Ab Montag wieder Wechselunterricht – oder auch nicht

Schulministerin Yvonne Gebauer.

Die Landesregierung hat entschieden, mit allen Schulen in Kreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz unter 200 ab kommendem Montag wieder in den Wechselunterricht zu starten. Aufgrund des nach Ostern äußerst unsicheren und schwer zu bewertenden Infektionsgeschehens mit diffusen Infektionsausbrüchen wurde in der Woche nach den Osterferien lediglich Distanzunterricht durchgeführt. Die Landesregierung hat nun entschieden, in der kommenden Woche den bereits vor den Osterferien praktizierten Wechselunterricht wiederaufzunehmen flankiert durch strikte Hygienevorgaben, eine strenge Testpflicht und klaren Testvorgaben.

Sollte sich der Inzidenzwert für den Kreis Unna weiter rasant nach oben entwickeln, am Mittwoch 181,8, wird es nach den neuen Vorgaben der Landesregierung in Bergkamener Schulen beim Distanzunterricht bleiben – mit Ausnahme der Abschlussklassen.

Die geplante Regelung im Infektionsschutzgesetz sieht für die Schulen – mit Ausnahmemöglichkeiten für Abschlussklassen – in ganz Deutschland Distanzunterricht ab einem lokalen Inzidenzwert von 200 vor. Nordrhein-Westfalen legt jedoch teilweise auch strengere Maßstäbe an: Nach dem Bundesgesetz wäre unter einer Inzidenz von 200 auch Unterricht in vollständiger Präsenz möglich. Trotz eines nach wie vor erhöhten Infektionsgeschehens sind die Fallzahlen in Nordrhein-Westfalen bislang im Deutschlandvergleich unterdurchschnittlich.

Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: „Nordrhein-Westfalen wird den Weg der Vorsicht weitergehen und die Möglichkeiten des neuen Infektionsschutzgesetzes bewusst nicht vollständig ausschöpfen. Wir bringen den Gesundheitsschutz und das Recht der Kinder auf Bildung und Erziehung in Einklang und nehmen den Präsenzunterricht im Wechselmodell in allen Kreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz unter 200 auf. Das Wechselmodell ist das verantwortungsvolle Maß für den Schulbetrieb in der aktuellen Lage der Pandemie. Es sorgt dafür, dass weniger als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler in Präsenz in den Schulen im Unterricht ist. Das ist und bleibt ein großer Beitrag zur Kontaktreduzierung in den Schulen, nicht nur in Nordrhein-Westfalen.“

Die Testpflicht für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und für alle in der Schule Beschäftigten wurde zu Beginn der Woche rechtlich in der Coronabetreuungsverordnung verankert. Zwei Mal in der Woche werden alle Personen in Schulen getestet, sonst ist eine Teilnahme am Präsenzunterricht nicht möglich. Damit gehen wir auch hier vorsichtiger vor als das kommende Bundesgesetz. Dort wird eine Testpflicht erst in Kommunen mit einer Inzidenz über 100 verlangt. Wir testen alle Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen.

In der heutigen Schulmail werden den Schulen in Nordrhein-Westfalen weitere klare Vorgaben übersandt, die bei der Durchführung der Selbsttests in Schulen einzuhalten sind. Um eine größtmögliche Verlässlichkeit im Umgang mit der Durchführung und den Ergebnissen der Tests zu gewährleisten, wird die Testung der Schülerinnen und Schüler in den Schulen organisiert. Dadurch ist zugleich gewährleistet, dass alle Schülerinnen und Schüler an den Tests teilnehmen können. Eltern, die mit einer Testung ihres Kindes in der Schule nicht einverstanden sind, steht die Möglichkeit offen, der Schule alternativ einen negativen Bürgertest des Kindes vorzulegen, der nicht länger als 48 Stunden zurückliegt. Schülerinnen und Schüler, die der Testpflicht nicht nachkommen, können nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, einen Anspruch auf Distanzunterricht gibt es für die Tage des Präsenzunterrichts nicht.

