Zahl der Straftaten weiter rückläufig: „Bergkamen ist nicht Chicago“!

Die Zahl der in Bergkamen registrierten Straftaten sinkt weiter. Diese erfreuliche Nachricht brachte am Mittwoch Kriminaldirektor Frank Kujau von der Kreispolizeibehörde mit zur Sitzung des Ausschusses für Familie, Soziales und Senioren.

Fast alle Kennzahlen liegen unterhalb des Kreis- und des Landesdurchschnitts „Bergkamen ist nicht Chicago!“, betonte Kujau. Es gibt allerdings zwei Ausnahmen.

Fast verdoppelt haben sich die Versuche, insbesondere ältere Bürgerinnen und Bürger mit dem Enkeltrick zu betuppen, oder indem sich dich Gauner als „Polizisten“ ausgeben. Nun ist es aber so, dass die Opfer meist Seniorinnen und Senioren sind, sie sind aber nicht senil.

Über 90 Prozent der Betrügereien bleiben im Versuch stecken, weil die Betroffenen mistrausch sind. Gelingt es aber den Gaunern, ihre Opfer zu überzeugen, winkt reiche Beute, die in den sechsstelligen Euro-Bereich gehen kann. Erschwert wird danach die Ermittlungsarbeit, weil die Anrufer und auch Drahtzieher irgendwo im Ausland sitzen, Diejenigen, die die Beute abholen, seien oft schlecht bezahlte Handlager, berichtete Kujau.

Stark zugenommen haben auch die Autodiebstähle. In diesem Jahr sind bereits 29 der meist hochwertigen Pkw aus Bergkamen verschwunden. Oft kommen diese betroffenen Fahrzeuge ohne einen richtigen Schlüssel aus, sondern funktionieren über Funk. Für Autodiebe ist es einfach, mit entsprechender Technik das Auto zu öffnen und davonzufahren – ohne irgendeinen Schlüssel. Hier helfe nur eine spezielle Box, in der der Schlüssel mit seinem Sender eingesperrt wird.

Obwohl die Sicherheitslage in Bergkamen so gut ist, empfinden dies Bürgerinnen und Bürger oft ganz anders. „Es wird immer schlimmer“, lautet oft der Kommentar unter Polizeimeldungen auf Facebook. Warum dies so ist, konnte der Kriminaldirektor auch nicht ganz erklären. Vielleicht hinge das auch damit zusammen, dass über die Medien so viele Nachrichten über Straftaten vermittelt werden, sodass die Bürger den Eindruck haben, es würde immer mehr.

Dieses Sicherheitsgefühl werde in Bergkamen auch nicht verbessert, wenn die Polizeiwache rund um die Uhr besetzt würden. Die Beamten, die nachts in der Wache säßen, würden dann im Streifendienst fehlen.
Obwohl auch die Zahl der Wohnungseinbrüche auch in Bergkamen stark zurückgegangen sei, werde die Bekämpfung der Einbruchskriminalität weiterhin ein Aufgabenschwerpunkt der Polizei bleiben, versicherte Kriminaldirektor Frank Kujau.




Parkour-Kunst und Stelzenkunst für Jugendliche: Kostenlose Workshops in den Herbstferien

Gleich zwei spannende Bewegungsprojekte bietet die Jugendkunstschule Bergkamen in den Herbstferien kostenlos für junge Menschen an: In der ersten Ferienwoche gibt es das „Plan B“ Parkourprojekt für 10 – 14-jährige in der Sporthalle 1 des Städtischen Gymnasiums. Die Woche darauf bieten Jugendkunstschule und Kinder- und Jugendhaus Balu ein Stelzenprojekt für Jugendliche ab 15 Jahren an. Auf dem Lichtermarkt am 26.10. können die fertigen Stelzenläufer ihre Fähigkeiten als Walkact präsentieren.

