Bei Kollision mit einem Schulbus auf der Mühlenstraße wurde 50-jährige Beifahrerin eines Transits verletzt
Eine leichtverletzte 50-jährige Frau aus Dortmund ist die Folge eines Verkehrsunfalls am Montagmorgen. Gegen 08.15 Uhr fuhr die 48-jährige Fahrerin eines Busses auf der Mühlenstraße in Richtung Jahnstraße. Im Fahrzeug befanden sich mehrere Grundschüler, die auf dem Weg zu einer Sportveranstaltung waren.
Als die Fahrerin merkte, dass sie in die falsche Richtung fuhr, wollte sie den Bus wenden. Sie lenkte das Fahrzeug rechts ran und wollte an der Kreuzung Mühlenstraße/ Uferstraße/ Auf der Lette wenden. Der 45-jährige Fahrer eines Ford Transit war ebenfalls in diese Richtung unterwegs. Als er an dem stehenden Bus vorbeifahren wollte, fuhr dieser an, um zu wenden. Dabei kam es zum Zusammenstoß durch den sich der Ford drehte und gegen einen Zaun prallte.
Bei dem Unfall wurde die Beifahrerin des 45-jährigen leicht verletzt und vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 6000EUR geschätzt.
Ein Woche im Zeichen der Städtepartnerschaft: Erste Gespräche der Gesamtschule mit dem Collège Edouard Vaillant in Gennevilliers
Die Bergkamener Delegation in Gennevilliers an der „Rue de Bergkamen“.
Das vergangene Wochenende lag ganz im Fokus der Bergkamener Städtepartnerschaften. Während im französischen Gennevilliers der alle drei Jahre stattfindende „CARNAVAL“ eine Gruppe aus Bergkamen lockte, besuchte eine Abordnung des Lions-Clubs BergKamen die sachsen-anhaltinische Partnerstadt Hettstedt. Aber damit nicht genug, reiste der Chor „Camerata“ aus Wieliczka/Polen im Rahmen der Musikschuljubiläums nach Bergkamen.
Drei Maßnahmen mit vielversprechenden Zukunftsaussichten!
Eine Schülergruppe sowie zwei Lehrerinnen der Willy-Brandt-Gesamtschule besuchte unter der Leitung von Bürgermeister Roland Schäfer die französische Partnerschaften.
Neben der Teilnahme an der Großveranstaltung, standen nicht nur eine Führung durch die Partnerstadt Gennevilliers und ein Besuch der Metropole Paris auf dem Programm, sondern auch erste persönliche Gespräche mit der Verwaltung zur Schaffung einer Schulpartner-schaft zwischen dem Collège Edouard Vaillant in Gennevilliers und der Bergkamener Willy-Brandt-Gesamtschule.
Der Lions Club BergKamen besuchte in Hettstedt den Lions Club der Partnerstadt in Sachsen-Anhalt.
Zeitgleich reiste eine 20-köpfige Gruppierung des Lions-Clubs Bergkamen in die Bergkamener Partnerstadt Hettstedt. Mit Unterstützung des Bürgermeisters Dirk Fuhlert kam ein erster Kontakt mit dem Lions-Club Hettstedt zustande. In angeregten Unterhaltungen wurde unter anderem ein Gegenbesuch in Bergkamen diskutiert.
Eine Stadtführung unter der Leitung des Ortschronisten der Stadt Hettstedt, Herrn Otto Spieler, der einigen Bergkamenern schon seit vielen Jahren bekannt ist, ließ keine Fragen zu unserer Partnerstadt offen.
Verschiedene andere sehenswerte Orte im Mansfelder Land wurden angesteuert und den Abschluss bildete eine Fahrt in den Schacht Röhrig in Wettelrode, der die Teilnehmer/-innen auf anschauliche Weise etwas über den Kupferschieferbergbau und damit auch über die Un-terschiede zu „unserem“ Steinkohlebergbau erfuhren.
