Heilig-Geist-Gemeinde lädt zur Movie Night ein: Kinoabend für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren

Am Freitag, 6. Februar, lädt die Heilig-Geist-Gemeinde Bergkamen um 18.00 Uhr alle Kinder und Jugendlichen ab 6 Jahren zur Movie Night in das Elisabeth-Haus an der Parkstr. 2 (hinter der Elisabeth-Kirche) ein. Freut euch auf einen unterhaltsamen Abend mit Popcorn, Pizza und Film. Der Film erzählt die Geschichte eines kleinen Bären, der nach einem Erdbeben im peruanischen Regenwald nach London reist, um dort einen Forscher zu finden. Auf ihn warten viele lustige Situationen, neue Freundschaften und ein herzerwärmendes Abenteuer. Wir freuen uns auf einen schönen gemeinsamen Abend! Anmeldung ab sofort unter www.katholische-kirche-in-bergkamen.de. Weitere Informationen gibt es bei Gemeindeassistent Elias Räker unter Tel.  0174 / 6876150 oder per Email an elias.raeker@heilig-geist-bergkamen.de.

 




100 Jahre Lippeverband: Seseke spielt in dieser Geschichte eine Hauptrolle

Ein blauer Fluss mit grünen Ufern: die Seseke nach der Renaturierung, hier in Bergkamen. Foto: Rupert Oberhäuser/EGLV

Der Lippeverband feiert in wenigen Tagen sein 100-jähriges Bestehen: Am 19. Januar 1926 erfolgte der Erlass des Lippe-Gesetzes – es gilt als die Geburtsstunde des Lippeverbandes. Eines der bekanntesten Projekte des öffentlich-rechtlichen Wasserwirtschaftsunternehmens ist die Renaturierung der Seseke in Kamen, Bergkamen, Bönen, Unna und Lünen. Die Seseke spielt ohnehin eine wesentliche Rolle in der Geschichte des Lippeverbandes: Hervorgegangen ist dieser 1926 aus der Sesekegenossenschaft, die 1913 nach Vorbild der bereits 1899 entstandenen Emschergenossenschaft gegründet worden war. Die Renaturierung der Seseke wiederum diente später als Vorbild für den größeren Umbau der Emscher… Im Jahr 2026 steht die Asphaltierung des Seseke-Weges auf einer Länge von 13 Kilometern an!

Seit 100 Jahren nimmt der Lippeverband in der Region – und für die Menschen in der Region – unverzichtbare Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge wahr. Dazu gehören unter anderem die Abwasserentsorgung sowie der Hochwasserschutz. Darüber hinaus gehen die wasserwirtschaftlichen Maßnahmen des Lippeverbandes immer auch mit einer städtebaulichen Entwicklung der Quartiere entlang der Gewässer einher. Mit dieser Verzahnung von Wasserwirtschaft und Städtebau verfolgt der Lippeverband im Schulterschluss mit seinen Mitgliedskommunen eine Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität für die Bevölkerung in der Region. Der Betrieb von modernen Abwasserkanälen, Pumpwerken, Kläranlagen und Hochwasserschutzeinrichtungen bildet den Dreh- und Angelpunkt einer sozial-ökologischen Transformation: „Die Renaturierung von einst technisch überformten Flüssen und Bächen ermöglicht die Rückkehr von blaugrünem Leben in diese Gewässer sowie eine verbesserte Erleb- und Erfahrbarkeit dieser neuen Naherholungsorte für die Menschen. Unser Selbstverständnis als Infrastrukturdienstleister für unsere Mitglieder hat sich in den vergangenen 100 Jahren nicht geändert. Das Wohl der Allgemeinheit steht dabei für uns nach wie vor an erster Stelle“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes.

Das Wirken des Lippeverbandes an der Seseke

Die Seseke vor der Renaturierung: technisch überformt und stark begradigt (hier in Lünen). Foto: Jochen Durchleuchter/EGLV

Anno 1913 wurde die Sesekegenossenschaft als Vorläufer des Lippeverbandes gegründet. Den Anlass gaben die zunehmende Verschmutzung und Abflussstörungen von Seseke, Körne und Nebenbächen, die eine umfassende Lösung verlangten. Die Sesekegenossenschaft baute die Gewässer der Region aus, um das damals Vorrangige zu erreichen: Schutz vor ständigen Überschwemmungen ganzer Stadtteile durch verschmutztes Wasser – d.h. „trockene Füße“ für eine ganze Region.

