Frisiert ist frisiert – und ein Roller keine Stereoanlage

von Andreas Milk
Seine Verteidigungsrede klang zwar ganz einleuchtend. Aber vor dem Kamener Amtsgericht hatte der 62-jährige Günter K. (Name geändert) aus Bergkamen damit keinen Erfolg. Angeklagt war er, weil er im Juni mit einem frisisierten Motorroller durch die Stadt gekurvt war, ohne im Besitz eines Führerscheins zu sein. Er sei niemals schneller als 25 km/h gefahren, vesicherte er. Er verglich den Roller mit seiner Stereoanlage: Die drehe er auch nicht bis zum Anschlag auf.

Der Richter belehrte ihn: So ein motorisiertes Gefährt, das in der Lage sei, schnell zu fahren, sei entsprechend führerscheinpflichtig – völlig egal, ob derjenige, der gerade drauf oder drin sitzt, das Höchsttempo ausreizt oder nicht. Günter K., der 2017 schon wegen Trunkenheit im Verkehr aufgefallen war, muss für die Rollerfahrt eine Geldstrafe von 1.200 Euro zahlen. Eine Führerscheinsperre verhängte der Richter nicht. Er vertraue darauf, dass das Straßenverkehrsamt im Fall des Falles schon angemessen entscheiden werde. K. hatte erklärt, am Erwerb einer Fahrerlaubnis sowieso kein Interesse zu haben.




Strafanzeigen: Vier Bergkamener hatten ihre Motorroller getunt und fuhren viel zu schnell

Am Mittwoch waren der Polizei vier Rollerfahrer im Alter von 15 bis 42 Jahren in Bergkamen auf der Barbarastraße, der Buchfinkenstaße und der Erlentiefenstraße in den Nachmittagsstunden im Rahmen einer Kradkontrollaktion aufgefallen.

Alle männlichen Rollerfahrer hatten ihre Roller auf diverse Art und Weise getunt, so dass diese Fahrzeuge eine Geschwindigkeit von 45 – 60 km/h erreichten. In allen Fällen wurden Strafanzeigen wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz gefertigt.




Schüleraustausch: Gymnasium erwartet Gegenbesuch aus der polnischen Partnerstadt Wieliczka

Gegenbesuch aus der polnischen Partnerstadt Wieliczka: Neuer Schüleraustausch findet Fortsetzung am Städtischen Gymnasium Bergkamen
Besuch aus Polen erhalten vom 11. bis 15. September Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums Bergkamen. Für vier Tage erkunden zehn Schülerinnen und Schüler mit ihren zwei Begleitern die Stadt, das Ruhrgebiet und das Münsterland.

Neben dem vielfältigen Programm, was die Gruppe u.a. ins Bergbaumuseum nach Bochum, zum Fußball-Bundesligaspiel BVB gegen Leverkusen sowie nach Münster führen wird, werden die Jugendlichen auch an zwei Vormittagen den Unterricht am Gymnasium Bergkamen besuchen.

Der Austausch mit der Schule Zespół Szkól Zawodowych“ (kurz: ZSZ) fand im Frühjahr in Bergkamens polnischer Partnerstadt Wieliczka ihren Neuanfang. Ursprünglich wurde der Austausch vor vielen Jahren von Latein- und Russischlehrer Richard Schulte initiiert.
Die neue Schulpartnerschaft wurde 2017 bei der alle zwei Jahren stattfindenden geschichtspolitischen Fahrt „…dass Auschwitz nicht noch einmal sei!“ durch die Fahrtleiter Jan Groesdonk und David Heinze zu neuem Leben erweckt und in Zusammenarbeit mit Angelika Joormann-Luft, Städtepartnerschaftsbeauftragte der Stadt Bergkamen, organisiert. Nun folgt der erste Gegenbesuch, der unter dem Motto „Strukturwandel in der Montanindustrie“ steht.

Direkt nach Ankunft am Dortmunder Flughafen werden Bürgermeister Roland Schäfer, Städtepartnerschaftsbeauftragte Angelika Joormann-Luft, Thomas Hartl, Leiter der zentralen Dienste, Schulleiterin Bärbel Heidenreich und die Fahrtleiter Jan Groesdonk und David Heinze die polnischen Gäste und ihre deutschen Gastfamilien am frühen Mittwochabend im großen Sitzungssaal des Rathauses willkommen heißen.




