Einbruch auf Firmengelände – Bootsmotor gestohlen

Unbekannte haben sich in der Zeit von Samstag bis Montag (01.06. – 03.06.2019), zwischen 23.45 und 11.00 Uhr Zugang zu einem Firmengelände in der Gewerbestraße verschafft. Von einem dort abgestellten Wasserfahrzeug montierten sie den am Heck angebrachten Motor ab und entwendeten diesen.

Wer hat noch etwas Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




Freiherr-von-Ketteler-Schule nimmt ihr neues Spielehaus in Betrieb

Das neue Spielehaus der Freiherr-von-Ketteler-Grundschule ging am Montag in Betrieb. Im Hintergrund von links: Michael Krause, Heike Prochnow, Martina Plath und Britta Siegmund. Im Vordergrund sind Kinder der 4. Klassen. Klassenlehrerin Patricia Eickmann hat sich hinter der Schulleiterin etwas versteckt. Foto: Uwe Wilms

Die Freiherr-von-Ketteler Grundschule in Rünthe hat am Montagmorgen ihre neues Spielehaus in betrieb genommen. „Dort können sich die Mädchen und Jungen vor allem Bewegungsspiele in den Pausen ausleihen“, erklärt Schulleiterin Heike Prochnow.

Dieses Spielehaus gab es natürlich nicht gratis. Den Hauptanteil an den Kosten haben die Freunde und Förderer der Freiherr-von Ketteler-Schule mit ihrer Vorsitzenden Martina Plath aufgetrieben. Hier wurden die Erlöse der letzten beiden Flohmärkte der Grundschule investiert. Den Rest steuerte die Sparkasse Bergkamen-Bönen bei. Deshalb ist deren Marketingleiter Michael Krause zur Premiere des Spielehauses gekommen.

Solche Holzhäuser werden natürlich in Einzelteilen geliefert. Um den Aufbau an mehreren Nachmittagen kümmerte sich dann Schulpflegschaftsvorsitzende Britta Siegmund zusammen mit einigen Eltern und mit tatkräftiger Unterstützung durch den Hausmeister.

Das eigentliche „Ausleihgeschäft“ liegt in den Händen der beiden 4. Klassen. Von Patricia Eickmann, Klassenlehrerin der 4b, stammt die Idee, dass das Pausenspielzeug „richtig“ ausgeliehen wird. (Leide ist sie auf dem Foto nicht gut zu erkennen.) „Früher lag es in Körben und konnte einfach genommen werden“, berichtet die Schulleiterin. Dabei habe es auch viel Schwund gegeben. Jetzt geben die Kinder am Spielehäuschen für die Ausleihe ein Namenskärtchen ab, das sie wieder zurückerhalten, wenn sie dort das Spiel wieder abgeben.“ Heike Prochnow hofft, dass die Kinder so verantwortungsvoller mit den Spielen umgehen.




Landrat trifft Kanzlerin: Breitbandausbau vorantreiben

Landrat Michael Makiolla. Foto: Linda Peloso, Kreis Unna

Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in den Regionen, Kommunalfinanzen, Energie- und Verkehrswende, Modernisierung der kommunalen Infrastruktur, Breitbandausbau und mehr: Die Themenliste ist ebenso lang wie der Gesprächsbedarf von NRW-Kommunalspitzen gegenüber der Bundesregierung groß.

Auch Landrat Michael Makiolla ist auf die Gespräche gespannt, die bei der für den 6. und 7. Juni terminierten Landrätekonferenz in Berlin mit Vertretern der Bundesregierung geführt werden. Konkrete Informationen erhofft er sich unter anderem zum Breitbandausbau, denn: „Der beschlossene Kohleausstieg ist ein tiefer Einschnitt für unseren Wirtschaftsstandort. Wenn der neuerliche Strukturwandel gelingen und modernes Gewerbe und Industrie auf den alten Flächen einziehen sollen, müssen wir selbstverständlich auch über moderne, schnelle Kommunikationswege verfügen.“

