Anklage: „Unfallflucht“ vom Tankstellengelände

von Andreas Milk
Wirklich blöd war dieser Strafprozess um einen Vorfall an einer Bergkamener Tankstelle für einen 14-Jährigen aus Kamen. Er rückte gemeinsam mit seiner Mutter für eine Zeugenaussage an, verpasste deshalb eine Klassenarbeit, die er nun nachschreiben muss, und kam im Prozess noch nicht mal zu Wort. Denn die Aussage der Mutter genügte dem Richter schon.

Angeklagt: Der 23-jährige Djamal M. aus Lünen. Der Vorwurf: Unfallflucht. Es geschah am Abend des 22. März auf einem Tankstellengelände an der Werner Straße. Von der „Tat“ gibt es ein Video. Die Überwachungskamera nahm auf, wie Djamal M. – als Beifahrer – eine Autotür öffnete. Sie knallte gegen die Fahrertür am Wagen der Frau. Die war gerade auf der anderen Seite ihres Autos mit dem Betanken beschäftigt. Im Wagen saß ihr Sohn. Er berichtete ihr später, das Auto habe regelrecht gewackelt. Zu dem Zeitpunkt waren Djamal M. und der Fahrer des „gegnerischen“ Wagens längst weg. Geblieben war ein Schaden von rund 2.000 Euro.

Djamal M. beteuert: Dass er mit dem Öffnen der Beifahrertür Schaden angerichtet habe, sei ihm entgangen. Denn im selben Moment sei ihm etwas aus der Hand gefallen, das ebenfalls ein lautes Geräusch verursacht und seine Aufmerksamkeit gefordert habe. Die Videoaufzeichnung bestätigt das: Zu sehen ist, wie sich die Frau und Djamal M. kurz unterhalten, nachdem offenbar beiden ein lautes Geräusch aufgefallen war. Dabei macht M. einen völlig entspannten Eindruck.

Der Schaden ist längst reguliert. Ein Gutachten zur Frage, ob Djamal M. den ungewollten Türstoß zwangsläufig bemerkt haben muss, wäre wohl ähnlich teuer. Kostengünstigere Lösung: Das Verfahren wurde wegen geringer Schuld M.s eingestellt.




Beim Bauern in der Lippeaue – Hofbesuch in Bergkamen-Heil

Auch im dichtbesiedelten Ruhrgebiet gibt es Bauernhöfe. Wie seit Jahrhunderten wird zum Beispiel das Grünland an der Lippe zwischen Lünen und Hamm für die Milchviehhaltung genutzt. Die Bedingungen haben sich allerdings erheblich verändert. Am Mittwoch den 22. Oktober ab 16.30 Uhr zeigt Heinz-Dieter Kortenbruck bei einem etwa einstündigen Rundgang über seinen Hof in den Lippeauen in Bergkamen-Heil die Rinderhaltung auf Weiden und in Ställen. Er berichtet aus der Geschichte und über die Herausforderungen unserer Zeit für die bäuerliche Landwirtschaft. Die Exkursion ist auch für Kinder sehr interessant! Sie können hier erfahren, dass Lebensmittel nicht einfach aus dem Supermarktregal kommen, sondern wie und wo sie produziert werden. Eine verbindliche Anmeldung ist unter 0 23 89-98 09 11 notwendig. Bei der Anmeldung erfahren die Teilnehmenden die Adresse für den Treffpunkt.




Fachschule für Pflegeberufe Bergkamen verabschiedet ihren Pflegefachassistenzkurs: Alle haben einen Job in der Pflege  

Glückwunsch zum bestandenen Examen an der Pflegefachschule der Diakonie Ruhr-Hellweg in Bergkamen. (Foto: drh)

Jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt: Die Fachschule für Pflegeberufe der Diakonie Ruhr-Hellweg in Bergkamen entlässt ihren Pflegefachassistenzkurs nach bestandener Prüfung ins Berufsleben. Zwölf Männer und Frauen haben die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Alle haben bereits direkt im Anschluss eine Arbeitsstelle in stationären und ambulanten Einrichtungen in der Region gefunden. Ein toller Erfolg, der zeigt, wie sehr gut ausgebildete Fachkräfte in der Region gesucht werden!