Die Testlieferung verläuft seit dem Wochenende planmäßig. Seit Dienstag werden bereits die Tests für die nächste Woche ausgeliefert. Die Landesregierung hat einen Bedarf von wöchentlich 5,5 Millionen Schnelltests zugrunde gelegt, die beschafft und wöchentlich an die Schulen durch einen Dienstleister versandt werden. Schon in dieser Woche werden die Schülerinnen und Schüler der Abschlussjahrgänge, aber auch die Kinder und Jugendlichen, die ein pädagogisches Betreuungsangebot vor allem in den Grund- und Förderschulen wahrnehmen, zweimal getestet. Gleiches gilt für das in den Schulen tätige Personal. Damit können wie geplant alle, die derzeit in den Schulen sind, getestet werden und auch in den nächsten Wochen sind genügend Tests in den Schulen verfügbar.

Im April werden die Corona-Selbsttests der Firma Siemens-Healthcare eingesetzt. Das Land hatte die Beschaffung in einer Dringlichkeitsvergabe vereinbart. Das Angebot inklusive Belieferung der Firma Siemens Healthcare GmbH war das einzig wertbare Angebot. Es gab auf dem Markt keine anderen verfügbaren Selbsttests in der erforderlichen Menge. Auch wenn diese nicht für alle Altersgruppen und Schulformen gleich geeignet waren, muss eines klar sein: Ohne diese Tests wäre ein Einstieg in das Wechselmodell mit Präsenzphasen in den Schulen nicht möglich. Die Landesregierung wird bei den weiteren Beschaffungsvorgängen künftig darauf achten, dass die Testverfahren möglichst noch alters- und kindgerechter durchgeführt werden können.

Über die Art und Handhabung der Schnelltests wurden die Schulen frühzeitig und transparent bereits Anfang des Monats informiert. „Der Landesregierung ist bewusst, dass dies eine neue Aufgabe für die Schulen ist. Angesichts der außergewöhnlichen Pandemiesituation setzt die Landesregierung auf die erforderliche Bereitschaft der Lehrkräfte, die Testdurchführung vorzubereiten. Dafür danken wir den Lehrkräften sehr herzlich“, so Ministerin Gebauer.“

„Der Start des Wechselmodells in der kommenden Woche ist für die Familien in Nordrhein-Westfalen wichtig. Die Landesregierung hat eine „Woche der Vorsicht“ angekündigt und hält das Versprechen, nach dieser Woche mit der Möglichkeit des Präsenzunterrichts in einem wichtigen Schritt zu schulischer Normalität zurückzukehren. Die Selbsttests sind ein wichtiges Instrument, zusammen mit dem Wechselunterricht und den strengen Hygienevorgaben für den Schulbetrieb ab der kommenden Woche. Ich bin und bleibe der festen Überzeugung, dass unsere Schulen im Interesse unserer Kinder als erstes geöffnet und als letztes geschlossen werden müssen. Es muss unser aller Ziel sein, das Recht der Kinder auf Bildung und den Infektionsschutz miteinander in Einklang zu bringen und daher ist die Entscheidung ab Montag im Wechselunterricht auch in der angespannten Lage zu starten, verantwortbar. Gleichzeitig beobachtet die Landesregierung das Infektionsgeschehen weiter sehr genau“, so Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer.




Wegfall Haltestelle „Albert-Schweitzer-Straße“

Bergkamen Die Busse der VKU können wegen Bauarbeiten die Haltestelle „Albert-Schweitzer-Straße“ Richtung Kamen nicht anfahren. Als Ersatz dienen die Haltestellen „Hegelstraße“ und „Fritz-Husemann-Straße“.

Die Busse in Fahrtrichtung Bergkamen können alle Haltestellen wieder wie gewohnt bedienen. Diese Regelung gilt bis auf weiteres.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten Servicezentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 0180 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung: Festnetz 20 ct / mobil max. 60 ct) oder im Internet www.fahrtwind-online.de oder über die fahrtwind App (kostenloser Download im Google Play Store oder im App Store).




Coronavirus: Inzidenzwert im Kreis Unna klettert auf 181,8

Heute sind der Gesundheitsbehörde keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet worden.

