Letzte Plätze frei: Den eigenen Körper wieder spüren: Workshop Open Body Space

Open Body Space verbindet Meditation, sanfte Körperarbeit und freien Tanz zu einem ganzheitlichen Erlebnis. Am Mittwoch, 22. April, 18:00 – 21:00 Uhr können Teilnehmende in einem geschützten Rahmen Schritt für Schritt, aus dem Kopf zurück in den eigenen Körper zu finden. Dabei lernen sie, Gefühle bewusst wahrzunehmen, körperlich zu spüren und durch Bewegung auszudrücken. Geleitet wird der Kurs von Naomi Debus.

Jede Einheit folgt einem klaren Ablauf: Ankommen, geführte Übungen und freier Tanz – ergänzt durch eine gemeinsame Integration im Kreis. Der Workshop richtet sich an alle, die Stress, innere Anspannung oder emotionale Themen nicht nur verstehen, sondern auch auf körperlicher Ebene lösen möchten. Vorerfahrung im Tanz ist nicht erforderlich. Die Kosten für den Workshop betragen 20 Euro.

Eine Anmeldung ist beim Umweltzentrum Westfalen bei Sandrine Seth, 02389 9809 11, sandrine.seth@uwz-westfalen.de bis zum 17.04. notwendig.




Prügel für Mieter: Der Falsche angeklagt – aber vielleicht war’s der Sohn

von Andreas Milk
Es passiert selten – aber es passiert: Der Falsche sitzt auf der Anklagebank. Ein 64-jähriger Rentner soll in Bergkamen gemeinsam mit einem anderen Mann dem 39-jährigen Marco H. (Name geändert) Faustschläge versetzt haben. Folgen waren ein Nasenbeinbruch und der Abbruch eines Stücks vom Schneidezahn. So stand es in den Akten der Staatsanwaltschaft.
In der Verhandlung vor dem Kamener Strafrichter wurde rasch klar: Der Rentner war’s gar nicht. Schon beim Betreten des Saales wies Marco H. darauf hin, mit dem 64-Jährigen nie Probleme gehabt zu haben. Der Hintergrund: H. wohnte seinerzeit – die Tat geschah im Sommer 2024 – zur Miete in einer Wohnung, als deren Eigentümer der 64-Jährige im Mietvertrag stand. Die Prügel bezog der ehemalige Strafgefangene Marco H. wegen eines Streits um ausstehende Zahlungen und eine anstehende Räumung. Wahrscheinlich ist, dass die beiden Schläger Angehörige des angeklagten Rentners waren – womöglich seine beiden Söhne.
Der Rentner selbst brauchte vor Gericht bloß den Mund zu halten: Das ist sein gutes Recht als Angeklagter. Marco H.s Aussage machte es geradezu zwingend, ihn freizusprechen. H. hat im Prozess eine Handynummer zu Protokoll gegeben: Diese Nummer hatte er früher immer angerufen, wenn es etwas wegen der Wohnung zu besprechen gab. Es kann also sein, dass sie die Ermittlungsbehörden nun zu einem der tatsächlichen Schläger führt. Ein zweiter Prozess könnte folgen. H. ist mittlerweile nach Kamen gezogen.

 




Selbtbewusst auf der Bühne – Workshop mit Jane Franklin stärkt die Bühnenpräsenz

Jane Franklin

Am Samstag, den 25. April 2026 gibt es an der Musikakademie Bergkamen ein Wiedersehen mit der renommierten Jazz-Sängerin Jane Franklin.

Von 14:00 bis 17:00 Uhr coacht sie im Pestalozzihaus interessierte Sängerinnen und Sänger zum Thema Bühnenpräsenz und Ausstrahlung.

„Ist die Bühne ein normaler Ort?“ fragt Franklin. Die Antwort hierauf erhalten die Teilnehmenden im Laufe des Workshops. Die Sängerinnen und Sänger lernen, ihre eigene Nervosität zu nutzen und sie in eine komfortable Bühnenpräsenz umzuwandeln. Im Fokus stehen die eigene Wirkung auf das Publikum und die Präsentation der Songs. Ziel ist es, das Selbstbewusstsein auf der Bühne zu stärken und Emotionen gekonnt zu vermitteln – abhängig vom Stil und Inhalt der gewählten Musik.