Die feierliche Verabschiedung fand nun in der Friedenskirche in Bergkamen statt. Schulleiterin Heike Brauckmann-Jauer begrüßte die Absolventinnen und Absolventen mit ihren Angehörigen und den Vertretern der Ausbildungseinrichtungen. Zu Beginn gestaltete Pfarrer Bernd Ruhbach eine Andacht. Es folgten Ansprachen der Schulleiterin Heike Brauckmann-Jauer sowie der Pflegelehrerin Anne-Kathrin Kalvari.

Christine Busch, Sozialdezernentin der Stadt Bergkamen, und Pfarrer Matthias Schlegel, stellvertretender Diakoniepfarrer des Kirchenkreises Unna, wünschten den Examinierten für ihre berufliche Zukunft alles Gute. „Nun können Sie ihre neuen Kenntnisse und Fähigkeiten in die Pflegepraxis umsetzen. Hierbei wünschen wir Ihnen gutes Gelingen, viel Freude, Begeisterung und Gottes Segen.“ Mit diesen Wünschen wurden die Fachkräfte vom Team der Pflegeschule verabschiedet.

Zur Erinnerung an ihre Ausbildungszeit bei der Diakonie erhielten alle Absolventinnen und Absolventen ein Segenskreuz. „Dieses Kreuz soll Sie auf ihrem weiteren beruflichen und privaten Lebensweg begleiten und stärken“ – so Schulleiterin Heike Brauckmann-Jauer. Eine schöne Geste: Zum Schluss bedankten sich die ehemaligen Schülerinnen und Schüler bei allen Lehrkräften mit sehr persönlichen Worten für die Ausbildungszeit.

Sie haben den Pflegefachassistenzkurs erfolgreich bestanden:

Angelika Caspereit, Loris Fildhaut, Fabienne Kalbitz, Sabrina Lemke, Samed Öczeler, Tanja Schamott, Sabrina Schöberl, Lisa Seepe, Tülin Solmaz, Alina Katharina Szeffs, Honorine Turabumukiza und Ann-Kathryn Wald.

Am 1. Oktober hat bereits ein neuer Pflegefachassistenzkurs in Bergkamen begonnen.

Weitere Informationen über das Ausbildungsangebot der Pflegeschule gibt es auf der Homepage der Diakonie und auch unter der Telefonnummer 02307/9830050.




EntsorgungsBetrieb Bergkamen mit Elektrofahrzeugkonzept

Mona Neubauer und Stephan Polplatz in Düsseldorf.

Starkes Signal für eine saubere und wettbewerbsfähige Logistik: Beim Gipfeltreffen zur Kampagne „E-Trucks.NRW“ am 02.10.2025 in Düsseldorf unterzeichnen 21 Unternehmen eine Absichtserklärung, bis 2045 mehr als 1.600 emissionsfreie Fahrzeuge anzuschaffen. Als einziger Kommunalbetrieb war der EntsorgungsBetriebBergkamen (EBB) in Düsseldorf vertreten.

Leise, stark und emissionsfrei: E-Lkw sind der Schlüssel für eine wettbewerbsfähige und zukunftsgerichtete Logistik. Die Transport- und Logistikbranche in Nordrhein-Westfalen baut beim Aus- und Umbau ihrer Flotten immer öfter auf elektrische Fahrzeuge, und es werden jeden Tag mehr: Beim Gipfeltreffen zur Kampagne „E-Trucks.NRW“ der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate haben nun 21 Unternehmen eine Absichtserklärung unterzeichnet, bis 2045 mehr als 1.600 emissionsfreie Fahrzeuge anzuschaffen und ihre Flotten so schrittweise umzustellen. Auch fünf Handels-, Transport- und Logistikverbände unterzeichneten die Erklärung.

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Weniger Lärm, weniger Abgase, mehr Zukunft. E-Lkw machen unsere Straßen leiser und die Luft sauberer – das spüren die Menschen direkt vor ihrer Haustür. Gleichzeitig sind sie ein starkes Signal dafür, dass Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg zusammenpassen. Die Betriebskosten sind oft niedriger, vor allem wenn Logistikunternehmen selbst erzeugten Grünstrom nutzen und die Fahrzeuge sind derzeit von der Maut befreit. Immer mehr Unternehmen nutzen diese Chancen und stellen ihr Flotte um – gut fürs Klima, gut für die Betriebe und gut für uns alle in NRW.“

Als einziger Kommunalbetrieb war der EntsorgungsBetriebBergkamen (EBB) in Düsseldorf vertreten.