Um 1910 waren Kamen, Bergkamen, Bönen, Unna und Lünen noch ausgesprochen ländlich geprägt. Doch die Auswirkungen der Industrialisierung nahmen von Jahr zu Jahr zu. Die ersten Zechen in der Region, die Schächte Massen und Kurl, verschmutzten seit etwa 1860 den Körnebach. Rasch kamen weitere Schachtanlagen hinzu. Die nicht seltenen Überschwemmungen im Umland der Seseke wirkten sich durch die Beimengung von Abwässern und abgepumptem Grubenwasser schädlich auf überflutete Wiesen, Weiden und Felder aus. Hinzu kam, dass durch zunehmende Bodensenkungen – ebenfalls eine Folge des Bergbaus – immer größere Gebiete überschwemmt wurden.

Emschergenossenschaft lieferte den Plan

Auf Vorschlag der Bezirksregierung in Arnsberg erarbeitete im Jahr 1911 der Vorsteher des Bauamtes Dortmund der Emschergenossenschaft, Regierungsbaumeister E. Jöhrens, einen Entwurf für die Entwässerung des Seseke-Gebietes. Für die Umsetzung seiner Pläne ging Jöhrens von der Vorstellung einer wasserwirtschaftlichen Genossenschaft nach dem Vorbild der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft aus. Denn die Situation an der Seseke war mittlerweile mit den Zuständen in der Emscher-Zone vergleichbar. Denn inzwischen hatten sich Überschwemmungen und unhygienische Zustände weiter verschärft, sodass die Gemeinden dringend nach Abhilfe verlangten.

Die Gründung der neuen „Sesekegenossenschaft“ ließ nicht lange auf sich warten. Am 22. Januar 1912 trafen sich die Gründungsmitglieder aus Kommunen, Industrie und Verwaltung zu einer ersten Sitzung in Dortmund. Am 5. Juni 1913 trat schließlich das im preußischen Landtag beschlossene Seseke-Gesetz in Kraft. Der neu gewählte Vorstand übertrug der Emschergenossenschaft die Geschäftsführung und damit die Verantwortung für die Regulierung der Gewässer.

Zuerst war der Braunebach dran

Als erste Arbeit der Genossenschaft wurde der Braunebach in Kamen-Methler ausgebaut. Das Bachwasser wurde noch landwirtschaftlich genutzt, wurde aber bereits durch die von der Harpener Bergbau AG gebaute Bergmannskolonie Kaiserau verschmutzt. Die Bewohner selbst litten unter den Verhältnissen, denn in der Kolonie gab es keine Kanalisation.

Die Genossenschaft verlegte dort ein Kanalnetz, leitete die Abwässer in den Braunebach, der von Schlamm geräumt, vertieft und mit Betonsohlschalen ausgebaut wurde. Knapp vor dem Ersten Weltkrieg wurde man damit fertig, während der ähnlich konzipierte Ausbau des Heerener Mühlbaches in Kamen, der die Abwässer der Zeche Königsborn in Unna zur Seseke transportierte, erst nach dem Krieg abgeschlossen werden konnte. Entsprechende Bauentwürfe für Seseke und Körne wurden früh aufgestellt, die „landespolizeiliche Prüfung“ zog sich aber kriegsbedingt bis 1920 hin. Darin war u. a. vorgesehen, den Oberlauf der Körne in Dortmund zwischen Scharnhorst und Kurl auf die Südseite der Bahnlinie Dortmund-Hamm zu verlegen, um ein künftiges großes Senkungsgebiet zu umgehen.

Im Körne-Gebiet hatte sich die Lage mittlerweile dramatisch verschärft: Der Verkehr auf der Straße von Brakel nach Scharnhorst war ständig unterbrochen, weil Flächen unter Wasser standen. Bei Hochwasser mussten die Anwohner auf Brettersteigen ihre Häuser verlassen. In Scharnhorst eröffnete an einem durch Bergbau entstandenen Senkungssee sogar ein Ruderverleih.

