Bambergstraße wird für eine Woche Einbahnstraße: VKU-Bussen fahren eine Umleitung

Wegen einer Baumaßnahme wird die Bambergstraße in Fahrtrichtung Kamen ab Mittwoch, den 17.04.2024, für die Dauer von ca. einer Woche als Einbahnstraße eingerichtet. Die Busse S81, D80 und R13 fahren deshalb in diesem Zeitraum eine Umleitung. Es entfallen in Richtung Bergkamen die Haltestellen „Schöllerstraße“ und „Landwehrstraße“. Alternativ können Fahrgäste in Richtung Bergkamen die Haltestelle „Nordfeldstraße“ nutzen.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es beim kreisweiten VKU Service unter der Rufnummer 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 0 800 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, kostenlos aus allen deutschen Netzen).

Im Internet finden Sie die VKU unter www.vku-online.de oder Sie nutzen Service in der VKU App (kostenloser Download im Google Play Store oder im App Store).

 




Linke im Kreis Unna geht mit Özlem Alev Demirel und viel Zuversicht in die finalen acht Wochen des Europa-Wahlkampfes

Özlem Alev Demirel. Foto: Olivier Hansen

Die Feuertaufe des neu formierten Kreisverbandes der Partei Die Linke wird der Wahlkampf für die Europawahl 2024, der für Die Linke insgesamt unter schwierigen Vorzeichen stattfindet. Dennoch stellte der Kreisverband bei einer Mitgliederversammlung einen ausführlichen Wahlkampfplan auf. In den letzten Wochen wurde dieser durch die Verantwortlichen finalisiert und ein Wahlkampfteam gegründet. Dieses besteht aus deutlich mehr Leuten als zuerst gedacht. Zuletzt nahmen die Sprecher:innen des Kreisverbandes an einer
Videokonferenz des Landesverbandes NRW teil, insgesamt zeigt sich ein positives Bild des Wahlkampfes, auch in anderen Kreisverbänden.

Im Wahlkampf wird es, wie üblich, Plakate geben, wobei Die Linke in den Städten Kamen und Bergkamen dem traditionellen Wahlkampfabkommen beitrat, das das Plakatieren auf vorgegebene Plakatwände beschränkt und somit zu einem besseren Stadtbild und Ressourcenschonung durch die gezielte Produktion der Wahlplakate beiträgt. An dieser Stelle appellieren wir an die Verwaltungen anderer Städte im Kreis Unna, ähnlich zu verfahren.

Zusätzlich will Die Linke im Wahlkampf wieder vermehrt auf der Straße Gesicht zeigen und bei Informationsständen dabei sein. Außerdem sind eine Fahrradtour sowie ein Grillstand geplant. Ein Highlight des Wahlkampfes wird sicherlich die Veranstaltung „Von Brüssel nach Kamen“ mit der Linken EU-Abgeordneten Özlem Alev Demirel. Özlem Demirel war Sprecherin des Landesverbandes NRW, Landtagsabgeordnete und sitzt seit 2019 im Europäischen Parlament. Dort setzt sie sich für Frieden, soziale Gerechtigkeit und
internationale Solidarität ein. Özlem, die ebenfalls zu den Spitzenkandidat:innen der Linken für die diesjährige Europawahl gehört, wird über ihre Arbeit berichten und Fragen aus dem Plenum beantworten.

Die Veranstaltung findet am 30. April um 16.30 Uhr im Sitzungssaal des Technoparks in Kamen statt. Der Kreisvorstand ist ob eines erfolgreichen Wahlkampfes und eines guten Ergebnisses für Die Linke im Kreis Unna zuversichtlich.




GSW-Experten informierten: Wann lohnt sich eine eine (Mini-) PV-Anlage?

Jochen Baudrexl (GSW-Geschäftsführer) führte in das Thema Solarenergie ein. Foto: GSW

Wann lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage? Welche Voraussetzungen muss mein Haus erfüllen? Wie hoch sollte mein Verbrauch sein, damit sich eine PV-Anlage rentiert? Und was passiert nach den 18 Jahren im Pachtmodell mit dem GSW EnergieDach? Diese und viele weitere Fragen konnten die Experten beim zweiten „Energie-Dialog mit den GSW“ am vergangenen Donnerstagabend beantworten. Der zweite Termin der kostenlosen Veranstaltungsreihe der Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) Kamen, Bönen, Bergkamen stand ganz im Zeichen der Sonnenenergie.

