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Abschied nach 38 Jahren von einem Urgestein

Ein Urgestein verabschiedet sich. Berthold Boden (Amtsleiter für Planung, Tiefbau und Umwelt)  verlässt auf den Tag genau nach 38 Jahren (!) das Rathaus und geht am 1. Juli in Rente.

Am Dienstag war die offizielle Verabschiedung von Berthold Boden (mit Blumen). Von rechts: Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters, Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper, Fachdezernent Manfred Turk, Bürgermeister Roland Schäfer und Personalrat Sabine Boden.
Am Dienstag war die offizielle Verabschiedung von Berthold Boden (mit Blumen). Von rechts: Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters, Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper, Fachdezernent Manfred Turk, Bürgermeister Roland Schäfer und Personalrat Sabine Boden.

Gelernt hat er mal den Beruf des Beruf des Vermessers. Dann folgte im gleichen Fachbereich (Vermessung, Städte- und Landesplanung) ein Studium, das Berthold Boden als Diplom-Ingenieur anschloss.  „Aber ich wollte nicht nur Mathe machen“, erinnert sich der 65 Jahre alte Boden. Und so bewarb er sich in Bergkamen im Planungs- und Vermessungsamt und wurde genommen. Boden grinst: „Mein Glück war, dass mich die Stadt Iserlohn auch wollte. Also entschloss man sich im Bergkamener Rathaus sehr schnell.“

Die Entscheidung zu Gunsten der Bergkamener Stadtverwaltung hat Boden nie bereut. Immerhin blieb er 38 Jahre lang. Hier war er als Bauingenieur und Leiter des Sachgebietes Planung tätig, übernahm 1978 dann die Aufgaben des stellvertretenden Leiters des Amtes für Planung, Tiefbau und Umwelt. Und seit Juni 2011 war er auch Chef dieses Amtes.

Die Entwicklung der Halde, den Kampf der Menschen um die Siedlung Schönhausen, die Entstehung von Wohngebieten, die ständigen Wechsel in den heutigen Turm Arkaden: Boden hat in seinen vielen Dienstjahren viel erlebt. Seine Bilanz: „Bergkamen ist eine Superstadt. Hier kann man gut leben.“ Und deshalb lebt er auch hier.

Vor allem auch sei Bergkamen eine sehr grüne Stadt, lobt Boden. Und so waren ihm Anträge auf die Abholzung eines Baumes immer ein Gräuel.

Mit Beginn seiner Rentenphase – so der Fachbegriff – muss sich Boden aber nicht mehr mit beruflichen Ärgernissen herumplagen. Das muss sein Nachfolger oder die Nachfolgerin tun, der oder die zum 1. Oktober eingestellt werden soll. Eine Ausschreibung läuft.

Berthold Boden kann sich künftig nur noch den schönen Dingen des Lebens widmen. Das wird sicher seine Familie sein, aber auch am Vereinsleben in Bergkamen will er sich aktiv beteiligen. „Doch um Politik werde ich mich sicher nicht kümmern.“ (CB)