Ab Freitag sind Anmeldungen bei der VHS fürs neue Semester möglich

Alle Jahre wieder veröffentlicht die VHS Bergkamen vor Weihnachten das Programmheft für das erste  Semester 2017, das am 16. Januar 2017 beginnt. Es liegt ab Freitag  an den bekannten Stellen im Stadtgebiet  aus, und man kann sich  auch ab sofort persönlich, schriftlich, telefonisch oder online anmelden. Die Kontaktdaten können dem VHS – Programm entnommen werden.

vhsRüdiger Weiß, Vorsitzender des Ausschusses für Schule, Sport und Weiterbildung  freut sich über das attraktive Kursangebot, das sich mit den 155 geplanten Kursen  zum einen  an den Bedürfnissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer orientiert  und sich zum anderen den bildungspolitischen Erfordernissen der Stadt Bergkamen widmet.

Er betont darüber hinaus, dass die VHS sowohl beim nachträglichen Erwerb von Schulabschlüssen als auch mit den Deutschkursen  erfolgreich  Daseinsfürsorge betreibt. Rüdiger Weiß sieht auch die Notwendigkeit,  das Spektrum der  Grundbildungsangebote, wie z.B. Deutsch, Mathematik und Englisch,  zu erweitern. Damit können  Teilnehmende sich zusätzlich z.B. auf  Schulabschlusskurse vorbereiten oder sich für den  Ausbildungs- und Arbeitsmarkt fit machen.

Sabine Ostrowski, VHS Leitung, sieht den Bedarf auch beim Thema Alphabetisierung. Nach wie vor geht es um eine offizielle  Zahl von 7,8 Millionen funktionalen  deutschen Analphabeten. Land und Bund sehen an dieser Stelle ebenfalls dringenden Handlungsbedarf, wie vor einigen Tagen in der Presse zu lesen war.

Im Kreis Unna  kooperieren die Volkshochschulen zu diesem Thema schon seit einigen Jahren. Daraus sind dauerhafte Kursangebote an den einzelnen VHS Standorten entstanden, die allen Interessierten offen stehen und kostenfrei sind. Diese Alphabetisierungsangebote „Lesen und Schreiben – mein Schlüssel zur Welt“ können von deutschsprachigen Erwachsenen auch über mehrere Semester besucht werden.  Die VHSn im Kreis Unna haben schon vor einigen Jahren Fortbildungen für sogenannte Multiplikatoren durchgeführt. So hat die VHS Bergkamen in Kooperation  mit den Volkshochschulen in Kamen und Werne eine Multiplikatorenschulung für Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter städtischer Dienststellen  und  des Jobcenters im Kreis Unna durchgeführt. Auf Landesebene  sind die Volkshochschulen  im Alphanetzwerk des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW und des  Landesverbandes  der Volkshochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen vernetzt.

Das qualitativ hochwertige Weiterbildungsangebot orientiert sich aber auch an gesellschaftspolitischen Entwicklungen in Deutschland. So findet sich im Bereich der politischen Bildung ein Vortragsangebot des renommierten  Professor Doktor Andreas Zick,  Leiter des Institutes für Interdisziplinäre Konflikt – und Gewaltforschung der Universität Bielefeld mit dem Titel „Wer heißt hier eigentlich wen willkommen? “ und beleuchtet damit, wie es um die Menschenfeindlichkeit, Vorurteile und Widerstände gegen eine vielfältige Gesellschaft – die sich aus der Zuwanderung ergibt – bestellt ist.

Prof. Zick wurde 2016 mit dem Communicator Preis 2016 der Deutschen Forschergemeinschaft und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft für seine vorbildliche Vermittlung seiner Forschungen zu den Ursachen und Formen innergesellschaftlicher Konflikte, Diskriminierung und Gewalt, ausgezeichnet.

Das neue Programm bietet aber  in allen Programmbereichen neben etablierten Angeboten auch Neues. Das kulinarische Angebot  bietet schwerpunktmäßig landestypische Angebote, Trendangebote, wie Männer – und Single  Kochkurse und  erfreulicher Weise auch wieder Backangebote. Abgerundet wird das Angebot durch die allseits beliebten Cocktailkurse.

