Fotofahndung: Unbekannte Frauen stehlen im Drogeriemarkt einer 86-Jährigen die Geldbörse
Wer kennt diese beiden Frauen?
Am Freitag, 6. Januar 2017, befand sich eine 86-jährige Kamenerin gegen 14.20 Uhr in einem Drogeriemarkt am Willy-Brandt-Platz. Als sie an der Kasse bezahlen wollte, stellte sie fest, dass der Reißverschluss ihres Einkaufstrolleys geöffnet und ihre Geldbörse daraus entwendet worden war.
In dem Drogeriemarkt wurden Videoaufzeichnungen von der Tat gemacht. Darauf konnten eindeutig zwei unbekannte Frauen als Täterinnen erkannt werden.
Auf Beschluss des Amtsgerichtes Hamm veröffentlicht die Polizei nun Lichtbilder der beiden unbekannten Täterinnen.
Wer kennt die abgebildeten Personen? Hinweise bitte an die Polizei in Kamen unter der Rufnummer 02307 921 3220 oder 921 0.
Lohngerechtigkeit für Frauen: Zehn Jahre Equal Pay Day
„Endlich partnerschaftlich durchstarten“: So lautet der Schwerpunkt der Equal Pay Day-Aktion rund um den 18. März. Die Mitglieder des Netzwerks Frau und Beruf im Kreis (Gleichstellungsbeauftragte) machen auf den Tag für mehr Lohngerechtigkeit aufmerksam, und auch Flaggen vor dem Kreishaus weisen auf den Equal Pay Day hin.
Bildzeile: Bundesweit und auch im Kreis Unna machen Frauen in diesen Tagen auf den Equal Pay Day aufmerksam. Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna
Zehn Jahre gibt es den Tag schon, die Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen aber, dass die Lohnlücke in Deutschland (gemessen am Durchschnittsbruttostundenlohn im Jahr 2015) immer noch 21 Prozent beträgt.
„Das bedeutet, dass Frauen umgerechnet 77 Tage (21 Prozent von 365 Tagen), also bis zum 18. März 2017 umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden“ macht die Kreis-Gleichstellungsbeauftragte Heidi Bierkämper-Braun anschaulich, was das bedeutet. Damit arbeiten Frauen statistisch gesehen immer noch 77 Tage umsonst und Deutschland bleibt unter den Schlusslichtern in Europa.
„Gleichstellung bedeutet auch, dass Frauen genauso gut verdienen wie Männer“, unterstreicht Bierkämper-Braun, dass es beim Equal Pay Day nicht um Sonderrechte geht, sondern um eine Gleichbehandlung. Weitere Informationen unter www.equalpayday.de. PK | PKU Hintergrund zum Equal Pay Day
2008 wurde der Equal Pay Day (Tag für gleiche Bezahlung) auf Initiative der Business and Professional Women (BPW) Germany erstmals in Deutschland veranstaltet. Er geht auf eine Initiative der US-amerikanischen Business and Professional Women (BPW/USA) zurück, die 1988 die „Red Purse Campaign“ ins Leben riefen, um auf den bestehenden Unterschied bei der Entlohnung von Frauen und Männern hinzuweisen.
Dieser Gedanken wurde 2007 in Deutschland mit der Initiative „Rote Tasche“ aufgegriffen, der 2008 die bundesweite Einführung des Equal Pay Day folgte. Die roten Taschen sind ein Signal für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen und ein Symbol des Equal Pay Day.
Der 18. März markiert in diesem Jahr den Tag, an dem Frauen genauso viel Geld verdient haben wie Männer bereits am 31. Dezember des Vorjahres. Frauen müssen also im Schnitt zweieinhalb Monate länger arbeiten, um die Gehaltsdifferenz von aktuell 21 Prozent auszugleichen. Mehr noch: Auch die vorübergehende (Unter)-Beschäftigung von Frauen in Minijobs und Teilzeitarbeit nach einer Erwerbsunterbrechung ist eine wesentliche Ursache für den durchschnittlichen Entgeltunterschied zwischen Männern und Frauen.