EBB-Betriebsleiter Stephan Polplatz: „Ein herzlicher Dank an das Land NRW; bisher konnten sechs Elektrofahrzeuge mit Förderung des Landes beschafft werden. Dies ist im Ranking der Bundesländer was Fördermöglichkeiten kombiniert mit möglichst geringem Bürokratismus einmalig!“ Auf dem Wege zur Klimaneutralität in Bergkamen im Rahmen des Masterplans Klimaschutz hat die Stadt das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 festgelegt.

Mit den sechs Fahrzeugen ist aber nicht das Ende erreicht; so wurden in der Vergangenheit auch zwei gebrauchte Elektrofahrzeuge beschafft und mit Förderung des Landes NRW soll der gesamte Standort „Bambergstraße 66“ mit Baubetriebshof, Entsorgungsbetrieb, allgemeiner Fuhrpark, Feuerwehr und Rettungswache auf einen möglichen Einsatz und Lademöglichkeit für E-Fahrzeuge untersucht werden.

Dr. Katharina Schubert, Geschäftsführerin NRW.Energy4Climate: „E-Lkw werden in erheblichem Maße dazu beitragen, die Transport- und Logistikbranche zu revolutionieren. In Nordrhein-Westfalen sind wir auf dem besten Weg, diese klimaneutralen PS auch auf die Straße zu bringen. Seit Januar haben wir im Rahmen der Kampagne „E-Trucks.NRW“ über 400 Unternehmen darüber informiert, wie sie schon jetzt mit der Umstellung ihrer Fuhrparks beginnen können. Das heutige Gipfeltreffen markiert einen Meilenstein der Kampagne und ist zugleich Auftakt für den Markthochlauf. Die heute anwesenden Unternehmen sehen zahlreiche, auch wirtschaftliche Vorteile in der Elektrifizierung. Sie stellen sich damit zukunftsfähig auf und gehen mit gutem Beispiel voran.“




Festnahme von zwei Fahrraddieben: Polizei sucht Eigentümer sichergestellter Pedelecs

Sichergestellte Pedelec des Herstellers Cube.

Am Montagmorgen (06.10.2025) fielen einer aufmerksamen Zeugin gegen 05:00 Uhr zwei männliche Personen auf, die sich auf einem Spielplatz in der Straße Im Grevelnkamp in Bergkamen in verdächtiger Weise mit Stirnlampen aufhielten.

Hinzugerufene Polizeibeamte kontrollierten die beiden Männer daraufhin und stellten fest, dass diese insgesamt drei hochwertige E-Bikes mit sich führten. Bei einer Durchsuchung der mitgeführten Sachen der beiden Männer konnte weiterhin augenscheinliches Diebesgut aufgefunden werden. Dabei handelte es sich unter anderem um diverses Fahrradzubehör, Werkzeuge, als auch um Lebensmittel.

Die beiden Tatverdächtigen wurden daraufhin vor Ort festgenommen. Bei ihnen handelt es sich um einen 29-jährigen Deutschen ohne festen Wohnsitz und einen 36-jährigen Deutschen aus Hamm.

Im Rahmen von kriminalpolizeilichen Ermittlungen konnten den beiden Tätern zwei weitere Bandendiebstähle zugeordnet werden. Hierbei handelt es sich um Taten aus der Nacht des 29.09.2025. Dort entwendeten die beiden Männer sowie ein weiterer Tatverdächtiger gemeinsam zwei E-Bikes aus einer unverschlossenen Garage in der Eichholzstraße in Bönen. Eines dieser Räder wurde auf dem Spielplatz durch einen der Täter mitgeführt. In der Straße Am Rehbusch in Bönen entwendeten sie kurz zuvor aus einem Carport eine Handyhalterung.

Die Erkenntnisse führten im Folgenden am Montagnachmittag (06.10.2025) zu Wohnungsdurchsuchungen in Hamm. Dabei konnte Tatbeute aus den Delikten des 29.09.2025 aufgefunden werden. Unter anderem konnte im Rahmen einer Durchsuchungsmaßnahme das andere fehlende E-Bike aus der Tat in Bönen sichergestellt werden.