Evangelisches Männerforum Weddinghofen informiert sich über das Thema Demenz

Demenz gehört zu den folgenschwersten Alterskrankheiten: Über 1 Millionen Menschen in Deutschland sind dement und dadurch – je nach Krankheitsstadium – im Alltag deutlich beeinträchtigt bis stark pflegebedürftig. Dieser Krankheitsprozess verläuft so langsam, dass häufig auch Angehörige die ersten Anzeichen kaum bemerken.

Das Evangelische Männerforum Weddinghofen lässt sich in seiner Gesprächsrunde am Donnerstag, den 12. September 2019, ab 19:30 Uhr, von Jochen Laible von der Diakonie Ruhr Hellweg, informieren wie allgemein die Krankheit erkannt werden kann, wie damit umgegangen werden sollte und welche Entlastung Pflegende erhalten können.

Die Gesprächsrunde des Männerforums ist öffentlich, Gäste sind willkommen. Vorher gibt es ab 19:00 Uhr Informationen zu den laufenden Veranstaltungen des Männerforums.




Mit dem Rad und Stadtarchivar Martin Litzing durch die gesamte Stadt Bergkamen am 14. September

Unter dem Motto „Mit dem Rad durch die gesamte Stadt“ bietet der Bergkamener Gästeführerring am Samstag, 14. September, eine Stadtrundfahrt für Fahrradfahrer an. Die etwa sechsstündige Rundfahrt mit eigenen Fahrrädern beginnt um 10 Uhr vor dem Rathaus-Haupteingang gegenüber dem Ratstrakt am Rathausplatz (Busbahnhof) und steht unter der Leitung von Stadtarchivar Martin Litzinger.

Die Route dieser Rundfahrt führt durch alle sechs Stadtteile Bergkamens und streckenweise auch an den Stadtgrenzen entlang. Sie erstreckt sich dabei über eine Länge von gut 40 Kilometern. Während der Fahrt haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer Reihe von kurzen zeitlichen Zwischenstopps die Möglichkeit, von Martin Litzinger mehr über Bergkamen und einige der hiesigen touristischen, historischen und landschaftlichen Besonderheiten zu erfahren. Beendet wird die Fahrt spätnachmittags wieder am Ausgangspunkt vor dem Bergkamener Rathaus.

Aus organisatorischen Gründen ist die Teilnehmerzahl bei dieser Tour auf maximal 15 Personen beschränkt, eine Voranmeldung ist also erforderlich. Anmeldungen werden ab sofort im Rathaus (M. Litzinger, Zi. 115, Tel. 02307 – 965 233 oder per Mail an m.litzinger@bergkamen.de) entgegengenommen. Anmeldeschluss ist Donnerstag, d. 12. September um 16.00 Uhr.

Für die Teilnahme an der Rundfahrt sind pro Person drei Euro zu bezahlen, die zu Beginn der Fahrt am Samstag zu entrichten sind. Der Gästeführerring empfiehlt allen Teilnehmern das Tragen von Fahrradhelmen und wegen der zeitlichen Dauer der Fahrt das Mitführen von leichter Verpflegung, insbesondere alkoholfreier Erfrischungsgetränke. Außerdem sollten alle interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer über eine der geplanten Rundfahrt angemessene körperliche Kondition verfügen.

Die Rundfahrt findet allerdings nur statt, wenn sich mindestens fünf interessierte Personen dazu anmelden.




Bei der Suche nach einem Raum zum Feiern gibt es jetzt Hilfe auf der Homepage der Stadt Bergkamen

Wo kann man in Bergkamen einen Saal für eine Feier mieten? Diese Frage taucht in den diversen Facebook-Gruppen häufiger auf. Ab sofort gibt es auf der Internetseite der Stadt eine Antwort: https://www.bergkamen.de/raeume-suchen.html.

Genauer gesagt sind es rund 70 Antworten. Sie reichen von der Bayernalm an der Hochstraße bis zum Vereinsheim des VfK Weddinghofen. Für jeden Raum gibt es genaue Angaben über die Größe, die maximale Personenzahl und ob die Bewirtung der Gäste in eigener Regie übernommen werden kann.

