Land sucht in Bergkamen nach Grundstück für große Asylbewerberunterkunft

Die Turnhalle an der Lessingstraße wird ab kommenden Montag als Notunterkunft bis zu 60 Asylbewerber aufnehmen. Klar ist, dass diese Kapazität nicht lange reichen wird. Bis zu 150 Flüchtlinge könnten in den nächsten zwei Wochen laut Ankündigung der Bezirksregierung hinzukommen. Möglich ist aber auch, dass in Bergkamen eine zentrale Aufnahmestelle durch das Land eingerichtet wird, in der bis zu 1000 Personen untergebracht werden können.

Christine Busch und Roland Schäfer zeigen auf einer Karte während der Pressekonferenz die möglichen Standorte für mögliche Asylbewerberunterkünfte.
Christine Busch und Roland Schäfer zeigen auf einer Karte während der Pressekonferenz die möglichen Standorte für mögliche Asylbewerberunterkünfte.

Für Bürgermeister Roland Schäfer und der zuständigen Beigeordneten Christine Busch wäre eine durch das Land betriebene zentrale Aufnahmestelle aus winterfesten Zelten die bessere Variante, wie beide am Freitag in einem Pressegespräch erklärten. Einerseits hätte dann die Stadtverwaltung mit der Betreuung der Flüchtlinge und Asylbewerber kaum etwas zu tun. Andererseits würden dann der Stadt Bergkamen keine weiteren Flüchtlinge mehr zugewiesen. Nach relativ kurzer Zeit könnte die Turnhalle an der Lessingstraße von den Vereinen und der Freiherr-vom-Stein-Realschule genutzt werden.

Bisher kamen acht bis zehn Asylbewerber

Erspart blieben dem Bürgermeister, der Beigeordneten und ihren Mitarbeitern Situationen, wie sie in dieser Woche entstanden sind. „Bisher haben wir pro Woche acht bis zehn Asylbewerber zugewiesen bekommen“, berichtet Schäfer. Am vergangenen Dienstag seien 30 angekündigt worden, tatsächlich gekommen seien in dieser Woche 53.

Die nächsten 29 werden am Montag erwartet. Sie sollen in der Turnhalle an der Lessingstraße untergebracht werden. Für sie kurzfristig Wohnungen bereitzustellen, sei nicht zu schaffen, betont Christine Busch.

Die Wahl fiel auf diese Turnhalle, weil sie sich nicht auf einem Schulgelände befindet und dort vor allem der Brandschutz gewährleistet ist. Praktisch ist auch die Nähe zum DRK-Heim. Der DRK-Kreisverband und der Ortsverein werden in der Küche des Heims die Essensversorgung organisieren. Vom Verband stammen auch die Behelfsbetten. „Doppelstockbetten sind zurzeit überhaupt nicht zu bekommen, einfache Einzelbetten von IKEA oder Poco nicht in der benötigten Zahl“, berichtet Schäfer weiter.

Stadt unterstützt Land bei der Grundstückssuche

Die Stadt will jetzt zweigleisig weiterverfahren. Sie unterstützt das Land bei der Suche nach einer geeigneten Fläche für eine zentrale Aufnahmestelle. Infrage kommen ein Grundstück im Industriegebiet Rünthe, auf dem ehemaligen Lagerplatz von  Monopol und der große Parkplatz am Wellenbad.

Gleichzeitig muss sie ein Gebäude finden, wenn die nächsten angekündigten 150 Flüchtlinge nach Bergkamen kommen. Denkbar wäre hier die ehemalige Tennishalle in Weddinghofen, die leer steht. Sie hätte Schäfer gern auch schon jetzt genutzt, allerdings war bisher die Kontaktaufnahme mit dem Insolvenzverwalter nicht möglich.

Schäfer für große Einrichtungen in der Hand des Bundes

Am allerliebsten wäre es ihm aber, wenn der Bund seine Verantwortung wahrnehmen und sie nicht an die Länder und damit an die Städte und Gemeinden abschieben würde. Schäfer fordert die Bundesregierung auf, große Aufnahmeeinrichtungen etwa in den leer stehenden Bundeswehrkasernen einzurichten und die Menschen so lange dort zu belassen, bis ihre Asylverfahren entschieden sind.

Am Stichtag Freitag lebten in Bergkamen 402 Asylbewerber. Ein großer Teil von ihnen stammt aus Südost-Europa. „Für ihre Asylanträge gibt es keine Chance, dass sie positiv beschieden werden“, sagt Schäfer.




