Mordsaussichten für Krimifans: Gleich fünf spannende Krimiabende in Bergkamen

Fünf Veranstaltungen mit herausragenden Autor*innen, außergewöhnliche Orte! In Bergkamen wird im Rahmen von Mord am Hellweg, Europas größtem internationalem Krimifestival verbrochen und gemordet. Bereits im September geht es los: Krimiautoren der Extraklasse lesen aus ihren Werken und schicken ihre besten Ermittler ins Rennen, um die mysteriösen Todesfälle aufzudecken.
Den Anfang macht am 22.09.2024 die „Spanische Nacht“ im Thorheim. Madrid und die Kanaren – das sind Orte, die eher mit Ferien in Verbindung gebracht werden. Die beliebten Urlaubsziele haben jedoch auch mörderische Seiten, das beweisen José Luis Correa und Berna González Harbour. Für den spanisch-musikalischen Rahmen sorgt der Gitarrist Juan Carlos Arancibia Navarro.
Weiter geht’s am 28.09.2024 im studio theater bergkamen mit Deutschlands Nummer-1-Bestseller-Autor Klaus-Peter Wolf. Der Abend ist schon deshalb Pflicht, weil der sympathische Autor nicht nur aus seinen zwei aktuellen Krimis liest, sondern auch immer wieder schöne Anekdoten aus seinem Autorenleben zum Besten gibt. Begleitet wird er dabei von Liedermacherin Bettina Göschl, die auf der Gitarre kongenial mit kriminellen Songs aufwartet. Ein Abend der Extraklasse!
Deine Zeit läuft ab. Und nirgends wirst du sicher sein. Das verspricht „Das Ende“, der rasante vierte Band der „Björk und Brand“-Reihe des Bestsellerautors Jan Beck, der in den letzten Jahren im Thriller-Genre groß Furore gemacht hat. Der Autor wird am 13.10.2024 in der Trauerhalle Schäfer/Hünerbein aus seinem neuesten Werk vorlesen. Außerdem stellt Jan Beck seine exklusiv für den Krimiband „Verbrechen nebenan“ geschriebene Geschichte „Die Elstern von Bergkamen“ vor. Für alle Fans des Thrills ist dieser Abend ein Muss!
Extreme Hitze, heftigste Stürme, sintflutartiger Regen, andauernde Trockenheit und rapide schmelzende Polarkappen – die ersten Ausläufer der Klimakrise zeigen sich längst und die Zukunft unserer Lebenswelten erscheint immer problematischer und ungewisser. Das beschäftigt mittlerweile auch Thrillerautor*innen. Und wie! Drei davon stellen am 20.10.2024 ihre unglaublich spannenden Klima-Thriller in der Ökologiestation in Bergkamen vor. Mit Thilo Winter, Tibor Rode und Wolf Harlander wird beim „KlimaThrill“ in unterschiedlichsten Szenarien ermittelt.

Zum Abschluss treffen am 04.11.2024 im Stadtmuseum der unkonventionelle Privatermittler Bischof und der selbstbewusste Strafverteidiger Pirlo aus den Federn von Arno Strobel und Ingo Bott aufeinander. Obwohl Pirlo Bischoff nicht leiden kann, finden sich beide plötzlich auf derselben Seite wieder – und schmieden einen gewagten Plan… Pirlo & Bischoff, Bott & Strobel auf einer Bühne – das verspricht beste Unterhaltung und Spannung pur!
Tickets für alle Veranstaltungen erhalten Sie ab sofort unter:
Stadt Bergkamen, Kulturreferat (02307) 96 54 64, tickets.bergkamen.de; Westfälisches Literaturbüro in Unna (02303) 96 38 50; i-Punkt Unna im zib (02303) 1 03 41 14; www.mordamhellweg.de
Sommerfest des Schützenverein Oberaden 1817 e.V.