Parkour ist nach dem Selbstverständnis vieler Anhänger eine Kunst-Sportart, bei der die Akteure unter Überwindung aller Hindernisse einen möglichst kurzen Weg von A nach B nehmen. Parkour erfordert ein hohes Maß an Körperbeherrschung, Selbsteinschätzung und Disziplin sowie geistige Stärke. Dieses Ferienprojekt bietet einen Einstieg in die Welt des Parkour und findet von Montag, 15.10. bis Freitag 19.10. jeweils von 11.00 bis 14.00 Uhr statt. Die Jugendlichen lernen sicher und elegant Hindernisse zu überwinden. Dabei werden auch körperliche Fähigkeiten, Konzentration und Koordination trainiert. Erfahrene Traceure geben Einblicke in die Welt des Parkour und viele Tipps und Tricks, den eigenen Weg zu finden und zu gehen. „Plan B“ findet statt im Rahmen des Landesprogramms Kulturrucksack NRW statt.

Unter dem Motto „Hoch hinaus“ erarbeiten Walkactprofis vom Team „Oakleaf Stelzenkunst“ mit den Teilnehmern eine eigene Walkactperformance. Gemeinsam werden Stelzen und Kostüme entwickelt und erstellt. Das Projekt findet von Dienstag, 23.10 bis Freitag, 26.10. jeweils von 10.00 bis 16.00 Uhr statt. Zum Abschluss können sich die Jugendlichen als Walkact ab 18.00 Uhr auf dem diesjährigen Lichtermarkt präsentieren und dort auch in direkten Kontakt mit den internationalen Walkactprofis kommen. Veranstaltungsort ist die Jugendkunstschule im Pestalozzihaus, Pestalozzistraße 6 in Bergkamen. Das Projekt wird gefördert vom Kultursekretariat NRW Gütersloh im Rahmen des Programms (D)ein Ding.

Infos und Anmeldungen

Parkour Projekt „Plan B“
Jugendliche können direkt zum Veranstaltungsort kommen und sich dort anmelden: Sporthalle 1 des Städtischen Gymnasiums, Hubert-Biernat-Straße 1 in Bergkamen. Informationen gibt es auch im Kulturreferat unter der Durchwahl 02307/965462.

Stelzenprojekt Projekt „Hoch hinaus“:
Kinder- und Jugendhaus Balu täglich von 10.00 bis 16.00 Uhr: Telefon 02307/60235 und im Kinder- und Jugendbüro täglich von 8.30 Uhr bis 16.00 Uhr, Telefon: 02307/965381. Die Teilnahme an beiden Projekten ist kostenlos.




Naturfotos von Heino Otten in der Ökologiestation

Bis zum 2. Dezember sind in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil Naturfotografien von Heino Otten zu sehen.

„Mir würde es reichen, wenn dem Betrachter die Schönheit unserer gebeutelten Restnatur auffällt, und er sich Gedanken darüber macht, was es eigentlich bedeutet, wenn allein über 30 Tierarten täglich für immer von unserem Planeten verschwinden, auch heute und morgen,“ beschreibt der Kamener seine Intention.

Die Auswahl will nicht mit Naturfotografie-Ausstellungen konkurrieren, die einen explizit künstlerischen Anspruch erheben. Kein Bild wurde digital bearbeitet, die Kamera, mit der sie aufgenommen wurden, hat die Größe einer Zigarettenschachtel.




Wochenmarkt verlegt – Busse fahren eine Umleitung

In Bergkamen fahren die Linien R11, C11, S20, 128 und 193 am heutigen Donnerstag, 11.10.2018, eine Umleitung. Auf Grund der Herbstkirmes wird der Wochenmarkt verlegt und die Haltestellen „Am Stadtmarkt“, „Ebertstraße/Nordberg“ und „Am Stadion“ entfallen bis ca. 17 Uhr.

Als Ersatz wird die Haltestelle „Bergkamen Busbahnhof“ oder die ehemalige Haltestelle „Auf dem Kämpen“ bedient.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten ServiceZentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplan-auskunft, kostenlos) oder 0 180 6 / 50 40 30 (perso-nenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung:
Festnetz 20 ct / mobil max. 60 ct) oder im Internet www.fahrtwind-online.de oder über die fahrtwind App (kostenloser Download im Google Play Store oder im App Store).




