Behinderungen durch „Elterntaxis“: Sperrung des Parkplatzes vor dem Feuerwehrgerätehaus an der Bambergstraße

Bislang stand der Bereich vor dem Feuerwehrgerätehaus an der Bambergstraße in Bergkamen-Mitte als öffentlicher Parkplatz zur Verfügung. Allerdings durften die mittig gelegenen und entsprechend beschilderten Stellplätze nur durch Feuerwehrleute im Einsatzfall genutzt werden.

Die Stadt hat jedoch in der jüngeren Vergangenheit feststellen müssen, dass diese Einschränkung mehr und mehr missachtet wurde. Insbesondere Eltern, die ihre Kinder morgens zur nahegelegenen Schillerschule bringen bzw. mittags abholen, nutzten die Feuerwehrparkplätze als Wartebereich. Auch in persönlichen Gesprächen zeigten sich die meisten uneinsichtig. Anfang dieses Jahres eskalierte die Situation bei einem Feuerwehreinsatz. „Die Einsatzkräfte mussten die auf den für die Feuerwehr reservierten Plätzen abgestellten Fahrzeuge der Eltern teilweise zuparken, um rechtzeitig zum Einsatz auszurücken. Dies führte zu lautstarken Beschimpfungen durch die betroffenen Eltern, die auf das Einsatzende und die Rückkehr der Feuerwehrmänner und -frauen warten mussten“, berichtet Christine Busch als zuständige Beigeordnete für das Feuerwehrwesen.

Vor diesem Hintergrund hat die Stadt entschieden, dass der gesamte Platz vor dem Feuerwehrgerätehaus ab sofort nicht mehr als öffentlicher Parkplatz genutzt werden darf. Ein entsprechendes Schild „Durchfahrt verboten“ weist an der Zufahrt an der Bambergstraße darauf hin. Auch das Halteverbot vor der Schillerschule wurde deshalb bis zur Ein-/Ausfahrt des Feuerwehrgerätehauses ausgeweitet.
Nur städtische Bedienstete und Feuerwehrkräfte mit Sonderparkausweisen dürfen den Parkplatz noch nutzen. „Wir sehen dazu die Notwendigkeit, um die Einhaltung der vorgeschriebenen Hilfsfristen durch die Freiwilligen Feuerwehr zu gewährleisten“, so Christine Busch und Thomas Reichling als Leiter der städtischen Straßenverkehrsbehörde.

Stattdessen appellieren beide an die Eltern, ihre Kinder möglichst selbstständig zur Schule gehen zu lassen. Reichling erinnert auch an die „Laufbusse“, welche die Schillerschule kürzlich entlang der Hauptschulwege für die Kinder eingerichtet hat. An diesen werden demnächst zusätzliche Wegemarkierungen angebracht und „Haltestellenschilder“ aufgestellt. „Gerade jetzt, wo es morgens schon wieder früher hell wird, können die Kinder auch gut ihre Selbstständigkeit im Straßenverkehr lernen und gemeinsam zeigen“, so Reichling.




Arbeiten an Wasserleitung: Nordfeldstraße wir ab Mittwoch Einbahnstraße

In der Nordfeldstraße finden vom Mittwoch, 11. März, bis Dienstag, 24. März, Arbeiten der GSW an der Was-serleitung statt. Diese Arbeiten werden von der Einmündung der Straße Kugelbrink bis zur Straße An der Schützenheide ausgeführt. Für die Bauarbeiten ist es notwendig, dass der vorgenannte Teilbereich als Einbahnstraße ausgewiesen wird.

Kraftfahrzeuge, vom Kreuzungsbereich Bamberg-/Weddinghofer Straße kommend, können wie gewohnt die Nordfeldstraße befahren. Kraftfahrzeuge, von der Heinrichstraße kommend, werden über die Straßen Im Breil und Bambergstraße umgeleitet.




Coronavirus: Kreis Unna geht kreisweit rund 200 Verdachtsfällen nach – die meisten in Bergkamen

Von Max Rolke / Kreis Unna

Derzeit ermittelt und berät das Gesundheitsamt kreisweit in rund 200 Fällen, in denen ein Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person im Raum steht. Viele Kontaktpersonen werden auch auf das Virus getestet.
Dazu zählen alle Kinder und das Personal der Bergkamener Kita, in der eine Person positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Ein mobiles Team ist unterwegs – die Kinder sind derzeit alle zu Hause. Die Ergebnisse werden am Mittwoch im Laufe des Tages erwartet.

Eine dritte Klasse der Freiherr-von-Ketteler Grundschule in Bergkamen ist ebenfalls derzeit zu Hause. Dort gab es auch einen Kontakt mit einer infizierten Person. Auch in dem Fall werden alle Kinder und die Lehrerin getestet.