Natürlich wird die Adresse genannt mit einem Ausschnitt aus dem Stadtplan und die Kontaktdaten der Ansprechpersonen.
Ein besonderer Service ist der Filter, mit dessen Hilfe in den Angeboten das Passende nach der Personenzahl, dem Veranstaltungszweck, der Lage und nach der Art der Bewirtschaftung gesucht werden kann.




Neue Fernwärmeleitung: Töddinghauser Straße in Höhe von Kaufland für vier Wochen halbseitig gesperrt

Ab Montag, 9. September, verlegen die GSW von der Töddinghauser Straße 137 bis zur Einmündung Zentrumstraße neue Fernwärmeleitungen. Die Verlegung erfolgt im Bereich des Gehweges neben der Töddinghauser Straße und die Dauer der Maßnahme schätzen die Planer der GSW auf etwa 4 Wochen.

Aus Arbeits- und Verkehrssicherheitsgründen ist mit Arbeitsbeginn bis zur Fertigstellung der Baumaßnahme eine halbseitige Sperrung der Töddinghauser Straße in Fahrtrichtung Kamen erforderlich.

Die GSW bitten hierfür um Verständnis.




beta: Zwei neue Auszubildende zur Bauzeichnerin

Angelina Wiebe (inks) und Anusiya Amirthalingam

Beim Bergkamener Bauträger beta Eigenheim GmbH erhalten zwei jungen Frauen das Rüstzeug für ihre Karriere. Für Angelina Wiebe (21, links) und Anusiya Amirthalingam (23) der Startschuss ins Berufsleben. Für beide begann an diesem Tag die Ausbildung zur Bauzeichnerin.

Angelina Wiebe (21) hat bereits als Kind ihre Vorliebe für das Zeichnen entdeckt. Da sie sich früh dafür interessiert hat, wie Häuser konstruiert und gezeichnet werden, war die Wahl des Ausbildungsberufs nur folgerichtig. Anusiya Amirthalingam aus [hier bitte Wohnort] freut sich ebenfalls auf die dreijährige Ausbildung. In ihrer Freizeit ist sie vor allem sportlich unterwegs: Die aktive Hobbyfußballerin interessiert sich auch für Tanzen und Taekwondo.

Während Angelina Wiebe und Anusiya Amirthalingam ihre Ausbildung gerade erst begonnen haben, hat für drei beta Mitarbeiter das Pauken – zumindest vorerst – ein Ende: Julius Müller, Jasmin Barczewski und Siripron Khamkhom haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und wurden in unbefristete Arbeitsverhältnisse übernommen. Julius Müller ist nun Bauzeichner und verstärkt ab sofort das Team in der Planung. Jasmin Barczewski und Siripron Khamkhom sind als Kauffrauen für Büromanagement in der Verwaltung tätig: Jasmin verstärkt die Auftragsbearbeitung, Siripron Khamkhom kümmert sich um Innenraumkonzepte.




Wieder Pflege- und Wohnberatung im Haus der Mitte in Rünthe

Anne Kappelhoff

In Bergkamen findet die nächste Sprechstunde der Pflege- und Wohnberatung am Donnerstag, 12. September von 10 bis 12 Uhr statt. Die Pflegeberaterin Anne Kappelhoff ist im Haus der Mitte in Rünthe, Kanalstraße 7 zu erreichen. Eine telefonische Kontaktaufnahme ist unter Tel. 0 23 89 / 781 957 möglich.

Bei der kostenlosen und anbieterunabhängigen Beratung geht es um Fragen rund um das Thema Pflege, wie zum Beispiel zu den Leistungen der Pflegeversicherung oder der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Ebenfalls parat haben die Berater Adressen und Informationen über ortsnahe Angebote oder zur Finanzierung von Hilfsangeboten Informationen gibt es auch zu Hilfeangeboten, die pflegende Angehörige eines an Demenz erkrankten Menschen entlasten können.

Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, später noch Fragen hat oder einen Hausbesuch vereinbaren möchte, erreicht die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna im Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen unter Tel. 0 23 07 / 28 99 060 oder 0 800 / 27 200 200 (kostenfrei).

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff Pflege- und Wohnberatung). PK | PKU




Nach „Notlandung“ wird entkräftete Zwergfledermaus wieder aufgepäppelt

Diese entkräftete Zwergfledermaus wird jetzt mit Mehlwürmern wieder aufgepäppelt.