Andreas Kray, Amtsleiter des Amtes für Schulverwaltung, Weiterbildung und Sport, und Manuela Sieland-Bortz freuen sich auf eine neue Schulküche, die in der ehemaligen Albert-Schweitzer Schule eingerichtet werden soll und  der VHS dann voraussichtlich ab dem zweiten Halbjahr 2017 eine größere Nutzungsvielfalt bietet.

Im Programmbereich Gesundheit liegen die Schwerpunkte auf den Bewegungs – und Entspannungsangeboten. Körperliches und psychisches Wohlbefinden sind entscheidende Voraussetzungen, um die Herausforderungen im Beruf und im Privatleben erfolgreich zu bewältigen. In den qualifizierten Kursen der VHS lernen Teilnehmende, was alles zu einem gesunden Lebensstil gehören kann, den Umgang mit Stress und  den Körper positiv wahrzunehmen oder auch die eigene Kraft zu spüren. Letztendlich unterstützen diese die Fähigkeit,  mit Stress konstruktiv umzugehen und Krisen erfolgreich zu überwinden.

Der Programmbereich Fremdsprachen bietet wie immer ein breites Spektrum auf unterschiedlichen Niveaustufen in den Sprachen Niederländisch, Schwedisch, Französisch, Türkisch, Italienisch und Spanisch sowohl  vormittags, nachmittags als auch am Abend. Englisch bildet hier den Schwerpunkt. Bei Unsicherheit, welcher Sprachkurs der richtige ist, bietet  Frau Manuela  Sieland-Bortz eine Beratung an. Auch im Fremdsprachenbereich können Zertifikatsprüfungen, wie auch im Deutschbereich, abgelegt werden. Hier kooperiert die VHS Bergkamen mit der VHS Werne, die gemeinsam das Sprachenprüfungszentrum vor Ort bilden.

Zu den Angeboten im Programmbereich 6, Schulabschlüsse und Grundbildung, müssen sich Interessierte persönlich anmelden und dafür unbedingt einen Gesprächstermin mit Sabine Ostrowski vereinbaren. Für die neuen Lehrgänge zum nachträglichen Erwerb von Schulabschlüssen kann man sich ab Mitte Januar anmelden,  für den neuen allgemeinen Integrationskurs vergibt die VHS ab Mitte Januar wieder Termine für Einstufungstests.

Zu den Einbürgerungstests sind besondere Anmeldefristen zu beachten. Mit einem  Vorlauf von mindestens vier Wochen muss die Anmeldung erfolgen. Im VHS Programm ist der jeweilige Anmeldeschluss bekannt gegeben. Auch hier findet eine gute Zusammenarbeit mit den Volkhochschulen im Kreisgebiet statt. Die Termine für Einbürgerungstests werden von den Volkshochschulen auf Kreisebene abgestimmt, so dass im Kreis Unna von Januar bis Juni 2017 in jedem Monat mindestens ein Testtermin angeboten werden kann.

Für alle anderen Kursangebote sollten sich Interessierte ebenfalls rechtzeitig anmelden, damit das VHS Team mit entsprechendem Vorlauf entscheiden kann ob ein Kursangebot stattfinden kann oder nicht.

 




Terrassentür aufgebrochen – Täter läuft mit Taschenlampe durch den Garten

Am Mittwoch hörte ein Anwohner der Nördliche Salzstraße in Rünthe gegen 18.20 Uhr verdächtige Geräusche aus dem Nachbargarten und sah nach. Er konnte noch eine Person mit einer Taschenlampe durch den Garten davonlaufen sehen. Nach ersten Feststellungen wurde eine Terrassentür aufgebrochen und das Haus durchsucht. Ob etwas entwendet wurde, steht bisher noch nicht fest.

Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




Für Windenergie gibt es keine Vorranggebiete in Bergkamen

Für Windenergie ist Bergkamen offensichtlich kein gutes Pflaster. So lässt sich das Ergebnis eines weiteren Gutachtens zu möglichen Windvorranggebieten in Bergkamen auf einen kurzen Nenner bringen. Dieses Gutachten haben Barbara Thiede und Heiko Busch aus dem Planungs- und Umweltamt erarbeitet und in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vorgestellt.

Mehr als ein Windrad ist laut Gutachten auf dem Galgenberg nicht möglich.
Mehr als ein Windrad ist laut Gutachten auf dem Galgenberg nicht möglich.