Ebenfalls getestet werden rund 80 Kinder der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule. Auch dort gab es einen Coronafall. Da ebenfalls ca. 20 Lehrer und Integrationskräfte aus Sicherheitsgründen derzeit zu Hause bleiben sollen, kann die Schule nicht öffnen und bleibt bis einschließlich Montag, 16. März geschlossen.
Viele Anrufer werden es gemerkt haben: Das Infotelefon des Kreises Unna war heute überlastet. Es verzeichnete rund 2.000 Anrufe. Daher noch mal der Hinweis: Viele allgemeine Fragen werden auf der Homepage des Kreises Unna beantwortet. Viele Antworten gibt es unter www.infektionsschutz.de.




Kreis Unna/Hamm – Schiedsrichterausbildung

Am morgigen Dienstag startet im Vereinsheim von Rot Weiß Unna der erste Lehrgang in 2020 zur Ausbildung von Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern. Bisher liegen 25 Anmeldungen vor, die durch die Fußballvereine und die Interessenten bei dem Kreisschiedsrichterausschuss eingegangen sind.

An sechs Abenden werden durch Mitglieder des Kreisschiedsrichterausschusses die Grundlagen in der Regelkunde vermittelt, die dann am Freitag, 27. März, in einer Prüfung in Theorie und Praxis nachgewiesen werden müssen.

Anmeldungen für die Teilnahme an dem Lehrgang können morgen auch noch vor Ort erfolgen.
Damit die Fußballvereine für das laufende Jahr gezielt nach weiteren Interessenten suchen können, hat der heimische Kreis den nächsten Lehrgang für den September eingeplant, der dann in Hamm im Casino der Hammer Spvg stattfindet.

Auch der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen bietet in diesem Jahr einen Lehrgang an, der für das Wochenende vom 04.09.-06.09.20 in der Sportschule Kaiserau terminiert ist.




Coronavirus in Bergkamen: Veranstaltungen abgesagt – auch der Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr

Wegen möglicher Gefahren durch den Coronavirus sind inzwischen einige größere Veranstaltungen in Bergkamen abgesagt worden.
Dazu gehören:

  • Die Messe Marktplatz Ausbildung am Donnerstag im Ratstrakt.
  • Der Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergkamen am 14. März. Bedingt durch die Ausbreitung des Corona-Virus in Nordrhein-Westfalen und dem Auftreten der ersten bestätigen Infektionsfällen in Bergkamen, hat die Leitung der Feuerwehr Bergkamen entschieden, den bevorstehen Kameradschaftsabend am 14.03.2020 abzusagen, um die Handlungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen aufrecht zu erhalten. Der Kameradschaftsabend soll noch in diesem Jahr zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt werden.
  • Das 26. Theaterfestival des Stadtjugendrings am 14. März im studio theater.
  • Das Jubiläumsfest des Fördervereins der Bergkamener Bachkreises am 21. März



19-jähriger Bergkamener im Linienbus mit einem Messer bedroht

Weil zwei junge Männer am Sonntag gegen 15.00 Uhr in einem Linienbus in Unna Musik über ein Smartphone hörten, zog ein 38-jähriger Fahrgast plötzlich ein Messer und bedrohte erst den 22-jährigen Bönener und den 19-jährigen Bergkamener und forderte dann den Busfahrer auf, die hintere Tür zu öffnen. Dieser stoppte den Bus an der Haltestelle Westfriedhof und ließ den 38-Jährigen aussteigen.

Ein Fahrgast rief die Polizei. Durch eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung wurde der Mann auf dem angrenzenden Friedhof angetroffen und am Boden fixiert. In unmittelbarer Nähe entdeckten die Einsatzkräfte das Messer, das sichergestellt wurde. Der stark alkoholisierte und aggressive 38-Jährige ohne festen Wohnsitz wurde ins Gewahrsam der Wache Unna gebracht, aus dem er nach Ausnüchterung und Einleitung eines Strafverfahrens im Laufe des Montags entlassen wurde.

Verletzt wurde niemand. Einige Zeugen standen unter Schock, benötigten aber keine medizinische Versorgung.




„Abinauten“ des Gymnasiums weihen feierlich ihren Jahrgangsstein ein

In einer kleinen Feierstunde weihten zahlreiche Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 2019 des Städtischen Gymnasium Bergkamen am Freitagnachmittag ihren „Abi-Stein“ feierlich ein.

Mitarbeiter der Stadt Bergkamen hatten diesen gemeinsam mit Hausmeister Markus Gerken bereits unter der Woche vor dem Haupteingang eingesetzt. Bis zur offiziellen Einweihung an diesem Freitag verhinderte eine Baustellenabsperrung neugierige Blicke auf die schmucke Steinplatte.

Kaum verlegt, versuchten doch tatsächlich dreiste Diebe, den Stein zu stehlen, bedachten dabei aber offenbar nicht, dass die Mitarbeiter der Stadt Bergkamen die Platte natürlich fachgerecht verlegt und betoniert hatten.
Somit stand der offiziellen Einweihung nichts im Wege und der Stein der „Abinauten“ ziert jetzt den „Walk of Fame“ im Eingangsbereich der Schule.