Vortragsabend im Stadtmuseum: Neue Fragen an die Legionslager Oberaden und Neuss

Die Legionäre stehen vor der Holz-Erde-Mauer im Bergkamener Römerpark in Reih und Glied.

Am Freitag, 12. Oktober 2018, findet ein Vortragsabend „Neues aus der Archäologie: Neue Fragen an das Legionslager Oberaden und Neues aus dem Legionslager Neuss“ ab 18:30 Uhr im Stadtmuseum Bergkamen, Drususzimmer, mit Mark Schrader und Andreas Wegert statt.

Das Motto der neuen Vortragsreihe werden neue wissenschaftliche Erkenntnisse und neue Fragen an die Geschichte sein, die eine neue Generation von Wissenschaftlern stellt. Dogmen und Geschichtskonstruktionen prägten lange Zeit die Kulturwissenschaften. Mit detektivischen und gerichtsmedizinischen Methoden kommen aktuell immer mehr Forscher, ob Laien oder Professoren, auf neue Fragen an die Geschichte.

Dazu gehört auch der Leiter des Bergkamener Stadtmuseums Mark Schrader. Er stellt das Legionslager unter ein neues Licht. Mit über 56 ha (560.000 m² = ca. 60 Fußballfelder) hätte das Legionslager Platz für mindestens drei Legionen, zehn Hilfstruppen-Kohorten und drei Kohorten Prätorianer sowie weitere Veteranen-Kohorten. Das entspräche einer Kampfkraft von ca. 28.000 Mann. Kann das sein? Es lassen sich viele Fragen stellen, wie z.B. waren Frauen und Kinder im Lager? Wie würde die Versorgung funktionieren? Wie lange brauchten die Römer für den Bau des Lagers?

Ein weiterer Standort mit einer kontinuierlichen Belegung für viele neue Fragen ist aktuell die Stadt Neuss. Viele Legions- und Marschlager haben viele Forschergenerationen beschäftigt und es entstanden viele Dogmen sowie ein Ideal-Lager, welches international das Vorzeige-Legionslager wurde. Der Wissenschaftler und Lehrer Andreas Wegert, Universität zu Köln und Forscher am Clemens-Sels-Museum Neuss, stellt neue Fragen an die Zerstörung und Strukturen des Legionslagers Neuss. Kann man mit neuen Methoden und in den alten Grabungsunterlagen die Geheimnisse von Neuss lüften. Herr Wegert nimmt uns auf einen neuen Weg der Wissenschaft mit, um neue Erkenntnisse zum Verlauf der Geschichte zu finden.

Für alle Vorträge gilt Folgendes: Spende statt Eintritt.




Kürbisschnitzen für Kinder im Stadtmuseum Bergkamen

Am Samstag, 27. Oktober, bietet das Stadtmuseum Bergkamen von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr einen Workshop im Kürbisschnitzen für Schulkinder im Alter von 6 bis 11 Jahren an.

Nach einer kurzen Einführung zu den Ursprüngen des bei Kindern und Erwachsenen belieb-ten Brauches „Halloween“, schnitzen die Teilnehmer/innen nach Herzenslust gruselige oder auch lustige Gesichter in ihre Kürbisse. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. An-schließend geht es auf einen Rundgang durch das schaurig schön geschmückte Museum. Auf die jungen Besucher wartet hier so manch eine gespenstische Überraschung.

Begleitet wird die Aktion von erfahrenen Museumspädagoginnen. Die Teilnahmegebühr ein-schließlich Material beträgt 9 €. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen nimmt das Stadtmuseum Bergkamen unter der Telefonnummer 02306/3060210 entgegen




Am Osttrakt der Burgschule knabbert jetzt der Abbruchbagger

Die Abbrucharbeiten am Osttrakt der Burgschule in Oberaden sind gestartet.