Jane Franklin hat für diesen Workshop ein Motto des Schriftstellers Oscar Wilde gewählt:

„Be yourself; everyone else is already taken“.

Die Kosten für das 3stündige Coaching betragen 30 Euro für externe Teilnehmer. Schülerinnen und Schüler der Musikschule zahlen15 €

Anmeldungen nimmt die Musikschule Bergkamen online unter : www.musikschule-bergkamen.de oder telefonisch unter der Nummer 02306 – 30 77 30 entgegen.




Die ersten Gästeführungen der neuen Saison 2026: Mühlenbruch und ev. Friedhof Oberaden

Passend zur neuen Saison erscheint in Kürze auch wieder eine Broschüre des Gästeführerrings mit nützlichen Informationen zu individuellen Gruppenangeboten sowie allen Terminen geplanter Führungen im Jahr 2026. Die Broschüre wird zeitnah wieder im Stadtgebiet, unter anderem in der Touristeninformation, Bürgerbüro, Stadtmuseum, VHS und Stadtbibliothek ausliegen. Zudem kann diese online auf der städtischen Webseite eingesehen werden.

Ein Duell in der Abenddämmerung (inkl. Mühlenbruch)

Auf der Wanderung gibt es viel Wissenswertes aus der Geschichte des Stadtteils Weddinghofen, des Gutes Velmede, des zugehörigen Privatfriedhofes der Familie von Bodelschwingh sowie der anderen früheren adligen Besitzerfamilien. Beantwortet wird dann u. a. auch die Frage, warum und seit wann das Waldgebiet überhaupt „Mühlenbruch“ heißt?

  • Termin: Sonntag, 12. April 2026
  • Beginn: 10.00 Uhr
  • Dauer: ca. 2 Stunden
  • Treffpunkt: Wanderparkplatz Mühlenbruch, Lünener Straße, Ecke Goekenheide, Weddinghofen
  • Kosten: € 5,00 (Kinder bis 12 Jahre frei)
  • Hunde dürfen mitgebracht werden
  • Leitung: Klaus Lukat

Evangelischer Friedhof in Oberaden

Erhaltet Auskünfte zur Geschichte des evangelischen Friedhofes sowie die ein oder andere Begebenheit und Kuriosität, die sich im Laufe des über 100 Jahre alten Gottesackers ereignet hat.

  • Termin: Sonntag, 12. April 2026
  • Beginn: 14.00 Uhr
  • Dauer: ca. 2 Stunden
  • Treffpunkt: Pavillon auf dem Friedhof/ Mühlenstraße, Oberaden
  • Kosten: € 5,00 (Kinder bis 12 Jahre frei)
  • Leitung: Dieter Tatenhorst

Die Teilnahme an den Führungen kostet je fünf Euro pro Person, für Kinder bis zu zwölf Jahren ist diese kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis Freitag, 10.04.2026 11:00 Uhr über die Touristeninformation vor Ort (Hafenweg 10 d), telefonisch unter 02307/ 965 357 oder per Mail an tourismus@bergkamen.de möglich.
Wer teilnehmen möchte, sollte witterungsangepasste Bekleidung tragen.




Zoff am Zaun – aber: „Hecke nicht sexuell belästigt“

von Andreas Milk
„Ich habe niemals eine Hecke sexuell belästigt“: Das dürfte einer der merkwürdigsten Sätze sein, die je vor dem Kamener Strafrichter gefallen sind. Gesagt hat ihn der Bergkamener Angeklagte Markus N. (39, Name geändert) in einem Prozess wegen Beleidigung und Bedrohung. Tatort: Ein Grundstücksrand in der südwestlichen Kamener Innenstadt.

Dort wohnt ein Ehepaar – zwei Frauen -, das mit Markus N. schon manch unangenehme Erfahrung gemacht hat. Dass es Berührungspunkte gibt, liegt daran, dass ein Onkel von N.s Frau in der Nachbarschaft des Paars wohnt. Wenn N. und sein Anhang ihn besuchen, bleibt zumindest Sichtkontakt kaum aus.