Last but not least begab sich der Chor „Camerata“ aus der polnischen Partnerstadt Wieliczka im Rahmen des Jubiläums der Bergkamener Musikschule auf den Weg nach Bergkamen.
„Camerata“ ist als einer der besten Chöre in Kleinpolen bekannt und hat ein weitreichendes Repertoire von geistlicher Chormusik über Opern- und Musicalklängen bis hin zu Popmusik.
Diese stimmgewaltige Gesangsgruppierung trat am Wochenende in der Ludgerikirche in Selm sowie der St. Elisabeth-Kirche in Bergkamen auf. Den krönenden Abschluss ihrer 3-tägigen Konzertreise bildete jedoch die Teilnahme an der Gesangsrevue der Musikschule am Sonntag im studio theater bergkamen.
Aber nicht nur die hiesigen Bühnen waren Ziel dieser Reise, sondern auch eine Führung durch das Sportbootzentrum Marina-Rünthe, bei der sich die Chormitglieder ein Bild vom Wandel eines Industriehafens zu einem Freizeit- und Dienstleistungszentrum mit mediterra-nem Flair machen konnten.
Der Chor „Camerata“ aus Wieliczka besuchte Bergkamen.
Oberadener Schützen zum Alte-Herren-Turnier des SuS
Die Mitglieder des Schützenvereins Oberaden wollen auch in diesem Jahr, einer alten Tradition folgend, das Hobbyturnier der Alte-Herren-Mannschaft des SuS Oberaden Abteilung Fußball besuchen.
Hierzu treffen sich die Schützenschwestern und Schützenbrüder am Fronleichnam, Donnerstag, den 20. Juni 2019 um 12.00 Uhr im Römerbergstadion in Oberaden. Die Anzugsordnung sieht Zivil vor bzw. wer hat und möchte im Vereinspoloshirt. Der Vorstand bittet um rege Beteiligung der Mitglieder des Oberadener Schützenvereins.
RVR warnt vor starkem Befall des Naturschutzgebiets Beversee durch den Eichenprozessionsspinner
Die Ranger und Förster vom Regionalverband Ruhr-Eigenbetrieb Ruhr Grün kämpfen derzeit gegen den Eichenprozessionsspinner. Problematisch ist der Befall an Bäumen, weil Kontakt mit den Raupen des Nachtfalters Allergien bei Menschen auslösen kann. Das Tier schießt nicht sichtbare Brennhaare ab, die u.a. zu Verbrennungen, Atembeschwerden sowie allergischen Reaktionen führen können. Der Regionalverband Ruhr (RVR) empfiehlt daher, besonders auf Warnhinweise zu achten und einige Gebiete ganz zu meiden.
Um die Gefahren für Waldbesucher möglichst gering zu halten, sind die RVR Ruhr Grün-Mitarbeiter in allen Revieren der Metropole Ruhr im Einsatz und saugen die Nester mit Spezialgeräten ab. Entwarnung gibt es aber noch nicht: Da es so viele Tiere sind, kann die Aktion einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Mitarbeiter kümmern sich deshalb zuerst um besonders gefährdete Bereiche. Das ist z. B. in der Nähe von Spielplätzen oder Bebauung. Überall dort, wo Menschen besonders leicht mit den Raupen in Berührung kommen.
Waldbesucher werden gebeten, auch selbst auf befallene Bäume und Anzeichen für Befall zu achten. Ferner wird für alle RVR Wälder, insbesondere für den Schlosswald Herten, den Emscherbruch, das Castroper Holz und das Grutholz sowie den Beerenbruch, die Kirchheller Heide, den Baerler Busch, die Üfter Mark, die Haard, die Burg und die Hohe Mark sowie die Geithe empfohlen:
Wege nicht verlassen, Gefahrenbereiche und befallene Eichen meiden
auf Kinder und Haustiere achten, Hunde an der Leine führen
weder Raupen noch Gespinste berühren
auf keinen Fall sollten Nester eigenhändig entfernt werden, auch nicht im privaten Garten (hierfür gibt es Spezialfirmen)
bei Kontakt schnellstmöglich Kleidung wechseln und waschen.