Der Schützenverein Oberaden 1817 e.V. feierte am 29.06.2024 mit ca. 50 Schützenschwestern und Schützenbrüder auf dem Hof der Familie Spier sein Sommerfest 2024. Der 1. Vorsitzende Alexander Moser begrüßte alle anwesenden Schützen und bedankte sich bei der Familie Spier für die Bereitstellung der Örtlichkeit.
Zur Verpflegung wurden Kaffee und selbstgemachter Kuchen bereitgestellt und zum Abend gab es einen Grillstand mit selbstgemachten Salaten. Die Schützen und Kinder konnten sich beim Blasrohrschießen und am Nagelbalken miteinander messen. Das Highlight des Abends war das gemeinsame Schauen des EM-Spiels Deutschland vs. Dänemark.
„Wir bedanken uns bei der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen, Einheit Oberaden für die Unterstützung. Auch bedanken wir uns bei allen Helfern für den reibungslosen Auf- und Abbau, sowie allen Schützenschwestern und Schützenbrüdern für ein gelungenes Sommerfest“, heißt es in einer Mitteilung des Schützenvereins.
AnsprechBar der SPD Weddinghofen-Heil an der Bank vor dem Balu
Die SPD Weddinghofen-Heil wird am kommenden Samstag, 6. Juli, in der Zeit von 10:30 bis 11:30 Uhr mit ihrer AnsprechBar an der Grünfläche vor dem Balu in Weddinghofen anzutreffen sein. „Konkret geht es auch um die Frage, ob der beliebte Treffpunkt der neuen Sitzbank auf der Grünfläche noch mal überdacht werden sollte, da es hier immer wieder Hinweise und Beschwerden aus der Bevölkerung gibt“, erklärt Ortsvereinsvorsitzende Jens Schmülling. Die SPD lädt zu dem Ortstermin alle Nachbarinnen und Nachbarn zum Gespräch hierüber ein. Das Ratsteam der SPD Weddinghofen-Heil und der Ortsvorsteher Rüdiger Hoffmann stehen für alle Fragen, Kritik oder Anregungen zur Verfügung und freuen sich auf viele gute Gespräche bei einer Tasse Kaffee oder Tee.
Säureattentat auf einen Gast eines Café´s in Bochum: 43-jähriger Bergkamener festgenommen
Ein 43-jähriger Bergkamener ist am Sonntagnachmittag in Bochum Festgenommen worden. Laut Polizei soll er gegen 15,25 Uhr ein Café an der Oskar-Hoffmann-Straße einen Gast, der an einem Tisch im Außenbereich saß, mit einer säurehaltigen Flüssigkeit übergossen haben. Der Mann wurde dabei schwer verletzt. Eine Frau, die mit ihm am Tisch saß, sowie eine Kellnerin wurden ebenfalls verletzt.
Der Tatverdächtige wurde im Nahbereich festgenommen. Bei dem Mann handelt es sich um einen 43-jährigen Mann aus Bergkamen. Er wird heute im Laufe des Tages wegen versuchten Mordes dem Haftrichter vorgeführt. In der Nacht wurde die Wohnung des Mannes in Bergkamen durchsucht.
Im Rahmen des Einsatzes zogen sich vier Kräfte der Polizei sowie zwei Kräfte der Feuerwehr, die mit der Flüssigkeit in Berührung gekommen sind, ebenfalls Verletzungen zu.
Das Motiv der Tat ist aktuell noch unklar. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.
Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für den Schul- und Vereinssport am Bergkamener Gymnasium: Schulsportübungsplatz überarbeitet
Damit dem Schul- und Vereinssport weiterhin optimale Sportmöglichkeiten im Außenbereich geboten werden kann, wurden die der Kunststoffflächen für Handball und Leichtathletik am Schulsportübungsplatz am Bergkamener Gymnasium überarbeitet.