Die beiden Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der Maßnahmen auf Antrag der Staatsanwaltschaft entlassen. Auf sie kommt nun ein Strafverfahren wegen Diebstahl mit Waffen, Bandendiebstahl und besonders schweren Bandendiebstahls zu.

Von zwei der durch die Täter mitgeführten E-Bikes konnten bislang noch keine rechtmäßigen Eigentümer ermittelt werden. Die Polizei sucht daher nach dem möglichen Eigentümer eines blauen Pedelecs des Herstellers Cube, der sich bei der Polizeiwache in Kamen melden kann. Darüber hinaus sucht die Polizei nach dem Eigentümer eines weiteren E-Bikes des Herstellers Haibike. Dabei handelt es sich um ein Trekkingrad in weiß mit blauen und orangefarbenen Applikationen am Rahmen.

Wer darüber hinaus weitere Hinweise geben kann, wendet sich bitte an die Polizei in Kamen unter 02307 921 3220, 02303 921 0 oder per Mail: poststelle.unna@polizei.nrw.de.

E-Bike des Herstellers Haibike.




Gottesdienst und Einführung des neuen Küsters in der Christuskirche Rünthe

Die Martin-Luther-Kirchengemeinde lädt herzlich ein zum Gottesdienst am kommenden Sonntag, 12. Oktober, um 9.30 Uhr in der Christuskirche Rünthe, Rünther Straße 42.
In dem Gottesdienst wird die Einführung des neuen Küsters in Rünthe Rainer Stanski gefeiert.



Kreatives Schreiben – Wort und Ausdruck als Weg zu innerer Stärke

Im Rahmen der Woche der Seelischen Gesundheit lädt das Umweltzentrum Westfalen zu einem inspirierenden Workshop „Kreatives Schreiben“ ein, bei dem Spielraum für Ausdruck, Reflexion und neue Perspektiven geschaffen wird. Die Veranstaltung findet am 17.10.2025 von 16:00 – 20:00 Uhr in der Ökologiestation des Kreises Unna statt.

In diesem Workshop haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit Worten zu öffnen: unter Anleitung werden Schreibimpulse gesetzt, die eigene Gedankenwelt, Erfahrungen oder Visionen freilegen können. Es geht nicht um Leistungsorientierung oder literarische Perfektion, sondern um das Schreiben als Mittel, den eigenen inneren Raum zu betreten, Gefühle zu ordnen und neue Zugänge zu sich selbst zu entdecken. Vertrauliche Texte können in geschütztem Rahmen besprochen oder einfach nur gelesen werden – je nach Wunsch der Anwesenden.

Der Workshop richtet sich an alle, die Lust haben, ihre Gedanken in Worte fließen zu lassen – ganz gleich, ob sie bereits Schreiberfahrung mitbringen oder zum ersten Mal in diese kreative Form eintauchen möchten. Teilnehmende werden zu einem achtsamen Umgang mit ihren Texten eingeladen und erhalten dabei unterstützende Impulse und Anleitung.

Die Teilnahme an „Kreatives Schreiben“ ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten bei Sandrine Seth vom Umweltzentrum Westfalen unter der Telefonnummer 02389 980911 oder per E-Mail an sandrine.seth@uwz-westfalen.de




Mobiler Gesundheitskiosk in der OGS der Gerhart-Hauptmann-Schule: Eine Anlaufstelle für alle

Gesundheit kann herausfordernd sein. Nicht nur eine Krankheit selbst, sondern auch das Drumherum. Hierfür gibt es den „Mobilen Gesundheitskiosk“.

Vor Ort können Sie sich zu allen Fragen rund um Ihre Gesundheit unbürokratisch und kostenlos beraten lassen. Die Gesundheitslotsin Jana Krethen beraten zu Angeboten unter Berücksichtigung ihrer individuellen Situation. Es geht zum Beispiel um Themen wie: „Was tue ich, wenn ich eine Verordnung bekommen habe? Ich habe Fragen zu Angeboten rund um meine Erkrankung.“

Frau Jana Krethen
Freitag 10.10.2025
OGS Gerhart-Hauptmann – Am Friedrichsberg 33 – 59192 Bergkamen: 09:00 – 12:00 Uhr (Mit Termin)

