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Bürgermeisterkandidaten machen es selbst: Der offizielle Plakatwahlkampf ist eröffnet

Nahmen am Wiehagen die Erstbeklebung der Wahltafel vor (v. l.): Thomas Heinzel, Bernd Schäfer und Harald Sparringa.

Vor knapp zwei Wochen haben DIE LINKE, Bündnis 90 / Die Grünen, CDU und die SPD ein Wahlkampfabkommen unterzeichnet. Den genannten Parteien geht es um viel mehr als um ein fairen und „sauberen“ Wettkampf um die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger. Bestandteil des Abkommens ist auch, auf eine „wilde“ Plakatierung zu verzichten und nur die inzwischen von der Stadt aufgestellten Tafeln zu nutzen.

Zum Auftakt des Plakatwahlkampfs auf den offiziellen Stellwänden trafen sich am Montagmorgen die Bürgermeisterkandidaten von SPD Bernd Schäfer und der CDU Thomas Heinzel sowie der Ortsverbandssprecher der Grünen Harald Sparringa am Wiehagen, um dort persönlich die Erstbeklebung vorzunehmen. Der Kandidat von BergAUF Werner Engelhardt war nicht dabei. Dieses Bündnis hat das Wahlkampfabkommen nicht unterschrieben. Auch von den Linken war niemand gekommen. Zu diesem Zeitpunkt habe niemand Zeit gehabt, erklärte deren Sprecher Oliver Schröder. Die LINKE empfinde zudem die Zuteilung von Plakatflächen als ungerecht. Einem nächsten Wahlkampfabkommen wolle man nur beitreten, wenn diese Verteilung wie in der Nachbarstadt Kamen gerechter werde.

Neben dem sauberen Stadtbild und dem ökologischen Hintergründen für das Wahlkampfabkommen gehen alle teilnehmenden Parteien davon aus, dass die Bürgerinnen und Bürger sich auch durch Wahlkampfständen, Internet und anderen Mitteln gut über die jeweiligen Wahloption informieren könnten und das „Zuhängen der Landschaft“ der Vergangenheit angehöre.