Die rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im SportCentrum Kaiserau verfolgten nicht nur die informativen Vorträge, sondern nutzten die Gelegenheit, mit den Energieberatern ins Gespräch zu kommen und somit wertvolle Tipps aus erster Hand zu erhalten. So blickte Rüdiger Brechler, Energieberater und Solarfachberater der EANRW GmbH, zunächst auf das Solarpaket I, das die Bundesregierung derzeit auf den Weg bringt. Mit dem neuen Gesetz soll der Ausbau von PV-Anlagen forciert werden. Dazu soll etwa der Betrieb von sogenannten steckerfertigen Erzeugungsanlagen entbürokratisiert werden. So soll unter anderem die Anmeldung der „Balkonkraftwerke“ künftig vereinfacht werden. Für wen sich eine Mini-PV-Anlage eignet, zeigte Rüdiger Brechler anhand der Stromerzeugung und einer hilfreichen Checkliste zur Installation einer solchen Anlage.

Der Referent stellte zudem vor, welche Regeln der Gesetzesentwurf für die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung und die geförderten Mieterstrom-Modelle vorsieht. Er ordnete zudem den parlamentarischen Verlauf zum Solarpaket I ein: „Im Moment kann man es so beschreiben wie mit einer Paketzustellung, die auf sich warten lässt: Die Zustellung verzögert sich…“, stellte Rüdiger Brechler einen bildlichen Vergleich dar.

GSW EnergieDach bietet Rundum-sorglos-Paket

Im zweiten Teil der Informationsveranstaltung stellten die GSW ihr Pacht- und Kaufmodell einer PV-Anlage anhand von Rechenbeispielen vor. Eingangs warf Thomas Gaide, Leiter Vertrieb und Beschaffung bei den GSW, zunächst einen Blick auf die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in Deutschland. Im Jahr 2023 wurden 52 Prozent der gesamten Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien erzielt. Davon machen 23 Prozent allein Photovoltaik-Anlagen aus. Politisches Ziel ist es, den gesamten Erneuerbaren Energien Anteil bis 2035 auf 100 Prozent zu bringen.

Seit 2016 bieten die GSW mit ihrem „GSW EnergieDach“ eine PV-Anlage zur Pacht an. Das Pachtmodell läuft über 18 Jahre. Beim GSW EnergieDach fallen für die Kundinnen und Kunden keine Investitions-, Wartungs- oder Reparaturkosten an. Mit einem Ansprechpartner vor Ort sowie der Versicherung der Anlage bieten die GSW ein Rundum-sorglos-Paket an. Die GSW bieten neben Speicherlösungen auch den Kauf einer PV-Anlage an.

Anhand eines Rechenbeispiels zeigte Thomas Gaide auf, wie sich die Kosten im Pacht- und Kaufmodell unterscheiden. Er stellte zudem vor, wie viel Strom aus der PV-Anlage bei einer Südausrichtung des Daches zum Eigenverbrauch genutzt und wie viel ins Netz eingespeist werden kann. Der Blick auf die aktuelle Einspeisevergütung zeigte dann auch, wie viel Ersparnis in den Stromkosten erzielt werden kann. Ein Teilnehmer aus dem Publikum wollte daraufhin wissen, wie lange die derzeitige Einspeisevergütung von 8,11 Cent pro Kilowattstunde denn bestehen bleiben würde. Dass diese Einspeisevergütung eine gesetzliche Vorgabe ist und für die kommenden 20 Jahre nach Einbau der Anlage und damit sogar über die 18-jährige Pachtzeit hinaus gilt, war nicht jedem Teilnehmer zuvor bewusst.

 

Teilnehmer stellen viele individuelle Fragen

Individuelle Fragen der Teilnehmer richteten sich im weiteren Verlauf der Veranstaltung an die Energieberater der GSW. „Lohnt sich für mich eher eine PV-Anlage oder ein Mini-Balkonkraftwerk? “, war etwa eine Frage, die die GSW individuell beantworten konnten. Als ein Teilnehmer andeutete, dass ein Pachtmodell aufgrund seines fortgeschrittenen Alters eher nicht in Frage kommen würde, konnte GSW-Energieberater Alexander Behler aufklären: „Bei unserem Pachtmodell über 18 Jahre haben wir schon oft Nachfolgeregelungen getroffen. Da übernehmen zum Beispiel die Kinder nicht nur das Haus der Eltern, sondern natürlich auch die PV-Anlage im Pachtmodell.“

Nach einem regen Austausch zum Thema GSW EnergieDach, nahmen viele Teilnehmer der Veranstaltung die Einladung wahr, sich persönlich an die Energieberater der GSW zu wenden. Viele Visitenkarten der GSW-Mitarbeiter wanderten so in die Hände der Teilnehmer.

