Kinder fahren kostenlos: VKU macht mit beim Weltkindertag

Am 20. September ist der Weltkindertag. Die VKU und alle weiteren Verkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen machen dabei mit. Alle Kinder unter 15 Jahren können am Freitag, den 20. September 2019, kostenlos Bus & Bahn fahren.

Dies gilt für alle Busse, Stadtbahnen und Nahverkehrszüge (2. Klasse) in ganz NRW.

Die Freifahrt für Kinder bis einschließlich 14 Jahren bietet Familien eine kostengünstige Möglichkeit. Sie können die verschiedenen öffentlichen Verkehrsmittel für stressfreie Ausflüge nutzen. Während der Fahrt bleibt dann ausreichend Zeit sich mit den Kindern zu beschäftigen.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten ServiceZentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 0 180 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung:
Festnetz 20 ct / mobil max. 60 ct) oder im Internet www.fahrtwind-online.de oder über die fahrtwind App (kostenloser Download im Google Play Store oder im App Store).




Einbruch in Kiosk an der Töddinghauser Straße: Geld aus zwei Spielautomaten gestohlen

In der Nacht von Sonntag auf Montag verschafften sich bislang unbekannte Täter durch ein Fenster Zugang zu dem Kiosk an der Töddinghauser Straße in Bergkamen. Innerhalb des Kiosks öffneten sie zwei Spielautomaten und entnahmen aus den beiden Geldkassetten das Bargeld.

Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Unna unter der Rufnummer 02307 921 3220 oder 921 0.




GROßartiger Tenor singt im November wieder in Bergkamen

Johannes Groß

Am Sonntag, 10. November, gastiert der in Bergkamen bekannte und beliebte Star-Tenor Johannes ab 17 Uhr Groß im studio theater bergkamen und präsentiert „das große Wunschkonzert“.

Mit seiner beeindruckenden Stimme gibt Johannes Groß als Gründer und führender Kopf der GERMAN TENORS im studio theater ein Wunschkonzert mit den schönsten und bekanntesten Melodien aus der Welt der italienischen Oper und der Operette. Nicht nur Highlights wie “Nessun dorma” oder “Granada”, sondern auch beschwingte Melodien, von “Dein ist mein ganzes Herz”, “Lippen schweigen”, “Tanzen möcht‘ ich” bis hin zum berühmten “Wolgalied” werden erklingen.

Bianca Tognocchi. Foto: Anna Dahlberg

Johannes Groß konnte für dieses Konzert mit der Koloratursopranistin Bianca Tognocchi und mit Prof. H. Helge Dorsch am Flügel noch zwei weitere hochkarätige internationale Künstler gewinnen. Tognocchi – genannt “die italienische Nachtigall” – erobert mit ihrer brillanten Stimme gerade die großen Bühnen dieser Welt, wie die Mailänder Scala. Prof. H. Helge Dorsch – Assistent von Karajan, Abbado und Muti sowie Begleiter von Pavarotti, Domingo und Carreras – ist Chefdirigent der Oper von Peking.

Kartenbestellungen und weitere Informationen unter:
02307/ 965 464 oder a.mandok@bergkamen.de
Eintrittspreise: 25,00 € / 22,00 € ermäßigt

SO. 10.11.2019
„Das große Wunschkonzert“
studio theater bergkamen
17.00 UHR / Einlass ab 16.00 UHR




Wiederaufbau der Aussichtsplattform am Beversee verzögert sich: Aktionskreis fordert Kooperation von RVR und Stadt

Der Wiederaufbau der Aussichtsplattform am Beversee verzögert sich weiter. Hierzu hat der Aktionskreis „Wohnen und Leben Bergkamen“ folgende Erklärung geschickt:

„Geld- und Personalmangel beim RVR verhindern den Wiederaufbau der Aussichtsplattform am Beversee. Die Bevölkerung wird noch lange auf den Ausblick von der Holzplattform verzichten müssen, wenn die erforderlichen Arbeiten nicht durchgeführt werden.

Der Stadtverwaltung darf es nicht egal sein, dass diese Plattform in einem beliebten Naherholungsgebiet in unserer Stadt verschwunden ist. Ein müdes Achselzucken und Verweis auf die RVR–Zuständigkeit würde unseres Erachtens nicht reichen.

Hier bietet sich der Stadt Bergkamen und dem RVR eine gute Möglichkeit, gemeinsam dieses Problem zu lösen. Vertreter von Stadt Bergkamen und RVR sollten darüber nachdenken, wie sie mit einer gemeinsamen Anstrengung diese Aufgabe lösen können zum Wohle der Bevölkerung.

