Drachenbootrennen ist wieder Bestandteil des Hafenfestes: Anmeldungen sind ab sofort möglich

Sehr zur Freude der Stadt Bergkamen kann auch im Rahmen der 24. Auflage des beliebten Marina-Hafenfestes vom 5. – 7. Juni 2026 Drachenboot gefahren werden.

Die Zusammenarbeit zwischen den ausrichtenden Kanuvereinen Bergkamen-Rünthe (Kanuverein Rünthe e.V.) und Datteln (Kanuten Emscher-Lippe Datteln e.V.) sowie der veranstaltenden Stadtverwaltung hat letztjährig so gut funktioniert, dass sich die Beteiligten schnell für eine Wiederholung ausgesprochen haben. Und so findet am Samstag, 6. Juni 2026, erneut eine Drachenbootregatta auf dem Datteln-Hamm-Kanal statt.

Grundlegende Veränderungen im Vergleich zum letzten Jahr wird es nicht geben – das Starterfeld ist erneut auf maximal 30 Teams begrenzt. Die Streckenlänge beträgt 250 Meter. Die Regatta ist auch diesjährig nicht nur für Profis, sondern insbesondere für Anfänger gedacht und daher wiederum in den drei nachfolgenden Rennklassen aufgeteilt – so haben auch wieder Anfängermannschaften eine gute Chance auf das Siegertreppchen:

  • „Mixed-Sport“ (Erfahrung = regelmäßiges Training; mind. einmal pro Woche)
  • „Mixed-Fun-Sport“ (Erfahrung = hilfreich)
  • „Mixed Fun“ (Erfahrung = nicht erforderlich)

Gefahren wird in Großbooten – besetzt mit 10 Paddler/innen, davon mindestens 4 Frauen. Die Boote und die Steuerleute werden gestellt. Es darf wieder mit eigenem Equipment gefahren werden. Ansonsten stehen Paddel und Schwimmwesten in ausreichender Menge zur Verfügung.

Eine Anmeldung ist ab sofort und bis zum 15. April 2026 möglich.

Die entsprechende Ausschreibung inklusive aller Anmeldeformalitäten erhalten die Interessierten über den Fachbereich Stadtmarketing – zu erreichen unter der Rufnummer 02307/965-397 oder per Mail an stadtmarketing@bergkamen.de.

Das Startgeld beträgt € 150,00/Team für eine Anmeldung bis zum 15. April 2026. Wer sich schneller entscheiden kann und bis zum 28.02.2026 meldet, der bezahlt € 120,00/Team.

 




Zwei Zigarettenautomaten in Bergkamen-Mitte und einer in Kamen beschädigt und gesprengt

Neben einem an der Preinstraße in Bergkamen-Oberaden gesprengten Zigarettenautomaten am Freitagabend, gab es in den Folgetagen noch drei weitere Beschädigungen von Zigarettenautomaten in Bergkamen-Mitte sowie in Kamen.

Ein Automat wurde am Sonntag (01.02.2026) an der Werner Straße gesprengt. Gegen 02.55 Uhr hatte ein Zeuge einen lauten Knall vernommen und die Polizei alarmiert. Durch die Detonation waren kleinste Teile des Automaten bis auf die gegenüberliegende Fahrbahn geschleudert worden. Tatbeute wurde keine erzielt. Eine Nahbereichsfahndung verlief ohne Erfolg.

Ein zweiter Automat an der Landwehrstraße in Bergkamen-Mitte war ebenfalls im Fokus von unbekannten Tätern. Ein Zeuge meldete bereits am Samstag (31.01.2026) den dortigen aufgehebelten Zigarettenautomaten, aus dem alle Schachteln entwendet wurden. Wann der Aufbruch war, kann nicht gesagt werden.

In Kamen wurde zwischen Sonntag (01.02.2026) und Montag (02.02.2026) ein Zigarettenautomat an der Straße „Mechelnkamp“ in Kamen-Mitte festgestellt, der ebenfalls aufgehebelt war. Alle darin befindlichen Zigarettenschachteln wurden entwendet. Wann unbekannte Täter die Beschädigung durchführten, steht nicht fest.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Kamen unter 02307 921 3220 oder unter 02303 921 0 oder per Mail an poststelle.unna@polizei.nrw.de zu melden.