Der frühere Ascheplatz am Gymnasium ist vor 14 Jahren zu einem multifunktionalen Sportgelände umgebaut worden, um vielfältige Sportmöglichkeiten für Schulen und Vereine zu schaffen. Vorhanden sind Beachfelder und Kunststoffflächen auf denen Handball, Basketball und Leichtathletik durchgeführt werden kann und die einer regelmäßigen Überarbeitung bedürfen.
Bei den Kunststoffflächen war jetzt der Zeitpunkt erreicht, dass die Kunststoffbeschichtung und die Linierung erneuert werden musste. Die Arbeiten zogen sich aufgrund der Witterungsverhältnisse hin und konnten erst in dieser Woche abgeschlossen werden. In Summe wurden ca. 1400 qm Kunststoff ausgebessert Linien für diverse Sportarten neu aufgebracht.
Bereits im Frühjahr 2024 ist der neu gestaltete „Calisthenics Park“ auf dem Sportgelände in Betrieb genommen worden, für den sich die Stadtsportgemeinschaft Bergkamen verantwortlich zeigt. Für die Outdoor-Fitness Geräte und die erforderlichen Arbeiten im Galabau sind dabei ca. 100.000,00 € investiert worden, die eine Förderung von 90 % durch das Land NRW im Rahmen des Förderprogramms „Moderne Sportstätten“ erfahren haben.
Mit der Errichtung des „Calisthenics Park“ und den jetzt abgeschlossenen Erneuerungsarbeiten an den Spielfeldern sind in Summe 200.000,00 € verbaut worden. Den Löwenanteil hat dabei die Stadt Bergkamen getragen, die mit ca. 100.000,00 € beteiligt ist. Damit ist für die nächsten Jahren eine gute Basis für eine vielfältige, sportliche Nutzung gelegt worden.
Geplant sind jetzt bis zu den Sommerferien noch kleinere Arbeiten an den Toranlagen und die Überarbeitung der Sandflächen.
„Generationen im Gespräch“ in der Stadtbibliothek – von Einsichten und Lebensfreuden
Am Donnerstagabend fand in der Stadtbibliothek das erste Treffen der „Generationen im Gespräch“ statt. Sechs geladene Gäste berichteten dabei, anhand offener Leitfragen, aus ihren persönlichen Erfahrungen über bedeutende Lebensereignisse. „Das Besondere daran war, dass wir einen Personenkreis im Alter zwischen Anfang 20 und Mitte 80 hierfür gewinnen konnten. Das Ziel, einen offenen und einen möglichst wertfreien intergenerationalen Austausch anzuregen, um wichtige Themen durch die einzigartige Linse jeder Generation zu diskutieren. Dies ist uns an diesem Abend gelungen“, berichtete die Initiatorin der Veranstaltung Svitlana Berdnykova, Mitarbeiterin der Stadtbibliothek. Die Idee baue auf dem amerikanischen Konzept „generations over dinner“ auf.
Eine heitere Stimmung kam bei der Frage „Wofür fühlst Du dich zu alt?“ auf. Denn es gab ein im Grunde geschlossenes miteinander, dass sich wie folgt zusammenfassen lässt: „eigentlich für (fast) gar nichts!“ Neben dem gab es aber auch Momente, die zur Einsicht einluden und zeigten, dass zum Beispiel im Alter, trotz vieler Hürden, noch vieles möglich sei. Es wurde aber auch deutlich, dass unter den Jüngeren Verantwortlichkeit gegenüber sich selbst und anderen besonders wichtig eingeschätzt werde. Erst das Potpourri an (herausfordernden) Lebenserfahrungen mache einen Menschen zum dem, was er ist, darin bestand unter den Gästen am Ende des Austauschs rege Einstimmigkeit.
In diesem Zusammenhang soll allen geladenen Gästen und den interessierten Menschen im Publikum für Ihre Mitarbeit gedankt werden.