Messe „Marktplatz Ausbildung und Arbeit“ im Bergkamener Ratstrakt
Gemeinsam mit rund 20 regionalen Unternehmen richten das Jobcenter Kreis Unna, die Agentur für Arbeit Hamm, die KAUSA Servicestelle Hamm/Kreis Unna und die Stadt Bergkamen bereits zum achten Mal in Folge die Messe Marktplatz Ausbildung und Arbeit aus.
Auszubildende von Bayer informierten bei der Messe „Marktplatz Arbeit und Ausbildung“ im vergangenen Jahr. Bayer ist auch am kommenden Mittwoch wieder dabei.
Die Veranstaltung am Mittwoch, 22. März, die im Ratstrakt gegenüber dem Rathaus Bergkamen stattfindet, bietet Arbeitsuchenden die Gelegenheit, mit regionalen Arbeitgebern in Kontakt zu treten und sich über Ausbildungsangebote sowie persönliche Karrierechancen zu informieren. Die Messe kann im Zeitraum von 9 bis 14 Uhr besucht werden.
Im Außenbereich steht erstmalig auch ein Infomobil des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Verfügung. Folgende Vorträge werden angeboten:
Jahnschule Stadtmeister im Schwimmen
Die Jahnschule Oberaden zeigt sich weiterhin als sehr sportlich. Am heutigen Donnerstag hat sie im Hallenbad Bergkamen die Stadtmeisterschaft im Schwimmen der Bergkamener Grundschulen gewonnen.
Auf die weiteren Plätze kamen:
Platz – Overberger Schule
Platz – Schillerschule
Platz – Preinschule
Platz – Pfalzschule
Die Jahnschule wird damit die Stadt Bergkamen bei den Kreismeisterschaften vertreten, die am 4. April ebenfalls im Hallenbad Bergkamen-Mitte ausgetragen werden.
Stadt bietet ausbildung zum Stadtbauoberinspektor/in in dem Fachgebiet Hochbau
Das ist eine in jeder Hinsicht überraschende Nachricht aus dem Rathaus: Einerseits bietet die Stadt quasi außerplanmäßig eine im Beamtenverhältnis für die Laufbahn des gehobenen bautechnischen Dienstes, Fachgebiet Hochbau (Stadtbauoberinspektor/in in dem Fachgebiet Hochbau) an. Dann soll die Ausbildung bereits zum 1. Mai dieses Jahres starten. Schließlich müssen sich junge Leute, die sich für diesen Ausbildungsplatz interessieren, auch noch sputen. Die Bewerbungsfrist endet bereits am 31. März.
Persönliche Voraussetzungen:
Es wird ein abgeschlossenes Studium an einer Fachhochschule oder einer Gesamthochschule in einer für die Fachgebiete Hochbau oder Bauingenieurwesen geeigneten Fachrichtung oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss vorausgesetzt.
Für die Berufung in das Beamtenverhältnis ist der Besitz einer Staatsangehörigkeit eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union erforderlich.
Es gelten die laufbahnrechtlichen Altersgrenzen nach § 14 Landesbeamtengesetz für das Land Nordrhein-Westfalen.
Unter Anrechnung des Studienabschlusses beträgt die Ausbildungsdauer 14 Monate. Der praktische Teil wird überwiegend im Amt für Bauberatung, Bauordnung und Hochbau der Stadt Bergkamen sowie punktuell auch in anderen Bereichen der Stadtverwaltung durchgeführt. Das theoretische Wissen wird im Rahmen eines Lehrgangs an einem kommunalen Studieninstitut vermittelt.
