Open Data: Bundestagswahl – Detaillierte Daten frei nutzbar
Open Data – das heißt frei zugängliche und nutzbare Daten für alle. Denn: Der Kreis Unna verfügt als Behörde über einen großen Datenschatz. Diese Daten bergen ein großes Potenzial für verschiedenste Zielgruppen und schaffen Raum für Innovationen. Eine Reihe von Datensätzen hat der Kreis Unna bereits veröffentlicht, z.B. zu Flurgrenzen, Radstationen, Schulen oder Kinderbetreuungseinrichtungen. Jetzt ist ein neuer Datensatz in das Open Data Portal hochgeladen worden – die Ergebnisse der Bundestagswahl aus dem Kreis Unna.
Der Kreis Unna nutzt dazu das Open Data Portal des Regionalverbands Ruhr (RVR). Unter www.opendata.ruhr haben 22 Kreise, kreisfreie Städte und Organisationen ihre Daten für jedermann frei zugänglich gemacht – auch der Kreis Unna. Unter www.opendata.ruhr/organization/kreis-unna sind die Datensätze des Kreises zu finden. Die Daten werden automatisch auch an die Open-Data-Portale des Landes und des Bundes übertragen.
Neu: Ergebnisse der Bundestagswahl 2021
Wer also einen Graphen aus den Daten der Bundestagwahl erstellen will oder sie in einen Vergleich zu Wahl 2017 stellen möchte, erhält im Open Data die nötige Grundlage dazu. Die Daten aus dem Wahlkreis 144 Unna I stehen ab sofort als CSV-Datei zur Verfügung.
Darin enthalten sind alle erhobenen Daten zur Bundestagwahl von der Anzahl der Wahlberechtigten über die, die tatsächlich abgestimmt haben, ungültige Erst- und Zweitstimmen und für wen die Wähler gestimmt haben – heruntergebrochen auf jedes Wahllokal. Detaillierter geht es nicht. Einzige Voraussetzung für die Nutzung: Grundlagenkenntnisse in einem Tabellen-Programm, das CSV-Dateien auslesen kann.
Trassenplanung für den Glasfaserausbau: Messfahrzeug sammelt Daten für schnelles Internet in Bergkamen
Ein Messfahrzeug wird im Auftrag der Broadband Academy in der kommenden Woche Daten für die Feinnetzplanung des Glasfaserausbaus sammeln.
Sichtbarer Startschuss für die Netzplanung des Breitbandausbaus in Kamen, Bergkamen und Bönen: Das mit der Feinnetzplanung beauftragte Unternehmen Broadband Academy (BBA) kündigt für die kommende Woche, ab Montag, 11. Oktober, eine Befahrung der möglichen Trassen an.
Um die gewünschten Surfgeschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s nach dem Ausbau zu realisieren, ist eine umfangreiche Netzplanung erforderlich. Doch dazu müssen die BBA-Mitarbeiter zunächst keine Baupläne mehr wälzen und Straßen begehen: Einen Großteil der Arbeit übernimmt Trigis, ein Messfahrzeug, ausgestattet mit hochauflösender 360° Kamera und 3D-Lidar-Technik.
Trigis fährt Straßen, Wege und Anlagen ab und sammelt während dessen kontinuierlich Daten über Oberflächenbeschaffenheit, Bebauung und Umgebung. Die Bildaufnahmen erfolgen in einem Abstand von fünf Metern. Dabei tasten die Sensoren kontinuierlich das umliegende Gelände ab. „So ergibt sich eine lückenlose Rundum-Fotodokumentation und eine dichte und hochgenaue 3D-Punktwolke (dreidimensionales Modell) des Geländes und der Umgebung“, erklärt Jonas Müller, BBA-Geschäftsführer.
„Auf dieser Basis ist eine einfache und schnelle Vermessung von Punkten, Strecken und Flächen fast zentimetergenau möglich.“ Eine Genauigkeit, die der Verknüpfung verschiedener Sensoren geschuldet ist und eine hochpräzise örtliche und zeitliche Synchronisierung ermöglicht. Allerdings: Um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen, erfolgt die Befahrung bei hellem und trockenem Wetter.
