Fahrradstraße soll Tempo-10-Zone vom Busbahnhof bis zum Wiehagen testweise ablösen

Die Tage der Tempo-10-Zone am Bergkamener Busbahnhof sind gezählt. Geplant ist jetzt den Bereich zwischen dem Kreisverkehr am Rathaus bis zur Polizei an der Einmündung „Am Wiehagen“ zu einer Fahrradstraße zu machen. Was das genau bedeutet, wird am Mittwoch in öffentlicher Sitzung des Ausschusses für Bauen und Verkehr diskutiert.

Die Begrenzung der Geschwindigkeit auf 10 km/h war ohnehin nur als Test ausgewiesen gewesen. Ursprünglich sollte ein weiterer Test für diesen Abschnitt – Einbahnstraßen bei Tempo 30 – folgen. Davon will die Verwaltung absehen. Sie setzt darauf, dass sich zwei Tendenzen, die die erste Testphase ergeben haben, weiter verstärkt werden. Verkehrszählungen haben ergeben, dass der motorisierte Pkw-Verkehr um 20 Prozent in diesem Bereich zurückgegangen ist, während erheblich mehr Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer (plus 287 Prozent) in diesem Streckenabschnitt unterwegs waren.

Weniger positiv fielen die Geschwindigkeitsmessungen aus. An die erlaubten 10 km/h hat sich eigentlich kaum ein Verkehrsteilnehmer gehalten. Viele fuhren Tempo 30 und mehr

In der Vorlage für den Ausschuss wird es zwar nicht erwähnt, doch es ist davon auszugehen, dass durch eine Zusatzbeschilderung es Anliegern erlaubt wird, die Fahrradstraße auch motorisiert zu befahren. Anlieger sind hier nicht nur die Anwohner, sondern alle die bei Braune frische Brötchen kaufen wollen, etwas im Bürgerbüro oder bei den GSW zu erledigen haben. Natürlich dürfen dann auch die VKU-Busse weiterhin fahren.

Für sie gelten allerdings auch Einschränkungen: Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 30 km/h. Radfahrer, die dort auch nebeneinander Fahren dürfen, können nur dann überholt werden, wenn dies für sie gefahrlos möglich ist.

Mit der Einführung einer Fahrradstraße erhofft sich die Verwaltung die Fortsetzung der insgesamt positiven Entwicklung der Verkehrsberuhigung und gleichzeitig eine aktive Stärkung des Alltags- Radverkehrs in Bergkamen. Die Fahrradstraße wird während der Testphase ebenfalls durch Verkehrserhebungen begleitet und evaluiert. Die Verwaltung wird im Anschluss beide Varianten miteinander vergleichen, um festzulegen, ob und welche Variante dauerhaft umgesetzt wird.

Die rechtlichen Grundlagen für Fahrradstraßen:

Die straßenverkehrsrechtliche Anordnung erfolgt durch das Verkehrszeichen VZ 244.1 und VZ 244.2 („Beginn bzw. Ende ei­ner Fahrradstraße“). Zwischen diesen Verkehrszeichen gilt:

  • Anderer Fahrzeugverkehr als Radverkehr darf Fahrradstra­ßen nicht benutzen, es sei denn, dies ist durch Zusatzzeichen erlaubt.
  • Für den gesamten Fahrverkehr gilt eine Höchstgeschwindig­keit von 30 km/h. Der Radverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Kraftfahr­zeugverkehr die Geschwindigkeit weiter verringern.
  • Das Nebeneinanderfahren mit Fahrrädern ist erlaubt.
  • Im Übrigen gelten die Vorschriften über die Fahrbahnbenut­zung und über die Vorfahrt.



Drei Info-Veranstaltungen im Berufsinformationszentrum: Bundesfreiwilligendienst, Pflegefachmann/frau und Medizinstudium

Gleich zu drei Info-Veranstaltungen lädt die Arbeitsagentur am kommenden Donnerstag, 15. Februar, in Berufsinformationszentrum (BIZ), Bismarckstraße 2, in Hamm ein. Infos zum BIZ gibt es hier: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/hamm/biz-hamm

Infoveranstaltung zum Bundesfreiwilligendienst

Der Bundesfreiwilligendienst ist ein Angebot an Frauen und Männer jeden Alters, sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren – im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich oder im Bereich des Sports, der Integration sowie im Zivil- und Katastrophenschutz.