Gespannt ist Makiolla ebenfalls auf die Aussagen im Zusammenhang mit der Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse. „Der Kreis finanziert sich nach wie vor fast zur Hälfte über die Allgemeine Kreisumlage. Das bedeutet: Die kreisangehörigen Städte und Gemeinden haben seit vielen Jahren nur eine kleine „freie Spitze“, um vor Ort und im Sinne eines attraktiven Lebensraums gestalten zu können.“

Landrat Michael Makiolla ficht deshalb seit Jahren vehement für eine Veränderung des Finanzsystems. „Die Kreise brauchen eigene Einnahmen. Erst dann werden die kreisangehörigen Städte und Gemeinden entlastet und beide Seiten innerhalb der kommunalen Familie wirklich zu Partnern auf Augenhöhe.“
PK | PKU




Wohnungseinbruch an der Stresemannstraße – Vermutlich nichts gestohlen

Unbekannte sind am Freitag, 31. Mai,– in der Zeit von 8.00 und 21.00 Uhr in eine Wohnung in der Stresemannstraße eingebrochen. Nach ersten Erkenntnissen wurde nichts entwendet. Wer hat noch etwas Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




VKU informiert auf dem Bergkamener Wochenmarkt: Alle Infos zu den Bussen vor Ort aus einer Hand

Es ist wieder soweit – Die VKU-Ape fährt durch den ganzen Kreis Unna und macht Station auf allen Wochenmärkten. Die Bürger der Städte und Gemeinden haben Gelegenheit, sich über die aktuellen Angebote der VKU zu informieren und beraten zu lassen. Am kommenden Donnerstag macht die VKU-Ape Station auf dem Bergkamener Wochenmarkt.

Auf jeden Besucher wartet am Infomobil eine kleine Überraschung. Außerdem erhalten alle VKU-Abokunden gegen Vorlage ihres Couponheft-Gutscheins ein Stück VKU-Seife gratis.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten ServiceZentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 0 180 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplan-auskunft, pro Verbindung: Festnetz 20 ct / mobil max. 60 ct), im Internet unter www.fahrtwind-online.de oder über die fahrtwind App (kostenloser Download im Google Play Store oder im App Store).




Nicht nur aus 30 Metern Höhe: Das Hafenfest mal aus anderer Perspektive

Das Marina-Gelände samt Hafenfest mit gemischten Gefühlen von oben.

Erfolgreich geentert: Das Riesenrad mit tollen Ausblicken.

„Kein Problem, es sind nur 30 Meter!“, beruhigt der Mann, der die Absperrung an der Gondel aufmacht und zum Einsteigen auffordert. Wenn der wüsste, dass die Erdanziehung schon auf der Trittleiter magisch wirkt und die Erde in einen rotierenden Flummi verwandelt! Egal, es ist Hafenfest. Und es bietet sich nicht alle Tage ein Blick von oben auf die Marina Rünthe. Oder doch?? Ganz bestimmt irgendwann, wenn es vielleicht nicht so heiß ist und… „Rein jetzt!“, sagt einer aus der inzwischen ungeduldig murrenden Menge in der Schlange. Ein energischer Schups folgt. Zu spät!

Mit tollen Ausblicken für panische Höhenangst belohnt.

Die Gondel setzt sich sofort in Bewegung, klettert immer höher und höher. Der Wind pfeift, bringt die Gondel in Wallung. Irgendein Witzbold dreht an der Scheibe in der Mitte und jetzt ist es tatsächlich ganz vorbei. Es ist völlig egal, wie großartig das Kohlekraftwerk aus 30 Metern Höhe aussieht, sich der Kanal als stahlblaues Band unter azurblauem Himmel dahinschlängelt und ameisenkleine Menschen pittoresk an Yachten vorbeischlendern. Es ist verdammt hoch hier! Es dreht sich, wackelt. Auf den Knien ist es bestimmt sicherer. Wenn man sich nur hinlegen könnte!

Mit dem Blick durch die Kamerlinse

Andere schweben an anderen Halterungen in der Luft.