Ergebnis ist, dass es im Stadtgebiet nur zwei relativ kleine Flächen gibt, eine in Overberge in Nachbarschaft zum bestehenden Windrad und in Heil am Westenhellweg gegenüber dem Kraftwerk, die theoretisch mehrere Windräder aufnehmen könnten. Praktisch sei dies aber nicht möglich. Beispielsweise befindet sich die Fläche in Heil im Überschwemmungsgebiet der Lippe. Der Bau von Windrädern dort würden umfangreiche teure Gründungsmaßnahmen notwendig machen, die sich nach Ansicht von Heiko Busch wirtschaftlich nicht rechnen würden.

Möglich ist allerdings der Bau von einzelnen Windrädern in Bergkamen an rund einem halben Dutzend Standorten. Allerdings haben Barbara Thiede und Heiko Busch nicht untersucht, ob hier Belange des Natur- und Landschaftsschutzes Ausschlusskriterien seien könnten. Hierauf wird ohnehin der Kreis Unna achten. Der Kreis Unna wäre dann auch Genehmigungsbehörde für den Bau der Anlage.

Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses nahmen das Gutachten zunächst nur zur Kenntnis. Welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind, soll nun in den Fraktionen beraten werden.




Noch eine „rollende Zeitbombe“ aus dem Verkehrgezogen – Türen mit Bauschaum fixiert

Beamte der Autobahnpolizei haben am Mittwoch erneut eine rollende Zeitbombe aus dem Verkehr gezogen. Auf der A 2 trafen sie auf einen Mercedes, bei denen ihnen gleich mehrere Mängel sofort ins Auge stachen.

Der kontrollierte Mercedes wies zahlreiche Mängel auf.
Der kontrollierte Mercedes wies zahlreiche Mängel auf.

Gegen 14.30 Uhr kontrollierten sie den Wagen auf der Rast- und Tankanlage Rhynern (Fahrtrichtung Hannover). Nicht nur stellte sich heraus, dass der Führerschein seines 25-jährigen Fahrers aus Polen längst zur Sicherstellung zwecks Durchsetzung eines Fahrverbots ausgeschrieben war. Zudem konnten sie die auf den ersten Blick sichtbaren Mängel und Veränderungen kaum noch an einer Hand abzählen. Da wären zunächst die Türen auf der linken Fahrzeugseite, die der Mann mit Bauschaum und Metallwinkeln fixiert hatte. Sie ließen sich nicht mehr öffnen. Diebstähle wolle er damit verhindern, gab er in seiner ersten Aussage an. Da wären zudem die fast komplett durchgerosteten Teile der Karosserie. Da wäre der Schalthebel, der sich aus der Mittelkonsole gelöst hatte. Zusätzlich löste sich der Unterboden des Autos, die Reifen der Hinterachse wiesen keine ausreichende Profiltiefe mehr auf und die der Vorderachse waren mit Spikes versehen.

Wirklich einsichtig zeigte sich der Fahrer nicht. Dies konnte die Beamten jedoch nicht daran hindern, sowohl den Führerschein als auch das Gefährt sicher zu stellen. Der Pkw soll nun von einem Gutachter in Augenschein genommen werden.




Lippeverband investiert deutlich mehr in Anlagen-Modernisierung

Der Lippeverband wird in Zukunft wesentlich mehr Investitionen aufwenden, um seine Kläranlagen, Pumpwerke und Deiche fit zu halten. Nicht nur für den Neubau von Anlagen, sondern künftig auch für die Modernisierung und Anpassung bestehender Anlagen soll mehr Geld investiert werden. Parallel dazu steigen die Beiträge des Lippeverbandes 2017 um durchschnittlich 1,5 Prozent. Das gilt aber nicht für Bergkamen. Hier sinkt die Umlage um 2 Prozent.

Klaeranlage_Dortmund-ScharnhorstJahr für Jahr investiert der Lippeverband einen dreistelligen Millionenbetrag in den Neubau. Doch zum Beispiel Kläranlagen, die in den 1990er Jahren gebaut oder erweitert wurden, um die damals verschärften Reinigungsanforderungen zu erfüllen, sind mittlerweile in die Jahre gekommen. Oft geht die notwendige Erneuerung der Technik mit einem Sanierungsbedarf für deutlich ältere Betonbauwerke einher. Um die Anlagen auf lange Sicht in Schuss zu halten, erhöht der Lippeverband die so genannte „Re-Investitionsquote“ mittelfristig von 0,4 auf 3 Prozent im Jahr, kündigte der Technische Vorstand, Dr. Emanuel Grün, an.