Weitere Information zu den Ausbildungsberufen erhalten Interessen im Internet unter: www.bergkamen.de
Bewerbung: Interessierte Bewerberinnen und Bewerber werden gebeten, ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen bis zum 31.03.2017 an folgende Anschrift zu senden:
Stadt Bergkamen
Zentrale Dienste – Personal
Postfach 15 60
59179 Bergkamen
„Kunstwerkstatt sohle 1“ bestätigt Vorstand und bereitet sich aufs Jubiläum vor
Die Jahreshauptversammlung der „Kunstwerkstatt sohle 1“ Bergkamen hat den bisherigen Vorstand mit Silke Kieslich (künstlerisches Projektmanagement), Susanne Jonas (Geschäftsführung) und Helmut Ladeck, der schon seit vielen Jahren bewährt und zuverlässig die Kassenangelegenheiten betreut, bestätigt.
Modifizierungen an der Vereinssatzung wurden vorgenommen, indem für langjährige und verdiente Mitglieder, die aus Altersgründen kürzer treten müssen, eine Ehrenmitgliedschaft geschaffen wurde. Darüber hinaus wurden die Jahresplanungen für das Jubiläumsjahr 2017 konkretisiert.
So können die Besucher zur Vernissage der Jahresausstellung „Wegmarke Weg“ am 2. Juli um 11 Uhr nicht nur die schon Tradition gewordenen Elemente der Begrüßung durch den Bürgermeister und der Lesung von Dieter Treeck erwarten, sondern darüber hinaus auch eine „Zuschaueraktion“ …Zudem konnte zur musikalischen Umrahmung das Duo Mona (Lichtenhof) und Dieter (Dasbeck) gewonnen werden.
Auch die Finissage am 20. August ab 11 Uhr wartet mit einer Besonderheit auf: Frau Dr. Ellen Markgraf wird den künstlerischen Rückblick gestalten und für den letzten Blick auf die Werke noch einmal Impulse der Betrachtung setzen.
Die weiteren beiden Veranstaltungen des Jubiläumsjahres stehen unter dem Motto „Wasser und Feuer“.
Zur Erinnerung: am 2. September ab 15:00 Uhr bis 3.9. 17:00 Uhr gibt es „Kunst im Hafen“ zu sehen, heißt es beim Jubiläumsfest „Leinen los – jetzt wird gefeiert!“ und einen Monat später, am 7. und 8. Oktober wird es an der Ökologiestation feurig …
Zahl der Knöllchen wegen falschen Parkens in 2016 mehr als halbiert
Der städtische Ordnungsdienst verteilte im vergangenen Jahr 1778 „Knöllchen“ wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten, hauptsächlich wegen falschen Parkens. Bemerkenswert ist, dass diese Zahl im Vergleich zu 2015 mit 3847 „Knöllchen“ mehr als halbiert wurde. Mögliche Gründe dafür werden sicherlich in der Sitzung des Ausschusses für Familie, Soziales, Gesundheit und Senioren am 21. März zur Sprache kommen, wenn die Verwaltung den Jahresbericht 2016 für den städtischen Ordnungsdienst vorlegt.
Der Ordnungsdienst der Stadt Bergkamen ist aktuell mit zwei Stellen ausgestattet. Durch den Wegfall des Projekts „Bürgerarbeit“ konnte das Zwei-Schicht-System mit je einem Streifenführer und einem SGB II geförderten Ordnungshelfer seit 2015 nicht weiter umgesetzt werden. Seitdem wird ein Regeldienst im Zeitfenster von ca. 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr umgesetzt, wobei bedarfsabhängig, z.B. in den Sommermonaten, bei gemeinsamen Kontrollen mit der Polizei oder bei angeordneten Sonderkontrollen, auch Spätdienst bis ca. 22.00 Uhr verrichtet wird.
