Wechsel und Beständigkeit in Bergkamen: Mehr als 60 Gäste beim IHK-Wirtschaftsgespräch bei Bulten

Beim IHK-Wirtschaftsgespräch in Bergkamen (v.l.): Dominik Stute, Dunja Faust, Wulf-Christian Ehrich, Dr. Hans-Joachim Peters und Frank Welzel
Foto: IHK zu Dortmund/Stephan Schütze

Mehr als 60 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung waren zum traditionellem Wirtschaftsgespräch der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund zur Bulten GmbH in Bergkamen gekommen. Nach seiner Begrüßung übergab Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund, die Leitung des Wirtschaftsgesprächs an IHK-Referent Dominik Stute, der ihn in seiner Funktion als Regionalbetreuer für Bergkamen beerbt hat. Stute bedankte sich beim Hausherrn für die Gastfreundschaft und führte durch den Nachmittag.

Als Vertreter für Bürgermeister Roland Schäfer berichtete der Erste Beigeordnete der Stadt Bergkamen Dr. Hans-Joachim Peters über aktuelle Entwicklungen in Bergkamen. Themenfelder waren dabei insbesondere der großflächige Einzelhandel, sowohl im Rathausviertel als auch im Siedlungsschwerpunkt Rünthe. Ein weiteres wichtiges Thema war das gerade verabschiedete Klimaschutzkonzept. Peters appellierte an die heimische Wirtschaft, dem Beispiel der gastgebenden Bulten GmbH zu folgen. Das Unternehmen war aufgrund erfolgreicher Investitionen für Energieeinsparungen im Jahr 2016 mit der Klimaschutzflagge des Kreises Unna bzw. der Landesinitiative Agenda 21 ausgezeichnet worden.

Der stellv. IHK-Hauptgeschäftsführer Wulf-Christian Ehrich erläutert im Anschluss unter anderem die bisherigen Ergebnisse der „Ruhrkonferenz“ und berichtet über die Herausforderungen in der Regionalplanung sowie die aktuellen Entwicklungen beim Brexit. In seinem Vortrag widmete sich Ehrich zunächst der gesamtwirtschaftlichen Lage. Mitte Oktober hatten die IHKs aus dem Ruhrgebiet den aktuellen Ruhrlagebericht vorgelegt. Zwar folge nach einem langen Hochsommer jetzt der konjunkturelle Herbst, von einer Schlecht-Wetter-Front am Konjunkturhimmel könne aber für den westfälischen Teil des Ruhrgebiets keine Rede sein. Das ist das Ergebnis der IHK-Konjunkturumfrage bei 139 Unternehmen mit mehr als 23.000 Beschäftigten aus den Städten Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna.

Die Geschäftslage wird von den meisten Unternehmen ausgesprochen positiv bewertet, gegenüber dem Jahresbeginn hat sich die Stimmung allerdings eingetrübt. Waren es damals noch 97 Prozent der befragten Unternehmen, die ihre geschäftliche Lage mit der Note gut oder befriedigend bewerteten, so ist der Anteil auf knapp 94 Prozent leicht zurückgegangen. Gegenüber der vergangenen Umfrage haben die Unternehmen ihre Exporterwartungen am deutlichsten nach unten korrigiert. Nur noch 8,4 Prozent der befragten Unternehmen erwarten höhere Exporte. Anfang des Jahres waren es noch 24 Prozent.

Von ausgesprochen guter Stimmung konnte Ehrich berichten, als 55 Startups aus 20 Ländern im Rahmen der diesjährigen „Start.up! Germany Tour“ zu Gast in der IHK zu Dortmund waren. Beim sogenannten Reverse Pitch tauschten die jungen Gründer ihre Rollen mit etablierten Unternehmen. Das heißt, nicht die Startups präsentierten ihre Geschäftsideen dem Publikum, sondern namhafte Firmen wie HELLA und VAHLE Group stellten sich und ihr Konzept vor und warben in kurzen Vorträgen und einer anschließenden Fragerunde für die Zusammenarbeit. Ein Konzept, das viel Beifall fand. Die Tatsache, dass Dortmund zeitgleich zur „Start.up! Germany Tour“ Schauplatz des Digitalgipfels der Bundesregierung ist, sorgte ebenfalls für Anerkennung unter den jungen, internationalen Gästen.