Damit ist gemeint, dass im Durchschnitt je 100.000 Euro Anlagekapital in Zukunft ca. 3.000 Euro pro Jahr in dessen laufende Modernisierung gesteckt werden. Bereits in diesem Jahr haben sich die Re-Investitionen gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen Jahre verdoppelt. Bis 2021 sollen sie weiter ansteigen und schließlich 75 Mio. Euro jährlich erreichen. Damit ist sichergestellt, dass die Wasserwirtschaft an der Lippe langfristig auf soliden Grundlagen steht.

Auf der  Lippeverbandsversammlung in Kamen stellte Dr. Grün außerdem die Planungen für Modernisierung und Ausbau mehrerer Kläranlagen, so in Voerde und Marl, vor. 7,3 Mio. Euro steckt der Lippeverband allein in seine Kläranlage in Voerde am Niederrhein, die zuletzt vor 20 Jahren ausgebaut wurde und jetzt umfassend modernisiert wird. Die Investition umfasst nahezu alle Anlagenteile: Maschinen- und Elektrotechnik von Zulauf-Pumpwerk, Rechen und Sandfang werden erneuert, die Belebungsbecken der biologischen Reinigungsstufe erhalten neue, energieeffiziente Belüfter, das Betriebsgebäude wird z. T. aufgestockt und die beiden Faultürme für die Klärschlammbehandlung werden saniert. Die Arbeiten unter laufendem Betrieb beginnen im nächsten Jahr und sollen 2018 abgeschlossen sein.

In die Kläranlage Marl-West fließen 6,6 Mio. Euro und in die Kläranlage Marl-Ost 4,8 Mio. Euro. So werden in Marl-West zwischen 2017 und 2021 bei laufendem Betrieb die Zulaufpumpen, die Belüfter in den Belebungsbecken, das Prozessleit-system und das Blockheizkraftwerk erneuert. Ein Vorklärbecken wird neu gebaut und die Nachklärung optimiert. Die Faulbehälter für die Klärschlammbehandlung müssen saniert werden. Als Pilotprojekt wird Marl-Lenkerbeck zur „Innovativen Kläranlage“ umgerüstet. Dazu gehö-ren Datennetzwerke in Echtzeit, eine intelligente Bilderkennung und der mobile Zugriff auf die Kläranlage – bei hoher IT-Sicherheit

Darüber hinaus investiert der Lippeverband in seine Abwasserbehandlungsanlagen in Schermbeck, Lüdinghausen, Dülmen, Dortmund-Scharnhorst, Hamm-West und Kamen. Die größte Abwasserbehandlungsanlage des Lippeverbandes, die 1998 in Betrieb genommene Kläranlage Hamm-West, wird mit einem geschätzten Investitionsvolumen von 15 Mio. Euro fit gemacht.

Beim so genannten „Re-Powering“, das 2018 auf den Kläranlagen Dül-men, Dortmund-Scharnhorst und Kamen ansteht, konzentriert man sich bewusst auf eine Erneuerung bzw. Modernisierung der Blockheizkraftwerke, die das bei der Schlammbehandlung in großen Mengen anfallende Klärgas nutzen. Auf den genannten Anlagen soll der Wirkungsgrad der Gasnutzung von unter 20 auf 40 Prozent gesteigert werden, so dass sich die Investitionen innerhalb von nur fünf Jahren bezahlt machen.

Die Beiträge, mit denen die Mitglieder des Lippeverbandes (Kommunen, Unternehmen, Bergbau) Abwasserreinigung, Hochwasserschutz, Gewässerunterhaltung und andere Verbandsaufgaben finanzieren, wurden bereits 2016 nach zehnjähriger Beitragskonstanz um durchschnittlich 1,5 Prozent erhöht. Um den gleichen Prozentsatz wird auch 2017 die Summe der Verbandsbeiträge steigen – auf insgesamt 149,1 Mio. Euro. Das haben die Delegierten zusammen mit dem Wirtschaftsplan 2017 auf der  Lippeverbandsversammlung in Kamen beschlossen.




