RSO-Musical entert die Herzen der Zuschauer*innen

Nach 1142 Tagen war es endlich wieder soweit. Die RSO-Pausenhalle verwandelte sich in ein Musicaltheater.

Der „Schatz von Cortez“ enterte die Herzen der zahlreichen Gäste, die mit Spezialeffekten und nicht wenigen Stunts durch das Meer geschifft wurden. Am Ende siegte wie so häufig die wahre Liebe.

Für die Schüler*innen als auch die Gäste bleiben unvergessliche Momente.




Musical-Tickets gewinnen und etwas Gutes tun: GSW starten Gewinnspiel mit Radio Ruhrpott

Radio Ruhrpott bringt das Ruhrgebiet auf die Bühne. Die GSW verlosen 100 Eintrittskarten für das Musical für und über das Ruhrgebiet.

Einmal den Akku aufladen? Einmal einen Abend voller Energie erleben? Einmal das ganze Ruhrgebiet auf einer Bühne sehen? Und damit auch gleichzeitig noch etwas Gutes tun? Das geht mit den Gemeinschaftsstadtwerken (GSW) Kamen, Bönen und Bergkamen ganz einfach! Gemeinsam mit der Radio Ruhrpott GmbH verlosen die GSW Eintrittskarten für das „Radio Ruhrpott – Das Musical im Ruhrgebiet“ am 5. Juni (15 Uhr). Das Ruhrical bringt den Ruhrpott in Castrop-Rauxel in beeindruckender Weise auf die Bühne. Authentisch. Ehrlich. Emotional.

Für die Vorstellung am Pfingstsonntag verlosen die GSW insgesamt 100 Eintrittskarten. Wer sich jeweils vier Karten für sich, die Familie und Freunde sichern möchte, kann ganz einfach teilnehmen. Mit etwas Glück können Musical-Fans nicht nur Eintrittskarten ergattern, sondern gleichzeitig auch etwas Gutes tun. Der gesamte Erlös des Ticketverkaufs spenden die GSW an För Ju – den Förderverein für Jugendhilfe Kamen, der sich für viele Kinder- und Jugendprojekte sowie in der Flüchtlingshilfe engagiert.

Wer das Radio Ruhrpott Musical live erleben möchte, schreibt einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „Ruhrical“ und den Kontaktdaten an presse@gsw-kamen.de. Der Einsendeschluss ist der 26. Mai. Die Gewinner werden nach der Auslosung informiert. Eine Shuttle-Möglichkeit (7 Euro Hin und Zurück) von Kamen (Markt) nach Castrop-Rauxel bietet Radio Ruhrpott. Interessenten können sich per E-Mail anmelden unter transfer@radioruhrpott.de.

Die datenschutzrechtlichen Hinweise gibt’s unter www.gsw-kamen.de/datenschutz




„Ich werde dich f*****“: Geldstrafe für Drohung gegen Vermieter

von Andreas Milk
Ein Streit zwischen Mieter und Vermieter eskalierte im Juni vorigen Jahres auf der Schulstraße. Folge war ein Strafbefehl gegen Malik T. (Name geändert), den Mieter: 500 Euro sollte er zahlen, weil er Sedat K., den Vermieter, bedroht habe. Laut Staatsanwaltschaft tat er das mit den Worten: „Ich werde meine schlimmen Freunde rufen und dich ficken.“ Hintergrund soll die Auseinandersetzung um eine Kaution gewesen sein.

Malik T. legte Einspruch gegen den Strafbefehl ein. Darüber sollte jetzt vor dem Kamener Amtsgericht verhandelt werden. Vier Zeugen waren zu dem Termin geladen worden: der mutmaßlich bedrohte Sedat K. und drei Bekannte von ihm. Es hätte heikel werden können für Malik T.: „Gegen vier Leute hab‘ ich anscheinend keine Chance.“

Der Richter hatte ihn darauf hingewiesen, dass es im Grunde zwei Möglichkeiten gebe. Die erste: Freispruch. Eher unwahrscheinlich – denn die Beschuldigungen gegen T. schienen glaubhaft, zumal Sedat K. während der Ermittlungen zugegeben hatte, selbst auch Beleidigungen ausgestoßen zu haben, also keineswegs ein Unschuldsengel zu sein. Die zweite Möglichkeit: Verurteilung – zu einer Strafe deutlich höher als die 500 Euro im Strafbefehl. Denn nicht nur, dass Malik T. inzwischen dank Job zahlungskräftiger ist als von der Staatsanwaltschaft zunächst angenommen, er hat auch schon ein paar Vorstrafen im Register. Kurz: Aus 500 Euro drohte ein Mehrfaches des Betrags zu werden.

