DIE LINKE fordert kostenlose Schülertickets und Ökologisierung der Bus-Haltestellen

Die Fraktion DIE LINKE erlebt ihre erste Haushaltsplanberatung. Bevor es in die eigentliche Klausur ging, hatte sie Bürgerinnen und Bürger zu einer offenen Sprechstunde eingeladen, Ergebnis sind 11 Anträge, die aber nach Auffassung der Fraktion nicht zu Mehrkosten führen sollen:

ÖPNV-Stadtteilverbindung: Die Fraktion beantragt eine weitere Stadtbuslinie durch Weddinghofen. Diese können als Zubringer für die R11 dienen, sie entlasten und so für kürzere Fahrzeiten sorgen, was den ÖPNV attraktiver macht. Kosten: 25.000 Euro pro Jahr in der Erprobungsphase.

Kostenlose Tickets für Schüler: innen: Die bereits ticketberechtigten Schülerinnen und Schüler, die bisher einen Eigenanteil an den Tickets zahlen müssen, bekommen das Ticket umsonst zur Verfügung gestellt. Die Stadt übernimmt den Eigenanteil. Dies mache den ÖPNV attraktiver, verhindere unnötige Elterntaxis, die nicht nur der Umwelt schaden, sondern auch eine Gefahr für Andere bieten und den Verkehr behinderten. Die Fraktion beantragt dafür 95.000 Euro pro Jahr.

Bushaltestellen ökologisieren: Im Zuge des behindertengerechten Umbaus der Bushaltestellen, der für die nächsten Jahre geplant ist, sollen auch alle Bushaltestellenhäuser ökologisiert werden. Dies kann zum Beispiel durch eine Dachbegrünung oder Pflanzungen an der Rückseite der Häuschen passieren. Kosten; 10.000 Euro pro Jahr.

Beleuchtung L821n: DIE LINKE beantragt, das für die Beleuchtung des Kreisverkehrs der L 821n und der Erich-Ollenhauer-Straße zu streichen Dafür sei Straßen. NRW zuständig.

Vertikale Kleinwindanlage: Die IGA 2027 soll nach Auffassung der LINKEN ihren Strom von einer Kleinwindanlage beziehen. Jährlich Planungskosten von 5.000 Euro sollen deshalb in den Bergkamener Doppelhaushalt aufgenommen werden.

Kümmerer vor Ort: Bereitstellung von 30.000 Euro für die zweijährige Erprobungsphase des Projekts „Kümmerer vor Ort“. Hierzu sollen der AWO im Bereich Zentrumstraße Räumlichkeiten durch die Stadt zur Verfügung gestellt werden. Dieser Kümmerer hilft soziale Probleme in ein Wohnquartier zu lösen.

Räumlichkeiten Jugendliche: 15.000 Euro pro Jahr für zusätzliche Räumlichkeit mir hoher Aufenthaltsqualität für Jugendliche. Gleichzeitig soll geprüft werden, ob weitere Fördermittel akquiriert werden können.

Unterstützung der Suchthilfe: 10.000 Euro jährlich für die Unterstützung der Suchthilfe im Bergkamen.

Kulturelle antifaschistische Arbeit: Unterstützung der für die kulturelle antifaschistische Arbeit mit Konzerten, Ausstellungen, Lesungen, etc. mit 7.500 Euro pro Jahr. Aus diesem Topf sollen außerdem Schulprojekte, Bürger:inneninitiativen und Privatorganisationen, die sich im Sinne der demokratischen Bildung beschäftigen, unterstützt werden.

Schaffung von Reinigungsstellen:  Die Linke fordert, dass die Reinigung der Feuerwehrgerätehäuser in städtischer Hand bleibt und nach Auslaufen der aktuellen Reinigungsstellen neue geschaffen werden.

Zudem hat die LINKE mit der SPD einen gemeinsamen Antrag zur Schaffung eines Förderprogramms für die Beseitigung von „Schottergärten“ auf den Weg gebracht. Sie sollen durch naturnahe Flächen ersetzt werden. Hierfür sollen 15.000 Euro bereitgestellt werden.