Am Nachmittag des 29. Juni 2025 muss es in der Siedlung sehr laut geworden sein. In der Anklageschrift heißt es, Markus N. habe üble, gerade auch sexuell grundierte Beleidigungen in Richtung der beiden Frauen ausgestoßen. Er selbst räumte vor Gericht ein: „Wir haben uns gegenseitig angeschrien und beleidigt.“ N.s Kinder waren dabei. Sie seien vorher von den Frauen „Drecksblagen“ genannt worden.
Nur von einem Teil des Geschehens gibt es einen Videomitschnitt, angefertigt von den Frauen. Zu hören ist darin unter anderem „Ich hau dir die Fresse kaputt“ – ausgerufen von Markus N. Und der war darüber im Gerichtsprozess selbst ein bisschen überrascht. Ihm sei nicht bewusst gewesen, dass er das rausgehauen hat. Der Satz war juristisch eine Bedrohung. Als solche gilt er auch, wenn er nicht so ganz ernst gemeint war. Und was die Hecke angeht: Markus N. soll sich einen Busch oder etwas Ähnliches gekrallt und daran typische Kopulationsbewegungen vollführt haben. Seine Kinder hätten das nachgeahmt, erzählte eine der Frauen. N. erwiderte, das sei Quatsch.

Markus N. hat eine Vorstrafe wegen Bedrohung einer Minderjährigen: Seine Tochter hatte Stress in der Schule; N. glaubte, eine Mitschülerin von ihr einnorden zu müssen. Eine Geldstrafe war die Folge. Auch für den Vorfall am Kamener Gartenzaun wurde nun eine verhängt – und aus beiden Strafen eine Gesamtstrafe gebildet: 80 Tagessätze à 30 Euro soll N. zahlen, 2.400 Euro also, rund das Anderthalbfache seines monatlichen Nettoeinkommens. Er nahm das Urteil an.

 




Eigentümer von sichergestelltem Schmuck gesucht

Aufgefundener Schmuck 3

Am Freitag (27.03.2026) wurden am Häupenweg in Bergkamen, hinter der Eissporthalle, mehrere Schmuckstücke in einer Plastiktüte aufgefunden.

Der Schmuck wurde durch die Polizei sichergestellt.

Eigentümer oder Zeugen, die Angaben zu den Schmuckstücken machen können werden gebeten, die Polizei in Kamen unter 02307 921 3220, 02303 921 0 oder per Mail unter poststelle.unna@polizei.nrw.de zu kontaktieren.




Poolparty im Häupenbad Bergkamen: Spiel, Spaß und Action zum Abschluss der Osterferien

Am Sonntag, den 12. April 2026, verwandelt sich das Häupenbad Bergkamen zum Abschluss der Osterferien in eine bunte Eventlocation. Bei der großen Pool-Party gibt es Action, Musik und Spaß für die ganze Familie – ein unvergesslicher Tag, der das neue Bad mit Leben füllt. Ein professioneller DJ sorgt von 13:00 bis 17:00 Uhr für familiengerechte Unterhaltung, legt aktuelle Charthits auf und erfüllt Musikwünsche der Badegäste. Im Wasser laden aufblasbare Großspielgeräte in vielen bunten Farben und Formen zum Spielen und Toben ein. Ob Seeungeheuer, Wasserschildkröten oder Riesenkraken – hier ist für jeden etwas dabei. Die Li-La-Laufmatte fordert Geschicklichkeit, und auf den Aqua-Inseln können Teams um die Wette paddeln. In den farbenfrohen Water-Globes erleben Gäste das Gefühl, wie ein Hamster im Laufrad über das Wasser zu rollen.

Das Event bildet den Abschluss der bunten Ferien im Häupenbad. Bis einschließlich 11. April dürfen alle Actionbegeisterte ihr Können auf einem riesigen Aquatrack im Sportbecken unter Beweis stellen.

Das Häupenbad freut sich auf zahlreiche Besucher.