205 neue Fälle sind seit dem letzten Update in Kreis Unna gemeldet worden, davon 36 in Bergkamen. Insgesamt sind damit im Kreis Unna 15.361 Fälle gemeldet worden, 2243 in Bergkamen. 64 Personen mehr als am Dienstag gelten als wieder genesen, davon 10 in Bergkamen. Damit liegt die Zahl der aktuell infizierten Personen bei 1.672, in Bergkamen sind es 250.

Der maßgebliche 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner wird vom Landeszentrum Gesundheit veröffentlicht. Sie liegt aktuell bei 181,8 (Datenstand 14. April 2021 – 0 Uhr).




Wartungsarbeiten: STVA-Portal des Kreises Unna pausiert am Samstag

Aufgrund von Wartungsarbeiten steht das Online-Portal der Zulassungsstelle (STVA-Portal) am Samstag, 17. April, zwischen 17 und 20 Uhr nicht zur Verfügung. Das teilt die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Unna mit.

Das über die Internetseite www.kreis-unna.de erreichbare Online-Portal wird anschließend wieder für  Standard-Zulassungsvorgänge zur Verfügung stehen. PK|PKU




„Schnelltestzentrum Ökologiestation im Gästehaus“ geht am Freitag, 16. April, in Betrieb

Barbara Döring (staatlich examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin). Fotos: Ralf Sänger

Gästehaus an der Ökologiestation.

„Schnelltestzentrum Ökologiestation im Gästehaus“ geht am Freitag, 16. April um 15 Uhr in Betrieb und bietet kostenfreie Schnelltests an. Die Pächter des „Gästehauses der Ökologiestation“ haben aus Ihrer Not, coronabedingt einen derzeit ungenutzten Veranstaltungsraum zu betreiben, eine Tugend  zum Wohle und Schutz der Allgemeinheit gemacht.

Die Tests dienen dem Schutz der Bevölkerung, ermächtigen aber gfs. auch dazu, Angebote zu nutzen, Geschäfte zu betreten. Hoch erfreut ist Ralf Sänger, Geschäftsführer des Umweltzentrum Westfalen, der hofft, dadurch möglichst bald wieder aktiv Veranstaltungen nach erfolgreichem Negativtest durchführen zu können.

Die für die Getesteten kostenfreien Schnelltests werden von Barbara Döring, einer staatlich examinierten Gesundheits- und Krankenpflegerin, und Willi Döring (Rettungssanitäter) vorgenommen.

Die Testzeiten sind:

Mo, Di und Do: 11 – 16 Uhr

Mi: 11 – 19 Uhr

Fr.: 15 – 20 Uhr

Sa: 9 – 16 Uhr

Die Testungen sind nach Terminvereinbarung (0152 27883896) oder auch spontan (dann müssen unter Umständen Wartezeiten in Kauf genommen werden) möglich.




Rund 2.000 iPads: Landrat übergibt digitale Endgeräte für Kreisschulen

Landrat Mario Löhr und Fachbereichsleiterin Anja Seeber überreichen die digitalen Endgeräte an Susanne Wächter, Leiterin der Sonnenschule und Helmut Gravert, Leiter des Freiherr-vom-Stein-Berufskollegs Werne. Foto: Volker Meier – Kreis Unna.

Homeschooling oder Wechselunterricht mit Videokonferenzen – in der Schule läuft derzeit eine Menge digital. Wichtige Voraussetzung dafür: digitale Endgeräte wie Laptops und Tablets. Und davon wird jetzt eine stattliche Anzahl an die kreiseigenen Förderschulen und Berufskollegs ausgegeben.

Rund 2.000 iPads für Schüler*innen und Lehrerkräfte werden ab dieser Woche an die elf Kreis-Schulen verteilt. Dazu gehören auch die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Heil und die Regenbogenschule in Rünthe. Fördermittel in Höhe von rund 980.000 Euro sind für diese technische Ausstattung in den Kreis Unna geflossen.