Die Abbrucharbeiten an der Burgschule in Oberaden sind jetzt gestartet worden. Genauer gesagt handelt es sich um den maroden jüngeren östlichen Trakt. Der ältere westliche Trakt, der bereits vor Jahren für die Aufnahme des Sek I-Teils der Regenbogenschule des Kreises Unna modernisiert worden ist, soll auch künftig weiterhin genutzt werden soll.

An die Stelle des Alttraktes kommt ein Neubau für die Jahnschule, die dorthin nach der Fertigstellung umziehen wird. Den Planungsauftrag für den Neubau soll ein Architektenbüro erhalten, das bereits Erfahrungen mit Schulneubauten gesammelt hat.

Begleitet wird der Planungs- und Neubauprozess von einem Arbeitskreis, dem neben Vertretern von Politik und Verwaltung auch Vertreter der Jahnschule angehören werden. Da ist jedenfalls Beschlusslage des Ausschusses für Schule, Sport und Weiterbildung aus dem Juni dieses Jahres.




Drewermann-Spende an Projekt für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten

Übergabe der Drewermann-Spende (hinten v. l.): Sabine Ostrowski, Jochen Wehmann, Harald Sparringa und Gabi Wehmann.

Es ist gute Tradition, dass nach jedem Referat von Dr. Eugen Drewermann anstelle eines Eintritts für einen guten Zweck gesammelt wird. Eugen Drewermann ist in Bergkamen geboren. Deshalb nimmt er von der VHS kein Honorar an.

Diesmal kamen 927,50 Euro zusammen. Dieses Geld überreichte jetzt VHS-Leiterin Sabine Ostrowski im Raum der Lernwerkstatt des Bergkamener Vereins für Kinder- und Jugendhilfe im ev. Jugendzentrum „John“ in Oberaden.
Dieser Raum wird von der Martin-Luther-Kirchengemeinde kostenlos für das Nachhilfeangebot an Kinder und Jugendliche zur Verfügung gestellt, berichteten ihr Jochen Wehmann und Harald Sparringa vom Vereinsvorstand. Seit vielen Jahren unterstützt der Verein mit seiner Lernwerkstatt sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten.

Für die Kinder und Jugendlichen selbst ergeben sich keine Kosten. Geleitet wird die Lernwerkstatt ehrenamtlich durch eine ehemalige Schulleiterin und einen ehemaligen Schulleiter. „Darüber hinaus haben wir Lehrkräfte eingestellt, die bezahlt werden müssen“, berichtete Jochen Wehmann. Ein Teil der Kosten könne über das Bildungs- und Teilhabepaket abgerechnet werden. Deshalb sei die Lernwerkstatt auf Spenden angewiesen.




Gästeführung durch den Stadtteil Rünthe am kommenden Samstag

Mit der etwas älteren Geschichte des Stadtteils Rünthe und speziell einiger markanter Häuser und Gebäude dort befasst sich Gästeführerin Marie-Luise Kilinski im Rahmen einer Gästeführung am kommenden Samstag, 13. Oktober.

Die fußläufige Führung beginnt um 10 Uhr vor dem evangelischen Gemeindezentrum „Haus der Mitte“ an der Kanalstraße, wo sie gegen 12.30 Uhr auch wieder endet. Die Schwerpunkte werden im Bereich Kanalstraße, Hellweg, Haus Rünthe, Schachtstraße und Rünther Straße und damit im engeren eigentlichen Ortsbereich liegen.

Für die Teilnahme an der Führung ist pro Person ein Kostenbeitrag von 3 Euro zu entrichten, für Kinder bis zu zwölf Jahren ist die Teilnahme kostenfrei. Die Rundwanderung findet allerdings nur statt, wenn sich bis zu ihrem Beginn mindestens fünf interessierte Personen an ihrem Ausgangspunkt einfinden.




Betrüger wollen Senioren betuppen: auch und wieder in Bergkamen

Aus aktuellen Anlass wird die Polizei nicht müde, immer wieder vor betrügerischen Anrufen zu warnen. In den letzten Tagen kam es erneut zu vielen Anrufen bei älteren Menschen, hauptsächlich in Schwerte, Holzwickede und Bergkamen.