Technischer Ausbau der Seseke

Der eigentliche (technische) Ausbau der Seseke begann 1921, der trockene Sommer ermöglichte es, die Arbeiten von der Mühle bis Kamen abzuschließen. Innerhalb von Kamen war die Seseke schon damals durch Häuser eingeengt. Durch Vertiefung, Begradigung und Ausbau mit Ziegelsteinen gelang es, die Abwässer aus der Stadt halbwegs hygienisch abzuleiten. Dann aber ging durch die Inflation der frühen 1920er-Jahre der Genossenschaft das Geld aus, Kredite waren kaum zu bekommen. Auch an der Körne musste man sich darauf beschränken, den Wasserlauf an der seit Jahren unter Wasser stehenden Kreisstraße in Dortmund-Kurl zu regulieren. Danach war wegen der Inflation Pause. Erst Mitte der 1920er-Jahre konnten die wichtigsten Bauarbeiten wieder aufgenommen werden.

Erste Kläranlagen

Parallel dazu liefen schon die Vorbereitungen für einen Ausbau des Kuhbaches in Bergkamen, des Rexebaches in Bönen und des Massener Baches in Unna. Die Stadt Unna hatte auf Veranlassung der Sesekegenossenschaft bereits eine Kläranlage gebaut – eine der ersten, die mit dem biologischen Tropfkörper-Verfahren arbeitete. Eine weitere, allerdings einfach gehaltene Kläranlage, regte die Genossenschaft für den Ortsteil Dortmund-Wambel an, auch diese wurde schon in den 1920 Jahren realisiert. Ihre Wirkung konnten diese Anlagen allerdings erst richtig entfalten, nachdem – zum Teil Jahre später – die nachfolgenden Wasserläufe tiefer gelegt worden waren. Denn nur so konnte das geklärte Abwasser unter Bergsenkungsbedingungen störungsfrei abfließen.

Genossenschaft ging im Lippeverband auf

Unterdessen liefen bereits die Vorbereitungen für die Gründung des Lippeverbandes im Januar 1926, in dem die Sesekegenossenschaft aufging. Auch der Lippeverband wurde nach dem Vorbild der Emschergenossenschaft konzipiert, nachdem deutlich wurde, dass die Nordwanderung des Bergbaus nicht nur im Sesekegebiet die Lippe erreicht hatte, sondern auch in Dorsten und Hamm.

Anders als bei der Emscher konnte allerdings der technische Ausbau der gesamten Lippe vermieden werden; und so beschränkte man sich auf Hochwasserschutzdeiche in den Bergbauzentren. Der Ausbau der Seseke und ihrer Nebenläufe ging dagegen unter der Federführung des Lippeverbandes weiter und wurde im Laufe der 1930er-Jahre im Wesentlichen abgeschlossen.

Auslaufen des Bergbaus und Renaturierung der Gewässer

Mit dem Auslaufen des Bergbaus in der Region in den 1980er-Jahren wurden zum ersten Mal die kanalisierte Form der Gewässer und die offene Abwasserführung in Frage gestellt. Bis dahin hatte es dazu keine echte Alternative gegeben. Geschlossene, unterirdische Kanäle für das Schmutzwasser wären durch anhaltende Bergsenkungen immer wieder beschädigt worden – die Verseuchung des Grundwassers und die Schwierigkeit, Reparaturen durchzuführen, hätten alle anfänglichen Vorteile zunichte gemacht.

Als klar wurde, dass die bergbaubedingten Bodensenkungen durch die Einstellung der letzten Schachtanlagen abklingen würden, entwickelte der Lippeverband ab 1984 das Seseke-Programm, das mit Rückendeckung des damaligen NRW-Umweltministers Klaus Matthiesen Realität wurde. Erst jetzt konnte auch wieder der Natur zu ihrem Recht verholfen werden. Die naturnahe Umgestaltung der Gewässer blieb allerdings noch auf Jahre in der Warteschleife, weil der Lippeverband zunächst an sämtlichen, zu offenen Schmutzwasserläufen umfunktionierten Bächen unterirdische Kanäle verlegte – der langwierigste und aufwändigste Teil des Seseke-Programms.