Andreas Kramme vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben stellt am Donnerstag, 15. Februar 2024, um 14:30 Uhr den Bundesfreiwilligendienst im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Arbeitsagentur Hamm, Bismarckstraße 2, vor.

Eine vorherige Anmeldung im BiZ ist erforderlich unter 02381 / 910-1001 oder per Mail an hamm.biz@arbeitsagentur.de.

Pflegefachmann/frau – ein Beruf mit Herz

Die Ausbildungen in der Alten-, Kranken- und Kinderkranken-pflege wurden am 1. Januar 2020 zusammengelegt.
Die Ausbildung zum Pflegefach-mann und zur Pflegefachfrau findet seither bundesweit einheitlich geregelt an Berufsfachschulen statt.

Die „WBS TRAINING SCHULEN gGmbH“ informiert am Donnerstag, 15. Februar 2024, ab 16 Uhr, im BiZ über die neue Ausbildung mit den unterschiedlichen Wegen,

Zugangsvoraussetzungen, Weiterbildungs- und Studienmöglichkeiten im Pflegeberuf.

Anmeldung unter 02381 / 910-1001 oder per Mail an hamm.biz@arbeitsagentur.de.

Studium Medizin und alternative Zugänge

39 Hochschulen, 9.948 Studienplätze und 45.000 Bewerber

Am Donnerstag, 15. Februar 2024, findet im Berufsinformationszentrum (BiZ) von 16 bis 18 Uhr eine Informationsveranstaltung zum Medizinstudium und den beruflichen Alternativen statt.

Trotz sehr guten Abiturnotendurchschnitts ist die Zulassung zum Medizinstudium in Deutschland nicht garantiert. Eignungstests wie der TMS und weitere spielen an allen Universitäten bei der komplizierten Studienplatzvergabe eine ausschlaggebende Rolle.

Gut geplant kann es aber Wege und Chancen geben, die über Auslandsstudium, alternative Studiengänge oder Berufsausbildung erreichbar sind. Die Veranstaltung gibt einen Überblick in Form eines Vortrags mit offenem Beratungsangebot.

Die Anmeldung ist erwünscht, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist: Tel. 02381 / 910 1001 oder per Mail an hamm.biz@arbeitsagentur.de.




Streichinstrumente-Workshop der Musikakademie für Einsteiger mit Lydia Friedrichs

Lydia Friedrich. Foto: Atelier Dicker, Hagen

Am 28. Februar startet die Musikakademie Bergkamen einen neuen Kurs für interessierte Streicher an: den Intensivkurs „Violine-Viola für Einsteiger“. „Es ist nie zu spät ein Streichinstrument zu erlernen!“ sagt die Dozentin Lydia Friedrichs. „Ich möchte mit meinen Workshop-Angeboten alle diejenigen ermutigen, die schon immer den Wunsch hatten, ein Streichinstrument zu erlernen oder vielleicht in früheren Jahren ein Streichinstrument erlernt und Vieles vergessen haben.“

Für ihren Intensivkurs „Violine-Viola für Einsteiger“ sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist bewusst klein gehalten und das Kursmaterial flexibel. „Ich wünsche mir eine lockere Atmosphäre zum individuellen Lernen“ sagt Friedrichs. Ein eigenes Instrument ist wünschenswert, kann kann aber z.B. beim Streicheratelier Dillkötter für die Kursdauer ausgeliehen werden.

Der Workshop „Violine-Viola für Einsteiger“ läuft vom 28. Februar bis zum 20. März 2024 in 4 Lektionen jeweils Mittwochabend von 19:30 bis 21:00 Uhr. Veranstaltungsort ist das Pestalozzihaus in Bergkamen-Mitte.

Dieser Intensivkurs kostet 99 €, die Teilnehmerzahl ist auf maximal 6 begrenzt.

Anmeldungen nimmt die Musikschule Bergkamen entgegen, entweder direkt online: www.musikschule-bergkamen.de  oder telefonisch unter der Nummer 02306 – 30 77 30.