Regelmäßig bietet der Energieversorger den „Energie-Dialog mit den GSW“ an. Bei den Informationsabenden informieren externe Referenten und Fachleute der GSW über aktuelle und relevante Themen aus der Energiewirtschaft. Die GSW informieren rechtzeitig über die nächsten Termine.

 




Vorläufige Festnahme nach Ladendiebstahl: Polizei fand 78 Zahnpastatuben bei 27-Jährigem

Ein 27-jähriger Georgier ist am Freitagabend dabei beobachtet worden, wie er in einem Discounter an der Geschwister-Scholl-Straße in Bergkamen mehrere Zahnpastatuben unter seine verschlossene Jacke gepackt hat.

Er passierte den Kassenbereich, ohne zu bezahlen. Der Filialleiter des Discounters konnte den Mann ansprechen, festhalten und die Polizei rufen.

Bei seiner Durchsuchung konnten die Polizeibeamten feststellen, dass er 78 Zahnpastatuben entwendet hatte.

Aufgrund eines fehlenden Wohnsitzes in Deutschland wurde der Georgier vorläufig festgenommen, mittlerweile konnte er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft aber wieder entlassen werden.

Der Mann muss sich jetzt wegen besonders schwerem Diebstahl verantworten.




Verbandstag der Kleingärtner im Kreis Unna und Hamm im Treffpunkt an der Lessingstraße

Das Foto zeigt von links Gerhard Rohn, Michael Ludwig, Achim Paprotny, Rolf König, Achim Plath, Iris Haubert und Bernd Schäfer.

Der Bezirksverband Hamm Kreis / Unna der Kleingärtner hatte am Samstag zum Verbandstag in den Treffpunkt an der Lessingstraße in Bergkamen-Mitte eingeladen. Begrüßt wurden die Delegierten vom 1. Vorsitzenden Rolf König. Zunächst hörten sie die Geschäftsberichte des Vorstandes.

Nach den Grußworten des Bürgermeister Bernd Schäfer und Entlastung des Vorstandes durch die Delegierten, standen Wahlen und Ehrungen an. Zum stellv. Vorsitzender wurde Gerd Rohn einstimmig für vier  Jahre wieder gewählt.

Geehrt wurden:

Joachim Paprotny vom KGV „Heidegraben“  bekommt die Goldnadel des Landesverbandes für langjährige Tätigkeit als Gartenfachberater.

Joachim Plath aus dem KGV „Waldfrieden“ bekommt die Goldnadel des Landesverbandes für langjährige Jahre als Vorsitzender.

Iris Haubert bekommt die Goldnadel des Landesverbandes verliehen für 30 Jahre Büro- und Vorstandsarbeit des Bezirksverbandes

Ebenfalls wurden weitere Termine des BZV für das Jahr 2024 bekannt gegeben:

  • 5. Mai 2024 Bergkamener Blumenbörse
  • „Rote Azalee“, Anlagenwettbewerb des Bezirksverbandes am 6.und. 7 Juli 2024 im Kreis Unna sowie am 13. und 14. Juli 2024in Hamm

Zum Ende des Verbandstags bedankte Rolf König sich bei den Delegierten und wünschte allen Gartenfreunden ein erfolgreiches Gartenjahr 2024

 




EcoTecHub Bergkamen: Erfolgreicher Workshop für Unternehmen

Nachhaltige Wertschöpfung in Bergkamen: Um mehr über den geplanten Technologiehub „EcoTecHub Bergkamen“ zu erfahren, kamen im März Unternehmen der Region und insbesondere aus dem Kreis Unna in der Ökologiestation BergkamenHeil zusammen. Die Hochschule Bochum und die Westfälische Hochschule luden zu dem Workshop im Rahmen der noch bis Ende 2024 laufenden Vorstudie
zum Aufbau des EcoTecHub ein. Für die Vorstudie über das 5-StandorteProgramm stellt die Landesregierung Haushaltsmittel über einen sogenannten TransformationsBooster in Höhe von 150.000 Euro zur Verfügung.