DLRG Bergkamen beim RuhrCup in Schwerte erfolgreich

Altersklasse 13 bis 16.

Für die DLRG Bergkamen e.V. startete das Jahr am Wochenende gewohnt sportlich: Beim RuhrCup im Stadtbad Schwerte zeigten 25 junge Schwimmerinnen und Schwimmer ihr Können im Rettungssport. Während die Jüngeren am Sonntag unter anderem im Flossen- und Rückenschwimmen antraten, de-monstrierten die Jugendlichen ab der Altersklasse 13/14 bereits am Samstag das Retten einer Puppe mit und ohne Flossen und Gurtretter. Neben zahlreichen persönlichen Bestzeiten schafften die Bergkamener dabei auch gute Platzierungen bis aufs Treppchen.

Altersklasse 10 bis 12.

In der Altersklasse 8 männlich belegte Sam Rokahr den dritten Platz, bei den Zehnjährigen wurde Felix Prull Vierter und Nick Mosert erreichte den zweiten Platz. Bei den gleichaltrigen Mädchen schaffte es Carolina Hendler auf Platz 10, Sophie Schwittek auf Platz 8 und Josephine Schmidt auf Platz 5. Starke Konkurrenz gab es in der Altersklasse 12. Unter 37 männlichen Startern erlangte Sebastian Knuth Platz 16, MasiI Triqui Platz 12 und Mert Kara Platz 9. Bei den Mädchen schwamm Romina Kreutzer auf Platz 8 und Emilia Minnerup auf Platz 6 von 67 Starterinnen.

Auch die älteren Schwimmer*innen feierten Erfolge: van 46 Teilnehmerinnen schafften es 3 Bergkamenerinnen der Altersklasse 13/14, Greta Birk, Anna Swierc und Finja Krebs, unter die ersten 20. Nico Asser schwamm in der Altersklasse 15/16 männlich auf den 12. Platz von 33. Für viele bedeutete das neue Jahr auch den Eintritt in eine neue Altersklasse mit anspruchsvolleren Disziplinen. So müssen bereits die Jugendlichen, die im Laufe des Jahres 13 werden, eine Rettungspuppe vom Beckenboden heraufholen und anschließend 25m schleppen. In der Altersklasse 15/16 werden in den technisch herausfordernden Disziplinen Lifesaver und Super-Lifesaver auch Schwimmflossen und ein Gurtretter ver-wendet, in den die Rettungspuppe eingeklinkt werden muss. Auch viele der jüngeren Teilnehmenden zeigten in der Staffel mit einer kleineren Puppe bereits ihre Fähigkeiten im Rettungsschwimmen.




Jahresprogramm der IG BCE Weddinghofen: Kranzniederlegung am 20. Februar am Ehrenmal

Die IG BCE-Ortsgruppe Weddinghofen hat jetzt ihr Programm für das Jahr 2026 vorgelegt. Es beginnt am 20. Februar mit der Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem ehemaligen Friedhof in Weddinghofen. Da es der 80. Jahrestag des größten Grubenunglücks im deutschen Steinkohlenbergbau ist, wird die Gedenkfeier im größeren Rahmen begangen. Treffen ist um 10.45 Uhr am Ehrenmal.

Die weitern Termine:

20.03.26 Jahreshauptversammlung Gastwirtschaft „Kuhbachstuben“ 18.00 Uhr

04.04.26 Teilnahme am Osterfeuer des Kleingartenvereins „ Im Krähenwinkel“ 18.00 Uhr

01.05.26 Maikundgebung in der Römerbergsporthalle Oberaden 11.00 Uhr

27.06.26 Klönabend im Kleingartenverein ‘‘Im Krähenwinkel“  18.00 Uhr

19.09.26 Politischer Frühschoppen im KGV Krähenwinkel 11.00 Uhr

Diskussion mit den hiesigen Politikern

26.09.26 Jubilarfeier im Restaurant „Olympia“  11.00 Uhr

15.11.26 Skatturnier im Kleingartenverein ‘‘Im Krähenwinkel“ 14.00 Uhr

06.12.26 Barbarafeier Martin- Luther- Haus in Weddinghofen  10.00 Uhr

Weitere Mitgliederversammlungen werden zu aktuellen Themen stattfinden. Auch weitere Unternehmungen werden per Flugblatt bekannt gegeben.




