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Aktionskreis fordert Bürgerbeteiligung bei der Produktion von Öko-Strom

Mit seiner Informationsveranstaltung „Energiewende und Bürgerbeteiligung..“ am Mittwoch, 20. März, ab 19.30 Uhr in der Mensa der Hellwegschule Rünthe möchte der Aktionskreis „Wohnen und Leben Bergkamen“ die Bürgerinnen und Bürger der gesamten Region ansprechen und sie ermutigen, bei der Energiewende aktiv mitzumachen.

PLAKAT BÜRGERBETEILIGUNGAuf dem Posium werden informieren und diskutieren: Franziskus Kampik, Mit-Initiator von BürgerWindparks, Prof. Dr. Ing. Hans Martin, Aufsichtsratsvorsitzender der Bürger-Energie-Genossenschaft Wolfhagen eG. Jochen Baudrexl, GSW-Geschäftsführer, Willy Baitinger,  Vors. des Arbeitskreises „Energie“ beim BUNDNRW, Dr. Ing. Stephan Wilforth, Vorstandsvorsitzender „Die Energiegesellschafter eG“ (Kamen).

Die notwendigen Investitionen in Anlagen (z.B. Windräder, Solaranlagen, Kraft-Wärme-Kopplung) zur Erzeugung von Strom bzw. Wärme aus Erneuerbaren Energien (Sonne, Wind, Biomasse) ist bislang im Wesentlichen durch ganze viele (kleine) Beteiligungen von Bürgerinnen und Bürgern getragen worden. „Das muss auch so bleiben, damit der eingeschlagene Weg der „Energiewende“ seine Erfolgsgeschichte weiterschreiben kann“, so Karlheinz Röcher vom Aktionskreis „Wohnen und Leben Bergkamen“.

Auch im östlichen Ruhrgebiet bemühen sich die Städte und Kommunen verstärkt um das Planungsrecht zur Umsetzung solcher Projekte, zum Beispiel durch Schaffung von „Windvorrangzonen“. „Gerade bei Windenergieprojekten kommt es darauf an, letztlich vielen Bürgern die Möglichkeit zu geben, einen Teil ihres Ersparten in solche zukunftsweisende Projekte zu investieren. Eine breite Akzeptanz der Bürger ist notwendig und erhält damit auch eine Chance“, so Röcher weiter.

Die Veranstaltung wolle auch deutlich machen, dass der Nutzen und die mit der Errichtung und dem Betrieb solcher Anlagen zu erzielenden Überschüsse (Gewinne)  bzw. Abgaben (Steuern) im Wesentlichen in der Region bleiben müssten. „Es muss also eine Situation hergestellt werden, die die Wertschöpfung vor-Ort stattfinden lässt.“

Der „Kerngedanke“ der Energiewende verlange aber auch von allen, Energie einzusparen – Ressourcen und Umwelt damit zu schonen. „Es geht also am 20. März auch darum, dass wir gemeinsam die auf das Jahr 2050 projezierten Ziele („80% Energie aus Erneuerbaren“) – aktuell liegen wir erst bei 25% – jetzt mit großer Entschlossenheit weiter und schneller verfolgen. Unsere Kinder und Enkel würden es gut finden!“ betont der Aktionskreis.