Die Messungen liefern zur Trassenplanung eine exakte Grundlage von Straßen und Umgebung, so dass die Planer anhand der erstellten 3D-Modell gut erkennen können, wo beispielsweise Pflaster oder Asphalt verlegt ist oder aber ein Grünstreifen für nicht so aufwändige Verlegung genutzt werden kann.
Erster Kindertrödelmarkt des Schützenvereins Rünthe
Der Schützenverein Rünthe veranstaltet am Samstag, 9. Oktober, erstmalig einen Kindertrödelmarkt von 10 bis 17 Uhr auf dem Schützenplatz am Schacht III in Rünthe. Es haben sich bereits über 20 Verkäufer für gebrauchtes Kinderspielzeug und Kinderkleidung angemeldet. Für das leibliche Wohl wird in Form von Kuchen und Bratwürstchen gesorgt sein. Kurzfristige Anmeldungen per WhatsApp unter 0172 5769315
Betrunken und ohne gültige Fahrerlaubnis auf der Buckenstraße gegen Strommast geprallt
Ein 49-jähriger Bergkamener ist am Sonntagmorgen
Unfall an Sonntagmorgen auf der Buckenstraße. Foto: Kreispolizeibehörde Unna
gegen 07.30 Uhr auf der Buckenstraße in Bergkamen mit seinem Mercedes aus bislang noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und mit einem Strommast kollidiert. Dieser wurde durch den Zusammenprall stark beschädigt: Der hölzerne Strommast war auseinandergerissen, das Stromkabel hing nur noch an einem Stumpf, wenige Zentimeter über der Fahrbahn. Der Fahrer, der sich nicht weiter zum Unfallhergang äußern wollte, blieb unverletzt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf mehr als 10.000 Euro.
Während der Unfallaufnahme stellten Polizeibeamte im Atem des 49-jährigen Bergkameners Alkoholgeruch fest – ein vor Ort durchgeführter Test fiel positiv aus. Der Mann wurde deshalb zur Polizeiwache gebracht, wo ihm ein diensthabender Arzt eine Blutprobe entnahm. Wie sich herausstellte, war der Beschuldigte nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Gegen den 49-jährigen Bergkamener wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
AK-Dancers der ev. Friedenskirchengemeinde haben die Tanzfläche wieder betreten
Sie üben wieder: die AK Dancers
Nach 1 1/2 Jahren pandemiebedingter Zwangspause haben die AK-Dancers der ev. Friedenskirchengemeinde Bergkamen wieder die Tanzfläche betreten. In diesem Jahr wird es noch keinen „Normalbetrieb“ geben, aber dennoch gibt es ein attraktives Angebot für alle Tänzerinnen und Tänzer.
Sie tanzen vor: Kerstin Larm.
An folgenden Tagen finden Übungsabende (freies Tanzen) statt . Der erste Termin war bereits am vergangenen Samstag und war ein toller Erfolg .
Die weiteren sollen an folgenden Terminen stattfinden:
Fr. 22.10. 19.30 Uhr – 21.30 Uhr
Sa. 13.11 19.30 Uhr – 21.30 Uhr
Teilnahmegebühr pro Übungsabend und Person: 5 Euro
Zudem möchten die Tänzerinnen und Tänzer in diesem Jahr wieder „um den Weihnachtsbaum“
tanzen, und zwar am Samstag, 18. Dezember, im Thorheim in Overberge.
Corona-konform sind folgende folgende Regeln zu beachten:
Teilnahme an den Veranstaltungen ist nur unter den 2G-Bedingungen (Genesen bzw. Geimpft) möglich. Es wird ein Teilnehmernachweis geführt. Damit die Veranstaltungen besser koordiniert werden können, werden die Tänzerinnen und Tänzer gebeten, vorab um eine Teilnahmebestätigung abzugeben. Gäste sind natürlich herzlich willkommen!