Im Anschluss widmete sich Ehrich dem erforderlichen zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Lünen und Münster und bezeichnete das 27 Kilometer lange Teilstück als die am stärksten vernachlässigte Metropolenverbindung in Deutschland. „Aus unserer Sicht muss mit Weitblick geplant werden. Notwendig ist neben den Reparaturen der bestehenden Mängel auch ein zweites Gleis auf der gesamten Strecke, ausgebaut für durchgängig 230 km/h“, betonte Ehrich. Zudem sei eine Brücke im östlichen Bereich des Dortmunder Hauptbahnhofs erforderlich, um dort die intensiven Ost-West-Verkehre von denen nach Münster abzugrenzen.

Ehrich skizzierte auch die Ergebnisse der „Kohlekommission“: Mit der Schließung von vier Steinkohlekraftwerken im Kreis Unna könnten mittelfristig bis zu 1.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Vor diesem Hintergrund betonte er die Notwendigkeit, dass die vom Bund zugesagten finanziellen Hilfen nicht nur den rheinischen Braunkohlerevieren zukommen. „Auch im Kreis Unna brauchen wir Geld, um diesen Strukturwandel abzufedern.“ Zugleich müsse bei den Planungen für die Nachnutzung der riesigen Areale das große Potenzial als Industrie- und Gewerbeflächen beachtet werden. „Unsere Wirtschaft braucht Flächen, um wachsen zu können“, so Ehrich, der die Verzögerungen beim Regionalplan kritisierte. Der Regionalverband Ruhr wird den für die zukünftige Flächenzuordnung im Ruhrgebiet so wichtigen Regionalplan nicht 2020 verabschieden. „Unsere Unternehmen brauchen endlich Planungssicherheit für ihre Investitionsabsichten. Diese Zeitverzögerung hemmt die wirtschaftliche Entwicklung in unserer IHK-Region und im gesamten Ruhrgebiet.“

Zum Abschluss der Veranstaltung stellten sich führende Unternehmen an der Industriestraße vor: Dunja Faust, Niederlassungsleitung Bergkamen der Paul Hildebrandt AG, stellte ihr Unternehmen als Beispiel für eine erfolgreiche Neuansiedlung vor, für ein etabliertes Unternehmen gab Frank Welzel, Werksleitung Bergkamen der gastgebenden Bulten GmbH, Einblicke in sein Unternehmen, das seit fast 25 Jahren als Produktions- und Logistikstandort vor Ort ist und welches die Teilnehmer des IHK-Wirtschaftsgespräches bei einer abschließenden Werksführung selbst kennenlernen konnten.




VHS übergibt Spende von Dr. Drewermann über 851,70 Euro an Förderverein der Willy-Brandt-Gesamtschule

VHS-Leiterin Sabine Ostrwoski (r.) und der Leiter des Amts für Schule, Sport und Weiterbildung Andreas Kray (2. v. l.) übergaben die Drewermann-Spende an Dirk Rentmeister und Andrea Baudzus. Foto: VHS

Der Spendenerlös der diesjährigen VHS-Veranstaltung „Das Geheimnis des Jesus von Nazareth“ von Dr. Eugen Drewermann geht an den Förderverein der Willy-Brandt-Gesamtschule.

Der gebürtige Bergkamener Dr. Eugen Drewermann verzichtete, wie in jedem Jahr, auf sein Honorar für seinen Vortrag. Stattdessen ruft er in der Veranstaltung immer zu einer Spende für einen gemeinnützigen Zweck, der den Besuchern in der Veranstaltung vorgestellt wird, auf. In diesem Jahr ist ein Spendenbetrag in Höhe von 851,70 € zusammen gekommen. Der kommissarische Schulleiter Dirk Rentmeister und Andrea Baudzus nahmen die Spende, die von Andreas Kray und Sabine Ostrowski als Vertreter der Volkshochschule übergeben wurde, stellvertretend an. Der Förderverein unterstützt die Kinder und Jugendlichen ihrer Schule in akuten Situationen, z.B. mit Gutscheinen für die Mensa, oder ermöglicht im Hauswirtschaftsunterricht einen Beitrag zur gesunden Ernährung.