Wer besorgt das Material und wer stellt die Arbeitskraft zur Verfügung? Benötigt man freiwillige Helfer oder Spenden?

Wir sind überzeugt, dass mit gutem Willen und einer Gemeinschaftsaktion auch das Problem „Aussichtsplattform“ zu stemmen sein wird“.




Lange Ölspur, brennender Baum und eine verlorene Getreideladung: Bergkamener Feuerwehr hatte einiges zu tun

Bisher sechs Einsätze meldet Stadtbrandmeister Dirk Kemke für dieses Wochenende. Gebrannt hatte allerdings nur ein Baum und dieses Feuer wurde bereits durch die Anwohner gelöscht.

Hier die Einsätze im Einzelnen:

Samstag, 14.08.

12.07 Uhr Einheiten Oberaden, Heil, Weddinghofen
Gemeldet wurde eine Ölspur in Oberaden von der Jahnstraße bis zur Schlenke – Die Ölspur wurde durch die Feuerwehr und der Kehrmaschine des Baubetriebshof beseitigt.

16.42 Uhr Einheiten Mitte und Weddinghofen
Brennender Baum an einer Garage in der Karl-Arnold-Straße – Das Feuer wurde vor Eintreffen der Feuerwehr von Anwohnern gelöscht. Kein Eingreifen der Feuerwehr erforderlich.

19.57 Uhr Einheiten Rünthe, Mitte, Oberaden
Im Bereich der Lippewiesen sollte ein Heißluftballon in einer Baumkrone hängen – Nach Such- und Erkundungsmaßnahmen durch Polizei und Feuerwehr konnte schnell Entwarnung gegeben werden. Es handelte sich um eine Problemelose geplante Landung.

20.20 Uhr Einheit Rünthe
Auf der Werner Str. im Ortseingangsbereich Rünthe hatte ein Getreidetransporter seine Ladung verloren – Die Gefahrenstelle wurde durch die Feuerwehr abgesichert.

23.38 Uhr Einheit Oberaden
Gemeldet wurde eine Ölspur im Bereich Jahnstr. / Lünener Str. – keine Maßnahme der Feuerwehr erforderlich.

Sonntag, 15.09.

09.09 Uhr Einheit Weddinghofen
Unterstützung des Rettungsdienstes in der Heinrichstraße – Im Zuge einer medizinischen Notfallbehandlung, musste eine Person über die Drehleiter aus dem Wohnhaus befördert werden.




Beim Bremsen die Kontrolle verloren: Quad überschlägt sich mehrfach

Am frühen Samstagmorgen befuhr  gegen 2 Uhr ein 19-jähriger Quadfahrer aus Bergkamen den Hellweg in Bergkamen in Fahrtrichtung Schachtstraße. Aus bislang unbekannter Ursache verlor er bei einem Abbremsvorgang die Kontrolle über das Quad, sodass sich das Fahrzeug mehrfach überschlug und dabei mit einem am Straßenrand abgestellten Pkw kollidierte.

Hierbei zog sich der 19-Jährige leichte Verletzungen zu, welche ambulant in einem Krankenhaus versorgt wurden. Insgesamt entstand Sachschaden in Höhe von etwa 7.000 Euro.




Stadt dankt Eheleuten Knäpper für langjähriges Engagement um und im Naturfreibad Heil

v.l.: Bürgermeister Roland Schäfer, Friedrich-Karl Knäpper, Brigitte Knäpper, Beigeordnete Christine Busch. Foto: Corinna König, Bürgermeisterbüro

Am heutigen Nachmittag überreichte Bürgermeister Roland Schäfer in Begleitung der Beigeordneten Christine Busch den Eheleuten Friedrich-Karl und Brigitte Knäpper zum Dank für ihren langjährigen aktiven Einsatz um und im Naturfreibad Bergkamen-Heil eine Dankesurkunde der Stadt Bergkamen sowie zwei Präsentkörbe bestehend aus heimischen Produkten der Firma Lieb&Lecker und einer Stadt-Bergkamen-Tasse.

Nach vielen Jahrzehnten Engagement für das Naturfreibad Bergkamen-Heil verabschieden sich die Eheleute Knäpper Ende 2019 in den wohlverdienten Ruhestand.