Anmeldungen unter 016098984400 (Michael Krause)
Und so soll es im kommenden Jahr 2022 weiter gehen:
Die Kurse werden wie gewohnt Blockweise angeboten. Der erste Block findet Januar bis April (4 Monate) statt und besteht aus 8 Einheiten. Gestartet wird zunächst mit zwei Kursen. Der erste Kurs (mit Grundkenntnissen)
findet von 16.00 Uhr bis 17.15 Uhr statt und der zweite Kurs (Tanzkreis) von 17.15 Uhr bis 18.30 Uhr. Die Kosten belaufen sich auf 60 Euro pro Person für die 8 Einheiten. Ein neuer Anfängerkurs könnte ggf. bei
ausreichender Nachfrage im Vorfeld erfolgen. Interessierte Tänzerinnen und Tänzer können
sich gerne bei Michael Krause informieren.
Aufgrund von aktuellen Entwicklungen und Vorgaben kann es zu Änderungen kommen.
Gute Tradition: Bürgermeister ehrte besonders engagierte Bürgerinnen und Bürger
Ehrenamts-Ehrung Gruppe 1.
Es ist gute Tradition in Bergkamen, dass der Bürgermeister einmal im Jahr Bürgerinnen und Bürger auszeichnet, die sich besonders um die Stadt verdient gemacht haben. 68 sollte es sein, für die Bernd Schäfer am Freitagnachmittag im großen Ratssaal die Silbermedaille und Ehrennadel der Stadt Bergkamen sowie Ehrenamtskarten bereithielten.
Einige mussten absagen, weil sie krank oder verhindert waren. Sie sollen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeehrt werden. Ein paar haben solch eine öffentlichen Ehrung mit Namensnennung und Foto in der Presse bewusst abgelehnt. Sie engagierten sich allein für die Sache, erklärten sie. Medaille, Nadel oder Karte bekommen sie aber trotzdem.
Weil es so viele waren, nahm Bürgermeister Bernd Schäfer die Ehrungen in zwei Gruppen vor. Er betonte, dass das Ehrenamt in den unterschiedlichen Bereichen für die Gesellschaft eine besondere habe. Nicht zuletzt deshalb, weil die Geehrten ihre Aufgaben unentgeltlich absolvieren. Er wies auch darauf hin, dass die Stadt dieses Engagement durch Schulungen, kostenlose Bereitstellung städtischer Räume und durch finanzielle Hilfen bei der Jugendarbeit durch den Stadtjugendring und die Stadtsportgemeinschaft unterstütze.
Für die musikalische Umrahmung sorgten Tim Schmiedner (Violine und Jazz Piano), Buck Wolters (Gitarre) und Uli Bär (Kontrabass).
Ehrenamts-Ehrung Gruppe 2.
Ausgezeichnet wurden:
Verleihung von Silbermedaillen der Stadt Bergkamen
Elke Brückner Engagement im sozialen Bereich Schatzmeisterin für den Sozialverband Deutschland NRW e. V. (SoVD)
Wilma Cramer Engagement im sportlichen Bereich 2. Vorsitzende und Übungsleiterin beim TLV Rünthe 77 e. V.
Karl-Otto Goerdt Engagement im sportlichen Bereich Ring- bzw. Punktrichter mit Internationaler Lizenz, VFK Rünthe 55 Boxsport e. V.