Weitere Informationen zur GSW Wasserwelt finden Sie hier: www.gsw-wasserwelt.de




Renovierung der Elisabeth-Kirche in Bergkamen-Mitte startet nach Ostern

Seit vielen Jahren wird die geplante Außen- und Innenrenovierung unserer Elisabeth-Kirche am Marktplatz in der Innenstadt von Bergkamen thematisiert: Im Kirchenvorstand, in Gruppen und Vereinen, in den Pfarrnachrichten und in der örtlichen Presse. Viele Menschen auch außerhalb der Gemeinde verfolgen sehr interessiert die Entwicklung und fragen regelmäßig nach. Und immer wieder in den letzten Jahren gab es Prognosen über einen möglichen Baubeginn. Nicht nur die Pandemie hat für viele Verzögerungen gesorgt. Aber dem Kirchenvorstand, dem Architekturbüro Weicken in Unna und den Verantwortlichen im Erzbischöflichen Generalvikariat in Paderborn ging es um eine gute und gründliche Planung und Vorbereitung.

Mit ersten Rodungsarbeiten an der Pfarrkirche haben die langerwarteten Renovierungsarbeiten bereits begonnen. Alle Beteiligten gehen davon aus, dass von „O bis O“, das heißt von „Ostern bis Ostern“, gearbeitet wird: Nach dem Osterfest und der festlichen Erstkommunion der Kinder in der Elisabeth-Kirche wird diese für ein Jahr geschlossen sein.

Nun haben sich alle Beteiligten zusammengesetzt und sich Gedanken über die Zeit der Renovierung gemacht. Es mussten Antworten auf viele Fragen gefunden werden, so nach einem Ort für die gutbesuchte und beliebte 11.30-Uhr-Messfeier, nach Möglichkeiten, im Elisabeth-Haus unter der Woche die Gottesdienste zu halten, nach Parkplätzen für die weiteren Veranstaltungen dort usw.. Alle diese Fragen bekommen nun ebenso eine Antwort wie der liturgische Dienst unserer Messdienerinnen und Messdiener, Lektorinnen und Lektoren, Kommunionhelferinnen und -helfer.

Mit einem Infoblatt „Rund um die Renovierung“ gibt die Gemeinder nun die notwendigen Informationen für einen reibungsarmen Ablauf während der Bauzeit. Schon jetzt dankt sie allen Beteiligten für Ihre Geduld und für Ihre wohlwollende Begleitung der Renovierung.

Hier eine kurze Zusammenfassung der Veränderungen, die während der Bauzeit auf die Gemeinde zukommen werden:

Die heilige Messe an Sonn- und Feiertagen um 11.30 Uhr wird von der Elisabeth-Kirche in die Herz-Jesu-Kirche in Rünthe (Rünther Str. 110) verlegt. Die Wochtentagsgottesdienste finden im Elisabeth-Haus hinter der Kirche in der Parkstr. 2 statt. Die Vorabendmesse am Samstag in der Herz-Jesu-Kirche fällt aus, die Vorabendmesse in der Kirche St. Michael am Lindenweg 22 wird auf 17 Uhr vorverlegt. Die Sonntags-Messintentionen, die bereits für die Elisabeth-Kirche bestellt wurden, werden in das Hochamt am Sonntag um 11.30 Uhr nach Herz Jesu verschoben. Wer möchte, dass die Intention/en in einer unserer anderen Kirchen gelesen wird, möge sich bitte rechtzeitig im Pfarrbüro melden. Für Taufen, Trauungen und Seelenämter stehen die vier Kirchen in Oberaden, Weddinghofen und Rünthe zur Verfügung. Das Elisabeth-Haus wird weiterhin mit Einschränkungen für die Gruppen und Gremien zur Verfügung stehen. Die Kirchengemeinde weist außerdem auf die zu erwartenden Einschränkungen bei der Parkplatzsituation direkt an der Kirche hin.

Weitere Informationen sowie das Infoblatt zur Renovierung findet man auf der Homepage der Gemeinde unter www.katholische-kirche-in-bergkamen.de. Fragen zur Nutzung des Elisabeth-Hauses beantwortet auch das Pfarrbüro unter info@heilig-geist-bergkamen.de oder unter 02307/87011. Das Pfarrbüro ist besetzt am Montag, Donnerstag und Freitag von 8.30 Uhr bis 11 Uhr und am Mittwoch von 16.00 Uhr bis 18 Uhr.