„Schnupperunterricht“ am Gymnasium Bergkamen – Online-Anmeldung ab Freitag, 15. November, möglich

Der „Schnupperunterricht“ für interessierte Viertklässlerinnen und Viertklässler zählt zu den bewährten und stark nachgefragten Angeboten des Städtischen Gymnasiums Bergkamen. In diesem Jahr findet dieser von Montag, 9. Dezember, bis Donnerstag, 12. Dezember, statt. Beim „Schnupperunterricht“ erhalten die jungen Schülerinnen und Schüler einen realistischen Eindruck vom Unterrichtsalltag und Schulleben am Gymnasium und können aktiv an verschiedensten Fächern teilnehmen.

Ab Freitag, 15. November bis Samstag, 30. November, sind Anmeldungen möglich, erstmals setzt Erprobungsstufenleiter Sascha Rau ausschließlich auf ein Online-Verfahren, bei dem interessierte Eltern ihre Kinder für einen gewünschten Termin eintragen können. „Wir bieten an den drei Tagen acht Termine an, so dass auch Ausweichmöglichkeiten bestehen, sollte der eigentliche Wunschtermin nicht mehr verfügbar sein. Wir bitten darum, sich nur für einen Termin einzutragen, wenn dieser anwählbar ist, gilt die Anmeldung auch“, erläutert Sascha Rau.

Der Link zur Anmeldung ist auf der Homepage der Schule, www.gymnasium-bergkamen.de, abrufbar und ab Freitag, 15. November, aktiviert.

Für Rückfragen steht Sascha Rau unter rau@gymnasium-bergkamen.de gerne zur Verfügung.




Mit Gullydeckel und Poller eingeschlagen: Zahlreiche Fahrzeuge in Kamen-Mitte aufgebrochen

In der Nacht zu Donnerstag sind zahlreiche Fahrzeuge in Kamen-Mitte aufgebrochen und durchsucht worden. In allen Fällen wurden die Scheiben eingeschlagen – zum Teil mit Gullydeckel und Poller.

Die Fahrzeuge sind dann von den bislang noch unbekannten Tätern durchwühlt worden. Wie viele Fahrzeuge letztendlich beschädigt worden sind, lässt sich nach aktuellem Ermittlungsstand noch nicht sagen, da sich nach und nach weitere Geschädigte melden. An einigen Fahrzeugen hat die Polizei Spuren festgestellt und gesichert.

Die Polizei sucht nun dringend Zeugen. Hinweise nimmt die Wache Kamen unter der Rufnummer 02307 921 3220 oder 921 0 entgegen.




Erster Wintermarkt in Bergkamen auf dem Herbert-Wehner-Platz am 23. November

„Rund um die Platane!“ lautet die Überschrift auf dem bunten Plakat, mit dem für eine neue Veranstaltung in Bergkamen-Mitte geworben wird. „Unsere Idee war es, einen Wintermarkt in die Fußgängerzone zu entwickeln – zusammen mit Vereinen, Institutionen und Geschäften aus Bergkamen Mitte.“, so Ortsvorsteher Franz Herdring.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, rund 20 Akteure und Veranstalter beteiligen sich am interaktiven Wintermarkt, der die Platane am Herbert-Wehner Platz als Mittelpunkt hat. An den aufgestellten Buden können die Besucherinnen und Besucher dann allerlei Winterliches erstehen: Erbsensuppe, Currywurst und winterliche Getränke der Wasserfreunde TURA stehen ebenso im Angebot wie Selbstgenähtes aus der PSAG Kontaktstelle Sonnenstrahl, Gebasteltes und Gestricktes.

„Mitmachen ist ganz groß geschrieben!“ betont Ortsvorsteher Franz Herdring. So laden Bastelstände der Villa Kunterbunt zum Mitmachen, Fotoboxen des SPD Ortsvereins Bergkamen-Mitte zum Dokumentieren und die Eintöpfe des roten Kreuzes zum Verweilen ein. Die Fahrzeuge der freiwilligen Feuerwehr aus Bergkamen-Mitte und des roten Kreuzes machen das bunte Bild komplett, das ist für die Besucher des Wintermarktes sicherlich ein besonderes Erlebnis. In der Mitmachbude der Platanenapotheke steht dann auch Gesundheit im Vordergrund.