Michaela Strunk Engagement im sozialen Bereich Geschäftsführerin der Behindertensportgemeinschaft
Beate Tebbe Engagement im kulturellen Bereich Geschäftsführerin des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen (Museumsförderverein)
Verleihung von Ehrennadeln der Stadt Bergkamen
Mehmet Ala: Türkisch Islamische Gemeinde Oberaden e. V. Wolfgang Appel:KZV W339 Bergkamen „Züchterstolz“ Heinz Brückner:SoVD-Sozialverband Deutschland NRW, Ortsverband Bergkamen Ulrike Dahlmann: Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen e. V. Wolfgang Dahlmann:Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen e. V. Melina Hachenberg:TLV Rünthe 77 e. V. Hasan-Hüseyin Karadag: Türkisch Islamische Gemeinde Oberaden e. V. Rasin Kaynar:Türkisch Islamische Gemeinde Oberaden e. V. Martina Kops:TLV Rünthe 77 e. V. Irene Köstens:Museumsförderverein Hartmut Kubina:OGS Gerhart-Hauptmann-Grundschule Ilse Lehning:1.Bergkamener Seniorenband Cornelia Löffler:Bayern- u. G. Tr. e. V. „Bavaria“ Bergkamen Gerhard Löffler:Bayern- u. G. Tr. e. V. „Bavaria“ Bergkamen Tino Lowak:TLV Rünthe 77 e. V. Volker Marufke:Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen e. V. Petra Neumann:KG Narrenzunft Rot-Gold Bergkamen e. V. Norbert Schäfer:Vorstandsmitglied im Siedlerbund „In der Dille“ Rainer Schmidt:Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen e. V. Jürgen Schulze:TLV Rünthe 77 e. V. Inge Weitkunat:Freundeskreis Bergkamen im Blauen Kreuz Michael Wind:Neuapostolische Kirche, Gemeinde B.-Oberaden
Verleihung von Ehrenamtskarten NRW
Recep Alkan:FC Overberge 1951 e. V. Heinz Brückner :SoVD-Sozialverband Deutschland NRW, Ortsverband Bergkamen Thomas Hahn:SuS Rünthe 08 e. V. Susanne Isensee:SuS Rünthe 08 e. V. Ilse Lehning:1.Bergkamener Seniorenband Cornelia Löffler:Bayern- u. G. Tr. e. V. „Bavaria“ Bergkamen Gerhard Löffler:Bayern- u. G. Tr. e. V. „Bavaria“ Bergkamen Lucas Polley:Wasserfreunde TuRa Bergkamen Christina Schäfer:KG Narrenzunft Rot-Gold Bergkamen e. V. Elke Wessel:Sound Celebration
Stadtrat diskutiert über das Unwetter Mitte Juli und die Folgen für Bergkamen
Hochleistungspumpe im Einsatz auf Velmede. Foto: Feuerwehr Bergkamen
„Bergkamen ist noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen.“ Mit diesen Worten beendete am Donnerstag im Stadtrat Stadtbrandmeister Dirk Kemke seinen umfangreichen Bericht zu den Überflutungen, die Mitte Juli vor allem die Stadtteile Oberaden und Rünthe heimgesucht haben.
Seit 16.30 Uhr waren am 14. Juli in Bergkamen bis zu 318 Kräfte im Einsatz gewesen. Die Bergkamener Feuerwehr hatte Vollalarm ausgelöst. Bis zum Morgen des nächsten Tags wurde sie von Feuerwehrleuten aus Selm, Hamm, Bönen, Werne und Schwerte unterstützt, um überflutete Straßen und vollgelaufene Keller abzupumpen. In dieser Nacht sei die Feuerwehr auf über 300 Einsätze gekommen. Im Einsatz waren auch das THW Kamen-Bergkamen und das DRK.
Als die Feuerwehr glaubte, das Schlimmste sei überstanden, kam ein Notruf vom Gut Velmede. Dort stieg das Wasser unaufhörlich und bedrohte die denkmalgeschützten Gebäude. Der Einsatz dort endete erst am Samstag, 17. Juli, um 19 Uhr beendet. Insgesamt war die Feuerwehr rund 90 Stunden am Stück im Einsatz gewesen.
Ein wesentlicher Grund für den Wasseranstieg in Velmede war der Ausfall eines städtischen Pumpwerks in diesem Bereich. Dessen und die Reparatur eines weiteren Pumpwerks werde allein rund 50.000 Euro kosten, erklärte der Leiter des Stadtbetriebs Entwässerung Marc Alexander Ulrich. Er präsentierte dem Stadtrat beeindruckende Fotos von den Wassermassen im Stadtgebiet.
Doch es wird nicht bei diesen Reparaturen bleiben. Es müssen neue Rückhaltebecken gebaut und vorhandene optimiert werden. Was darüber hinaus noch zu erledigen sein wird, soll Anfang nächsten Jahres im Betriebsausschuss diskutiert werden. Dann wird auch feststehen, was der Lippeverband, der unter anderem für Seseke und Kuhbach zuständig ist, unternehmen wird.
Fest steht für Ulrich, dass sich solche Unwetterlagen wiederholen können. Davon geht auch der Lippeverband aus. Wären in seinem Verbandsgebiet ähnlich große Wassermengen niedergegangen wie zum Beispiel in Hagen, dann wäre hier die Schadensbilanz noch viel größer ausgefallen.