Finnische Violinen-Power im Klangkosmos Weltmusik mit den Meisterfiddlern von TEHO im Trauzimmer Marina Rünthe

Die finischen Violinisten Tero Hyväluoma und Esko Järvelä.

Die beiden Violinisten Tero Hyväluoma und Esko Järvelä aus Finnland sind absolute Großmeister und bilden das Duo TEHO. Zu Gast sind die Künstler am 19. Februar um 20.00 Uhr im Trauzimmer Marina Rünthe in der Veranstaltungsreihe Klangkosmos Weltmusik.

Die Gruppe TEHO kombiniert finnische Fiddle Melodien, norwegischen Halling, schwedische Polska, Bebop, westlichen Swing und zeitgenössische komponierte Musik mit lokalen Anklängen.
Auch die Improvisation spielt eine große Rolle im Sound des Duos.
TEHO gehören seit Jahren zu den führenden Musikerpersönlichkeiten der nordischen Musikszene und sind unabhängige künstlerische Geister, die immer wieder Genregrenzen überschreiten. Sie beherrschen ihre Instrumente auf virtuosem Niveau, was ihnen unbegrenzte musikalische Möglichkeiten der Interpretation eröffnet. Und so kombinieren sie unermüdlich und auf kreative Weise immer wieder verschiedene musikalische Elemente und stellen damit die Traditionen der nordischen Musik auf den Kopf.

Beide Musiker spielen bereits seit Jahren in verschiedenen Bands und Projekten zusammen, u. a. in einer der bekanntesten finnischen Folkbands „Frigg“, die ihren Namen von einer Göttin aus der germanischen Mythologie ableitet und zeitgenössischen Folk spielt. Mit „Frigg“ wurden Tero Hyväluoma und Esko Järvelä mit dem Border Breaking Act 2017 ausgezeichnet.

Esko Järvelä ist ein innovativer Violinist und Komponist aus Kaustinen. Er wuchs umgeben von mehreren hochkarätigen Geigern auf und entwickelte seinen eigenen kraftvollen und einzigartigen Stil, der die Grenzen der Folk Fiddle durchbricht. Auch Tero Hyväluoma ist ein Folkmusiker, der musikalisch in höchste Höhen geklettert ist und nun diese unglaublich weite Aussicht auskostet. (Pentti Ronkanen/Jazz Finland)

Esko Järvelä – Fiddle
Tero Hyväluoma – Fiddle

 Klangkosmos Weltmusik
MO. 19.02.2024 / 20.00 UHR
TEHO (Finnland)
Trauzimmer Marina Rünthe
Hafenweg 12, 59192 Bergkamen
Weitere Infos unter: 02307/ 965 464 oder tickets.bergkamen.de

Nächster Termin im Klangkosmos Weltmusik:

15.04.2024 / 20.00 Uhr
Maxjoseph (Bayern / Deutschland)




„Grizzlys“ Bergkamen stehen im Halbfinale: Bergkamener Jungs besiegen Herne auch im Rückspiel

Foto: Sieger in der Herner Kabine: „Grizzlys“ gewinnen auch das zweite Spiel und stehen im Halbfinale der Landesligameisterschaft.

Als nach 60 Minuten die Schlusssirene in der Hannibal-Arena ertönte, traute man kaum seinen Augen: 2:3 stand auf der Herner Stadionuhr, und das, obwohl die Grizzlys viele sehr gute Torchancen hatten. „Der Puck wollte einfach nicht rein, vier Pfosten- oder Lattentreffer und ein wirklich gut aufgelegter Herner-Goalie haben das Spiel sehr lange offen gehalten“ so die sportliche Leitung aus Bergkamen.

2:2 endete das erste Drittel, nachdem die Herner durch zwei Unaufmerksamkeiten in der Bergkamener Abwehr mit 2:0 überraschend in Führung gegangen sind, 1:0 endete das zweite Drittel. Felix Berger und zweimal Robin Pietzko waren erfolgreich auf Bergkamener Seite, die Führung ging dabei völlig in Ordnung.

Mit Spannung wurde dann ins letzte Drittel gegangen, welches die Bergkamener Spieler mit vielen Angriffen und schnellen Kombinationen dominierten. Für die letzten Minuten wollten die Gastgeber zwar noch den Torwart ziehen, um mit einem weiteren Feldspieler sich im Bergkamener Drittel festzusetzen. Aber eine sehr kämpferische und disziplinierte Leistung ließ dies nicht zu und somit ging der Sieg hochverdient in Ordnung.