Aufgrund personeller Veränderungen finden die Offenen Sprechstunden momentan nicht wie gewohnt in allen Kommunen statt.
Auch außerhalb der offenen Sprechstunden können Termine vereinbart werden, unter gesundheitskiosk@kreis-unna.de. Interessierte können zu den allgemeinen Öffnungszeiten der Kreisverwaltung Unna telefonisch beraten werden und Termine vereinbaren, unter den folgenden Telefonnummern: Fon 0 23 03 27 – 35 53 oder unter Fon 0 23 03 27 – 42 52 sowie unter Fon 0 23 03 27 – 27 59.
Weitere Infos und Kontakte sowie aktuelle Termine gibt es unter www.kreis-unna.de und dem Stichwort „Mobiler Gesundheitskiosk”. PK | PKU




Klangkosmos Weltmusik mit La Flota y El Son (Mexiko): Traditionelle Klänge aus Veracruz mit einzigartiger Note

La Flota del Son. Foto: Miguel Cicero

Mitreißend, lebendig und voller Geschichte: „La Flota y El Son“ entführt das Publikum am Montag, den 13.10.2025 um 20.00 Uhr im Trauzimmer Marina Rünthe in die Klangwelt des Son Jarocho – einer Musiktradition aus Veracruz, die ihre Wurzeln in indigenen, westafrikanischen und spanisch-barocken Einflüssen hat. Im Mittelpunkt stehen die Geschwister Vega, deren Familie seit fünf Generationen zu den bedeutendsten Hütern dieser Kunstform gehört. Mit feinem Gespür verbinden sie kulturelle Wurzeln, familiäres Erbe und ihre immense internationale Bühnenerfahrung zu einem unverwechselbaren Musikerlebnis. Charakteristisch für den Veracruz-Sound sind humorvolle, poetische Texte über Liebe, Natur, Seeleute oder das Landleben. Doch kein Konzert gleicht dem anderen: Melodien, Rhythmen und Verse werden stets neu arrangiert und improvisiert – jede Aufführung wird so zu einem einzigartigen Fest der Musik.

Raquel Palacios Vega – Gesang, Jarana, Perkussion, Zapatero

Enrique Palacios Vega – Gesang, Requinto, Punteador, Leona, Perkussion, Zapatero

Amairani Flores Pitalua – Gesang, Jarana, Perkussion, Zapatero

Juan Domingo Rogel Fragoso – Cajon, Pandero, Saxophon, Flöten, Perkussion

Klangkosmos Weltmusik

La Flota y El Son (Mexiko)
Traditionelle Klänge aus Veracruz mit einzigartiger Note
Montag, 13. Oktober 2025 | 20:00 Uhr | Trauzimmer Marina Rünthe

Eintritt: 8,00 €
Tickets unter: 02307/965-464 oder tickets.bergkamen.de




Mental Health-Vortrag in der Ökologiestation: „First Aid – Erste Hilfe für psychische Gesundheit“

In vielen Lebensphasen können psychische Belastungen oder Krisen auftreten – ob durch Stress, Überforderung oder emotionalen Druck. Doch wie reagieren, wenn Menschen in die psychische Not geraten? Das Umweltzentrum Westfalen offeriert im Rahmen der Woche der Seelischen Gesundheit einen kostenfreien Vortrag mit dem Titel „First Aid – Erste Hilfe für psychische Gesundheit“, der am Dienstag, 14. Oktober 2025, von 19:00 bis 21:00 Uhr in der Ökologiestation des Kreises Unna (Dr.-Detlef-Timpe-Weg 1, 59192 Bergkamen) stattfindet.

In dem Vortrag erhalten die Teilnehmenden grundlegendes Wissen über psychische Erkrankungen, Krisensituationen und den einfühlsamen Umgang mit betroffenen Menschen. Thematisch geht es unter anderem darum, Warnsignale zu erkennen, empathisch zu kommunizieren und geeignete Hilfsangebote aufzuzeigen. Ähnlich wie in der klassischen Ersten Hilfe soll dieser Kurs helfen, Sicherheit im Umgang mit schwierigen Situationen zu gewinnen und Brücken zu professioneller Unterstützung zu bauen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist bis Dienstag, den 7. Oktober 2025, beim Umweltzentrum Westfalen erforderlich. Ansprechpartnerin ist Sandrine Seth (Telefon: 02389 980911, E-Mail: sandrine.seth@uwz-westfalen.de)




