Jede Menge Straftaten in Kamen: Sachbeschädigungen, Einbruch, Körperverletzung

In der Nacht zu Montag schubsten gegen 00:30 Uhr drei unbekannte männliche Täter am Kirchplatz einen geparkten Motorroller gegen einen geparkten Pkw VW Polo. Beide Fahrzeuge wurden beschädigt. Im Anschluss warfen sie mit einem Pflasterstein das Küchenfenster eines Hauses am Kirchplatz ein. Nach Tatausführung entfernten sich die unbekannten Täter in Richtung Kamen-Markt.

In der Nacht zu Montag wurde ein weißer Pkw GM, der auf dem Parkplatz des Bahnhofs Methler an der Robert-Koch-Straße abgestellt war, mit roter Lackfarbe übergossen.

In der Nacht zu Sonntag brachen unbekannte Täter in den Keller eines Hauses am Hans-Sachs-Weg ein. Sie entwendeten diverse Geräte (Bohrer, Lockenstab, Föhn) sowie Schlüssel.

Am Sonntagmorgen gegen 06:15 Uhr hielt ein mit fünf Personen besetzter grüner Pkw Opel Corsa am Markt in Kamen an, wo drei Personen gerade auf ein Taxi warteten. Die Unbekannten (drei Männer und zwei Frauen) stiegen aus dem Pkw und fragten die Wartenden nach einer Zigarette. Obwohl sie eine Zigarette erhielten, schubsten und traten sie alle drei Personen zu Boden. Danach entfernten sich die Beschuldigten mit ihrem PKW vom Tatort.

Die drei Täter werden wie folgt beschrieben: Täter 1: Männlich, Stabil, 165 cm – 170 cm groß, 20-25 Jahre alt, dunkelbraune Haare Täter 2: Männlich, Schlank, 175-180 cm groß, 20- 30 Jahre, kurze dunkelbraune Haare Täter 3: Weiblich, Stabil, 170 cm groß, ca. 20 Jahre

Am Sonntag gegen 12:10 Uhr befuhr ein 48-jähriger Fröndenberger mit seinem Pedelec den Geh- und Radweg an der Wasserkurler Straße. Dabei stieß er gegen zwei Standfüße von Verkehrszeichen, die offenbar von Unbekannten auf den Geh- und Radweg gelegt worden waren. Der Radfahrer stürzte und verletzte sich, das Pedelec wurde beschädigt.

Hinweise zu allen Sachverhalten nimmt die Polizei in Kamen unter der Rufnummer 02307/921-3220 oder 921-0 entgegen.




Raubüberfall auf Imbissstube an der Heinrichstraße

Am Sonntagabend betrat gegen 21.25 Uhr ein maskierter Mann eine Imbissstube an der Heinrichstraße. Er bedrohte die beiden 43 und 40 Jahre alten Angestellten mit einem Messer und forderte Bargeld. Mit dem Geld, das er in einen hellen Stoffbeutel packte, flüchtete er in Richtung Kreisverkehr am Hallenbad.

Der Täter wird wie folgt beschrieben: männlich, etwa 175 cm groß, normale Statur. Er hatte kurze, dunkle Haare und trug einen schwarzen Kapuzenpullover ohne Aufschrift, eine dunkle Jeanshose und eine dunkle Maske mit herausgeschnittenen Augenlöchern. Bei der Tatwaffe soll es sich um ein älteres Messer mit Holzgriff gehandelt haben.

Hinweise zur Tat oder zum Täter bitte an die Polizei in Kamen unter der Rufnummer 02307 921 3220 oder 921 0.




SPD-Fraktion gegen Aufhebung der Nordberg-Fußgängerzone

Am Dienstag wird der Stadtentwicklungsausschuss über die Zukunft des Einkaufszentrum Präsidentenstraße diskutieren. Die Debatte wird sich sich dabei auf die Frage konzentrieren, ob die Fußgängerzone aufgehoben und die Präsidentenstraße ganz für den Kfz-Verkehr freigegeben soll.

Nordberg-Fußgängerzone
Nordberg-Fußgängerzone

Genau das hatte die CDU in der vergangenen Woche erneut gefordert. Ebenso entschieden lehnt die SPD diese Öffnung ab. Den von der Union in Aussicht gestellten positiven Effekte für die Händler mag sie nicht erkennen, wie Fraktionsvorsitzender Bernd Schäfer betont. Außerdem seien für eine Öffnung umfangreiche Straßenbauarbeiten notwendig. Das dafür notwendige Geld habe die Stadt nicht.