Am kommenden Samstag, 17.2.24, kommt es in der Bergkamener Eishalle um 17:30h zum ersten Halbfinalspiel der Bergkamener „Grizzlys“  gegen die „Kobras“ aus Dinslaken. Die Dinslakener gewannen das dritte Spiel gegen Rheine mit 3:2 und sicherte somit die Halbfinalteilnahme.

Tickets für das Hinspiel gibt es unter tickets@grizzlys-bergkamen.de oder an der Abendkasse.

„Wir sind unserem Ziel sehr nahe, jetzt wollen wir uns durch niemanden mehr aufhalten lassen“, so der Coach der Grizzlys Igor Furda.




11. Februar ist 112-Tag: Europaweiter Draht zur schnellen Hilfe

Die 112 ist europaweit der direkte Draht zu schneller Hilfe. Um die Notrufnummer noch bekannter zu machen, hat die Europäische Kommission den 11. Februar, passend zum Format des Datums (11.2.), zum „Europäischen Tag des Notrufs 112“ erklärt.

Die Bedeutung der 112 als europaweit einheitliche „richtige“ Nummer für Notfälle unterstreicht Oliver Kortmann, Leiter der Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz des Kreises Unna: „Schnelle Hilfe in Unglücks- und Notfällen rettet Leben. Dabei kann es im Ernstfall entscheidend sein, dass wertvolle Zeit nicht mit der Suche nach der Notrufnummer vergeudet wird.“

Sprache rettet Leben
Überlebenswichtig ist auch die Sprache, in der im Notfall kommuniziert wird. Denn wenn Anrufer und Mitarbeiter in der Leitstelle nicht die gleiche Sprache sprechen, geht im Ernstfall wichtige Zeit verloren – Zeit, die über Leben und Tode entscheiden kann. Deshalb hat die Leitstelle Kreis Unna im Januar ihre neue Kommunikationsanlage in Betrieb genommen.

Das neue System ermöglicht, Notrufe in Fremdsprachen live in die deutsche Sprache zu übersetzen. Der Disponent kann dann ebenfalls per Computerstimme und Textbausteinen in der jeweiligen Fremdsprache antworten, ohne dass er selber diese Fremdsprache sprechen können muss.

„Das ermöglicht unseren Disponentinnen und Disponenten mit Anrufern zu kommunizieren, wenn diese weder Deutsch noch Englisch sprechen können“, erklärt Kreisbrandmeister Martin Weber bei Inbetriebnahme der neuen Technik.

Richtiges Verhalten im Notfall
Wer über die 112 einen Notfall meldet, sollte vor allem Ruhe bewahren und dem Leitstellendisponenten die wichtigsten Informationen nennen. Im Kreis Unna meldet sich die Leitstelle grundsätzlich mit: Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst.

In welcher Stadt ist der Notfallort? Mit dieser Einstiegsfrage übernimmt der Leitstellendisponent die Gesprächsführung und stellt im weiteren Verlauf alle weiteren notwendigen Fragen. Nach Klärung der Einsatzörtlichkeit, benötigt die Leitstelle den Anrufernamen und wenn bekannt, den Namen der betroffenen Person. Im Normalfall dauert die Abfrage dieser wichtigen Informationen ca. 20 Sekunden.

Wichtige W-Fragen
Als nächstes fragt die Leitstelle: Wie kann ich Ihnen helfen? Eine weitere Orientierung bieten dabei die so genannten „W-Fragen“, das heißt: Wo ist es passiert? Was genau ist passiert? Wie viele Verletzte und welche Arten von Verletzungen gibt es? Wichtig: Auf Rückfragen warten und auch antworten!

Grundsätzlich gilt: „Legen Sie nicht auf, bevor die Leitstelle alle für den Einsatz wichtigen Fragen geklärt hat“, betont Oliver Kortmann. Die 112 kann aus dem Festnetz, vom Handy oder über nora – die offizielle Notruf-App der Bundesländer – erreicht werden. Anrufer aus dem Handynetz oder Nutzer der nora – Notruf-App werden automatisch mit der örtlich zuständigen Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst verbunden.