Jugend-Uni im November: Bionik auf dem Wüstenplaneten Arrakis

Am Donnerstag, 25. November findet im Kinorama Unna, Massener Straße 32, die nächste Jugend-Uni statt. Um 17 Uhr geht es, unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Kersten und Prof. Dr. Oliver Sandfuchs der Hochschule Hamm-Lippstadt, um die Wissenschaftsdisziplin der Bionik und wie diese dabei helfen kann Phänomene aus der Natur auf die Technik zu übertragen. Dabei werden einzelne Fähigkeiten unterschiedlicher Tiere in den Blick genommen.

Der Science-Fiction-Film „Dune“ spielt auf dem Wüstenplaneten Arrakis, wo das Wasser knapp und die Temperaturen hoch sind. In der Welt des Films gibt es zahlreiche Beispiele wie Natur technisch nachgeahmt werden kann. Doch wie realistisch sind die eleganten Fluggeräte mit Libellenflügeln? Oder was lässt sich von den Wüstenmäusen lernen, die mit großen Ohren Wasser aus der Luft kondensieren? Das und mehr wird in der Jugend-Uni im November geklärt, um im Anschluss gemeinsam „Dune“ aus dem Blickwinkel der Bionik zu genießen.

Tickets und Coronaregeln
Kostenfreie Kinokarten für die Jugend-Uni können im Kinorama Unna an der Kinokasse reserviert werden. Mehr Informationen zur Jugend-Uni gibt es unter www.kreis-unna.de/jugenduni. Die Veranstaltung findet für Jugendliche unter 18 Jahren unter Beachtung der 3G-Regel statt. Erwachsene müssen einen 2G-Nachweis erbringen. Ungeimpfte Schülerinnen und Schüler können eine Bescheinigung über die Schultestung vorlegen. Der Test darf nicht älter als vom 24. November sein. Das Testzentrum im Kinorama öffnet am 25. November bis 17 Uhr. Termine für einen Schnelltest können unter www.testzentrum-unna.de gebucht werden. Nachweise werden an der Kinokasse bei der Ticketausgabe kontrolliert. PK | PKU




Drei Dienstjubiläen bei der Stadt Bergkamen

Von Links: Bürgermeister Bernd Schäfer, Jens Runge, Anita Umbescheidt, Heiko Brüggenthies
Foto: Stadt Bergkamen

Heiko Brüggenthies, Anita Umbescheidt und Jens Runge denken gerne an ihren ersten Arbeitstag bei der Stadt Bergkamen zurück. Auch Jahre später arbeiten die drei noch bei der Stadt Bergkamen und wurden kürzlich aus Anlass ihrer Dienstjubiläen im Rahmen einer Feierstunde durch Bürgermeister Bernd Schäfer, Leiter Zentrale Dienste Thomas Hartl, Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper und Ralf Beyersdorff (Personalrat) geehrt.

Anita Umbescheidt und Heiko Brüggenthies feierten ihr 40-jähriges Dienstjubiläum, während Jens Runge sein 25-jähriges Dienstjubiläum vollendete.

Nach seiner Zeit als Zeitsoldat begann Heiko Brüggenthies im Jahr 1983 den Vorbereitungsdienst für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst. Danach lernte er verschiedenste Ämter und Sachgebiete kennen – einschließlich Sozialamt, Amt für Umweltschutz und das Jugendamt. Inzwischen ist Herr Brüggenthies seit fast 17 Jahren Leiter des Sachgebietes Sicherheit und Ordnung und stellvertretender Amtsleiter für das Stadtamt Bürgerdienste, Ordnung und Soziales.

Anita Umbescheidt begann im Jahr 1981 ihre Ausbildung zur Bürogehilfin. Auch sie hat verschiedene Ämter und Sachgebiete kennengelernt – einschließlich Haupt- und Personalamt, Bauverwaltungsamt, Schulsekretariat, Ordnungsamt, Jobcenter und Steueramt. Aktuell ist sie Sachbearbeiterin im Bereich ,,Recht und Vergabe“.