„Grund genug, um einfach mal Danke zu sagen“ so Bürgermeister Roland Schäfer. „Ein solches gelebtes Engagement ist für uns als Stadt unverzichtbar. Aus diesem Grund bedarf es einer beson-deren Wertschätzung. So haben wir uns kurzer Hand für einen kleinen persönlichen Termin mit den Eheleuten selbst verabredet.“ so Roland Schäfer weiter. „Ich freue mich, dass das Naturfreibad bereits eine Nachfolge in Aussicht hat. Dieses Naturerlebnis ist eine Bereicherung für unsere Regi-on.“ erklärte Schäfer abschließend.

Beigeordnete Christine Busch kann diese Worte nur bestätigen. „Ich versichere, dass ich sowie die zustän-digen Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung jederzeit offen für Gespräche über das Natur-freibad sein werden. Wir brauchen das Engagement von Freiwilligen an dieser Stelle ganz aus-drücklich. Insofern freue ich mich auf einen konstruktiven Austausch und eine zielführende Zu-sammenarbeit.“

Informationen zu den Eheleuten Knäpper:

Friedrich-Karl Knäpper

– seit 1965 Mitglied im Schwimmverein Heil (damaliger Leiter war der Vater)
– Nach dem Tod des Vaters -> stellv. Vorsitzender (Vorsitz Ingrid Kallenbach)
– seit 1992 Übernahme des Vorsitzes im Schwimmverein Heil
Hauptaufgaben: Planung, Finanzierung, Organisation und Durchführung des gesamten Ab-laufes rund um den Freibadbetrieb (in der Saison: Kartenverkauf, Pflege der Anlagen, abendliche Säuberung. Außerhalb der Saison: Vor- und Nacharbeiten sowie Aufräumarbei-ten, Reinigung und Ausbesserungen im Frühjahr nach Überschwemmungen)

Hinweis: Als Dank für das aufopferungsvolle Engagement hat Herr Knäpper – auch im Namen des Heiler Schwimmvereins – im Jahr 2004 die Silbermedaille erhalten.

Brigitte Knäpper

– seit 1993 Mitglied im Schwimmverein Heil
– seit 2001 Kassiererin im Naturfreibad Heil
– seit 2009 2. Kassiererin im Schwimmverein Heil

Weitere Aufgaben im Naturfreibad:
– Reinigung der sanitären Anlagen entweder persönlich oder durch
Externe organisiert
– Organisation Badeaufsicht
– zuletzt zusätzlich Betrieb der Trinkhalle/Imbiss




VKU fährt Umleitung: Vollsperrung wegen Baumaßnahme in der Straße „Im Sundern“ in Oberaden

Wegen einer Baumaßnahme müssen die Buslinien R12 und 127 der VKU von Mittwoch, 18. September, bis voraussichtlich Freitag, 27. September, eine Umleitung fahren. Es entfällt in diesem Zeitraum die Haltestelle „Preußenweg“ in beide Richtungen. Als Ersatzausstieg kann die Haltestelle „Im Sundern“ genutzt werden.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten ServiceZentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 0 180 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung:
Festnetz 20 ct / mobil max. 60 ct) oder im Internet www.fahrtwind-online.de oder über die fahrtwind App (kostenloser Download im Google Play Store oder im App Store).




Tagesausflüge in den Herbstferien: Movie Park Horror Fest und AquaMagis

In den kommenden Herbstferien bietet das Kinder- und Jugendbüro zwei Tagesausflüge für Kinder, Jugendliche und Familien an.

Düster wird es am Freitag, 18. Oktober: Dann ist das „Halloween Horror Fest“ im Movie Park in Bottrop das Ziel. Der Freizeitpark verwandelt sich in eine Ansammlung aus Monstern, Untoten und anderen schaurigen Figuren, die in gruseliger Atmosphäre ein im wahrsten Sinne des Wortes „schreckliches“ Vergnügen bereiten. Zunächst zeigt sich der Movie Park in seinem gewohnten Gewand, mit Einbruch der Dunkelheit ab 18 Uhr wird es dann aber richtig gruselig. Abfahrt ist um 12.00 Uhr am Hallenbad, die Rückkehr ist für 23 Uhr vorgesehen. Der Teilnehmerpreis beträgt 20 € pro Person.

Da einige Bereiche des Movie Parks nach 18 Uhr erst ab 16 bzw. 18 Jahren zugänglich sind, ist ein Altersnachweis erforderlich. Die Abfahrt vom Movie Park erfolgt um 22 Uhr. Das Kinder- und Jugendbüro weist darauf hin, dass diese Fahrt auf Grund der späten Rückkehr und der „Horroratmosphäre“ für Kinder ungeeignet ist und sich an Jugendliche richtet.