Diebstahl an und aus Kraftfahrzeugen

Unbekannte Täter schlugen in der Nacht zu Freitag, 07.08.2015 eine Scheibe eines gelben Lkw Citroen, der an der Brockhausstraße in Bergkamen parkte, ein und entwendeten mehrere Baumaschinen aus dem Firmenfahrzeug.

Am Donnerstag, 06.08.2015 zwischen 12:00 und 17:00 Uhr entwendeten unbekannte Täter auf einem Parkplatz am Haldenweg in Bergkamen beide Kennzeichen eines roten Pkw VW Golf.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 921-0 entgegen




Neue Gruppen „Musikalische Früherziehung“

Im September 2015 sollen verschiedene neue Kurse „Musikalische Früherziehung“ an der Musikschule Bergkamen starten. Das Unterrichtsangebot richtet sich an Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren. Eingebunden in die kindliche Erlebnis- und Themenwelt werden die musikalischen Lerninhalte spielerisch vermittelt und mit allen Sinnen erfasst. Der Unterricht umfasst unter anderem den Umgang mit der Stimme, Bewegung und Tanz sowie das Musizieren mit elementaren Instrumenten. Neben der musikalischen Entwicklung tragen die vielseitigen Erfahrungen im Unterricht aber auch entscheidend zur Persönlichkeitsentwicklung der Kinder bei. Konzentration und Sozialverhalten sowie Sprachvermögen und Motorik sind Fähigkeiten, die beim Musizieren und Lernen in der Gruppe gefördert werden.

In einigen Gruppen sind noch Plätze frei:

montags um 14.15 Uhr in der Preinschule, Bergkamen-Oberaden

dienstags um 14.45 Uhr im Familienzentrum „Vorstadtstrolche“, Bergkamen-Weddinghofen

mittwochs um 14.45 Uhr in der KiTa „Sprösslinge“, Bergkamen-Overberge

Das Entgelt beträgt monatlich 20,25 €.

Für weitere Informationen und Anmeldungen steht die Musikschule der Stadt Bergkamen unter der Telefonnummer 02306/307730 gerne zur Verfügung.

 




SPD Rünthe für Ersatzbrücke über die Lippe

Der SPD Ortsverein Bergkamen-Rünthe wird sich nach der Sommerpause mit Infrastrukturprojekten im Ortsteil beschäftigen. Nicht neu für die Rünther-Genossen ist das Thema Neubau der Lippebrücke und der damit geforderten Ersatzbrücke während der Bauzeit.

„Wir freuen uns, dass sich die CDU-Stadtverbände Bergkamen und Werne der Forderung nach einem Ersatzbauwerk öffentlich anschließen“, so der Ortsvereinsvorsitzende Christian Pollack. „Wir sind uns da mit den Stadtverwaltungen Bergkamen und Werne einig, dass die Alternativpläne Umleitungen und Nutzung der benachbarten Fahrradbrücke für Rettungsdienste, Feuerwehr und ÖPNV abgelehnt werden“, ergänzt Pollack. „Deshalb kann ich die Unterstellung des CDU Stadtverbandsvorsitzenden Marco Morton Pufke nicht nachvollziehen, dass sich StraßenNRW und die Verwaltungen auf eine kostengünstige Lösung einigen könnten und man deshalb politischen Druck ausüben müsse“, so der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Thomas Semmelmann. Vielmehr ist hier ein partnerschaftliches Vorgehen mit den Verwaltungen angesagt. In eine der nächsten Vorstandssitzungen wird der Ortsverein deshalb Vertreter der Institutionen einladen, die sich vor einigen Wochen ein Bild vor Ort gemacht haben. Daneben möchte man sich auch über die geplanten Sanierungen an Teilen der Rünther- und der Schachtstraße informieren.




Jetzt wird auch in Bergkamen eine Turnhalle zur Notunterkunft für Flüchtlinge

Auch in Bergkamen wird ab kommender Woche eine Turnhalle für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Nähere Einzelheiten will die zuständige Dezernentin Christine Busch am Freitag bekannt geben. Die Nutzer sind vorab informiert worden. Wie die Dezernentin betont, soll durch die Verlagerung von Stunden in andere Hallen der Sportunterricht aufrecht gehalten werden. Für die Vereine wird eine gemeinsame Lösung angestrebt.