Der Blick durch die Kameralinse wirkt Wunder. Alles ist jetzt irgendwie abstrakt und irreal, wie im Film. Die Kulisse wirkt plötzlich viel schöner und der Himmel steht jetzt auch nicht mehr auf dem Kopf. „Na, war doch gar nicht so schlimm!“, sagt der Mann am Gondelseil und das eigene Lächeln gerät etwas schief beim Austeigen. Jetzt ganz schnell irgendetwas Kaltes an einem der vielen Stände. Zum Glück ist das Rote Kreuz überall präsent, denn der Strohhut ist doch etwas durchlässiger als gedacht bei voller Sonnenbestrahlung und gefühlten 70 Grad in der Sonne. Auf dem DLRG-Fährboot auf dem Weg auf die andere Hafenseite fliegt er sowie in einer der Windböen weg. Ein freundlicher Drachenbootpaddler fischt ihn raus.

Respekt für das Maskottchen bei Hitzewelle und Gymnastikübung im dicken Fell.

„Ist Ihnen nicht gut?“, fragt jemand, den die knallrote Gesichtsfarbe unter dem Hut irritiert. Vielleicht doch mal kurz den Drachenbootpaddlern hinterherspringen, die nach 1,06 Minuten im Ziel ankommen. „Lassen Sie das lieber sein“, sagt einer, der Gedanken lesen kann. „Das Wasser hat höchstens 17 Grad.“ Na gut, dann lieber doch nicht. Die Shantys auf der Bühne gegenüber singen eine stramme Brise vom anderen Ufer hinüber. Wie um Himmels willen kann man sich bei der Hitze bitte schön in einem meterdicken Maskottchen-Kostüm mit Kindern auf der Bühne in musikalischer Gymnastik üben? Geschweige denn in einem Drachenboot mit gefühlten Tausend Schlägen pro Sekunde überleben?

Mit Begeisterung und Infrastruktur am Paddel

Mit Wikingerhelmen bei der Drachenbootpremiere auf Erfolgskurs: „Die Spontanen“

Mit viel Begeisterung und der entsprechenden Infrastruktur, verraten „Die Spontanen“, die geschätzte 5 Kühlschränke herangekarrt haben, darauf eine gigantische Musikanlage installiert haben und bestens präpariert überwiegend zum ersten Mal ins Drachenboot steigen. „Wir sind Freunde und haben jetzt das gesamte Hafenfest durchgefeiert“, sagen sie gutgelaunt. „Und wir werden mit jedem Rennen besser!“ 1 Minute 17 brauchten sie beim letzten Rennen und kämpfen am Ende um einen Platz auf dem Podium. Gerade einmal 3 Mal haben sie in den letzten Wochen dafür trainiert.

Mit Fördertürmen, Piratenschiffen, Muckibuden und der „Emma“ aus dem „Lummerland“ als Flying Dutchman auf skurriler Hafentour.

Zwei Monate lang haben sich die Jungs und Mädels vom MSC Bergkamen ins Zeug gelegt, um den Förderturm von Haus Aden originalgetreu nachzubauen und schwimmfähig aufs Kanalwasser zu bringen. Die echte Bergmannskleidung samt Helmen kommen aus dem Fundus ehemaliger Bergkamener Bergleute. Die Kohle in der Lore womöglich auch. In dem Jahr, in dem der Bergbau endgültig aus dem gesamten Land verschwunden ist, wundert es deshalb nicht: Das Applausometer schlägt am höchsten aus. 86,9 gibt es für diesen „Flying Dutchman“, ganz knapp vor dem Piratenschiff vom THW (86,3) und Kenterklaus, der mit seiner „Emma“ aus dem Lummerland. Man möchte am liebsten ins Hafenbecken springen und hinter der fröhlich feiernden Dutchman-Schar hinterherschwimmen.

Wirkt garantiert erfrischend bei deutlich mehr als 30 Grad in der strammen Sonne.

Wie es die Kinder bei all dem meterhoch an Gummiseilen in den Himmel, auf Strickleitern in die Masten und in Badehosen auf Rutschen schaffen, bleibt rätselhaft. Erst recht spontane Jonglage-Einlagen. Dann doch lieber von futuristischen Apparaten aus dem Wasser in die Höhe blasen lassen, das verspricht wenigstens Abkühlung. Und dann fällt die Heimfahrt auf dem Rad bestimmt auch deutlich leichter…

 




Sonne, Wasser, Hafenfest: Bergkamens miritime Großveranstaltung zeigt sich von der besten Seite

Musik aus der Karibik gab es am Samstag auf dem Hafenplatz von der Reggae-Band „staxX“

Karibische Gefühlen kommen an diesem Wochenende in der Marina Rünthe beim 20. Bergkamener Hafenfest auf. Das nicht nur, weil sich Piraten im Sportboothafen eingenistet haben, sondern weil die Sonne es wieder besonders gut meint. Am Sonntag sind Temperaturen von über 30 Grad angesagt.