Das Bühnenprogramm bietet Musik, Tanz und Gesang mit den Kindern aus der Villa Kunterbunt, der Schreberjugend Bergkamen, der Saxophongruppe und dem Verein der schönen Künste.

Die winterliche Open-Air-Modenschau der Walter-Schnückel AG, die ab 14.00 Uhr stattfindet, ist eine besondere Veranstaltung des Wintermarktes.

Premiere auf dem Wintermarkt feiert der Sänger der Kultband „Burning Heart“, Thomas Leitmann. Auf seinen Auftritt, den Leitmann zusammen mit seinem Keyborder Stefan Chudaska präsentieren wird, freut sich Franz Herdring besonders und ist sich sicher: „Bei der Musik wird es nicht bleiben, Autogramme wird es auch geben.“

Und dazu eine Waffel oder ein Crepês – der Tennisverein Blau-Weiß Bergkamen und Turnen und Leichtathletik von TURA laden dazu herzlich ein.

Informationen:
Der Wintermarkt findet statt am 23.11.2019 in der Zeit von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr.
Ort der Veranstaltung: Herbert-Wehner-Platz, Rund um die Platane, Bergkamen

Mitwirkende u.a.:

AWO Villa Kunterbunt, Deutsches Rotes Kreuz Bergkamen, Freiwillige Feuerwehr Bergkamen, Platanenapotheke, PSAG Kontaktstelle Sonnenstrahl, Schreberjugend Bergkamen, Saxophongruppe, SPD Ortsverein Bergkamen- Mitte, Thomas Leitmann von Burning Heart, Turnen und Leichtathletik TURA, TV Blau Weiß Bergkamen, Verein der schönen Künste, Walter Schnückel GmbH, WasserfreundeTURA.

Schirmherrschaft: Franz Herdring, Ortsvorsteher

Bühnenprogramm

11:00 Uhr           Eröffnung durch Ortvorsteher Franz Herdring
Musik und Tanz durch die Kinder der Villa Kunterbunt „Winter“

12:00 Uhr           Saxophonmusik zur Winterzeit

13:00 Uhr           Schreberjugend meets Winter

13:30 Uhr           Winterzauber: Musik und mehr von und mit Thomas Leitmann und Stefan Chudaska
von Burning Heart

14:00 Uhr           Modenschau Walter Schnückel AG

15:00 Uhr           Verein der schönen Künste zur Winterzeit

 




Wohnungseinbruch am Mittwochmorgen am Espenweg in Weddinghofen

Während der Abwesenheit der Bewohner hebelten unbekannte Täter am Mittwoch zwischen 9 Uhr und 12.30 Uhr eine Nebeneingangstür eines Einfamilienhauses am Espenweg in Weddinghofen auf. Sie suchten im Haus laut Polizei zielgerichtet nach Wertgegenständen und entwendeten Schmuck.

Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




Schiedsrichterkameradschaft Kamen/Bergkamen – Neue Schiedsrichter begrüßt

Neue Fußballschiedsrichter begrüßt (v. l.): v.l.: Stephan Polplatz /Stellv. Gruppenobmann, Senar Berissa, Florian Scholz, Heiko Rahn

Heiko Rahn, Gruppenobmann der Schiedsrichterkameradschaft Kamen/Bergkamen, konnte jetzt drei neue Schiedsrichter begrüßen, die die Prüfung in Theorie und Praxis im abgeschlossenen Anwärterlehrgang bestanden haben.

Neu dabei sind Jan-Peter Hoppe/SuS Kaiserau, Florian Scholz/Kamener SC und Senar Berissa/Westf. Wethmar.

Der Lehrstab des heimischen Schiedsrichterausschusses plant aktuell die Termine in 2020 und beabsichtigt vor den Osterferien und nach den Sommerferien die nächsten Anwärterlehrgänge durchzuführen.