Bis Dienstag dieser Woche war es noch möglich, neu angekommene Flüchtlinge in Wohnungen unterzubringen. Doch inzwischen weist die Bezirksregierung eine so große Zahl von Flüchtlingen Bergkamen zu, dass es nicht möglich ist, für sie sofort Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Der Aufenthalt in der Notunterkunft soll nur eine zeitlich begrenzte Zwischenlösung sein. Geprüft wurden auch andere Lösungsmöglichkeiten, die aber aus baurechtlichen und bewirtschaftungstechnischen Gründen nicht zum Tragen kamen.

Christine Busch: „Bisher habe ich in Bergkamen eine große Bereitschaft erfahren dürfen, die gerne auch mit „Willkommenskultur“ bezeichnet wird. Insofern bin ich davon überzeugt, dass insbes. die tätige Mithilfe der Flüchtlingshelfer weiter dazu beitragen wird, dass wir im besten Sinne eine bunte Gesellschaft bleiben.“




Am Samstag Abschlussfest der 19. Sommerakademie auf der Ökostation

Endlch mal wieder eine sommerliche Sommerakademie! Nach drei Jahren mit durchwachsenem Wetter schwitzten die 82 KünstlerInnen in diesem Jahr des öfteren um die Wette. Trotzdem waren alle in und um die Ökologiestation in Bergkamen-Heil von Anfang an mit Eifer bei der Sache.

Der Sonnenschein ließ – bis auf die Druckgrafiker- alle ausschwärmen, um „pleinair“ zu arbeiten. Am Samstag sind dann sieben Tage intensiv mit malen, zeichnen, hämmern und drucken verbracht worden, und es findet der öffentliche Abschluss der Akademie 2015 statt. Ab 15.00 Uhr präsentieren die TeilnehmerInnen die Werke, die sie in der Kunstwoche geschaffen haben. Musikalisch untermalt durch die Gruppe „Blue Thumb“ können sich alle Kunstinteressierte einen Eindruck von dem verschaffen, was bei professioneller Anleitung, konzentrierter Arbeit und in anregender Umgebung an Gemälden, Drucken und Skulpturen entstehen kann. Für Essen und Trinken ist natürlich bei dem Fest, das um etwa 17.00 Uhr ausklingen wird, gesorgt.




Existenzgründungsberatung im Bergkamener Rathaus

Am Dienstag 18. August, ab 9 Uhr berät Sylke Schaffrin-Runkel von dem STARTERCENTER NRW der Wirtschaftsförderung Kreis Unna kostenfrei Gründungsinteressierte und JungunternehmerInnen im Bergkamener Rathaus, die eine Selbstständigkeit planen oder sich im Aufbau dessen befinden.

Beschäftige, Arbeitslose oder Freiberufler sind eingeladen, sich über Angebote zur Existenzgründung oder Unternehmensentwicklung beraten zu lassen. Egal ob zur Gründung im Nebenerwerb oder Vollerwerb. Diese Sprechstunde richtet sich auch an Personen, die eine Gründungsidee haben und sich mit der Frage beschäftigen, ob es sich „lohnt“, diese weiterzuverfolgen.

Die Beraterin informiert kostenfrei über die einzelnen Schritte zur Existenzgründung, bietet Antworten auf Ihre Fragen rund um die Selbstständigkeit und unterstützt bei Gründungsformalitäten. Sie gibt Hilfe bei der Erstellung eines Geschäftsplans, informiert über Förderprogramme und kann zu Schnittstellen und Netzwerke vermitteln. Das Erfolgsrezept für die Umsetzung Ihrer Geschäftsidee ist eine gute Vorbereitung! Für die persönliche Beratung im Rathaus Bergkamen, ist eine Terminabsprache unter Tel. 02303-272590 oder per E-Mail an s.schaffrin-runkel@wfg-kreis-unna.de unbedingt erforderlich.

Die STARTERCENTER NRW sind die Informations-, Beratungs- und Anlaufstellen für Gründer in NRW. Für diese kostenlose Fachberatung „vor Ort“ kooperiert die Wirtschaftsförderung der Stadt Bergkamen mit der Wirtschaftsförderung Kreis Unna, sodass gründungsinteressierte BürgerInnen das Beratungsangebot nutzen können, ohne für eine Beratung nach Unna fahren zu müssen.