Der RVR empfiehlt, besonders stark befallene Gebiete wie das Naturschutzgebiet Beversee in Bergkamen, die Römer-Lippe-Route zwischen Schermbeck und Wesel sowie den Bereich Rappaportstraße in Marl sollten Besucher bis Ende Juli ganz zu meiden.
Mehr zu RVR Ruhr Grün unter www.forst.rvr.ruhr
Betrugstaten durch angebliche Polizeibeamte – Senioren übergeben hohe Bargeldsummen
Seit Anfang des Monats sind bei der Polizei Unna wieder vermehrt Anzeigen über Betrugsversuche zum Nachteil älterer Menschen eingegangen. Über das ganze Kreisgebiet verteilt, hauptsächlich aber in Schwerte wurden Seniorinnen und Senioren von den Anrufern zu Vermögensverhältnissen und Kontodaten von angeblichen Polizeibeamten befragt.
Leider kam es in Schwerte in zwei Fällen dazu, dass die Geschädigten unbekannten Personen hohe Bargeldsummen übergaben. In einem Fall versuchten die Täter auf dreiste Art und Weise noch eine weitere Summe zu ergaunern, nachdem sie bei dem Geschädigten zuvor schon einmal erfolgreich waren. Einem aufmerksamen Bankangestellten ist es zu verdanken, dass es hier nicht noch einmal geklappt hat.
In geschickter und überzeugender Art und Weise gelang es den Tätern dem geschädigten Senior persönliche Details über Vermögensverhältnisse zu entlocken. Sie überzeugten das Opfer davon, dass selbst Bankangestellte mit in die Vorfälle verwickelt sind und er auf keinem Fall irgendwem von der Geldübergabe erzählen darf. In diesem letzten Fall in Schwerte gab der angebliche Kriminalbeamte Schwarz an, er müsse dringend die Seriennummern der Geldscheine überprüfen.
Damit es den Tätern in Zukunft nicht mehr gelingt, sich das Hab und Gut anderer Menschen anzueignen, warnt die Polizei Unna erneut vor der nunmehr nicht mehr ganz neuen Betrugsmasche.
Warnen Sie auch Ihre Freunde und Verwandten und geben Sie niemals persönliche Daten am Telefon weiter. Kein echter Polizeibeamter würde so etwas telefonisch mit Ihnen klären. Wenn Sie unsicher sind, legen Sie auf und rufen Sie unter 110 die Polizei an. Lassen Sie sich von den Tätern nicht hinhalten, auch wenn diese noch so eindringlich und manches Mal auch äußerst frech auf Sie einreden.
Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage unter
https://unna.polizei.nrw/artikel/falsche-polizeibeamte-am-telefon-0
Weddinghofer Brauchtumsfeuer kann 2021 wieder ein richtiges „Johannisfeuer“ sein
Ortvorsteher Dirk Haferkamp (r.) und Werner Matiak entzündeten das „Weddinghofer Brauchtumsfeuer“.
Ein anderer Name, ein etwas vorgezogener Termin und ein völlig anderer Ort: Trotzdem zog am Samstagnachmittag das „Brauchtumsfeuer“ von „Wir in Weddinghofen“ auf dem Parkplatz neben dem Rasensportplatz am Häupenweg jede Menge Leute an.
Konstant geblieben sind die Strukturen dieser beliebten Veranstaltung. Zunächst entzündeten Ortsvorsteher Haferkamp und das Vorstandsmitglied des Vereins „Wir in Weddinghofen“ Werner Matiak das Feuer an, und das sich alles drehte. Anschließend begrüßten die Mädchen und Jungen der Kindertageseinrichtungen im Stadtteil die Besucher.
Der Chor der Weddinghofer Kitas.
Der Chor der Weddinghopfer Kitas.