Die Anrufer gaben sich als Polizeibeamte aus Unna oder Bergkamen aus oder als angebliche Verwandte. Dann erzählten sie eine Geschichte, dass man bei festgenommenen Einbrechern einen Zettel gefunden habe, auf dem auch der Name der Person stand. Anschließend fragten sie nach Wertgegenständen in der Wohnung oder nach Vermögensverhältnissen der Angerufenen. Als angeblicher Enkel baten sie um das kurzfristige zur Verfügung stellen von Bargeld, weil man eine Investition tätigen will.

In den meisten Fällen durchschauten die Angerufenen den Betrugsversuch sofort und legten auf. Unser Rat ist, seien Sie misstrauisch und wenden Sie sich an die Polizei und ihre Angehörigen. Informieren Sie ältere Menschen in ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis, denn die Betrüger werden es immer wieder versuchen. Tipps für Senioren erhalten Sie auf der Internetseite der Polizei NRW:  https://polizei.nrw/artikel/sicherheit-fuer-aeltere-menschen




Zoff um Schacht III: CDU fordert vor dem Ratsbeschluss eine Info-Veranstaltung für Bürger

Ausschnitt aus der Homepage von „Limitless“ (https://limit-less.de/)

In der Sache waren sich am Dienstagabend im Stadtentwicklungsausschuss einig: Der Schacht III solle veräußert werden, mit der Fakt AG, bzw. eines ihrer Tochterunternehmen der Rudimo AG, sei der richtige Käufer gefunden worden und mit dem Fitness-Unternehmen „Limitless“ sei für die obere Etage auch ein Mieter gefunden, von dem keine größeren Störungen für die Nachbarschaft ausgingen.
Trotzdem gab es Zoff am Dienstagabend, als Thomas Heinzel (CDU) ankündigte, seine Fraktion werde am Donnerstag im Stadtrat beantragen, die Abstimmung über die Schacht III-Verträge in nicht-öffentlicher Sitzung um mindestens einen Monat verschieben.

Der Grund: Vorher sollten die Rünther Bürgerinnen und Bürger über die Pläne der FAKT AG und Limitless informiert werden. Dies werde erst am 19. Oktober geschehen.

Diese Info-Veranstaltung wird übrigens vom Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen organisiert. Er hat bereits vor Wochen den Vorstandsvorsitzenden der FAKT AG Hubert Schulte-Kemper dazu eingeladen. Ein Gespräch vor der Ratssitzung am Donnerstag sei aus Termingründen nicht möglich, teilte Schulte-Kemper dem Aktionskreis mit.

Der Vorstoß von Thomas Heinzel, die Entscheidung des Stadtrats über den Verkauf des Schachts III zu verschieben, wurde vom Jochen Wehmann (Bündnis 90/Die Grünen) unterstützt, stieß aber beim Ersten Beigeordneten Dr. Hans-Joachim Wehmann und bei der SPD-Fraktion auf völliges Unverständnis. Informiert werde üblicherweise nach erfolgtem Verkauf. Dass überhaupt im Stadtentwicklungsausschuss Rafael Rösner von der Rudimo AG und Mirko Kinzel von „Limitless“ ihre Pläne erläuterten, sei schon eine Ausnahme.

Dr. Peters wies unter anderem darauf hin, dass Hubert Schulte-Kemper bereits im Februar dieses Jahres im Haupt- und Finanzausschuss im nicht-öffentlichen Teil seine Pläne für Schacht III vorgestellt habe. Die danach formulierten Arbeitsaufträge für die Verkaufsverhandlungen habe er umgesetzt und dabei mehr erreicht, als eigentlich in solchen Verträgen üblich seien. So werde zum Beispiel explizit die Nutzung des Schacht III für Glückspiele ebenso ausgeschlossen wie für Hochzeiten oder Erotikmessen und Peepshows.

Die Diskussion über den Verkauf des Schachts III wird jetzt am Donnerstag im Stadtrat fortgesetzt – dies allerdings wieder im nicht-öffentlichen Teil.