Weitere Termine für die Gründungsberatung in Bergkamen:

Dienstag, 15.09.2015
Dienstag, 20.10.2015
Dienstag, 24.11.2015




Bundesweites Interesse für die Bergkamener „Asphaltbibliotheque“ des Brandstifters

Bergkamen sorgt wieder einmal für bundesweite Aufmerksamkeit: Ob Bild, Focus, Welt oder andere Zeitungen – Sie alle berichten über die Kunstaktion „Asphaltbibliotheque“ des renommierten Aktionskünstlers „Brandstifter“, alias Stefan Brand, in der Nordbergstadt.

Der Brandstifter bei der Durchsicht seiner Fundzettel.
Der Brandstifter bei der Durchsicht seiner Fundzettel.

Dabei ist er in zweifacher Hinsicht auf die Mithilfe der Bergkamener angewiesen. Seit einigen Tagen befinden sich am Busbahnhof-Kiosk, an der Stadtbibliothek, am Stadtmuseum und in der Nordberg-Buchhandlung Hopp graue Kästen, sogenannte „Fundzetteldepots“. Dort können Passanten oder Besucher der Einrichtung Zettel hineinwerfen, die sie unterwegs gefunden haben.

Fundzetteldepot in der Nordberg-Buchhandlung (v.l.): der Brandstifter, Kulturreferat-Mitarbeiter David Zolder und Kulturdezernent Holger Lachmann.
Fundzetteldepot in der Nordberg-Buchhandlung (v.l.): der Brandstifter, Kulturreferat-Mitarbeiter David Zolder und Kulturdezernent Holger Lachmann.

Am Dienstag gab es in der Buchhandlung Hopp eine erste Sichtung der eingegangenen Zettel. Der Brandstifter zeigte sich begeistert. „Wenn ich nicht anrufe, fahre ich zu Papa“ war auf einem Zettel lesen. Dazu gab es einen Terminzettel für den Besuch einer Frauenarztpraxis, diverse Einkaufszettel und der Hinweis für Hundebesitzer, wo die nächstgelegen Entsorgungseinrichtung für den Kot ihrer Lieblinge zu finden ist. Ein Kontoauszug zeigt, dass manche auch außerhalb des Internets manchmal mit ihren persönlichen Daten recht sorglos umgehen. „Ich weiß jetzt, wie hoch die Miete der Frau ist“, sagte der „Brandstifter“.

Fundzetteldepot am Busbahnhof
Fundzetteldepot am Busbahnhof

Diese Zettelwirtschaft will der „Brandstifter“ am kommenden Dienstag am Kiosk am Busbahnhof zu einer Ausstellung zusammenstellen, die am Mittwoch, 12. August, um 15 Uhr eröffnet wird. Die Besucher können dann verschiedene Zettel miteinander zu einer eigenen Geschichte verbinden. „Mit dieser Aktion will ich zeigen, dass jeder Kunst schaffen kann, auch wenn er nicht malen kann“, erklärt Stefan Brand den tieferen Sinn dieser Aktion.

Auch dieser Hinweis landete im Fundzetteldepot.
Auch dieser Hinweis landete im Fundzetteldepot.

Die Idee der „Asphaltbibliotheque“ im Rahmen des Urban Art Projekts „Stadtbesetzung“ ist pfiffig, sodass die bundesweite Medienresonanz für dieses Bergkamener Kunstprojekt nicht verwundert. Natürlich wird sich auch der WDR noch damit beschäftigen. Wirklich neu ist sie allerdings nicht. Der Mainzer Künstler arbeitet seit 1998 an der „Asphaltbibliotheque“ und hat sich unter anderem schon in New York, Graz und Berlin auf die Suche nach Zetteln gemacht. Diese Fundzettel erzählen nach seiner Überzeugung einiges über das Leben ihrer ehemaligen Besitzer und auch etwas über die Seele einer Stadt.

Zum Urban Art Projekt „Stadtbesetzung“ des Kultursekretariats Gütersloh gehören vom 21. bis 23. August drei Tanzperformances im Wasserpark, am Stadtmuseum und auf dem Stadtmarkt. Zum Abschluss gibt es unter dem Titel „Kunst für alle von allen?!“ am Sonntag, 23. August, ab 11 Uhr im Stadtmuseum eine Talkrunde, unter anderen mit dem Bergkamener Künstler Stephan Geisler und Bergkamens ehemaligen Kulturdezernenten Dieter Treeck.