Bekanntlich erfolgte Anfang des Jahres eine Bürgerbefragung und eine öffentliche Bürgerversammlung zum Thema Nordberg. Im Ergebnis wird der Nordberg von den beteiligten Bürgern als Nahversorgungsbereich angesehen. Das will die Verwaltung non vorantreiben und darin wird sie von der SPD unterstützt. Das gilt auch für den Maßnahmekatalog, den die Verwaltung dem Stadtentwicklungsausschuss vorgelegt hat: Schaffung des Ankerpunktes Pestalozzihaus, Verhinderung von Nutzungen mit Trading-Down-Effekt (Spielhallen u.ä.), Schaffung von barrierefreien Wegen und Zugängen, gezielte Ansprache von investitionsbereiten Eigentümern, verstärkte Ahndung von Ruhestörungen und die mögliche Umwidmung von bislang gewerblich genutzten Räumen in Wohnraumnutzungen.

„Nicht zu erklären ist, warum die CDU trotz breiter Bürgerbeteiligung weiterhin für eine Öffnung der Fußgängerzone plädiert. Wie ihr Vorsitzender Thomas Heinzel erklärte, erachtet sie ein Stadtzentrum, d.h. einen Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger außerhalb von Ladenöffnungszeiten, nicht für notwendig. Statt dessen empfiehlt die CDU unseren Bürgerinnen und Bürgern Stadtzentren der Nachbarstädte aufzusuchen. Aus Sicht der SPD-Fraktion kommt diese Haltung einer politischen Bankrotterklärung gleich.“, so Schäfer weiter.

Die geplante Entwicklung des Rathausumfeldes mit dem Neubau der Sparkassenhauptstelle, der Berggalerie, dem vorhandenen Wasserpark und der beabsichtigten Ansiedlung von Gastronomiebetrieben werde laut Aussage der SPD-Fraktion zu einem gesunden Stadtzentrum beitragen.




SPD-Vertreter nehmen Schulgebäude in Oberaden unter die Lupe

Die SPD-Fraktion hat einen neuen Arbeitskreis gegründet, der sich mit den Schulgebäuden in Bergkamen beschäftigt. Zunächst hat er den Stadtteil Oberaden unter die Lupe genommen.

AlisoschuleDie Alisoschule wird kaum noch genutzt. Die Albert-Schweitzer-Schule und der Standort Bergkamen der Regenbogenschule (Burgschule) werden aller Voraussicht nach im Sommer 2016 auslaufen. „Da die Stadt Bergkamen langfristig über das Jahr 2016 hinaus keine Perspektive für eine eigene Nutzung dieser Gebäude sieht, hat der Arbeitskreis der SPD-Fraktion nach einer Besichtigung der Örtlichkeit angeregt, mögliche andere Folgenutzungen für Standort zu entwickeln. „Diese werden nun von der Verwaltung geprüft und können theoretisch von Verkauf über Vermietung bis hin zu Abriss der Schulgebäude reichen“, erklärt Fraktionsvorsitzender Bernd Schäfer.

Als nächstes möchte der Arbeitskreis die Gebäude der Burg-, Prein- und Jahnschule in Oberaden unter die Lupe nehmen. „Insbesondere die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern im Gebäude der Jahnschule liegt uns am Herzen. Auch ein ausreichendes Angebot an Turnhallen für die Nutzung durch ortsansässige Vereine muss gewährleistet sein.“ erläutert MdL und SPD-Ortsvereinsvorsitzender, Rüdiger Weiß. Langfristig geht die SPD davon aus, dass auf der Grundlage der Entwicklung der Schülerzahlen in Oberaden in diesem Stadtteil pro Jahr fünf Eingangsklassen an zwei Grundschulstandorten vorgehalten werden müssen.

 




Bergkamener Altenpflegeschule der Diakonie entlässt neue Fachkräfte ins Berufsleben: Alle haben einen Job

16 Auszubildende des Fachseminars für Altenpflege der Diakonie Ruhr-Hellweg wurden jetzt nach bestandener Prüfung ins Berufsleben entlassen. Allen haben bereits einen Job gefunden. Im Altenpflegebereich herrscht Fachkräftemangel.

Die 16 neuen Fachkräfte im Altenpflegebereich.
Die 16 neuen Fachkräfte im Altenpflegebereich.

Ihre Zeugnisse als staatlich examinierte Altenpflegerinnen und Altenpfleger erhielten Karima Abbasi, Irene Albrecht, Laura Bühren, Aylin Durmus, Melanie Freiburg, Andreas Hahne, Alex Jakobi, Imana Jakubovic, Marvin Krebs, Lilia Meng, Benjamin Röper, Natalia Stroh, Sabrina Terhalle, Aylin Turgut, Osman Vuran und Elena Zibart.