Viele Bergkamener nehmen den Ordnungsdienst nur die Kontrollen parkender Autos war. Tatsächlich waren die beiden Mitarbeiter, hier wird offensichtlich genau Buch geführt, fast 20.000 Mal gefordert gewesen. Bei rund 11.000 Einsätzen blieb es bei Kontrollen ohne besondere Vorkommnisse. Insgesamt wurden 4.253 parkende Fahrzeuge kontrolliert und dabei die bereits erwähnten 1778 Knöllchen hinter den Scheibenwischer geklemmt. Dich dahinter folgten 3876 Bürgergespräche. „Sie sind Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger oder Besucherinnen und Besucher der Stadt, erteilen kleinere Auskünfte und Informationen und geben Beobachtungen, Feststellungen oder Hinweise aus der Bevölkerung über Gefahrensituationen, Verunreinigungen u. ä. an die zuständigen Dienststellen weiter“, heißt es dazu in dem Berichten.
Andere Anlässe fallen zahlenmäßig dagegen kaum ins Gewicht. 162 Mal wurde der Ordnungsdienst wegen Wegwerfens von Müll tätig, 74 Mal, weil Hunde in Siedlungen nicht angeleint waren, 53 Mal schritt er ein, weil Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren geraucht hatten.
Insgesamt ist festzustellen, dass die Zahlen der mündlichen Verkehrserziehungsmaßnahmen, die Verwarnungen mit und ohne Verwarnungsgeld sowie die Bürgergespräche mit Erwachsenen in 2016 weiterhin auf hohem Niveau liegen. Zurückgegangen sind hingegen die Zahl der Bürgergespräche mit Jugendlichen und die Anzahl der geahndeten Verkehrsordnungswidrigkeiten“, heißt es weiter in dem Bericht.
Und: „Wie in Vorjahren ist es leider auch in 2016 zu Bedrohungen und Beleidigungen gegen die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes gekommen. Während im Vorjahr noch 13 Fälle dokumentiert wurden, gab es im abgelaufenen Jahr insgesamt 11 Zwischenfälle zu verzeichnen. Durch entsprechend geschultes Verhalten und eine angemessene Schutzausrüstung konnten tätliche Übergriffe bisher zwar vermieden werden. Allerdings wurden in einigen Fällen trotzdem Verfahren gegen die Täter angestrengt, in denen die Ordnungsdienstmitarbeiter dann als geladene Zeugen vor dem Amtsgericht aussagen mussten.“
AWO und SPD fordern: Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren
19 zumeist unbefristete Festanstellungen in den Radstationen der AWO-Tochter DasDies für ehemalige Langzeitarbeitslose und Menschen mit Behinderung – eindrucksvolles Beispiel dafür, wie ein öffentlich geförderter sozialer Arbeitsmarkt Perspektiven schafft. Mit einer „Einladung zum Dialog“ warben AWO und SPD im Kreis Unna am Dienstag für die gemeinsam geforderte politische Weichenstellung: Es ist besser Arbeit zu finanzieren als Arbeitslosigkeit.
AWO-Unterbezirksvorsitzender Wilfried Bartmann (4 v.l.), AWO Kreisverbandsvorsitzende Karin Schäfer (3 v.r.) und Bundestagsabgeordneter Oliver Kaczmarek begrüßten (2 v.r.) neben Wilhelm Schmidt (4 .v.r.) weitere Referenten.
Obwohl die Erwerbstätigenzahlen Höchststände erreichen, gibt es nicht nur Grund zum Jubeln: Viele Langzeitarbeitslose profitieren von dieser Entwicklung so gut wie gar nicht. Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Hamm, schätzt, dass rund 2.000 von zurzeit 7.600 Langzeitarbeitslose im Kreis nicht ohne Hilfe eine dauerhafte Beschäftigung finden. Er gehörte mit Wilhelm Schmidt, Präsidiumsvorsitzender des AWO Bundesverbandes, den SPD-Landtagsabgeordneten Hartmut Ganzke und Rüdiger Weiß, dem SPD-Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek, Landrat Michael Makiolla sowie zahlreichen weiteren Vertretern aus AWO, Politik und Verwaltung zu den Teilnehmern der Veranstaltung, die mit einem Besuch der Radstation Unna und des DasDies-Sozialkaufhauses in Kamen begann. Öffentlich geförderte Beschäftigung ganz konkret vor Ort nachhaltig umgesetzt – das verstärkte die Einsicht: „Ohne sozialen Arbeitsmarkt geht es nicht.“ Der so genannte Passiv-Aktiv-Transfer, mit dem alle öffentlichen finanziellen Leistungen für langzeitarbeitslose Menschen zusammengefasst und in einen Lohnkostenzuschuss umgewandelt werden, sei dringend notwendig.