Helfen bei sozialer Ungleichheit
Die Riesen-Lieferung digitaler Endgeräte ist das Ergebnis einer Zusatzvereinbarung zum DigitalPakt Schule von Bund und Ländern. Damit soll Schülerinnen und Schülern geholfen werden, die zu Hause nicht so komfortabel ausgestattet sind wie andere. Landrat Mario Löhr überreichte die Geräte jetzt symbolisch an der Sonnenschule in Kamen-Heeren.

„Wir wissen, dass das Homeschooling eine große Herausforderung für alle Familien ist“, unterstreicht Landrat Mario Löhr. „Wenn dann noch die dringend benötigte Ausstattung fehlt, kann es mit dem Lernen erst gar nicht klappen. Deshalb freuen wir uns, dass dieses große Paket mit der finanziellen Unterstützung von Bund und Land dort ankommt, wo es gebraucht wird.“ Für die Schüler-Geräte musste der Kreis einen Eigenanteil in Höhe von rund 67.800 Euro bezahlen.

Datenschutz und Datensicherheit
Weitere Geräte für Lehrkräfte sind angekündigt und sollen demnächst geliefert werden. Sie helfen nicht nur beim Unterrichten, sondern sind so aufgesetzt, dass sie den Ansprüchen an Datenschutz und Datensicherheit gerecht werden. Alle Endgeräte wurden vom Fachbereich Schulen und Bildung des Kreises Unna erfasst und inventarisiert. Um die Geräteverwaltungssoftware hat sich die Zentrale Datenverarbeitung des Kreises Unna gekümmert: Damit ist unter anderem auch sichergestellt, dass wichtige Sicherheitseinstellungen nicht umgangen werden können. PK | PKU




Coronavirus: 123 neue Fälle im Kreis Unna – davon 24 in Bergkamen

123 neue Corona-Fälle sind seit dem letzten Update gemeldet worden, 24 in Bergkamen. Insgesamt sind damit im Kreis Unna 15.156 Fälle gemeldet worden, 2207 in Bergkamen. 37 Personen mehr als am Montag gelten als wieder genesen, sieben in Bergkamen. Damit liegt die Zahl der aktuell infizierten Personen bei 1.531, in Bergkamen 224.

Der maßgebliche 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner wird vom Landeszentrum Gesundheit veröffentlicht. Sie liegt aktuell bei 141,6 (Datenstand 13. April 2021 – 0 Uhr).




JeKits: Über 500 Kinder in Bergkamener Grundschulen dürfen sich ihr Instrument auswählen

JeKits-Orchester der Frh.-v.-Ketteler-Schule beim Auftritt auf Zollverein am 19.01.2020 (Foto zur Verfügung gestellt von der JeKits-Stiftung)

Wie in jedem Jahr startet die Musikschule nach den Osterferien die Anmeldephase für den Instrumentalunterricht im JeKits-Programm. Über 500 Zweitklässler haben die Wahl, ob sie im nächsten Schuljahr Gitarre, Geige, Flöte oder eines der vielen anderen Instrumente, die an ihrer Grundschule angeboten werden, erlernen möchten.

Während des 2. Schuljahres lernen alle Bergkamener Zweitklässler im JeKits-Unterricht neben musikalischen Grundlagen die verschiedenen Instrumente kennen. „Dabei lief in diesem Schuljahr einiges anders als in den Vorjahren“, sagt Thorsten Lange-Rettich, der an der Musikschule für den Fachbereich Schulkooperationen verantwortlich ist. Denn durch die Corona-Bedingungen hätten die Kinder leider nicht jedes vorgestellte Instrument selbst in die Hand nehmen dürfen. „Dennoch zeigt uns die Erfahrung, dass die Kinder meist sogar schon vor dem Ausprobieren genau wissen, welches Instrument zu ihnen passt. Und diese Eigenmotivation ist die wichtigste Grundlage für das Erlernen eines Musikinstruments!“

In den Wochen und Monaten, in denen kein Präsenzunterricht in den Grundschulen stattfinden konnte, haben die Lehrkräfte der Musikschule sich bemüht, alle technischen Möglichkeiten zu nutzen, um Kontakt zu den Zweitklässlern zu halten und den JeKits-Unterricht bestmöglich fortzuführen. Die Vorstellung der Instrumente z. B. erfolgte über zahlreiche Videos, die von den Musikschullehrkräften extra für diesen Zweck produziert wurden.