Jens Runge begann seinen beruflichen Werdegang im gewerblichen Bereich im Jahr 1995 bei der Stadtverwaltung. Nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Ausbildung zum Gärtner in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, erstreckt sich sein Tätigkeitsfeld bis heute in diesem Bereich.

„Für die langjährige Unterstützung und die außergewöhnliche Verbundenheit mit der Stadt Bergkamen möchte ich mich ausdrücklich bedanken“, drückte Bürgermeister Bernd Schäfer den Jubilaren seine Wertschätzung aus.




7. Europäischer Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexueller Gewalt am 18. November 2021

Die Kreispolizeibehörde Unna beteiligt sich am Donnerstag (18.11.2021) am 7. Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexueller Gewalt.

Der jährliche Aktionstag geht auf eine Initiative des Europarates von Mai 2015 zurück. In den Mitgliedsstaaten finden an diesem Tag zahlreiche Aktivitäten statt, außerdem wird in den sozialen Netzwerken über den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexueller Gewalt informiert, um der Stigmatisierung von Opfern entgegenzuwirken. Mit dieser Kampagne beabsichtigt der Europarat, auch die Umsetzung der Lanzarote-Konvention zu unterstützen – diese verpflichtet seine Mitgliedstaaten dazu, alle Formen sexueller Ausbeutung und sexueller Gewalt an Kindern zu verurteilen und dagegen anzukämpfen.

Im Rahmen dieses Aktionstages bietet die Kreispolizeibehörde Unna am Donnerstag (18.11.2021) eine Hotline unter der Rufnummer 02303-921 4924 an. Kriminalhauptkommissarin Tanja Weber vom Sachgebiet Kriminalprävention/Opferschutz beantwortet in der Zeit von 10 bis 15 Uhr Fragen rund um das Thema. Weitere Präventionshinweise spielt die Kreispolizeibehörde Unna über ihre Social-Media-Kanäle Facebook, Twitter und Instagram aus.




Müll, Abwasser, Gas: 2022 wird für Bergkamener richtig teuer

Die Bergkamener müssen sich auf eine kräftige Kostensteigerung bei der sogenannten „2. Miete“ einstellen. Dickster Brocken ist das, was im Jahr 2022 für die Heizung zu zahlen ist. Aktuell haben jetzt die GSW die neuen Preise für die Gasversorgung vorgelegt. Demnach sind für die Kilowattstunde Erdgas ab 1. Januar 1,19 Cent mehr fällig. Das bedeutet eine Preissteigerung in den einzelnen Versorgungstarifen zwischen 13 bis 20 Prozent.

Etwas bescheidener sind die Preissteigerungen bei den Gebühren für Müllabfuhr, Abwasserentsorgung und Straßenreinigung.

Im neuen Jahr werden für Restmüllabfuhr für die graue 60-Liter-Tonne 139,20 Euro fällig. Das sind 5,22 Prozent mehr als 2021. Für Single- oder 2-Personen-Haushalte könnte es sich lohnen, ihre Müllmenge genauer zu betrachten. Denn sie können jetzt auch auf einen monatlichen statt eine vierzehntägigen Abfuhrrhythmus wechseln. Dann kostet die 60 Liter-Tonne nur 69,60 Euro und die 80 Liter-Tonne 92,80 Euro. Bei den übrigen Gefäßgrößen wird der Preis ebenfalls um 5,22 Prozent angepasst.

Die Abfuhr der Biotonne wird um 4,73 Prozent teurer. Beim 60 Liter-Gefäß sind beispielsweise 2,40 Euro zusätzlich. Zu zahlen sind dann im nächsten Jahr 53,10 Euro. Die Abfuhr der 120- und 240-Liter-Gefäße kostet dann 106,20 bzw. 212,40 Euro.