Darüber hinaus können sich Bürger und Bürgerinnen auf der Homepage des Kreises Unna über aktuelle Warnmeldungen informieren. Neben Warnungen bei Unwetter, Hochwasser, Stromausfall und Feuer, werden auch Lebensmittel-, Produkt- und Reisemeldungen veröffentlicht. Mehr Informationen sind unter https://www.kreis-unna.de/Warnungen zu finden. PK | PKU




BergAUF: „Grundsätzliche Änderung der Gemeindefinanzierung wird für Bergkamen immer dringlicher“

Die Ratsfraktion von BergAUF fordert eine „grundsätzliche Änderung“ der Gemeindefinanzierung. Dazu Fraktionsvorsitzende Claudia Schewior in einer Presseerklärung:

„Seit fast zwanzig Jahren fordert BergAUF eine grundsätzliche Änderung der Gemeindefinanzierung. Die großen Ratsparteien lehnten dies immer wieder ab – ohne Begründung.

Nun ist offenbar auch der Städtetag aufgewacht und stellt fest: „…viele Städte leben inzwischen von ihrer Substanz: Der Sanierungsstau bei Schulen, Straßen und Sportstätten ist unübersehbar“, sagt der Geschäftsführer des Städtetages NRW, Helmut Dedy. Die Fraktionsvorsitzende von BergAUF, Claudia Schewior, geht noch weiter: „Wir sehen als Folge der Unterfinanzierung einen regelrechten Kahlschlag bei der Daseinsvorsorge für die breite Mehrheit: In Bergkamen wurden alle städtischen Bäder und Schwimmhallen geschlossen bis auf eines, einige Kindergärten und Schulen wurden ersatzlos aufgegeben, die vorhandenen sind teils in schlechtem Zustand, die der „freien Träger“ leiden unter Personalmangel, Ortsstraßen verrotten; Personal in der Verwaltung wurde massiv abgebaut, so dass man auf eine Baugenehmigung warten muss, bis es keine Handwerker mehr gibt.“

Auch in Bergkamen gibt es größere Investitionen nur, wenn dazu Fördermittel fließen. Bei der „Wasserstadt“ droht dennoch ein Millionen-Flop für die Stadtkasse, während die RAG Millionen kassiert. Das Bauwerk für die RAG zur Hebung des Grubenwassers kommt der Stadtkasse teuer zu stehen – trotz Fördergeldern. Der Eigenanteil an den Kosten für die IGA galoppiert in die Höhe. Richtig kritisiert der Bund der Steuerzahler diese „Fehlentwicklung der Förderpraxis … zu Lasten von objektiv dringlicheren Maßnahmen, die aber vollständig aus dem Stadtsäckel zu bezahlen wären. Er fordert “die allgemeine Finanzausstattung der Kommunen zu verbessern.“
Genau in diesem Sinne stellte BergAUF bei allen Haushaltsberatungen Anträge. So heißt es im BergAUF-Antrag zum Haushalt 2020/21, der Rat der Stadt Bergkamen solle Landes- und Bundesregierung auffordern,

1. sich für eine Gemeindefinanzierungsreform einzusetzen, die zum Ziel hat, eine Gemeindesteuer von Unternehmen zu erheben, die verlässlich ist. Dies ist bei der Gewerbesteuer immer weniger der Fall. Deshalb sollte der vor Ort erwirtschaftete Umsatz eines Unternehmens Grundlage der Abführung von Steuern an die Kommune sein.

2. bundesweit gesetzliche Regelungen zu schaffen, die ein Schulden- und Zinsmoratorium, also eine Niederschlagung von Schulden und Zinslasten für hoch verschuldete Gemeinden wie z.B. die Stadt Bergkamen ermöglichen.

Auch das wurde von der Ratsmehrheit abgelehnt. Ob sie auch irgendwann zur Einsicht kommt? Die Diskussion um eine „Unternehmenssteuerreform“ wie sie von Robert Habeck und Christian Lindner momentan geführt wird, geht genau in die verkehrte Richtung. BergAUF warnt jedenfalls schon jetzt davor, als Ausweg aus der Misere eine Grundsteuererhöhung vorzunehmen, um auf Kosten der breiten Mehrheit die größten Finanzlöcher zu stopfen!“




Ehemaligenorchester des Bachkreises lädt zur nächsten Probe ein

Neuer Monat, neue Probe; das Ehemaligenorchester des Bachkreises probt am 17. Februar um 11 Uhr im Städt. Gymnasium. Der Treffpunkt ist wie immer vor dem Haupteingang.