Deshalb sollten die Besucherinnen und Besucher an eine Kopfbedeckung denken und alle unbekleideten Körperteil mit Sonnenschutz einreiben. Wer Kinder zum Hafenfestspaß mitbringt, sollte Wechselkleidung, Badezeug und Handtusch nicht vergessen. Denn bei einem der aufblasbaren Vergnügungen für die jungen Besucher, die vom Team von Monkey Island betreut werden, handelt es sich um eine Rutsche, bei der die Kinder zum Schluss in einem Wasserbecken landen. Eine Erfrischung, die hochwillkommen ist.

Und wer sich lieber ein kühles Lüftchen in 30 Metern Höhe um die Nase wehen lassen will, der sollte unbedingt das Nostalgie-Riesenrad ausprobieren. Es bietet einen herrlichen Ausblick auf Marina-Gelände und weit darüber hinaus.
Bereits am Samstag brauchte sich niemand über einen mangelnden Besucherandrang zu beklagen. Die Erfahrungen aus 20 Mal Hafenfest besagen: Am Sonntag kommen noch mehr.

Dass Unna gleichzeitig sein Festa Italiana feiert, macht gar nichts. Einiges hat die Kreisstadt mit ihrer Großveranstaltungnicht zu bieten. Am Samstagabend wird Burning Heart wie fast in jedem Jahr den großen Hafenplatz zum Kochen bringen. Am Sonntag steigen dann die Drachenbootrennen mit 20 Teams auf dem Datteln-Hamm-Kanal. Nicht zu vergessen ist die große Wasserskishow, die es in dieser Form im Kreis Unna nur in der Marina Rünthe gibt.




Stefan Heucke: Der glückliche Prinz, Konzertveranstaltung der Musikschule Bergkamen

Stefan Heucke. Foto: Christoph Fein

Der Komponist Stefan Heucke ist einigen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Bergkamen noch in Erinnerung, denn er war für viele Jahre an der Musikschule tätig. Inzwischen ist er ein international erfolgreicher Komponist. Vor etwa zwei Jahrzehnten hat er einen Zyklus von 21 Klavierstücken geschrieben, die sich auf das Märchen „Der glückliche Prinz“ von Oscar Wilde beziehen.

Mit diesen Stücken wollte er junge Musikerinnen und Musiker an die zeitgenössische Musik heranführen. Durch den Zusammenhang mit dem Text des Märchens gelingt es ihm dabei, Kinder und Jugendliche an eine moderne Musiksprache heranzuführen. Die Stücke verlangen unter-schiedliche Spieltechniken. Hier sind die eigenen Erfahrungen des Komponisten als Klavierlehrer mit eingeflossen.

Die Stücke werden von Klavierschülerinnen und -schülern der Musikschule gespielt. Das Märchen wird vom Komponisten selbst gelesen. Das Konzert findet in der „sohle 1“ des Stadtmuseums in Bergkamen-Oberaden statt. Es beginnt um 19 Uhr und dauert etwa eine Stunde. Der Eintritt ist frei.




Knieschmerz Thema in der Pulsschlagreihe

Dr. Dieter Metzner

„Akuter und chronischer Knieschmerz sind Thema der Pulsschlag-Veranstaltung von VHS und Klinikum Westfalen im Hellmig-Krankenhaus am Mittwoch, 5. Juni, ab 18 Uhr.

Ursachen von Knieschmerzen und Therapiemöglichkeiten stellt Dr. Dieter Metzner, Chefarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie und Leiter des Endoprothetik-Zentrums am Hellmig-Krankenhaus vor. Er betont, nicht immer müsse gleich operiert werden. Es lohne sich, auch andere Optionen auszuschöpfen. Wenn ein Gelenkeingriff unumgänglich ist, bietet das zertifizierte Zentrum am Kamener Krankenhaus mit langjähriger Kompetenz umfassende Möglichkeiten. Die Teilnahme an der Vortragsveranstaltung im Hellmigium, dem Vortragssaal des Krankenhauses, ist kostenlos.