Von Seiten des Fußball-und Leichtathletikverbandes Westfalen wird ebenfalls ein Anwärterlehrgang angeboten, der vom 25. bis 27. September 2020 in der Sportschule Kaiserau als Kompaktlehrgang angeboten wird.




Hundefreilauffläche an der Werner Straße kann ab Montag wieder voll genutzt werden

Die an der Werner Straße, südlich der Hamm-Osterfelder-Bahn gelegene städtische Hundefreilauffläche wurde in den letzten Wochen von Mitarbeitern des Baubetriebshofes der Stadt Bergkamen überarbeitet. Hierzu war es erforderlich, eine Teilfläche der Anlage für ca. 6 Wochen zu sperren.

Die Arbeiten konnten zwischenzeitlich abgeschlossen werden. Da nun die Verdichtung des Bodens erfolgt ist und die erforderliche Wartezeit für die Neueinsaat abgewartet wurde, steht die Anlage ab Montag, 18. November, den Nutzern wieder zur Verfügung .

Im Interesse aller Nutzer der Fläche wird nochmals darauf hingewiesen, dass das Graben der Löcher durch die Hunde von den Hundehaltern zu unterbinden ist. Andernfalls sind die Löcher von den Hundehaltern wieder aufzufüllen, um eine gefahrlose Nutzung der Fläche zu gewährleisten .




Wir brechen das Schweigen: Stadt Bergkamen unterstützt bundesweite „Gewalt gegen Frauen“-Aktion

Der Bergkamener Verwaltungsvorstand unterstützt die Telefonaktion „Gewalt gegen Frauen“. Foto: Stadt Bergkamen

Gewalt gegen Frauen wird viel zu oft kleingeredet. Es wird nicht hinterfragt, nicht hingesehen und viel zu selten zugehört. Gewalt droht Frauen oft gerade dort, wo sie sich besonders geborgen fühlen sollten: zu Hause. Viele betroffene Frauen schämen sich und es fällt ihnen schwer, über das Erlebte zu reden. Doch reden kann helfen. Es gibt viele Einrichtungen, die Frauen unterstützen, sich dauerhaft aus einer Gewaltsituation zu befreien. Eine davon ist das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, das jeden Tag rund um die Uhr erreichbar ist. Dabei ist Unterstützung nötig das Hilfetelefon noch bekannter zu machen, damit mehr Frauen wissen, wohin sie sich wenden können, wenn sie Hilfe brauchen.

Mit der Teilnahme an der bundesweiten Aktion „Wir brechen das Schweigen“ erklärt sich der Verwaltungsvorstand der Stadtverwaltung Bergkamen solidarisch mit dem Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“. Die Aktion hat das Ziel, die Hilfetelefonnummer 0800 116016 bei Betroffenen, Angehörigen und Fachkräften bekannter zu machen. Sie läuft ab dem 15. November als Mitmachaktion unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey.

Der Verwaltungsvorstand versteht die Teilnahme als Signal, Gesicht zu zeigen, voranzugehen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch die Bürgerinnen und Bürger zu ermuntern, sich ebenfalls an der Aktion zu beteiligen.




Kürbis-Cup der GWA-Abfallberatung: Garten-AG Bergkamener des Gymnasiums gehört zu den Hauptgewinnern

Die Garten-AG des Bergkamener Gymnasiums

Beim siebten kreisweiten von der GWA – Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna mbH ausgelobten Kürbiswettbewerb hat die Kindertageseinrichtung Kinderhaus e.V. in Lünen den dicksten Kürbis herangezogen. Mit einem Umfang von 122 cm heimste die Lünener Einrichtung den Hauptpreis von 200 € ein.