Aus dem Zuschauerraum schaltete sich Malik T.s Mutter ein: „Bezahl‘ die 500!“ Und so läuft es nun auch, trotz T.s Beteuerung, es sei alles nicht so gewesen, wie es in der Akte steht. Er nahm den Einspruch zurück, die 500-Euro-Strafe wurde rechtskräftig. „Entschuldigung für die Zeit“, bat er beim Verlassen des Saals den Richter. Der erwiderte trocken: „Das ist mein Job.“




VKU startet den Verkauf des 9-Euro-Tickets am 23. Mai

André Pieperjohanns, Geschäftsführer der VKU.

Bundestag und Bundesrat haben heute dem 9-Euro-Ticket zugestimmt. „Darauf haben wir gewartet“, so André Pieperjohanns, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna, „jetzt können wir direkt am Montag, den 23. Mai, mit dem Vorverkauf des 9-Euro-Tickets starten.“

Das kommunale Verkehrsunternehmen hat sich in den vergangenen Wochen sorgfältig auf diesen Moment vorbereitet. „Das neue Ticket wurde in unser Vertriebshintergrundsystem und in die fahrtwind-App integriert und steht jetzt dort zur Verfügung“, erläutert Pieperjohanns. Das 9-Euro-Ticket ist ab dem 1. Juni bundesweit für den Nahverkehr gültig. Es kann bereits ab Montag gekauft werden.

Die VKU empfiehlt ihren Kunden in erster Linie den Ticketkauf über die fahrtwind-App, die es für iOS und Android gibt. Das geht einfach und bequem von Zuhause aus, und man muss nirgendwo dafür Schlange stehen. Das 9-Euro-Ticket ist ab dem 23. Mai im „Ticketshop“ erhältlich und wird als eTicket auf dem Smartphone zur Verfügung gestellt. Außerdem bietet es sich an, weil die App auch über eine elektronische Fahrplanauskunft verfügt. Mit wenigen Klicks ist so die ideale Verbindung für die gewünschte Strecke gefunden. Das funktioniert für den Nahverkehr bundesweit und ist insofern ideal in Kombination mit dem 9-Euro-Ticket.

Vor Ort erhalten Kunden das Ticket bei fahrtwind (Kamen und Lünen) und in den örtlichen Vorverkaufsagenturen der VKU, die das komplette Ticketsortiment anbieten (Full-Service-Vorverkaufsstelle). Auch in den Bussen wird es erhältlich sein. „Es liegen 1-Euro-Münzen zum Wechseln bereit“, schmunzelt der Geschäftsführer.

„Das Interesse der Kunden ist groß“, weiß André Pieperjohanns und rechnet damit, dass sich bereits viele Fahrgäste im Vorverkauf ihr Ticket besorgen werden. Abo-Kunden müssen sich übrigens um nichts kümmern. Ihr Ticketpreis wird für die Monate Juni, Juli und August auf 9 Euro reduziert, sie benötigen kein zusätzliches Ticket. Wer ein AboTicket hat muss es aber als Nachweis bei allen Fahrten, auch außerhalb des eigentlichen Geltungsbereichs mitführen.

Der VKU Geschäftsführer André Pieperjohanns blickt gespannt auf die kommenden Monate: „Das 9-Euro-Ticket ist für alle Verkehrsunternehmen gleichzeitig Herausforderung und Chance. Wir wünschen uns, dass viele Menschen den öffentlichen Nahverkehr positiv erleben.“ Eins ist aber schon jetzt sicher: Busse und Bahnen bieten auch über die tarifliche Sonderaktion mit dem 9-Euro-Ticket hinaus, vielfältige und günstige Mobilitätsmöglichkeiten für zahlreiche Alltagswege.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten Servicezentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder ab dem 23.05.2022 unter der Rufnummer 0800 6 504030 (kostenlos aus allen deutschen Netzen) oder im Internet www.fahrtwind-online.de oder über die fahrtwind App (kostenloser Download im Google Play Store oder im App Store).