Bist du auch Bachkreiserin oder Bachkreiser und möchtest wieder gemeinsam Musik machen und alte Gesichter wiedersehen?
Dann bist du herzlich zur Probe eingeladen.

Das vielseitige, musikalische Programm reicht von klassischen Stücken, wie Bachs “Sleepers Wake” über “Russian Sailors Dance” bis hin zu “ABBA“ und neueren Stücken.

Für den weiteren Kontakt melde dich gerne unter der E-Mail-Adresse bachkreisalumni@gmail.com und folge dem Instagram Account:
ehemaligenorchester_bachkreis. “Wir freuen uns auf dich”, heißt es in dem Einladungsschreiben.




Pflegeberatung im Bergkamener Rathaus: Kostenfrei und neutral

Elke Möller. Foto: Max Rolke / Kreis Unna

Mit Eintritt eines Pflegefalles stehen Betroffene und Angehörige vor vielen Fragen: „Wie beantrage ich einen Pflegegrad?“, „Welche Leistungen bietet die Pflegeversicherung?“ oder „Wo gibt es Betreuungsangebote für Menschen, die an Demenz erkrankt sind?“. Informationen und Hilfe gibt es vor Ort in den Sprechstunden der Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna.

In Bergkamen findet die nächste Sprechstunde der Pflegeberatung am Donnerstag, 15. Februar, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr statt. Die Beraterin Elke Möller ist dort im Rathaus, Rathausplatz 1, Raum 600 in Bergkamen und bietet eine individuelle und kostenfreie Beratung an.

In der Beratung geht es um Fragen rund um das Thema Pflege, wie zum Beispiel zu den verschiedenen Leistungen der Pflegeversicherung oder der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Ebenfalls informiert die Beraterin über ortsnahe Betreuungs- und Pflegeangebote und deren Finanzierung. Informationen gibt es auch zu Entlastungsangeboten für pflegende Angehörige. Die Beratung ist kostenlos und anbieterunabhängig.

Um eine vorherige Terminvereinbarung unter Fon 08 00 27 20 02 00 (kostenfrei) wird gebeten.

Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, später noch Fragen hat oder einen Hausbesuch vereinbaren möchte, erreicht die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna im Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen unter Fon 02 30 72 89 60 oder 08 00 27 20 02 00 (kostenfrei).

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff Pflege- und Wohnberatung). PK | PKU




Erste Förderphase erreicht: Stadtbibliothek und Stadtmarkt sollen zu einem Ort der Begegnung werden

Die Stadtbibliothek Bergkamen hat sich bei dem „Förderprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ erfolgreich beworben. Die Förderung beinhaltet in der ersten Förderphase eine Landeszuwendung von 40.000 Euro, die durch Eigenmittel der Stadt (20 %) ergänzt werden. Das Ziel der ersten Förderphase ist die Erstellung einer Konzeption für einen Dritten Ort rund um den Marktplatz.

Das erarbeitet Konzepte dient dann als Grundlage für einen weiteren Landesmittelantrag zur Realisierung des Konzeptes für den bis zu weitere 450.000 Euro als Landeszuwendung beantragt werden können. „Damit auch Umsetzung einer der Handlungsempfehlungen der Kulturentwicklungsplanung: Aufgrund der besonderen Lage mit dem Marktplatz vor der Haustür ist die Bibliothek der richtige Ort“. heißt es in einer Pressemitteilung. Der Marktplatz werde derzeit nicht regelmäßig und stehe so im Fokus; er stelle einen optimalen Anlaufpunkt dar.