ERC Bergkamen startet beim Ina-Bauer-Pokal in Krefeld

Am vergangenen Wochenende herrschte Hochbetrieb in der Rheinlandhalle in Krefeld, den dort fand von Freitag bis Sonntag traditionsgemäß, und in 46. Auflage, der Ina-Bauer-Pokal statt. Der Eis- und Rollsportclub Bergkamen war mit einer, diesmal kleineren, Delegation vertreten. Die vier Teilnehmerinnen des ERC starteten bereits am 1. Wettkampftag. In der Kategorie Freiläufer C belegte Lea Pürschel den 9. Platz. Marisol Grieger (4. Platz), Isabella Kaiser (7. Platz) und Paula Luntz (16. Platz) starteten gemeinsam in der Kategorie Freiläufer D.

Alle vier Läuferinnen konnten ihre tolle Kür präsentieren und wertvolle Wettbewerbserfahrung sammeln, zumal die Konkurrenz diesmal auch aus anderen Bundesländern angereist war.

Bevor die Eissaison mit Start der Osterferien leider wieder zu Ende geht, stehen Ende Februar und Ende März noch zwei Wettbewerbe für den ERC Bergkamen auf dem Terminplan.




„Alte Liebe rostet nicht“- Gottesdienst am Valentinstag in der Christuskirche mit Mona Lichtenhof und Dieter Dasbeck

Mona Lichtenhof und Dieter Dasbeck

Es ist in der Gemeinde zu einer guten Tradition geworden, den Valentinstag mit einem Gottesdienst zu begehen. So wird es auch am 14.02.2026 wieder sein. Zur Tradition gehört es mittlerweile auch, dass Mona Lichtenhof und Dieter Dasbeck mit Gitarre und Gesang mitwirken. Wie immer wird die Liebe im Mittelpunkt stehen. Liebe in ihrer Vielfalt, als Freude, als Leid, schmerzend und wohltuend in unserem Leben, als Sehnsucht und gelebt, wo immer sie uns begegnet. Dazu laden Lieder, Texte und Gebete zum Nachdenken ein.

Der Gottesdienst beginnt um 18 Uhr in der Christuskirche in Rünthe. Wie immer besteht die Möglichkeit, sich segnen zu lassen, allein oder als Paar. Im Anschluss laden wir ein zu Gespräch in geselliger Runde bei Snacks, Wein und Wasser.



Schülerinnen und Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule und des Gymnasiums gedenken der Opfer des Nationalsozialismus

Foto: S. Kartal

Der 27. Januar erinnert an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz und steht stellvertretend für das unermessliche Leid von Millionen Menschen, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgt, entrechtet und ermordet wurden.

Im Rahmen der Zivilcourage setzten die Schülerinnen und Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen und des Städtischen Gymnasiums Bergkamen ein gemeinsames Zeichen des Erinnerns, der Verantwortung und der Haltung. Sie nahmen an der zentralen Gedenkveranstaltung in Bergkamen teil und gestalteten diese mit einem emotionalen und eindrucksvollen Beitrag aktiv mit. Damit machten sie deutlich, dass Erinnerung nicht nur rückwärtsgewandt ist, sondern stets auch die Gegenwart und die Zukunft betrifft.

In ihrem gemeinsamen Beitrag appellierten die Schülerinnen und Schüler eindringlich an Zivilcourage, Menschlichkeit und Zusammenhalt. Sie machten deutlich, dass Gedenken mehr bedeutet als das bloße Erinnern an historische Ereignisse. Der 27. Januar mahnt dazu, wachsam zu sein gegenüber Ausgrenzung, Diskriminierung und menschenfeindlichen Einstellungen in unserer heutigen Gesellschaft. Unrecht entsteht nicht plötzlich. Es beginnt oft leise mit Worten, mit Vorurteilen, mit der Abwertung von Menschen und mit dem Schweigen der Mehrheit.

Zivilcourage heißt heute, hinzusehen und nicht wegzusehen. Sie bedeutet, Haltung zu zeigen, Verantwortung zu übernehmen und füreinander einzustehen, sowohl im schulischen Alltag als auch im gesellschaftlichen Miteinander. Zivilcourage zeigt sich dort, wo Menschen gegen Hass, Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Diskriminierung eintreten und sich aktiv für Demokratie, Vielfalt und Menschlichkeit einsetzen.