LionsClub BergKamen öffnet das 8. Fenster des Adventskalenders

Die Losnummern der Weihnachtskalender-Aktion des Lions Club BergKamen sind gezogen. Hier sind nun die Nummern für Donnerstag, 8. Dezember. Die Gewinne können bei den jeweiligen Geschäften und Unternehmen direkt abgeholt werden. Es ist dafür vom Lions Club keine Frist gesetzt worden. Die glücklichen Gewinner von Gutscheinen können sich also gründlich überlegen, wie sie ihn eintauschen wollen.

Specht Küchen Warengutschein im Wert von 100,00 EUR 1938
Reiselädchen Reisegutschein im Wert von 30,00 EUR 1953
CSP Fahrzeugaufbereitungs-Zentrum Premiumpaket Innen, Wert 115,00 EUR 2504
St. Barbara-Apotheke Warengutschein im Wert von 40,00 EUR 527
röttger Gartencenter Warengutschein im Wert von 30,00 EUR 1856
röttger Gartencenter Warengutschein im Wert von 30,00 EUR 2895
Hübner Rad + Tat Warengutschein im Wert von 20,00 EUR 275
Hübner Rad + Tat Warengutschein im Wert von 20,00 EUR 2885



Letztes Grundstück im Logistikpark ist verkauft – Es wird aber kein neues Gewerbegebiet in Bergkamen geben

Auch das letzte Grundstück im Logistikpark A2 ist an einen Investor verkauft. Das war denn auch die letzte frohe Botschaft, die der 1. Beigeordnete Dr. Hans-Joachim Peters den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses am Nikolaustag überbringen konnte. Denn auf nicht absehbare Zeit werden die Ansiedlungen von großen Betrieben wie die Herbert Heldt KG oder das WMF-Warenverteilzentrum die letzten gewesen sein.

Das Kraftwerksgelände in Heil ist zurzeit der einzig denkbare Standort für ein neues Gewerbegebiet in Bergkamen.
Das Kraftwerksgelände in Heil ist zurzeit der einzig denkbare Standort für ein neues Gewerbegebiet in Bergkamen.

Noch vor wenigen Wochen hatten die Bergkamener Wirtschaftsförderer geglaubt, mit dem Hofgelände Schulze-Elberg westlich der A1 ein ähnliches Kleinod in den Händen zu haben wie der Logistikpark. Es sollte zusammen mit der Stadt Hamm und mit der Unterstützung des Kreises Unna zu einem interkommunalen Gewerbegebiet entwickelt werden.

Dies alles ließ sich auch gut an, bis vor zwei Wochen die beiden Chefplaner des Regionalverbandes Ruhrgebiet Peters und seinen Begleiter in einer Veranstaltung auf Kreisebene erklärten, dass die Chancen für eine Realisierung des Gewerbegebiets kleiner als ein Prozent seien. Hauptgrund für diese Absage sei ein Fachgutachten des Landesamts für Natur Umwelt und Verbraucherschutz. Das attestiert dem Gelände eine besondere Schutzwürdigkeit.

Parallel dazu ist für den Kreis Unna ein zweiter Gutachter tätig geworden. „Ihm haben wir gesagt, er solle besonders kritisch sein“, berichtete Peters. Sein Ergebnis lautet, dass es zwischen Ostenhellweg und Kanal einige besonders wertvolle Bereiche gebe, möglich sei dort aber immer noch ein Gewerbegebiet in einer Größenordnung von 32 Hektar.

Was Peters ärgert, ist, Dass nach seinen Worten der RVR das LANUV-Gutachten nicht herausrücken will. „Wir können jetzt gar nicht feststellen, was der LANUV anders sieht als unser Gutachter.“ Insgesamt hält Peters das Verfahren zur Ausweisung weiterer Gewerbegebiete im Ruhrgebiet durch den RVR für wenig geeignet, den notwendigen Strukturwandel voranzutreiben.

Für Bergkamen bedeutet dies, dass es kein weiteres Gewerbegebiet geben wird. Die einzige Chance sieht Dr. Peters darin, irgendwann einmal das Kraftwerksgelände in Heil für die Ansiedlung neuen Gewerbes zu nutzen. Bevor er dies im Stadtentwicklungsausschuss am Nikolaustag erklärte, hatte Peters sowohl mit der Werksleitung als auch mit dem Betriebsrat des Heiler Kraftwerks gesprochen. Es soll dort nicht der Verdacht aufkommen, dass die Stadt Bergkamen diesen Kraftwerksstandort in Zweifel ziehen würde.