Stadtteilführung durch Rünthe aus besonderem Anlass

Der Verein „kunstwerkstatt sohle 1“ hat das Stadtmuseum aufgrund der dortigen Baumaßnahmen vorübergehend verlassen. Neue Heimat ist bis auf Weiteres die Regenbogenschule in Rünthe. Aus diesem Anlass bietet Gästeführerin Marie-Luise Kilinski am Sonntag, 22. Mai, eine kostenlose Stadtteilführung durch Rünthe an, die in der Regenbogenschule mit einer künstlerischen Überraschung endet.

Der Start des gemeinsamen Rundgangs erfolgt um 14.00 Uhr am Haus der Mitte (Kanalstr. 7). An den anschließenden Stationen – unter anderem am Kanal, Haus Rünthe und in der Schachtstraße – wird die abwechslungsreiche Geschichte des Ortsteils Rünthe lebendig. Die Führung endet gegen 15.30 Uhr in der Regenbogenschule, wo sich der der Verein mit einem Kunst-Basar bei Kaffee und Kuchen vorstellt.

Interessierte Personen werden gebeten, sich bei Marie-Luise Kilinski unter der Nummer 02389/535477 für die Führung anzumelden. Alternativ ist es möglich, um 15.30 Uhr direkt zur Regenbogenschule zu kommen.




22. Mai Tag der Artenvielfalt: Europäischer Aal kehrt in die Lippe zurück

Sven Linneweber und Berthold Oberkönig vom Lippeverband entlassen einige Glasaale in die Lippe. Foto: EGLV

Wichtiger Beitrag für die Artenvielfalt: Der vom Aussterben bedrohte europäische Aal kehrt wieder zurück in die Lippe. Das Flusstier wird im Rahmen eines Projektes des Landesamtes für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz NRW (LANUV) in Kooperation mit dem Lippeverband in der Lippe besetzt. Das Ziel dieser Wiederauffüllungsmaßnahme an der Lippe ist es, dem Rückgang der Aale entgegen zu wirken. 1,2 Millionen Jungtiere werden allein im Jahr 2022 in NRW freigelassen.
Dr. Emanuel Grün, Technischer Vorstand bei Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV), ist begeistert: „Wir freuen uns, dass die Lippe heute wieder Lebensraum für zahlreiche bedrohte Tiere geworden ist und sind stolz darauf, Aktionen wie die Besatzmaßnahmen des LANUV an der Lippe unterstützen zu können.“

Die Besatzmaßnahme ist Teil eines Projektes des Landesamtes für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz NRW (LANUV) zur Unterstützung der Bestände des europäischen Aals. Junge Aale legen, nachdem sie als Weidenblattlarven in der Sargassosee geschlüpft sind, über drei Jahre lang riesige Strecken von der Atlantikküste Nordamerikas bis nach Europa zurück. Dort angekommen wandeln sich die Jungtiere zu den hier beheimateten Glasaalen. Einen Großteil ihres Lebenszyklus verbringen sie dann in den Binnen- und Küstengewässern Europas und durchleben weitere Entwicklungsstadien. Die Wanderungen flussaufwärts – aber auch flussabwärts – sind jedoch vielerorts noch hürdenreich. So haben die Bestände in den vergangenen Jahrzehnten in den Fließgewässern Nordrhein-Westfalens dramatisch abgenommen. Heute lässt sich der europäische Aal – wie so viele weitere Tiere – auf der Rote Liste gefährdeter Tierarten unter der Kategorie „stark gefährdet“ wiederfinden.