Anschließend bestand genügend Gelegenheit, bei kühlen Getränken, Kaffee und Kuchen, leckerem Zwiebelkuchen und den Spezialitäten vom Alevitischen Kulturverein mit den Nachbarn ins Gespräch zu kommen. Traditionsgemäß hatten auch die örtlichen Parteien SPD, CDU und Grüne ihre Stände aufgebaut. Dort konnte man mit den Lokalpolitikern über spezielle Probleme vor Ort sprechen.
Wie immer passten die Weddinghofer Feuerwehrleute auf das Brauchtumsfeuer auf. Für Notfälle standen Helfer vom DRK Bergkamen bereit.
Diese Veranstaltung findet im 2 Jahres-Rhythmus statt. Beim nächsten Mal 2021 darf es dann auch wieder „Johannisfeuer“ heißen, denn dann liegen sowohl der Samstag davor und der Samstag danach nahe genug am eigentlichen Johannistag, dem Geburtstag von Johannis dem Täufer, dem 24. Juni. Bis dahin wird „Wir in Weddinghofen“ darüber nachdenken, ob der Veranstaltungsort am Sportplatz der geeignete Ort ist. Viele Alternativen gibt es im Stadtteil für solche Veranstaltung nicht.
In diesem Jahr wäre der Termin für das Johannisfeuer ins verlängerte Fronleichnam-Wochenende gefallen. Deshalb hatte sich der Verein entschieden, die Veranstaltung im eine Woche vorzuziehen. Genehmigt wurde dann aber nur ein „Brauchtumsfeuer“.
Imposantes Jubiläumskonzert der Großfamilie Bachkreis zum 50-jährigen Bestehen
Das vereinte Ehemaligen- und Bachkreisorchester auf der Bühne der Kamener Konzertaula.
Die monatelangen Vorbereitungen haben sich gelohnt: Die Bergkamener Bachkreis-Familie feierte am Samstag eine rauschende Geburtstagsfeier, zunächst feierlich in der Kamener Konzert-Aula und danach ausgelassen in der Schützenheide.
Zumindest die Sorgen, die die die Konzertaula betrafen, haben sich letztlich als gegenstandslos erwiesen. „Passen dort tatsächlich 200 weitestgehend sitzende Musikerinnen und Musiker auf die Bühne?“ lautete die bange Frage. Dies vorher auszuprobieren war ja nicht möglich gewesen. Und siehe da: Sie passen. Allerdings waren die jeweiligen Dirigentinnen und Dirigenten zu einem Balanceakt hart am Bühnenrand gezwungen, um zu ihrem Pult zu gelangen.
Christine Hackbarth dirigiert das Jugendorchesrer aus Westerstede.
Zu fast 1000 Ehemaligen hatte die Orchesterleitung im Vorfeld Kontakt aufgenommen mit der Bitte, sich an diesem kombinierten Klangkörper aus Ehemaligen und aktuellem Bachkreis als krönender Abschluss des Jubiläumkonzerts zu beteiligen. 160 hatten sich positiv zurückgemeldet. Und sie alle beherrschen noch ihre Instrumente, wie die Bachkreis-Leiterinnen Bettina Jacka und Dorothea Langenbach nach den ersten Proben im Gymnasium anerkennend feststellen konnten.
Vorher waren die aktiven Ehemaligen zu einer Art Bachkreis-Hitparade aufgerufen worden. Sie konnten sich aus einer Reihe von Kompositionen ihre Lieblingsstücke zusammenstellen. Diese Auswahl war unter anderem mit „Wachet auf ruft uns die Stimme“ von Bach oder „Let’s get loud“ von Gloria Estefan letztlich exzellent.
Das Ergebnis war übrigens nicht nur laut, sondern auch sehr schön. Dafür hatten die Ehemaligen auch schon zuhause kräftig geübt. Die Noten dafür verteilte die Orchesterleitung ganz modern via Internet und Dropbox.
Den Auftakt des Jubiläumskonzert übernahm der Bachkreis-Nachwuchs, das B-Orchester. Es sorgte mit seiner Interpretation des Rock-Klassikers „Smoke on the Water“ für einen ersten musikalischen Höhepunkt, der die gesamte Geburtstagsgesellschaft in der fast vollbesetzten Konzertaula begeisterte.