Am Mittwoch, 23. Oktober startet dann der Ausflug nach Plettenberg. Das „AquaMagis“ bietet für jeden etwas. Familien mit Kindern haben die Möglichkeit, sich im Kinderbereich zu vergnügen, während für Rutschenliebhaber insgesamt elf Rutschen zur Verfügung stehen. Neben einigen neuen Rutschen ist sicherlich der „Aqua-Looping“ ein ganz besonderer Höhepunkt. Hier fällt man fast senkrecht in die Tiefe, um dann mit Schwung durch den Looping zu rutschen. Im Eintrittspreis inbegriffen ist der Besuch der Textilsaunen.

Abfahrt ist um 9 Uhr am Hallenbad an der Lessingstraße. Der Teilnehmerpreis beträgt 12 € pro Person. Kinder bis einschließlich 12 Jahren müssen von einer Aufsichtsperson begleitet werden.

Anmeldungen für beide Fahrten nimmt ab sofort das Kinder- und Jugendbüro (Rathaus, Zimmer 305) entgegen. Weitere Informationen gibt es dort unter 02307/965381.




Fußverkehrs-Check Oberaden und Rünthe: Auftaktworkshop am kommenden Mittwoch

Die Stadt Bergkamen nimmt den Fußverkehr unter die Lupe. Der Erste Beigeordnete Dr.-Ing. Hans-Joachim Peters zeigt sich erfreut, dass Bergkamen als eine von zehn Modellkommunen ausgewählt wurde: „Die Durchführung des Fußverkehrs-Checks ermöglicht uns den Fußverkehr in Bergkamen nachhaltig zu fördern. Gehen ermöglicht die optimale Wahrnehmung der Stadtlandschaft sowie die Teilhabe an sozialen Kontakten, vernetzt die Stadt und dessen Stadtteile und wirkt sich als umweltschonendste Art der Fortbewegung positiv auf die Gesundheit aus.“

Am kommenden Mittwoch, 18. September, startet der Fußverkehrs-Check in Bergkamen mit einem Auftaktworkshop. Die Bürgerinnen und Bürger sind dazu eingeladen, gemeinsam mit Verwaltung, Politik und Verbänden die Belange der Fußgängerinnen und Fußgänger zu diskutieren. Welche Probleme gibt es, wo kann man gut und sicher zu Fuß gehen, wo fehlt Platz, vielleicht wegen des hohen Parkdrucks, wo könnte ein Zebrastreifen beim Queren einer Straße helfen, wo eine Ampel? Diese und weitere Fragestellungen sollen im Rahmen des Fußverkehrs-Checks erörtert werden.

Schwerpunkte des Projekts sind die Stadtteile Rünthe und Oberaden. In beiden Ortsteilen fokussiert sich der Fußverkehrs-Check auf das jeweilige Stadtteilzentrum im Bereich der Rünther Straße bzw. Jahnstraße. Neben einer Vielzahl von Einkaufsmöglichkeiten und anderen alltäglichen Zielen rufen insbesondere Schulen und Senioreneinrichtungen einen hohen Anteil des örtlichen Fußverkehrs hervor. Vor diesem Hintergrund soll sich der Fußverkehrs-Check u.a. intensiv mit der Sicherheit und Barrierefreiheit der Fußwege beschäftigen. Um Problemstellungen vor Ort zu erkennen und effektive Lösungen zu erarbeiten ist die Teilnahme von Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich erwünscht. Ihre Erfahrungswerte als Fußgänger in Rünthe und Oberaden machen sie zu Experten, dessen Kenntnisse unerlässlich für eine Förderung des Fußverkehrs sind.

Kern des Projekts sind zwei Begehungen, bei denen vor Ort die Situation der Fußgängerinnen und Fußgänger analysiert wird. Beim vorgelagerten Auftaktworkshop werden thematische und räumliche Schwerpunkte des Fußverkehrs-Checks in Bergkamen diskutiert sowie die zwei Begehungen vorbereitet. Als Nachbereitung der Begehungen finden die Erörterung von Lösungsansätzen und möglichen Maßnahmen zur Verbesserung der Fußverkehrssituation im Rahmen eines Abschlussworkshops statt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind nun herzlich eingeladen sich einzubringen. Ihre Erfahrungen und ihre Meinungen sind wichtig!