„Wir brauchen eine neue Sozialgesetzgebung“, richtete Wilhelm Schmidt bei der abendlichen Diskussionsrunde im Techno Park Kamen den Appell nach Berlin. Und: „Wir müssen weg von immer wieder neuen befristeten Projekten, die Menschen letztlich keine Perspektive bieten hin zu zuverlässigen Rahmenbedingungen.“ Hoffnung setzt Schmidt dabei auf die kommende Legislaturperiode. Die AWO setze sich vehement dafür ein, dass das Thema Sozialer Arbeitsmarkt seinen Platz im SPD-Wahlprogramm habe.
Der Verdienst der AWO im Kreis Unna sei es, so betonte Oliver Kaczmarek, dass sie mit dem Unnaer Appell bereits im vergangenen Jahr ein deutliches Zeichen für den Sozialen Arbeitsmarkt gesetzt habe. Auch Landrat Michael Makiolla macht sich für das Thema stark und spricht von einer großen politischen Aufgabe: „Wir können es uns nicht leisten, so viele Menschen im Stich zu lassen. Es gilt, das viele Geld, das wir zurzeit für Leistungsbezieher ausgeben, intelligent und sinnvoll einzusetzen, um neue Chancen zu eröffnen – für die Betroffenen und ihre Familien.“
Was die Besucher der Radstation besonders beeindruckte: Ein reines Zuschussgeschäft muss gut durchdachte öffentlich geförderte Beschäftigung nicht sein. 72 Prozent ihres Umsatzes erwirtschaften die Mitarbeiter der kreisweit sechs Einrichtungen durch die von ihnen erbrachten Dienstleistungen selbst. 167.000 Euro fließen als Förderung durch den Kreis Unna und die beteiligten Kommunen, um die Infrastruktur für den Radverkehr und damit auch die Nahmobilität weiter auszubauen. Unter dem Strich bedeutet das: Die Finanzierung jedes einzelnen Arbeitsplatzes ist damit deutlich günstiger als der Leistungsbezug bei Arbeitslosigkeit. Und: Das Geld ist gut angelegt. Zwei Drittel der Kosten fließen als Sozialversicherungsbeiträge in die öffentliche Kasse zurück – eine Rechnung, die mit Blick auf die Gesamtgesellschaft und den von der Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen gleichermaßen überzeugt.
Die Atriumhäuser im Legionslager Oberaden – Römischer Luxus in Bergkamen: Vortrag im Stadtmuseum Bergkamen
Die außergewöhnliche Bebauung im Legionslager Oberaden steht im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Kees Peterse, Nimwegen (Niederlande), am Freitag, dem 17. März, um 19.00 Uhr im Stadtmuseum Bergkamen.
In seinem Vortrag referiert Dr. Peterse über seine Forschungsarbeiten im Zusammenhang mit den Luxushäusern, den Atriumhäusern im Römerlager Oberaden. Dabei stellt er eines dieser Villen genauer vor und erläutert die Bedeutung der untersuchten Architektur. Der Referent des Abends erforschte in den vergangenen Jahren viele römische Lippelager und versteht sich als Fachmann für die Einzigartigkeit der römischen Architektur in Westfalen. Aufgrund der intensiven wissenschaftlichen Recherchen konnten zwischenzeitlich Computerrekonstruktionen angefertigt werden. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten stellt Dr. Peterse in seinem Vortrag zum ersten Mal öffentlich dar.
