, die mit Ratsbeschluss vom 28.06.2017 formulierten Forderungen umzusetzen. Gleichzeitig hat der Rat der Stadt Bergkamen mehrheitlich deutlich gemacht, dass er den Bau der geplanten Entlastungsstraße strikt ablehnt, wenn diese Forderungen (u.a. Herabstufung der bestehenden Ortsdurchfahrten) nicht umgesetzt werden.

Trotz mehrfacher Aufforderungen seitens des Rates der Stadt Bergkamen und massiver Proteste durch Bürgerinnen und Bürger vor Ort hält die Landesregierung NRW starr an den ursprünglichen Plänen zum Bau der Straße fest. So hat sie bis heute keine Absichtserklärung zur Herabstufung der Ortsdurchfahrt Weddinghofen im Zusammenhang mit dem Bau der L 821n getroffen – wie sie der Rat der Stadt Bergkamen am 28.06.2017 gefordert hat.
Ursprüngliche Intention der Straße ist die Entlastung der Ortsdurchfahrten in Oberaden und in Weddinghofen. Ohne eine von vornherein zuverlässig festgelegte Führung des LKW-Verkehrs über die L 821n verfehlt die neu geplante Entlastungsstraße ihren Zweck – insbesondere auch unter Abwägung aller Belange, wie z.B. Finanzierung der Straße durch Steuergelder, und betroffener sensibler Schutzgüter, wie der Schutz von Natur und Klima.

Insofern ziehen wir nun die Konsequenz und lehnen den Bau der geplanten Entlastungsstraße L 821n ab und bitten die Verwaltung, das Verkehrsministerium des Landes NRW und Straßen NRW umgehend zu informieren.“




Mehr Geld vom Bund für den Strukturwandel im Kreis Unna – auch für Bergkamen

Kraftwerk Heil.

Die Bundesregierung hat heute Eckpunkte vorgelegt, wie die Mittel für den Strukturwandel in Folge des Kohleausstiegs verwendet werden sollen. Auf Druck der sozialdemokratischen Abgeordneten aus dem Ruhrgebiet konnte mit der Zusage von einer Milliarde Euro für die Steinkohleregionen ein entscheidender Erfolg erzielt werden. Bislang sahen die Empfehlungen der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ nur Mittel für die Braunkohleregionen vor. Nach dem Verhandlungserfolg können in den nächsten Jahren nun auch Regionen, in denen der Steinkohlesektor mehr als 0,2 Prozent der Wertschöpfung ausmachen, von insgesamt einer Milliarde Euro Bundesmitteln profitieren.

„Der Kreis Unna ist mit vier Kraftwerksstandorten der Landkreis in Deutschland mit der größten Bedeutung des Steinkohlesektors für die regionale Wirtschaftsleistung. Ich bin froh, dass es uns als sozialdemokratische Bundestagsabgeordnete des Ruhrgebiets gemeinsam mit unseren Ministern in der Bundesregierung gelungen ist, mehr Geld für unsere Region und besonders für den Kreis Unna herauszuholen“, freut sich der Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek. „Wir konnten die Untätigkeit der schwarz-gelben Landesregierung für die Steinkohleregionen durchbrechen. Damit leisten wir einen substantiellen Beitrag für die Bewältigung des Strukturwandels hier bei uns vor Ort. Es kommt jetzt darauf an, dass wir gemeinsam mit den Kommunen und dem Kreis gute Projekte nach vorne bringen, die neue Innovationen im Kreis Unna anregen.“