Die Veranstaltung soll wiederholt werden. Am Donnerstag, den 12.09.24 findet in der Stadtbibliothek um 19 Uhr die zweite Runde statt. Dieses Mal lautet das Motto „Arbeit und ihre Bedeutung für mich“. Interessierte, die an dem Gespräch aktiv teilnehmen möchten oder einfach zuschauen mögen, sind herzlich eingeladen. Melden Sie sich bei Interesse hierfür einfach unter s.berdnykova@bergkamen.de
Oberstufenschülerinnen und -schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule absolvieren Ausbildung zum „Übungsleiter-C Breitensport“
Die Schülerinnen und Schüler des Sportleistungskurses der Jahrgangsstufe Q1 der Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen haben an einer Ausbildung zum „Übungsleiter Breitensport“ teilgenommen. Die Teilnehmer erwarben die C-Lizenz und sind somit berechtigt, eigenständig und verantwortlich Gruppen in Vereinen, Schulen und anderen Institutionen zu leiten.
Das zweiwöchige Kompaktseminar stand unter der Leitung der Sportlehrer/innen und Mitarbeiter/innen des Landessportbundes NRW, Kerstin Vulpius, Jörg Hageneier und Ilias Mitat. Zusätzlich unterstützt wurden sie von dem Kollegen Timo Renner.
Die thematischen Schwerpunkte der Ausbildung, die theoretische und praktische Inhalte umfasst, waren die Organisation und Durchführung von Breitensportstunden, die unterschiedlichen Methoden zur Vermittlung von technischen und taktischen Fähigkeiten in Sportspielen, Aspekte der Trainingslehre und Sportmedizin. Weitere Pflichtthemen waren die Prävention von sexueller Gewalt im Sport sowie Integration und Inklusion im Breitensport.
Zudem absolvierten die Schülerinne und Schüler einen Erste-Hilfe-Kurs.
Folgende Schülerinnen und Schüler haben die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen:
Elanur Aksoy, Lana Bittrich, Nicole Brzoza, Dersem Kammo, Natalia Krysiak, Chiara Morawski, Casey Fischer, Melven Fuhrmann, Nico Besgans und Aliya Karadag.
Erfolgreiche Projektwoche der Realschule Oberaden
Gegen Ende des Schuljahres wurde es in und rund um die Realschule Oberaden noch einmal bunt. Unter dem Motto “Vielfalt” feierte die Schulgemeinde das Ende der Projektwoche.
Im Laufe der Woche haben die Schüler*innen viel Neues kennengelernt. Die Schüler*innen erfuhren wie sich Einschränkungen anfühlen – Leben oder auch Basketballspielen in einem Rollstuhl, mit eingeschränkter Seh- und Hörkraft, mit einem Rollator etc. Dazu erhielten sie auch Besuch und viele Erfahrungen aus erster Hand.
Die Bücherwürmer bekamen ebenso Besuch – von einem Autor -, waren aber auch im Vorort aktiv und lasen sowohl im Kindergarten als auch im Altenheim vor. Im Schulgarten floss bei herrlichem Wetter der Schweiß. Die Veränderungen sind deutlich sichtbar. Zudem konnte man Saatbomben für die Insekten erwerben. Ein weiterer Schwerpunkt waren verschiedene Projekte rund um das Kochen. Holländische Spezialitäten, kreativer Kuchen und Cocktails standen zur Auswahl.
Auch für die kreativen Schüler*innen gab es ein breites Angebot. Teilweise wurden die Flure neu und bunt gestaltet. An anderer Stelle wurden auf Wunsch Hennas gemalt oder die selbst gemalte Bilder von Escher präsentiert
Mit einem Crepes in der Hand erfuhr man viel über frankophile Länder. An anderer Stelle konnte man an einem Ratespiel zu mehr als zwanzig Sprachen teilnehmen. Wer trotz der sommerlichen Temepraturen sportlich aktiv werden wollte, konnte entweder Tischtennis spielen oder sich am Padeltennis versuchen. Zudem konnten sich Schüler*innen im Laufe der Woche wie ein Star fühlen.