Der Hochwasserschutz muss also verbessert werden. Ulrich erinnerte daran, dass die Investitionen des Lippeverbands sich in der jährlichen Beitragsrechnung wiederfinden werden. Doch auch Bürgerinnen und Bürger könnten aktiv werden, indem Dächer begrünt und Flächen entsiegelt werden und indem man das Niederschlagswasser versiegen lässt und nicht in die Kanalisation leitet.
Impfen jetzt! Kreis-Kampagne: Damit das Leben weitergeht – auch auf dem Donnerstagmarkt am 7. Oktober
Landrat Mario Löhr zeigt eines der Motive der mehrsprachigen Impfkampagne. Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna
Das Impfzentrum in Unna ist geschlossen. Damit enden die Bemühungen des Kreises Unna, mit Impfangeboten möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zu erreichen, aber nicht: im Gegenteil. Mit einer Kampagne wirbt die Kreisverwaltung: Impfen jetzt! Damit das Leben weitergeht.
„Die Corona-Schutzimpfung ist für uns alle der Weg aus der Pandemie und zurück in ein normales Leben“, erklärt Landrat Mario Löhr. Es ist genug Impfstoff verfügbar und es ist einfach, eine Corona-Schutzimpfung zu bekommen. Impfungen werden durch Hausärzte, Fach- und Betriebsärzte sowie bei Impfaktionen des Kreises Unna vor Ort durchgeführt. „Und auch wir bieten weiterhin Termine in unseren Städten und Gemeinden an“, sagt Landrat Löhr.
Großflächen-Plakate rufen zum Impfen auf
Damit jeder weiß, wann und wo er sich impfen lassen kann, wirbt der Kreis Unna jetzt kreisweit und großflächig fürs Impfen. Mit einer Impf-Kampagne auf mehr als 80 riesigen Plakaten, die ins Auge springen. Genutzt werden die „Wesselmänner“, auf denen bis vor kurzem Wahl-Werbung gemacht wurde. Aus den Kommunen im Kreis Unna kam schnell grünes Licht, dass die Stellflächen weiter genutzt werden dürfen.
Ziel der Kampagne ist es, in insgesamt elf Sprachen Unentschlossene über die Vorteile einer Impfung zu informieren. Hingewiesen wird außerdem auf die nächsten Termine vor Ort und die Internetseite www.kreis-unna.de/impfen. Hier finden sich die wichtigsten Informationen gebündelt und mehrsprachig.
„Alle, die vollständig geimpft sind, tragen dazu bei, dass zunehmend wieder eine weitgehend uneingeschränkte Nutzung von gesellschaftlichen, kulturellen, sozialen und sportlichen Angeboten und Einrichtungen möglich wird“, unterstreicht Kreis-Gesundheitsdezernent Uwe Hasche.
Diesen Beitrag haben im Kreis Unna auch schon die meisten Menschen geleistet: Mehr als 63 Prozent der Bevölkerung im Kreis Unna sind vollständig geimpft. Fachleute gehen aber davon aus, dass für eine Herdenimmunität, die auch diejenigen schützt, die sich nicht impfen lassen können (z. B. Kinder unter 12 Jahren), mehr als 80 Prozent nötig sind.
1.321 Impfungen am letzten Tag
Am letzten Tag im Impfzentrum wurden übrigens noch erfreulich viele Impfungen verabreicht: Insgesamt 1.321 Erst- und Zweitimpfungen wurden vorgenommen. Die allerletzte Impfung im Zentrum ging an einen jungen Mann, der am 29. September um 20 Uhr eintraf. „Eigentlich hatten wir schon geschlossen. Doch der Impfstoff war noch da, das erforderliche Personal auch – sodass er seine Impfung erhalten konnte“, berichtet die stellvertretende Leiterin des Impfzentrums, Sandra Pflanz.