Im Fokus des Workshops stand die zentrale Frage, wie der EcoTecHub die nachhaltige Wertschöpfung in Verbindung mit kreislaufwirtschaftlichen Ansätzen für die Unternehmen der Region effektiv fördern kann. Nach der Begrüßung durch Vertreter*innen der Hochschule Bochum, Adrian Mork von der Bezirksregierung Arnsberg, Bürgermeister Bernd Schäfer aus Bergkamen und WFG-Geschäftsführer Sascha Dorday wurde den Teilnehmenden von insgesamt 22 Unternehmen aus der Region zunächst die Arbeit im Rahmen der Vorstudie des EcoTecHub vorgestellt.

Professor Dr. Peter Hense von der Hochschule Bochum referierte anschließend über regionale Wirtschafts- und Technologietrends. In Kleingruppen tauschten sich die Vertreter*innen der lokalen Unternehmen im weiteren Veranstaltungsverlauf über ihre Bedarfe im Bereich der nachhaltigen Wertschöpfung aus und formulierten inhaltliche Erwartungen und Wünsche an den EcoTecHub. Dabei wurde besonders auf die Bereiche Weiterbildung und Qualifizierung, Beratung und Best Practices, Technologietransfer und Prototypen sowie Infrastruktur und Synergien eingegangen.

Die Ergebnisse der Diskussionen wurden im Plenum moderiert präsentiert. Ein Ausblick auf die weiteren Schritte und die geplante Nutzung der gesammelten Informationen rundeten den Workshop ab. Der Stakeholder-Workshop markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung des EcoTecHub und zeigt das starke Engagement der regionalen Unternehmen für eine nachhaltige und zukunftsweisende Wirtschaftsentwicklung. Die Forschungsteams der Hochschule Bochum und Westfälischen Hochschule prüfen nun bis Jahresende, wie eine Umsetzung der im Workshop gesammelten Bedarfe und Potenziale durch den EcoTecHub konkret realisiert werden kann.

Mehr zum EcoTecHub Bergkamen gibt es unter: https://www.hochschulebochum.de/labor-nachhaltigkeit-technik/ecotechub-bergkamen/. Mehr zum 5-StandorteProgramm und den aktuellen Projekten gibt es hier https://www.wfg-kreisunna.de/innovation/5-standorte-programm/.




IG BCE Ortgruppe Weddinghofen wählt einen neuen Vorstand

Die IG BCE Ortgruppe Weddinghofen führt am Freitag, 19. April, ihre Mitglieder- und Wahlversammlung durch.  Beginn: 18.00 Uhr; Ort: Gaststätte „ Kuhbachstuben“, Pfalzstraße 82, in Weddinghofen.

Der Vorsitzende Mario Unger wird den Rechenschaftsbericht für die vergangenen vier Jahre abgeben. Ihm folgt Horst Wolgast mit dem Kassenbericht. Anschließend werden die Wahlen für den neuen Vorstand durchgeführt. Die jetzigen Vorstandsmitglieder werden sich erneut zur Wahl stellen. Gerne würde die Ortsgruppe auch den Vorstand mit weiteren Mitgliedern besetzen.

Im Anschluss an die Wahlen wird der Betriebsratsvorsitzende der Bayer Pharma AG, Standort Bergkamen, Heinz- Georg Webers, zur Situation des Standortes hier in Bergkamen einen Bericht geben.

Im Anschluss an die Versammlung wird ein Imbiss gereicht.




Lkw-Fahrer aus Bergkamen verursacht Auffahrunfall am Stauende: Drei Verletzte und 225.000 Euro Sachschaden

Bei einem Verkehrsunfall auf der A 1 bei Wetter sind am Freitagabend drei Personen verletzt worden. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf ca. 225.000 Euro.

Ersten Ermittlungen zufolge fuhr ein 40-jähriger Mann aus Bergkamen gegen 21:45 Uhr mit seinem Lkw auf der A 1 in Richtung Köln. Auf Höhe einer eingerichteten Nachtbaustelle bei Wetter übersah er dabei aus bislang ungeklärten Gründen die baustellenbedingte Staulage vor sich. Trotz einer eingeleiteten Bremsung kam es zu einem Zusammenstoß mit dem auf dem rechten Fahrstreifen stehenden Lkw eines 36-jährigen Mannes aus Spanien. Die Wucht der Kollision schob den Lkw des 36-Jährigen auf einen dritten Lkw. Dieser wurde durch einen 49-jährigen Mann aus Osnabrück geführt.