Theaterstück und Mutparcours stärken Zusammenhalt und Selbstvertrauen: 430 Drittklässler meucheln mutig miese Monster

Theaterstück „Mutig miese Monster meucheln“ vom Theaterspiel Witten,

„Gemeinsam mutig, zusammen stark“ – unter diesem Motto absolvierten rund 420  Schüler:innen aus 18 dritten Klassen der Bergkamener Grundschulen die diesjährige Präventionswoche des städtischen Kinder- und Jugendbüros (kijub). Höhepunkt war bereits zum dritten Mal das Theaterstück „Mutig miese Monster meucheln“ vom Theaterspiel Witten, gefolgt von einem aufregenden Mutparcours an der Anlaufstelle Streetwork.

Von Angsthasen zu Mutmachern
Das Theaterstück erzählt die Geschichte von Merle, die ihre größten Ängste besiegen möchte. Spinnen, Schlangen, das Ein-Meter-Brett und vor allem die Dunkelheit machen ihr zu schaffen. Als Toni sie vor anderen als „Angsthase“ bezeichnet, fasst Merle einen mutigen Entschluss: Sie will in den dunklen Keller hinab. Gemeinsam mit ihrer Nachbarin Tante Thea, die selbst vor alten Erinnerungen Angst hat, bildet sie ein Team. Die Botschaft: Nur zusammen können sie ihre Ängste überwinden und den eigenen Mut entdecken.

Mutparcours macht Theaterinhalt erlebbar. Foto: kijub

Mutparcours macht Theaterinhalt erlebbar
Nach den vier Theatervorstellungen wartete auf die Kinder ein besonderes Highlight: In der Anlaufstelle Streetwork mit dem angrenzenden Freiraum hatte das Team der Jugendförderung Bergkamen einen abwechslungsreichen Mutparcours aufgebaut. An verschiedenen Stationen konnten die Schüler*innen ihr neu gewonnenes Selbstvertrauen unter Beweis stellen und eigene Grenzen austesten. Der Niedrigseilparcours forderte Balance und Geschicklichkeit, während die Kinder an der Bastelstation aus Waschlappen und verschiedenen Materialien ihren ganz persönlichen Mutmacher kreierten. Das absolute Highlight war jedoch der nachgebaute, mit Schwarzlicht ausgestattete Keller von Tante Thea aus dem Theaterstück.

Im Schwarzlichtkeller: Mut wird zur Teamleistung
Im Keller halfen die Kinder mutig Tante Thea dabei, ihre Erinnerungskiste mit liegengebliebenen Aufgaben zu finden. Die Herausforderungen waren vielfältig: In Kisten mussten Gegenstände ertastet, das Motto „Mut tut gut“ gefunden und kleine
Tennisballmonster eingefangen werden, die Schlüssel verschluckt hatten. Besonders aufregend war das vorsichtige Durchqueren des Spinnennetzes der lärmempfindlichen Ohrenspinne.

„Die Kinder haben mit so viel Spaß Angstmacher besiegt und dabei viele neue Mutmacher gefunden“, berichtet Sabrina Püschel vom kijub über das Projekt. „Besonders schön war zu sehen, wie sie sich gegenseitig unterstützt und ermutigt haben und wie sie festgestellt
haben, dass auch Nein-Sagen supermutig ist.“

Bewährtes Konzept mit nachhaltiger Wirkung
Die Präventionswoche des kijub kombiniert auf nachhaltige Weise Theater und praktische Erfahrungen, um wichtige Lebenswerte wie Mut, Freundschaft und Zusammenhalt zu vermitteln. Das Konzept zeigt bereits zum dritten Mal seine Wirksamkeit: Die Kinder lernen
spielerisch, dass Ängste normal und wichtig sind und gemeinsam überwunden werden können. Das bewährte Format zeigt: Präventionsarbeit kann Spaß machen und gleichzeitig wichtige Werte vermitteln. Die Kinder nehmen nicht nur schöne Erinnerungen mit nach Hause,
sondern auch gestärktes Selbstvertrauen und den Mut, schwierige Situationen gemeinsam anzugehen.

Über das Theaterspiel Witten: Das Theaterspiel Witten ist bekannt für seine pädagogisch wertvollen Theaterproduktionen für Kinder und Jugendliche und gastiert regelmäßig an Schulen und Bildungseinrichtungen in NRW.