Der Beitrag der Schülerinnen und Schüler in der Evangelischen Friedenskirche Bergkamen machte die Bedeutung von Erinnerung, Zivilcourage und Haltung auf eindrucksvolle Weise erfahrbar. Ein besonderer Dank gilt der Evangelischen Friedenskirche für die Möglichkeit, die Gedenkveranstaltung in diesem würdigen Rahmen durchführen zu können.

Der Einsatz der Jugendlichen zeigt, dass junge Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich kritisch mit der Geschichte auseinanderzusetzen, um aus ihr Konsequenzen für die Gegenwart zu ziehen. Dieses Engagement ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass Erinnerung lebendig bleibt und demokratische Werte auch in Zukunft getragen werden.




GSW-Förderprogramm gestartet – Vereine und Institutionen können sich für Finanzspritze von insgesamt 21.000 Euro bewerben

Neue Ausrüstung, ein neues Spielgerät für den Kindergarten, eine Finanzspritze für das Jubiläumsfest oder das Schulprojekt: Es gibt viele Projekte, die unterstützenswert sind. Zum dritten Mal rufen die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) Kamen, Bönen, Bergkamen deshalb ihr Förderprogramm „Mit Herz für die Region“ aus.

Wie in den Vorjahren unterstützt der Energieversorger auch 2026 mit seinem Förderprogramm lokale Vereine, Institutionen und Bildungseinrichtungen bei der Umsetzung verschiedener Projekte. Insgesamt fließen über diesen Weg Fördergelder in Höhe von insgesamt 21.000 Euro in besonderes Engagement vor Ort. Insgesamt 21 verschiedene Institutionen dürfen sich über eine Finanzspritze von jeweils 1000 Euro freuen. Am vergangenen Sonntag (1. Februar) ist die Bewerbungsphase gestartet. Noch bis zum 31. März können sich Vereine und Institutionen mit ihrem Projekt für das Förderprogramm bewerben. Das geht ganz einfach und in wenigen Minuten über die Internetseite der GSW unter www.gsw-kamen.de/foerderung.

Damit eine faire Förderung gewährleistet werden kann, entscheidet das Los, wer sich die Finanzspritze gesichert hat. Der Fördertopf wird dabei in vier Kategorien geteilt: Zehnmal 1000 Euro gehen an Vereine, jeweils dreimal 1000 Euro werden in den Kategorien Bildung, Soziales sowie Kunst/Kultur/Musik verlost. Darüber hinaus vergibt eine Jury der GSW unter allen Einsendungen den Sonderpreis in der Kategorie Nachhaltigkeit. Ein weiterer Sonderpreis ist der Social-Media-Preis. Hierbei bekommt die Einrichtung, die innerhalb eines gewissen Zeitraums die meisten Stimmen auf den sozialen Kanälen der GSW für sich sammeln kann, einen Scheck über 1000 Euro.

Unermüdliches Engagement wird gewürdigt

„Mit dem Förderprogramm können wir das unermüdliche Engagement der Vereine und Institutionen in unserem Versorgungsgebiet würdigen. Wir freuen uns, auch in diesem Jahr über das Förderprogramm unterschiedlichen Projekten eine finanzielle Unterstützung zu ermöglichen“, erklärt Mareike Füllner, Kommunikation und Marketing bei den GSW.

Die Gemeinschaftsstadtwerke engagieren sich seit Jahren als Sponsor für große Veranstaltungen wie beispielsweise die GSW Kamen Kite, die GSW Kamen Klassik oder den GSW-Lichtermarkt in Bergkamen. Auch viele Vereine und Institutionen aus dem Versorgungsgebiet durften sich in der Vergangenheit über eine finanzielle Unterstützung freuen. „Mit unserem Förderprogramm unterstreichen wir dieses Engagement und bringen zugleich spannende und wichtige Projekte in die Öffentlichkeit“, erklärt GSW-Geschäftsführer Alexander Loipfinger.