Rettungswagen brachten den 49-Jährigen, den 36-Jährigen sowie dessen 52-jährigen Beifahrer (ebenfalls aus Spanien) in umliegende Krankenhäuser.




Einladung zum siebten Salonmusikkonzert mit dem Sinfonischen Blasorchester BOB im studio theater

Werbung durch das Bergkamener Netzwerk Demenz und der Musikakademie Bergkamen für das 7. Salonmusik-Konzert am 14. Mai im studio theater.

„Die Planungen des mittlerweile siebten Salonmusikkonzerts gehen nun in die heiße Phase“, berichtet Tobias Stacke, der zuständige Geschäftsführer des Bergkamener Netzwerk Demenz.

In enger Zusammenarbeit mit der Musikakademie Bergkamen wird am Dienstag, 14. Mai das kostenfreie Konzert um 16:00 Uhr im „studio theater bergkamen“ stattfinden; Einlass ist ab 15:00 Uhr. Eine Anmeldung ist zur Planung per E-Mail unter t.lackmann@bergkamen.de oder telefonisch unter 02307 / 965 -433 erforderlich.

„Uns ist es wichtig, dass sich das Konzert, wie gewohnt, an alle Musikinteressierten richtet, aber beispielsweise auch an diejenigen, die im Alltag durch eine demenzielle Erkrankung mit ihren Angehörigen einen erschwerten Zugang zu solchen Angeboten haben. Ob nun vorerkrankt oder nicht, das spielt für das einstündige Konzert keine wirkliche Rolle“, erklärt Fr. Sommer von „Die Pflegeprofis“.

Unter dem Motto „Frische Brise im Salon“ wird das Sinfonische Blasorchester BOB ein breites Musikangebot darbieten. Von Ohrwürmern, über Filmhelden und Titeln aus der Welt von Walt Disney ist für alle etwas dabei.

Fr. Naruhn, Einrichtungsleitung des Hermann-Görlitz-Seniorenzentrums berichtet: „Es ist schön zu sehen, wie positiv viele unserer Bewohnerinnen und Bewohner dieses Angebot wahrnehmen. Über die Jahre hinweg haben wir immer wieder erlebt, dass der Konzertbesuch nachhallt.“ Vor allem im Alltag von Menschen mit kognitiven Einschränkungen, wie bei einer Alzheimer-Demenz, spielt das Erinnern eine besondere Bedeutung. „Noch Tage später wird die erlebte Musik mit Freude erinnert. Die Lebensqualität steigt spürbar an, das merkt man deutlich“, ergänzt Hr. Bisplinghoff, Einrichtungsleiter des Seniorenzentrums Haus am Nordberg.

Das Organisationsteam des Bergkamener Netzwerk Demenz freut sich auch in diesem Jahr wieder über viele Anmeldungen.




E-Schrott-Sammlung zugunsten des Gymnasiums: Stadt und Bergkamener Umweltunternehmen laden zum Earth Day ein  

Die Bürgerbeteiligung vergangener Elektroschrott-Sammlungen anlässlich des „Earth Day“ war stets groß.

Am Samstag, 27. April, von 9 bis 13 Uhr wird auf dem Wertstoffhof der GWA in Bergkamen (Haldenweg 2) und auf dem Parkplatz davor anlässlich des „Earth Day“ der „Bergkamener Tag der Kreislaufwirtschaft“ gefeiert. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an diesem Tag kostenlos Elektroschrott abzugeben. Die Sammlung findet dieses Jahr zugunsten des Bergkamener Gymnasiums statt. Je mehr Elektroschrott gesammelt wird, desto größer fällt die Spende für das Gymnasium aus.

Jahrelang haben die Feier des „Earth Day“ und die gemeinsame Elektroschrott-Sammelaktion von GWA und M&R Recycling Solutions GmbH (ehemals SIMS M+R GmbH) zugunsten der Bergkamener Schulen den Schülerinnen und Schülern, deren Eltern, den Lehrerkollegien und den Bergkamener Bürgerinnen und Bürgern selbst viel Spaß gemacht. Den Schulen haben die Aktionen aufgrund der großen Sammelmengen nennenswerte Geldspenden für Projekte eingebracht.