Der Kürbis der Regenbogenschule in Fröndenberg erreichte einen Umfang von 116 cm und sicherte der Schule den zweiten Platz. Platz drei belegte knapp dahinter die Garten-AG des städtischen Gymnasiums in Bergkamen mit einem Kürbisumfang von 114 cm. Neben den Preisgeldern für die drei Erstplatzierten erhielten die Plätze vier bis zehn als Sachpreis jeweils ein schönes Vogelhäuschen inkl. Vogelfutter.
Im Frühjahr waren insgesamt 77 Kindergärten und Schulen, teilweise mit mehreren Gruppen bzw. Klassen, in den Wettbewerb gestartet. Dazu hatte die GWA-Abfallberatung allen teilnehmenden Einrichtungen Kürbissamen einer bestimmten Sorte, Pflanzempfehlungen und Gutscheine für Kompost zur Verfügung gestellt. Eigener Kompost durfte selbstverständlich auch verwendet werden. Ab April wurden die Samen vorgezogen und anschließend ausgepflanzt. Von da an verfolgten die Kinder gespannt das Wachstum der Pflanzen.

Aufgrund des trockenen Sommers war die Ausbeute in diesem Jahr leider nicht so groß wie in den vorhergegangenen Wettbewerben. Viele Teilnehmer waren mangels Kürbis leider ausgeschieden. 28 Einrichtungen haben schließlich Kürbisse ins Ziel gebracht.

Ziel des Wettbewerbs war es, Kindern auf spannende Weise zu vermitteln, wie wertvoll Kompost aus Küchen- und Gartenabfällen für das Wachstum von Pflanzen und Gemüse ist. So wollte die GWA mit dem Wettbewerb Kinder dafür sensibilisieren, dass Küchen- und Gartenabfälle nicht achtlos weggeworfen werden, sondern gesammelt, kompostiert und anschließend weiterverwendet werden können. Das sei zweifelsohne gelungen: „Die Kinder haben das Wachsen der Kürbisse mit Begeisterung verfolgt“, berichtet GWA-Abfallberaterin Dorothee Weber. Einige Einrichtungen hatten zum Beispiel die einzelnen Wachstumsstadien dokumentiert, Rezepte gesammelt oder sogar einen Projekttag veranstaltet.

Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf www.gwa-online.de.




Kohleausstieg: Weniger Geld für den Kreis Unna und damit auch für Bergkamen?

Landrat Michael Makiolla. Foto: Linda Peloso, Kreis Unna

Der Bund will bis spätestens 2038 den Ausstieg aus der Braun- und Steinkohle geschafft haben. Davon besonders betroffen ist der Kreis Unna. 40 Milliarden Euro soll es insgesamt für betroffene Kreise und Städte in Deutschland zur Gestaltung des Wirtschaftswandels geben. Doch durch eine geplante Änderung im Gesetz könnte der Kreis Unna jetzt weniger Geld bekommen als gedacht.

„Die NRW-Landesregierung ist gerade dabei, die gesetzlichen Regelungen zum geplanten Kohleausstieg, die unter anderem dem Kreis Unna den Zugang zu finanziellen Strukturhilfen ermöglichen sollen, aufzuweichen und zu verwässern“, berichtet Landrat Michael Makiolla. „Kommt die NRW-Landesregierung mit einem Änderungsantrag zum Strukturstärkungsgesetz des Bundes durch, dann werden in den kommenden 18 Jahren für den Kreis Unna voraussichtlich deutlich weniger Fördermittel zur Verfügung stehen als bisher vorgesehen.“

Geld muss dorthin, wo gebraucht wird
Von den rund 40 Milliarden Euro, die bis 2038 gezahlt werden sollen, sollen 600 Millionen bis eine Milliarde Euro an den Kreis Unna und vier andere Städte aus dem Ruhrgebiet gehen. „Dort werden Steinkohlekraftwerke stillgelegt. Dort wird das Geld gebraucht“, betont Makiolla.

Das Problem aus Sicht des Landrats: Die Landesregierung versuche nun, den Gesetzentwurf der Bundesregierung so umzuformulieren, dass auch nichtbetroffene Kommunen außerhalb der vorgesehenen Gebietskulisse von diesen Fördergeldern profitieren können.

Aufruf zu politischem Widerstand
„Das widerspricht den originären Interessen des Kreises Unna sowie seiner Städte und Gemeinden“, sagt Makiolla. „Deswegen appelliere ich parteiübergreifend an alle Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker aus dem Kreisgebiet politischen Widerstand gegen diese Pläne der Landesregierung zu leisten!“ PK | PKU