Leserbrief der BI gegen die L 821n: Der Bau zusätzlicher Straßen kann nicht die Lösung sein

Auf den jüngsten Leserbrief der BI für den Bau der L821n antwortet der Sprecher der BI L821 Nein!, Andreas Worch. Wie immer gilt: Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion widergeben. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

„Sehr geehrter Herr Schauerte,
ich möchte eine Antwort auf Ihren Leserbrief formulieren.

Hoffentlich sprechen die Parteien, die im Stadtrat der Stadt Bergkamen vertreten sind, miteinander. Das nennt man Demokratie. Wie die CDU das macht , kann ich nicht beurteilen.

Ihre Argumentationen, wir bekommen auf jeden Fall mehr Verkehr, da kann man nichts dran machen, erinnert mich an die Argumentation der AFD. Den Klimawandel gibt es nicht, alles hat einen natürlich Ursprung und der Mensch hat damit nichts zu tun. Ich weiß nicht , ob Sie es schon mitbekommen haben, wir müssen die Klimaerwärmung in den nächsten 8 Jahren zwingend auf 1,5 Grad beschränken. Ab da setzt ein irreversibler Prozess ein, den wir nicht mehr zurück drehen könne. Dieser Meinung sind inzwischen über 99% der Wissenschaftler. Ich kenne die Strategie der CDU, lasst uns doch die Straße erstmal bauen und dann mal schauen was passiert. Bei der Klimaproblematik halte ich diese Strategie für grob Fahrlässig. Wir bekommen keine zweite Chance und JEDER muss dazu etwas beitragen, auch die Kommunen. Es wird in keinster Weise reichen, wenn wir am Wochenende ein wenig mehr Rad fahren. Wir müssen den CO² Ausstoß drastisch reduzieren und haben noch 8 Jahre Zeit.

Der Bau von zusätzlichen Straßen IST und KANN keine Lösung für die Vermeidung von Verkehrslärm sein. Das ist NUR eine Verlagerung an einen anderen Ort. Wie viele Straßen wollen Sie denn bauen. Die Werner Straße , die Lünener Straße haben erheblich mehr Verkehr als die Schulstraße. Sollen da weitere Umgehungsstraßen gebaut werden? Wie viel Straßen wollen Sie denn für lauten Straßen in Dortmund bauen ….Geben Sie doch endlich zu, dass es Ihnen um rein private Interessen einiger Anwohner geht, die ruhiger wohnen wollen. Das hat aber in keinster Weise etwas mit einem sinnvollen Ansatz zu tun, den Straßenverkehr zu reduzieren. Ja, wir müssen den Verkehr reduzieren. Es geht nicht anders. Fragen Sie doch mal ein CO² Molekül ob es mit sich verhandeln lässt, nicht mehr so viel Wärmestrahlung zu reflektieren oder zu absorbieren, weil es einigen Anwohner zu laut an der Schulstraße wird. Wir können mit den Naturgesetzen nicht verhandeln.

Wie kann man bloß so egoistisch argumentieren? Das ist unverantwortlich den späteren Generationen gegenüber. 80% der großen Städte liegen in Küstenregionen. Wenn der Meeresspiegel steigt, werden wir hunderte Millionen Klimaflüchtlinge bekommen. Was meinen Sie, wo das Ziel dieser Flüchtlinge liegen wird. Ja, die L821n wird die Welt auch nicht retten, sie ist aber ein kleiner Beitrag zur Gesamtlösung. Jeder muss seinen Teil dazu beitragen. In dem wir den Autoverkehr attraktiver machen, wird das nicht gelingen.