Wichtige kommunale Kooperationsparter werden vhs, Pestalozzihaus und Jugendamt sein. Dazu alle Interessierten, freie und private Institutionen und Vereine. Das Konzept des „Dritten Ortes“ stammt von dem Soziologen Ray Oldenburg. Gemeint ist damit ein Ort, der neben dem Zuhause (Erster Ort) und der Arbeit bzw. der Schule (Zweiter Ort) Ausgleich ermöglicht. Dritte Orte sind (halb-)öffentliche Orte, an denen Menschen sich begegnen, Beziehungen aufbauen, Ideen austauschen und ihr Gemeinschaftsgefühl stärken. Klassische Beispiele sind Cafés, Museen, Parks oder Bibliotheken, also Orte, die bewusst nichts mit dem Ersten und Zweiten Ort zu tun haben.

Als zentraler Ort in der Stadtmitte soll diese Rolle in Zukunft bei der Stadtbibliothek lokalisiert werden, im engen Verbund mit zahlreichen lokalen Trägern und kommunalen Einrichtungen (z.B. Jugendkunstschule, Volkshochschule).

Ein zentraler Aspekt der Etablierung des Dritten Ortes in und vor der Stadtbibliothek ist daher die Entwicklung, Gestaltung und regelmäßige Nutzung des direkt anliegenden Marktplatzes im Zusammenspiel mit den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek. Dies soll in enger Zusammenarbeit vieler Beteiligter, Vereine, Initiativen, AnwohnerInnen, engagierte BürgerInnen bereits vorhandene NutzerInnen und KooperationspartnerInnen der Stadtbibliothek sowie den städtischen Fachämtern geschehen und als Prozess der Konzeptentwicklung sehr offen angegangen werden. Erste Ideen sind vorhanden, z.B. eine Konzertmuschel, flexibles (Sitz-)Mobiliar und Outdoor-Spielmöglichkeiten, sollen aber im Prozess noch einmal neu überdacht werden.

Durch die Etablierung dieses zentralen Quartiers, das viele Institutionen sowie einen geräumigen Marktplatz umfasst, werden Synergien der Bereiche Kunst, Kultur, Soziales, Bildung, Sport und Begegnung geschaffen und ein umfangreiches Freizeit-, Bildungs- und Bewegungsangebot für die Stadtbevölkerung bereitgestellt.

Die koordinierende Rolle der Entwicklung eines Konzeptes übernimmt eine externe Agentur, die mit derartigen Projekten Erfahrungen hat. Sie hat den Hut auf für die Prozessentwicklung, der internen Konzeptentwicklung mit den Beteiligten Einrichtungen der Stadt, der Akteursspezifikation und der Vorbereitung eines Förderantrages nach Ablauf der Förderphase 1. Die Agentur nutzt dafür ihre Vernetzung mit weiteren spezialisierten Agenturen.




Start des „klimafit“-Kurses bei der VHS: Aktiv für den Klimaschutz in Bergkamen

Es ist soweit:

  • Das Weiterbildungsangebot „klimafit“ startet Mitte April an der Volkshochschule Bergkamen in Kooperation mit dem städtischen Klimamanagement
  • Teilnehmende setzen sich mit Folgen der Klimakrise global, regional und in ihrer Stadt auseinander und tragen mit Emissionseinsparungen zum Klimaschutz bei
  • Engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger vernetzen sich und bringen den Klimaschutz gemeinsam voran

Start in Bergkamen 17.04.2024, 18.00 Uhr: Die Klimakrise ist längst auch vor unserer Haustür angekommen. Viele Menschen in überfluteten Regionen Deutschlands haben dies erst kürzlich hautnah erlebt. Häufigere Starkregenereignisse, Dürren oder Dauerregen und immer mehr Hitzetage gehören leider mittlerweile zum Alltag. Aber wie kann sich Bergkamen gegen die Folgen der Klimakrise wappnen? Wie vor der Haustür Klimaschutzmaßnahmen umsetzen? Wissen dazu vermittelt der Volkshochschulkurs „klimafit“. Hier können sich Bürgerinnen und Bürger ab April weiterbilden, um Bergkamen gemeinsam klimafreundlicher zu gestalten. Der Kurs findet unter Leitung von Christiane Reumke statt.