Ihre Verabschiedung begingen die Absolventen mit einer Andacht mit Pfarrer Bernd Ruhbach und einer anschließenden Feierstunde, zu der auch die Angehörigen sowie Vertreterinnen und Vertreter der Ausbildungseinrichtungen eingeladen waren.

„Nun können Sie ihre neuen Kenntnisse und Fähigkeiten mit Herz und Verstand in die Pflegepraxis umsetzen“, gab Schulleiterin Heike Brauckmann-Jauer den Absolventinnen und Absolventen mit auf den Weg. „Hierbei wünsche ich Ihnen gutes Gelingen, viel Freude, Begeisterung und Gottes Segen.“ Alle Altenpflegerinnen und Altenpfleger haben direkt im Anschluss eine Arbeitsstelle in den stationären und ambulanten Altenpflegeeinrichtungen im Umkreis.

Am 4. Mai hat bereits ein neuer Ausbildungskurs begonnen. Kontakt: Tel. 02307-98300-50, www.diakonie-ruhr-hellweg.de.




Üble Gerüche unvermeidbar: Bayer saniert Pufferbehälter der Kläranlage

Nach 13 Jahren Dauerbetrieb machen sich am Pufferbehälter der Kläranlage des Bergkamener Bayer-Standorts deutliche Verschleißerscheinungen bemerkbar. Davon sind insbesondere die Rohrleitungen betroffen. Kalkablagerungen haben sie fast vollständig verschlossen – was zu sofortigem Handeln zwingt. Vom 20. Mai bis 30. Juni erneuert Bayer deshalb sämtliche Leitungen und reinigt den Pufferbehälter gleichzeitig von Grund auf. Da dessen Dach dafür komplett entfernt werden muss, sind Geruchsemissionen unvermeidbar.

Der Pufferbehälter der Kläranlage ist mehr als 27 m lang, 11 m hoch und verfügt über ein Fassungsvermögen von 5.000 Kubikmetern Abwasser.
Der Pufferbehälter der Kläranlage ist mehr als 27 m lang, 11 m hoch und verfügt über ein Fassungsvermögen von 5.000 Kubikmetern Abwasser.

Zunächst muss das gesamte Abwasser – insgesamt rund 5.000 Kubikmeter – aus dem Behälter gepumpt werden. Zudem sind alle Ablagerungen zu entfernen. Erst dann sind die Rohrleitungen frei zugänglich und für das Demontageteam erreichbar. „In dieser ersten, ungefähr zwei Wochen dauernden Phase ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass unangenehme, aber gesundheitlich unbedenkliche Gerüche auch außerhalb des Werks wahrnehmbar sind“, erklärt Standortleiter Dr. Stefan Klatt. Sobald der Behälter entleert und gereinigt ist, nimmt die Geruchsbildung dagegen erfahrungsgemäß deutlich ab.

Klatt bittet alle Einwohner um Verständnis für die zu erwartenden Beeinträchtigungen: „Die Instandsetzung ist leider unvermeidbar und erstreckt sich bedauerlicherweise über einen längeren Zeitraum. Wir werden jedoch alles dafür tun, die erforderlichen Arbeiten schnell zu beenden.“ Auf diese Weise wolle das Unternehmen die Geruchsentwicklung auf ein möglichst geringes Maß begrenzen.

Der Pufferbehälter ist ein zentraler Bestandteil der Kläranlage. In ihm werden die Abwasserströme der einzelnen Produktionsbetriebe durchmischt und belüftet damit die Mikoorganismen in der folgenden biologischen Reinigungsstufe sie besser verarbeiten können. Zum Neutralisieren wird dem Abwasser Kalkmilch zugesetzt. Bei Kontakt mit Kohlendioxid entsteht daraus Kalk, der sich in den Leitungen absetzt und sie allmählich verschließt.




TuS Weddinghofen Sportabzeichen: Auch die Jüngsten machen mit

Die Freiluft-Sportabzeichensaison ist eröffnet. Immer donnerstags kann in der Zeit von 17.00 – 19.00 Uhr das Sportabzeichen auf dem Sportplatz am Häupenweg erworben werden. Die Minis treffen sich in der Zeit von 17.00 – 18.00 Uhr.