Von der Kinder-Uni in den Hörsaal: Bergkamener Sebastian Wenmakers studiert jetzt Geodäsie

Nach zahlreichen Kinder-Uni-Vorlesungen, dem Besuch der Jugend-Uni und des Hochschultags wechselt ein junger Bergkamener im Herbst in den echten Hörsaal: Mit Sebastian Wenmakers (18) studiert einer der ersten Kinder-Uni-Besucher demnächst Geodäsie.

Alles Gute für die Zukunft wünschen Landrat Makiolla, Sabine Leiße (Leiterin der Stabsstelle Planung und Mobilität beim Kreis, links) und Martina Bier (Mitarbeiterin Stabsstelle Planung und Mobilität, rechts) dem ehemaligen Kinder-Uni-Studenten Sebastian Wenmakers. Foto: B. Kalle – Kreis Unna
Alles Gute für die Zukunft wünschen Landrat Makiolla, Sabine Leiße (Leiterin der Stabsstelle Planung und Mobilität beim Kreis, links) und Martina Bier (Mitarbeiterin Stabsstelle Planung und Mobilität, rechts) dem ehemaligen Kinder-Uni-Studenten Sebastian Wenmakers. Foto: B. Kalle – Kreis Unna

Das Beispiel des jungen Mannes zeigt, dass sich die Bildungsoffensive des Kreises auszahlt. Die Kinder-Uni hatte Landrat Michael Makiolla 2007 als Projekt des Zukunftsdialogs ins Leben gerufen. Seitdem lösen Wissenschaftler von „echten“ Universitäten mit den jungen Hörerinnen und Hörern ab 8 Jahren einige Rätsel dieser Welt. Auf das Angebot der Kinder-Uni bauen die Jugend-Uni und der Hochschultag des Kreises für die älteren Schüler auf.

Sebastian Wenmakers bei einer der zahlreichen Kinder-Uni-Vorlesungen, an denen er teilgenommen hat (vorne rechts, gestreiftes Shirt). Foto: Kreis Unna
Sebastian Wenmakers bei einer der zahlreichen Kinder-Uni-Vorlesungen, an denen er teilgenommen hat (vorne rechts, gestreiftes Shirt). Foto: Kreis Unna

Bei der allerersten Kinder-Uni des Kreises Unna im März 2007 lautete das Thema: „Wie man Botschaften geheim halten kann.“ Das begeisterte den damals neunjährige Sebastian Wenmakers so, dass er in der Folge eine echte Kinder-Uni-Bilderbuchkarriere hinlegte. Er verpasste kaum einen Termin und konnte dadurch auch schon in jungen Jahren Hochschulluft schnuppern: Wer nämlich an allen Vorlesungen eines Halbjahres teilnimmt, darf bei einer Exkursion zu einer richtigen Hochschule mitfahren.

Noch bis er 16 war, besuchte Wenmakers häufig die von Martina Bier aus der Stabsstelle Planung und Mobilität des Kreises organisierten Kinder-Uni-Vorlesungen. Er nahm auch an zahlreichen Jugend-Unis und vier Hochschultagen teil. „Das hat mir sehr geholfen, meine Studienentscheidung zu fällen“, erklärt Wenmakers. Ab Oktober geht es für ihn an die Universität Bonn, um Geodäsie und Geoinformation zu studieren – die Wissenschaft der Vermessung der Erdoberfläche.

„Herr Wenmakers ist das beste Beispiel dafür, dass das Konzept unserer Kinder-Uni aufgeht“, sagt Landrat Michael Makiolla. Jungen Menschen aus dem Kreis Mut machen, an die Uni zu gehen und damit eine akademische Laufbahn einzuschlagen, ist erklärtes Ziel seiner Bildungsoffensive. „Im Idealfall kehren sie dann als Ingenieure oder Naturwissenschaftler zurück“, wünscht sich Makiolla. Wenmakers nährt diese Hoffnung: „Für mein Fach gibt es deutschlandweit nur drei Universitäten, und Bonn ist die nächstgelegene. Später würde ich gern im Kreis Unna arbeiten, hier ist es einfach schön.“

Mit dem ersten Kinder-Uni-Studenten im echten Hörsaal sind aber längst noch nicht alle Ziele des Kreises erreicht. „Wir wollen, dass sich auch mehr Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund trauen zu studieren“, betont Sabine Leiße, Leiterin der Stabsstelle Planung und Mobilität. „Außerdem geht es uns darum, die Studienabbrecherquote zu minimieren.“ Kinder-Uni, Jugend-Uni und Hochschultag tragen dazu bei, dass junge Leute mit realistischen Vorstellungen an die Hochschulen gehen.