Die Seseke als Vorbild für die Emscher

Zwischen dem Ende der 1980er-Jahre und 2014 hat der Lippeverband mit dem Bau von vier modernen Kläranlagen und rund 73 Kilometern an geschlossenen Abwasserkanälen eine neue abwassertechnische Infrastruktur im Einzugsgebiet der Seseke geschaffen. Die neuen unterirdischen Kanäle wurden an Massener Bach, Süggelbach, Lüserbach, Körne und weiteren Seseke-Nebenläufen verlegt, bis 2005 war auch im Seseke-Hauptlauf die Abwasserfreiheit erreicht. In Kanäle und Kläranlagen wurde der weitaus größte Teil des Projektbudgets von einer halben Milliarde Euro investiert.

Seitdem fließt nur noch gereinigtes Wasser in der Seseke und ihren Nebenläufen. Das Schmutzwasser wird durch die parallel zu den Gewässern – und tief in der Erde – verlaufenden Kanälen zu den Kläranlagen in Bönen, Kamen, Dortmund-Scharnhorst sowie Lünen geführt und dort gereinigt in die Seseke sowie ihre Zuflüsse Rexebach und Körne eingeleitet.

Nach der Befreiung von der Abwasserfracht konnte endlich mit der ökologischen Verbesserung der Seseke und ihrer Nebenläufe begonnen werden, wobei die kleineren Zuläufe an erster Stelle standen. Bis 2006 konnte der Lippeverband auch die Umgestaltung der Körne abschließen, die als größter Nebenlauf der Seseke den Nordosten von Dortmund entwässert und bei Kamen in die Seseke mündet. Im Zuge der Renaturierung wurden die Betonsohlschalen aus dem Flussbett entfernt, die Böschungen abgeflacht sowie Flachwasserzonen und Rückhalteflächen eingerichtet. Zudem erhielt das Gewässer seinen natürlichen geschwungenen Flusslauf zurück. Durch Initialpflanzungen sowie das Einsetzen von Jungfischen wurden darüber hinaus Flora und Fauna angeregt, sich ihre Lebensräume zurückzuerobern.

Mittlerweile sind an den Ufern die typischen Auen mit ihren Eschen, Erlen und Weiden entstanden, während sich in den trockenen Zonen Gehölze und Hochstaudenflure bilden. All das ist bereits ein deutliches Indiz für die ökologische Qualität der Seseke. Über 500 Millionen Euro hat der Lippeverband in den Umbau der Seseke investiert. Die Seseke samt ihren Zuflüssen wurde ein Vorzeigefluss mit ökologischem und städtebaulichem Potenzial und Mehrwerten für die an ihr liegenden Städte wie Lünen, Bergkamen, Kamen und Bönen. Rad- und Fußwege, Rastplätze, Kunstinstallationen und andere Einrichtungen an den renaturierten Gewässern laden heute zur Erholung am Wasser ein. Das Projekt gilt damit auch als Vorbild für die größere Renaturierung des Emscher-Systems.

Hochwasserschutz und Artenvielfalt gehen Hand in Hand

Angesichts des Klimawandels wird die Sorge vor Hochwasser immer drängender. Der Lippeverband baute dafür ein Hochwasserrückhaltebecken in Bönen, das mit einer Fläche von 29 Hektar rund 340.000 Kubikmeter Wasser fassen kann. Dabei schützt das Becken nicht nur die Bevölkerung vor Überschwemmungen, sondern ist schon längst zu einem Hotspot für die Artenvielfalt mutiert. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten haben sich hier angesiedelt und die Fläche am Schwarzen Weg in Bönen zu einer Oase der Biodiversität verwandelt.