Die Abwasserentsorgung kostet im Jahr 2021 für Schmutzwasser 4,24 Euro pro verbrauchten Kubikmeter Frischwasser und für das Niederschlagswasser 1,81 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche.

Prozentual am stärksten ziehen mit 21 Prozent die Gebühren für die Straßenreinigung und den Winterdienst an. Hierfür berechnet die Stadt künftig 3,52 Euro pro laufenden Meter. In Summe spielt dieser Posten in den Betriebskostenabrechnungen eine untergeordnete Rolle.

Die neuen Preise fürs Trinkwasser haben die GSW noch nicht veröffentlicht.




Letzte Gästeführung in 2021: Rundgang über den Oberadener Friedhof

Mit der Führung am kommenden Samstag beendet der Bergkamener Gästeführerring seine zahlreichen Aktivitäten im Jahre 2021 und lädt zu einem Spaziergang auf dem Friedhofsgelände in Oberaden ein.

Alle interessierten Teilnehmer*innen erhalten von Gästeführer Dieter Tatenhorst ab 14 Uhr spannende Auskünfte zur Geschichte des Evangelischen Friedhofes sowie die ein oder andere Begebenheit und Kuriosität, die sich im Laufe des nunmehr über 100 Jahre alten Gottesackers ereignet hat. Herr Tatenhorst berichtet u.a. über die Anfänge der ersten Grundstückskäufe im Jahr 1919 und den Kampf der Oberadener Bevölkerung um den Erhalt ihres Ortsteilfriedhofes um die Jahrtausendwende. Zum Schluss erhalten die Anwesenden noch wissenswerte Informationen über die verschiedenen Bestattungsformen in diesen Tagen.

Gestartet wird zu dem gut eineinhalbstündigen Rundgang am Pavillon des Friedhofes an der Mühlenstraße in Bergkamen-Oberaden.

  • Termin: Samstag, 20. November 2021, 11.00 Uhr
  • Dauer: ca. 1,5 Std.
  • Treffpunkt: Pavillon des Friedhofes an der Mühlenstraße, Bergkamen-Oberaden
  • Kosten: € 3,00 (Kinder bis 12 Jahre frei)
  • Mindestteilnehmerzahl: 5
  • Leitung: Dieter Tatenhorst

Bitte beachten: Zu dieser Führung ist eine vorherige Anmeldung bei Gästeführer Dieter Tatenhorst unter der Mobilnummer 0151/61441918 erforderlich.

 

Es wird um Beachtung der aktuellen Corona-Regelungen gebeten.




CDU-Fraktion stellt vier Anträge zum Doppelhaushalt 2022/23

CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Heinzel.

Zu einer Mammutveranstaltung wird aller Voraussicht die nächste Sitzung des Bergkamener Stadtrat am 25. November ab 17.15 Uhr im großen Ratssaal. Denn erstmals werden sechs Fraktionsvorsitzende in ihren Reden erläutern, was sie vom Entwurf des Doppelhaushalts 2022(23 halten, den Kämmer Marc Alexander Ulrich vor einem Monat vorgestellt hat.

Und nicht nur dies: Bisher haben die sechs Fraktion 41 Anträge zum Doppelhaushalt gestellt. „Davon kommen vier von uns“, erklärt CDU-Fraktionschef Thomas Heinzel. Dabei hofft er auf die Unterstützung anderer Fraktionen.

Der vielleicht umstrittenste Antrag ist der Verzicht auf den Erwerb von Beteiligungen an der UKBS. Hierfür will der Kämmerer 4,8 Millionen Euro bereitstellen, um diese Anteile von der Stadt Hamm zu kaufen. Dies hält die CDU für unnötig. Zwar würde die Beteiligung der Stadt Bergkamen an der UKBS auf 20 Prozent steigen, aber die vorhandene 14 Prozent seien völlig ausreichend. Viel wichtiger sei es, so Heinzel, wenn die Stadt der UKBS Flächen für weiter Projekte zur Verfügung stellen würde. Erst vor einigen wurde der neue Kindergarten an der Berliner Straße in Betrieb gegangen. Jüngster Plan ist der Bau der „Waldsiedlung“ zwischen dem FAKT-Campus und dem künftigen Pued in Weddinghofen.