Die Anmeldephase bis zum 3. Mai wird begleitet von einem Malwettbewerb unter den Schülerinnen und Schülern der 2. Klassen. Die Kinder sind aufgefordert, ihr Lieblingsinstrument zu zeichnen und damit einen der vielen vom Förderkreis der Musikschule gestifteten musikalischen Preise zu gewinnen!

Auch die Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen, die bereits ein Instrument im JeKits-Unterricht erlernen, sind gefragt, sich nun für den Instrumentalunterricht im 4. Schuljahr anzumelden. Ein großer Teil des laufenden Schuljahres fand als Distanzunterricht, also z. B. per Video, statt. „Nach diesem etwas holprigen Schuljahr freuen wir uns, den Drittklässlern neuerdings ein weiteres JeKits-Jahr zu den gleichen günstigen Bedingungen wie bisher anbieten zu können!“, meint Lange-Rettich.




Steigende Nutzerzahlen bei den Online-Angeboten des Kulturreferats der Stadt Bergkamen

„Kultur trotzt Corona“ ist die Devise der vergangenen Monate im Kulturreferat! Und die Zahlen der Nutzer*innen der Online-Angebote sprechen für sich.

So konnte das erfolgreiche Projekt „Rätseltour zur Lichtkunst“ mit mehr als 100 Einsendungen knapp 8000 Facebook-Aufrufe und über 400 Interaktionen verzeichnen. „Es hat sehr viel Spaß gemacht und war ein toller Zeitvertreib“ berichtete eine Mutter per E-Mail und „Ich habe vieles über Lichtkunst in Bergkamen gelernt“ sind einige der vielen Rückmeldungen, die das Kulturreferat in den letzten Wochen per E-Mail und schriftlich erhalten hat. Einige Besucher*innen kamen dabei nicht nur aus Bergkamen. Es gab Familien, die aus Dortmund, Unna und Werne eingereist sind, um sich die Lichtkunst in Bergkamen anzuschauen und bei der Rätseltour mitzumachen.
Ebenso genießt die neue Homepage der Musikschule Bergkamen ein hohes Ansehen. Inzwischen laufen über 85 % der Anmeldungen online ab. Dies gilt für den Kernbereich, die Musikakademie und in letzter Zeit v.a. für die Einverständniserklärung zum Online-Unterricht. Gedruckte Anmeldunterlagen müssen nur noch in Ausnahmefällen per Post versendet werden.

Das Kulturreferat der Stadt Bergkamen ging in den letzten Wochen erstmals auch mit der städtischen Galerie „sohle 1“ neue Wege. Es wurde eine Onlineausstellung „Blumenmänner“ von Stephan Geisler realisiert. Anstelle der Galerieräume ist dort die Stadtmitte zum Ausstellungsort geworden, Passant*innen geben Kommentaren zu den Bildern ab. Damit wurde eine künstlerische Alternative zur nicht möglichen analogen Ausstellung entwickelt, die das reine Abfilmen bei weitem übersteigt und ein anschauliches Kunsterlebnis ermöglicht.

Zur Sonderausstellung „Grubenunglück“ des Stadtmuseums gab es bereits im Februar mehr als 1500 Aufrufe. Auf der Homepage des Stadtmuseums Bergkamen (www.stadtmuseum-bergkamen.de) und auf Facebook sind seit dem 20. Februar 2021 zwei Kurzfilme bereitgestellt. Der erste Film zeigt anhand von zahlreichen Originalbildern und Erklärungen die Entstehung der Zeche Grimberg 3/4. Der Zweite beschäftigt sich mit dem Grubenunglück und dessen Folgen. Für die Dreharbeiten wurden wichtige historische Orte in Bergkamen aufgesucht.

Ebenso werden neben den Kurzfilmen auch Texttafeln gezeigt, die Auszüge aus der ursprünglich für den Publikumsverkehr gedachten Ausstellung in den Räumen des Stadtmuseums präsentieren.