Erste Kulturpicknick füllt (fast) den letzten Winkel im Römerpark

Das war nun wirklich ein Kurzurlaub! Und was für einer! Der Römerpark verwandelte sich beim ersten Kulturpicknick der Saison in einen riesigen Strand für die ganze Familie. Picknickdecken und Strandstühle, wohin die Augen reichten. Es war fast schon schwierig, mittendrin zwischen Salaten, Kuchen und Snacks noch die Bühne mit den Akteuren zu erkennen. Die hatten für ein Rekordpublikum auch das passende Programm aus Comedy, Jonglage und A-Capella-Gesang dabei. Und das perfekte Hochsommerwetter.

Randvoll gepackte Bollerwagen, überfüllte Fahrradanhänger, Picknickkörbe und Stühle unter den Armen: Die Bergkamener waren am Freitagabend mit Kind und Kegel Richtung Römerberg unterwegs. Längst hat sich herumgesprochen, dass die Kulturpicknicks ein echtes Sommerereignis sind. Plätze sind Mangelware für alle, die zu spät kommen. Die Atmosphäre: Einfach nur gut gelaunt und gelassen. „Greifen Sie ruhig zu!“, hieß es von den Picknickdecken, wenn Mitzuschauer erstaunt vor der eigenen Auslage anhielten. „Wir haben genug dabei!“ Im Sand der Arena hatten sich längst besonders begeisterungsfähige Fangruppen im jüngsten Alter gefunden. Sie begleiteten die Darsteller eskortenartig, wenn die sich jonglierend unter das Publikum mischten. Hunde bellten synchron zum Applaus. Und für die besonders spektakulären Darbietungen wurden auch das ausgelassene Spiel auf dem Spielplatz kurz unterbrochen.

Das Publikum war ausdrücklich zum Mitmachen angehalten. Und es ließ sich nicht lumpen: Engagiert wurde mitgeklatscht, mitgesungen, mitgetanzt, mitkommentiert und mitjongliert. Wenn der schlappe Teddybär zurück auf die Bühne geworfen werden musste, fehlte es nicht an Freiwilligen. Kegel flogen schnurgerade durch die Luft. Die Bergkamener haben eindeutig Artistenqualitäten. „Drop Bert“ gab als Vorprogramm aber auch alles, um seine Zuschauer in Stimmung zu bringen. Dafür braucht er nur hin und wieder echte Worte. Der Rest bestand aus Gebrabbel und abenteuerlichen Geräuschen aus der Beatbox. Die begleiteten ein clowneskes Gestolper mit Pseudo-Zauberei über die Bühne und ins Publikum hinein. Jede Reaktion wurde in die Show integriert. Als am Ende fünf Kegel synchron durch die Luft flogen, hatte fast jeder Bergkamener daran mitgewirkt.
A-Capella-Kontrast mit dem ganz normalen Alltagswahnsinn

Fast schon ein Kontrast dazu war die A-Capella-Boygroup „Anders“ aus Freiburg. Auch sie begeisterten mit ungewöhnlichen Geräuschen zu lupenreiner Sangeskunst. Die Liedtexte waren aber zunächst vordergründig romantisch und melancholisch, wenn sie „Schau mir in die Augen“ sangen oder „Du fehlst!“ beklagten. Es gipfelte jedoch stets in einer satten Portion Selbstironie und entpuppte sich als ganz normaler Alltagswahnsinn, was dort Hip-Hop-mäßig durchexerziert wurde. Jede fühlte sich angesprochen, wenn „Unangenehmes“ am Fließband ausgepackt wurde und alles mitsingen konnten. Oder wenn die Feiernerds ihren Eigenbrötler zur Party überredeten. Und wenn sich die Welt der Probleme nicht nur im Wartesaal frei entfaltete. Tosenden Applaus gab es für Solo-Einlagen mit der Beat Box, die als Mitmach-Übung getarnt waren.