Ex- Bachkreisler Markus Sarwas dirigiert.
Ein Ehemaliger, Markus Sarwas, hatte am Samstagnachmittag besonders viel zu tun. Den Musiklehrer verschlug es 1991 zum Gymnasium von Westerstede bei Oldenburg. Heute leitet er zusammen mit Christine Hackbarth das Orchester der Schule. Die Verbindungen zwischen Bachkreis und Sarwas rissen nie ab. Im vergangenen Jahr unterstützte beispielsweise das Bergkamener Orchester die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Gymnasiums in Westerstede. Als musikalisches Präsent zum 50-jährigen Bestehen des Bachkreises hatte das Orchester unter anderem ein Medley aus „König der Löwen“ aus dem hohen Norden mitgebracht.
Festredner Marc-Alexander Ulrich.
Zusammen mit dem A-Orchester spielten die Westersteder vor der Pause den Walzer Nr. 2. aus der Suite für Jazz-Orchester von Schostakowitsch und „Lord of the Dance“.
In ihren Reden betonten Schulleiterin Bärbel Heidenreich, der Vorsitzende des Fördervereins Peter Schäfer und Bergkamens Kulturdezernent Marc-Alexander Ulrich den familiären Charakter, den der Bachkreis auszeichnet. Diese Großfamilie wollte natürlich nach getaner „Arbeit“ in der Konzertaula kräftig in der Schützenheide abfeiern. Dort erwies sich letztlich eine weitere Befürchtung aus den Vorplanungen ebenfalls als gegenstandslos: „Werden auch alle satt?“, weil Spannbreite der zu erwartenden Gäste zwischen 300 und 700 lag? Sie wurden, wie es der Wirt vorher versprochen hatte.
Fußgänger beim Ausparken auf dem Poco-Parkplatz übersehen
Am Samstag übersah gegen 17.23 Uhr ein 70-jähriger Mann aus Unna beim Ausparken auf der Industriestraße einen 50-jährigen Fußgänger aus Kamen auf dem Parkplatz des Poco-Einrichtungshauses in Rünthe. Hierbei verletzte sich der Fußgänger und wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.
54-jähriger Kradfahrer aus Bergkamen verunglückt tödlich auf ADAC-Verkehrsübungsplatz in Recklinghausen
Auf dem ADAC-Verkehrsübungsplatz in Recklinghausen ist am Samstagnachmittag ein 54-jähriger Kradfahrer aus Bergkamen mit seinem Motorrad tödlich verunglückt. Er war als letzter Fahrer einer Gruppe auf dem Gelände unterwegs. Als man sein Fehlen bemerkte, stellte man bei der Nachschau fest, dass er frontal gegen einen Baum gefahren war. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Den Verkehrsunfall hatte niemand bemerkt oder beobachtet.
Raubüberfall auf Erdbeerstand an der Werner Straße – Täter sprüht Verkäufer Reizgas in die Augen
Am Samstag wurde gegen 18:07 Uhr ein Erdbeerstand an der Werner Straße / Ecke An der Schützenheide in Bergkamen-Mitte überfalle.
Eine unbekannte männliche Person sprühte dem Verkäufer im Erdbeerstand Reizgas in die Augen und entnahm die Tageseinnahmen. Anschließend flüchtete die Person in nördliche Richtung.
Beschrieben werden kann die Person wie folgt: männlich, vermutlich deutsche Herkunft, akzentfreie Sprache, ca. 20-25J., 180-190 cm, sehr schlanke Erscheinung, blonde, sehr kurze Haare, Dreitagebart. Bekleidet war er mit einem grauen Sweatshirt und einer schwarzen Jogginghose.
Hinweise bitte an die Polizei in Kamen unter 02303 921 3220 oder 02303 921 0.