Eine weitere positive Entwicklung ist auch in der Stadtbibliothek Bergkamen zu erkennen. Es wird mit Sicherheit auch an der Corona-bedingten Schließung der Stadtbibliothek in 2020 gelegen haben, dass die Ausleihzahl von eMedien aus der Onleihe24 (www.onleihe24.de) durch Nutzer*innen der Stadtbibliothek Bergkamen im letzten Jahr deutlich um fast 30 % von 6.158 (2019) auf 7.936 (2020) gestiegen ist. Dieser Trend führt sich auch in diesem Jahr fort.

„Wir freuen uns, wenn wir in allen Bereichen solch ein positives Feedback auf allen Plattformen von unseren Besucher*innen erhalten“, sagt sich Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich.




Bundesbauministerium fördert auf Haus Aden „Grubenwasserhebewerk als städtebauliche Landmarke“

Der Zuwendungsbescheid für das Nationale Projekt des Städtebaus „Grubenwasserhebewerk als städtebauliche Landmarke“ ist im Rathaus eingetroffen.

„Ich freue mich sehr, dass unsere Idee, die Grubenwasserhebeanlage Haus Aden als städtebauliche Landmarke für den tiefgreifenden Wandel der ehemaligen Bergbaufläche zu gestalten, bundesweit Anerkennung erlangt hat und der Zuwendungsbescheid über 1,45 Mio. € eingegangen ist“, sagt Beigeordneter und Stadtkämmerer Ulrich in Vertretung für das
Baudezernat.

Zum Hintergrund: Der Rat hatte in seiner Sitzung am 19.02.2020 beschlossen, unter dem Motto „Aus der Tiefe in die Höhe – Grubenwasserhebewerk als städtebauliche Landmarke“ das Grubenwasserhebewerk in Kooperation mit der RAG und der RAG-Montan-Immobilien GmbH als architektonischen Identifikationsstandort zu gestalten. Voraussetzung für die Umsetzung war bzw. ist die Förderung als nationales Städtebauprojekt durch das Bundesbauministerium. Diese Hürde ist mit dem eingegangenen Zuwendungsbescheid nunmehr erfüllt. Neben dem Eigenanteil der Stadt Bergkamen bringt die RAG den Anteil, den eine rein technische Umhüllung kosten würde, in das Projekt ein.

Nach Abschluss der Bergbautätigkeiten der ehemaligen Schachtanlage Haus Aden in Bergkamen wird das Heben des Grubenwassers auf dem RAG-Gelände in der Wasserstadt Aden erforderlich. Für diese Ewigkeitsaufgabe des Bergbaus ist der Bau eines neuen Grubenwasserhebewerkes unerlässlich. Seine zukünftige architektonische Gestaltung soll an die anspruchsvollen, hohen Qualitätsstandards an Städtebau und Baukultur in der Wasserstadt Aden anknüpfen. Zu deren Gewährleistung soll ein Architekten-Wettbewerb stattfinden, der nun mit Hilfe der erhaltenen Fördergelder vorbereitet und noch in diesem Jahr ausgelobt wird.




Coronavirus: 273 neue Fälle im Kreis Unna – Inzidenzwert liegt jetzt bei 147,6

Heute sind der Gesundheitsbehörde des Kreises Unna ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona gemeldet worden. Verstorben ist eine 63-jähriger Frau aus Lünen am 9.4.2021.

273 neue Corona-Fälle sind seit dem letzten Update am 9.4.2021 im Kreis Unna gemeldet worden, davon 64 in Bergkamen. Insgesamt sind damit im Kreis Unna 15.033 Fälle gemeldet worden, 2183 in Bergkamen. 34 Personen mehr als am Freitag gelten als wieder genesen, davon 10 in Bergkamen. Damit liegt die Zahl der aktuell infizierten Personen bei 1.445, in Bergkamen bei 207.

Der maßgebliche 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner wird vom Landeszentrum Gesundheit veröffentlicht. Sie liegt aktuell bei 147,6 (Datenstand 12. April 2021 – 0 Uhr).