Während der Corona-Jahre musste die Aktion leider eingestellt werden, erlebt aber nun eine Neuauflage in veränderter, erweiterter Form. Zusätzlich zur GWA und M&R sind nun auch die Stadt Bergkamen, das Umweltkontor, BAYER, EON und die Entsorgungsbetriebe Bergkamen mit „am Ball“.

Neben der Elektroschrott-Sammlung zugunsten des Gymnasiums Bergkamen haben Kinder und Erwachsene die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten an einem Minibagger unter Beweis zu stellen und Kompost zu „verladen“. Am Ende der Veranstaltung wird der Kompost kostenlos abgegeben. Außerdem wird es interessante Informationen zur Stadt Bergkamen und zu den Bergkamener Umweltunternehmen, die die Stadt zur „Stadt der Circular Economy“, zur „Stadt des Klima- und Ressourcenschutzes“ machen.

In Bergkamen besteht ein Cluster spezialisierter Unternehmen der Kreislaufwirtschaft, die gemeinsam mit der Stadt Bergkamen den Strukturwandel (mit)gestalten und als attraktive Arbeitgeber die durch den Strukturwandel (z.B. im Bergbau) weggebrochenen Arbeitsplätze ersetzen wollen.

Attraktiv sind der Earth Day und der Bergkamener Tag der Kreislaufwirtschaft deshalb nicht nur für Elektroschrott-Sammler, die das Gymnasium Bergkamen unterstützen wollen, sondern gerade auch für junge Menschen, die sich beruflich orientieren wollen und die hier im Umweltbereich „sinnstiftende“ und sichere Arbeitsplätze finden können; oder auch für Berufstätige, die sich umorientieren wollen. Die Kooperationspartner freuen sich aber über jeden Besuch und die aktive Teilnahme umweltinteressierter Menschen aus Bergkamen und angrenzender Kommunen. Wer etwas über den Umwelt- und Klimaschutz in Bergkamen wissen möchte und/oder sich für eine berufliche Aufgabe in diesem Bereich interessiert, der sollte unbedingt kommen.

Die Veranstalter hoffen auf viele Besucher und laden diese zu interessanten Gesprächen sowie Würstchen im Brötchen und Kaltgetränken ein. Wer etwas Glück hat, kann beim Glücksrad „zuschlagen“ und einen kleinen Gewinn mit nach Hause nehmen.




Stimmen im Kopf: Faustschläge für den Nachbarn

von Andreas Milk
Für den Bergkamener Thomas S. (57, Name geändert) und das Ehepaar M., das im selben Haus wohnt, scheint es nur eine Möglichkeit zu geben, miteinander klar zu kommen: einander zu ignorieren. Am Abend des 11. August 2023 hat das nicht geklappt. Folge: eine Anklage gegen Thomas S. wegen Körperverletzung. Verhandelt wurde darüber jetzt vor der Strafrichterin am Kamener Amtsgericht.

S. war damals betrunken mit dem Taxi zurück nach Hause gekommen. Die M.s waren gerade auf dem Sprung: Sie wollten mit dem Auto zur Cranger Kirmes. Vor dem Haus trafen sich alle. Fest steht: Thomas S. ärgerte sich schon länger über die M.s – genauer, über deren angebliches Türenknallen in dem Wohnhaus. Und dieser Ärger führte zu einer spontanen Attacke auf Herrn M.: Ihm versetzte S. Faustschläge. Die Frau rief die Polizei; wenige Minuten später waren die Beamten da. Mit schmerzendem Kiefer und einem lädierten Finger ließ M. sich wenig später im Kamener Krankenhaus behandeln. Ein bisschen spüre er heute noch, sagte er der Richterin.
Der angeklagte Thomas S. hat eine schwierige Vorgeschichte, ist in psychiatrischer und neurologischer Behandlung. Und: „Er ist betrunken ein anderer Mensch“, sagt sein Nachbar M. über ihn. Dann rede er zum Beispiel auch davon, dass er Stimmen in seinem Kopf höre. Neun Vorstrafen stehen in S.‘ Bundeszentralregisterauszug. Überwiegend ging es auch da schon um Körperverletzung. Seit 2009 war Ruhe – bis zum 11. August 2023.

Verurteilt wurde er nun zu einer Geldstrafe: 50 Tagessätze à 20 Euro soll der Bergkamener zahlen. Zwei Ratschläge hatte die Richterin noch für ihn: die ärztliche Behandlung fortzusetzen – und der Familie M. aus dem Weg zu gehen.