 




Ostergrillen auf dem Schützenplatz am Schacht III

Der Schützerverein Rünthe lädt am kommenden Samstag ab 18.00 Uhr zum Ostergrillen auf dem Schützenplatz am Schacht III ein. Für das leibliche Wohl wird gesorgt sein . Für die kleinen Gäste wird auch wie  im letzten Jahr Stockbrot zur Verfügung gestellt. Groß und Klein sind herzlich Willkomme




Einbahnstraße Jahnstraße: VKU fährt Umleitung

Ab sofort müssen die Linie S20, R11 und N11 eine Umleitung fahren. Es entfallen die Haltestellen „Am Römerberg (Richtung Museumsplatz)“, „Realschule (nur für R11 und N11 Richtung Museumsplatz)“, „Cheruskerstraße“ und „Nielinger“. Als Ersatz für die Haltestelle „Cheruskerstraße“ dient die Haltestelle „Sugambrerstraße (Richtung Bergkamen)“. Des Weiteren dient die Haltestelle „Im Kattros“ als Ersatz für die S20 beidseitig und eine Ersatzhaltestelle für die R11 und N11 Richtung Lünen befindet sich auf der Bruktererstraße, Ecke Am Römerberg.
Diese Regelung gilt voraussichtlich bis Ende Mai.




Pistolenschuss bei nächtlichem „Besuch“: Geldstrafe

von Andreas Milk
„Insgesamt eine ziemlich wüste Geschichte“, fand am Ende der Richter – eine Geschichte, in der eine schwarze Schreckschusspistole entscheidend war. Dafür, dass er diese Waffe in der Nacht zum 20. Oktober 2024 in Bergkamen unerlaubt mit sich führte, erhielt der Kamener Peter J. (34, Name geändert) eine Geldstrafe. 1.000 Euro (100 Tagessätze à 10 Euro) muss der Bürgergeldbezieher zahlen.

J. hatte in jener Nacht – gegen 23.35 Uhr – auch mit der Pistole geschossen. Dabei soll es sich aber um eine Notwehrsituation gehandelt haben. Mit letzter Sicherheit klären ließ sich das nicht. Gemeinsam mit seinem Bruder und einem Bekannten war J. vor der Wohnungstür eines Paars aufgetaucht. Vorsichtig gesagt: Das Verhältnis zwischen beiden Parteien ist nicht das beste. Hintergrund des Besuchs: Knatsch um ein gestohlenes und/oder verschwundenes Fahrrad. Mehrere Erwachsene hielten sich in der Bergkamener Wohnung auf. Einer von ihnen, behauptet Peter J., sei mit einem Baseballschläger auf ihn zu gekommen. Drum habe er – J. – den Schuss abgegeben, allerdings ohne dabei auf eine Person zu zielen. Entfernung: rund zwei bis drei Meter. Aus solch einer Distanz, so J.s Verteidiger, hätte die Waffe mit der Gaspatrone eh keinen Schaden anrichten können. Bitter nur: In der Wohnung waren Kinder. Das war im Gerichtssaal dem Bekannten, der die Brüder J. begleitet hatte, sichtlich peinlich. Hätte er vorher von den Kindern gewusst, hätte er sich an der Besuchsaktion nicht beteiligt, versicherte er.

Neun Vorbelastungen sind im Vorstrafenregister von Peter J. verzeichnet: Drogengeschichten, Diebstahl, auch schon mal ein Verstoß gegen das Waffengesetz. 2006 ging es bei ihm los. Auch Mitglieder der Gegenpartei sind im Kamener Amtsgericht keine Unbekannten. Aussage gegen Aussage – so sah es jetzt letztlich im Verfahren um die Schreckschusspistole aus. Ob es den Baseballschläger tatsächlich gab, gegen den J. sich gewehrt haben will, wissen nur die Beteiligten.
Die Geschichte ist juristisch erledigt: Seine Geldstrafe hat Peter J. akzeptiert.