Mit dem Impfbus vor Ort
Weitere Vor-Ort-Termine mit dem Impfbus stehen bereits fest. Verimpft werden die Impfstoffe von BioNTech und Johnson&Johnson:
Mittwoch, 6. Oktober:
Lünen-Süd, Treffpunkt Neue Mitte, Jägerstraße (10 bis 14 Uhr)
Donnerstag, 7. Oktober:
Bergkamen, Marktplatz zwischen Ebertstraße und Am Wiehagen Bergkamen (7.30 bis 13 Uhr)
Impftermine in der Platanenallee
Im Oktober wird das ehemalige Impfzentrum an der Platanenallee übrigens vorübergehend an einigen Tagen als Impfstelle genutzt. Folgende Termine sind geplant:
Donnerstag, 14. Oktober:
Unna: Temporäre Impfstelle im ehemaligen Impfzentrum, Platanenallee 20a (13 bis 18.30 Uhr)
Freitag, 15. Oktober:
Unna: Temporäre Impfstelle im ehemaligen Impfzentrum, Platanenallee 20a (13 bis 18.30 Uhr)
Donnerstag, 21. Oktober:
Unna: Temporäre Impfstelle im ehemaligen Impfzentrum, Platanenallee 20a (13 bis 18.30 Uhr)
Freitag, 22. Oktober:
Unna: Temporäre Impfstelle im ehemaligen Impfzentrum, Platanenallee 20a (13 bis 18.30 Uhr)
Donnerstag, 28. Oktober:
Unna: Temporäre Impfstelle im ehemaligen Impfzentrum, Platanenallee 20a (13 bis 18.30 Uhr)
Freitag, 29. Oktober:
Unna: Temporäre Impfstelle im ehemaligen Impfzentrum, Platanenallee 20a (13 bis 18.30 Uhr)
Langjähriger Erster Beigeordneter verstorben: Stadt Bergkamen trauert um Berthold Linke
Die Stadt Bergkamen trauert um ihren ehemaligen Beigeordneten Berthold Linke, der kürzlich im Alter von 86 Jahren verstorben ist. Nach vorherigen beruflichen Stationen am Landgericht Bochum und bei der Stadt Witten wurde Berthold Linke 1974 zunächst für zwölf Jahre zum Ersten Beigeordneten der Stadt Bergkamen gewählt und 1986 für weitere acht Jahre wiedergewählt.
Als Erster Beigeordneter führte Berthold Linke während seiner gesamten Dienstzeit bei der Stadt Bergkamen das Dezernat II, dem das Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung, das Personenstandsamt, das Amt für Umweltschutz, das Sozialamt sowie das Jugendamt zugeordnet sind. Früh erkannte Berthold Linke die Notwendigkeit, sich intensiver mit Fragen des Umweltschutzes zu befassen. Dazu gehörte unter anderem ein Berichtswesen, die Einführung der getrennten Sammlung von Müll und Wertstoffen und die Erstellung eines Altlastenkatasters in dem neu gebildeten Umweltamt. Unermüdlich setze er sich für sozial benachteiligte Menschen ein, mit dem besonderen Augenmerk auf das gesunde und beschütze Aufwachsen von Kindern. Besondere Herausforderungen stellten sich bei der Aufnahme der sog. Boatpeople aus Vietnam und Kriegsflüchtlingen während der Balkankrise. Berthold Linke füllte diese Aufgaben mit großer Leidenschaft und weit überdurchschnittlichem Engagement aus.
So setzte er sich unermüdlich für die Belange der Bergkamenerinnen und Bergkamener ein. Fest in den Grundsätzen und doch bereit zum Kompromiss, ausgleichend im Temperament und versöhnlich in der Sprache, so haben ihn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung kennengelernt und so werden sie Berthold Linke in Erinnerung behalten.
Bürgermeister Bernd Schäfer spricht den Angehörigen – ganz besonders seiner Frau Ingeborg sowie den Familien seiner drei Töchter – sein tief empfundenes Mitgefühl aus.