Rund 2,5 Millionen Euro soll die Stadt in den nächsten zwei Jahren für den Erwerb sogenannte Schrottimmobilien und problembehafteter Grundstücke bereitstellen. Die CDU hofft, dass dadurch diese Bereiche im Sinne der Stadt etwa durch den Verkauf an interessiert Investoren weiterentwickelt werden könnten.

Vor rund einem halben Jahr hatte die CDU schon einmal den Antrag auf zwei kostenlose Sperrmüllabfuhren im Jahr gestellt, damit weniger Müll in der Landschaft illegal entsorgt wird. Das sei zu teuer, meinte damals die Mehrheit im Rat und lehnte diese Forderung der Fraktion ab. Jetzt stellt sie den Antrag auf eine kostenlose Abfuhr pro Haushalt.

Bergkamen werde auf absehbare Zeit keinen eigenen Bahnhof haben. Deshalb sei es umso wichtiger, dass die Bergkamenerinnen und Bergkamen genau getaktete Busverbindungen zu den umliegenden Bahnhöfen erhalten, damit sie zumindest bei diesen Fahrten auf ein eigenes Auto verzichten könnten, erklärte Thomas Heinzel weiter. Deshalb fordert die CDU die Erhöhung des Haushaltsansatzes von 15.000 auf 80.000 Euro für ein neue Mobilitätskonzept. Einen Vorschlag hat die CDU bereits: „Für eine bessere Anbindung sollten mehr „On-Demand-Sammeltaxis als Bestandteil des ÖPNV eingesetzt werden. Durch flexible Fahrzeuge, die auf Abruf per App vor der Tür stehen und zur nächsten Bus- oder Bahnstation fahren, könnte den Bürgern ein Angebot im ÖPNV gemacht werden“, damit sie auf den Einsatz des eigenen Pkws verzichten.




Bergkamen wird ein eigenes kommunales Impfzentrum erhalten

Bürgermeister Bernd Schäfer. Foto: Stadt Bergkamen

Bereits Ende nächster Woche will die Stadt Bergkamen ein eigenes kommunales Impfzentrum an den Start bringen. Einzelheiten will Bürgermeister Bernd Schäfer in wenigen Tagen bekannt geben. Noch laufen die Planungen und Gespräche. Klar ist nur eins: Das Impfzentrum wird nicht wieder  in die Römerbergsporthalle einziehen-

Der Trend ist erschreckend: Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland auf einen Wert von mehr als 300 gestiegen. Auch der Kreis Unna hat einen neuen Höchstwert erreicht. Gleichzeitig stoßen immer mehr Krankenhäuser – insbesondere die Intensivstationen – an ihre Grenzen. Dass die saisonale Ansteckungs- und Grippezeit gerade erst begonnen hat, lässt noch Schlimmeres befürchten. Angesichts dieser Situation fordert Bürgermeister Bernd Schäfer, den Ernst der Lage zu erkennen und konsequente Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.

„Es ist bereits zu viel Zeit ungenutzt vergangen. Weiteres Zögern können wir uns nicht leisten“, ruft Schäfer angesichts der Besorgnis erregenden Entwicklung alle Bürgerinnen und Bürger zu entschlossenem Handeln auf. Da es vor allem ungeimpfte Personen sind, die andere anstecken und aufgrund schwerer Krankheitsverläufe intensivmedizinisch behandelt werden müssen, komme es vor allem darauf an, die Impfquote zu erhöhen. Schäfer: „Jetzt geht es mehr denn je ums Impfen. Es muss gelingen, mehr Menschen von den Vorteilen eines maximalen Infektionsschutzes zu überzeugen.“ Das verhindere zugleich das Entstehen neuer Mutationen, gegen die es noch keine wirksamen Impfstoffe gibt.