Lippe als geeignetes Zielhabitat eingestuft
Das Projekt des LANUV wirkt den rückläufigen Beständen durch gezielte Besatzmaßnahmen entgegen. Allein 2022 werden rund 1,2 Millionen Jungtiere freigelassen. Die Maßnahmen erfolgen im Einklang mit der EU-Aalverordnung (EG) 1100/2007 und den deutschen Aalbewirtschaftungsplänen in NRW, und werden durch die Europäischen Meeres- und Fischereifonds gefördert. Die renaturierte Lippe wurde seitens des Landes sogar als Vorranggewässer für den Aal und als geeignetes Zielhabitat eingestuft. So wurden gemeinsam mit dem Lippeverband am 8. Februar insgesamt 82.500 Exemplare von nur wenigen Zentimetern langen junger Glasaale in der Lippe freigelassen. Hier haben sie nun die Chance, zu gesunden Tieren heranzuwachsen – mit Längen von über einem Meter – und mit der Geschlechtsreife zurück in die Sargassosee zu wandern, um sich dort fortzupflanzen.

Mit der Renaturierung der Lippe und ihrer Nebengewässer entstehen neue Chancen für die Entwicklung einer gesunden, ökologisch wertvollen und artenreichen Region. Zahlreiche selten gewordene Tiere – wie Eisvogel, Otter oder Prachtlibelle – können schon heute wieder beobachtet werden. Wanderfische hingegen haben es jedoch trotz der deutlich gesteigerten Gewässerqualität aufgrund von Gewässerverbauungen in Form von Wehren als Wanderhindernisse noch schwer in der Lippe.

Diesen Hürden wirkt der Lippeverband entgegen, indem er Fischwege an den Wehren installiert, um die Fischdurchgängigkeit herzustellen. Aber noch nicht an allen Querbauwerken konnte der Weg für die Fische frei gemacht werden. Daher unterstützt der Wasserwirtschaftsverband gemeinsam mit verschiedenen Fischereifachbehörden und -verbänden die Bestände der selten gewordenen Fische – unter anderem Quappe und Maifisch – durch aktive Besatzmaßnahmen.

Dies ist nur ein Beispiel, wie der Lippeverband dem Verlust bedrohter Tier- und Pflanzenarten entgegenwirkt. Zahlreiche weitere Maßnahmen erfolgen bereits in der gesamten Region mit dem Ziel, die Artenvielfalt aktiv zu fördern und eine gesunde, ökologisch wertvolle Natur- und Kulturlandschaft zu schaffen. 




Unwetterwarnung: Schulleitungen können Unterricht je nach lokaler Lage vorzeitig beenden

Der Deutsche Wetterdienst hat mitgeteilt, dass für heute (20.5.) ab Mittag bzw. Nachmittag eine großräumige und heftige Unwetterlage mit Gewittern, Sturm-/Orkanböen und heftigem Starkregen sowie Hagel zu erwarten sei. Das könnte lokal massive Auswirkungen haben.

Die Bezirksregierung Arnsberg hat die Schulleitungen und Schulämter deshalb darüber informiert, dass die Schulleitungen in eigener Zuständigkeit und nach Rücksprache mit dem Schulträger unter Berücksichtigung der lokalen Wetterlage über eine mögliche vorzeitige Beendigung des Unterrichts in Präsenz entscheiden können.

Bei Bedarf sind die Schulgebäude so lange geöffnet, bis ein sicherer Heimweg möglich ist. Schüler*innen werden bis zum Antritt eines sicheren Heimwegs betreut.

Die für heute angesetzten Prüfungen, u. a. schriftliche Nachschreibprüfungen im Abitur und Prüfungen in Berufskollegs, finden wie geplant statt. Mündliche Prüfungen können in Absprache mit der oberen Schulaufsicht im Einzelfall verschoben werden, sofern dies durch ein regionales Unwetter geboten ist.




Heilig Geist: Wie können wir in diesem Jahr Fronleichnam feiern?

Wie können wir in diesem Jahr Fronleichnam feiern?

Um auf diese Frage eine Antwort zu finden und Lösungen, die uns in der Coronapandemie nicht gefährden, lädt die katholische Gemeinde Heilig Geist in  Bergkamen die zahlreichen Helferinnen und Helfer, die in der Organisation, bei den Auf- und Abbauten und allen anderen Arbeiten in den letzten Jahren dabei waren oder aber auch neu aktiv werden möchten, zu einem Treffen ein am Montag, 23. Mai 2022, 19.30 Uhr im Elisabeth-Haus.

„Wir wollen an diesem Abend gemeinsam überlegen, beraten und eine Entscheidung finden“, erklärt die Gemeinde.