Die Wasserkontrolleure: Flussflohkrebse fühlen sich wohl in Kuhbach und Seseke
Der Flussflohkrebs erinnert optisch an eine Garnele. Foto: EGLV
Krebse vermutet man in Deutschland eher an Nord- und Ostsee, die kleinen Gliederfüßler sind aber auch in den Gewässern der Region zuhause. Eine besondere Art ist der Flussflohkrebs. Er konnte durch das Biologenteam des Lippeverbandes in Bergkamen in der Seseke und im Kuhbach nachgewiesen werden. Der in der Fachsprache Gammarus roeseli genannte Flohkrebs ist auf den ersten Blick leicht mit einer Garnele zu verwechseln. In Gewässern mit ausreichender Sauerstoffversorgung findet man den kleinen Flussbewohner, der somit ein Indikator für eine gute Wasserqualität ist. Der Lippeverband kürt den kleinen Krebs im Juni zum Bewohner des Monats.
Der Flussflohkrebs ist maximal 2,2 Zentimeter groß und hat eine grau- bis gelbbraune Farbe. In stehenden oder langsam fließenden Gewässern mit reichlich pflanzlichem Nahrungsangebot fühlt er sich besonders wohl. Ursprünglich stammen die Flussflohkrebse vom Balkan, im Laufe der Zeit haben sie sich aber auch in anderen Gewässern angesiedelt. Insgesamt werden circa 30 bis 40 verschiedene Flohkrebsarten gezählt, die deutsches Süßwasser besiedeln. „In einem renaturierten Gewässer lassen sich die Gammariden recht schnell nieder. Ist der Weg mal etwas weiter, lösen sie auch gerne ein ,Flugticket‘ und reisen als blinde Passagiere im Gefieder von Wasservögeln mit oder heften sich an Bootsrümpfe“, sagt die Biologisch-technische Assistentin Sylvia Mählmann.
Die Biologisch-technische Assistentin Sylvia Mählmann bei der Probennahme an der Lippe. Foto: EGLV/ Rupert Oberhäuser
In der Fortbewegung flexibel
Der Flussflohkrebs ist nicht nur sehr mobil, sondern auch bei der Art und Weise seiner Fortbewegung recht flexibel. Die Vorder-beine werden als sogenannte Schreitbeine bezeichnet, die er wie eine Art Ruder einsetzen kann. Zum Schwimmen nutzt der Krebs die letzten drei Beinpaare. Kleinere Strecken schwimmt der Flohkrebs in Seitenlage über den Gewässergrund. Für weitere Entfernungen bewegt sich der Krebs aufrecht – ähnlich einem Seepferdchen – durchs freie Wasser.
Wie ein Känguru im Wasser
Bis zu neunmal können sich die Flussflohkrebse in einem Jahr vermehren, dabei kommt es auf Wassertemperatur, Fressfeinde und Nahrungsangebot an. Der Paarungsakt kann bis zu mehreren Wochen dauern. In dieser Zeit schwimmen das Weibchen und das Männchen, welches sich auf dem Rücken seiner Gattin festklammert, gemeinsam umher. Nach Ende der Paarung lösen sie sich wieder voneinander. Beim Transport von Eiern und Embryonen orientiert sich der Flussflohkrebs an einem ganz anderen Tier: „Dann wird er zum ,Känguru unter den Krebsen‘“ sagt Sylvia Mählmann. Denn die befruchteten Eier und Embryonen trägt das Weibchen in einer Brusttasche unter seinem Körper, bis diese ins Wasser entlassen werden können.
Speiseplan ist vorzugsweise vegetarisch
Ein wahrer Zerkleinerer ist der Flohkrebs. Am liebsten hat er Laub „auf dem Teller“. Wenn das aus ist, tuen es aber auch kleinere Insektenlarven, Artgenossen oder auch Aas. Durch das „Zerschreddern“ seiner pflanzlichen Kost spielt der Flussflohkrebs eine wichtige Rolle im Nahrungsnetz von Gewässern. Das zerkleinerte pflanzliche Material ist nämlich für andere Tiere nutzbar.