„Um die Herausforderungen der Klimakrise wirksam anzugehen, ist eine starke Gemeinschaft engagierter Bürgerinnen und Bürger unerlässlich“, betont Nadja Kulikowa, Projektleiterin beim WWF. „Der Kurs ‚klimafit‘ vermittelt fundierte wissenschaftliche Grundlagen und etabliert Netzwerke von Individuen, die sich aktiv für den lokalen Klimaschutz einsetzen. Sie dienen als Vorbilder und motivieren andere dazu, sich ebenfalls einzubringen.“

An sechs Kursabenden – vier in Präsenz und zwei online – erfahren Interessierte mehr über das Klimaschutzmanagement in ihrer Stadt und wie sie sich daran beteiligen können. Sie lernen die Ursachen der Klimakrise von der globalen über die regionale hin bis zur lokalen Ebene kennen und auch, was sie in ihrem Umfeld dagegen tun können. Dabei haben die Kursteilnehmenden die Möglichkeit, sich mit den führenden Klimawissenschaftlerinnen und Klimawissenschaftler, regionalen und lokalen Expertinnen und Experten und Initiativen auszutauschen.

Das Jahr 2023 war das weltweit wärmste Jahr seit Messbeginn 1881 und lag 1,4 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau. In Deutschland lag die Jahresmitteltemperatur sogar 2,4 Grad Celsius über dem Wert der international gültigen Referenzperiode. „Wir befinden uns aktuell auf einem Erwärmungspfad von bis zu drei Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts. Dies abzuwenden und die Folgen für Mensch und Natur beherrschbar zu halten, ist die größte Herausforderung der kommenden Jahre“, sagt Dr. Renate Treffeisen, Klimawissenschaftlerin und Projektleiterin für den REKLIM-Forschungsverbund.

Der Fortbildungskurs richtet sich an alle diejenigen, die den Klimaschutz voranbringen wollen. Damit beginnen die Teilnehmenden bereits im Kurs: Die „klimafit“-Challenge zeigt, wie sie CO2-Emissionen durch alltägliche Verhaltensänderungen etwa beim Essen, Heizen oder im Verkehr einsparen können. Aber auch im Bereich Politik und Finanzen lassen sich klimaschützende Maßnahmen z. B. durch die aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern oder Petitionen, aber auch durch klimaschützende Investitionen initiieren. Dies alles trägt zu einer notwendigen und transformativen Veränderung der Gesellschaft in Zeiten der Klimakrise bei. Nach erfolgreicher Teilnahme am Kurs „klimafit“ erhalten die Kursteilnehmenden ihr „klimafit“-Zertifikat, das sie als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für den kommunalen Klimaschutz auszeichnet.

Hintergrund:

Den Kurs „klimafit“ haben der WWF Deutschland und der Helmholtz-Forschungsverbund „Regionale Klimaänderungen und Mensch“ (REKLIM) 2017 gemeinsam entwickelt. Als dritter Projektpartner im Konsortium führt die Universität Hamburg die sozialwissenschaftliche Begleitforschung zum Projekt durch. Lokale Klimaschutzverantwortliche, Vertreterinnen und Vertretern von lokalen Initiativen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützen die Kurse mit Fachbeiträgen. Der Kurs wurde Ende vergangenen Jahres mit der „Nationalen Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnet.

Das Projekt wird durch regionale Partner verstärkt, darunter ecolo – Agentur für Ökologie und Kommunikation, LIFE Bildung Umwelt Chancengleichheit e.V., Verein Zukunftsfähiges Thüringen e.V., Projekt Nachhaltigkeitszentrum Thüringen, KlimaKom eG, ifpro – Institut für Fortbildung und Projektmanagement, Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) am Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier und KlimaDiskurs.NRW e.V. Eine Übersicht über alle Partner finden Sie unter www.klimafit-kurs.de/ueber-klimafit/unsere-partner

Das Bildungsprojekt wird seit Januar 2022 für drei Jahre von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Weitere Informationen:

Weitere Informationen und Kursinhalte können Sie der Homepage der VHS Bergkamen unter https://vhs.bergkamen.de entnehmen. Dort können Sie sich auch bequem online anmelden. Gerne berät Sie das VHS-Team auch persönlich und nimmt Ihre Anmeldungen während der Öffnungszeiten montags bis freitags von 8.30 – 12.00 Uhr und montags, dienstags und donnerstags von 14.00 – 16:00 Uhr oder telefonisch unter den Rufnummern 02307/284 952 und 284 954 entgegen.