Umweltminister Remmel: Lippe ist der Vorzeigefluss für das Land Nordrhein-Westfalen

Das Land NRW und der Lippeverband wollen beim Lippe-Programm weiter eng zusammenarbeiten. Das wurde aus den Worten von NRW-Umweltminister Johannes Remmel deutlich, der am Mittwoch erstmals auf der Lippeverbandsversammlung in Kamen sprach. Dr. Uli Paetzel, seit Februar Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes, nannte in seinem Bericht konkrete Schritte.

Landesumweltminister Johannes Remmel bei der Verbandsversammlung des Lippeverbands am Mittwochmorgen in der Kamener Stadthalle.
Landesumweltminister Johannes Remmel bei der Verbandsversammlung des Lippeverbands am Mittwochmorgen in der Kamener Stadthalle.

„Im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen werden wir die Lippe zu einem Vorzeigefluss weiter entwickeln“, sagt Dr. Paetzel, „dabei geht es keineswegs nur um Ökologie: Gerade an der immer attraktiver werdenden Lippe spielt mehr und mehr der Ausgleich vielfältiger Interesse eine wichtige Rolle: Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Gewässerökologie, Natur- und Artenschutz sowie die steigenden Ansprüche an Naherholung, Freizeitgestaltung und Tourismus müssen in Einklang gebracht werden“.

Genau in der Funktion, unterschiedliche Interessen auszugleichen, sieht der neue Vorstandsvorsitzende die Rolle des Lippeverbandes. In einer persönlichen „Vision von der Lippe 2030“ machte Dr. Paetzel dies an den vier Begriffen „Wasser, Wildnis, Wege und Wirtschaft“ deutlich. Auf der Grundlage einer soliden Bewirtschaftung, die für sauberes Wasser in Flüssen und Bächen sorgt, lässt sich eine artenreiche und naturnahe „wilde“ Lippe entwickeln. Für die Menschen muss es Wege ans Wasser  geben, um die neu entstandene Natur zu erleben. Industrie und Landwirtschaft sind wichtige Partner, um die Rahmenbedingungen für diese Entwicklung zu schaffen.

Lippeverband legt strenge Maßstäbe an die Wirtschaftlichkeit

Beim Bau und Betrieb von Kläranlagen, Kanälen und weiteren Anlagen legt der Lippeverband strenge Maßstäbe an die Wirtschaftlichkeit an, denn letztlich müssen diese Investitionen von den Mitgliedern – darunter die 45 Städte und Gemeinden in der Region und ihre Bürger – über die Beiträge finanziert werden. So bleibt der Lippeverband bei der so genannten „vierten Reinigungsstufe“ zur Behandlung von Spurenstoffen im Abwasser zurückhaltend: „Diese aufwändige und kostenintensive Technik einzusetzen ist nur dann sinnvoll, wenn sie auch nachweislich zur Verbesserung der Gewässerqualität beiträgt“, so Dr. Paetzel.

Genau solch eine vierte Reinigungsstufe hält Umweltminister Johannes Remmel für notwendig. Nach jüngsten Untersuchungen würden in einem normalen Haushalt bis zu 5000 unterschiedliche Stoffe verwandt. Sie müssten so gut es geht aus dem Abwasser entfernt werden, um so ein sauberes Lippewasser und auch Grund- und Trinkwasser zu garantieren. Als ein Beispiel für die zunehmenden Belastungen des Wassers nannte er den Medikamentenverbrauch, der wegen des demografischen Wandels steigend sei. Grundsätzlich müssten nach Remmels Überzeugung in diesem Prozess die Hersteller stärker in die Verantwortung genommen werden.

Auffallend für die Beobachter der Verbandsversammlung war, dass Remmel die Einleitung von Grubenwasser in die Lippe wie in Bergkamen überhaupt nicht thematisierte.




42-jährige Frau überfallen – Sie hatte gerade eine Bankfiliale verlassen

Ein bislang unbekannter Täter hat am Dienstagmorgen (6. Dezember) eine Frau in der Paul-Bonnermann-Straße in Lünen-Brambauer beraubt. Die 42-jährige Lünerin verletzte sich leicht.