Schäfer appelliert daran, Verantwortung für sich und seine Mitmenschen zu übernehmen. Was das bedeutet, ist für ihn klar: Rückkehr zur konsequenten Anwendung der AHA-Regel – Abstand halten, Handhygiene, Alltagsmaske – regelmäßiges Lüften geschlossener Räume sowie Reduzieren sozialer Kontakte und Freizeitaktivitäten. Verantwortung übernimmt auch die Stadt Bergkamen. Aufgrund der stark steigenden Infektionszahlen hat sie beschlossen, die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte zu entlasten und wieder ein kommunales Impfzentrum zu eröffnen. Derzeit arbeiten die verantwortlichen Stellen mit Hochdruck daran, die organisatorischen Voraussetzungen dafür zu schaffen.




Coronavirus: Erstmals ist im Kreis Unna ein Kind gestorben

Heute sind der Gesundheitsbehörde 153 neue Fälle und zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet worden. Verstorben ist unter anderem ein Kind. „Aus Gründen der Nachverfolgbarkeit und mit Rücksicht auf Familienangehörige werden für die heutigen Meldungen keine Angaben zu Alter, Geschlecht und Wohnort der Verstorbenen gemacht“, teilt der Kreis Unna mit..

Insgesamt sind damit im Kreis Unna 23.085 Fälle gemeldet worden, in Bergkamen sind es 3.357 Fälle (+ 12). 21.493 Personen gelten als wieder genesen, 11 in Bergkamen. Die Zahl der aktuell infizierten Personen liegt bei 1080, in Bergkamen 74 (+ 1). Aktuell befinden sich 36 Patienten in stationärer Behandlung.

Inzidenz

Der 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner wird vom Robert Koch-Institut veröffentlicht. Er liegt aktuell bei 146,8 (Stand: 17. November 2021).




Praxis-Workshop des Umweltzentrums für Erwachsene: Shinrin Yoku – Waldbaden (4)

In Japan ist das „Shinrin Yoku“, das „Baden in der Waldathmosphäre“ bereits seit den 80er Jahren eine wissenschaftlich begleitete und anerkannte Stressbewältigungsmethode. Ein Waldbad hat einen wunderbaren Effekt auf Körper, Geist und Seele. Es senkt den Stresshormonspiegel, stärkt das Immunsystem und sorgt für ein inneres Gleichgewicht.

Bei der Kursreihe tauchen die Teilnehmer – mit Hilfe kleiner achtsamer Übungen – mit allen Sinnen in die heilende Atmosphäre des Waldes ein, erkunden auf sanfte und bewusste Art den Wald, bewegen sich auf leisen Sohlen und spüren die entspannende Wirkung der Natur.

Das Umweltzentrum Westfalen bietet den letzten der vier Kurse am Freitag, 10. Dezember von 17.00 – 19.00 Uhr an.

Der Treffpunkt wird rechtzeitig vor der Veranstaltung bekannt gegeben.

Durchgeführt wird der Praxis-Workshop von der Wildnispädagogin Sandra Bille

Die Kosten betragen 15 Euro je Teilnehmer

Teilnehmen können maximal 15 Personen.

Anmeldungen noch bis 25. November bei Dorothee Weber-Köhling (02389-980913) oder umweltzentrum_westfalen@t-online.de.




Ehrenabteilung der Bergkamener Feuerwehr erhält eine neue Einheitsführung

Die Mitglieder der Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergkamen treffen sich am Freitag, 19. November, um 18 Uhr im Gerätehaus in Rünthe zu ihrem Jahresabschluss.

Im offiziellen Teil des Jahresabschlusstreffens führt der Leiter der Feuerwehr Dirk Kemke zunächst die Ernennung der neuen Einheitsführung der Ehrenabteilung Wolfgang Lantin und Paul Steinbeck durch.

Anschließend findet durch den stellv. Bürgermeister Kay Schulte die Verabschiedung des Unterbrandmeisters Jürgen Hampel (Einheit Rünthe) aus dem aktiven Dienst und die Aufnahme in die Ehrenabteilung statt.