Termine und Kontakt
Der Auftaktworkshop: Mittwoch, 18. September um 17.00 Uhr im Ratssaal des Rathauses
Begehung in Rünthe: Dienstag, 01. Oktober um 17.00 Uhr
Begehung in Oberaden: Dienstag, 08. Oktober um 17.00 Uhr
Abschlussworkshop: Donnerstag, 14. November um 17.00 Uhr im Treffpunkt (VHS), Lessingstraße

Für Fragen und weitere Informationen wenden Sie sich an:
Norman Raupach
Tel.: 02307 965-391
Mail: n.raupach@bergkamen.de




Siedlergemeinschaft „An der Landwehr“ feiert ihr 65-jähriges Bestehen auf dem Spielplatz an der Wilhelm-Raabe-Straße

Die ECA-Siedlung in Weddinghofen. Luftbild aus dem Anfang der 1960er-Jahre.

Die Siedlergemeinschaft „An der Landwehr in Weddinghofen“ feiert am Samstag, 14. September, ab 11 Uhr ihr 65-jähriges Bestehen auf dem Spielplatz an der Wilhelm-Raabe-Straße. Hier feiert auch das Bergkamener Kinder- und Jugendbüro mit, denn der beliebte Spielplatz hat eine Menge neuer Spielgeräte erhalten. Die Arbeiten hierfür sind allerdings wegen der langen Lieferfristen noch nicht abgeschlossen.

Die Siedler wurde vor 65 Jahren von den Bewohnern der damals neugebauten ECA-Siedlung in Weddinghofen zwischen Kuhbach und Landwehrstraße (heute Schulstraße) sowie zwischen Töddinghauser Straße und Pfalzstraße errichtet. Sie leistete einen erheblichen Beitrag zur Linderung der Wohnungsnot in der damals noch selbstständigen Gemeinde Weddinghofen. Sie wurde zwischen 1952 und 1955 gebaut und bot über 600 Familien Wohnraum. Finanziert wurde sie aus Mitteln des US-amerikanischen Marshall-Plans zum Wiederaufbau Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg.

Für neun Siedlungen im Ruhrgebiet wurden 100 Millionen DM zur Verfügung gestellt. Bauträger war die Treuhandstelle für Bergmannswohnstätten in Essen. Die Kosten für den Grundstückskauf und für den Bau von Straßen, Kanalisation etc. mussten die jeweiligen Gemeinden und die Bergwerksgesellschaften aufbringen. Die Gemeinde Weddinghofen nahm für die Erschließung der neuen Siedlung einen Kommunalkredit in Höhe von 600.000 DM auf.

Bei genauer Betrachtung veränderte das ECA/MSA-Programm nicht nur das Erscheinungsbild Weddinghofens, sondern auch die Ansprüche, die ihre Bewohner und auch die anderen Einwohner der Gemeinde an ihr Zuhause stellten. Das betraf zum Beispiel den Wohnkomfort, denn die neuen Reihenhäuser hatten Ausstattungsmerkmale, die die meisten Alteingesessenen bis dahin noch nicht kannten.

Dazu gehörten zum Beispiel ein Badezimmer, eine Zentralheizung mit fließendem warmem Wasser und eine Küche, die von den übrigen Wohnbereichen abgetrennt war. Völlig neu war auch, dass mit dem Bau von 351 Eigenheimen und 51 Einliegerwohnung im ersten Bauabschnitt so etwas wie Vermögensbildung für die Bergarbeiterfamilien verbunden war. Durchschnittlich 20.000 Mark betrug damals der Kaufpreis der Reiheneigenheime. Bei einem Monatsverdienst von 400 bis 600 Mark sollten die Familien ihr Häuschen in 40 bis 50 Jahren abgezahlt haben. Nachdem zehn Prozent des Preises abgezahlt waren, sollte der Bauträger das Eigentum auf die jeweilige Familie übertragen. Bedingung war, dass die Bewohner der Eigenheime Bergarbeiterfamilien sein mussten. Sie waren allerdings nicht an eine bestimmte Bergwerksgesellschaft oder Zeche gebunden.

Der 2. und 3. Bauabschnitt der Siedlung wurden nicht mehr aus Marschallplan-Mitteln finanziert. Es entstanden dann auch nicht mehr allein Eigenheime, sondern auch Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen. Hierzu gehörte das sogenannte Hochhaus an der Goethestraße mit acht Ladenlokalen im Erdgeschoss. Dort sorgten unter anderem ein Metzger und ein Lebensmittelhändler für die Versorgung der Bewohner der neuen Siedlung „An der Landwehr“. Zusätzlich siedelte sich auf der Ecke Goethestraße/Schillerstraße ein Konsum an. Erwähnenswert ist vielleicht auch, dass zwei der Ladenlokale im Hochhaus zusammengelegt wurden für eine Gastwirtschaft. Wirtin war hier Weddinghofens spätere Bürgermeisterin und auch langjährige stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bergkamen, Johanna Lasner.