Nach ersten Erkenntnissen verließ die Frau gegen 8.55 Uhr eine dortige Bankfiliale, als sich ihr ein unbekannter Mann von der Seite näherte. In der Paul-Bonnermann-Straße stieß er die völlig überraschte Frau zu Boden. Anschließend nahm er die auf dem Boden liegende Handtasche der Frau an sich und flüchtete in Richtung Westen auf die Waltroper Straße.

Die Frau verletzte sich in Folge des Sturzes und musste in einem nahe gelegenen Krankenhaus behandelt werden.

Der Unbekannte war zur Tatzeit mit einer dunklen Jacke mit weißem Fellkragen bekleidet.

Nun sucht die Polizei Zeugen, die Angaben zu dem flüchtigen Räuber machen können. Hinweise nimmt die Kriminalwache zu jeder Tageszeit unter der Rufnummer 0231/132-7441 entgegen.




„Liebes Christkind bringe mir…“ LWL-Volkskundler auf den Spuren der Wunschzettel

„Liebes Christkind! Darf ich um ein Märchenbuch Hänsel und Gretel, Münchener Jugendschriften Band 7, bitten? Wir möchten so gern in der Schule zusammen darin lesen. Ich will auch recht dankbar sein“, schrieb Maria Beckers aus Rheine (Kreis Steinfurt) in den 1930er Jahren an das Christkind. Die Volkskundliche Kommission für Westfalen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ist den Wunschzetteln auf der Spur und sammelt in ihrem Archiv solche Dokumente.

Solche Wunschzettel wie diesen aus den 1930er Jahren aus Rheine ließen die Spiel- und Schreibwarenhändler seit Ende des 19. Jahrhunderts drucken. Ihre Bildsprache richtete sich vor allem an Kinder, die auf der Rückseite ihre Wünsche notierten. Foto: LWL-Archiv
Solche Wunschzettel wie diesen aus den 1930er Jahren aus Rheine ließen die Spiel- und Schreibwarenhändler seit Ende des 19. Jahrhunderts drucken. Ihre Bildsprache richtete sich vor allem an Kinder, die auf der Rückseite ihre Wünsche notierten.
Foto: LWL-Archiv

Dass sie mit ihrem Wunschzettel an eine jahrhundertealte Tradition anknüpfte, war der kleinen Maria sicher nicht bewusst. „Wunschzettel stehen in der Tradition der Neujahrglückwünsche, die bereits für das 17. Jahrhundert belegt sind“, erklärt Christiane Cantauw, Geschäftsführerin der Volkskundlichen Kommission. „Ursprünglich zu Neujahr, später auch zum Nikolaus oder zum Weihnachtsfest verfassten die Kinder der Mittel- und Oberschicht Briefe an ihre Paten oder an die Eltern, in denen sie ihnen dankten. Der Zeit entsprechend gehörten auch fromme Wünsche dazu. Im Grunde handelt es sich bei diesen Briefen um Schönschreibübungen, die oft Teil des Schulunterrichts waren“, so die LWL-Volkskundlerin weiter.

Für ihre Neujahrs- oder Weihnachtswünsche verwendeten die Kinder meist vorgedruckte Schmuckblätter und Briefbögen, die im Handel angeboten wurden. Die Gestaltung dieser lithografierten Blätter war stets ähnlich: Um das Blatt herum gruppierten sich verschiedene Ornamente und Bilder, in deren Mitte sich der Platz für die Dankesbezeugungen, Glück- und Segenswünsche an die Adresse der Paten oder der Eltern befand. „Die Bandbreite der Schmuckbögen, die erhältlich waren, spiegelt auch die Beliebtheit der Weihnachts- und Neujahrsbriefe wider. Da gab es Chromolithografien, Gold- und Spitzenornamente, Prägedrucke und vieles mehr“, weiß Cantauw.

Von Märchenbüchern, Puppenkleidchen, Trommeln, Zinnsoldaten oder süßen Sachen sprechen diese Neujahrs- und Weihnachtsbriefe nicht. „Sie waren nur dazu gedacht, einen Anlass zur praktischen Anwendung der in der Schule gelernten Schönschrift zu bieten. Außerdem betonten sie das soziale Beziehungsgefälle zwischen Erwachsenen und Kindern“, erklärt Cantauw. In den 1930er Jahren kamen sie allmählich aus der Mode.