MinisportAm vergangenen Mittwoch war der erste Weddinghofer Kindergarten zu Besuch. Trotz des durchwachsenen Wetters ließen sich die Kinder nicht davon abschrecken, die Disziplinen laufen, werfen und springen zu absolvieren. Nachdem in der Aufwärmrunde alle einen Schauer abbekommen hatten, ging es nach kurzem unterstellen weiter, so dass am Ende die Kinder ihre Urkunden stolz den Eltern präsentieren konnten. Am kommenden Mittwoch kommen die Kinder des AWO Kindergartens Vorstadtstrolche, um ihr Minisportabzeichen zu erwerben.




Spiel-Schau! Theater-Workshop an der Freiherr-vom-Stein-Realschule

Gabriele Bergfeld, Klassenlehrerin einer 9ten Klasse an der Freiherr-vom-Stein-Realschule hat auf der didacta für ihre Klasse 9 c einen spannenden Workshop gewonnen. Am Dienstag, 12. Mai, von  7.50 bis 12.50 Uhr ist daher „Spiel-Schau!“ mit ihrem Workshop Modul 3 (Ausdruckstraining, Improvisation, Schauspielübungen, Casting-Situationen, freies Sprechen) in der Realschule angesagt.

Gegründet wurde Spiel-Schau! von der Schauspielerin Anna Habeck, die zuvor zahlreiche Schauspielprojekte mit Kindern und Jugendlichen geleitet hatte und nun versucht, das Schauspielen noch mehr Kindern zugänglich zu machen. Vielleicht auch denen, die gar nicht von allein auf die Idee gekommen wären.

Das Team besteht ganzheitlich aus professionell ausgebildeten Schauspielern. Alle sind Künstler mit Leib und Seele und stolz darauf, einen Teil dieser Kultur in den Schulalltag integrieren zu können.

Das Werkzeug eines Schauspielers ist nicht nur auf der Bühne hilfreich, sondern auch in wirklich allen Lebensbereichen. Das Ziel ist, diese persönlichkeitsprägenden Fähigkeiten mit jungen Menschen zu teilen und damit zusätzlich ihre persönlichen Kompetenzen zu entwickeln und zu steigern.

Gemeinsames Schauspielen bringt Menschen näher zusammen und schafft dadurch einen besseren Zusammenhalt in der Klasse oder in Teams. Genau das ist es, was Spiel-Schau! erreichen will!

Es ist sehr spannend zu erleben, wie sich eine Klasse schon innerhalb eines Workshopvormittages positiv entwickeln kann. Spiel-Schau! kann das Beste aus jedem herausholen und den Schülern zeigen, mit welchen einfachen Tricks sie plötzlich stark und selbstbewusst wirken können.

 




Elektroschrott-Sammlung bringt Bergkamener Grundschulen 4000 Euro

Die Elektroschrott-Sammlung von SIMS R+M und der GWA anlässlich des „Earth Day“ am 25. April auf dem Bergkamener Wertstoffhof hat mit 15,94 Tonnen ein Rekordergebnis gebracht. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr war es 5,8 Tonnen.

4000 Euro von SIMS M+R für die Bergkamener Grundschulen (v.l.): Roland Schäfer, Marc Affhüpper, Andreas Hellmig, Doris Lipke, Andreas Kray und Ulrich W. Husemann.
4000 Euro von SIMS M+R für die Bergkamener Grundschulen (v.l.): Roland Schäfer, Marc Affhüpper, Andreas Hellmig, Doris Lipke, Andreas Kray und Ulrich W. Husemann.

Das macht sich jetzt auch in den Kassen der Fördervereine erfreulich bemerkbar. Ursprünglich hatte SIMS-Geschäftsführer Marc Affhüpper eine Spende von insgesamt 2500 Euro vorgesehen. Angesichts des großen Sammelmenge und des Engagement der Grundschuleltern hat es diese Summe jetzt auf 4000 Euro aufgestockt.

In weiser Voraussicht hatte die GWA die Annahmestelle für die Elektroschrott-Sondersammlung aus dem Wertstoffhof auf den großen Parkplatz ausgelagert. Schnell bildete sich auch dort eine lange Autoschlange. „Die Mitarbeiter von SIMS und GWA hatten dann bei der Annahme bis in die Mittagszeit richtig Stress“, wie Affhüpper und GWA-Sprecher Andreas Hellmig berichten.