Hans Jürgen Neumann spendet der Stadt Bergkamen drei Sitzbänke

Hans Jürgen Neumann (l.) und Bürgermeister Bernd Schäfer an einer der drei gespendeten Bänke.

Bewegung an der frischen Luft – das schätzt Hans Jürgen Neumann mehr als vieles andere. Am liebsten ist er zu Fuß rund um seinen Wohnort Oberaden unterwegs. Dabei entstand der Wunsch nach zusätzlichen Sitzgelegenheiten, auf denen er sich bei längeren Spaziergängen zwischendurch kurz erholen kann. Kurz entschlossen ergriff er die Initiative und spendete der Stadt Bergkamen drei Bänke, die jetzt im Beisein von Bürgermeister Bernd Schäfer ihrer Bestimmung übergeben wurden. „Ab sofort kommen sie allen Bürgerinnen und Bürgern zugute“, dankte er Hans Jürgen Neumann für sein soziales Handeln.

„Selbst aktiv werden und sich für die Allgemeinheit einsetzen – das ist bürgerschaftliches Engagement im besten Sinne“, zeigte sich Bernd Schäfer beeindruckt von der großzügigen Spende. Ihn freut besonders, dass sich gerade ältere Menschen jetzt in Oberaden und auf dem Hauptfriedhof – dort steht eine der drei neuen Bänke – bei Spaziergängen noch wohler fühlen. Und natürlich hatte er im Vorfeld sichergestellt, dass die Wünsche von Hans Jürgen Neumann bezüglich der Ausführung beachtet werden: „Die neuen Bänke verfügen über eine bequeme Rückenlehne und sind aufgrund der Metallausführung besonders pflegeleicht und langlebig.“




Bayer-Stiftung fördert naturwissenschaftlichen Unterricht an Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen: Damit der Kräutergarten ein Naturparadies bleibt

Die Schülerinnen und Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen freuen sich mit Projektleiter André Schuhmann (l.) und Schulleiterin Dr. Jennifer Lach (r.), dass ihr Naturkundeunterricht mit eigenen Kräuter- und Pflanzbeeten von der Bayer-Stiftung unterstützt wird. Unter Anwesenheit von Schuldezernentin Christine Busch (Mitte r.) überreichte Dirk Frenzel (Mitte l.), Leiter der Kommunikation am Bayer-Standort Bergkamen, die Urkunde der Bayer-Stiftung. Foto: Bayer AG

Was haben verschiedene Umweltfaktoren und Mikroplastik mit dem Wachstum von Pflanzen zu tun? Mit dieser abstrakten Frage beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler ganz konkret und praxisnah in einem außergewöhnlichen Kräutergarten an der Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen. Die Bayer Science & Education Foundation unterstützt im Rahmen des Programms „Science@School“ den naturwissenschaftlichen Unterricht im „Kräutergarten 3.0“ an der Schule erneut mit 13.600 Euro, nachdem sie das Vorgängerprojekt „Kräutergarten 2.0“ bereits mit 18.000 Euro förderte.

„Unser Kräutergarten ist ein Nachhaltigkeitslabor. Hier können unsere Schülerinnen und Schüler experimentell den Einfluss verschiedener Umweltfaktoren auf das pflanzliche Wachstum untersuchen und so beispielsweise erfahren, wie sich unterschiedliche Wachstumsbedingungen auf den Ertrag auswirken. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund einer stetig wachsenden Weltbevölkerung eine zentrale Frage unserer Gegenwart,“ erläuterte Projektleiter André Schuhmann. „Wir freuen uns sehr über die erneute Auszeichnung und Unterstützung durch die Bayer-Stiftung.“

„Mit der Förderung honoriert die Bayer-Stiftung das Engagement und den Einfallsreichtum der Willy-Brandt-Gesamtschule, den naturwissenschaftlichen Unterrichts attraktiv und innovativ zu gestalten“, sagte Dirk Frenzel, Leiter der Kommunikation am Bayer-Standort Bergkamen bei einer gestrigen Feierstunde in der Willy-Brandt-Gesamtschule. „Nachhaltigkeit ist in aller Munde. An dieser Schule lesen die Schülerinnen und Schüler nicht nur darüber, sondern können auf dem Schulgelände nachvollziehen, wie wichtige Teile des Ökoystems funktionieren, welchen Bedrohungen sie ausgesetzt sind und was zum Erhalt zu tun ist.“