Alle Hände waren in der Luft, wenn mitgeklatscht werden sollte. Dazu musste eigentlich niemand konkret aufgefordert werden. Die Bergkamener waren so gut gelaunt, dass sie selbst den Takt vorgaben. Auch wenn in dem Getümmel der eine oder die andere verloren ging. Die tränenreiche Wiedervereinigung vom panisch verirrten Sohn, der seinen Papa und die richtige Picknickdecke nicht mehr wiederfand, wurde mit frenetischem Applaus belohnt. Mancher wischte sich verstohlen ein Tränchen aus dem Augenwinkel, als sich alle glücklich in die Arme fielen.
Das nächste Kulturpicknick auf keinen Fall verpassen: Am 26. Juli gibt es das „Wunschkonzert der Extraklasse“ – wieder mit „Drop Bert“ im Vorprogramm. Und: Es ist kostenlos!
Auferstehungskirche ist 70: Abendgottesdienst am Sonntag zum Jubiläum
Die ev. Friedenskirchengemeinde lädt am Sonntag, 30. Juni, um 17 Uhr zu einem zentralen Abendgottesdienst in die Auferstehungskirche ein (In den beiden anderen Kirchen gibt es an diesem Tag keine Gottesdienste). Das hat einen besonderen Grund: Das Gotteshaus in Weddinghofen ist vor 70 Jahren geweiht worden. Gehalten wird der Gottesdienst vom Superintendenten des Kirchenkreises Unna Dr. Karsten Schneider mit dem Pfarrteam.
Jahrhundertlang mussten die Weddinghofener zusammen mit den Oberadenern und Niederadenern lange Wege bewältigen, um über Pfade und hölzerne Brücken, zu Fuß oder zu Pferd und mit Wagen ein Gotteshaus zu erreichen. Die Gemeinde gehörte bis 1958 zum Kirchenspiel Methler.
Das Bevölkerungswachstum Weddinghofens hatte immerhin dafür gesorgt, dass es seit 1947 eigene Gottesdienste in Weddinghofen gab – zunächst in der Gaststätte Klute (heute Restaurant Olympia), dann in einer alten Wehrmachtsbaracke an der Schulstraße.
1951 gründete sich schließlich ein Kirchbauverein, 1952 wurde das Grundstück an der Goekenheide erworben. Der erste Spatenstich für die neue Kirche erfolgte im Juli 1953. Die Weddinghofener packten selbst mit an und bauten die Kirche für 120.000 Mark auf. Orgel, Fenster und Taufstein fehlten – dafür reichte das Geld nicht. Dafür gab es die ehemalige Gutsglocke des Gutes Velmede als Geschenk. Sie läutet heute noch im Gestühl, das nachträglich noch einmal verstärkt werden musste. Nach zehnmonatiger Bauzeit wurde die Kirche schließlich am 27. Juni 1954 durch den damaligen Präses der evangelischen Kirche von Westfalen, Ernst Wilm, eingeweiht.

Was noch fehlte, kam später hinzu. Vor allem Pfarrer Heinrich Meier schaffte es immer wieder, die Gemeindeglieder zu Spenden zu motivieren. Der Bildhauer Carl Ernst Kürten gestaltet 1960 den Taufstein. Seit 1965 hat die Auferstehungskirche eine Orgel. Die markanten Glasfester stammen vom Bremer Künstler Heinz Lilienthal, die 1977 fertiggestellt wurden.
Der Pfarrbezirk Weddinghofen hat also allen Grund, den Geburtstag seiner Auferstehungskirche zu feiern, obwohl die damalige kirchliche Baubehörde von den Plänen nicht begeistert war. Die Gestalt der Kirche sei eher „für Markthallen zweckmäßig“ heiß es in einem Vermerk zu den Bauplänen. Man genehmigte den Kirchbau „nur“ als Experiment. Heute besticht die Kirche gerade mit ihrem Innenraum.