Im Kulturhauptstadtjahr 2010 wurde der Umbau der Seseke durch das von Billie Erlenkamp kuratierte Projekt „Über Wasser gehen“ künstlerisch begleitet und der Fluss so wieder näher ins öffentliche Bewusstsein gerückt. An verschiedenen Standorten in Lünen, Kamen, Bergkamen, Bönen, Unna und Dortmund sind dabei neben einigen temporären auch zahlreiche dauerhafte Kunstobjekte am und im Fluss entstanden, die sich mit dem Wandel von Natur und Landschaft auseinandersetzen.

25 Kilometer langer Seseke-Weg

Von Bönen bis Lünen hat der Lippeverband außerdem einen Fuß- und Fahrradweg – den 25 Kilometer langen Seseke-Weg – angelegt, der dazu einlädt, den neuen Erlebnis- und Naherholungsraum zu entdecken. 13 Kilometer des Seseke-Weges befinden sich auf Flächen des Lippeverbandes. Um den Fahrkomfort zu verbessern, plant der Lippeverband die Asphaltierung des Seseke-Weges auf seinen verbandseigenen Flächen. Aktuell befindet sich der Wasserwirtschaftsverband noch in der Ausschreibungsphase. Mit einer Vergabe des Bauauftrages wird noch im ersten Quartal gerechnet, so dass die ersten Arbeiten rund um Ostern starten könnten. Wenn die Witterung es zulässt, sollen die Asphaltierungsarbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Info: Der Lippeverband

Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum von Lippborg bis Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf jubilaeum.eglv.de.




Schimmelpilz in Innenräumen: Vortrag in der Ökologiestation

Schimmelbefall ist seit jeher ein bekanntes und häufig auftretendes Problem in Innenräumen. Schimmelpilze können nicht nur das Gebäude beschädigen, sie stellen auch ein gesundheitliches Risiko für die Bewohner dar. Laut einer repräsentativen Studie ist in 17 Prozent der deutschen Haushalte mindestens ein Raum von Schimmel befallen. Das ist fast jede fünfte Wohnung. Dennoch sind Betroffene oft ratlos, woher der Schimmel kommt, wie er vermieden werden kann und wie er dauerhaft beseitigt wird.

Voraussetzung für die Schimmelbildung ist Feuchtigkeit. Trifft hohe Luftfeuchtigkeit auf kalte Bauteile, kondensiert sie dort. Dabei spielen Wärmebrücken in der Gebäudehülle und das Heiz- und Lüftungsverhalten eine entscheidende Rolle.

Ulrich Opitz, Sachverständiger im Schimmelnetzwerk Münster und Referent der Energieagentur NRW im Vortragsdienst Schimmelpilzproblematik, gibt am Montag den 26. Januar in der Ökologiestation des Kreises Unna (Dr.-Detlef-Timpe-Weg 1, 59192 Bergkamen) Mietern, Vermietern und Eigentümern grundlegende Informationen darüber, wie Schimmel entsteht, wie er vermieden werden kann und wie er effektiv und dauerhaft bekämpft werden sollte.

Der zweistündige Vortrag beginnt um 19.00 Uhr und kostet 5,00 Euro je Teilnehmer. Eine Anmeldung ist unter 0 23 89-98 09 11 beim Umweltzentrum Westfalen




Gesundheitsamt und Techniker Krankenkasse: Projekte zur Gesundheitsförderung ab 20. Januar förderfähig

Benedict Bösing (TK), Nikolaj Salzmann (TK), Jasmin Meichsner und Thekla Pante (beide vom Fachbereich Gesundheit Kreis Unna), Carina Ewens (Fachbereichsleitung Gesundheit) und Dezernent Sven Brüggenhorst bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. Foto Lea Malzer – Kreis Unna.

Das Gesundheitsamt des Kreises Unna baut seine Aktivitäten im Bereich der Gesundheitsförderung weiter aus und setzt im Jahr 2026 verstärkt auf bedarfsgerechte und niedrigschwellige Angebote.

Eine neue Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (TK) schafft dafür die Grundlage: Beide Partner haben am Mittwoch, 7. Januar, einen Kooperationsvertrag zum sogenannten TK‑Verfügungsfonds unterzeichnet. Dieser ermöglicht die Förderung vielfältiger Gesundheitsprojekte im gesamten Kreis Unna.