Aufbauend auf das von der Bayer-Stiftung ebenfalls ermöglichte Vorgängerprojekt „Kräutergarten 2.0“ wird an der Willy-Brandt-Gesamtschule jetzt also das interdisziplinäre Nachhaltigkeitslabor „Kräutergarten 3.0“ eingerichtet. Übergeordnetes Unterrichtsziel ist es, Schülerinnen und Schüler auf unterschiedlichen Anforderungsniveaus für nachhaltiges Denken und Handeln zu sensibilisieren. Kinder und Jugendliche der Klassen 5-13 experimentieren daher zu den Grundlagen des Pflanzenwachstums. Dabei beschäftigen sie sich beispielsweise mit der Bedeutung verschiedener Umweltfaktoren und dem Einfluss von Mikroplastik auf das pflanzliche Wachstum. Die Schüler entwickeln gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern Experimente, mit denen sich pflanzliches Wachstum in Abhängigkeit verschiedener Parameter wie z.B. der Zusammensetzung des Bodens, des Einsatzes von Düngemitteln oder aber der Verfügbarkeit von Licht und Wasser bilanzieren lässt.

Die bereits seit dem Jahr 2013 als MINT-Schule zertifizierte Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen konnte schon durch eine Förderung durch die Bayer-Stiftung das Herzstück des Gesmtprojektes errichten: ein hochwertiges Gewächshaus, in dem unter kontrollierten Bedingungen ganzjährig experimentiert werden kann. Zusätzlich wurden unter anderem Geräte wie Sets für die Bilanzierung der Photosynthese sowie Kohlenstoffdioxid- und Sauerstoffmess-Sensoren von den Fördermitteln angeschafft.

Förderung von Schulprojekten in der Region
Die Bayer Science & Education Foundation hat seit Start des Schulförderprogramms im Jahr 2007 bereits insgesamt 65 Projekte an Schulen jeden Typs im Einzugsgebiet des Bayer-Standorts Bergkamen mit insgesmat 365.000 Euro gefördert. Alle Förderprojekte zielen darauf ab, innovative Unterrichtskonzepte und begleitende Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche einzuführen, die den Regelunterricht attraktiver machen und sinnvoll ergänzen. Sie sollen dazu beitragen, bei Schülerinnen und Schülern das Interesse und den Spaß an Naturwissenschaften zu fördern und deren gesellschaftliche Bedeutung zu vermitteln.




Verkehrswende à la Amtsgericht: Roller-Freund will jetzt aufs Fahrrad

von Andreas Milk
Auf seinem Piaggio-Roller war der 33-jährige Felix T. (Name geändert) Mitte Januar über die Werner Straße gefahren – ohne Führerschein, sodass der Roller nicht schneller hätte sein dürfen als 25 Kilometer pro Stunde. Er war es aber doch: 45 km/h. Und das brachte T. jetzt als Angeklagten vors Kamener Amtsgericht.

Schon 2019 war er mit der gleichen Tat aufgefallen, und das gleich drei Mal. Ob er schon einmal überlegt habe, den Führerschein zu machen, fragte der Richter. Theoretischen Unterricht habe er schon absolviert, erwiderte T. Die Prüfung stehe aber noch aus, die Praxis ebenso.

Wegen T.s Vorbelastungen komme diesmal nur eine Haftstrafe – wenn auch mit Bewährung – in Betracht, fand der Vertreter der Staatsanwaltschaft. Und das fand dann auch der Richter: Er verhängte fünf Monate, die T. nur abzusitzen braucht, wenn er wieder Mist macht. Dazu kommt ein sechsmonatiges Fahrverbot für alles, was einen Motor hat. T.: „Dann fahr‘ ich mit dem Rad!“ Außerdem sprach der Richter eine 12-monatige Führerscheinsperre aus. Das ist in diesem Fall eher kontraproduktiv, aber vom Gesetzgeber so gewollt: Ein Verzicht auf die Sperre käme einer Rechtsbeugung gleich.
Den Roller darf T. übrigens behalten – noch. Nächstes Mal aber, so der Richter, sei der weg.