Jetzt übergaben beide mit GWA-Geschäftsführer Ulrich W. Husemann bei Bürgermeister Roland Schäfer die 4000 Euro-Spende an Doris Lipke. Die kommissarische Leiterin von Aliso-, Pestalozzi- und Preinschule nahm den symbolischen Scheck stellvertretende für alle Bergkamener Grundschulen entgegen. Dort ist das Geld hoch willkommen und wird auch recht unterschiedlich eingesetzt. An der Preinschule soll es helfen, ein neues Deutsch-Lehrwerk einzuführen. Schulverwaltungsamtsleiter Andreas Kray weiß, um ein anderes Beispiel zu nennen, dass der Förderverein der Pfalzschule für ein neues Spielgerät im Außengelände spart.




Gymnasium: Auschwitz-Ausstellung und Vortrag über Neonazis zum 70. Jahrestag des Kriegsendes

Mit zwei Veranstaltungen setzte sich das Bergkamener Gymnasium mit dem Ende des 2. Weltkriegs und damit auch dem Ende der Nazi-Herrschaft in Deutschland vor genau 70 Jahren auseinander: In der Rathausgalerie eröffneten Bürgermeister Roland Schäfer und die stellvertretende Schulleiterin Maria von dem Berge eine Ausstellung mit Schülerfotografien aus dem ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz. Im Pädagogischen Zentrum informierte der Journalist Felix Huesmann über die Dortmunder Neonazi-Szene.

Im Treppenhaus des Rathauses ist die beeindruckende Ausschwitz-Ausstellung des Antirassismus-AG des Städt. Gymnasiums zu sehen.
Im Treppenhaus des Rathauses ist die beeindruckende Ausschwitz-Ausstellung des Antirassismus-AG des Städt. Gymnasiums zu sehen.

Seit fast zwei Jahren ist das Städt. Gymnasium offiziell eine Schule ohne Rassismus. Die Vorarbeiten dazu hat die Antirassismus-AG geleistet. Mitglieder dieser Arbeitsgemeinschaft sind zu Beginn dieses Schuljahres zum Konzentrationslager Auschwitz nach Polen gefahren, in dem die Nazis rund eine Millionen Menschen vor allem jüdischen Glaubens ermordeten.

Auschwitz ist heute eine Gedenkstätte. Das ganze Ausmaß des Grauens lässt sich auch bei einem Besuch von Auschwitz kaum erfassen. Mit ihren Fotos lenken die beteiligten Schülerinnen und Schüler den Blick auf das Wesentlich. Jedem Foto ist ein Wort des berühmten Satzes von Theodor W. Adorno aus seinem Buch „Erziehung nach Auschwitz“ zugeordnet: „Barbarei besteht fort, solange die Bedingungen, die jenen Rückfall zeitigten, wesentlich fortdauern. Das ist das ganze Grauen.“

Gefördert wurden die Fahrt nach Auschwitz und diese Ausstellung durch den Lions Club BergKamen, das Jugendamt und den Arbeitskreis Demokratie.

Jan Groesdonk (stehend) morderierte die Veranstaltung zur Neonazi-Szene mit dem Journalisten Felix Huesmann.
Jan Groesdonk (stehend) morderierte die Veranstaltung zur Neonazi-Szene mit dem Journalisten Felix Huesmann.

Ziel der Antirassismus-AG sei es, dazu beizutragen, dass sich diese Barbarei nicht wiederholt, erklärte AG-Mitglied Wiebke Oelschläger bei der Ausstellungseröffnung. Deshalb hatte die AG zusätzlich die Info-Veranstaltung mit dem Journalisten Felix Huesmann organisiert, an der gesamte 9. Jahrgang teil. Er gab einen detaillierten Überblick über die rechte Szene in Dortmund und nannte auch Gründe für ihr Erstarken. Ein Grund ist seiner Meinung die Zurückhaltung der Justiz gegenüber den Extremisten.

Zurückhaltung kennt Huesmann nicht. Wann immer die Neonazis sich in Dortmund offen zeigen, ist er als kritischer Beobachter dabei. Das hat ihm bei den Rechten keine Freunde gebracht. So gehört er zu den Dortmunder Journalisten, denen die Neonazis offen mit fingierten Todesanzeigen gedroht haben. In einem Fall ist es sogar zu einem tätlichen Angriff gekommen.




DRK-Blutspendetermine im Mai

Das Deutsche Rote Kreuz, Ortsverein Bergkamen e. V., veranstaltet im Monat
Mai 2015 folgende Blutspendetermine:

  • Freitag, 22. Mai 2015, 15.00 – 20.00 Uhr im Gemeindezentrum Haus der Mitte, Kanalstraße 7, Bergkamen-Rünthe und
  • Pfingstmontag, 25. Mai 2015, 11.00 – 14.00 Uhr im AWO-Haus „Heinrich-Martin-Heim“, Am Wiehagen 22, Bergkamen-Mitte