Förderung lokaler Gesundheitsprojekte startet am 20. Januar
Ab dem 20. Januar können Einrichtungen, Initiativen und Vereine im Kreis Unna Projektmittel aus dem Verfügungsfonds der TK über das Gesundheitsamt beantragen. Gefördert werden insbesondere stadtteil- und zielgruppenbezogene Mikroprojekte, die die Gesundheitschancen der Bevölkerung vor Ort verbessern.

Im Fokus stehen Vorhaben aus den Handlungsfeldern Ernährung, Bewegung, Stressreduktion und Entspannung, Medienkompetenz sowie Umgang mit Genuss- und Suchtmitteln.

Antragsberechtigt sind lokale Einrichtungen, Vereine, freie Träger sowie städtische Institutionen. Nicht gefördert werden Projekte für Kitas, Schulen und Pflegeheime, da es für diese Einrichtungen grundsätzlich ein eigenes Förderverfahren gibt.

Digitale Informationsveranstaltung am 20. Januar
Um Interessierte umfassend über Förderbedingungen, Antragsverfahren und Beispiele aus anderen Kommunen zu informieren, laden das Gesundheitsamt und die Techniker Krankenkasse zu einer Online‑Informationsveranstaltung am 20. Januar 2026 von 16.30 bis 18 Uhr ein.
Für die Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung erforderlich unter https://www.kreis-unna.de/Mikroprojekte-Anmeldung.
Ausführliche Informationen zum Förderprogramm gibt es unter https://www.kreis-unna.de/Mikroprojekte-Info.
Ansprechperson für Fragen ist Jasmin Meichsner. Sie ist zu erreichen per Mail an jasmin.meichsner@kreis-unna.de oder per Fon unter 0 23 03 / 27 33 52. PK | PKU




SPD Weddinghofen-Heil ehrt über 1.200 Jahre Parteigeschichte

Die SPD Weddinghofen-Heil erinnert an ihre Jubilarfeier am Freitag, 16. Januar 2026, um 18 Uhr im Restaurant Olympia. Rund 30 Jubilarinnen und Jubilare werden an diesem Abend für insgesamt über 1.200 Jahre Mitgliedschaft in der Sozialdemokratie ausgezeichnet. Als Festredner und Laudatoren sprechen die Co-Vorsitzende der SPD im Kreis Unna und Bürgermeisterin der Stadt Lünen, Martina Förster-Teutenberg, sowie der heimische Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek. Die Veranstaltung würdigt das langjährige politische Engagement der Mitglieder in Weddinghofen und Heil und unterstreicht die Bedeutung von Kontinuität und demokratischer Mitwirkung vor Ort.



Erst Zeuge, dann angeklagt: Bewährungsstrafe für Meineid

von Andreas Milk
Diesen „Seitenwechsel“ hatte der Bergkamener Tobias K. (34, Name geändert) nicht gewollt: Vom Zeugen wurde er zum Angeklagten. In einem Prozess vor dem Kamener Amtsgericht hatte er im vergangenen Mai gelogen. Auf diese Lüge schwor er auch noch einen Eid. Wegen Meineides saß er darum nun in Unna auf der Anklagebank des Schöffengerichts: Meineid – darauf steht wenigstens ein Jahr Haft, das heißt, es handelt sich um einen Verbrechenstatbestand. Denn Falschaussagen machen Fehlurteile wahrscheinlicher.

Das Verfahren seinerzeit in Kamen drehte sich um einen Vorfall auf der Jahnstraße in Bergkamen-Oberaden im Sommer 2024. Dem Angeklagten wurden darin Trunkenheit im Verkehr und Verkehrsgefährdung vorgeworfen. Tobias K. – das steht inzwischen fest – war damals über die Brüstung einer Restaurantterrasse gesprungen und hatte sich mitten auf die Straße gestellt, um den deutlich zu schnell fahrenden Mann zu stoppen. „Ich habe das schon in dem Moment bereut, als ich auf der Straße stand“ – das sagt Tobias K. heute. Dem Kamener Richter erzählte er im Mai, er sei an jenem Abend bloß ganz normal über die Jahnstraße nach Hause gegangen.