Alle Informationen zum Förderprogramm gibt es unter www.gsw-kamen.de/foerderung




Wo der Stachel mit Wurstsalat und Tacheles tief sitzt

 

Da platzt Kai Magnus Sting nicht nur einmal der Kragen bei seiner Premiere im studio theater.

Sein bürokratisches Aussehen täuschte – bitterlich. Denn hinter der schlipsgeordneten Verwaltungsfassade spuckte Kai Magnus Sting Gift und Galle. Als Rächer des Durchschnittsspießers tobte der Duisburger gute zwei Stunden lang mit hochrotem Kopf auf der Stelle. Wo er auf den Brettern des studio theaters alles in Wurstsalat verwandelte, was im ganz normalen Wahnsinn mal eine richtige Tacheles-Abreibung brauchte, war anschließend mindestens eine Spezialreinigung fällig.

So sieht’s aus: Kai Magnus Sting könnte endlos aufzählen, was ihn auf die Palme treibt.

Womöglich auch auf manchen der fast ausverkauften Sitze. Denn die Bergkamener amüsierten sich königlich über die Bergkamener Premiere des Kabarettisten, der seit immerhin 31 Jahren hochkarätige Freundschaften und Zusammenarbeit in der Szene pflegt und sich auch als Schriftsteller, Theater- und Hörspielautor profiliert hat. Von Fremdeln war keine Spur. Denn schnell war klar, dass sich hier gerade jemand weit über das Comedian-Niveau hinaus im wahrsten Sinne mit Händen und Füßen entfaltete.

Sämtliche Herzen gewann Kai Magnus Sting bereits mit der entwaffnenden Feststellung, dass er dem Bergkamener Ambiente mit einem Sportanzug besser gerecht geworden wäre. Um gleich nahtlos beim Schönheitswahn zu landen, wo doch es doch mit „Gummizug in der Buchse“ und allem überbacken deutlich leichter wäre im Leben. Stattdessen wird überall „laut geguckt“. Der Foto-von-hinten-Terror ist allgegenwärtig und das Watscheln in der Partnerschaft kommt irgendwann zwangsläufig aus dem Nichts.

Und da droht schon wieder das nächste Ungemach: Mancher dürfte sich da in der verschärften Aufregungskultur ertappt gefühlt haben.

Überhaupt: „Kann nich ma nix sein?!“, empört sich der Ruhrpottler. Allerorten sieht er sich mit einer bitteren Wahrheit konfrontiert: „Will keiner mehr was tun!?!“ Stattdessen wartet die nächste Erniedrigung bei der Odyssee vom Urologen über den Optiker bis zur unverhofften Integration beim Kardiologen in Marxloh. Und wenn dann auch noch der Eierschneider vom Stammplatz verschwindet, ist nicht nur das Eibrot mit Maggi, sondern die ganze Weltordnung in Gefahr. Dabei will er doch nur seine Ruhe haben: „Mir isses zuviel!“, brüllt er in die Menge, kommt „da gleich runter“ und geifert sich mit KI im Urin in Rage.

Schließlich ist er immer überall der Erste und doch der Letzte, von der allgegenwärtigen Xmas-Edition bis zur Gastgeberqualität. Da vereist er bis zum Steiß beim Angrillen zur Chill-Out-Launch-Musik und will vom Halbtags-Volljuristen doch einfach nur Fleischsalat. Stattdessen lauert das zehnköpfige Froschorchester unter Vogelgezwitscher auf dem hautengen Gästeklo. Dann ist da noch das Baumarkt-Trauma, das ohne Muffen und Barzahlung im Nervenzusammenbruch endet.

Kann man nix machen. Oder doch? Kai Magnus Sting ringt mit dem Wahnsinn und der Empathie.

Die Wahrheit unterm Strich ist auch mit Blick auf die braune Brühe bitter, da nützt jeder zustimmende Applaus nichts: „Arschloch bleibt Arschloch“ und „Schwafel“ liegt „an der Laber“. Da droht am Ende die Invasion des Wahnsinns, die auf Eierschneidern mit Tacheles und Wurstsalat angeritten kommt.

Gut, dass als eindringlich erklatschte Zugabe noch das Steigerlied aus der Mini-Drehorgel einiges wieder einrenkte. Und dass Kai Magnus Sting hofft, nicht der Erste zu sein, der zum letzten Mal in Bergkamen war.