Die L821n als Hilfe, als Umleitung für den zukünftigen 6 spurigen Ausbau des Kamener Kreuzes anzuführen ist …. mir fallen da nicht die richtigen Worte ein. Ich fühle eine großes Ohnmacht in mir, dass es Menschen gibt, die es immer noch nicht verstehen. WIR BRAUCHEN WENIGER STRAßENVERKEHR und wir können es steuern. Wer denn sonst? Ja, wir brauchen weniger Flächenversiegelung, ja wir brauchen weniger Konsum und damit wieder weniger CO², wir brauchen weniger CO² Produktion durch die Industrie. Ja, wir brauchen weniger CO² Produktion durch Kraftwerke. Wer kann das erreichen? Wir alle! Wir haben nur noch 8 Jahre Zeit.(https://www.mcc-berlin.net/forschung/co2-budget.html).

Wenn Ihnen das alles nicht einleuchtet dann vielleicht doch folgendes, die Ressourcen dieser Erde sind endlich. Stimmen Sie mir da zu? Alleine diese Tatsache gebietet es uns, mit den vorhandene Ressourcen so pfleglich wie möglich umzugehen und im günstigsten Fall neutral zu wirtschaften. Der bau von zusätzlichen Straßen gehört sicherlich nicht dazu.“




Leserbrief der BI Pro L821n – jetzt!: „Das Henne-Ei-Problem“

Für die BI Pro L821n – jetzt! schreibt deren Sprecher Thomas Schauerte folgenden Leserbrief. Auch hier gilt: Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion widergeben. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

„Betrachtet man die L 821n weiterhin realistisch, dann ist und bleibt sie eine alternativlose Ortsumgehungsstraße für die stark verkehrsbelasteten Ortsdurchfahrten in Oberaden und Weddinghofen. Sie wurde zudem im Bergkamener Rat im Jahr 2017 als alternativlose Lösung für die Verkehrsproblematik beider Ortsdurchfahrten festgestellt, darüber waren und sind sich alle einig. Die politischen Versprechungen der vergangenen 40 Jahren wurden hierzu am 28.06.2017 durch SPD, CDU und FDP umgesetzt. Das Land NRW, als Bau- und Betriebskostenträger dieser Straße, hat über Straßen.NRW den Baustart auf den Spätsommer 2019 festgelegt.

Am 22.05.2019 beantragte die Bergkamener SPD-Fraktion nun eine Resolution zur Ablehnung der L 821n in Bergkamen, abgestimmt wird hierzu in der Ratssitzung am 06.06.2019. Wird die SPD hier über die Bergkamener Grünen im Hintergrund gelenkt? In der aktuellen Tagespresse wird von Gesprächen beider Fraktionen zu diesem Thema berichtet. Angeblich soll es zwischen den beiden Fraktionen keine Abstimmungen gegeben haben. In diesem Zusammenhang hat der
Ortsverbandsvorsitzende der Bergkamener Grünen, Rolf Humbach, bereits vor ca. 3 Wochen in der Presse von einer „faustdicken Überraschung“ durch die SPD berichtet. Was passiert da? Begibt sich die SPD aufgrund der Wahlergebnisse schon mal auf gemeinsamen Kurs mit den Grünen?

Hintergrund der beantragten Resolution ist, dass eine der 6 Forderungen des Ratsbeschlusses vom 28.06.2017 bisher nicht vom NRW-Verkehrsministerium, sowie auch seitens Straßen.NRW, die diesem Ministerium unterstellt sind, eindeutig zugesagt wurde. Es handelt sich dabei um die Forderung, dass die L 664 in Weddinghofen und Mitte, die zwischen B 233 und L 654 (alte B 61 Lünener Str.) verläuft, nach Fertigstellung der L 821n zur Kreisstraße herabgestuft wird. Diese Entscheidung kann nur vom NRW-Verkehrsministerium in Absprache mit Straßen.NRW erfolgen. Nun liegt diese Zusage bisher nicht schriftlich vor, und ist bei sachlicher Betrachtung eine formelle Angelegenheit. Zumal die ebenfalls geforderte Herabstufung der L 821 (Jahnstraße) sich alleine schon aus der Tatsache heraus ergibt, dass nicht zwei Landesstraßen mit identischer Bezeichnung und Anbindung parallel geführt werden. Damit wäre die 2. Forderung, in sich selbst begründet, als eigentlich sinnfrei zu betrachten.