Dass er in Unna von Anfang an bei der Wahrheit blieb, rechnete ihm der Vorsitzende Richter hoch an. Und er zeigte durchaus Verständnis: So eine Gerichtsverhandlung ist eine Ausnahmesituation. Tobias K. sagt, er habe eine Überforderung empfunden. Sein Verteidiger ergänzt später im Plädoyer: Sein Mandant habe sich selbst schützen wollen. Als er dann auch noch einen Eid ablegen sollte, war es wohl endgültig vorbei, und er ließ die letzte Gelegenheit verstreichen, sich zu korrigieren.

Vorstrafen? Keine. Das Urteil: ein Jahr Haft – die Mindeststrafe also -, ausgesetzt zur Bewährung. Zu „sitzen“ braucht K. also nicht. Eine zusätzliche Auflage – etwa die Zahlung eines Geldbetrags – bekam K. nicht erteilt: eine Erleichterung, zumal er gerade gebaut hat.




41-Jähriger nach Verkehrsunfallflucht über die Autobahn mit Betäubungsmitteln in Bergkamen gestellt

Ein Zeuge beobachtete am Sonntag (11.01.2026) gegen 20.30 Uhr einen Pkw auf der Autobahn BAB 2, wie er in die Mittelleitplanke fuhr. Der Unfallverursacher setzte seine Fahrt fort, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern.

An der Abfahrt in Bergkamen verließ der Pkw die Autobahn. Polizistinnen und Polizisten konnten den Unfallverursacher schließlich an der Straße „Kleiweg“ in Bergkamen-Weddinghofen stellen.

Bei der anschließenden körperlichen Durchsuchung des Fahrzeugführers sowie des Pkw (ein 41-Jähriger Deutscher aus Olfen) wurden mehrere Behältnisse mit Betäubungsmitteln, Bargeld, mehrere Mobiltelefone sowie Betäubungsmittelutensilien aufgefunden.

Der Fahrzeugführer stand unter dem Einfluss berauschender Mittel und es wurde eine Blutprobe angeordnet. Außerdem ist er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Der Pkw wurde beschlagnahmt und dem 41-Jährigen wurde mitgeteilt, dass er bis auf Weiteres keine fahrerlaubnispflichtigen Fahrzeuge führen darf.

Es wurde eine gesonderte Anzeige wegen des Verdachts des Handelns mit Betäubungsmitteln gefertigt.




Gemeinsam genießen: Veganer Mitbring-Brunch in der Ökologiestation

Am Sonntag, 18. Januar 2026, von 11:30 bis 13:30 Uhr verwandelt sich die Ökologiestation des Kreises Unna in einen Treffpunkt für alle, die Lust auf gutes Essen, Austausch und neue Begegnungen haben. Die Idee: Jede*r bringt ein selbstgemachtes veganes Gericht mit – ganz gleich, ob süß oder herzhaft. Ob bunte Salate, leckeres Gebäck oder herzhafte Speisen – alles ist willkommen. Beim Brunch kann man in aller Ruhe in den Tag starten und eine bunte Vielfalt an veganen Gerichten entdecken. Denken Sie bitte auch an eigenes Geschirr und Besteck. Getränke können mitgebracht oder vor Ort erworben werden. Wir freuen uns auf einen geselligen Vormittag mit großartigen Leckereien. Damit möglichst viele von allem probieren können, wird darum gebeten, die Speisen in kleine Portionen zu schneiden. Der Brunch richtet sich vor allem an junge Menschen, ist aber offen für alle Interessierten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – einfach vorbeikommen und mitmachen!