Neujahrsbrief aus Unna-Bönen aus dem Jahr 1873. Solche Gelegenheitspoesie entstammte häufig der Feder des Lehrers. Aufgabe der Kinder war es, die Gedichte in möglichst schöner Schrift abzuschreiben. Foto: LWL-Archiv
Neujahrsbrief aus Unna-Bönen aus dem Jahr 1873. Solche Gelegenheitspoesie entstammte häufig der Feder des Lehrers. Aufgabe der Kinder war es, die Gedichte in möglichst schöner Schrift abzuschreiben.
Foto: LWL-Archiv

„Ein ganz anderer Wunschzettel, der von eigenen, höchst materiellen Wünschen eines Kindes zeugt, liegt uns aus dem Jahr 1885 aus Bevergern im Kreis Steinfurt vor. Er ist – wie dies in katholischen Kreisen zu dieser Zeit noch üblich war – an den Nikolaus gerichtet. Eine Mütze, eine Schürze, Handschuhe und Kuchen wünscht sich seine Schreiberin, Karoline Wenninghoff, und verspricht im Gegenzug, ‚recht artig‘ zu sein“, so Cantauw. Die Spielwarengeschäfte und Kaufhäuser in den größeren Städten hatten zu dieser Zeit bereits erkannt, wie wichtig es war, bei den Kindern Wünsche zu wecken. Sie ließen Blätter drucken, auf denen Spielwaren abgebildet waren. „Wie bei den alten Neujahrs- und Weihnachtsbriefen blieb in der Mitte ein Feld frei, um dem Kind die Möglichkeit zu geben, seine speziellen Wünsche mitzuteilen. Maria Beckers aus Rheine notierte auf einem zweiten von ihr überlieferten Wunschzettel, dass das Christkind ihr doch bitte ein Herdchen und ein Kleidchen für die Puppe bringen solle. Auch etwas Süßes hätte sie wohl gern gehabt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden dann auch Spielwarenkataloge gedruckt, in denen sich Ankreuzfelder befanden, so dass ausführlichere Ansprachen an die Adresse der Gabenbringer nun nicht mehr nötig waren.

„Die Wunschzettel spiegeln die Geschichte und Entwicklung des Weihnachtsfestes. Die religiösen Bezüge treten mehr und mehr in den Hintergrund, während die Geschenke und die Geschenkebringer in der Wahrnehmung der Kinder immer wichtiger werden“, so Cantauw. „Auch das Wirtschaftswunder seit den späten 1950er Jahren lässt sich anhand der Wunschzettel gut dokumentieren: Soziokulturelle Unterschiede finden nun weniger in Quantitäten als vielmehr in dem Wunsch nach bestimmten Markenartikeln ihren Ausdruck.“




6. Klassen des Gymnasiums stellen ihr Projekt „Flüchtlingskinder bei uns“ vor

Am Montag, 12. Dezember, werden von 16 Uhr bis etwa 17.30 Uhr Klassen des sechsten Schuljahres des Städtischen Gymnasiums Bergkamen die Ergebnisse zu dem Projekt „Flüchtlingskinder bei uns“ in der Schule ihren Eltern und Teilnehmern des Multikulturellen Forums vorstellen.

Sechstklässler des Gymnasium und Flüchtlingskinder bastelten im Multi-Kulti-Forum Sterne.
Sechstklässler des Gymnasium und Flüchtlingskinder bastelten im Multi-Kulti-Forum Sterne.

Gut vier Wochen lang recherchierten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen im Rahmen des Deutsch-, Politik- und Kunstunterrichts und erstellten daraus eigenständig jeweils etwa achtseitige Lesehefte, die sich mit Flucht, aber vor allem auch mit dem Leben als Geflüchteter bei uns in Bergkamen auseinandersetzen.

Im Rahmen der Recherchen wurden auch zwei Begegnungsnachmittage in Kooperation mit dem multikulturellen Forum organisiert, bei denen geflüchtete Kinder und Jugendliche und Schülerinnen und Schüler des SGB gemeinsam bastelten und sich austauschten.

Zu der Präsentation der Projekte wurden auch die Kinder und Jugendlichen, die die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler im multikulturellen Forum kennengelernt haben, eingeladen.

Die Vorstellung findet in den Räumlichkeiten in der zweiten Etage des A-Gebäudes (A300er Flur) statt.