Mit dem Roman von Daniel Kehlmann „Die Vermessung der Welt“ und einem Buchgutschein wünschen Landrat Makiolla, Sabine Leiße und Martina Bier dem Kinder-Uni-Studenten der ersten Stunde viel Erfolg auf seinem weiteren Lebensweg.




Unfall auf der Rotherbachstraße: Drei Verletzte und sechs tote Brieftauben

Drei Verletzte und sechs tote Brieftauben sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls am Dienstagnachmittag auf der Rotherbachstraße in Oberaden. Ursache ist vermutlich ein Schwächeanfalls eines 68-Jährigen Bergkameners.

Der 68-Jährige fuhr gegen 17.50 Uhr auf der Rotherbachstraße aus Richtung Lünen kommend. Er musste einem parkenden Pkw ausweichen und verlor, vermutlich aus gesundheitlichen Gründen, die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er prallte gegen das parkende Auto, wurde zurück auf die Straße geschleudert und stand dann quer auf der Gegenfahrbahn. Eine 34-jährige Kamenerin, die mit ihrem neunjährigen Sohn in Richtung Bergkamen unterwegs war, konnte nicht mehr ausweichen und fuhr in den Unfallwagen.

Alle drei beteiligten Personen wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht. Der Bergkamener verblieb stationär. In seinem PKW befanden sich mehrere Brieftauben. Sechs davon verstarben am Unfallort, die übrigen wurden durch einen Tierschutzverein geborgen. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von etwa 8 000 Euro.




Martelle Trio eröffnet nächste Runde des Sparkassen Grand Jam

Der Sparkassen Grand Jam geht am Mittwoch, 2. September, um 20 Uhr im Haus Schmülling in die nächste Runde. Den Auftakt macht das Martelle Trio. Ab sofort gelten die veränderten Eintrittspreise

Andreas Schmid-Martelle, kurz Martelle Fotoserie:  "Geld ist nicht alles" Andreas Schmid-Martelle ist begnadeter Musiker, der zwischen Auftritten und kommerziellen Kompositionen seine Mittagspausen mit freien Musikarbeiten ??? ( gibts da ein besseres Wort f?r )  f?llt. copyright: Alex  Kraus Alex Kraus // Grabig 9 // 97833 Frammersbach // tel. 0049160 94457749 // alex@kapix.de
Andreas Schmid-Martelle, kurz Martelle
Foto Alex Kraus

Martelle Trio – das sind Andreas Schmid-Martelle (Gitarre), Josef Kirschgen (Schlagzeug) und Marc-Inti (Bass). Die Power Band präsentiert eine gelungene Mischung aus Funk, Blues, Rock und Soul. Martelles Stücke sowie ausgesuchte Songs großer Songwriter verschmelzen zu einem wunderbaren Programm.

Martelle war einst Gitarrist der Jule Neigel Band und spielte sich so ins Gehör der Zuschauer. Er ist neben dem Gitarrespielen auch Komponist und Produzent und seine Auftritte sind seit Jahren Garanten für ein volles Haus. Josef Kirschgen ist Schlagzeuger mit Herz und Groove. Präzision, stilistische Vielfalt, Transparenz und rhythmische Sicherheit bei jedem Tempo definieren sein Spiel. Marc-Inti ist seit seiner Jugend eng mit dem Bass verwachsen. Studienaufenthalte u. a. in London und New York machten ihn zu einem extrem vielseitigen Bassisten, der sich in zahlreichen Musikrichtungen zu Hause fühlt.

ACHTUNG! Die Preise haben sich verändert!!!

Preise Vorverkauf: 14 €, ermäßigt 11 €
Preise Abendkasse: 16 €, ermäßigt 13 €

Tickets für dieses Konzert erhalten Sie im Kulturreferat der Stadt Bergkamen, im Bürgerbüro und an der Abendkasse. Weitere Kartenvorverkaufsstellen sind die Sparkasse Bergkamen-Bönen, In der City 133, Bergkamen-Mitte und Haus Schmülling, Landwehrstr. 160, Bergkamen-Overberge.