Weitere Informationen: Heike Barth, heike.barth@uwz-westfalen.de, 02389 – 98 09 17




Bürgerdialog der SPD Rünthe zum Haushaltsplan 2026 der Stadt Bergkamen

Im Februar soll der Haushalt 2026 vom Rat beschlossen werden. Dahingehend wird es nun nach der Weihnachtspause zu intensiven politischen Beratungen kommen. Die SPD Rünthe hält an ihrem Leitspruch ‚Ohne Kommunikation funktioniert Politik nicht‘ weiterhin überzeugt fest und lädt daher interessierte Bürgerinnen und Bürger zu ihrem Veranstaltungsformat Speak Up am 26. Januar 2026 um 17:30 Uhr im Rünther Bürgertreff ein. Ziel ist es, nach einem kurzen inhaltlichen Input zur Finanzlage, ein Meinungsbild der Bürgerinnen und Bürger zu anstehenden Entscheidungen und weiteren Anliegen oder Ideen zum Haushalt einzufangen. Moderiert wird die Veranstaltung von Ratsmitglied Alexander Höll. Ebenfalls anwesend sein wird Ortsvorsteher Oliver Schäfer. Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung unter ruenthe@spd-bergkamen.de oder tel. 017647113297 bis zum 21.01. erforderlich. Die Rünther Sozialdemokraten freuen sich auf den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern.




Glatteisgefahr: Am Montag kein Präsenzunterricht an den Schulen

An den nordrhein-westfälischen Schulen findet am kommenden Montag, den 12. Januar, kein Präsenzunterricht statt. Diese Entscheidung hat das Schulministerium getroffen, die Schulen hierüber heute per Mail informiert und die Schulen gebeten, in den dafür im Erlass vorgesehenen Distanzunterricht zu wechseln.

Grund für die Entscheidung, den Präsenzunterricht am kommenden Montag auszusetzen, ist eine amtliche landesweite Vorabwarnung des Deutschen Wetterdienstes vom 11. Januar 2026: Demnach wird für den Montagmorgen überall im Bundesland Regen erwartet, der aufgrund der kalten Temperaturen auf Straßen und Böden gefrieren und flächendeckend Glätte verursachen wird.

„Die Gesundheit und Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler haben für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“, erläuterte Schulministerin Dorothee Feller. „Wir haben die Entscheidung zur Aussetzung des Präsenzunterrichts bereits auf der Grundlage der landesweiten Vorabwarnung getroffen, damit wir die Schulen, Eltern und Kinder so früh wie möglich informieren konnten.“ Mit einer endgültigen amtlichen Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes ist heute erst spät am Tag zu rechnen.

Schülerinnen und Schüler, die trotz der Anordnung zum ausfallenden Präsenzunterricht in die Schulen kommen, erhalten dort eine angemessene Betreuung. Für Eltern und Schülerinnen und Schüler können Schulen zum Beispiel auf ihrer Homepage weitere Informationenanbieten.

Weitere Hintergründe zum Umgang der Schulen mit extremen Witterungsverhältnissen finden Sie hier.




Physiotherapie für Hunde, wie kann das helfen? Tagesseminar beim HSV Bergkamen

Hunde sind in vielen Familien mehr als nur der frühere Wachhund, sie sind oftmals Familienmitglieder. Ihre Gesundheit liegt Frauchen und Herrchen am Herzen, häufig besteht der Wunsch nach einem langen gesunden Leben der Vierbeiner. Sind Termine bei der Physiotherapeuten die Lösung und wie kann der Besitzer erkennen, ob Notwendigkeit besteht?

Besuche beim Physiotherapeuten sind in erster Linie dazu da, Schmerzen beim Tier zu reduzieren oder aufzulösen. Franzisca Ortega (Hundur-Praxis-Inhaberin und Physiotherapeutin) will in einem Tagesseminar auf markantes Verhalten und Bewegungen hinweisen und daraus entstehende Problematiken erklären. Was kann ich als Herrchen oder Frauchen selber beeinflussen und ab wann brauche ich die fachliche Unterstüzung.

Aber auch präventiv kann viel bewirkt werden. Muskelaufbau und Beweglichkeit können sich gerade bei sportlich geführten Hunden verbessern und so Verletzungen vorbeugen, bzw. Folgeerkrankungen verhindern.

Der HSV Bergkamen e.V. lädt am 24. Januar zu einem Tagesseminar mit der Franzisca Ortega ein. Teilnehmerkosten 50 € (teilnehmende Hunde 5 €, Frühstück inklusive). Anmeldungen unter presse@hsv-bergkamen.de.