In Bergkamen-Oberaden bestand von 11 – 7 v. Chr. eines der größten römischen Militärlager in Europa mit einer Größe von 56 ha. Seit 12 v. Chr. begann unter Drusus, dem damaligen Statthalter Galliens, ein lang andauernder Krieg zwischen Rom und den östlich des Rheins siedelnden germanischen Stämmen. In diesem Zuge diente das Oberadener Lager als militärisches Zentrum. Der Bau des Lagers im Spätsommer des Jahres 11 v. Chr. muss auf die einheimische Bevölkerung wie ein Schock gewirkt haben. In Windeseile stampften römische Soldaten eine riesige Militärstadt aus dem Boden. Eine fast 2,7 km lange Holz-Erde-Mauer mit Türmen und ein tiefer Graben schützte die Innenbebauung, wie Baracken für die antiken Krieger und andere außergewöhnliche Gebäude, die bisher noch in keinem anderen Legionslager nachgewiesen worden sind.
Der Vortrag ist eine gemeinsame Veranstaltung des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen e.V. und des Stadtmuseums Bergkamen sowie der Gruppe „Classis Augusta Drusiana – Römerfreunde Bergkamens“.
Der Eintritt zu diesem Vortrag beträgt 3,00 €.
SPD Bergkamen-Mitte ehrt Jubilare
Wie in jedem Jahr möchte der SPD-Ortsverein Bergkamen-Mitte seine langjährigen Mitglieder für ihre Treue ehren. Die diesjährige Jubilarfeier findet am Sonntag, 19. März, um 11.00 Uhr im Treffpunkt an Lessingstraße statt. Die Ehrung wird vom Landtagsabgeordneten Rüdiger Weiß vorgenommen.
8. Sinfoniekonzert in der Konzertaula Kamen: „Paare“
Die Neue Philharmonie Westfalen spielt ihr achtes Konzert der laufenden Spielzeit am Mittwoch, 5. April. „Paare“ ist das Motto des Abends, der von Dirigent Marc Piollet geleitet wird und um 19.30 Uhr in der Konzertaula in Kamen beginnt.
Mit einer herrlichen gemeinsamen Stimme singen sie im Andante des Brahmsschen Doppelkonzerts. Geige und Cello werden vereint. Doch so harmonisch geht es zwischen den beiden Geschwistern nicht immer zu. In den Ecksätzen geben sie sich auch spöttische Widerworte. Brahms selbst war darin auch sehr gut und hatte seinen Freund, Geiger Joseph Joachim, gekränkt. Mit dem Doppelkonzert streckte er ihm die Hand zur Versöhnung aus.
Die Geschwister Sebastian Schmidt (Violine) und Bernhard Schmidt (Violoncello) sind als Mitglieder des renommierten Mandelring Quartetts ein bestens aufeinander eingespieltes Team. Der französische Dirigent Marc Piollet ist aktuell beim Atlanta Symphony Orchestra, der Deutschen Oper am Rhein oder den Stuttgarter Philharmonikern zu Gast.
Er wird zwei mythologische Paargeschichten von Komponisten seiner Heimat dirigieren. In Albert Roussels „Bacchus et Ariane“ erobert der Gott des Rausches und des Weines die auf einer Insel ausgesetzte Ariane. Bacchus kommt auf einem prächtigen Schiff daher. Damit kannte sich Roussel aus, obwohl er in jungen Jahren Marineoffizier war. César Franck (eigentlich Belgier) wählte die Liebe zwischen der schönen Königstochter Psyche und dem einschlägig bekannten Gott Amor für seine melodisch blühende spätromantische Tondichtung. Es zeigt sich eine französische Sinnlichkeit mit einem Schuss Wagnerscher Ekstase.
Eine Einführung in das Werk gibt es ab 19 Uhr. Karten sind im Fachbereich Kultur des Kreises Unna unter Tel. 0 23 03 / 27-18 41 und per E-Mail bei doris.erbrich@kreis-unna.de erhältlich. Sie kosten zwischen 12 und 24 Euro (ermäßigt 9 bis 21 Euro). PK | PKU