Ev. Kindertagesstätte Arche Noah wegen Corona-Fall bis zum 18. März geschlossen

Die Ev. Kindertagesstätte Arche Noah in Bergkamen-Rünthe ist ab dem 9. März bis zum 18. März geschlossen, bei einem Kind wurde der Corona-Virus nachgewiesen. Alle Mitarbeitenden und Kinder wurden vom Gesundheitsamt des Kreises aufgefordert, bis zur Klärung weiterer Ansteckungen in häuslicher Quarantäne zu bleiben.

Im Laufe des Wochenendes wurden alle Familien und Mitarbeitenden durch die Einrichtungsleitung über die Schließung persönlich informiert. Die Untersuchung all derer, die in direktem Kontakt zu dem infizierten Kind standen, erfolgt durch das Gesundheitsamt, mit denen die Einrichtungsleitung sowie die Leitung des Kindergartenwerkes in engem Kontakt stehen. In der Zwischenzeit wird die Einrichtung gereinigt und desinfiziert. Weitere Auskünfte können erst in den nächsten Tagen erfolgen, wenn weitere Erkenntnisse auch über mögliche weitere Infektionen vorliegen.




Coronavirus: Gesundheitsamt ordnet für eine Klasse der Kettelerschule Quarantäne an

Von den Schutzmaßnahmen gegen den Coronavirus ist jetzt auch die Klasse 3c der Freiherr-von-Ketteler-Grundschule in Rünthe betroffen. Schulleiterin Heike Prochnow teilt auf der Homepage der Schule mit, dass das Kreisgesundheitsamt für diese Klasse wie auch deren Lehrerin bis einschließlich 16. März eine Quaratäne angeordnet hat.

Während des Bücherkumpel-Projektes der Grundschule in einem Kindergarten sei es zum Kontakt mit einem mit dem Corona-Virus infizierten Kind gekommen, erklärt die Schulleiterin. Aber: „Für alle anderen Schülerinnen und Schüler findet der Unterricht planmäßig statt.“

Weitere Informationen soll es am Montag, 9. März geben.




Drei Coronavirus-Fälle in Bergkamen – Ein Kindergarten wird geschlossen

Drei weitere Personen aus dem Kreis Unna sind mit dem Coronavirus infiziert. Nach Auskunft des Kreises Unna wohnen diese drei Personen in Bergkamen. Die positiven Testergebnisse gingen am Samstag beim Kreis-Gesundheitsamt ein. Damit steigt die Gesamtzahl der betätigten Corona-Fälle im Kreis Unna auf insgesamt vier (Stand: 7.3.2020, 18.45 Uhr).

Die drei neu infizierten Personen wohnen in Bergkamen. Die Kreis-Gesundheitsbehörde ermittelt derzeit alle Kontaktpersonen, die umfassend informiert werden und weitere Verhaltenshinweise bekommen.

Es handelt sich bei den neu Infizierten unter anderem um eine Person aus der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule, Förderschule des Kreises Unna, in Bergkamen-Heil. Diese bleibt zunächst am Montag und Dienstag, 9. und 10. März geschlossen. Das hatte das Kreis-Gesundheitsamt in Abstimmung mit der Schulleitung bereits am Freitag entschieden, als klar war, dass es Kontakte zu einer infizierten Person außerhalb des Kreises Unna gab.

Eine Person aus einer Bergkamener Kita ist ebenfalls positiv getestet. Daher hat die Kreis-Gesundheitsbehörde entschieden, die Kita zunächst am Montag, 9. März zu schließen, um über weitere Maßnahmen zu entscheiden. Um welchen Kindergarten es handelt, hat der Kreis Unna am Samstag nicht mitgeteilt.




Ohne Geld ins Taxi: „Bin Arsch gewesen“

von Andreas Milk
Es läuft viel schief bei dem Bergkamener Timo P. (48, Name geändert). Seine Drogensucht hat ihn schon oft vor Gericht gebracht: ellenlang das Vorstrafenregister, vor allem Diebstahlsdelikte, also Beschaffungskriminalität. Weil er seinen letzten Termin vor dem Strafrichter geschwänzt hatte, wurde er diesmal aus der Untersuchungshaft vorgeführt.

Wieder ging es um Diebstahl – zwei Kopfhörer bei Kaufland in Rünthe -, außerdem um einen Betrug. Die Vorgeschichte: P. hatte sich vergeblich um Aufnahme ins Dortmunder LWL-Krankenhaus bemüht für eine Entgiftung mit Methadon. Weil kein Platz für ihn war, musste er irgendwie zurück nach Bergkamen. Er stieg in ein Taxi – ohne Geld. Knapp 60 Euro sollte die Fahrt kosten. Als P. nicht zahlen konnte, ließ der Fahrer sich seinen Ausweis geben und zeigte ihn an.

Er sei dem Taxifahrer gegenüber „ein Arsch gewesen“, gab P. zerknirscht zu. Er selbst wiederum war nach eigenen Angaben zu der Zeit schlicht „am Boden“, „total auf Entzug“.

Der Richter ahndete die beiden Straftaten mit einer Geldstrafe: 140 Tagessätze à 15 Euro. Ein Zehntel davon ist durch das Absitzen von 14 Tagen U-Haft abgegolten. P. ist wieder in Freiheit.