Klarinettenensemble der Musikschule gab ein kleines Konzert im „Haus am Nordberg“
Klarinettenensemble der Musikschule Bergkamen (v.l.n.r.: Werner Ottjes, Adina Balic, Oliver Bjick, Johannes Bitter, Emil Boisson). Foto: Monika Rosenberg
Am Donnerstag konnten sich die Bewohner des Seniorenzentrums „Haus am Nordberg“ über den Besuch der Musikschule Bergkamen freuen. Das Klarinettenensemble hatte sich für ein knapp einstündiges Konzert im Saal der Einrichtung angekündigt. Dies war nach Lockerung der Corona Maßnahmen die erste größere Veranstaltung, die jetzt realisiert werden konnte. Musikschulleiter Werner Ottjes hatte das Konzert im Vorfeld mit Josef Kurek, dem Ergotherapeuten und Musiker der Einrichtung vom Reichsbund freier Schwestern, besprochen. Dieser hatte gemeinsam mit der Sozialpädagogin Monika Rosenberg, den entsprechenden Rahmen für die Veranstaltung in der Senioreneinrichtung geschaffen.
Das Ensemble, bestehend aus Adina Balic, Oliver Bjick und Emil Boisson wurde durch ihren Klarinettenlehrer und Ensembleleiter Johannes Bitter unterstützt. Musikschulleiter Werner Ottjes griff selbst zur Bassklarinette und führte das Publikum durch das Programm. Josef Kurek begrüßte das Ensemble sehr herzlich und betonte die großen Erwartungen der Bewohner nach der langen Isolation, endlich auch wieder gemeinsam am kulturellen Leben teilnehmen zu können.
Das abwechslungsreiche Programm dieses Nachmittags führte quer durch die Musikgeschichte und -stile. Nach den barocken Anfangsklängen einer Gavotte von Pergolesi erklangen neben Titeln wie „Money, Money, Money“ von Abba mit „Wien bleibt Wien“ auch bekannte Klassiker. Viele Stücke ermunterten die Zuhörer zum Mitsingen, bei „Ich wollt ich wär ein Huhn“ und „Veronika, der Lenz ist da!“ war schließlich der stimmungsvolle Schluss des Konzertes erreicht. Über den großen Applaus der Konzertbesucher freuten sich die jungen Nachwuchsmusiker und hatten mit „Mein kleiner grüner Kaktus“ von den Comedian Harmonists noch eine schwungvolle Zugabe parat.
Monika Rosenberg bedankte sich im Namen der Bewohner sehr herzlich für das Konzert und brachte den nachdrücklichen Wunsch zum Ausdruck, in der Zukunft weitere Konzerte der Musikschule in diesem Rahmen im „Haus am Nordberg“ realisieren zu können.
Endlich ist es soweit: 1. Spatenstich für das Gesundheitshaus mit Kita und Seniorenwohnung auf Grimberg 3/4
So soll das künftige Gesundheitshaus auf Grimberg 3/4 aussehen. Grafik: wohnvoll AG
Vor acht Jahren haben wir bereits über Pläne zum Bau eines Gesundheitshauses auf dem ehemaligen Grimberg 3/4-Gelände am Kleiweg / Ecke Schulstraße berichtet. Nach langem hin und her wird am kommenden Dienstag, 5. Oktober, um 11 Uhr der erste Spatenstich erfolgen.
Einladerin ist allerdings nicht die PueD-GmbH in Lünen, sondern die „wohnvoll AG“ mit Sitz in Berlin. Geblieben ist das Konzept für das Projekt in Bergkamen. Zum Gesundheitshaus gehören neben den medizinischen und pflegerischen Angeboten weiterhin Wohnungen für die „Generation 65 plus“ und auch der im Stadtteil dringend benötigte Kindergarten.
Die „wohnvoll AG“ will in diesem Jahr an zwei weiteren Standorten ähnlichen Angebote realisieren. Danach sollen es noch mehr werden. „Die Eröffnung des ersten wohnvoll village in Bergkamen ist für 2023 geplant. Ab 2023 werden 6-10 wohnvoll villages im Jahr eröffnet“, heißt es auf der Homepage des Unternehmens.
Gebaut werden diese Wohnanlage nach dem Baukastenprinzip, und zwar nachhaltig vor allem mit vorgefertigten Teilen aus Holz. Deshalb soll das Gesundheitshaus in Bergkamen nach nur maximal zweijähriger Bauzeit fertig gestellt sein.