So nah kommt man Fledermäusen in Bergkamen nur selten. Am Mittwochabend stürzte dieses kleine Flattertier „aus dem Himmel“ auf einen gepflasterten Gartenweg in einem Garten in Weddinghofen. Die Diagnose der Ersthelfer, die Fledermaus entdeckt hatten: ein Flügelknochen ist gebrochen.

Dies konnte ein Fledermaus-Experte, zudem das Tier gebracht wurde, nicht betätigen. Die Flügel seien Ordnung, stellte er nach einer Untersuchung fest. Das Tier sei aber völlig entkräftet. Und nicht nur dies: Es sei selbst für ein Zwergfledermausweibchen viel zu klein und mit nur 3,4 Gramm Gewicht viel zu leicht. Normalerweise bringen Zwergfledermausweibchen 6 bis 8 Gramm auf die Waage. Als wahrscheinliche Ursache für diese Fehlentwicklung machte er das geringer werdende Nahrungsangebot aus. 70 Prozent der Insekten seien inzwischen verschwunden.

Das Tier wird jetzt in der Obhut des Fledermausexperten mit einem Stärkungsmittel für Katzen und Hunden sowie mit Mehlwürmern aufgepäppelt. Wenn es wieder zu Kräften gekommen ist, soll das Zwergfledermausweibchen dort wieder in Freiheit gelassen werden, wo es Mittwochabend abgestürzt ist.

Ebenfalls am Mittwoch hat die Bundesregierung ein Gesetz zum Schutz der Insekten und für das Tierwohl verabschiedet. Hoffentlich kommt dieses Gesetz nicht zu spät.




Probealarm im Bergkamener Stadtgebiet: Nur eine Sirene hat überhauptnicht funktioniert

Der heutige stadtweite Probesirenenalarm anlässlich des 3. landesweiten Warntags ist abgeschlossen. Das Ergebnis: 18 Sirenen haben einwandfrei funktioniert, eine Sirene hat eingeschränkt funktioniert (Heulton nicht ausgelöst) und eine  Sirene hat nicht funktioniert

Die Warn-App „Nina“ hat pünktlich ge- und entwarnt.

Bürgermeister Roland Schäfer ist zufrieden mit dem Ergebnis: „Es zeigt sich, wie sinnvoll die wiederholten Probealarme sind. So können wir fehlerhafte Sirenen zeitnah erkennen und sind im Ernstfall gut aufgestellt. Die fehlerhaften Sirenen werden jetzt unmittelbar überprüft, damit sie schnellstmöglich wieder einwandfrei funktionieren“. so Schäfer. „Herzlich bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei den unterstützenden Beschäftigten der Stadtverwaltung sowie dem Kreis Unna als Koordinator der Probealarme. Auch möchte ich mich bei unserer Bürgerschaft für das entgegengebrachte Verständnis und die bewahrte Ruhe bedanken.“ so Bürgermeister Roland Schäfer weiter.

Ich bin mir bewusst, dass Alarmsignale – insbesondere durch Sirenen – sehr wohl Angst verbreiten können. Diese Signale sind immer ein Zeichen dafür, dass gerade etwas passiert, wovor sich die Bevölkerung schützen muss. Bleiben wir allerdings ruhig und halten uns an die Anweisungen, die uns in solchen Momenten gegeben werden, so ist das der beste Schutz. Und je häufiger die Bevölkerung übt, desto geringer das Risiko. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch die nächsten landesweiten Warntage im März und September 2020 genauso routiniert meistern werden.“ so Roland Schäfer abschließend.

Hintergründe:

Großbrände, Hochwasser, Stromausfälle oder andere akute Gefahren können dazu führen, dass viele Menschen gleichzeitig gewarnt werden müssen. Über Radio, Internet oder das Fernsehen wird eine Vielzahl von Menschen erreicht, aber lange noch nicht alle.

Aus diesem Grund hat sich die Landesregierung entschieden, weitere Alarmsysteme zu nutzen: Sirenen und Lautsprecherdurchsagen!

Damit jeder weiß, wie Sirenen klingen, werden seit 2018 landesweit 2 x (!!) im Jahr Probealarme durchgeführt. (Ab 2020 sogar bundesweit geplant)

In einem echten Alarmfall kann so die Bevölkerung schnell gewarnt werden. Dann heißt es: Ruhe bewahren und – besonders wichtig – RADIO einschalten.