Auch die 3. Forderung mit dem Bau erst zu beginnen, wenn der Grunderwerb zu 100% gesichert ist, ist für Straßenbauprojekte, die durch einen Planfeststellungsbeschluss geführt werden, überflüssig, da über die notwendigen Grundstücke grundsätzlich verfügt wird.

Die 4. Forderung beinhaltet, dass Fördermittel für den Umbau der Straßen bereitgestellt werden sollen. Wenn diese aber nach Herabstufung zur Kreisstraße keine Landesstraßen mehr sind, ist die NRW-Landesregierung auch nicht mehr direkt für die Fördermittel dieser Straßen zuständig. Somit ist auch diese Forderung nach einer finanziellen Förderung nicht nachvollziehbar.

Die 5. Forderung der Einwilligung zur Anordnung von Gewichtsbeschränkungen (7,5 t) beider Ortsdurchfahrten, nach erfolgter Umwidmung zur Kreisstraße, obliegt dann nicht mehr der Entscheidung des NRW-Verkehrsministeriums, sondern des Kreises Unna. Somit ist auch diese Forderung an die falschen Empfänger gerichtet und damit sinnlos.

Auch die 6. Forderung nach einer Fortschreibung des landwirtschaftlichen Begleitplans (LPD) ist im Grunde genommen nur ein freundlicher Hinweis, denn der LPD ist im Zusammenhang mit einem genehmigten Planfeststellungsbeschluss rechtsverbindlich.

Es stellt sich doch die Frage, wer sich diese 6 Forderungen Mitte 2017 ausgedacht hat?

Und auch hier wieder die realistische Betrachtung: Für Oberaden ergibt sich mit der L 821n eine 100% Lösung, das ist zweifelsfrei klar. Aus welchem Grund will man jetzt alles ablehnen? Für Weddinghofen fehlt zwar noch die Zusage zur Umwidmung auf eine Kreisstraße, jedoch stellt sich auch hierbei die Frage „wer war eigentlich zuerst da war, die Henne oder das Ei?“. Lassen wir das Küken doch mal aus dem Ei schlüpfen und zerschlagen doch bitte nicht gleich die L 821n mit der Aussage “Dann eben nicht!“.

Der Rück- und Ausblick auf das Bergkamener Verkehrsgeschehen fällt realistisch betrachtet wie folgt aus: Die amtlichen Verkehrszahlen steigen unaufhaltsam an, daran zweifelt niemand, es sei denn das Erdöl dieser Erde wäre morgen verschwunden. Selbst dann hätten wir genügend alternative Kraftstoffe für die Aufrechterhaltung des Verkehrs. Denn eines ist sicher: Solange Steine, Stahl und auch Pakete nicht per E-Mail verschickt werden können, wird uns der LKW-Verkehr begleiten. Den einen mehr, den anderen weniger und manche recht heftig, hierzu zählen auch die Ortsdurchfahrten von Oberaden und Weddinghofen.

Die umliegenden Autobahnen A1, A2, A 44 wurden und werden 6-spurig ausgebaut.
Voraussichtlich ab 2023 soll mit dem Ausbau des Teilabschnitts der A1 vom Kamener Kreuz bis Hamm/ Werne, bis nach Hiltrup begonnen werden. Diese 31 km werden für eine Bauzeit von ca. 8 bis 10 Jahren einen erheblichen zusätzlichen Ausweichverkehr für Bergkamen bedeuten. Und selbst nach Fertigstellung der A1, ist und bleibt Bergkamen, im nicht gerade seltenen Fall eines A1-Stauereignis, die alternativlose Ausweichstrecke für die Stauumfahrung. Dies wird leider genauso eintreten, daran wird auch „Greta“ und die „grüne Politik“ nichts ändern können. Unsere Nachbarstadt Werne hat sich kürzlich mit dem Neubau ihrer Ortsumgehung, mit anschließendem Ringtausch durch Umwidmung der Straßenkategorie mit Durchfahrtsbeschränkungen, bereits hervorragend gerüstet. Auch hierfür gab es nach Fertigstellung der neuen Straßen grünes Licht aus Düsseldorf sowie auch von Straßen.NRW aus Bochum.

Für Bergkamen wird es mit der L 821n ebenfalls genauso funktionieren!“