Hintergrund
Serie: Bewohner des Monats
Fließgewässer sind die Lebensadern unserer Landschaft. Sie bieten Menschen nicht nur Erholung, sondern sind als Ökosysteme unverzichtbar und schützenswert. Ein Großteil der Wasserlebewesen sind wirbellose Tiere (Makrozoobenthos), die häufig am Boden oder Rand des Gewässers leben. Dazu gehören u.a. Wasserinsekten, Krebstiere, Schnecken und Muscheln. Sie sind ein wichtiger Indikator für die Wasserqualität. Denn nur ein natürliches Gewässer weist eine hohe Anzahl und Vielfalt wirbelloser Tiere auf.
Durch das Programm „Lebendige Lippe“ soll sich der längste Fluss in NRW natürlicher entwickeln. Diese Veränderungen erfassen die Lippeverbands-Mitarbeiter-innen und Mitarbeiter des Labors anhand von Probenahmen entlang der Lippe und ihrer Nebenläufe. Dabei untersuchen sie regelmäßig insgesamt 431 Kilometer Wasserläufe im Verbandsgebiet. Ausgewählte Lebewesen, die etwas über die Wasserqualität verraten, stellt der Lippeverband in den nächsten Monaten in seiner Serie „Bewohner des Monats“ vor.
Programm „Lebendige Lippe“
Die Lippe ist ein 220 Kilometer langer Nebenfluss des Rheins. Sie entspringt in Bad Lippspringe und mündet in Wesel in den Rhein. Auf der rund 147 Kilometer langen Strecke zwischen Lippborg und Wesel fließt die Lippe durch das Gebiet des Lippeverbandes. Hier hat das Land NRW die Unterhaltung und den Ausbau des Flusses an den Lippeverband übertragen.
Der Lippeverband übernimmt neben der allgemeinen Pflicht der Gewässerunterhaltung auch die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie an der Lippe. Hierzu hat der Lippeverband im Auftrag des Landes im Jahre 2013 das Programm „Lebendige Lippe“ für seinen Zuständigkeitsbereich aufgelegt und neben der Fortsetzung der bestehenden Projekte mehrere neue Projekte begonnen.
Das übergeordnete Ziel ist die langfristige Verbesserung und Wiederherstellung eines intakten Fluss-Auen-Ökosystems mit einer Erhaltung und Entwicklung von fluss- und auentypischen Strukturen und Lebensgemeinschaften. Für das Landesgewässer Lippe werden zu 100 % Landesmittel eingesetzt.
Europäische Wasserrahmenrichtlinie
Mit der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) wird nicht nur ein „guter Zustand“ für alle Gewässer in den Mitgliedsstaaten der EU bis zum Jahr 2027 gefordert. Seit Inkrafttreten der Richtlinie im Jahr 2000 ist auch die ganzheitliche Betrachtung von Fluss-Einzugsgebieten Allgemeingut geworden. Danach ist der gesamte Fluss von der Quelle bis zur Mündung als Einheit zu sehen. Maßnahmen, die an irgendeiner Stelle des Gewässersystems zu Veränderungen führen, wirken sich auch in anderen Teilen des Einzugsgebiets aus.
Lippeverband
Der Lippeverband ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das effizient Aufgaben für das Gemeinwohl mit modernen Managementmethoden nachhaltig erbringt und als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt.
Seine Aufgaben sind in erster Linie die Abwasserentsorgung und -reinigung, Hochwasserschutz durch Deiche und Pumpwerke und die Gewässerunterhaltung und -entwicklung. Dazu gehört auch die ökologische Verbesserung technisch ausgebauter Nebenläufe. Darüber hinaus kümmert sich der Lippeverband in enger Abstimmung mit dem Land NRW um die Renaturierung der Lippe. Dem Lippeverband gehören zurzeit 155 Kommunen und Unternehmen als Mitglieder an, die mit ihren Beiträgen die Verbandsaufgaben finanzieren.
www.eglv.de